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Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 22
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Titel: Ans Tote Meer
Autor: Reinhard Reinke
produziert in: 1994
produziert von: ORF-T
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Andreas Weber-Schäfer
Inhalt: Massenstaus und Umweltzerstörung haben einen Jahresurlaub von wenigen Stunden Dauer zu einer besonderen Vergünstigung werden lassen. Hans Roeloff hat die diesjährige Zulassungsbescheinigung für eine Fahrt ans Tote Meer bekommen. Natürlich ist die Freude bei seiner Frau und seiner Tochter groß. Ob sie wohl dieses Jahr direkt an den Strand dürfen? Das Kolonnenlückenamt weist ihnen eine Lücke in einer Autokolonne zu, in die sie sich zum vorausberechneten Zeitpunkt einzuordnen haben. Für die knapp 100 Kilometer benötigen sie kaum sechs Stunden, so daß sie schon um 16 Uhr 42 von der Meeresbrandung aus den Lautsprechern der Kurverwaltung begrüßt werden. Nach Kontrolle von Pillensortiment und Gasmasken durch den Strandrat werden ihnen 1,5 Quadratmeter auf dem Fließband zugewiesen. Wenn man zusammenrückt und die Extremitäten übereinanderlegt, geht es ganz gut. Mit synthetischen Möwen und regelmäßigen Warnungen vor Tieffliegern trägt die Kurverwaltung zu einem gelungenen Urlaub bei. Die Luft stinkt hier längst nicht so wie in der Sta dt, und mit etwas Anstrengung kann man sogar die Sonne sehen. Was macht es da schon, wenn die Zeit nur für drei Bräunungsseiten ausreicht und das Baden in diesem toten Gewässer verboten ist! In diesem Jahr haben die Fließbänder zum ersten Mal eine automatische Kehre, wodurch das personalintensive und zeitraubende Umsteigen entfällt. Vierzig Minuten später dann, um 17 Uhr 23 Uhr, heißt es runter vom Band, denn die nächsten warten schon. Fast eine Stunde am Strand - wer wird sie da nicht beneiden!
Sprecher:Kurt Weinzierl (Franz Zeter, Exkommissar)
Helmut Haidacher (Axel Mordio, legendärer Bankräuber)
Sieglinde Müller (Mimi Anzellini, Life-Style-Journalistin)
Ludwig Dornauer (Joe Kapazunder, junger Ganove)
Ernst Gossner (Juan, Privatsekretär von Axel Mordio)
Nora Bürcher (Frau Zeter)
Günther Lieder (Chefredakteur)
Erstsendung: 16.07.1973
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 22
Titel: Baby Puzzle
Autor: Hannes Glarner
produziert in: 2004
produziert von: RB; Klangmanufaktur
Laufzeit: 64 Minuten
Regie: Reto Ott
Komponist: hp.stonji
Dramaturgie: Reto Ott
Inhalt: Die Schwieters sind ein erfolgreiches Paar. Mike jongliert als Banker mit Millionen, Maria sorgt für den guten Look von Fernsehstars. Bloss eine Kleinigkeit klappt nicht wie gewünscht: das Kinderkriegen. Für die Beziehung zunehmend eine Belastung, und für die Medizin ein Rätsel: unzählige Tests und trickreiche Befruchtungsversuche blieben ohne Resultat. Rettung winkt aus Japan: ein Bio-Tech-Unternehmen hat eine künstliche Gebärmutter entwickelt, die Schwangerschaften ausserhalb des weiblichen Körpers ermöglichen soll. Das Zürcher Universitätsspital will dem Produkt zum Durchbruch und den Schwieters doch noch zu ihrem Kind verhelfen.

Der Zürcher Autor Hannes Glarner beschreibt in seinem Hörspiel ein akutes gesellschaftliches Dilemma: die faktische Unvereinbarkeit von Kinderwunsch und Karrierestreben. Gleichzeitig wirft er einen Blick in eines jener Labors, wo Schritt für Schritt und ohne viel Aufhebens das menschliche Schicksal von Grund auf umgestaltet wird.
Sprecher:Christian Redl
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 22
Titel: Bach
Autor: Werner Fritsch
produziert in: 2000
produziert von: ORF
Laufzeit: 37 Minuten
Genre: Biografie
Regie: Werner Fritsch
Inhalt: Dieses Hörspiel umkreist Ereignisse der Familiengeschichte des Autors: Allerheiligen auf Allerseelen 1945 wurden seine Großeltern von ehemaligen KZ-Häftlingen, die sich darauf verlegt hatten, alleinstehende Bauernhöfe zu überfallen, vor den Augen ihrer Kinder ermordet. Der Vater des Autors hat buchstäblich bis zur Stunde seines Todes darunter gelitten. Ihm ist »BACH« gewidmet.

Augenblicke deutscher Geschichte am Beispiel eines Bauernhofes mit Sägewerk und Mühle werden erzählt: Vom 1870er Krieg bis zur Gegenwart, dem Sterbebett des Vaters. Aber auch das Schicksal der KZ-Häftlinge, die zu Raubmördern wurden, wird beleuchtet: Deren Deportation, die Qualen im Konzentrationslager, die Hinrichtungen.
Sprecher:Gundula Rapsch (Anna)
Wolfram Berger (Heiner Link)
Cornelius Obonya (Arno Geiger)
Gerhard Wieser (Halil)
Daten zu Werner Fritsch:geboren: 04.05.1960
Vita: Werner Fritsch, geboren 1960 in Waldsassen, lebt seit 1991 als freier Schriftsteller in Berlin, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Robert-Walser-Preis, und schrieb mehrere Prosabände, Theaterstücke und Hörspiele. 1992 erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 05.11.2010
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 22
Titel: Das kalte Herz​
Autor: Wilhelm Hauff
produziert in: 2006
produziert von: HR
Laufzeit: 29 Minuten
Genre: Kinderhörpiel
Regie: Iris Drögekamp
Bearbeitung: Hubertus Gertzen
Inhalt: "Das kalte Herz" ist ein Märchen aus dem Schwarzwald. Der arme Kohlenbrenner Peter Munk sehnt sich nach Reichtum und Ansehen. Das "Glasmännlein", ein guter Geist, gewährt ihm drei Wünsche. Doch Peters Wünsche sind töricht: er will der beste Tänzer sein, stets so viel Geld wie der "dicke Ezechiel" in der Tasche haben und die ertragreichste Glashütte im Schwarzwald besitzen. Weil ihm Verstand und Klugheit fehlen, geht es mit seinen Geschäften rasch bergab. Arm und verzweifelt wendet er sich an den dämonischen "Holländer Michel" um Hilfe. Diese wird ihm zuteil, aber er muss im Gegenzug sein Herz dafür opfern und bekommt ein steinernes eingepflanzt. Nun hat Peter Munk zwar wieder Geld und Gut, aber seine Gefühle sind erloschen ebenso wie seine Lebensfreude. Dieses Märchen über die Macht des Materiellen und die Suche nach dem Glück hat bis heute nichts von seiner Faszination und Aktualität verloren.
Daten zu Wilhelm Hauff:vollständiger Name: Wilhelm Gottlieb Hauff
geboren: 29.11.1802
gestorben: 18.11.1827
Vita: Wilhelm Hauff (* 29. November 1802 in Stuttgart, Herzogtum Württemberg; † 18. November 1827 in Stuttgart, Königreich Württemberg) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Er war ein Hauptvertreter der Schwäbischen Dichterschule.

