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Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 115
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Titel: ... mit dem Siegel der Justiz - Der Jorns-Prozess
Autor: Paul Levi
produziert in: 1931
Genre: Dokumentation
Regie: Claude Pierre Salmony
Bearbeitung: Norbert Schaeffer
Inhalt: Das Plädoyer des Verteidigers Paul Levi im so genannten "Jorns-Prozess" von 1929 machte die Schäbigkeit der politischen Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 und ihre Vertuschung durch die Justiz offenkundig.

In der Zeitschrift "Das Tage-Buch" erschien am 24. März 1928‪‬ der Artikel "Kollege Jorns" von Berthold Jacob. Der verantwortliche Redakteur war Josef Bornstein. ‬‬‬‬Der Artikel zielte auf die juristische Inkompetenz von Paul Jorns, der als Kriegsgerichtsrat die Ermittlungen gegen die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geleitet hatte.

Daraufhin stellten Reichsanwalt Jorns als Nebenkläger und Oberreichsanwalt Karl August Werner als Hauptkläger Strafantrag wegen Beleidigung und übler Nachrede. Der Anwalt und Reichstagsabgeordnete Paul Levi, der Rosa Luxemburg bereits in verschiedenen Gerichtsverfahren verteidigt hatte, übernahm die Verteidigung des angeklagten verantwortlichen Redakteurs Bornstein.‬

Die Hauptverhandlung begann am 17. April 1929 vor dem Schöffengericht in Berlin-Mitte. Mithilfe der Akten, die Levi einsehen durfte, konnte er Jorns Verschleppung und Verdunkelung des Verfahrens und sogar Fluchthilfe nachweisen. Die angeführten Details belasteten Jorns schwer. ‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬Levi erreichte schließlich einen Freispruch für seinen Mandanten. Sein Abschluss-Plädoyer nannte der Journalist, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky "die mächtigste deutsche Rede nach Ferdinand Lassalle"‪‬.‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬
Daten zu Paul Levi:geboren: 1883
gestorben: 1930
Vita: Paul Levi, (1883–1930), geboren in Hechingen, war deutscher Rechtsanwalt und linkssozialistischer Politiker. Neben Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht u.a. war er einer der Mitbegründer der KPD und von März 1919 bis 1921 deren Vorsitzender, bevor er aufgrund innerparteilicher Differenzen aus der Partei ausgeschlossen wurde, darauf in die USPD und wenig später wieder in die SPD zurückkehrte. Levi blieb Mitglied des Reichstages, auch als er 1922 in die SPD zurückkehrte. Dort war er eine der wichtigsten Persönlichkeiten des linken und marxistischen Flügels. Als brillanter Redner war er bei seinen Gegnern vor Gericht wie im Parlament gefürchtet. Während des Berufungsprozesses Jorns gegen Bornstein im Winter 1930 stürzte Levi am 9. Februar aus ungeklärten Umständen aus dem Fenster seiner Berliner Dachgeschosswohnung und erlag seinen Verletzungen.
Erstsendung: 17.01.2016
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 115
Titel: 5 - 10 - 100
Autor: Michael Esser
produziert in: 1992
produziert von: SDR
Laufzeit: 17 Minuten
Kunstkopf:
Regie: Holger Rink
Inhalt: "5 - 10 - 100": Ein Stück über den Trainingsalltag jugendlicher Schwimmer. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Steffen: 18 Jahre alt, ehrgeizig, leistungsorientiert, "brutal auf Kurs", wie sein Trainer über ihn sagt. Steffen bereitet sich auf ein "ganz normales" Rennen vor - seine Aufgabe: Mark an persönliche Bestzeit, an Kaderzeit heranzuführen. Das Rennen beginnt. Zug-, Herz- und Atemrhythmus formen Steffens inneren Monolog, mit dem er sich weiterhetzt, mit dem er sich klarmacht, daß er den anderen nicht gewinnen lassen kann. Selbstmotivation, renntaktische Kommandos, Haß auf sich selbst und den anderen, Mark, kochen abwechselnd in ihm hoch. Mit zunehmender Erschöpfung wird sein Selbstgespräch zu einem fragmentarischen Song aus Befehlen, Schreien, Zahlen und Verwünschungen. "5 - 10 - 100" - "Die Schwimmer sind außer Kontrolle und denken und reden vor sich hin in einer permanenten Ausnahmesituation. Der Verstand gehorcht, wenn der Instinkt befiehlt."
Sprecher:Walter Laugwitz (Levi)
Fabian Kübler (Josseli)
Michael Rust (Angler)
Jörg Hartmann (Angler)
Marek Helsner (Angler)
Claus Boysen (Stimme/Megaphon)
Charles Wirths (Grundstücksbesitzer)
Daten zu Michael Esser:geboren: 1955
Vita: Michael Esser, geboren 1955, lebt in Hamburg. Er schreibt für "Die Zeit" und verschiedene Computer- und Internetmagazine, arbeitet außerdem für "Spiegel TV" und an Fernsehserien (MTV/Premiere). Hörspiele und Radiofeatures verfasst er seit 1988, für den WDR zuletzt "Electric Lady Land" und "Der Netzmann".
Erstsendung: 06.08.1989
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 115
Titel: A. ist eine andere
Autor: Andreas Sauter
Bernhard Studlar
produziert in: 2010
produziert von: Autorenproduktion
Regie: Reto Ott
Inhalt: "A. ist eine andere" ist die Geschichte einer jungen Frau, die eines Tages plötzlich verschwindet. Für die Hinterbliebenen ist es ein Rätsel. Sie erzählen von ihrer Trauer, ihrer Wut, dem Bemühen, wieder ein normales Leben zu führen. Interviewähnliche Erzählpassagen mischen sich mit kurzen szenischen Splittern aus dem Leben mit und ohne A. Dabei setzen Sauter und Studlar ganz unspektakulär auf die kleinen Dinge des Lebens: ein raffiniertes Puzzle tragischer und komischer Momente. Und erzählen wie nebenher noch fast einen Krimi. Und lassen von der grossen Liebe träumen.
Sprecher:Ursina Lardi (Sprecher)
Daten zu Andreas Sauter:geboren: 1974
Vita: Andreas Sauter, geboren 1974 in Zürich, lebt als Dramatiker, Regisseur und Filmemacher in Berlin. 2004 erhielt er zusammen mit Co-Autor Bernhard Studlar den Basler Hörspiel-Preis für die vom SRF produzierte Radiofassung des Stücks "A. ist eine andere"
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 115
Titel: Abbruch
Autor: Dietrich Drawz
produziert in: 1996
produziert von: HR
Laufzeit: 10 Minuten
Regie: Christian Gebert
Inhalt: Der Staat scheut weder Kosten noch Mühen, wenn es um die Sicherheit seiner Bürger geht. Das gilt natürlich auch für vorbeugende Maßnahmen. Denn bekanntlich ist es für Sicherheitsfragen zu spät, wenn - bildlich gesprochen - das Kind erstmal in den Brunnen gefallen ist. Und so kann es auch schon mal notwendig sein, ein Loch in eine Gefängnismauer zu sprengen oder den Plutoniumschmuggel ein bißchen anzuheizen, damit die Bürger erkennen, woher ihnen Gefahr droht. Und manchmal ist es eben auch notwendig, ein Kind in den Brunnen zu werfen, wenn es das übergeordnete Sicherheitsinteresse gebietet. Bildlich gesprochen, natürlich. Wir sind ja keine Unmenschen.
Sprecher:Wolfram Koch
Michael Weber
Erstsendung: 11.06.1996
Datenquelle(n): dra
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Treffer 5 von insgesamt 115
Titel: Agnes
Autor: Peter van Straaten
produziert in: 1988
produziert von: RIAS
Laufzeit: 65 Minuten
Regie: Klaus Ickert
Bearbeitung: Jürgen Geers
Komponist: Peter Kaizar
Übersetzer: Hans-Ulrich Jäckle
Inhalt: Szenen eines unordentlichen Lebens

