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Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 24
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Titel: Bio-Nostalgie
Autor: Sascha Dickel
produziert in: 1986
produziert von: SDR
Laufzeit: 111 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Katja Langenbach
Inhalt: Die Frau tanzt für ihn vor der Illusion eines Sandstrandes, in einem Werbefilm, den er auf Dauerloop geschaltet hat. Er lebt im Internet, denn die Welt der Netze hat über die Welt des Fleisches gesiegt. Im Jahr 2072 hat die Menschheit ihre lästigen Körper zurückgelassen und existiert nur noch in Form von Datenströmen im Netz. Jeder kann jederzeit kopiert und überwacht werden, und reich ist, wer viel Speicherplatz besitzt. Während ein Teil seines multitaskingfähigen Bewusstseins die Frau aus dem Werbefilm verfolgt, erhält er ein ungewöhnliches Angebot. Zusammen mit ihr soll er an einem Experiment teilnehmen, das zunächst wie ein anachronistisches Spiel für Bio-Nostalgiker erscheint: Für einen Tag haben sie die Möglichkeit, echte Körper zu erhalten, in die ihr Bewusstsein heruntergeladen wird - die Möglichkeit, an einem unvollkommenen, aber wirklichen Strand zu liegen. Doch als alles für den Download bereit ist, führt ihre Sehnsucht nach der Wirklichkeit zu einer unerwarteten Erkenntnis.

Der Science-Fiction-Monolog 'Bio-Nostalgie' ist das Siegerstück des Jurypreises im internationalen Autorenwettbewerb 'what if - visionen der informationsgesellschaft', den der Bayerischen Rundfunk und das Online-Magazin telepolis.de anlässlich des Informatikjahrs 2006 ausgeschrieben hatten.
Sprecher:Peter Lühr (Der alte Erzähler)
Matthias Haase (Der junge Erzähler)
Sebastian Wollschwander (Pip)
Wolfgang Reichmann (Der entsprungene Sträfling)
Peter Striebeck (Joe)
Marianne Lochert (Mrs. Joe)
Michael Mendl (Mr. Pumblechook)
Blandine Ebinger (Miss Havisham)
Nina Danzeisen (Estella)
Daten zu Sascha Dickel:geboren: 1978
Vita: Sascha Dickel, geboren 1978, ist Autor und Wissenschaftler und lebt in Frankfurt am Main. Er studierte Soziologie und Politikwissenschaft und verfasste seine Dissertation zu biotechnologischen Utopien der Gegenwart. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. "Das Gespenst der Globalisierung" (in: Merkur, 2005) und "Bio-Nostalgie" in der Anthologie "Der Moloch und andere Visionen" (2007).
Erstsendung: 15.06.2007
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 24
Titel: Caruso singt nicht mehr
Autor: Anne Chaplet
produziert in: 1973
produziert von: ORF-NÖ
Laufzeit: 59 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Inhalt: Krimi-Trilogie aus dem bundesdeutschen Milieu:

1: Caruso singt nicht mehr
2: Nichts als die Wahrheit
3: Schneesterben

Eine bundesdeutsche Milieustudie voller krimineller Energie, einem Stück Zeitgeschichte und handfestem dörflichen Einschlag. Paul Bremer ist in ein kleines Dorf in der Rhön gezogen, um eine gescheiterte Ehe und eine Karriere in der Werbebranche zu vergessen. Er verliebt sich in die Biolandwirtin Anne Burau. Die ländliche Idylle trügt: ein Pferdeschlitzer und ein Brandstifter verunsichern die Landbewohner. Als Anne Buraus Mann Leo, von dem sie seit Jahren getrennt lebt, an einem Fleischerhaken aufgehängt im Kühlraum ihres Anwesens gefunden wird, nimmt Kriminalinspektor Kosinski die Ermittlungen auf. Auch die Frankfurter Staatsanwältin Karen Stark, Paul Bremers ehemalige Freundin, muss sich mit dem Fall befassen, in dem die Friedensbewegung, das ehemalige Ministerium für Staatssicherheit, ein russischer Zirkus und die Liebe - enttäuschte wie verratene - eine nicht unwesentliche Rolle spielen. "Sehr lesenswert" urteilte das Hamburger Abendblatt über 'Caruso singt nicht mehr', das Krimidebüt der Autorin Anne Chaplet, und der Spiegel schrieb: "Ein virtuoser Kriminalroman, der wirkt, als käme er aus dem angelsächsischen Raum: dicht, mit ironischen Wendungen und einem unerbittlichen Scharfblick für Milieus - ein Glücksfall für die deutsche Krimiliteratur."
Sprecher:Herbert Probst (Sektionschef Dr. Ernst Ernegger)
Vilma Degischer (Karola, seine Frau)
Harald Hardt (Dr. Peter Ernegger, Sohn)
Erne Serde (Trude, Schwiegertochter)
Robert Werner (Amtsrat Buschler)
Brigitte Neumeister (Käthe)
Rudolf Rösner (Dr. Schlandorf)
Erna Schickel (Frau Beinzel)
Wilhelm Hufnagl (Briefträger Wimmer)
Daten zu Anne Chaplet:geboren: 07.04.1951
Vita: Anne Chaplet, eigentlich Cora Stephan, geboren 1951, studierte Politikwissenschaften und Geschichte. Sie arbeitete als Übersetzerin, Lektorin, Dozentin und Rundfunkmoderatorin und veröffentlichte Bücher zu historischen und politischen Themen. Sie lebt in Frankfurt am Main und Südfrankreich. Unter dem Pseudonym Anne Chaplet veröffentlichte sie die Romane "Caruso singt nicht mehr" (1998), "Wasser zu Wein" (1999), "Nichts als die Wahrheit" (2000) - für diesen Roman erhielt sie den Deutschen Krimipreis (2001) - und "Die Fotografin" (2002).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 02.07.2003
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 24
Titel: Combray
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 4.2003
Autor: Marcel Proust
produziert in: 1984
produziert von: RB
Laufzeit: 21 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Bearbeitung: Valerie Stiegele
Übersetzer: Michael Kleeberg
Inhalt: "Lange Zeit habe ich mich zu früher Stunde schlafen gelegt." Mit dem ersten Satz von Marcel Prousts Romanzyklus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" richtet sich der Blick auf die Erinnerung. In seinen schlaflosen Nächten ruft sich der schwerkranke Erzähler seine Kindheit ins Gedächtnis: die Ferien in Combray, den Geschmack einer in Tee getauchten Madeleine, den Duft der Weißdornhecke, die Kirchtürme von Martinville und den schillernden Monsieur Swann. "Combray" ist die Ouvertüre zu Prousts gewaltigem Hauptwerk, das in Frankreich zwischen 1913 und 1927 in dreizehn Einzelbänden erschien und gut viertausend Seiten umfasst. Marcel Proust war selbst an sein Krankenbett gefesselt, als er die Salons, Parks und Schlafzimmer der Belle Epoque in Sprache fasste, um zu erkunden, auf welche Weise das Vergangene im Bewusstsein präsent ist. Das Zusammenspiel von lebendiger Erinnerung und Selbstreflexion wird in der ersten deutschsprachigen Hörspielfassung von "Combray" akustisch nachvollziehbar. Prousts Sprache ist manchmal sperrig, manchmal von surrealistischer Kühnheit und Komik in ihren assoziativen Sprüngen. Immer muss man ihr bis in die feinsten Verästelungen folgen, um sie getreu wiederzugeben. Das Hörspiel basiert auf Michael Kleebergs Neuübersetzung, die 2002 in der Verlagsbuchhandlung Liebeskind erschienen ist; sie überträgt Prousts Stil auf moderne Weise und bleibt zugleich näher als bisherige Übersetzungen am Original. "Wenn sich das literarische Gewicht eines Buches im physikalischen ausdrücken würde, wären unter jedem Bord, auf dem 'Combray' steht, Stahlstreben angebracht. Wenn die besten Bücher Licht emittieren könnten, würde im fleckigen Halbdunkel der Bibliothek ein goldener Ziegel leuchten, die 'Recherche'." (Michael Maar in "Die Feuer- und die Wasserprobe. Essays zur Literatur"). "Kleebergs Übersetzung ist - wie die Aufführung einer Sinfonie - eine Interpretation, eine von hohem Rang zudem, und der schönste Anstoß für alle, die vor den 4000 Seiten der vollständigen 'Recherche' bisher zurückgeschreckt sind, mit dem neuen 'Combray' einzusteigen. Denn in diesem ersten Teil des ersten Teils sind alle Themen und Motive schon vorhanden, stecken wie Keimlinge ihre Köpfe aus der Erde, um in den folgenden Bänden die ganze Pracht ihrer Blüten zu entfalten." (Martin Eben in "Die Welt").
Sprecher:Michael Habeck (Victor)
Hans Peter Korff (Nefflinger)
Daten zu Marcel Proust:geboren: 10.07.1871
gestorben: 18.11.1922
Vita: Marcel Proust (1871-1922) wurde in Auteil als Sohn eines Pariser Arztes und einer elsässischen Jüdin geboren. 1878 verbrachte die Familie ihre Ferien in Illiers, das später zu Ehren Prousts in Illiers-Combray umbenannt wurde. Proust studierte Jura, ohne Abschluss, und Literaturwissenschaft. 1895 begann er mit der Arbeit an dem Roman "Jean Santeuil", der unvollendet blieb. 1896 erschien "Freuden und Tage", eine Sammlung von Texten. Finanziell unabhängig, verkehrte er schon früh in den Salons der Pariser Aristokratie. 1903 starb sein Vater, zwei Jahre später die Mutter. Die Asthma-Anfälle, an denen Proust seit seiner Kindheit litt, verschlimmerten sich. Es folgte der Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben in sein schallisoliertes, mit Kork ausgeschlagenes Zimmer. 1912 beendete er "Unterwegs zu Swann", den ersten Band seines Hauptwerks "A la recherche du temps perdu", der 1913 auf Kosten des Autors erschien. 1919 erhielt er für den zweiten Band den Prix Goncourt. Als er am 18. November 1922 starb, waren erst zwei Drittel des Monumentalwerks publiziert. Heute gilt Proust als einer der Begründer der literarischen Moderne.