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Erstsendung: 21.01.2006
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 22
Titel: Das Land
Autor: Martin Crimp
produziert in: 2005
produziert von: NDR
Laufzeit: 76 Minuten
Regie: Beate Andres
Komponist: Thomas Leboeg
Übersetzer: Frank Heibert
Inhalt: Richard, von Beruf Arzt, lebt mit Frau und zwei kleinen Kindern auf dem Land. Als er eines Nachts ein junges attraktives Mädchen durchnäßt und bewußtlos nach Hause bringt, gerät er gegenüber seiner Frau Corinne bald in Erklärungsnotstand. Neben der Landstraße will er das junge Mädchen gefunden, sie aus ärztlicher Beistandspflicht ins Haus gebracht haben. Die Version läßt sich nicht mehr halten, als Corinne im Auto ihres Mannes auf die mit Spritzen gefüllte Handtasche des jungen Mädchens stößt. Ihr Name ist Rebecca, und was Rebecca in Abwesenheit Richards zu erzählen hat, ist eine ganz andere Geschichte. Mit ironischen Bezügen auf den Bukoliker Vergil, der die harmonische Ordnung des Landlebens pries, fungiert das Land bei Crimp als Chiffre für menschliche Isolation und als Schauplatz städtischer Neurosen.
Sprecher:Krista Birkner (Bora/Frau 2)
Fabian Hinrichs (Abel/Nema)
Judith Rosmair (Mercedes)
Susanne Wolff (Tatjana)
Peter Striebeck (Tibor)
Ulrike Grote (Erzählerin)
Brita Subklew-Hildebrand (Mira, Abels Mutter/Frau 1)
Alexander Geringas (Thanos)
Ulla Evrahr Ehrenberg (Scheidungsrichterin/Beamtin/Anna)
Helmut Zhuber (Halldor Rose)
Katharina Schmalenberg (Omar, 6-10 J., Kind/Schauspielerin)
Elisabeth Schwarz (Miriam)
Peter Maertens (Alegria)
Ole Schloßhauer (Carlo, Fleischer)
Fjodor Olev (Danko)
Oliver Masucci (Kosma)
Helmut Mooshammer (Beamter/Polizist/3. Patient)
Wolfgang Noack (Herr L./Dankos Vater/1. Patient)
Achim Buch (Arzt/Teamleiter/2. Patient)
Stephan Schad (Erik)
Moritz Grove (Ilia)
Björn Grundies (Konstantin)
Helgo Liebig (Wächter/Mann)
Sven Mattke (Abiturient)
Andreas Kuhlage (Radiostimme, N-Joy-Moderator)
Daten zu Martin Crimp:geboren: 1956
Vita: Martin Crimp, 1956 geboren, hatte 1982 am "Royal Court Theatre" sein Debüt als Bühnenautor. Er gilt als einer der erfolgreichsten Vertreter der Schule des "new writing". Zahlreiche Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke. Gegenwärtig steht sein Stück "Angriffe auf Anne" auf den Spielplänen deutscher Bühnen.
Erstsendung: 20.10.1999
Datenquelle(n): dra
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Treffer 6 von insgesamt 22
Titel: Der Graf von Öderland - Dramatische Skizze aus dem "Tagebuch 1946-1949"
Autor: Max Frisch
produziert in: 1958
produziert von: ORF
Laufzeit: 59 Minuten
Regie: Stephan Heilmann
Bearbeitung: Stephan Heilmann
Komponist: Otto Walter
Inhalt: Die Figur des Grafen Öderland mit der Axt in der Hand hat Max Frisch nie ganz losgelassen. Er betrachtete die Moritat vom senkrechten Oberrichter, der zum skrupellosen Gewalttäter wird, als sein "geheimnisvollstes" und "lebendigstes Stück". Seit der Uraufführung 1951 umstritten und selten gespielt nimmt es in Frischs Werk eine Schlüsselrolle ein. Eine Art "Uröderland" stellt die dramatische Skizze "Der Graf von Öderland" aus Frischs erstem Tagebuch dar. In den beiden vorangehenden Einträgen "Aus der Zeitung" und "Am See" klingt das Thema bereits an: der Ausbruch aus einem Zivilisationskorsett, in dem die "Seelen versklavt" werden, die "Arbeit sich um sich selber dreht", und alles am Geld hängt, eine letztlich gewalttätige Revolte gegen "jene Art von Hoffnung, die nur Aufschub bedeutet, Ausrede gegenüber jeder Gegenwart". Zum Handlungsträger wird die quasi-mythische Figur des Grafen Öderland, den die Holzfällerstochter Inge herbeisehnt und zu dem sie den Oberrichter "macht"; dieser war, durch den Gerichtsfall eines Mörders "ohne Motiv" verstört, aus seiner bürgerlich geordneten Existenz ausgebrochen. Als Graf Öderland bahnt er sich nun den Weg zur Freiheit mit der blanken Axt in der Hand: "Herrlich sind wir und frei!"
Sprecher:
offen
Guido Wieland (Verfasser)
Viktor Braun (Herr Biedermann)
Else Rambausek (Frau Biedermann)
Grete Wagner (Dienstmädchen)
Fritz Muliar (Sepp Schmitz)
Franz Böheim (Eisenring)
Daten zu Max Frisch:vollständiger Name: Max Rudolf Frisch
geboren: 15.05.1911
gestorben: 04.04.1991
Vita: Max Rudolf Frisch (* 15. Mai 1911 in Zürich; † 4. April 1991 ebenda) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt. Mit Theaterstücken wie Biedermann und die Brandstifter oder Andorra sowie mit seinen drei großen Romanen Stiller, Homo faber und Mein Name sei Gantenbein erreichte Frisch ein breites Publikum und fand Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und Prosawerke sowie zwei, die Zeiträume von 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971 umfassende, literarische Tagebücher.