Agnes hat es nicht leicht. Seit der Trennung von Helmut versucht sie sich mit ihrem Sohn Daniel allein durchs Leben zu schlagen. Nun ja, so allein ist Agnes nun auch wieder nicht, denn da gibt es schließlich noch Arthur, den neuen ... tja, soll man sagen Lebensgefährten? Arthur ist zwar bekennender Langzeitstudent der Philosophie, was Frauen anbelangt, scheint er jedoch eher zu kurzfristigen Bindungen zu neigen. Agnes hat jedenfalls genügend Gründe, sich bei ihrer besten Freundin Bea darüber zu beschweren, daß die Kerle doch alle nichts taugen. Solch ein Gespräch unter Frauen findet natürlich am besten in Helmuts Kneipe statt, weil man dort erstens den Kummer mit einigen Gläsern Weißwein hinuterspülen kann und zweitens die Möglichkeit besteht, daß man den ein oder anderen Kerl trifft, der vielleicht doch, wenn schon nicht fürs Leben, so doch wenigstens für die Liebe zu gebrauchen ist ... Mit "Agnes" hat der niederländische Autor Peter von Straaten eine Figur geschaffen, die Lebensweise und Probleme einer alleinerziehenden jungen Frau im Großstadtmilieu so treffend, humorvoll und intelligent beschreibt, daß Agnes' Bekanntheitsgrad in Holland mittlerweile den von Königin Beatrix erreicht hat. Natürlich ist Agnes durchaus nicht so würde- und hoheitsvoll wie eine Landesmutter, im Gegenteil: Agnes' Leben gleicht eher einer Katastrophe in Zeitlupe. Gerade deshalb aber geht uns diese Figur nahe, und wir nehmen Anteil an den liebevoll-mitfühlend beschriebenen Episoden aus einem durchaus nicht ganz ordentlichen Single-Leben.
Sprecher:Günter Einbrodt (Dr. Friedrich Ritter)
Johanna Elbauer (Dore Strauch)
Gerd Wameling (Hans Böck)
Christian Brückner (Heinz Wittmer)
Brigitte Röttgers (Margret Wittmer)
Alexander Kaiser (Harry Wittmer)
Christine Prober (Eloise Baronin Wagner-Weh)
Wolfgang Unterzaucher (Rudolf Lorenz)
Günther Jankowiak (Robert Philippson)
Hermann Ebeling (G. Allan Hancock)
Erstsendung: 02.06.1998
Datenquelle(n): dra
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Treffer 6 von insgesamt 115
Titel: Arbeitsvermittlung
Autor: Heinrich Droege
produziert in: 1954
produziert von: NWDR
Laufzeit: 43 Minuten
Regie: Klaus Ickert
Inhalt: Arbeitslosigkeit wird von den Betroffenen häufig nicht nur als gesellschaftlicher Mißstand, sondern als persönliches Versagen empfunden. Und während der glückliche Inhaber eines Arbeitsplatzes gerne mit weithin zur Schau gestellter "Arbeitsüberlastung" prahlt, versucht der Arbeitslose seinen erzwungenen Müßiggang scheu zu verbergen. Wie fast jedes Bedürfnis hierzulande, kann gottlob auch dieses Vertuschungsbedürfnis heutzutage mit marktwirtschaftlichen Methoden befriedigt werden. Prima! Denn sowas schafft schon wieder Arbeitsplätze!
Sprecher:Carl Voscherau (Erzähler)
Georg Pahl (Willem Meier, ein Hamburger aus Mecklenburg)
Hans Fitze (Hein, Eckensteher)
Heinz Roggenkamp (Jan, Stauerviz)
Rudolf Beiswanger (Leichterschiffer)
Hartwig Sievers (Max, Heizer)
Heinz Lanker (Steuermann)
Otto Schröder (Stimme)
Otto Thiermann (Stimme)
Ludwig Meybert (Stimme)
Günther Siegmund (Stimme)
Heini Kaufeld (Stimme)
Erstsendung: 05.01.1995
Datenquelle(n): dra
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Treffer 7 von insgesamt 115
Titel: Ausflüge
Autor: Christian Bieniek
produziert in: 1994
produziert von: SR; SWF
Laufzeit: 3 Minuten
Regie: Burkhard Schmid
Inhalt: Das Familienleben ist eine stete und unerschöpfliche Quelle für dramatische Konflikte und spiegelt sich deshalb auch in angemessener Weise in Fernsehserien und Kurzhörspielen wieder. Ein besonders schöner Konflikt ist der Generationskonflikt, der immer dann in Erscheinung tritt, wenn die Eltern feststellen müssen, daß der psychische Ablösungsprozeß ihrer herangewachsenen Kinder vor dem materiellen erfolgt. An diesem Punkt sind schon schöne Dialoge entstanden, die im wesentlichen darauf hinauslaufen, daß elterlicherseits postuliert wird, daß zu gehorchen sei, solange die Beine unter den heimischen Tisch gestellt würden, worauf die Jugendlichen gelassen erwidern, daß ihre Beine schließlich auf dem Tisch lägen. In diesem Kurzhörspiel aber ist dies ausnahmsweise anders.
Sprecher:Siemen Rühaak (Vater)
Sascha Hissler (Marc, Sohn)
Daten zu Christian Bieniek:geboren: 26.12.1956
gestorben: 26.01.2005
Vita: Christian Bieniek (* 26. Dezember 1956 in Dieburg; † 26. Januar 2005 in Düsseldorf) war ein deutscher Schriftsteller und Kinderbuchautor.
Hompepage o.ä.: http://www.christianbieniek.de/biografie.htm
Erstsendung: 18.11.1993
Datenquelle(n): dra
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Treffer 8 von insgesamt 115
Titel: Außer Briefe schreiben kann man hier nichts
Autor: Peter Goedel
Herbert Hoven
produziert in: 1987
produziert von: Rundfunk der DDR
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Klaus Dieter Pittrich
Komponist: Reiner Bredemeyer
Inhalt: Die Geschichte eines verhaltensauffälligen Jugendlichen