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Erstsendung: 18.04.2003
Datenquelle(n): dra
dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 24
Titel: Der fliegende Holländer
Autor: Markus Vanhoefer
produziert in: 1954
produziert von: ORF-W
Laufzeit: 73 Minuten
Inhalt: Es ist Nacht - Ein schwerer Orkan peitscht über das Meer - Meterhohe Wellen werfen die "Thetis" wie eine hilflose Nussschale hin und her - Vergeblich versucht der Kapitän - das Schmugglerschiff auf Kurs zu halten - Die tobende See droht - den ächzenden Kahn zu verschlingen - Unter Deck sitzt ein vor Angst schlotternder Passagier: der Komponist Richard Wagner -Da beruhigen sich die Wogen und im leiser werdenden Sturmwind ist eine magische Musik zu vernehmen - Freudig springt Wagner auf: "Das ist die Rettung vor dem sicheren Untergang"- Doch den Matrosen der Thetis ist blankes Entsetzen ins Gesicht geschrieben: "Der fliegende Holländer" - flüstern sie - Das Hörspiel erzählt, wie Richard Wagner auf einer abenteuerlichen Flucht über die Ostsee einem Gespenst begegnet und wie aus diesem Erlebnis eine berühmte Oper wird.

Daten zu Markus Vanhoefer:Vita: Markus Vanhoefer studierte Musik und arbeitet als Journalist. Er verfasste zahlreiche Dokumentationen, Reportagen und Hörspiele für Erwachsene und Kinder. Vanhoefer wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik".
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 24
Titel: Der Verdächtige
Autor: Georges Simenon
produziert in: 1995
produziert von: Autorenproduktion
Genre: Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Übersetzer: Eugen Helmlé
Inhalt: Es ist die Zeit der frühen dreißiger Jahre. Arthur Baron sucht in Brüssel Pierre Chave auf und teilt ihm mit, daß die anarchistische Gruppe, zu der sie gehören, in Paris eine "direkte Aktion" plant. Der junge Robert soll die Flugzeugfabrik Courbevoie in die Luft sprengen. Chave, der stets gegen Gewalt gewesen ist, bricht sofort nach Paris auf, obwohl er dort steckbrieflich gesucht wird. Er will Robert den Plan ausreden. Baron bleibt derweil in Brüssel, doch bei einer Prostituierten, bei der er Unterschlupf findet, kann er das Renommieren nicht lassen, und so nimmt es kein Wunder, daß Kommissar Meulemanns am nächsten Morgen Pierre Chaves Frau einen Besuch abstattet. Während er die Spur aufnimmt, spitzt sich in Paris bereits die Lage dramatisch zu. Georges Simenon, erfolgreicher Autor von mehr als 200 Kriminalromanen und Vater des legendären Kommissar Maigret, beweist auch in dieser Arbeit sein Geschick für eine psychologisch fundierte, spannende Handlung.
Daten zu Georges Simenon:geboren: 12.02.1903
gestorben: 04.09.1989
Vita: Georges Simenon, belgischer Schriftsteller, geboren 1903 in Lüttich, starb am 4. September 1989 in Lausanne. Verfasser von Romanen, Erzählungen und über 1000 Kurzgeschichten, auch unter verschiedenen Pseudonymen. Mit 16 schrieb er bereits Reportagen, 1921 wurde sein erster Roman verlegt. Die Figur des Kommissars Maigret (75 Romane) machte ihn bekannt. Er lebte in Paris, Kanada, den USA und der Schweiz.

