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Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

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Hörspiel-Kalender
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Treffer 1 von insgesamt 15
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Titel: Baumleberliebe
Autor: Sophie Reyer
produziert in: 1988
produziert von: WDR
Laufzeit: 35 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Philip Scheiner
Dramaturgie: Edith Ulla Gasser
Inhalt: Sie ist Dramatikerin, Lyrikerin, Buchautorin Komponistin und Bildende Künstlerin. Sophie Reyer, geboren 1984 in Wien, ist eine der interessantesten Erscheinungen des literarischen Lebens. Von hochexperimentellen Kunstinstallationen bis zum berührenden Kindermärchen, vom handfest politischen Theaterstück bis zur zartschwebenden Erzählprosa, vom fragil-hermetischen Lyrikband bis zu provokanten philosophischen Gedankenexperimenten arbeitet sich die junge Autorin genreprägend in immer neue Bereiche vor.

In ihrem neuen Hörstück "Baumleberliebe" verfolgt Sophie Reyer Ideen des 1984 verstorbenen französischen Philosophen Michel Foucault; vor allem Foucaults Begriff der "Biomacht" hat es der Autorin angetan. Im Sinn dieser Machtstrategie gibt es den Einzelnen und seine Interessen nicht mehr, was in Sophie Reyers schräg-schrillem Hörstück dazu führt, dass Menschen in Bäume verwandelt werden, um Papier aus ihnen zu gewinnen. Vater, Mutter, Sohn und Tochter durchlaufen eine Transformation der besonderen Art, und begegnen dabei diversen Figuren aus dem speziellen Reyer´schen Phantasiekosmos
Erstsendung: 13.12.2016
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 15
Titel: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
Autor: Robert Musil
produziert in: 2012
produziert von: DKultur
Laufzeit: 57 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Iris Drögekamp
Bearbeitung: Manfred Hess
Komponist: Michael Rodach
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhalt: Um das Jahr 1900. Irgendwo in der Provinz der österreichisch-ungarischen k. u. k. Monarchie. Im »Konvikt zu W.«, einem Militärinternat zur Aufzucht künftiger Eliten, gerät der Zögling Törleß in einen Zustand der Verwirrung, die seinen künstlerischen wie analytisch-intellektuellen Charakter zum Erwachen bringt. Der Mitzögling Basini, obgleich aus vermögendem Hause, bestiehlt seine Mitschüler, um seine Schulden durch Prasserei und Hurenbesuche zu begleichen. Er wird von Törleß‘ Freunden Reiting und Beineberg entlarvt. Gemeinsam mit Törleß wollen sie Basinis Tat der Schulleitung nicht anzeigen, wenn er ihnen fortan in ihrem Dachbodenversteck zu Willen ist. An ihm, der die Opferrolle zunehmend bereitwilliger annimmt, erproben sie ihre Vorstellungen von sexueller Hörigkeit und Demütigung. Törleß beobachtet anfänglich nur aus distanziert-interessierter Perspektive die Experimente an Basini, erliegt dann dem Faszinosum ebenfalls für kurze Zeit, um sich aber am Ende abzuwenden. Als die ganze Klasse gleich einem wild gewordenen Mob Basini im Sportraum quält, kommt es wegen des Zwischenfalls zur Anhörung durch die Schulleitung. Törleß verlässt das Internat.

Musils Roman-Debüt, 1906 erschienen, erzählt vordergründig eine jugendliche Entwicklungsgeschichte im Kontext autoritär-militärischer Erziehung in der Donau-Monarchie, die angesichts des sozialen Wandels und der modernen Wissenschaften längst ihre Legitimation verloren hat. Im Kern jedoch geht es um die moralfreie und funktionale Darstellung der Mechanismen von sexuellen Grenzerfahrungen. Junge Männer suchen sie auf, um ihre eigene Individualität zu begründen oder darin zu begraben. Die Sehnsucht nach dem persönlichen wie gesellschaftlichen Ausnahmezustand, der eine neue Persönlichkeit erstehen lassen soll, überführte der Erste Weltkrieg in die Wahrheit der anonymisierenden Materialschlachten.