Dem Hörspiel, das von der Geschichte des 14jährigen Schülers Markus handelt, liegt ein authentischer Fall zugrunde. Markus gilt allgemein als ein "aufsässiger Junge". Er fügt sich nicht den gültigen Erziehungsnormen, beharrt auf seinen eigenen Wegen. Je mehr aber diese eigenen Wege gesellschaftliche Normen tangieren, gerät er dazu in Widerspruch. Was sich im Elternhaus mehr als eine nicht genau zu bestimmende Aufsässigkeit herausstellt, schlägt in der Schule in konkrete Arbeit an der Schülerzeitung um. Dieses "anders sein" oder auch nur "anders sein wollen" wird von schulpädagogischer Seite als verhaltensauffällig definiert; auf Seiten des Elternhauses, wo man auch zu keiner Erklärung kommt, ist ein Begriff, mit dem man die "Störung" abtun kann, nicht so schnell gefunden. Gemeinsam ist beiden Seiten, dass sie mit "Aussperrung" reagieren.
Sprecher:Paul Scheerbart: Ekkehard Schall
Anna Sommer: Walfriede Schmitt
Junge: Jens-Uwe Bogadtke
Paspe: Siegfried Weiß
Eisselt: Hans Teuscher
Oberst: Heinz Schröder
Daten zu Peter Goedel:Vita: Peter Goedel, geboren 1943, studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in Köln und München, arbeitete anschließend als Dramaturg und Regieassistent am Theater. Seit 1972 ist er freier Autor und Regisseur für Fernsehen und Hörfunk.
Daten zu Herbert Hoven:Vita: Herbert Hoven ist 1952 in Köln geboren. Er studierte Germanistik, Pädagogik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft.
Hompepage o.ä.: http://www.hoffmann-und-campe.de/autoren-info/herbert-hoven/
Erstsendung: 28.11.1978
Datenquelle(n): dra
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Treffer 9 von insgesamt 115
Titel: Basic Beliefs
Autor: Michael Esser
produziert in: 1983
produziert von: WDR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Walter Adler
Komponist: Bernhard Schmitz
Inhalt: Jung, hochbegabt, summa cum laude in Wirtschaft. Sein Credo: E größer A - Ertrag größer Aufwand. Alles, was getan wird, muss nach diesem Prinzip funktionieren. So tickt die Wirtschaft. So ticken die Finanzsysteme der Welt. Und so tickt der Tycoon, auf dessen riesiger Segelyacht Johannes Ritter sich befindet, um zu erklären, weshalb die Banker die Zahlen nicht erreicht haben. Doch das interessiert den Finanzmagnaten nicht. Er ist besorgt über den Zustand der Wirtschaftssysteme. Es gibt mehr Geld als Verstand. Also will er sein Vermögen in Sicherheit bringen - jenseits des Geldes. Wie aber speichert man Milliarden Dollar, wenn nicht in Geld, Aktien, Beteiligungen, Anteilen, Dividenden? Der Tycoon kennt die Antwort. Als er sie Ritter verrät, stirbt er, und es sieht so aus, als hätten die Götter dabei ihre Finger im Spiel.