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Erstsendung: 30.06.1985
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 24
Titel: Ein totes Blatt
Autor: André Picot
Maurice Roland
produziert in: 1990
produziert von: WDR
Laufzeit: 25 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Otto Düben
Bearbeitung: Nied
Komponist: Gerhard Rühm
Übersetzer: Hilde Wallis
Inhalt: Es ist Herbst in Paris... und Kommissar Larive steht kurz vor seiner Pensionierung. Doch nicht nur das und die sterbende Natur stimmen ihn nachdenklich, sondern noch etwas anderes: das welke Blatt eines Pflaumenbaums. Als kleines, aber entscheidendes Indiz verrät es ihm schließlich, wer einen ehrgeizigen und stockreaktionären Gemeinderat vor seiner Wahl zum Bürgermeister erschossen und ob diese Tat persönliche oder politische Hintergründe hat.
Sprecher:Gerhard Rühm (Sprecher und Klavier)
Daten zu André Picot:geboren: 1934
Vita: André Picot, geboren 1934, schreibt seit den 70er Jahren - zumeist zusammen mit Maurice Roland - Kriminalhörspiele und -romane.
Erstsendung: 28.10.1985
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 24
Titel: EinSTIMMEN oder Giovannis Lust
Autor: Günter Bommert
produziert in: 1994
produziert von: SRF
Laufzeit: 47 Minuten
Regie: Günter Bommert
Inhalt: Bevor der Vorhang in einem Opernhaus aufgeht, werden Instrumente gestimmt, Technik und Beleuchtung abgestimmt, bringen sich Sänger stimmlich auf die Höhe. Der Regisseur hat seine Arbeit getan, dem Dirigenten und allen Mitwirkenden aber steht das Entscheidende bevor. Alles stimmt sich auf das Ereignis ein, - und das Publikum? Keine Spur von euphorischer Erwartung, - oder doch? - Was in Günter Bommerts Hörspiel im Parkett und auf den Rängen zu hören ist, sind Gespräche, die beiläufig oder ungewollt das erotische Thema des Abends umkreisen, das alle Generationen verbindet. Als die Stimmen unter den ersten Takten des "Don Giovanni" verstummen, sind die Phantasien zum Don-Juanismus bereits in vollem Gange.
Sprecher:Ann Höling (Grace, Grossmutter)
Nikola Weisse (Frances, Mutter)
Katharina Zapatka (Liz, Tochter)
Uwe Rathsam (Robert)
Horst Warning (Donald McLaren)
Markus Gertken (Brautführer)
Daten zu Günter Bommert:Vita: Günter Bommert, geboren 1925 in Bochum, studierte 1949-51 Theaterwissenschaft, Germanistik und Kunstgeschichte in Köln und Göttingen. 1951-53 Aufbau des 'Studio 51 - Zimmertheater Wiesbaden'. 1954-90 Funkregisseur, Hörspieldramaturg, schließlich Hörspielleiter bei Radio Bremen. Lebt heute als freier Regisseur in Bremen. - Theaterregien, eine Operninszenierung und zahlreiche Hörspielproduktionen.
Erstsendung: 28.01.1996
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 24
Titel: Engel in Amerika
Autor: Tony Kushner
produziert in: 1957
produziert von: RIAS
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Gegenwartskritik
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Dramaturgie: Klaus Schmitz
Übersetzer: Frank Heibert
Inhalt: Homosexuelle, Juden, Schwarze, Mormonen, Transvestiten - Mitglieder von Minderheiten aller Art sind die Hauptpersonen dieses Stückes. Sie lieben und verlassen, schmieren und belügen, beschenken und erpressen sich. Aids ist in diesem Reigen maroder Beziehungen die allgegenwärtige Krankheit, die die tiefen Schichten der menschlichen Seele bloßlegt. Die zentrale Figur, Roy M. Cohn, basiert auf der historischen Person gleichen Namens, die vor mehreren Jahren durch unzulässige Absprachen mit dem Gericht die Todesstrafe für die Kommunistin Ethel Rosenberg erwirkte. In der gegenwärtigen Zeit, in der "political correctness" das häufigste und mittlerweile auch umstrittene Schlagwort in der amerikanischen Öffentlichkeit ist, in der das Sprechen über Minderheiten einer permanenten, recht strengen, aber zuweilen auch haarspalterischen Kontrolle unterliegt, schreibt Kushner ein provokantes Stück, in dem alle Minderheiten auch ihre miesen Seiten haben und sich sogar gegenseitig diskriminieren. Dennoch ist dieses Spiegelbild einer machtbesessenen Gesellschaft ein zutiefst menschliches Plädoyer für eine bessere Welt.
Sprecher:Heinz Drache (George Carey)
Rudolf Fernau (Patrick Stearne)
Alice Decarli (Mrs. Stearne)
Robert Klupp (Mr. Budd)
Bernhard Minetti (Robert Morton)
Claus Hofer (Beamter im Hauptquartier des Roten Kreuzes)
Josef Pelz von Felinau (Oberst Chrysantos)
Franz Nicklisch (Phengaros)
Manfred Meurer (Hauptmann Streftaris)
Eva Bubat (Madame Vassiotis)
Anneliese Römer (Miss Kolin)
Gerd Martienzen (Arthur)
Horst Niendorf (Franz Schirmer)
Ingrid Kosmalla (Kyra)
Werner Butler (Partisan)
Wolfgang Conradi (Ober)
Erstsendung: 21.11.1996
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 24
Vorige/nächste Ausstrahlung:21.01.2019 um 21:30 bei DKultur (Folge 3 von 4)  Phonostart Radio Cloud*
28.01.2019 um 21:30 bei DKultur (Folge 4 von 4)  Phonostart Radio Cloud*
Titel: Geronimo
Autor: Leon de Winter
produziert in: 1962
produziert von: BR; ORF-W; NDR
Laufzeit: 37 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Christiane Ohaus
Bearbeitung: Christiane Ohaus
Komponist: Manfred Niehaus
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Übersetzer: Hanni Ehlers
Inhalt: Ein vierteiliges Hörspiel.

Osama bin Laden: Seit den Anschlägen vom 11. September die meistgesuchte Zielperson des FBI. Fieberhaft wurde nach ihm gefahndet, jahrelang erfolglos. Dann endlich, in der Nacht zum 2. Mai 2011 der Durchbruch: US-Soldaten eines Kommandos erschossen den Al-Kaida-Führer bei der Erstürmung seines Anwesens in Pakistan. So zumindest die offizielle Verlautbarung. Aber ist es so auch gewesen? Leon de Winter erzählt eine atemberaubend andere Version der Geschichte.
Sprecher:Gustl Halenke (Die Henne Ole)
Fritz Rasp (Hahn)
Christa Berndl (Tomate)
Mila Kopp (Kuh)
Rudolf Domberg (Schwein)
Christian Clarin (Die Maus)
Host Sachtleben (Storch)
Marlies Schönau (Schlange)
Erik Jelde (Löwe)
Hans Clarin (Geier)
Klaus Schwarzkopf (Fuchs)
Erik Schumann (Leopard)
Ingeborg Hoffmann (Hyäne)
Hans Ernst Jäger (Baron)
MusikerAndreas Bick Paul Brody Markus Schlaffke Tilmann Dehnhard
Daten zu Leon de Winter:geboren: 26.02.1954
Vita: Leon de Winter, 1954 in 's-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden geboren. Seit 1976 freier Schriftsteller und Filmemacher in Holland und den USA. Seine Romane waren überwältigende Erfolge; einige wurden für Kino und Fernsehen verfilmt.