Sprecher:Valery Tscheplanowa
Max Hopp
Ilja Pletner
Vlad Chririac
Claudia Eisinger
Matthias Matschke
Christian Gaul
Fritz Hammer
Hans-Jürgen Hürrig
Jörg Hartmann
Peter Kurth
Felix Goeser
Mark Waschke
Ronald Kukulies
Fanny Gerland-Kempter
Shelly Kupferberg
MusikerAmelie Böckheler (Violine) Filippo Maligno (Violine und Viola) Raphaela Gromes (Cello) Jacopo di Tonno (Cello) Enrico Melozzi (Violoncello) Andreas Unterreiner (Trompete)
Daten zu Robert Musil:geboren: 06.11.1880
gestorben: 15.04.1942
Vita: Robert Musil (* 6. November 1880 in Klagenfurt am Wörthersee; † 15. April 1942 in Genf, 1917 bis 1919 Robert Edler von Musil) war ein österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker. Musils Werk umfasst Novellen, Dramen, Essays, Kritiken und zwei Romane, den Bildungsroman Die Verwirrungen des Zöglings Törleß und sein unvollendetes Magnum Opus Der Mann ohne Eigenschaften.
Hompepage o.ä.: http://www.robertmusil.de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 06.03.2014
Datenquelle(n): dra
dra
ORF
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR 1. Teil
SWR 2. Teil
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 15
Titel: Die Zauberflöte
Autor: Emanuel Schikaneder
Wolfgang Amadeus Mozart
produziert in: 2009
produziert von: SRF
Laufzeit: 83 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Inhalt: Ein Hörspiel nach dem gleichnamigen Libretto von Wolfgang Amadeus Mozart.

Was ist Mozarts bekanntestes Werk - ein Mysterienspiel, ein Märchen, eine Freimaurer-Oper, ein humanistisch-utopisches Lehrstück? Worum geht es in der Zauberflöte? Die Zauberflöte ohne die Musik Mozarts ermöglicht einen neuen Blick auf die Handlung der Oper. Unabhängig von den Deutungen mancher Operninszenierungen zeigt die neue, wortgetreu am Libretto Emanuel Schikaneders ausgerichtete Hörspielfassung der Zauberflöte auch jene Inhalte, die von Mozarts faszinierender Musik gleichsam verborgen werden ...
Sprecher:Christian Heller
Meret Hottinger
Rahel Hubacher
Thomas Sarbacher
Dieter Stoll
MusikerPeter Kaizar (Keyboards, Samples) Anton Burger (Violine, Mandoline, E-Violine, E-Mandoline) Wolfgang Tockner (Keyboards, Orgel, E-Gitarre) Patrice Héral (Perkussion) Georg Graf (Querflöte) Georg Mittermayr (Blockflöte)
Daten zu Wolfgang Amadeus Mozart:geboren: 27.01.1756
gestorben: 05.12.1791
Vita: Wolfgang Amadeus Mozart, mit vollständigem Taufnamen: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (* 27. Jänner 1756 in Salzburg, Fürsterzbistum Salzburg, HRR; † 5. Dezember 1791 in Wien, Habsburgermonarchie, HRR), war ein Salzburger Musiker und Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum Bedeutendsten im Repertoire klassischer Musik. Er selbst nannte sich meist Wolfgang Amadé Mozart.

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Erstsendung: 07.10.2017
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 15
Titel: Eine Wiener Romanze
Autor: David Vogel
produziert in: 2014
produziert von: DLR; Neue Vocalsolisten Stuttgart; ACSR Brüssel
Laufzeit: 50 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Harald Krewer
Bearbeitung: Helmut Peschina
Übersetzer: Ruth Achlama
Inhalt: Neugierig und selbstbewusst erobert der 22-jährige Michael Rost die Stadt Wien zur Zeit des Fin de siècle. Das Leben scheint auf Michael gewartet zu haben, alles fliegt ihm zu.