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Treffer 7 von insgesamt 22
Titel: Der Kampf mit dem Drachen
Autor: Gerhard Köpf
produziert in: 1995
produziert von: DKultur
Laufzeit: 44 Minuten
Regie: Ulrich Heising
Inhalt: Irgendwo in einem abgelegenen Seitental soll, verbunden mit einer letzten Revision, eine Eisenbahnstrecke stillgelegt werden. Der Streckenwärter, der seine Strecke Jahr um Jahr abging, kann zur Auflassung Stellung nehmen. Gegen die Stillegung anerzählend, erzählt der Streckenwärter um sein Leben. Allein auf weiter Flur, überlegt er, von Schwelle zu Schwelle, was er dem Revisor sowie der Eisenbahngesellschaft entgegenhalten wird. Auf diese Weise mit dem Drachen kämpfend, entdeckt der Mann im Erzählen das einzig wirksame Mittel wider alle Stillegung: auch des Wissens, der Arbeit, des Vergangenen. Er weiß: ein Kampf mit dem Drachen erfordert Klugheit und List. Deshalb teilt sich der Streckenwärter auf: allein mit sich ist er zu dritt. Außer dem Revisor gibt es aber noch immer den Drachen. Denn jeder begegnet einmal seinem Drachen, heißt es.
Sprecher:Rolf Ludwig (Der alte Benny)
Michael Schenk (Der junge Benny)
Thomas Thieme (Marvin Landor)
Peter Neusser (Fritz Schulam)
Marina Behnke (Thelma)
Christine Prober (Psychiaterin)
Daten zu Gerhard Köpf:geboren: 1948
Vita: Gerhard Köpf, geb. 1948 in Pfronten/Allgäu, ist seit 1984 Professor für Gegenwartsliteratur und angewandte Literaturwissenschaft an der Universität-Gesamthochschule-Duisburg und Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Er veröffentlicht Essays, Lyrik, Novellen, Romane und Hörspiele. Für sein literarisches Werk ist er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.
Erstsendung: 27.09.1984
Datenquelle(n): dra
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Treffer 8 von insgesamt 22
Titel: Der Krieg geht zu Ende
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 5.1995
Autor: Walter Kempowski
produziert in: 1982
Genre: Dokumentation
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Inhalt: Chronik für Stimmen - Januar bis Mai 1945

Wer es miterlebt hat, kann bis heute nicht sagen: Es ist verarbeitet, vergessen. Von den später Geborenen dagegen ist gelegentlich die Meinung zu hören: Ihr habt genug darüber geredet. 50 Jahre danach - das könnte ein Anlaß sein, noch einmal zuzuhören. Die Älteren werden sagen: So, genau so ist es gewesen! Die Jüngeren werden erfahren, was in dieser Form und in dieser Ausführlichkeit bisher nirgends zu lesen war. In mehreren Jahren intensiver Sammeltätigkeit hat der Schriftsteller Walter Kempowski mehr als 3000 Familiennachlässe zusammengetragen: Briefe, Tagebücher, Alltagsdokumente. Auf diese Weise ist ein bisher einmaliges historisches Archiv entstanden, das "Die 40er Jahre der Deutschen" aus der Perspektive des anonymen Zeitgenossen abbildet. "Auch das epochenprägende Großereignis", sagt Walter Kempowski, "ist die Addition individueller Erlebnisse. Solche privaten Erfahrungen sehen meist völlig anders aus, als die zusammenfassende Geschichtsschreibung sie abbildet. Vielleicht lernen wir so wenig aus der Vergangenheit, weil jeder von uns sein Leben anders erinnert, als die Geschichtsschreibung es tut . Mein ECHOLOT-Projekt ist die Annäherung von Geschichtsschreibung an das Leben." Die erste ECHOLOT-Veröffentlichung, eine 2000-seitige Dokumentation des Jahres 1943, war bei Kritik und Publikum ein ungewöhnlicher Erfolg. Lange vor der Veröffentlichung von ECHOLOT II, der in Arbeit befindlichen Dokumentation des Jahres 1945, ist Walter Kempowski bereit, sein Material für einen Radiotag zur Verfügung zu stellen. Mehrere Sender der ARD werden sich an diesem Sendeprojekt beteiligen. In einem vielstimmigen und vielstündigen Erinnerungschor wird das Schicksalsjahr 1945 noch einmal lebendig. Bomben, Flucht, auseinandergerissene Familien, das Erlebnis der vorbeiziehenden Front, Gefangenschaft, Hunger, Eskalation des Terrors, letzte Wochen und Tage in den Konzentrationslagern, Stunde Null, erste Schritte in Richtung Neubeginn. Ebenso deutlich aber wird, daß trotz Chaos und Zerstörung die Grundmuster des Lebensalltags weiterbestanden: Geburten, Taufe, Liebe und Hochzeit, Geburtstage, Trennungen, Krankheiten, Begräbnis, Ernte, Jahreszeiten, Naturerlebnis. Zu dem vorherigen Hörspiel-Projekt dieser Art, dem zweiteiligen Hörspiel "Stalingrad" von Walter Kempowski und Walter Adler, schrieb die Kritik: "Was jeder, der damals lebte, in der Erinnerung trägt, die Alltäglichkeiten und nur scheinbaren Nebensächlichkeiten der Großgeschichte - hier endlich waren sie anzutreffen. Der Hörer konnte spüren: Ich werde ernst genommen, es geht um mich und meine Geschichte." Das gleiche Ziel verfolgt der Radiotag am 7. Mai 1995.
Daten zu Walter Kempowski:geboren: 29.04.1929
gestorben: 05.10.2007
Vita: Walter Kempowski (* 29. April 1929 in Rostock; † 5. Oktober 2007 in Rotenburg an der Wümme) war ein deutscher Schriftsteller. Er wurde vor allem durch seine stark autobiografisch geprägten Romane der Deutschen Chronik bekannt sowie durch sein Projekt Das Echolot, in dem er Tagebücher, Briefe und andere Alltagszeugnisse zu Zeitgemälden collagierte.
Hompepage o.ä.: http://www.kempowski.de/
Erstsendung: 07.05.1995
Datenquelle(n): dra
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Treffer 9 von insgesamt 22
Titel: Die apokalyptische Glühbirne
Autor: Frank Witzel
produziert in: 2003
produziert von: SWR
Laufzeit: 24 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Stefanie Ramb
Inhalt: Frank Witzel beherrscht ein einzigartiges Verfahren, um unserer leicht flüchtigen Realität Herr zu werden: er ver-rückt sie. In seinem Hör- und Sehspiel Die apokalyptische Glühbirne im geradezu wörtlichen Sinne, denn im Zentrum seiner Geschichte steht die schriftliche Hinterlassenschaft des seit seinem 9. Lebensjahr in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen weggesperrten Christoph Wendel. Von ihrer Mutter beauftragt, soll seine Großnichte Bettina die persönliche Habe des Verstorbenen aufräumen und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel Familien- und Gesellschaftsgeschichte. Gegen das systematische Schweigen seiner Umwelt hat ihr Großonkel mit vermeintlich verrückten Briefen angeschrieben – sein verzweifelter Versuch ein für ihn tief traumatisches Erlebnis während der Nazizeit zu „bewältigen“.