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Erstsendung: 27.01.2018
Datenquelle(n): dra
dra
dra
dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)NDR
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Treffer 10 von insgesamt 24
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21.01.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 2 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
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28.01.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 3 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
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Weitere Sendetermine04.02.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 4 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
10.02.2019 um 15:05 bei BR 2 (Folge 5 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
11.02.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 5 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
17.02.2019 um 15:05 bei BR 2 (Folge 6 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
18.02.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 6 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
24.02.2019 um 15:05 bei BR 2 (Folge 7 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
25.02.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 7 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
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10.03.2019 um 15:05 bei BR 2 (Folge 9 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
11.03.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 9 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
17.03.2019 um 15:05 bei BR 2 (Folge 10 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
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25.03.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 11 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
31.03.2019 um 15:05 bei BR 2 (Folge 12 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
01.04.2019 um 20:05 bei BR 2 (Folge 12 von 12)  Phonostart Radio Cloud*
Titel: Meister und Margarita
Autor: Michail Bulgakow
produziert in: 2001
produziert von: RIAS
Genre: Historisch
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Übersetzer: Alexander Nitzberg
Inhalt: Ein 12-teiliges Hörspiel.

Eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine philosophische Parabel über Gut und Böse sowie über die Macht und Ohnmacht der Kunst, eine Groteske über die russische Bürokratie – ein russischer Faust.

Eine fantastische Abenteuergeschichte, eine Liebesgeschichte, eine philosophische Parabel über Gut und Böse sowie über die Macht und Ohnmacht der Kunst, eine Groteske über die russische Bürokratie - ein "russischer Faust". Viele lasen den Roman nach seinem Erscheinen 1966/67 in der Sowjetunion und lernten ihn auswendig. Die verhexte Wohnung Nr. 50 in der Sadowaja 302 b, in der Bulgakow selbst von 1921 bis 1924 lebte, wurde zur Pilgerstätte. Diese Wohnung ist auch ein zentraler Handlungsort des Romans, von dem aus der schwarze Magier Woland die Stadt Moskau auf den Kopf stellt. Er lässt Frauen plötzlich in Unterwäsche auf der Straße stehen, zaubert Geld herbei, das sich kurz darauf in Konfetti verwandelt und befördert lästige Personen binnen Sekunden in die Ferne - oder in die Psychiatrie . Auch seine Begleiter, allen voran ein großer, auf den Hinterbeinen gehender und sprechender Kater, stehen ihm, was ihre Scherze angeht, in nichts nach. In dieser phantastischen und grotesken Moskauer Teufelsgeschichte liegen Wahn und Wirklichkeit nah beieinander. Bulgakow zeichnet eine Gesellschaft, die haltlos und ohne Orientierung ist: Die Menschen stehen stundenlang in allgegenwärtigen Warteschlangen, leben in verdreckten Gemeinschaftswohnungen und sprechen eine Sprache des Misstrauens. Sie verlieren Körperteile, lösen sich auf, verschwinden, fallen ins Bodenlose. Tote werden zum Leben erweckt. Der Moskauer Handlungsstrang wird durch einen zweiten Strang unterbrochen, in dem es um die Verurteilung des Jeschua Ha-Nozri durch den römischen Prokurator Pontius Pilatus geht. Pilatus leidet an Migräne, misstraut den Menschen, liebt nur seinen Hund, hasst das schwül-heiße Jerschalajim und denkt daran, sich das Leben zu nehmen. Dass er diesen gutmütigen, aber auch unterhaltsamen jungen Mann zum Tod am Kreuz verurteilen soll, missfällt ihm. Er ist jedoch dazu verpflichtet - und so wird Jeschua auf den "Kahlen Berg" gebracht - in der russischen Literatur der Ort für Hexensabbat und Teufelstanz. Diese Erzählstränge unterscheiden sich sprachlich sehr deutlich und werden von Romanbeginn an miteinander verschränkt. Nach etwa zweihundert Seiten tritt der Urheber des Romans im Roman auf: der Meister, ein Ende dreißigjähriger, ehemaliger Schriftsteller. Einst hatte er als hochgebildeter Historiker in einem Moskauer Museum gearbeitet, jetzt aber sitzt er in der Irrenanstalt. Die Veröffentlichung einiger Kapitel seines Meisterwerks erregte jedoch so viel öffentliches Ärgernis, dass er in Wahnsinn verfiel. Seine Geliebte, die verheiratete wohlhabende Margarita, hat er seitdem nicht wiedergesehen. Sie vermissen einander - und so lässt sich die an Abenteuern interessierte Margarita auf einen faustischen Vertrag mit einem Assistenten Wolands ein. Der Teufel will in der Sadojawa 302 b, Wohnung 50, einen Ball geben und lässt dafür Margarita als Ballkönigin anwerben. Verjüngungscremes und eine Flugsalbe verwandeln Margarita in eine fliegende Hexe, die ihre heikle Aufgabe beim Ball so souverän meistert, dass ihr Woland das Wiedersehen mit ihrem geliebten Meister ermöglicht. "Meister und Margarita" zeigt das Diabolische im Alltag der Diktatur, wobei sich Bulgakows Kritik weniger gegen den Diktator Stalin richtete als gegen das bürokratische System der Sowjetunion, in dem er als Schriftsteller durch Zensur erniedrigt wurde. Bulgakow beschreibt diesen Kampf des Individuums als einen Hexentanz, der sich ausdrückt durch verfemte Literatur und menschliche Liebe, die den Tod zu überwinden vermag.