Jung, begabt, summa cum laude in Wirtschaft, lenkt jetzt Ritter die gewaltigen Geldströme des toten Tycoons. Doch er ist nicht allein. Die Banker, die ihre Zahlen nicht erreicht haben, wollen Zugriff auf den unermesslichen Schatz, und sie werden sehr sauer, als sie begreifen, was in seinen Händen damit geschieht.
Sprecher:Klaus Pohl (1. Soldat)
Wolf-Dietrich Sprenger (2. Soldat)
Hans Keller (Besitzer)
Michael Thomas (1. Mann)
Wolfgang Forester (2. Mann)
Martin Schwab (3. Mann)
Rainer Delventhal (4. Mann)
Rainer Philippi (5. Mann)
Renate Becker (1. Frau)
Evelyn Matzura (2. Frau)
Eva Garg (3. Frau)
Jan Mehrländer (1. Junge)
Ulrich Burghardt (2. Junge)
Petra von der Beek (1. Mädchen)
Anna Henkel (2. Mädchen)
Petra Kuhles (3. Mädchen)
Werner Brehm (männliche Stimme)
Daten zu Michael Esser:geboren: 1955
Vita: Michael Esser, geboren 1955, lebt in Hamburg. Er schreibt für "Die Zeit" und verschiedene Computer- und Internetmagazine, arbeitet außerdem für "Spiegel TV" und an Fernsehserien (MTV/Premiere). Hörspiele und Radiofeatures verfasst er seit 1988, für den WDR zuletzt "Electric Lady Land" und "Der Netzmann".
Erstsendung: 16.10.2007
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 10 von insgesamt 115
Titel: Brennender Zaster
Autor: Ricardo Piglia
produziert in: 1981
produziert von: SDR
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Übersetzer: Leopold Federmair
Inhalt: Dies ist die wahre Geschichte der Verbrecherbande um Nene Brignone, Gaucho Dorda, Cuervo Mereles, Chueco Bazán und Malito. Am 27. September 1965 überfallen diese Männer einen Geldtransport, rasen durch Buenos Aires, schießen auf alles, was sich bewegt, entkommen nach Montevideo, verschanzen sich dort in einer Wohnung und werden von der Polizei 16 Stunden lang belagert. Das von Radio und Fernsehen übertragene tödliche Ende ist der apokalyptische Höhepunkt einer Geschichte, in der Sex, Drogen, Gewalt und Verzweiflung als sinnloser finaler Akt der Rebellion gegen alle Werte der Gesellschaft aufgezeigt werden. Als logische und tödliche Konsequenz der psychischen und physischen Verletzungen, die Nene Brignone, Gaucho Dorda, Cuervo Mereles, Chueco Bazán und Malito von Kindesbeinen an zugefügt wurden.
Sprecher:Traugott Buhre
Daten zu Ricardo Piglia:Vita: Ricardo Piglia, geboren 1941 in Buenos Aires, zählt zu den bekanntesten Schriftstellern Südamerikas. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Drehbücher, Essays und Kritiken. In Princeton und Harvard lehrte er Literatur und Film. Für seinen Freund Manuel Puig verfasste Piglia das Drehbuch zur Verfilmung von dessen Roman "Kuss der Spinnenfrau". "Brennender Zaster" ist sein erstes Buch, das auch auf Deutsch erschien.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 23.08.2002
Datenquelle(n): dra
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Treffer 11 von insgesamt 115
Titel: Bruderliebe
Autor: Yves Ravey
produziert in: 1978
produziert von: WDR; BR
Laufzeit: 76 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Annette Berger
Dramaturgie: Isabel Platthaus
Übersetzer: Angela Wicharz-Lindner
Inhalt: Max und Jerry sind zwei ungleiche Brüder und kennen einander besser, als ihnen lieb ist. Aber gerade deshalb planen sie gemeinsam ein Verbrechen.

Seit 20 Jahren hat er ihn nicht mehr gesehen, als Max seinen Bruder Jerry an einem Bahnhof an der schweizfranzösischen Grenze abholt. Auf Skiern überqueren sie die grüne Grenze. Niemand darf wissen, dass Jerry zurückgekommen ist, denn die beiden haben einen perfiden Plan. Sie entführen die Tochter von Max' Chef und fordern eine halbe Million Lösegeld. Alles scheint wie geplant zu laufen - wäre da nicht von Anfang an ein unausgesprochener Konkurrenzkampf zwischen den Brüdern. Dabei sind die Rollen klar verteilt: Max, der unscheinbare Buchhalter, dessen Liebe zur Tochter des Chefs verschmäht wurde, und Jerry, der harte Profi, der als Konvertit in Afghanistan zum Kämpfer geschult wurde. Aber Regeln und Rollen können sich ändern.
Sprecher:Horst Michael Neutze (Albert)
Dinah Hinz (Elma)
Jutta Schaffler (Gina)
Stephan Smith (Bob)
Larry Wayne (Indianer)
Daten zu Yves Ravey:Vita: Yves Ravey lehrt als Professor für bildende Kunst in seiner Geburtsstadt Besançon. Er ist Autor zahlreicher Romane und Theaterstücke und wurde für sein Gesamtwerk mit dem Schweizer Prix Renfer ausgezeichnet.
Erstsendung: 18.05.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 12 von insgesamt 115
Titel: Büchners Bote
Autor: Hermann Kretzschmar
produziert in: 2011
produziert von: RBB
Laufzeit: 62 Minuten
Regie: Hermann Kretzschmar
Komponist: Felix Raffel
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhalt: »Mein Hörstück ist eine sprachlich-musikalische Aneignung von Georg Büchners 'Der Hessische Landbote'. Eingearbeitet sind Zitate aus dem 'Fatalismusbrief' Büchners von 1834, kurz vor der Veröffentlichung des 'Hessischen Landboten' geschrieben, sowie Wilhelm Müllers Gedicht 'Der Wegweiser' aus Schuberts 'Winterreise', ferner Passagen aus 'Der Kommende Aufstand', ein Essay der 2007 anonym erschienen ist und aus Henry David Thoreaus Essay 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegenüber dem Staat' von 1849.

Den zentralen musikalischen Fokus bildet ein Blechbläserquartett, das einerseits die Welt des Volksaufstandes mit marschähnlichen Stücken evoziert, andererseits Schuberts Lied als eine Art Kassiber der damaligen Zeit weiterträgt. So wird plötzlich die Schubertsche Liedbegleitung einem Gesang unterdrückter aus der Public Library New York amerikanischer Sepharden unterlegt.

Die Schauspieler eignen sich den Text auf spielerische Weise an, gesungen oder im Stil der Rezitation von Werken der Konkreten Poesie.

Meine Arbeit verweist auf AgitProp-Lehrstücke aus den 20er Jahren, aber nur als eine von vielen Verfahrensweisen der Textübertragung, um aus der Distanz und im Zitat den Text zu ironisieren, zu brechen oder zu verstärken - je nachdem, ob er biblische Thematik bemüht, serielle Auflistungen von Zahlen über Staatsausgaben transportiert, geschichtliche Rückschauen und nationale Vergleiche anstellt oder gar die Dringlichkeit eines Volksaufstandes fordert.