Frank Witzel schafft mit dieser Setzung eine doppelte Leerstelle – durch Christoph Wendel, der verrückte Schlaufen um sein Trauma legt und durch das „Totschweigen“ der Familie –, die wir automatisch mit unseren eigenen Erfahrungen anfüllen. Erfahrungen mit Familienbiografien, über die ebenso dröhnend geschwiegen wurde und wird und die dann doch irgendwann wie wuchernde Schwären aufbrechen und unsere sozialen Gefüge erschüttern.

Dieses große „deutsche“ Thema packt Frank Witzel jenseits aller schulbuchmäßigen Didaktik mit den Mitteln des Absurden und der Groteske ohne es jedoch zu banalisieren oder gar zu bagatellisieren. Durch die Erweiterung seines Textes mit einem Zyklus ergänzender Zeichnungen und einer eigens dazu komponierten Musik breitet sich vor uns der dissoziierte Gedankenkosmos der Hauptfigur aus, eine vielfältige Einladung zur Selbstreflektion. Frank Witzel schafft mit seinem Verfahren Anknüpfungspunkte für unsere medialen und persönlichen Vorerfahrungen, denn die Auseinandersetzung mit der Schuldfrage beginnt ja zum Glück nicht erst heute. Dennoch müssen wir uns gewahr sein, dass sie eben auch noch lange nicht abgeschlossen ist und zu den Akten gelegt werden kann.

Für Christoph Wendel spendet die titelgebende Glühbirne als einzige Quelle Licht, Wärme und Hoffnung, gleichzeitig bedeutet das sprichwörtliche „Licht, das mit ihr aufgeht“ aber auch das Ende jeglicher Unschuld. Keiner kann nachher mehr sagen, er habe nichts gewusst. Diese Aufklärung ist aber kein neues Trauma, im Gegenteil, es ist der erste und notwendige Schritt zur Bewältigung. Im Mikrokosmos der Familie genauso, wie für uns als geschichtlich schuldbelastete Nachgeborene.
Daten zu Frank Witzel:geboren: 1955
Vita: Frank Witzel, geb. 1955 in Wiesbaden, Autor, Essayist, Zeichner, Musiker. Für seinen Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969 erhielt er den Deutschen Buchpreis 2015 sowie den Robert Gernhardt Preis 2012. Weitere Veröffentlichungen u.a. Bluemoon Baby (2001), Revolution und Heimarbeit (2003), Vondenloh (2008).
Erstsendung: 29.10.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 22
Titel: Die Partei der Anständigen
Autor: Kurt Heynicke
produziert in: 1958
produziert von: NDR
Laufzeit: 48 Minuten
Regie: Ulrich Lauterbach
Komponist: Peter Sandloff
Inhalt: In einer Übertragung führt ein Rundfunkreporter den Hörer nach Hipperich an der Hipper, dessen Bürger soeben dabei sind, eine Weltpartei der Anständigen zu gründen. Doch der idealistische Schwung wird durch Fragen rasch gebremst: Was ist Anständigkeit überhaupt - und vor allem, wie scheidet man die Böcke von den Schafen? Es zeigt sich, daß auch die lautstarken Vorkämpfer der weißen Westen nicht fleckenlos, und daß gerade die von der Gemeinschaft Gemiedenen der Anständigkeit noch am ehesten verdächtig sind.
Sprecher:Susanne Kraetsch (Beate Ehret)
Erwin Linder (Peter Dewall)
Hans Hessling (Beamter)
Hermann Lenschau (Krupke)
Inge Meysel (Ehrets Mutter)
Marlene Riphahn (Frau Gervinus)
Herbert A.E. Böhme (Graumann)
Max Walter Sieg (Zander)
Hermann Schomberg (Peter Benedetto)
Edda Seippel (Irene, Beates Freundin)
Willy Witte (Mann)
Maja Maisch (Frau)
Sylvia Frank (Cheffriseuse)
Udo Wulff (Lautsprecherstimme)
Daten zu Kurt Heynicke:geboren: 20.09.1891
gestorben: 18.03.1985
Vita: Kurt Heynicke (* 20. September 1891 in Liegnitz; † 18. März 1985 in Merzhausen) war ein deutscher Schriftsteller.

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Erstsendung: 22.08.1968
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 22
Titel: Flugnummer unbekannt
Autor: Jens Rachut
produziert in: 1992
produziert von: DS Kultur; BR
Laufzeit: 58 Minuten
Regie: Büffeljoes Bande
Komponist: Lutz Glandien
Inhalt: "Tod der Kunst!" Mit diesem Schlachtruf stürmt eine maskierte Gruppe ein Museum und verübt Säureanschläge auf die Kunstwerke. "Tod der Kunst!" Der Schlachtruf hat Karin Elas Leben verändert. Obwohl sie nur zufällig daneben stand. Durch den An-schlag ist sie erblindet, wird von Angstattacken heimgesucht. "Tod der Kunst!" Mit diesem zwanghaften Gedanken zieht sie aus, das zu zerstören, was sie zerstört hat - so glaubt sie. Jeden Tag geht Karin Elas zum Flughafen und horcht auf die startenden und landen-den Maschinen. 767 nach Toronto. SAS aus Malta. 747 Frankfurt - Dubai. Sie kennt die Flugpläne genau. Als sie erfährt, dass eine der größten Kunstsammlungen der Welt per Flugzeug ankommen soll, fasst sie einen verzweifelten Plan.
Sprecher:Thomas Wolff (Herz)
Siemen Rühaak (Rothe)
Heidrun Bartholomäus (Gräfin Stella)
Bettina Engelhardt (Fräulein Honesta)
Gunter Schoß (Obrist Plettenberg)
Daten zu Jens Rachut:geboren: 1954
Vita: Jens Rachut, Sänger und Texter der Bands "Dackelblut", "Oma Hans" oder "Kommando Sonnenmilch", spielt, schreibt und realisiert Theaterstücke und Hörspiele - zuletzt "Wilhelm Tell" im Züricher Theater am Neumarkt und "Schwesternmilch", WDR 2012.

