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Hörspieldatenbank

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Hörspiel-Kalender
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Treffer 1 von insgesamt 7
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Titel: Alle Toten 1914
Autor: Oliver Augst
John Birke
produziert in: 1982
produziert von: NDR
Laufzeit: 82 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Oliver Augst
John Birke
Inhalt: Das kollektive Gedenken hat 2014 Hochkonjunktur: Der Ausbruch des 1. Weltkrieges jährt sich zum 100. Mal. Oliver Augst und John Birke treiben in ihrem Hrspiel zum Jahr 2014 die Erinnerungs- und Jubiläumskultur auf die Spitze. Ihr Vorhaben ist es, sich aller Toten des Jahres 1914 zu erinnern: u.a. Christian Morgenstern und Georg Trakl, Bertha von Suttner und Jean Jaurès, Papst Pius X. und August Macke etwa sind Tote des Jahres 1914. Der weltgeschichtlich folgenreichste aber war der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand, dessen Ermordung den Ersten Weltkrieg auslöste.

In spielerisch verknüpften biografischen Fragmenten wird das historische Klima ergründet, politisch, sozial, kulturell; Kriegs- und Fortschrittseuphorie, Zukunftsfurcht und Überforderung, nationale Chauvinismen und eine Ahnung von Globalisierung, Expressionismus, Kolonialismus, Pazifismus - und alles läuft auf die "Urkatastrophe" des Ersten Weltkriegs zu, den >>Endpunkt der Neuzeit<<, wie es Egon Friedell bezeichnet.
Daten zu Oliver Augst:geboren: 1962
Vita: Oliver Augst, geboren 1962, studierte visuelle Kommunikation in Offenbach und Popularmusik/Performance in Hamburg. Er lebt als Bühnenbildner, Installationskünstler, Hörspiel- und Theatermacher in Frankfurt am Main. Er schuf zahlreiche Hörspiele, u.a. "The Whole World is Watching" (HR 2008) und "Kippenberger hören". John Birke, geboren 1981 in Toronto, studierte Philosophie in Leipzig, und seit 2002 kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet er als freier Autor, vor allem für das Theater.
Daten zu John Birke:geboren: 1981
Vita: John Birke, geboren 1981 in Toronto, lebt als Autor und Dramatiker in Berlin.
Erstsendung: 20.06.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)RBB kulturradio
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 7
Titel: Auf dem Dach der Welt
Autor: Alexander Kluge
produziert in: 2014
produziert von: WDR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Karl Bruckmaier
Inhalt: Alexander Kluge, der im Februar 2012 seinen 80. Geburtstag feiern kann, ist nach den Künstlern Gustav Metzger, Dieter Roth und Peter Weibel der vierte Künstler, dem die Redaktion Hörspiel und Medienkunst des BR und intermedium records ein Tribute-Album widmet.