"Meister und Margarita – dieses Hörspiel wollte ich nicht aufnehmen – ich wollte es hören! Unbedingt! Am besten auf Russisch... Aber Russisch ist mir irgendwie abhanden gekommen – in meinem zweiten Leben in Westberlin. Ich hatte es vierzig Jahre nicht mehr sprechen wollen... Nix sprechen russisch... behauptet Woland im Roman – nachdem er am Patriarchenteich akzentfrei über Pilatus, Gott und die Welt geplaudert hat. Was also ist der Unterschied zwischen einer Fremdsprache und einer fremden Sprache?
Sprache schafft Hindernisse. Worte werden mißverstanden. Wenn aber Worte nichts mehr sagen, dann sollte man etwas mit ihnen tun – ich zum Beispiel muss sie immer wieder hören (am besten geht’s mit dem inneren Ohr!). Einen Ton für sie finden; einen akustischen Ort. Das belebt kalte Wortleichen manchmal. Bulgakow hat sich mit Meister und Margarita durch einen Riss in der Moskauer Alltagssprache gezwängt, zwischen einerseits Anbrüllen und andererseits Beten. Und er liebt alle seine Figuren, obwohl es – objektiv betrachtet – im Roman wenig Grund dafür gibt. Kann man das hörbar machen im Radio? Kann Bulgakows Roman (weit weg von russischer Alltags- und Kremlsprache) zur akustischen Arche ‚Poesija Russland‘ zusammen geschraubt werden? Nix sprechen russisch... Das Boot besteigen. Sich selbst retten. Und alle mitnehmen, die es möchten. Auch den Hörer."
Klaus Buhlert, Regisseur
Sprecher:Heribert Sasse
Erich Mühlbüsch
Christine Prober
Libgart Schwarz
Christine Merthan
Friedemarie Miermann
Gert Puhlmann
Daten zu Michail Bulgakow:geboren: 15.05.1891
gestorben: 10.03.1940
Vita: Michail Afanassjewitsch Bulgakow (* 3. Mai (jul.) / 15. Mai 1891 (greg.) in Kiew, Russisches Kaiserreich; † 10. März 1940 in Moskau, Sowjetunion) war ein sowjetischer Schriftsteller. Er gilt als einer der großen Satiriker der russischen Literatur.

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Erstsendung: 28.09.2014
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YaGru
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Treffer 11 von insgesamt 24
Titel: Nachtwachen
Autor: Bonaventura
produziert in: 1988
produziert von: BR
Laufzeit: 18 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Stephan Heilmann
Bearbeitung: Jürgen Theobaldy
Inhalt: Während seiner Rundgänge durch die schlafende Stadt stellt sich der Nachtwächter Kreuzgang den dunklen Seiten der frühbürgerlichen Welt und setzt sich radikal wie kein anderer Held der deutschen Romantik mit den politischen Problemen seiner Zeit auseinander. Dazwischen schildert er seinen turbulenten Lebensweg vom Findelkind zum Schustergesellen, Bänkelsänger, Insassen eines Tollhauses und Marionettenspieler bis zur Übernahme seines nächtlichen Amtes und zur Aufklärung seiner rätselhaften Herkunft am offenen Grab seines Vaters. Auf die Fragen nach Gott, dem Glück des einzelnen und dem Sinn des Daseins überhaupt findet er keine tröstlichen Antworten mehr. Die Menschen erscheinen ihm als Träger von Masken, die Weltgeschichte als Theaterspiel, bei dem "die wichtigsten Rollen den talentlosesten Akteuren anvertraut" sind. Aber das Entlarven und Zerstören falscher Hoffnungen, auf das Kreuzgang unerbittlich drängt, ist nicht sein letztes Ziel. Vielmehr treibt ihn der vergebliche Wunsch um, in Zeiten der Gottesferne sein Dasein auf Erden als lebenswert zu erfahren. Gewiss hat ihr grimmig pessimistischer Befund dazu beigetragen, dass die 1804/ 5 in Sachsen unter Pseudonym erschienenen "Nachtwachen. Von Bonaventura" lange Zeit unbeachtet blieben. Erst im 20. Jahrhundert sind die frühe Ankündigung des modernen Krisenbewusstseins und die Vorwegnahme eines nihilistischen Lebensgefühls hinter den satirischen und parodistischen Zügen des Werkes sichtbar geworden.
Sprecher:Rolf Boysen (Perski, Produzent von Werb)
Monika John (Frl. Greff, seine Sekretärin)
Hans Diehl (Michael Meier, Schauspieler)
Heini Göbel (Dr. Klump)
Cornelia Glogger (Eine Schauspielerin)
Daten zu Bonaventura:vollständiger Name: Ernst August Friedrich Klingemann
geboren: 31.08.1777
gestorben: 25.01.1831
Vita: Ernst August Friedrich Klingemann (* 31. August 1777 in Braunschweig; † 25. Januar 1831 ebenda) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik und Theaterregisseur. Laut neuerer Forschung ist er der Verfasser des berühmten Romans Nachtwachen (1804), der unter dem Pseudonym „Bonaventura“ veröffentlicht wurde und deshalb allgemein als Die Nachtwachen von Bonaventura bekannt ist.

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Erstsendung: 13.11.1989
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Audiopool-Angebot: (*)SRF Teil 1/3
SRF Teil 2/3
SRF Teil 3/3
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Treffer 12 von insgesamt 24
Titel: Nichts als die Wahrheit
Autor: Anne Chaplet
produziert in: 1978
produziert von: HR
Laufzeit: 33 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Inhalt: Krimi-Trilogie aus dem bundesdeutschen Milieu:
1: Caruso singt nicht mehr
2: Nichts als die Wahrheit
3: Schneesterben

Anne Buraus Rückkehr in die große Politik vollzieht sich unschön und rätselhaft. Warum ist Alexander Bunge, für den Anne Burau als "Nachrückerin" in den Bundestag einzieht, vom Turm der Frankfurter Nikolaikirche gefallen? Ist er gesprungen oder hat ihn jemand gestoßen? Was hat der Journalist Peter Zettel, ein alter Bekannter von Anne Burau, vom Berliner "Journal" mit der Sache zu tun? Im "Journal" hatte wenige Wochen zuvor jener Artikel gestanden, der Bunge als Päderasten outete.

'Grund genug' für die Frankfurter Staatsanwältin Karen Stark, die an einen Selbstmord glaubt. Nicht für ihren jungen Kollegen Wenzel, der Bunge mehr als nur freundschaftlich verbunden war. Auch in der "Journal"-Redaktion in Berlin herrscht helle Aufregung. Wer hat den Bunge-Artikel recherchiert? Stimmen die Fakten? Woher kam der Tipp? Viele Fragen, auf die der junge Journalist Hansi Becker heimlich eine Antwort sucht. Antworten sucht auch Anne Burau. Warum nur wird sie von der Sekretärin bis zum Fraktionschef gehasst? Wo ist Peter Zettel? Liegt die Antwort vielleicht in Bunges Aufgabenbereich, den jetzt sie verwalten soll? Bunge war Vorsitzender der Baukommission des Ältestenrates im Bundestag gewesen, und damit zuständig für sämtliche Bauten des Bundes in Berlin. Eine mächtige Position und wer mächtig ist, hat auch viele Feinde. Oder liegt die Antwort auf Annes Fragen in der Vergangenheit, die sich hinter meterdickem Beton unter dem neuen und alten Regierungsviertel ausbreitet?
Sprecher:Ursela Monn
Daten zu Anne Chaplet:geboren: 07.04.1951
Vita: Anne Chaplet, eigentlich Cora Stephan, geboren 1951, studierte Politikwissenschaften und Geschichte. Sie arbeitete als Übersetzerin, Lektorin, Dozentin und Rundfunkmoderatorin und veröffentlichte Bücher zu historischen und politischen Themen. Sie lebt in Frankfurt am Main und Südfrankreich. Unter dem Pseudonym Anne Chaplet veröffentlichte sie die Romane "Caruso singt nicht mehr" (1998), "Wasser zu Wein" (1999), "Nichts als die Wahrheit" (2000) - für diesen Roman erhielt sie den Deutschen Krimipreis (2001) - und "Die Fotografin" (2002).