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Erstsendung: 10.03.2009
Datenquelle(n): dra
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Treffer 12 von insgesamt 22
Titel: Ich lerne denken
Autor: Antonina Popova
produziert in: 1961
produziert von: ORF-ST
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Mathias Neumann
Übersetzer: Peter Urban
Inhalt: In einer Liebesaffäre, die sich unter Mitgliedern der Arbeitsbrigade eines Chemiekombinats entwickelt, wird die Fragwürdigkeit der Kollektivideologie ebenso deutlich wie die Ödheit des Produktionsprozesses, die auf die menschlichen Beziehungen vergiftend wirkt. Aleksej, der Chef der Brigade, ist ein Opportunist und Leuteschinder. Für ihn besteht der Produktionsprozeß in vorschneller Übererfüllung des Plansolls ohne Rücksicht auf die Qualität der Arbeit und die Gesundheit der Arbeiter. Nur so glaubt er sich Ansehen zu erwerben und die Macht über Menschen zu sichern. Ihm untersteht der Monteur Valentin, die Verkörperung des Menschenfreundes, der sich zudem der Qualität der Arbeit, nicht der abstrakten Sollzahl verpflichtet fühlt. Beide umwerben Nastja, die Chauffeurin des Kombinats. 
Sprecher:Anton Lehmann (Brouart)
Friedrich Haupt (Chabrillant)
Konrad Martinsen (Pouzin)
Eduard Cossovel (Der Staatsanwalt)
Eugen Eisenlohr (Präsident)
Rosa Dybal-Kadlé (Haushälterin)
Raoul Fischer (Beamter)
ergänzender Hinweis: Es handelt sich hierbei und die 12. Folge der Reihe "Rußland vor und nach der Revolution", zu der dra aber nur diese eine Folge listet.
Erstsendung: 25.09.1967
Datenquelle(n): dra
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Treffer 13 von insgesamt 22
Titel: IN A MIST
Autor: Michaela Melián
produziert in: 1931
produziert von: WDR
Regie: Michaela Melián
Inhalt: Ausgangspunkt für das Audioprojekt IN A MIST ist das Theaterstück Fritz Bauer, das 1928/1929 in Moskau von einer Gruppe von revolutionären Künstlern (Natalia Saz, W.A. Selichowa, Georgi Golts und Dr. Bernhard Reich) geschrieben und inszeniert wurde. Dem Stück war als Bühnenanweisung vorangestellt: "Die Handlung spielt in Bayern zu unserer Zeit." Nach der Uraufführung 1929 hatte das Moskauer Theater für Kinder das Theaterstück drei Jahre lang auf seinem Spielplan, in dieser Zeit wurde es 311 Mal innerhalb der Sowjetunion aufgeführt, seither nicht mehr. Fritz Bauer ist laut Natalia Saz das erste Stück des Moskauer Theaters für Kinder, das auf die internationale Erziehung von Kindern im "mittleren und fortgeschrittenen Pionieralter" ausgerichtet war. Aus der sowjetischen Perspektive soll der Klassenkampf in Deutschland gezeigt werden, die schweren Bedingungen, unter denen die Arbeiterfamilien leben: Der kommunistische Arbeiter Karl Bauer ist wegen der Planung eines Streiks gezwungen, in die Illegalität zu gehen, da ihn die Polizei sucht. Seine Familie bleibt ohne Existenzgrundlage zurück. Mit allen Mitteln versucht die Gendarmerie von seinem Sohn Fritz Bauer das Versteck seines Vaters zu erfahren. Viele im Stück angesprochenen Themen sind auch heute virulent, etwa prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder ungerechte Bildungschancen. IN A MIST entsteht vor diesem Hintergrund als eine Musik- und Sprachcollage unter Verwendung von aktuellen Tonquellen verschiedenster Provenienz, Musik, Geräusch, Klang und Sprache, die formal anknüpfen soll an die akustischen utopischen Modelle (Musik für die Zukunft), wie sie in den 1920er Jahren in Russland entwickelt wurden. Gleichzeitig beinhaltet der Titel IN A MIST auch eine westliche Referenz - an eine Swingkomposition von Bix Beiderbecke, die Ende der 1920er Jahre entstand.
Daten zu Michaela Melián:geboren: 15.06.1956
Vita: Michaela Melián, geboren 1956 in München, lebt in Oberbayern. Sie ist bildende Künstlerin und Musikerin. Sie studierte Kunst und Musik in München und London. Melián ist Mitglied der Band "FSK". Auf der "intermedium 2" (2002) war sie mit dem Projekt "Konvent vertreten (mit David Moufang und Thomas Meinecke). Eine Ausstellung der Werke Meliáns war zuletzt in den Kunstwerke Berlin, der Kunsthalle Baden-Baden, in der Werkleitz Biennale Halle, im Kunstverein München, in der Villa Arson Nizza und in der Galerie im Taxispalais Innsbruck zu sehen. Ihre jüngsten Publikationen sind der Katalog zum gleichnamigen Projekt "Triangel" und die CD/Doppel-LP "Baden-Baden".
Hompepage o.ä.: http://michaelamelian.net/Michaela_Melian/Michaela_Melian.html

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Treffer 14 von insgesamt 22
Titel: In meinem Hals steckt eine Weltkugel
Autor: Gerhard Meister
produziert in: 2013
produziert von: BR
Laufzeit: 60 Minuten
Regie: Erik Altorfer
Komponist: Console
NU
Karl Ivar Refseth
Inhalt: Die Welt wird immer kleiner, ihre Widersprüche immer unausweichlicher. Die Einen leben im Überfluss, die Anderen von gar nichts. Und mit Afrika träumt ein ganzer Kontinent vom besseren Leben in Europa.

Was aber bedeutet das Gefälle zwischen Arm und Reich konkret für mich, mein Denken, Fühlen und Handeln? Soll ich auf mein Mobiltelefon verzichten, weil ich weiss, unter welchen Bedingungen in Afrika Koltan abgebaut wird? Das benötigt mein Wunderding nämlich, damit es mich jederzeit mit der Welt verbinden kann. Und was kann ich dafür, dass wir hier keine Hungertoten haben und mich die Hundekacke vor der Haustür mehr aufregt als zehn verhungerte Afrikaner? Solche und ähnliche Fragen stellen sich die Figuren in Gerhard Meisters Stück. Sie versuchen den verzweifelt komischen Kraftakt, sich hier und jetzt den Tatsachen ihres Lebens in dieser Welt zu stellen.

«In meinem Hals steckt eine Weltkugel» wurde im Theater Bremerhaven mit grossem Erfolg als Bühnenstück inszeniert. Im Auftrag von SRF bearbeitete Gerhard Meister danach den Text und erstellte eine Hörspielversion.
Sprecher:Katharina Franck
Andreas Ammer
Carl-Ludwig Reichert
Daten zu Gerhard Meister:geboren: 1967
Vita: Gerhard Meister wurde 1967 geboren, wuchs im Emmental auf und lebt heute in Zürich. Nach dem Studium der Geschichte und Soziologie beginnt er, Theaterstücke und Spokenword-Texte zu verfassen. Meister ist Mitglied von «Bern ist Überall» und hat schon mehrere Hörspiele für SRF geschrieben: «In meinem Hals steckt eine Weltkugel» wurde für den Prix Europa 2013 und Prix Nova 2014 nominiert.
Hompepage o.ä.: http://www.gerhardmeister.ch/
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Treffer 15 von insgesamt 22
Titel: Kann mir nicht vorstellen, dass es weiter geht
Autor: Schorsch Kamerun
produziert in: 1995
produziert von: NDR
Laufzeit: 59 Minuten
Regie: Schorsch Kamerun
Thomas Sehl
Inhalt: Seit einigen Jahrzehnten bestätigen wir uns, dass es nicht weiter voran gehen wird und das Ende des Wachstums erreicht ist. Zweifelsfrei! Wir wissen, dass wir uns abschaffen und auflösen - in Photos und kleinen Filmen, in Kettenläden und Selbst-Optimierungsspiralen. Dem funkelnden Nichtbekannten haben wir eine Selbstauslöserkamera um den Hals gehängt. Jetzt, wo wir alles kennen, sind wir Lamas und Vampire zugleich geworden, spuckend und saugend. Als flüchtende Alleinstellungsmerkmale in vollflexibler Lebenscollage flattern wir so lose wie Börseneffekte auf Diskokugelkurven. Das versprochene Glück ist dabei nicht nur vorübergehend abwesend. Wie rauskommen aus dem Enttäuschungsreflex? Was könnte eine nähere Menschenqualität sein, wenn es schon nicht mehr so bedingungslos weit weg gehen wird wie beim "unvorstellbaren" Mondspaziergang? Einige beginnen jetzt ganz vorsichtig, neben die Tastatur zu greifen, und treffen sich wieder mit Haut und Haaren auf der Agora, dem alten Stadtplatz, weil sie verstanden haben, nur zusammen nicht alleine zu sein.