Wien, Fin de Siècle: In der jiddischen Exilherberge ›Achdut‹ und den zahllosen Kaffeehäusern träumen die Menschen von Reichtum, Liebe und Glück. Neugierig und selbstbewusst erobert der 22-jährige Michael Rost die Stadt und nimmt jeden für sich ein: den reichen Amerikaner, seine Vermieterin, einen Anarchisten. Das Leben scheint auf Michael gewartet zu haben, alles fliegt ihm zu. Doch in seinem Inneren verbreitet sich eine seltsame Leere.
David Vogel erzählt von einer Jugend im Überdruss, die alte Ideale verhöhnt und ihre neue Bestimmung in sich selbst sucht - ein Generationenkonflikt am Vorabend des Umbruchs.
MusikerMax Nagl (Saxofon) Phil Jäger (Posaune) Herbert Pirker (Schlagzeug) Manu Meier (Bass)
Daten zu David Vogel:geboren: 15.05.1891
gestorben: 1944
Vita: In jungen Jahren kam David Vogel, 1891 in der Westukraine geboren, ins kaiserliche Wien. Er lehrte Hebräisch, schrieb Gedichte und Prosa. Neben der ›Wiener Romanze‹ verfasste er den Roman ›Eine Ehe in Wien‹. Vogel floh vor dem Naziregime aus Berlin nach Frankreich, wo ihn die Gestapo 1944 verhaftete. Noch im selben Jahr wurde er in Auschwitz ermordet.

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Erstsendung: 18.11.2015
Datenquelle(n): dra
dra
ORF
ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 15
Titel: Einsingzimmer
Autor: Lukas Cejpek
Annette Schönmüller
produziert in: 1976
produziert von: SDR; WDR
Laufzeit: 37 Minuten
Regie: Lukas Cejpek
Inhalt: Schuster haben bekanntlich einen anderen Blick auf Schuhe als Nicht-Schuster. Schneider betrachten Kleider anders als deren Träger und Zeitungsmacher studieren Zeitungen anders als deren Leser. Das gesellschaftliche Sein, sagte dereinst Karl Marx, bestimmt das Bewusstsein. Es steuert die Wahrnehmung und leitet den Blick.

Eine ausgesprochen spezifische Sicht auf die Welt präsentieren nun der Wiener Schriftsteller und Regisseur Lucas Cejpek und die in München geborene Mezzosopranistin und Musikerin Anette Schönmüller in ihrem Text "Einsingzimmer". Eine namenlose Sängerin, dargestellt von Petra Morzé, erzählt darin von den Mühen überall und jederzeit geeignete "Einsingzimmer" zu finden. Denn ähnlich wie Sportler, die sich vor dem Wettkampf aufwärmen, singen sich Sopranistinnen und Tenöre vor ihren Auftritten eben "ein". Weil es aber nicht überall geeignete Einsingzimmer gibt, erzählt die Sängerin, erfindet man welche. Und führt die Hörerinnen und Hörer in einer nicht unkuriosen akustischen Reise durch alle jene Orte, die sie vor ihren Auftritten benützt, um sich aufzuwärmen: Durchgänge, Aufzüge, Keller, Toiletten und Wendeltreppen.
Sprecher:René Deltgen (Gustav)
Rudolf Platte (Albrecht)
Peter Striebeck (Waldwächter Biber von Bibern)
Erstsendung: 11.11.2008
Datenquelle(n): ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 15
Titel: Geahnt, aber verborgen - Worum es in der Zauberflöte wirklich geht
Autor: Wolfgang Amadeus Mozart
produziert in: 2002
produziert von: Uni Halle
Laufzeit: 7 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Leonhard Koppelmann
Inhalt: "Die Zauberflöte" - ohne W. A. Mozart.

Was ist Mozarts bekanntestes Werk - ein Mysterienspiel, ein Märchen, eine Freimaurer-Oper, ein humanistisch-utopisches Lehrstück? Worum geht es in der Zauberflöte? Die Zauberflöte ohne die Musik Mozarts ermöglicht einen neuen Blick auf die Handlung der Oper. Unabhängig von den Deutungen mancher Operninszenierungen zeigt die neue, wortgetreu am Libretto Emanuel Schikaneders ausgerichtete Hörspielfassung der Zauberflöte auch jene Inhalte, die von Mozarts faszinierender Musik gleichsam verborgen werden ...