"I'm Sitting on Top of the World" singen die Männer aus der Chatmon-Familie, wenn sie nach der Erntearbeit im Frühsommer die verbleibenden Monate bis zum Winter dazu nutzen, als musizierende Mississippi Sheiks durch den Süden der USA zu streifen. So populär wird das Lied, dass es ihnen jeder zweite Kollege unterm Hintern wegklaut, egal, auch die eigenen Schellacks verkaufen sich blendend, an Weiße, an Schwarze, an Mexikaner: ein Hit eben. Höher hinaus geht es nicht mehr. Das mag sich auch der mächtigste Mann der Welt, der amerikanische Präsident denken, wenn er in einem verschneiten Washington über den Rüstungsetat berät. Alexander Kluge lässt ihn und seine Berater in der Erzählung Auf dem Dach der Welt diesen kurzen Moment im Schnee genießen - und verweist gleich zwei Sätze weiter auf einen engen Vertrauten dieses Herrschers, der in Afghanistan durch die neblige Nacht irrt, um auf dem realen Dach der Welt, dem Hindukusch, nach Frieden zu suchen. So wie sich in einem kurzen Text Alexander Kluges gleich mehrere Welten begegnen können, Erdzeitalter und flüchtige Momente des Glücks, so reiben sich auf dieser auch als Tribut-CD konzipierten Sendung mit dem Titel Auf dem Dach der Welt unterschiedlichste Musiken, Musiker, Musik machende Generationen aneinander - die jedoch eines gemeinsam haben: ein originäres Interesse an der Arbeit Alexander Kluges, dessen fünf Jahrzehnte währende Präsenz in Literatur, Fernsehen und Film ihre Spuren hinterlassen hat. David Grubbs etwa hat an der Uni Seminare über Kluges Fernsehbeiträge besucht, Eva Jantschitsch alias Gustav teilte sich mit Kluge schon mehrfach die Bühne und wird von ihm "Schwester im Geiste" genannt, Elliott Sharp kennt seinen "Abschied von Gestern", Peter Brötzmann hört wie Kluge die Warnung in den Katastrophen von Fukushima und Sendai, ein Maurice Summen, eine Gudrun Gut können wie alle seit den 80er Jahren in der Bundesrepublik Herangewachsenen gar nicht anders, als von der Ästhetik der nächtlichen DTCP- Überfälle auf das Privatfernsehen geprägt zu sein, Michaela Melián hat bereits künstlerisch zu Kluge gearbeitet, Helge Schneider gibt für Kluge gern den Eulenspiegel im TV, Carsten Nicolai (alva noto) wird weder als Bildender Künstler noch als Musiker rückkoppelnde Beziehungen zu Kluges Werk verhehlen wollen und wenn Sophie Rois sagt, mit dem Mann verbinde sie eine Liebesgeschichte, dann wird das in ihrem Beitrag zu Auf dem Dach der Welt wohl auch zu hören sein. Freie Improvisation, House, Lärm, Country, Techno - alles da, hier, auf dem Dach der Welt.
Sprecher:Michael Mendl (Ambrose Bierce)
Walter Gontermann (Freund)
Ulrich Land (Reporter)
Oliver Krietsch-Matzura (Offizier)
Carlos Lobo (Pancho Villa)
Peter Harting (Penner)
Ulrich Haß (Bettler)
Eva Spott (Interviewerin)
Edda Fischer (Weib)
Claudia Mischke (Weib 2)
Dante Selke (Zeitungsjunge)
Udo Schenk (Tonio)
Jean Faure (Mystiker)
Volker Risch (Senor)
Tanja Schleiff (Dame)
Martin Bross (Killer)
Matthias Kiel (Soldat 1)
Andreas Laurenz Maier (Soldat 2)
Vittorio Alfieri (Soldat 3)
Caroline Schreiber (Helen Bierce)
Daten zu Alexander Kluge:geboren: 1931
Vita: Alexander Kluge, geboren 1931 in Halberstadt, ist Jurist, Autor und Filmemacher. Er ist Mitverfasser des Oberhausener Manifests, Mitbegründer des Ulmer Instituts für Filmgestaltung und Vertreter des "Neuen Deutschen Films". Bis Mitte der 80er Jahre veröffentlichte er 14 abendfüllende Spielfilme, vier Bände mit Geschichten sowie diephilosophisch-soziologische Fortsetzung der Kritischen Theorie mit Oskar Negt. Seit 1988 etabliert er Kulturfenster im Privatfernsehen, mit ca. 1500 Stunden Sendezeit durch Gespräche, Musikmagazine, Bilder ohne Worte in neuen TV-Formaten wie "Facts & Fakes". Als Filme sind von ihm u.a. erschienen "Abschied von Gestern" (1966, Silberner Löwe), "Artisten in der Zirkuskuppel - ratlos (1968, Goldener Löwe), "Der starke Ferdinand" (1975/76), "Die Macht der Gefühle" (1983) und "Vermischte Nachrichten" (1986). Folgende literarische Schriften wurden bisher u.a. veröffentlicht: "Die Wächter des Sarkophags - 10 Kahre Tschernobyl" (1996). "Die Lücke, die der Teufel lässt" (2003), "Tür an Tür mit einem anderen Leben" (2006), "Das Labyrinth der zärtlichen Macht. 166 Liebesgeschichten (2009) sowie "Das Bohren harter Bretter. 133 politische Geschichten" (2011). Der Bayrische Rundfunk produzierte als Hörspiele von ihm "Eigentum am Lebenslauf - Das Gesamte im Werk des Alexander Kluge" (mit Andreas Ammer/Console) und "Chronik der Gefühle" (2009, Deutscher Hörbuchpreis 2009).
Hompepage o.ä.: http://www.kluge-alexander.de/
Erstsendung: 17.02.2012
Datenquelle(n): dra
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 7
Titel: Das fortwährende ES ... brummt, pfeift, brodelt, knistert und schwirrt - Über das Geräusch in der Radiokunst
Autor: Andreas Hagelüken
produziert in: 1972
produziert von: WDR
Laufzeit: 37 Minuten
Genre: Hörspieltheorie
Regie: Andreas Hagelüken
Inhalt: Geräusche sind die wahren Helden des 20./21. Jahrhunderts. Als ohrenbetäubender Lärm oder sinnlich positiv erfahrener Reiz und ästhetisierte Zeugnisse der klingenden Welt revolutionier(t)en sie den Alltag gleichermaßen wie die Künste. Mit der Frage, ob sich hinter der reichhaltigen Verwendung des Geräusches in der Radiokunst eine Systematik und konsequente Entwicklung entdecken lässt, wendet sich Andreas Hagelüken an ausgewie- sene Geräuschkenner und Radiokünstler. Er setzt ihre Gedanken in radiophone Interventionen um und erarbeitet mit den Mitteln von Interview-Montage und Sound-Collage eine sich selbst erzählende Geschichte der Verwendung des Geräusches im Radio und seinen künstlerischen Gattungen.
Sprecher:
offen
Rudolf Jürgen Bartsch
Peter Lieck
Gerd Mayen
Klaus Barner
Michael Thomas
Matthias Ponnier
Bodo Primus
Kurt Lieck
Volker Spohr
Jürgen Andreas
Ulrich von Bock
Arnfried Lerche
Lutz Schulze
Alwin Joachim Meyer
Hans Schulze
Lothar Ostermann
Heinz von Cleve
Reta Rena
Heinz Schacht
Daten zu Andreas Hagelüken:geboren: 1963
Vita: Andreas Hagelüken, geboren 1963 in Homberg (Hessen), studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Seit 1994 realisierte er zahlreiche Radioarbeiten, unter anderem www.hoerspielbox.de.
Erstsendung: 30.08.2008
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 7
Titel: In St. Wendel am Schlossplatz …
Autor: Sven-Åke Johansson
Oliver Augst
produziert in: 2013
produziert von: HR
Laufzeit: 26 Minuten
Genre: Klangkunst
Inhalt: Der ganz absurde Alltag, vorgetragen in Texten, Gedichten und "Schraubenliedern".