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Treffer 13 von insgesamt 24
Titel: Nit grad e' Kinderspiel
Autor: Ludwig Soumagne
produziert in: 2011
produziert von: SWR
Laufzeit: 70 Minuten
Genre: alemannisches Mundarthörspiel
Regie: Thomas Lehner
Komponist: Jakob Diehl
Übersetzer: Martin Schley
Inhalt: Die makabre Chronik einer Beziehung, die an einem Kind zugrunde geht. Oder ist es das Kind, das an dieser Beziehung stirbt? Auf jeden Fall eine Antwort auf die Frage: Was tun wir einem dritten an, wenn wir uns gegenseitig etwas antun. Die Originalfassung "Net jrad e Kengerspell" (WDR 1990) fand bei den 3. Tagen des Regionalen Hörspiels in Hannover 1990 große Bedeutung.
Sprecher:Oliver Beauchamp: Krishan Krone
Joe: Stephanie Schönfeld
Mrs Henderson: Rosemarie Fendel
Mrs McDonald: Karin Schröder
Leonard: Nikolaos Eleftheriadis
Daten zu Ludwig Soumagne:Vita: Ludwig Soumagne, geboren 1927, Bäckermeister in Norf, wurde vor allem mit seiner Mundartlyrik über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus auch in Österreich und in der Schweiz bekannt. Für den WDR schrieb er die Hörspielfolge " De Angere" 1979. Er ist Träger des Rheinlandtalers. 1975 erhielt er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
Erstsendung: 14.07.1991
Datenquelle(n): dra
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Treffer 14 von insgesamt 24
Titel: Nothschrei eines Magnetisch-Vergifteten
Autor: Friedrich Krauß
produziert in: 2009
produziert von: DKultur
Laufzeit: 55 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Stefan Hardt
Bearbeitung: Christine Wunnicke; Stefan Hardt
Inhalt: Der Text des Hörspiel stammt ausnahmslos aus Friedrich Krauß' gleichnamigen Buch von 1003 Seiten, das 1852 in Stuttgart im Selbstverlag des Verfassers erschienen ist. Friedrich Krauß ist schon mit 18 Jahren als Korrespondent für Deutsch und Französisch in Straßburg, später in Paris tätig. 1814 zieht er als Angestellter der Firma Daniel Thuret nach Antwerpen, geht dann für ein Jahr nach London, und kehrt schließlich nach Antwerpen zurück. Ganz abrupt, scheinbar von einem Tag auf den anderen, beginnt dort die "magnetische Vergiftung". Die Wissenschaft würde wohl von einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie sprechen. Krauß selbst empfindet sich nicht als krank; für ihn sind seine Qualen das Werk fremder Leute, die ihm völlig grundlos und mit unendlicher Penetranz das Leben zur Hölle machen. Von Anfang an unterscheidet er vier Stimmen, zwei männliche und zwei weibliche. Drei davon kann er bekannten Personen zuordnen, seinen Kollegen Janeke und van Asten sowie dessen Tochter. Die vierte Stimme bleibt körperlos; Krauß tauft sie "Zwickurschel". Die vier unsichtbaren Verfolger begleiten ihn und werden ihn von nun an 52 Jahre lang begleiten, bis zu seinem Tod, 1868. 
Sprecher:David Reibel (Manuel)
Anton Weniger (Albert)
Nina Weniger (Mutter)
Michael Evers (Schabeck)
MusikerKlaus Burger (Kontrabass; Posaune; Tuba; Didgeridoo) Paul Lovens (Schlagzeug) Stefan Hardt (Sopransaxophon)
Erstsendung: 01.07.1997
Datenquelle(n): dra
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Treffer 15 von insgesamt 24
Titel: Old Charlie
Autor: George Ryga
produziert in: 1997
produziert von: SWF
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Walter Adler
Übersetzer: Hans Wollschläger
Inhalt: Übereilt und ohne nötige Vorsicht war am kanadischen Turtle Mountain die ergiebigste Kohlenzeche der Welt angelegt worden. Aber der Berg rächte sich für die Rücksichtslosigkeit, mit der er ausgebeutet wurde: im April des Jahres 1903 begrub er die Bergarbeiterstadt Frank innerhalb von weniger als zwei Minuten unter 90 Millionen Tonnen Schlamm und Geröll. Die wenigen die überlebten - wie etwa der "Held" dieses Hörspiels, der aus den Zechen Schlesiens nach Kanada gekommen war, um dort sein Glück zu machen, waren für den Rest ihres Lebens nicht mehr dieselben Menschen.
Sprecher:Rosel Zech
Daten zu George Ryga:geboren: 27.07.1932
gestorben: 18.11.1987
Vita: George Ryga (27. Juli 1932 – 18. November 1987) war ein kanadischer Autor von Schauspielen und Romanen.
George Ryga, 1932 in Deep Creek (Alberta) geboren, stammt aus einer Pionierfamilie Nordkanadas und ist Autodidakt. Er schrieb Hörspiele, Bühnenstücke, Fernsehfilme, Romane und Songs (einige in Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis). Der Süddeutsche Rundfunk brachte, jeweils in der Übersetzung durch Hans Wollschläger, bereits die Hörspiele "Der Indianer", "Pflüger des Gletschers", "Gefangene des gesichtslosen Trommlers", "Zur Abendzeit gegen acht" und "Brief an einen Sohn" zur deutschen Erstsendung. "Pflüger des Gletschers" wurde im Februar 1980, "Brief an einen Sohn" im Septmber 1983 zum "Hörspiel des Monats" gewählt.