Dabei stellte ich mir die Fragen: Sind heute noch gesellschaftliche Zustände wie im Landboten beschrieben existent?« [Hermann Kretzschmar]
Sprecher:Inka Löwendorf
Johanna Morsch
Britta Steffenhagen
Daten zu Hermann Kretzschmar:geboren: 1958
Vita: Hermann Kretzschmar, geboren 1958, studierte zunächst Schulmusik und Germanistik sowie im Anschluss Klavier bei Bernhard Ebert in Hannover. 1985 wurde er Mitglied des Ensemble Modern, arbeitet dort als Solist und Kammermusiker. 1994 gründete er gemeinsam mit Catherine Milliken und Dietmar Wiesner HCD-Productions. HCD veröffentlichte die CDs ›Migrations‹ (Werke von Paul Bowles), ›Surface Tension‹ (Werke von Thomas Skempton) und die Hörstücke ›Denotation Babel‹ (Prix Italia 1999), ›Cosmic Memos‹ nach Calvino und ›Die Blüte des nackten Körpers‹ (R. Schrott, 2011). Seit 2001 realisierte Kretzschmar folgende Hörstücke: ›Zur Zeit-revisited‹ (2001/3), ›John Cages Stufen‹ (2002), ›Strahlungen‹ (2004) (Hörspiel des Monats Mai), ›Harmonies of Paradise‹ (2006), ›Doktor Faustus‹ (2007), ›Arnold auf dem schönen Berg‹ (2009), ›Der Tod in Rom‹ (2009), ›Het Witte Kind‹ (2010), ›Kuno Kohns Capriccio‹ (2011), ›Soundcuts Wasserkuppe‹ (2011). Auf seiner Porträt-CD bei Ensemble Modern Medien veröffentlichte er ›Knotts Klavier‹, Werke 1991-2007.
Erstsendung: 17.10.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 13 von insgesamt 115
Titel: Buschfeuer
Autor: James Mallahan Cain
produziert in: 1997
produziert von: NDR; DLR Berlin
Laufzeit: 60 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Norbert Schaeffer
Bearbeitung: Hubert Wiedfeld
Komponist: Fei Yujiao
Inhalt: Paul Larkin ist einer von vielen Hobos, die nach der Wirtschaftskrise Arbeit suchen. Er findet sie schließlich beim CCC, dem »Civilian Conservation Corps«, wo er, für 50 Cent pro Stunde, Unterkunft und Verpflegung, unter Aufsicht von Armeeoffizieren die Waldbrände in der Nähe von Los Angeles löschen hilft. Eines Tages fehlt Ike Pendleton, der in dem Feuer das Bewußtsein verloren hat. Larkin rettet ihn. Er wird von einem Reporter interviewt und photographiert. Dem frischgebackenen Helden fällt in der Menge der Schaulustigen eine junge Frau auf. Zusammen gehen sie in den Wald, er zeigt ihr das Feuer. Bei der Rückkehr zum Camp stellt sich heraus, daß die Frau mit Ike Pendleton verheiratet ist, von ihm aber getrennt lebt. Als Ike seine Frau beschimpft und mit einem Messer bedroht, kommt es zu einem Kampf.
Sprecher:Michael Degen (Arban/Mann/Dozent/Einer/Architekt)
Monica Bleibtreu (Siloa/Frau/Eine/Jahrmarktfrau)
Heiko Senst (Yerob, Seiltänzer)
Sabine Falkenberg (Mutter)
Katharina Linke (Kind)
Edgar Bessen (Schausteller/Anderer Architekt)
Erik Schäffler (MOB I/Anderer Architekt)
Benjamin Reding (MOB II/Anderer Architekt)
Rama Dublish (Verse in Sanskrit)
Fei Yujiao (Chinesische Sängerin, Improvisation über ein Koan von Wu-men Hui k'ai)
Nikolai Huebner (Sprecher)
Daten zu James Mallahan Cain:geboren: 01.07.1892
gestorben: 27.10.1977
Vita: James Mallahan Cain (* 1. Juli 1892 in Annapolis, Maryland; † 27. Oktober 1977 in University Park, Maryland) war ein amerikanischer Journalist und Autor insbesondere von Kriminalromanen. Auch wenn Cain sich immer gegen diese Etikettierung wehrte, wird er gewöhnlich mit der so genannten „harten Schule“ der amerikanischen Krimi-Kultur in Verbindung gebracht und gilt als einer der Schöpfer der „schwarzen“ Romane (roman noir).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 06.04.1992
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 14 von insgesamt 115
Titel: Cap Ferret oder Die andere Seite des Bassins
Autor: Torsten Buchsteiner
produziert in: 1985
produziert von: SDR
Laufzeit: 38 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Annette Kurth
Inhalt: "Ich muss noch kurz was erledigen", hatte sie gesagt. Am nächsten Morgen war sie tot. Ein Jahr später: Marius kommt zurück. Nach Cap Ferret. An die französische Atlantikküste. Hier hatte er alles gewonnen. Und alles verloren. Charante, seine große Liebe. Charante mit den wilden schwarzen Locken. Charante, die Unmengen trank und rauchte. Viel zu viel. Sie war immer zu viel. Sie wollten zusammen weggehen. Auf die andere Seite des Bassins. Das war ihr großer Traum. Doch es kam anders. Plötzlich lag sie tot am Strand. Und jetzt ist Marius wieder da. Um Rache zu nehmen. Rache um jeden Preis.
Sprecher:
offen
Gerlach Fiedler (Dr. Gideon Fell)
Peter Capell (Sir Francis Church)
Gisela Strähle (Margary Grey)
Günther Ungeheuer (Mr. Riven)
Barbara Klein-Hollinderbäu (Anna)
Wolfram Weniger (Harry Brewster)
Luitpold Müller (Taxifahrer)
Daten zu Torsten Buchsteiner:Vita: Torsten Buchsteiner, geboren 1964 in Hamburg, absolvierte die Hamburger Schauspielschule und arbeitete als Schauspieler an verschiedenen Theatern in München, Hamburg und Berlin. Außerdem trat er in diversen Filmen und Serien auf. 1999 debütierte er als Drehbuch- und Theaterautor. Er lebt in Berlin und arbeitet als Filmschauspieler und Autor. Nach "Nordost" (2006) und "Spieler" (2007) sendet der WDR mit "Krieger" Buchsteiners drittes Hörspiel.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 115
Titel: Das Ende der Paraden
Autor: Ford Madox Ford
produziert in: 1965
produziert von: SDR
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Übersetzer: Joachim Utz
Inhalt: Ein 7-teiliges Hörspiel.