Sven-Åke Johansson kreist den Alltag ein. Mit Worten und zirkulären Gedankengängen zeigt er, wie absurd musikalisch das Leben so spielt. Seit vielen Jahren macht er das. Doch seit 2013 erst liegen seine Schriften als Buch vor: "In St. Wendel am Schlossplatz …" ist eine Sammlung aus Texten, Gedichten und Liedern Johanssons. Sie dient nun als Sprechzettel für ein Vocal-Duo aus Sven-Åke Johansson und Hörspiel- und Theatermacher Oliver Augst.

Schraubenlied 'Morgengymnastik' von Sven-Åke Johansson:
"lassen Sie leicht und einfach die linke hand um kopf zur kniegegend bewegend, dabei lassen Sie die rechte noch leicht oben auf dem kopfe beibehalten, den rechten fuß gehoben dabei und leichte bewegungen zu fußsohlen hin. heben Sie dann die linke hand zum kopf hoch, kniebeugung leicht vorgebeugt, aber dabei den kopf noch grade - so lassen sich einfach und vorwiegend die kniebewegungen durchführen. - tun Sie beide hände langsam auseinander, führen Sie sie zur kniegegend, lassen Sie das linke bein noch leicht hochbewegt, das rechte führen Sie nun, die zehenpitzen zusammen noch mal, einmal rechts und links. bitte noch hoch, bitte noch hoch, bis zum kopf, dann langsam auf den zehenspitzen, senken Sie sich noch langsam auf die zehen, bleiben stehen oben, rollen des kopfes, langsam das linke ohr nach unten, das rechte nochmals, dann die hände losgelöst vom kopf, berühren Sie langsam die knie wobei Sie immer noch auf den zehen stehen, dann langsam senken Sie sich, senken Sie sich nieder auf die ganzen fußohlen und: stopp."