Ich will auf der Stelle abgeholt werden!
Sprecher:Gerhard Hinze (1. Stimme, Rainald Goetz)
Christoph Bantzer (2. Stimme, Franz Kafka)
Balduin Baas (Fugenerklärer)
Florian Pfefferkorn (Knabensopran)
MusikerJulia Schmelzle (Gesang) Franziska Hartmann (Gesang) Schorsch Kamerun (Gesang) Philip Frischkorn (Klavier) Henrik Baumgarten (Saxophon) Evgeny Ring (Saxophon) Artem Sargsyan (Saxophon) Sebastian Wehle (Saxophon)
Daten zu Schorsch Kamerun:vollständiger Name: Thomas Sehl
geboren: 1963
Vita: Schorsch Kamerun (* 1963 in Timmendorfer Strand; eigentlich Thomas Sehl) ist ein deutscher Sänger, Autor, Theaterregisseur und Clubbetreiber.
Hompepage o.ä.: http://www.schorschkamerun.de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 10.12.2012
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 16 von insgesamt 22
Titel: Memory Loops - 300 Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945
Auszeichnungen (2):Hörspiel des Monats: 10.2010
Hörspiel des Jahres: 2010
Autor: Michaela Melián
produziert in: 1993
produziert von: ORF
Laufzeit: 49 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Michaela Melián
Inhalt: Memory Loops ist ein Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus in München in Form eines Audiokunstwerks. Es basiert auf historischen Originaltönen von NS-Opfern und Zeitzeugen. Fünf der 300 Tonspuren sind einstündige, thematisch variierende Memory Loops, die sich durch die ganze Stadt bewegen. Die Erzählungen zweier Brüder führen durch diese Erinnerungsschleife. Ihre Eltern engagierten sich in einer kommunistischen Organisation, die Mutter war Jüdin: Die Repressionen gegen die Familie ließen nicht lange auf sich warten. "Wenn sie dann noch aus ihrer Wohnung rausmüssen und nach Milbertshofen in diese Drecksbuden mit Holzpritschen. Eine Woche vorher haben sie noch eine Wohnung gehabt mit einem Kleiderschrank und Teppich und Vorhängen..." Die Stimmencollage aus den Berichten der beiden Brüder markiert wichtige Punkte und Strecken auf der Karte des NS-Terrors gegen Juden in München: das Rathaus, die Lindwurmstraße, von der Herzog-Max- zur Herzog-Rudolf-Straße, von der Knorrstraße nach Berg am Laim, vom Wittelsbacher Palais zum Hauptbahnhof Richtung Theresienstadt. Seit 1945 leben die Brüder wieder in München und sind bis heute in der Erinnerungspolitik aktiv engagiert.

Zwei jüdische Münchner erzählen aus ihrer Kindheit: Wie ihre Ausgrenzung begann, von ihrem Vater, dessen Foto in unseren Geschichtsbüchern abgebildet ist und ihrem Leben in England. "Also hab ich zwei billige Billetten für den obersten Rang gekauft und so sind wir in den Rigoletto gegangen, meine Cousine und ich, ich war 13 und sie war 17. Obwohl es verboten war. Beim Kartenverkauf wurde ich mit meinen Zöpfen nicht gefragt, ob ich Jüdin bin..." Damals, ein halbes Jahr nach der Pogromnacht, wurde das 14-jährige Mädchen am Münchner Hauptbahnhof in den Zug gesetzt, Richtung England, wohin ihr Bruder schon ausgereist war. Die Kindertransporte retteten die Geschwister, es gelang ihnen ein Neuanfang. Sie haben sich gegen den NS-Terror behauptet. Dennoch bleibt München ihre verlorene Heimat.

Die NS-Ideologie entschied, ob ein Mensch "lebensunwert" war und als Schädling galt und damit auf gleicher Stufe mit Wanzen oder Flöhen stand. Pseudowissenschaftliche Diskurse lieferten die Rechtfertigung für das "Ausmerzen" - ein Euphemismus für Zwangssterilisation und Massenmord. "Ich möchte die Direktion in Eglfing-Haar bitten, mir über den Gesundheitszustand meines Kindes, Alter drei Jahre, Nachricht zukommen zu lassen, da das Kind von hier fort kam, ohne uns irgendetwas zu sagen..." Dieser Memory Loop lässt oft vergessene NS-Opfer zu Wort kommen und verortet ihre Stimmen an medizinischen Institutionen Münchens, die die Politik der ,Rassenhygiene' praktizierten. Die Stimmen dieser Opfer sind zu einer Collage arrangiert: Berichte zweier Münchner Sinti, ein Schriftwechsel zwischen der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar mit Patienten-Angehörigen, die beunruhigt sind über das Verschwinden ihrer Verwandten sowie Erzählungen zwangssterilisierter Frauen und Männer.