I. Manche tun es nicht (Teile 1+2)
II. Keine Paraden mehr (Teile 3+4)
III. Der Mann, der aufrecht blieb (Teile 5+6)
VI. Zapfenstreich (Epilog) (Teil 7)

Christopher Tietjens ist ein Held vom alten Schlag, der wohl letzte verbliebene Gentleman im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Die immer korrupter und unmoralischer werdende Gesellschaft - allen voran seine untreue Ehefrau Sylvia - machen es ihm zu nehmend schwer, seine noblen Ideale von Selbstlosigkeit und Zurückhaltung zu bewahren. So zieht Tietjens in den Ersten Weltkrieg und muss an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen: Als Soldat gegen die Deutschen, als Ehrenmann gegen die Intrigen seiner Frau.

Ford Madox Ford zeichnet mit seiner Tetralogie Das Ende der Paraden das Porträt einer Gesellschaft im Umbruch, vom Viktorianismus hin zur Moderne: Frauen kämpfen um das Recht zu wählen, die Elite verliert sich in Diskussionen um Rang und Namen, die Wirtschaft ist in Schieflage geraten, Ehe und Familie haben durch den allgemeinen Trend zur Untreue an Wert verloren - kurzum: es herrscht Orientierungslosigkeit in allen sozialen Schichten. Diese Orientierungslosigkeit bildet Ford Madox Ford durch seine Erzählweise ab, er vermischt Perspektiven, innere Monologe, Bilder und Erinnerungen, die umherfliegen wie Granatensplitter.

Im ersten Band, "Manche tun es nicht", ist der Rosenkrieg mit seiner Frau Sylvia, die zwischenzeitlich mit einem anderen durchgebrannt war, in vollem Gange.
Da bricht der Erste Weltkrieg aus und Christopher Tietjens meldet sich freiwillig, er flüchtet gleichsam an die Front und lässt die junge Valentine Wannop, in die er sich verliebt hat, zurück, ohne sich mit ihr eingelassen zu haben. Denn Tietjens gehört zu denen, die moralisch integer bleiben wollen, die es eben nicht tun.

"Keine Paraden mehr", der zweite Band, zeigt den Helden dann in Frankreich an der Front, inmitten von Waffenlärm, Schlamm und Blut, während seine Ehefrau sich vor der Presse inszeniert. Erst als ihr klar wird, dass Tietjens sich neu verliebt hat, versucht sie, ihn zu verführen und zurückzugewinnen.

Endgültig und unwiederbringlich zerfällt die alte Ordnung, privat wie gesellschaftlich, mit dem Ende des Krieges, dem Tag des Waffenstillstands, mit dem der dritte Band, "Der Mann, der aufrecht blieb", beginnt. Valentine und Christopher finden sich wieder und müssen nun nach vier Jahren Ausnahmezustand ihre Realität neu zusammensetzen und gestalten.

Als Epilog rekapituliert der vierte Band, "Zapfenstreich", schließlich aus der Sicht vieler verschiedener Figuren in Christopher Tietjens Umfeld, was sich in den vergangenen Jahren ereignet hat. Tietjens lebt zusammen mit Valentine, die ein Kind von ihm erwartet, seinem sterbenden Bruder Mark und dessen französischer Geliebter auf dem Familienanwesen. Der Bruder hat am Tag des Waffenstillstandes beschlossen, nie mehr zu sprechen. Diese Sprachlosigkeit angesichts der inneren und äußeren Umwälzungen des Systems ist symptomatisch für den gesamten Text und für die Zeit, in der er spielt.

Das nicht Gesagte oder nicht Sagbare ist auch die Herausforderung für die siebenteilige Hörspielproduktion, die Klaus Buhlert aus Ford Madox Fords vier Romanbänden inszeniert hat. Die Bruchstücke, Wortfetzen, Eindrücke und Vorstellungen verdichten sich immer wieder zu dynamischen Musiktableaus, die das Kriegsgetöse lautmalerisch hörbar machen, die Leitmotive hervorheben und so ihr eigenes akustisches Bild von Ford Madox Fords Welt zeichnen.
Sprecher:Will Quadflieg (Gerardo, Kammersänger)
Antje Weisgerber (Frau Helene Marowa)
Robert Müller (Professor Dühring)
Petra von der Linde (Isabel Cocurne)
Ludwig Anschütz (Müller, Hotelwirt)
Lothar Trautmann (Der Bediente)
Hans Mahnke (Ein Hoteldiener)
Hannes Finger (Ein Liftjunge)
Ortrud Bechler (Garderobiere)
Daten zu Ford Madox Ford:vollständiger Name: Ford Hermann Hueffer
geboren: 17.12.1873
gestorben: 26.06.1939
Vita: Ford Madox Ford, eigentlich Ford Hermann Hueffer (* 17. Dezember 1873 in Merton, Surrey, England; † 26. Juni 1939 in Deauville, Calvados, Frankreich) war ein englischer Schriftsteller.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 21.01.2018
Datenquelle(n): dra
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YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
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Treffer 16 von insgesamt 115
Titel: Das Haus
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 12.2009
Autor: Mark Z. Danielewski
produziert in: 2002
produziert von: WDR
Laufzeit: 110 Minuten
Genre: Horror
Regie: Claudia Johanna Leist
Bearbeitung: Thomas Böhm
Komponist: Bertrand Burgalat
Übersetzer: Christa Schuenke
Inhalt: Im Haus der Familie Navidson im amerikanischen Wisconsin tauchte Anfang Juni 1990 der Zugang zu einem schier endlosen Höhlensystem auf.