Daten zu Wolfgang Amadeus Mozart:geboren: 27.01.1756
gestorben: 05.12.1791
Vita: Wolfgang Amadeus Mozart, mit vollständigem Taufnamen: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (* 27. Jänner 1756 in Salzburg, Fürsterzbistum Salzburg, HRR; † 5. Dezember 1791 in Wien, Habsburgermonarchie, HRR), war ein Salzburger Musiker und Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum Bedeutendsten im Repertoire klassischer Musik. Er selbst nannte sich meist Wolfgang Amadé Mozart.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 07.10.2017
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 15
Vorige/nächste Ausstrahlung:08.05.2019 um 20:05 bei NDR Kultur  Phonostart Radio Cloud*
Titel: Geister in Princeton
Autor: Daniel Kehlmann
produziert in: 2005
produziert von: Autorenproduktion
Regie: Norbert Schaeffer
Bearbeitung: Norbert Schaeffer
Inhalt: Eine Aufbahrungshalle in Princeton, New Jersey, Januar 1978. Adele Gödel steht vor dem Sarg ihres Mannes. Während sie im Krankenhaus lag und sich von den Folgen einer Hüftoperation erholte, hat ihr Mann, Kurt Gödel, jede Nahrungsaufnahme verweigert, sich zu Tode gehungert - aus Angst, vergiftet zu werden. Nun wird ihm posthum, durch Botschaftsrat Strinetzki, der Große Staatspreis zweiter Klasse der Republik Österreich verliehen. Denn Gödel war ein genialer Mathema - tiker, dazu der größte Logiker seit Aristoteles. Am 6. September 1930, mit vierundzwanzig Jahren, revolutionierte er auf einer Tagung für Erkenntnislehre in Königsberg die mathematische Logik mit seinem "Unvollständigkeitssatz", nach dem es Sätze gebe, die zwar richtig, im formalen System der Mathematik aber unentscheidbar seien, also nicht beweisbar - und dass sich dies beweisen lasse. Da Gödel wenig später außerdem beweist, dass Zeitreisen theoretisch möglich seien, wohnt er in Kehlmanns Stück folgerichtig auch seiner eigenen Bestattung bei. Dort hält er Rückschau auf sein Leben: Die Kindheit in Brünn, das Studentenleben in Wien, die wöchentlichen Sitzungen im Wiener Kreis, die Flucht vor den Nazis in die USA, die Bekanntschaft mit Albert Einstein in Princeton.
Sprecher:Joachim Steffenhagen
Stefan Ripplinger
Daniel Bohnen
Daten zu Daniel Kehlmann:geboren: 13.01.1975
Vita: Daniel Kehlmann (* 13. Januar 1975 in München) ist ein österreichisch-deutscher Schriftsteller. Er lebt in Wien und Berlin.
Hompepage o.ä.: http://www.kehlmann.com/
Erstsendung: 27.03.2013
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 15
Titel: Jetzt kommt Fred!