"Ich habe am 19. März 1933 noch ein Konzert mit dem damaligen Solo-Cellisten der Münchner Philharmoniker gegeben. Ich sollte für den Bayerischen Rundfunk Richard-Strauß-Werke einspielen, aber das Engagement wurde plötzlich kurzfristig abgesagt. Kurz danach kamen die Bestimmungen des Dritten Reiches..." Die Pianistin bekommt Berufsverbot, eine Malerin darf ihren Künstlernamen nicht mehr verwenden, eine Kunstgalerie wird arisiert, "deutsches Kulturgut" beschlagnahmt: In diesem Memory Loop bündeln sich vielfältigste historische Materialien zu einer Stimmencollage, die den Situationen an Orten der Bildung, Kunst und Presse in der NS-Zeit nachspüren. "Michaela Meliáns künstlerische Aneignung von Geschichte erinnert an Benjamins geschichtsphilosophisches Konzept des dialektischen Bildes, bei dem Vergangenes und Gegenwärtiges in eine Konstellation treten, die deren Verhältnis blitzhaft erhellt." (Petra Löffler in Springerin, Hefte für Gegenwartskunst, 01/2006)

In dieser Stimmencollage, die ein Bestandteil des akustischen Denkmals für die NS- Opfer in München ist, kommt der politische Widerstand zu Wort: "Ich bin hinter meinem Mann auf dem Motorrad drauf gesessen und hab den Rucksack gehabt mit den Flugblättern. Wir sind durch die Arbeiterviertel Sendling, Westend usw. gefahren und ich hab die Flugblätter ausgestreut..." Widerständler aus allen Schichten, vom Arbeiter bis zum Studierenden: Nach der Machtübernahme 1933 wurden sie zuerst in sogenannte Schutzhaft genommen. Viele der Zeitzeugen durchwanderten gleich mehrere Gefängnisse im Münchner Raum: Ettstraße, Wittelsbacher Palais, Stadelheim, Dachau. Mit raffinierten, aber einfachen Mitteln arbeiteten sie illegal weiter gegen das Regime. Und die berüchtigte "Ettstraße" - die Polizeidirektion - war schon seit langem Ausgangspunkt für stadtweite Razzien gegen Homosexuelle.
Sprecher:Ingrid Ahrer
Ottwald John
Georg Kusztrich
Maria Martina
Hanna Held
Franz Schuh
C. H. Meyer
Daten zu Michaela Melián:geboren: 15.06.1956
Vita: Michaela Melián, geboren 1956 in München, lebt in Oberbayern. Sie ist bildende Künstlerin und Musikerin. Sie studierte Kunst und Musik in München und London. Melián ist Mitglied der Band "FSK". Auf der "intermedium 2" (2002) war sie mit dem Projekt "Konvent vertreten (mit David Moufang und Thomas Meinecke). Eine Ausstellung der Werke Meliáns war zuletzt in den Kunstwerke Berlin, der Kunsthalle Baden-Baden, in der Werkleitz Biennale Halle, im Kunstverein München, in der Villa Arson Nizza und in der Galerie im Taxispalais Innsbruck zu sehen. Ihre jüngsten Publikationen sind der Katalog zum gleichnamigen Projekt "Triangel" und die CD/Doppel-LP "Baden-Baden".
Hompepage o.ä.: http://michaelamelian.net/Michaela_Melian/Michaela_Melian.html

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Treffer 17 von insgesamt 22
Titel: Mir zum Schrecken
Autor: Ingmar Bergman
produziert in: 1951
produziert von: NWDR
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Ulrich Lauterbach
Komponist: Siegfried Franz
Übersetzer: Christine von Kohl
Inhalt: Paul steht vor dem Examen. Sobald er es hinter sich hat, wird er eine Stelle als Physik- und Chemielehrer in der Stadt antreten, in der seine Großmutter lebt. Darum ist er mit Kersti dorthin gefahren, um dem Mädchen den Ort zu zeigen. Die beiden jungen Menschen sind sehr verliebt ineinander, im Frühjahr werden sie heiraten. Paul steckt voller hochfliegender Pläne, er will Bücher schreiben, die der Menschheit neue Wege weisen. Leider schlagen er und Kersti den wohlmeinenden Rat, nicht in das Haus der Großmutter zu ziehen, in den Wind. Bald entdeckt die junge Frau, daß sie dort nicht heimisch werden kann. Auch ihr Mann bereitet ihr die erste Enttäuschung. Er scheint allzu schnell bereit zu sein, den Schluß seines ersten Buches zu opfern, weil sein Verleger Bedenken anmeldet. Der schwedische Regisseur und Autor Ingmar Bergman erzählt in seinem Hörspiel "Mir zum Schrecken" die Geschichte eines Mannes, der vom Idealisten zum Nihilisten, vom Gläubigen zum Zweifler, vom liebenden Gatten zum Ehebrecher wird. Eitelkeit und Kompromißbereitschaft führen ihn in eine Kontaktlosigkeit, die er durch Zynismus zu kompensieren sucht.
Sprecher:Hans Paetsch (Regierungsrat Naumann)
Hubert Fichte (Martin, 15 Jahre)
Karin Lunau (Ulla, 14 Jahre)
Tonio von der Meden (Philipp, 12 Jahre)
Andreas von der Meden (Tom)
Dagmar Altrichter (Fräulein Hellwig)
Inge Meysel (Fräulein Martini)
Marga Maasberg (Frau Matschke)
Alexander Hunzinger (Herr Matschke)
Jo Wegener (Frau Stöhr)
Annemarie Schradiek (Fräulein Winter)
Katharina Brauren (Fräulein Hinze)
Hans Fitze (Angestellter)
Victoria Cossé (Fräulein Nickel, Sekretärin)
Willy Witte (Ein Ober)
Charlotte Joeres (Ein Dienstmädchen)
Daten zu Ingmar Bergman:vollständiger Name: Ernst Ingmar Bergman
geboren: 14.07.1918
gestorben: 30.07.2007
Vita: Ingmar Bergman (1918-2007), schwedischer Drehbuchautor, Film- und Theaterregisseur. Berühmteste Filme: "Das siebente Siegel" (1957), "Szenen einer Ehe" (1973) und "Fanny und Alexander" (1981).