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Erstsendung: 27.10.1985
Datenquelle(n): dra
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Treffer 16 von insgesamt 24
Titel: Personenschaden
ARD Radiotatort (Folge 112)
Autor: John von Düffel
produziert in: 1964
produziert von: BR
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Christiane Ohaus
Komponist: Heinz Brüning
Inhalt: Schwere Zeiten für die Bremer Hauptkommissarin Claudia Evernich und ihren Kollegen, Staatsanwalt Dr. Gröninger: Sein Vater ist gestorben, ihre Mutter muss in ein Heim. Und so macht sich Evernich mit ihrer Mutter und dem hilfsbereiten Herrn Gröninger auf den Weg in das an der Nordseeküste bei St. Peter Ording gelegene Pflegeheim. Die drei sitzen im Zug, der Tee aus der Thermoskanne ist gerade eingegossen: Vollbremsung! Jemand ist vor den Zug gesprungen – oder war es gar kein Suizid, sondern Mord? Sofort beginnen hektische Ermittlungen. Und nicht nur Evernich und Gröninger schalten sich ein, sondern auch Evernichs Mutter. Ihr Abteil wird zur Einsatzzentrale. Und je tiefer sie in die Sache einsteigen, desto rätselhafter wird der Fall. Denn der Lokführer, der unter Schock aus dem Führerhaus begleitet werden musste, kannte das Opfer ...
Sprecher:Erik Schumann (Johannes von Bimstein)
Karin Anselm (Tausendschön)
Hans Dieter Zeidler (Leonhard)
Wolfgang Reichmann (Alexandre)
Gisela Zoch (Emma)
Peter Pasetti (Thomas)
ergänzender Hinweis: Dieser Krimi ist als Zweiteiler konzipiert, der zweite Teil heißt "Trauerfall".
Daten zu John von Düffel:geboren: 20.10.1966
Vita: John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen wuchs u.a. in Londonderry, Irland, Vermillion South-Dakota (USA) und Oldenburg i. O./Niedersachsen auf. Er studierte Philosophie und Volkswirtschaft in Stirling/Schottland und Freiburg im Breisgau. 1989 promovierte er über Erkenntnistheorie. Seit 1991 ist Dramaturg an verschiedenen Theatern in Stendal, Oldenburg, Basel und Bonn. Zur Zeit ist er Schauspieldramaturg am Thalia Theater Hamburg. Er ist Autor zahlreicher Theaterstücke, Bearbeitungen, Prosa (zuletzt "Beste Jahre", 2007), Essays und Hörspiele, und hat mehrere Preise (u.a. Nicolas-Born-Preis 2006 für deutschsprachige Gegenwartsliteratur) gewonnen.
Hompepage o.ä.: http://johnvondueffel.de/John/Start.html
Erstsendung: 14.06.2017
Datenquelle(n): dra
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Audiopool-Angebot: (*)ARD Mediathek
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Treffer 17 von insgesamt 24
Titel: Peter und der Wolf
Autor: Cornelia Ferstl
produziert in: 1951
produziert von: ORF-W
Genre: Kinderhörspiel
Regie: Eva Demmelhuber
Inhalt: Die Geschichte vom "Pionier Petja" beginnt in Moskau im Jahr 1936: Natalia ist die Leiterin des dortigen Kindertheaters und hat immer viele Pläne. Am Liebsten wäre es ihr, wenn sie ein größeres Theater bekommen könnte. Dafür aber benötigt Natalia spannende Stücke von berühmten russischen Komponisten, damit auch genügend Publikum kommt. Einen ganz Bestimmten hat Natalia schon im Visier: Sergej Prokofjew. Doch der hat alles andere als einen positiven Eindruck vom Theater. Und dann ist da auch noch die Sache mit dem Volkskommissar der Lebensmittelindustrie. Ein ziemlich geldgieriger Zeitgenosse. Aber Natalia hat eine Idee, eine süße Idee ...
MusikerTill Heine (Fagott) Jürgen Ebers (Oboe) Caroline Heilig (Klarinette) Tobias Pfülb (Bass) Cornelia Ferstl (Sopran) Cornelia Ferstl (Klavier)
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Treffer 18 von insgesamt 24
Titel: Reise ans Ende der Nacht
Autor: Louis Ferdinand Céline
produziert in: 1962
produziert von: BR; HR; SDR
Laufzeit: 93 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Bearbeitung: Michael Farin
Komponist: Bernd Scholz
Übersetzer: Hinrich Schmidt-Henkel
Inhalt: Bardamu, Held, besser Anti-Held dieses gewalttätigen Antikriegsromans, gerade noch dem blutigen Gemetzel des Ersten Weltkriegs entkommen, muss schon bald feststellen, dass auch die Heimatfront allerlei Gefahren birgt. Nahtlos geht sein Albtraum in der Pariser Etappe weiter: ein Ende der kruden Selbstzerfleischungen der menschlichen Spezies ist nicht in Sicht. Durch eine eher unfreiwillige 'Flucht' in die Psychiatrie, wo ihm ausgerechnet der verlorengegangene Patriotismus aufs eifrigste und mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden eingebläut wird, vermag er zumindest dem erneuten Kriegseinsatz zu entgehen für einen Moment. Danach bleibt ihm nur, schnell weiter zu reisen nach Afrika: "Irgendwann schließlich ließen die Bonzen mich laufen, so kam ich mit heiler Haut davon, aber mein Kopf hatte schwer was abgekriegt, und das war für immer. Nichts zu wollen. Je weiter weg, desto besser! Ich bestieg irgendeinen Kahn der Schifffahrtsgesellschaft 'Vereinigte Korsaren', und los gings. Er fuhr in die Tropen, denn genug Geld, um nach Amerika zu reisen, hatte ich nicht. Na gut, dann also Afrika!"



Beeindruckend ist nicht nur die nihilistische Radikalität von Célines Welt- und Werteverachtung, sondern auch sein revolutionäres Umsetzen gesprochener Sprache in hochrangige Prosa, sein Mix aus Pariser Argot, aus Hochsprache, Fachsprache und ideologischen Worthülsen: Schriftsprache und zerbrochene Sätze, Grobheiten und feinste Satire, wohlanständige Sprechblasen und tiefschürfende Unmittelbarkeit prallen nahezu ungeschützt aufeinander und erzeugen einen unwiderstehlichen Sog, einen Drive, der die Sprache sprengt und dadurch freisetzt: "Das Militär, das noch blöder war als die Kaufleute und die Beamten, fraß den Ruhm der Kolonien in sich hinein und würzte ihn, damit er runterging, mit jeder Menge Chinin und kilometerlangen Dienstvorschriften. Ewig und erbittert fochten sie persönliche und kollektive Feindseligkeiten aus, Militär gegen Verwaltung, diese gegen die Händler, außerdem die einen, auf Zeit vereint, gegen die anderen, dazu alle gegen die Neger und die Neger untereinander auch. Die wenige Energie also, die nicht von Sumpffieber, Durst und Sonne verbraucht wurde, ging durch hasserfüllte Zänkerei dahin, so verbissene und giftige, dass viele Kolonisten schließlich an Ort und Stelle krepierten, wie Skorpione am eigenen Gift verreckt."