Bei der Erkundung dieses Systems, das zuweilen als "Zugang zur Hölle" interpretiert wurde, starben drei Menschen. Die Ereignisse der Expeditionen sind vielfach belegt. Für Aufsehen sorgte der vom Pulitzer-Preisträger Will Navidson selbst angefertigte Dokumentarfilm "The Navidson Record", der nur kurz in den amerikanischen Kinos zu sehen war.

Dann verschwanden alle Kopien. Im Nachlass des mysteriösen Amateur-Cinematologen "Zampano" fanden sich Dokumente und Aufzeichnungen, die das unheimliche Phänomen im Hause Navidson analysieren und den Film detailliert rekonstruieren. Es gehört zu der tragischen Wirkungsgeschichte dieses Materials, dass ein zufälliger Finder namens Johnny Truant darüber seine psychische Gesundheit verlor.



Auf drei Wellen simultan präsentiert der WDR-Hörfunk die Rekonstruktion einer der unheimlichsten und verstörendsten Geschichten, die je bezeugt wurden: Surfen Sie zwischen den Wellen, um das Grauen in seiner ganzen Dimension und aus drei unterschiedlichen Perspektiven zu erleben!
Sprecher:
offen
Sylvester Groth (Michel)
Jürgen Tarrach (Erzähler)
Nele Müller-Stöfen (Valerie)
Christian Redl (Robert)
Udo Kroschwald (Polizist)
Marie-Hélène Echard (Aicha)
Peter Davor (Soziologe/Mann 1)
Fritz Hammer (Lionel/Mann 2)
Peter Groeger (Chirac)
Monika Hansen (Josette)
Constanze Harpen (Suzsanne)
Viola Sauer (Josiane/Frau 1)
David Schroeder (Albert/Rembke/Stimme 2)
Antonia Holfelder (Babette)
Stefanie Stappenbeck (Léa)
Lin Lin May (Son/Oon/Sin)
Claudia Urbschat-Mingues (Marie-Jeanne)
Robert Schupp (Arzt/Stimme 1)
Ulrich Noethen (Jean-Yves)
ergänzender Hinweis: Dieses Hörspiel wurde parallel bei 1live, WDR3 und WDR5 ausgestrahlt. Jeder Sender übernahm eine eigene "Perspektive" der Vorgänge. Die angegebenen Laufzeit bezieht sich auf die Geamtlänge der drei "Perspektiven".
Daten zu Mark Z. Danielewski:geboren: 05.03.1966
Vita: Mark Z. Danielewski, geboren 1966 als Sohn des polnischen Filmregisseurs Tad Danielewski, lebt in Los Angeles. Mit seinem Debütroman "House of Leaves" (2005), an dem er über zehn Jahre gearbeitet hat, schuf er das erste Kultbuch des 21. Jahrhunderts, das für Bret Easton Ellis "auf erhabene Weise unheimlich", für Diedrich Diederichsen die postmoderne Konstruktion des "begehbaren Buchs" ist.
Hompepage o.ä.: http://www.onlyrevolutions.com/
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Treffer 17 von insgesamt 115
Titel: Das Himbeerreich
Autor: Andres Veiel
produziert in: 1960
produziert von: BR
Laufzeit: 109 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Komponist: Walter Popper
Inhalt: Die Sonderetage einer großen deutschen Bank. Hier haben ehemalige Vorstandsmitglieder ihre Büros. Die einen sind eigentlich schon in Rente, andere sind beurlaubt  ausgemustert sind sie allesamt. Doch ihr Wissen um Interna ist für die Bank zu kostbar, als dass man sie gehen lassen könnte.

Im Himbeerreich sind sie auf Standby gestellt. Von hier aus beobachten sie die Bankenkrise, an der sie einst mitgewirkt haben. Sie erzählen von ihren Karrieren und Karriereknicks, vom Kick beim Investment Banking, von großen internationalen Deals und von den Verstrickungen von Finanzwelt und Politik. Sie haben die Krise kommen sehen, kannten die faulen Geschäftspraktiken und die unermessliche Gier ihrer Branche. Nun treibt sie die Frage um, was sie hätten tun können. Wo war ihr Part in der Kette der Entscheidungen, und wo hatten sie die Verantwortung, nein zu sagen?