Autor: Martin G. Wanko
produziert in: 1971
produziert von: Rundfunk der DDR
Regie: Harald Krewer
Inhalt: Der Autor über sein Hörspiel: "Jetzt kommt Fred" ist ein Action-Hörspiel. Es ist rasant, geht binnen Sekunden von null auf 180, und endet doch, nach alten Prinzipien, im dichterischen Nirwana. Es beschreibt die immer aufs Neue sich manifestierende Gesellschaft der New Economy. Kaum crasht die Börse, kaum knicken die Wolkenkratzer, erfinden wir morgen neue Aktien, erfinden wir morgen einen neuen Beton, selbstverdichtend durch Eigengewicht, in jede Fuge und Ritze wird er fließen, kein Millimeter soll ungenützt bleiben. Selbstträger, Selbstläufer, Tempo forcieren, schon beim Bau wird so getan, als hätte man nichts gelernt. Bau massiv, könnte man denken, Pustekuchen! Wer will heute schon denken. In diesem PR - Stil versuchte ich auch das Hörspiel zu formulieren, klar, schnell, prägnant, bewusst schnell, zum Reflektieren sollte kaum die Zeit bleiben. Nachdenken durch den hastigen Blick in den Rückspiegel. Hier sehe ich das Big Business als Meta-Ebene. So stellen wir uns das vor, so benehmen sich die halbseidenen PR-Manager, Wichtigtuer in den Banken, tatsächlich. Das Erheiternde und Deprimierende zugleich ist, es gefällt. Eine spiegelglatte Ästhetik, die bewusst gegen jegliche Halbwertszeit angelegt ist, hat seine Reize. Auch IKEA kann schön sein, wer will da noch an Langfristiges denken. Und dennoch versuchte ich, innerhalb der Regeln zu bleiben: ein Hörspiel mit Anfang und Ende, Zauber und Ernüchterung, Leid und Freude, Soap und Hartkost. Und im Finale der Reim, die Poetik, die dichterische Möglichkeit, dem blanken Irrsinn Flügel zu verleihen."
Erstsendung: 15.08.2004
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 15
Titel: Letzter Halt Plattform 80
Auszeichnungen (1):ORF Hörspielpreis der Kritik: 2014
Autor: Ursula Scheidle
produziert in: 2010
produziert von: RB
Laufzeit: 65 Minuten
Regie: Harald Krewer
Inhalt: Mal ist er dem Leben ein Stück näher und manchmal dem Tod. Konrad, ein Schauspieler von Beruf, pendelt. Er durchforstet sein Leben und pendelt zwischen ganz oben und ganz unten. Wie viele andere Patienten auch, deren Seinszustände auf Diagnosezetteln festgehalten sind, pendelt er mit dem Aufzug im großen Krankenhaus zwischen Erdgeschoss und oberstem Stock, der Plattform 80. Dabei begegnet Konrad seltsamen Gestalten. Er trifft auf Elena, die Chefputzfrau, auf Rudi, den Chefpatienten, auf Fritz, den Chefarzt und auf Franz, der Chefpräparator des Hauses ist. Am wichtigsten von allen aber ist Ilse, die Nachtdienst habende Stationsschwester. Sie begleitet Konrad auf seinem letzten Weg. "Es wird Schicht um Schicht schwieriger", sagt sie, denn "heilen kann sich der Patient nur selbst." Am Ende wird sich Ilse beim Chefpräparator Franz, der auch ein Reisebüro betreibt, ein Ticket nach Papua Neuguinea kaufen. One way, bitte. Denn Konrads Bett ist leer, "ein unberührter, blütenweißer Kontinent".
Sprecher:Andreas Krämer (Stimmen der Häftlinge)
Daten zu Ursula Scheidle:geboren: 1973
Vita: Ursula Scheidle, geb. 1973 in Innsbruck, Studium der Germanistik und Theaterwissenschaften an der Universität Wien. Sprecherin, Radiomacherin, Autorin und Regisseurin. Zahlreiche preisgekrönte Features und Hörspiele. 2014: Hörspielpreis der Kritik für "Letzter Halt: Plattform 80 ".
Erstsendung: 18.06.2013
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 15
Titel: Machen Sie, was Sie wollen
Autor: Sabine Schönfeldt
produziert in: 1989
produziert von: SDR
Laufzeit: 92 Minuten
Regie: Kerstin Schütze
Inhalt: Eine Frau spricht einen Mann auf der Straße an. "Ich brauche einen Mann", sagt sie. "Ich will mein Leben zerstören." Von ihm, dem Unbekannten, will sie nur eines: "Sex". Ohne Bedingungen, ohne Vorgeschichte, ohne Fragen, ohne Liebe. Die Frau nimmt den Mann mit auf ein Hotelzimmer. Sie will dass es wehtut. Sie will leiden, sie will sich spüren.