Live- Mitschnitt der Veranstaltung "Art's Birthday" am 17.01.2017 in der Kantine am Berghain, Berlin. Die Kunst hat mal wieder Geburtstag: Am 17. Januar wird sie 1.000.054. Aus diesem Anlass sind Gedichte des Avantgardemusikers Sven-Åke Johansson in Begleitung des Hörspiel- und Theatermachers Oliver Augst zu hören.
Sprecher:Adrian Gaertner
MusikerOliver Augst (Vokalist) Sven-Åke Johansson (Vocalist)
ergänzender Hinweis: Laut Absage aufgezeichnet auf der Sonic Arts Lounge, 2004
Daten zu Sven-Åke Johansson:geboren: 1943
Vita: Sven-Åke Johansson, geboren 1943 in Mariestad (Schweden), lebt seit 1968 in Berlin. Er ist Komponist und Musiker, Poet und bildender Künstler, Autor und Initiator verschiedener Musikproduktionen. Er war stilbildend in der freien europäischen Improvisationsmusik. Dort arbeitete er unter anderem mit Alexander v. Schlippenbach, Rüdiger Carl, Hans Reichel, Dietmar Diesner und Axel Dörner. Für den Rundfunk komponierte er unter anderem "Trilogie für Windgeneratoren" (DeutschlandRadio Berlin 2000). Am bekanntesten ist er als virtuoser Schlagzeuger, aber er tritt auch als Sänger und Sprecher auf. Trägt Anzüge von Sali Saliu.
Hompepage o.ä.: http://www.sven-akejohansson.com/de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Daten zu Oliver Augst:geboren: 1962
Vita: Oliver Augst, geboren 1962, studierte visuelle Kommunikation in Offenbach und Popularmusik/Performance in Hamburg. Er lebt als Bühnenbildner, Installationskünstler, Hörspiel- und Theatermacher in Frankfurt am Main. Er schuf zahlreiche Hörspiele, u.a. "The Whole World is Watching" (HR 2008) und "Kippenberger hören". John Birke, geboren 1981 in Toronto, studierte Philosophie in Leipzig, und seit 2002 kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet er als freier Autor, vor allem für das Theater.
Erstsendung: 03.11.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 7
Titel: Pochade Radiophonique
Autor: Samuel Beckett
produziert in: 1999
produziert von: SWR
Laufzeit: 86 Minuten
Regie: Karl Bruckmaier
Übersetzer: Elmar Tophoven
Inhalt: Becketts auf drei Stimmen und eine Peitsche reduzierte Versuchsanordnung fürs Radio: Ein namenloser 'Animator' lässt sein Opfer 'Fox' foltern, um es sprechen zu machen, und zur Preisgabe von etwas zu zwingen, was das 'Geheimnis', die 'Sache', oder auch die 'Formel' genannt wird: Man ist menschlichen Regungen auf der Spur. Eine Stenotypistin nimmt das Gestammel des Gefolterten zu Protokoll, notiert versehentlich auch die Schreie, muss diese auf Anweisung des Animators umständlich wieder ausradieren. Uneinig ist man, ob 'Weinen' ins Protokoll gehört oder nicht. Das Vorhaben, menschliche Befindlichkeit, Erinnerungen und Gefühle aufzuzeichnen, gerät zu einem verlustträchtigen, vertrackten und tragikomischen Unterfangen.

"Zwischen zwei Küssen: diese drei Wörter sind der Lohn für eines Tages Mühen als Folterer. Und die muss man noch selbst erfinden, um nicht abgestraft zu werden von einer namenlosen Instanz, die den Fortgang eines scheinbar endlosen Verhörs überwacht. Überwacht mit Hilfe der Protokolle einer 'Stenotypistin', die ihrem greisenhaften Chef, dem 'Animator', in einem fast erotischen Verhältnis verbunden ist, das sich im täglichen Beisammensein in der sadistischen Kerker-Atmosphäre über wer weiß wie lange Zeit entwickelt haben mag. Gefoltert wird 'Fox'; die Schläge teilt 'Dick' aus - wer möchte da nicht Freudianer werden? Becketts Radio-Etüde ist ein mit Geilheit und Monstrosität aufgeladenes Menuett der Ungeheuerlichkeit, bei dem jedes Fortschreiten einen neuen, anderen Blick ermöglicht auf Täter und Opfer, bis selbst diese moralischen Zuordnungsversuche ihre Bedeutung verlieren. Die Inszenierung betont die traumähnliche Qualität des Textes und verändert phasenweise und sprunghaft den Ort der Handlung und auch den Charakter der Beziehung zwischen den Personen: Ausweglosigkeit kennt auch das Altersheim, sexuelle Überhitzung findet im Swinger Club ihren Platz. Und dazu spielt die Musik: Zwischen zwei Hieben." (Karl Bruckmaier)
Sprecher:Daniel Kasztura (Cyrano de Bergerac)
Thomas Lang (Junger Mann)
Philipp Schepmann (Junger Mann)
Moritz Stoepel (Junger Mann)
Daten zu Samuel Beckett:geboren: 13.04.1906
gestorben: 22.12.1989
Vita: Samuel Beckett (1906-1989), irischer Dramatiker u. Erzähler. Er gilt als Mitbegründer des Absurden Theaters. Für sein ab 1930 auf Englisch u. Französisch verfasstes Werk erhielt er 1969 den Nobelpreis.
Der Autor von „Warten auf Godot“ (1953) u. „Glückliche Tage“ (1961) schrieb auch Romane, Essays, Lyrik, Drehbücher und Hörspiele. Auf Deutsch liegen 39 Hörspiele vor, u. a. „Esquisse Radiophonique“ (RB/SFB/BR/SR 93), „Aus einem aufgegebenem Werk“ (SR 66).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 06.06.2005
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 7
Titel: Schliemanns Radio
Auszeichnungen (1):Karl-Sczuka-Preis: 1992
Autor: Heiner Goebbels
produziert von: ORF
Laufzeit: 60 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Inhalt: Johann Ludwig Heinrich Julius Schliemann (1822-1890) war ein reicher deutscher Kaufmann, der als Pionier der Feldarchäologie gilt. Sein Ruhm als »Entdecker Trojas« gründet in seinen abenteuerlichen und umfassenden Ausgrabungen, die er ab 1870 im türkischen Hissarlik als erster unternahm. Heiner Goebbels' mehrfach preisgekröntes Hörspiel nutzt als Ausgangspunkt Ausgrabungsberichte von Schliemann und Texte aus der »Ilias« für eine kompositorische Aneignung des Mythos Schliemann aus zeitgenössischer Perspektive. Schliemann wird hier zum Sinnbild der Moderne.