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Erstsendung: 20.03.1967
Datenquelle(n): dra
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Treffer 18 von insgesamt 22
Titel: Preußisch-Hawaii
Autor: Uwe Mengel
produziert in: 1999
produziert von: SWR
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Walter Adler
Inhalt: Ein preußischer Kasernenhof hat wenig Märchenhaftes - schon gar nicht am 25. Februar 1872 um sieben Uhr morgens. Da hätte sich Heinrich Berger aus Berlin noch nicht träumen lassen, daß er schon bald mit dem König von Hawaii eine Partie Poker spielen und nächtliche Dispute mit einem hawaiianischen Hausgeist haben würde. Aber schließlich sind es die wahren Geschichten, die die unglaublichsten sind. Und deshalb ist es kein Wunder, daß ihm der Offizier beim Morgenappell die Anordnung entgegenbrüllt: zwei Jahre Königreich Hawaii. Der Monarch Kalakaua wünscht preußische Unterstützung für seine königliche Kapelle - und aus dem stellvertretenden Kapellmeister Heinrich Berger wird Captain Henry Berger, Leiter der Royal Hawaiian Band. Allerdings nicht für zwei Jahre: Berger wird nie wieder nach Deutschland zurückkehren, sondern in Hawaii bleiben und heiraten. Er wird mit den reichsten Hawaiianern zu Mittag speisen, über weißen Sand spazieren, täglich das seltsame Schreien der Pfauen hören, eine unerhörte Liebesgeschichte erleben und nachts mit seinem Hausgeist Amakua diskutieren. Dieser Amakua ist ein kluger Geist - er hat viel vorausgesehen. Ob er den schrecklichen Rest verschwiegen hat oder nicht ahnen konnte, ist im nachhinein gleichgültig - jedenfalls hat er seinen Schützling Berger nicht verlassen. Auch jetzt nicht, wo er auf seinem Sterbebett liegt und auf ein unglaubliches Leben in Hawaii zurückblicken kann.
Sprecher:Felix von Manteuffel (Erzähler)
Jutta Hoffmann (Brünhilde)
Jürgen Hentsch (Untersuchungsrichter)
MusikerHans-Günter Lenders Chor: Kölner Kinderchor
Daten zu Uwe Mengel:geboren: 1945
Vita: Born in Bergen on the Baltic Island of Ruegen. Studied Theology at „Friedrich Schiller Universität“, Jena, East Germany. Continued his studies after his escape to West Germany at „Freie Universitaet“ Berlin-West and „Max Reinhardt Seminar“ in Vienna, graduated (MA) in Drama, Theology and Philosophy. Emigrated to New York in 1980; since 1998 he lives in Berlin and New York.
Hompepage o.ä.: http://www.umengel.com/
Erstsendung: 08.11.1998
Datenquelle(n): dra
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Treffer 19 von insgesamt 22
Titel: Rose
Autor: Andrew Davies
produziert in: 1999
produziert von: DKultur
Laufzeit: 39 Minuten
Regie: Bernd Lau
Bearbeitung: Willy H. Thiem
Übersetzer: Willy H. Thiem
Inhalt: Diese Bühnenstückbearbeitung stellt eine junge Lehrerin in den Mittelpunkt. 'Rose' ist eine Rarität: eingagiert, emanzipiert, offen, kommunikativ. Und damit ist schon deutlich, daß sie keinesfalls ohne Probleme lebt, die es dann auch immer wieder erfordern, daß sie Ermutigung erfährt. Die Schulleiterin belauert mißtrauisch das Engagement, den Erfolg und vor allem ihre Ambitionen. Ähnlich die Kolleginnen. Rose's Mutter beobachtet mit Sorge die offensichtlich recht freie Lebensführung ihrer Tochter. Geoffry, Rose's Ehemann, von dem sie sich schließlich trennt, zeigt seine Wunden. Aber es gibt auch Ermutigungen: So die Bestätigung ihres Unterrichtsstils durch einen jungen Schulrat, der erfreut und mit Zuneigung registriert, daß sich diese faszinierende Frau nicht einfach vom Anpassungsdruck der Schule auf den leichtesten und pädagogisch 'bewährten' Weg abdrängen läßt.
Sprecher:Johanna Schall (Stimme I)
Brigitte Röttgers (Stimme)
Christian Rode (Stimme Y)
Erstsendung: 09.04.1981
Datenquelle(n): dra
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Treffer 20 von insgesamt 22
Titel: Speicher
Auszeichnungen (2):Hörspiel des Monats: 1.2008
Hörspiel des Jahres: 2008
Autor: Michaela Melián
produziert in: 1999
produziert von: BR
Laufzeit: 73 Minuten
Regie: Michaela Melián
Komponist: Inge Morgenroth
Inhalt: Thematischer und formaler Ausgangspunkt für "Speicher" ist "VariaVision - Unendliche Fahrt", die 1965 realisierte, heute verschollene intermediale Arbeit von Alexander Kluge (Texte), Edgar Reitz (Filme) und Josef Anton Riedl (Musik) zum Thema des Reisens.

"VariaVision" versuchte als Rauminstallation durch die gleichzeitige Vorführung und Wiedergabe von Filmen, mehrkanaliger Musik und Sprache eine neue und andere Wahrnehmung von Musik, Film und Text zu verwirklichen. Reitz und Kluge unterrichteten damals an der internationalen Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm, die in der kurzen Zeit ihres Bestehens zwischen 1955 und 1968 maßgeblich die deutsche und internationale Design-, Kunst- und Mediengeschichte geprägt hat. Die HfG führte als private Hochschule, getragen durch die Geschwister-Scholl-Stiftung, die gewaltsam beendete Tradition des Bauhauses fort und definierte für die BRD die Begriffe Moderne/Utopie/Gestaltung/Alltagskultur/Erziehung/frühe digitale Kultur im Sinne eines demokratischen und ästhetischen Neuanfangs in Deutschland nach 1945, zwischen Utopien und Realitätssinn. So befand sich in der Hochschule ab 1963 eines der ersten elektronischen Studios in Westdeutschland, das 1959 in München gegründete Siemens-Studio für elektronische Musik. Das Studio mit seinem Versprechen von neuen, rein elektronisch erzeugten Klängen, wurde seinerzeit sehr erfolgreich international von Komponisten und Musikproduzenten genutzt, heute ist es im Deutschen Museum München ausgestellt. Riedl realisierte in diesem Studio die Musik für "VariaVision".

Für "Speicher" hat Michaela Melián das Studio im Deutschen Museum München noch einmal zum Klingen gebracht. Diese Klänge, Töne, Geräusche wurden aufgezeichnet und bilden die klanglichen Basisbausteine für eine neue Komposition. Zudem befragt Melián Edgar Reitz und Josef Anton Riedl zur Entstehung von "VariaVision", und verschränkt die Aussagen mit neuen Texten zu Reise und Bewegung. In tönenden Schleifen und Spiralen verschränken sich Erzählungen und Zeitebenen mit dem Heute.

In den Münchner Kammerspielen entsteht während des Festivals "DOING IDENTITY-BASTARD MÜNCHEN" (26.01.-08.03.08) mit Speicher eine Raumsituation, die die Konzeption von "VariaVision" mittels Projektionen und Wandzeichnungen, Stimme und Musik aufgreift, in der die Besucher sich als Teil derselben dynamisch wahrnehmen, in der der Standpunkt des Publikums nicht definiert ist.
Sprecher:Eva Meyer
Daten zu Michaela Melián:geboren: 15.06.1956
Vita: Michaela Melián, geboren 1956 in München, lebt in Oberbayern. Sie ist bildende Künstlerin und Musikerin. Sie studierte Kunst und Musik in München und London. Melián ist Mitglied der Band "FSK". Auf der "intermedium 2" (2002) war sie mit dem Projekt "Konvent vertreten (mit David Moufang und Thomas Meinecke). Eine Ausstellung der Werke Meliáns war zuletzt in den Kunstwerke Berlin, der Kunsthalle Baden-Baden, in der Werkleitz Biennale Halle, im Kunstverein München, in der Villa Arson Nizza und in der Galerie im Taxispalais Innsbruck zu sehen. Ihre jüngsten Publikationen sind der Katalog zum gleichnamigen Projekt "Triangel" und die CD/Doppel-LP "Baden-Baden".
Hompepage o.ä.: http://michaelamelian.net/Michaela_Melian/Michaela_Melian.html

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 25.01.2008
Datenquelle(n): dra
YaGru
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    11. Januar 2015
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