Die Berliner Autorin Sabine Schönfeldt etabliert in ihrem zweiten Hörspiel eine ebenso radikale wie verstörende Versuchsanordnung. Es gibt keine Psychologie, keine Erklärungen, keine Interpretationen. Sie lässt das Publikum allein - und macht es damit gleichzeitig zum Partner. Denn Sinn lässt sich keiner finden im grausamen Spiel. Projektionen jeder Art liegen ausschließlich in der Verantwortung der Betrachter.

Die Regisseurin Kerstin Schütze, die schon Sabine Schönfeldts erstes, preisgekröntes Hörspiel 'Die Restlichen' inszeniert hat, hat die Aufnahmen für dieses Stück vom Hörspielstudio des ORF-Funkhauses in ein Hotelzimmer verlegt. Andreas Patton und Petra Morzé, die beiden Hauptdarsteller, hatten vermutlich schon einfachere Aufgaben zu bewältigen. "Es ist ganz leicht", sagt sie gegen Ende des Stücks. "Machen Sie. Sie dürfen alles."
Sprecher:Rosemarie Gerstenberg (Lady Seal)
Martin Reinke (Basil)
Donata Höffer (Barbara)
Hubertus Gertzen (Freddy)
Karl Lange (Sir Joseph)
Johanna Liebeneiner (Angela Lyne)
Reinhart von Stolzmann (Cedric Lyne)
Thessy Kuhls (Poppet)
Marianne Lochert (Sonia)
Wolfgang Sembdner (Alastair)
Oliver Krämer (Peter Pastmaster)
Paul Bürks (Ambrose Silk)
Daten zu Sabine Schönfeldt:geboren: 1963
Vita: Sabine Schönfeldt, geboren 1963 in Heidelberg. Nach dem Studium der Germanistik und der Romanistik in Hamburg erarbeitete sie Programme für das Musik- und Literaturensemble ensemble tityre. Seit 1997 arbeitet sie als Autorin und Gestalterin von experimentellen Literatursendungen, Features und Hörspielen.
Erstsendung: 08.10.2013
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 15
Titel: Neues Leben im falschen
Autor: Robert Woelfl
produziert in: 1934
produziert von: SRF
Laufzeit: 52 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Inhalt: "Die Menschen in diesem Stück träumen davon, ein neues Leben zu beginnen und die Chance zu haben, noch einmal ganz neu starten zu können. Aber sobald sie versuchen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, scheitern sie. Sie scheitern an ihrer eigenen Mutlosigkeit, an ihrer Untreue, an ihrem Zaudern, aber auch daran, dass wichtige Fragen nicht geklärt werden können. Und diese Fragen lauten: Ist Gedächtnisverlust ein Fluch oder ein Segen? Kann man aus Gedächtnisverlust Kapital schlagen? Ist es unmöglich, das Leben zu verändern, außer man wird regelrecht dazu gezwungen? Und warum interessieren sich jetzt alle für das Innere des Anderen statt für dessen Äußeres?" (Robert Woelfl)
Sprecher:Ansager des Senders Grossmünster: Fritz O. Schäuffele
Radioreporter: Werner Hausmann
Ingenieur Ernst Bodner, Chefkonstrukteur der Luftschiffwerft: Arthur Fischer-Streitmann
Kapitän Fritz Brenkhardt: Walter Sigi Arnold
Bordfunker Siemsen: Max Knapp
Bordmonteur Starke: Willy Buser
Hilfsmonteur Steinert: Rudolf Frank
Frau Giese, Putzfrau: Elfriede Volker
Luftfahrtminister Dr. Hermann Gehren: Alfred Schlageter
Erna, seine Frau: Magda Schmidt
Dr. Dörning, Rektor des Gymnasiums: Karlrobert Schäfer
Annemarie Binger: Valerie Steinmann
Edmund René, Schauspieler: Heinrich Trimbur
Gregor David, Journalist: James Meyer
Helmuth Weber, Student: Max Bachmann
Französischer Flieger: Alfred Kestenholz
Daten zu Robert Woelfl:geboren: 29.04.1965
Vita: Robert Woelfl wurde 1965 in Villach geboren, studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien und lebt seitdem als freier Schriftsteller. Für seine Theaterstücke erhielt er zahlreiche Preise, darunter den Reinhold-Lenz-Preis für neue Dramatik und den Autorenpreis der deutschsprachigen Theaterverlage. Beim ORF sind eine Vielzahl seiner Texte als Hörspiele produziert worden, so etwa «Familien Unternehmer Geister» oder «Wir verkaufen immer». Seit 2012 veranstaltet er zudem die Hörspieltage in Neulengbach in Niederösterreich.