"Für einen armen Schlucker ist es nie so leicht, irgendwo von Bord zu gehen, aber für einen Galeerensklaven ist es noch viel schlimmer, vor allem, weil die Amerikaner Galeerensklaven aus Europa absolut nicht mögen. Eigentlich wollen sie nur Neugierige aufnehmen, die Knete ins Land bringen, denn sämtliche Währungen Europas sind für sie nur Söhne des Dollars. Das Sträßchen, das ich gewählt hatte, war wirklich das schmalste von allen, nicht breiter als bei uns ein besserer Bach, und elend dreckig war es eigentlich auch, sehr feucht, voller Dunkelheit, und hier gingen schon derart viele andere Leute, kleine und große, dass sie mich mitnahmen, als wäre ich ein Schatten. Sie gingen in die Stadt, wahrscheinlich zur Arbeit, die Nase zu Boden gerichtet. Es waren die Armen aus aller Welt." (Louis-Ferdinand Céline, "Reise ans Ende der Nacht")
Sprecher:Oskar Werner (Raskolnikoff)
Heinz Klevenow (Porphyri)
Cordula Trantow (Sonja)
Karl Michael Vogler (Dimitri)
Fritz Rasp (Kommissar)
Karl Hanft (Ilja)
Ulrich Beiger (Leutnant)
Hans-Heinz Koesters (Schreiber)
Heinrich Schweiger (Fjodor)
Fritz Rémond (Lebenew)
Lina Carstens (Aljena Iwanowa)
Robert Michal (Arzt)
Bernd Holger Bonsels (Maler)
Addi Adametz
Claudia Bethge
Leo Bardischewski
Günther Becker
Kunibert Gensichen
Erik Jelde
Fred Kallmann
Hans Joachim Quitschorra
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Treffer 19 von insgesamt 24
Titel: Schneesterben
Autor: Anne Chaplet
produziert in: 2013
produziert von: WDR
Laufzeit: 55 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Inhalt: Krimi-Trilogie aus dem bundesdeutschen Milieu:

1: Caruso singt nicht mehr
2: Nichts als die Wahrheit
3: Schneesterben

Winterzeit in Klein-Roda. Ein Kind stirbt. Ein Kinderarzt soll schuld sein. Nachdem der Schnee endlich schmilzt, findet man unter ihm das Übliche: die Reste von verschossenen Silvesterraketen, vergessenes Kinderspielzeug, verlorene Handschuhe. Und eine Leiche. Der Tote ist ein Kriegsberichterstatter. Die Frau des Kinderarztes erklärt sich für schuldig. Für die Dorfbewohner sind die Dinge klar.

Nur Paul Bremer, der zugereiste Werbefachmann aus Frankfurt, glaubt nicht an die allzu einfachen Lösungen. Als dann bei der Gerichtsverhandlung der Kinderarzt Thomas Regler plötzlich behauptet, nicht seine Frau, sondern er sei Schuld am Tod des Kriegsberichterstatters, geraten die einfachen Wahrheiten der scheinbar heilen Dorfwelt ins Wanken.
Sprecher:Sylvester Groth (Randolph T)
Dörte Lyssewski (Rebecca T)
Mark Oliver Bögel (Stefan)
Bettina Engelhardt (Anwältin)
Susanne Barth (Familienanwältin)
Jannis Wagner (Paul)
Marina Wagner (Fee)
Hüseyin Michael Cirpici (Staatsanwalt)
Peter Harting (Verteidiger)
Tatjana Clasing (Richterin)
Rainer Homann (Sachverständiger)
Volkert Kraeft (Psychologe II)
Jens Wawrczeck (Tiberius/Gedicht)
Andreas Grothgar (Bruno T)
Jörg Kernbach (Barkeeper)
Heinrich Giskes (Mickel)
Caroline Schreiber (Kröger)
Josef Tratnik (Leiter Jugendamt)
Nedjo Osman (Mircea)
Wolf Aniol (Walter)
Florian Lukas (Leidinger)
Stefan Krause (Kottke)
Therese Dürrenberger (Elisabeth T)
Volker Lippmann (Grenzer)
Ernst August Schepmann (Hermann T)
Yannik Reinhard (Randolph (8-10))
Emma Sawadsky (Cornelia (9))
Niklas Wagner (Bruno T (als Kind))
Daten zu Anne Chaplet:geboren: 07.04.1951
Vita: Anne Chaplet, eigentlich Cora Stephan, geboren 1951, studierte Politikwissenschaften und Geschichte. Sie arbeitete als Übersetzerin, Lektorin, Dozentin und Rundfunkmoderatorin und veröffentlichte Bücher zu historischen und politischen Themen. Sie lebt in Frankfurt am Main und Südfrankreich. Unter dem Pseudonym Anne Chaplet veröffentlichte sie die Romane "Caruso singt nicht mehr" (1998), "Wasser zu Wein" (1999), "Nichts als die Wahrheit" (2000) - für diesen Roman erhielt sie den Deutschen Krimipreis (2001) - und "Die Fotografin" (2002).

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Erstsendung: 22.03.2006
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Treffer 20 von insgesamt 24
Titel: Stephen Dedalus, Elementarklasse
Autor: James Joyce
produziert in: 1994
produziert von: SWR
Laufzeit: 46 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Annette Jainski
Bearbeitung: Sebastian Goy
Inhalt: "Kindheit", ein Schlüssel für poetische Klischees von unbekümmerten Jahren des uneingeschränkten Glücks. Wir betrügen niemanden so gern wie uns selbst und haben uns dafür jenen schönen und wirksamen Trick ausgedacht, die Utopie in jenen Landschaften anzusiedeln, die garantiert unerreichbar sind. Die Kindheit ist eine dieser Landschaften, denn es gibt keinen Weg, in sie zurückzukehren. Die Kindheit ist also zugleich ein ideales Thema, zumal jeder Erwachsene ein Kind war und sich dafür interessiert, ob die anderen ihre frühen Jahre ähnlich wie er erlebt haben bzw. glauben, sie erlebt zu haben oder sich ganz anderer Erfahrungen erinnern. Die Neugier auf autobiographische Literatur mag eben darauf zurückzuführen sein, die eigene Kindheit mit einer anderen, literarisierten, zu vergleichen und auf die Lust von Autoren und Dichtern, autobiographische Schriften zu schreiben, um das eigene Leben zu einem fiktionalen Gegenstand werden zu lassen. Sebastian Goy hat aus den Autobiographien von vier Autoren jene Kapitel für seine Bearbeitungen ausgewählt, die, jenseits des Klischees von Glück und Geborgenheit, von Aufbrüchen und Trennungen erzählen oder von der Suche nach dem, was zentral für das spätere Leben sein wird.
Sprecher:Walter Schultheiß
Rosemarie Gerstenberg
Daten zu James Joyce:geboren: 02.02.1882
gestorben: 13.01.1941
Vita: James Joyce (* 2. Februar 1882 in Dublin; † 13. Januar 1941 in Zürich) war ein irischer Schriftsteller. Besonders seine wegweisenden Werke Dubliner, Ulysses und Finnegans Wake verhalfen ihm zu großer Bekanntheit. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der literarischen Moderne.

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Erstsendung: 06.05.1993
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    11. Januar 2015
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