Der Text entstand auf der Basis von Interviews mit ehemaligen und noch amtierenden deutschen Bankern.
Sprecher:Fürstbischof Firmian - Carl Wery
Puechruther - Fritz Straßner
Regina - Veronika Fitz
Peter Scheiblreiter - Maxl Graf
Hans Pössenbacher
Liane Kopf
Gustl Weishappel
Robert Michal
Anja Buczkowski
Ellinor von Wallerstein
Willy Rösner
Maria Stadler
Karl Obermayr
Wolf Petersen
Daten zu Andres Veiel:geboren: 1959
Vita: Andres Veiel, 1959 in Stuttgart geboren, studierte zunächst Psychologie und parallel Dramaturgie und Regie, u. a. bei Krysztof Kieslowski. Seit 1991 entstanden sechs Dokumentarfilme, u. a. "Black Box BRD" und "Die Spielwütigen", sowie sein Spielfilm "Wer wenn nicht wir". Sein Theaterstück "Der Kick" wurde 2005 vom rbb als Hörspiel produziert und erhielt den Geisendörferpreis.
Erstsendung: 09.05.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 18 von insgesamt 115
Titel: Der amerikanische Investor
Autor: Jan Peter Bremer
produziert in: 2012
produziert von: BR
Laufzeit: 48 Minuten
Regie: Oliver Sturm
Komponist: Ergo Phizmiz
Inhalt: Vor sich eine weiße Wand und die leere Seite seines Notizhefts, ringt ein Schriftsteller um den ersten Satz. Weil sich der nicht einstellen will, springt er auf, kontrolliert zum hundertsten Mal den Zustand seiner Wohnung. Das alte Mietshaus, in dem er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt, wird von dem amerikanischen Investor saniert, und nun senken sich die Böden ab, zeigen die Wände Risse. Er beschließt, dem amerikanischen Investor einen Brief zu schreiben. Auch dieser Plan führt zur weißen Seite zurück. Die Unfähigkeit, einen ersten Satz zu verfassen, findet Entsprechung in seiner Unfähigkeit, irgendetwas (mit sich) anzufangen: Die Kommunikation mit seiner Frau und den Kindern, die Hausarbeit - oder das Aufbegehren gegen eine übergeordnete Instanz. Der Mikrokosmos des Alltags trifft auf den Makrokosmos globaler Machtstrukturen.
Sprecher:Juliane Meckert (Erzählerin)
Martha Moopette (Erzählerin)
Ergo Phizmiz (Ergo Phizmiz)
Margita Zalite (Erica Finkel)
Oblivian Substanshall (Edward Lear)
Robin Gill (Mr. Schulz)
Talulah Lotus (Artemis)
Patrick Sims (Richard Armstrong)
Michal Libera (Michal Libera)
Elvis Herod (Chris Evans)
Lee Gerrard (Der polnische Vogel)
Autumn Poppy (Calico Mädchen)
Denis Kundic
Caroline Stupnicka
Robin Gill
Neville
Daten zu Jan Peter Bremer:geboren: 16.02.1965
Vita: Jan Peter Bremer, geb. 1965, lebt in Berlin, Autor. Für "Der amerikanische Investor" Auszeichnung mit dem Alfred Döblin Preis (1996). Weiterer Werke u.a. "Einer, der auszog, das Leben zu ordnen" (1991), "Der Fürst spricht" (1996, Ingeborg-Bachmann-Preis), "Still Leben" (2006), "Mit spitzen Ohren" (2010).
Erstsendung: 08.06.2013
Datenquelle(n): dra
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Treffer 19 von insgesamt 115
Titel: Der arme Heinrich
Autor: Margarete Jehn
produziert in: 1990
produziert von: SFB
Laufzeit: 58 Minuten
Regie: Raoul Wolfgang Schnell
Inhalt: In diesem radiophonischen Hörspiel mit fast musikalisch geführten, sehr knappen Situationsfolgen wird einem vorgeblich parapsychologischen Fall nachgegangen. Der Hörer erwartet aufgrund des Titels vielleicht eine Fabel in Anlehnung an die mittelalterliche Verslegende Hartmann von Aues, sieht sich dann aber mit einem sehr irdischen und heutigen Heinrich konfrontiert, der ähnlich spektakuläre PSI-Phänomene hervorruft wie seinerzeit Uri Geller. Allerdings beschränkt sich dieser arme, zu Ruhm gekommene Heinrich nicht auf Bestecke, sondern er setzt seine psychokinetische Begabung als Waffe gegen einen brutalen und faschistischen Vater, gegen seinen Lehrherrn u.a. ein: Bierkisten und Schränke segeln durch die Luft. Schaufensterscheiben klirren, es regnet Stahlnägel. Diese Aufsehen erregenden Erscheinungen bilden jedoch nur die Oberfläche zu einer mit doppelbödigem Humor und Poesie gestalteten Fabel, in der der 'arme Heinrich' vielleicht gar nicht das eigentliche, bzw. das einzige Medium ist.
Sprecher:Uta Prelle (Britta)
Astrid Kohrs (Iris)
Zhou Chun (Mann aus Shanghai)
Daten zu Margarete Jehn:geboren: 27.02.1935
Vita: Margarete Jehn, geb. Rollny (* 27. Februar 1935 in Bremen) ist eine deutsche Schriftstellerin und Liedermacherin.

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Erstsendung: 26.02.1981
Datenquelle(n): dra
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Treffer 20 von insgesamt 115
Titel: Der eigentliche Zweck des Krieges
Autor: Walter Adler
produziert in: 1982
produziert von: SDR; NDR
Laufzeit: 37 Minuten
Regie: Walter Adler
Komponist: Bernhard Schmitz
Inhalt: Nur etwas mehr als 60 Jahre ist es her, dass ein Krieg in Europa beendet wurde, in dessen Verlauf Millionen Menschen getötet, verstümmelt, in Vernichtungslagern ermordet wurden. Wie selten zuvor in der Geschichte, bestimmten so genannte soldatische Tugenden und Militär das Leben der Deutschen. Traumatisiert versuchten die Gründer der Bundesrepublik, die Rolle des Militärs - gedanklich wie physisch - einzudämmen. Spätestens aber, seit sich deutsche Soldaten auch an Kampfeinsätzen in der Welt beteiligen, rücken Krieg und Tod wieder ins Bewusstsein der Gesellschaft. Was aber wissen wir vom Krieg, die wir in erster Linie in den Medien mit Umschreibungen wie "Am Hindukusch wird die Freiheit verteidigt" beruhigt werden? Was ist das wirklich, ein Krieg - von dem wir nur Fernsehbilder leuchtender Pfeile in Nachtaufnahmen sehen? Was ist eine Schlacht? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, in die Männer zurückkehren, die solches erlebt und überlebt haben? Am Beispiel einer mittelalterlichen Schlacht antwortet das Hörspiel darauf. Es berichtet minutiös von den Ereignissen, allerdings mit den Mitteln moderner Medienberichte. Und plötzlich gelingt es selbst den eingeübten Euphemismen und Beschwichtigungstonfällen nicht mehr, über das wirkliche Grauen hinwegzutäuschen und den Charakter des Krieges zu verhüllen.
Sprecher:Gustl Halenke (Die Frauenstimme)
Christian Brückner (Der Offizier)
Fritz Bachschmidt (Der Fahrer)
Martin Schwab (Der Bursche)
Matthias Simon-Weidner (Der erste Soldat)
Benno Ifland (Der zweite Soldat)
Klaus Barner (Der Kommandant)
Christian Corell (Der blinde Knabe)
Helga Anders (Das Mädchen)
Grete Wurm (Die Alte)
Walter Kreye (Taman)
Gerhard DongusWolfgang HöperCharles Wirths (Radiostimmen)
Daten zu Walter Adler:geboren: 14.09.1947
Vita: Walter Adler (* 14. September 1947 in Dümpelfeld bei Adenau) ist ein deutscher Regisseur mit Schwerpunkt auf Hörspielen für die ARD. In den letzten Jahren waren das vor allem opulente Großproduktionen von Hörspielen mit vielen Stunden Spieldauer.

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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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