Hompepage o.ä.: http://www.robertwoelfl.com/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 19.12.2015
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 15
Titel: Sieben Leben
Autor: Magda Woitzuck
produziert in: 2009
produziert von: Cora
Regie: Peter Kaizar
Inhalt: Wohin geht die Musik, nachdem sie gehört worden ist? Seltsame Dinge passieren in New York und auf einem eigenartigen, geheimnisvollen Anwesen in Niederösterreich. Tote kehren zurück, große Sehnsüchte und Wünsche erfüllen sich scheinbar, nachdem eine nicht beschreibbare Musik ertönt ...
Daten zu Magda Woitzuck:geboren: 11.09.1983
Vita: Magda Woitzuck, geboren 1983, zählt zu den interessantesten Schriftstellerinnen der jüngeren Generation. Ihre Hörspiele "DogGod" und "Das Glashaus" zählen zu den erfolgreichsten ORF-Produktionen der letzten Jahre und werden im gesamten deutschen Sprachraum gespielt.
Hompepage o.ä.: http://www.magdawoitzuck.com/
Erstsendung: 11.04.2015
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 15
Titel: Sirenen
Autor: Lukas Cejpek
produziert in: 2005
produziert von: RB
Laufzeit: 77 Minuten
Regie: Lukas Cejpek
Inhalt: Vier Frauen auf einer Couch. Sie sitzen mitten in einer Sommerwiese und warten auf den angekündigten Sturm. Die Situation erinnert an eine Hurrikan-Party und an einen Traum, wo Ausgelassenheit jederzeit in eine Katastrophe umschlagen kann.
Sprecher:Gilla Cremer (Hildegard Knef)
Erstsendung: 11.07.2005
Datenquelle(n): ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 14 von insgesamt 15
Titel: Später Ruhm
Autor: Arthur Schnitzler
produziert in: 1965
produziert von: DLF
Laufzeit: 25 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Harald Krewer
Bearbeitung: Helmut Peschina; Harald Krewer
Inhalt: Eduard Saxberger steht vor seiner Pensionierung. In seiner Jugend hatte er einen Gedichtband veröffentlicht, ohne auf besondere Resonanz zu stoßen. Von den "Begeisterten", einer Gruppe junger Dichter, wird er plötzlich wiederentdeckt. Saxberger lässt sich hofieren und sogar überreden, an einem Vortragsabend eigene Gedichte vorzutragen. Der Abend gerät für ihn zu einem Fiasko. Die 2013 in Cambridge aufgefundene, ursprünglich verschollen geglaubte frühe Novelle Arthur Schnitzlers (1862-1931) wurde von der Kritik als sensationelle literarische Wiederentdeckung eingestuft. In diesem frühen Porträt der literarischen Wiener Bohème werden die Ängste und Zweifel des 32-jährigen Schriftstellers erlebbar.
Sprecher:Olaf Quaiser (1. Erzähler)
Manfred Heidmann (2. Erzähler)
Alwin Joachim Meyer (Asklepiodotos)
Alf Marholm (Remigius)
Edgar Hoppe (Baebius)
Siegfried Wischnewski (Mikkalos)
MusikerAnne Harvey-Nagl (Violine) Anne Harvey-Nagl (Violine) Kaori Nishii (Klavier)
Daten zu Arthur Schnitzler:geboren: 15.05.1862
gestorben: 21.10.1931
Vita: Geboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien. Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur besuchte von 1871 bis 1879 das Akademische Gymnasium und studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Anschließend war er bis 1888 Assistent und Sekundararzt im Wiener Allgemeinen Krankenhaus und später Assistent seines Vaters an der Poliklinik, danach eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab. Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des 'Inneren Monologs' verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromißlosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als "k.u.k. Oberarzt in Evidenz" aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.