»Die musikalischen Quellen sind allesamt auf Troja focussiert. Allerding, vergleichbar der Schichtenüberlagerung auf dem Berg Hissarlik, im Querschnitt der Zeiten: Von aktieller Unterhaltungsmusik, zeitgenössischer E-Musik, griechischer Folklore, Berlioz' »Trojanern«, bis zur Renaissance der griechischen Klassik im europäischen Mittelalter; von der Erforschung der Baumaterialien, Geräuschen, Naturklängen bis zur Rekonstruktion altgriechischer Hymnen und Oden. Als literarische Grundlage dient Homers Ilias, dazu Ausgrabungsberichte Schliemanns aus den Jahren 1871-1873.« (Heiner Goebbels)
MusikerRalph Mangelsdorff (Countertenor) Sven-Åke Johansson (Percussion)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 27.05.1992
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 7
Titel: Stadt der 1000 Feuer
Autor: Oliver Augst
John Birke
produziert in: 1985
Regie: Oliver Augst
Inhalt: In Anspielung auf den alten Beinamen der Stadt Gelsenkirchen, Stadt der 1000 Feuer, setzten Oliver Augst und John Birke sich mit dem Arbeitsbegriff in der postindustriellen Informationsgesellschaft auseinander. Sie nähern sich dem Thema einerseits aus der Perspektive der Industriegesellschaft und andererseits aus der eines Individuums, das heute auf der Suche nach seinem (Arbeits)Platz in der Gesellschaft ist. »Zwar ist von der 'alten Arbeit< noch immer das Ethos geblieben und dient als gesellschaftliche Leitkultur, gleichzeitig nötigt oder inspiriert ein Mangel an Arbeit zu neuen Konzepten: 'Wir brauchen keine Arbeit, wir haben immer was zu tun<, singt Bernadette La Hengst«. [Oliver Augst]

Musikalisch/literarisch basiert das Stück auf Sprechchortexten aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und auf einer Reihe von Solostimmen: Porträts von Tätigkeiten, die zu der Zeit als Bruno Schönlank seinen Sprechchor schrieb (oder gar zu Zeiten von Marx), dem Begriffsfeld der Arbeit kaum zugeordnet waren: Praktikanten, Musiker oder (vielleicht ist es Zukunftsmusik) Opfer, die man mieten kann.
Daten zu Oliver Augst:geboren: 1962
Vita: Oliver Augst, geboren 1962, studierte visuelle Kommunikation in Offenbach und Popularmusik/Performance in Hamburg. Er lebt als Bühnenbildner, Installationskünstler, Hörspiel- und Theatermacher in Frankfurt am Main. Er schuf zahlreiche Hörspiele, u.a. "The Whole World is Watching" (HR 2008) und "Kippenberger hören". John Birke, geboren 1981 in Toronto, studierte Philosophie in Leipzig, und seit 2002 kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Seit Ende der 90er Jahre arbeitet er als freier Autor, vor allem für das Theater.
Daten zu John Birke:geboren: 1981
Vita: John Birke, geboren 1981 in Toronto, lebt als Autor und Dramatiker in Berlin.
Erstsendung: 23.01.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1545141847
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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