Erstsendung: 25.03.2015
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 15
Titel: Wut
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2005
produziert von: WDR; ORF
Laufzeit: 59 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Komponist: Peter Kaizar
Inhalt: Auslöser für die Entstehung von Wut waren die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris im Januar 2015. Elfriede Jelinek entfesselt in ihrem Text jene Wut, die zu diesen Gewalttaten geführt haben mag. Doch bleibt sie nicht bei den Tätern, denn wütend sind alle, die im Stück auftreten, von deutschen Wutbürgern bis hin zum antiken griechischen Hercules und nicht zu vergessen natürlich die Autorin selbst angesichts des Terrors und Populismus in der Welt. In den sich überlagernden Bedeutungsebenen scheinen aber auch die Fragen auf: Was kommt nach der Wut? Was bewirkt sie: Zerstörung, Ausgrenzung – oder kann sie auch Motor und Verbindung sein?
Ich habe dauernd Schaum vorm Mund vor Wut. Ich rege mich halt leicht auf und gern, so wie die Poster in den Foren, das ist menschlich, das ist die Not der Heimat- und Notlosigkeit, die haben niemand anderen, der ihnen zuhört. Diese Wut!, die ist nun gar nicht mehr zu fassen, meine Wut, denn obwohl alle wissen, sie sollten das unterlassen, hat irgendein Idiot ihre Fesseln gelöst, und jetzt haben wir den Salat. Zuerst nur Zähneknirschen, dann Brüllen, dann mit den Füßen Aufstampfen, dann Freveln, dann Mordlust, Mordwut. Ich beginne jetzt zu rasen, es steigt in mir hoch, ich habe keine Stimme, die wurde mir bei der letzten Wahl abgenommen, aber ich habe eine Art Kocher, einen Herd, der mich erhitzt, der mich auflädt, ist das der Zorn des Hercules Furens? Ich kann das alles in meiner Wut nicht mehr unterscheiden und schlage blind um mich, auf die Blindheit kommt es in der Wut besonders an, manchmal kann man sie nur schwer erzeugen, sie ist ja kein industrielles Massenprodukt, sie muss speziell und individuell eigens angefertigt werden. In der Wut gibt es keinen Zweifel, man hätte auch keine Zeit mehr dafür, gezweifelt wird vorher, wenn überhaupt, danach ist es zu spät. Ich will es immer rauslassen, was ich nie gewusst habe. Dort drüben rennt es, das Unbewusste! Wie diese Männer, auf die ich auch eine unglaubliche Wut habe, doch in meiner Blindheit sehe ich sie nicht richtig, sind das die, die wir umbringen wollten? Ich sehe den Abzugshebel, weiß auch, wie der betätigt wird und was dann passiert, aber wir fragen uns doch: Wo fasste uns das Wüten? Wo fasste jeden das Wüten, fast jeden zumindest? Wo war das? Wo verdarb es uns? Für wessen Verderben haben wir gesorgt?" (Textcollage aus Elfriede Jelineks Wut von Leonhard Koppelmann) Auslöser für die Entstehung von Wut waren die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris im Januar 2015. Elfriede Jelinek entfesselt in ihrem Text jene Wut, die zu diesen Gewalttaten geführt haben mag. Doch bleibt sie nicht bei den Tätern, denn wütend sind alle, die im Stück auftreten, von deutschen Wutbürgern bis hin zum antiken griechischen Hercules und nicht zu vergessen natürlich die Autorin selbst angesichts des Terrors und Populismus in der Welt. In den sich überlagernden Bedeutungsebenen scheinen aber auch die Fragen auf: Was kommt nach der Wut? Was bewirkt sie: Zerstörung, Ausgrenzung - oder kann sie auch Motor und Verbindung sein?
Sprecher:Peter Simonischek (Wenzel)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 13.01.2018
Datenquelle(n): dra
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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