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Hörspieldatenbank

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Titel:
Autor: Alfred Jarry
produziert in: 1971
produziert von: WDR
Laufzeit: 58 Minuten
Regie: Heinz von Cramer
Bearbeitung: Heinz von Cramer
Dramaturgie: Peter Liermann
Übersetzer: Heinz von Cramer
Inhalt: Der 1898 erschienene Dialogroman »L'amour en visites« kann durchaus als ein verhinderter Schnitzlerscher »Reigen« gelesen werden, der etwa zur gleichen Zeit entstand. Während sich bei Schnitzler das Karussell der Liebe durch alle Gesellschaftsschichten hindurch dreht, gerät es bei Jarry gehörig ins Stocken. Die Liebesbemühungen des jungen Lucien bei diversen Damen führen durchweg in eine Sackgasse; ob er sich an der blühenden Manette oder der erfahrenen Manon versucht, oder an der nymphomanen alten Dame, dem Dienstmädchen oder der Gräfin - immer scheitert er. Schließlich verliert er in seiner ungeschickten Überheblichkeit auch seine Verlobte. Seine unfreiwillige Abstinenz führt ihn zum Arzt, der Luciens wunderliche Lilienbestäubung als Krankheitsbild nicht so recht gelten lassen mag. Dieses spielerisch leichte Stück entfaltet seine so feinsinnigen wie doppelbödigen Dialoge zur Musik Offenbachs und mündet in einen so traumhaften wie erhellenden Dialog zwischen der Angst und der Liebe.
Sprecher:Jens Scholkmann
Daten zu Alfred Jarry:geboren: 08.09.1873
gestorben: 01.11.1907
Vita: Alfred Jarry, (1873–1907), franz. Autor und Vorläufer des Surrealismus, Dadaismus und des Absurden Theaters. 1896 Uraufführung seines König Ubu am Theater de L'OEuvre, die einen Skandal auslöste und wegen Tumulten abgebrochen wurde. Abgesehen von diesem theaterhistorischen Skandal keine breite Anerkennung seiner Werke und finanziellen Erfolge. Leben am Rande des Existenzminimums. 1907 Tod in Paris. Erst ca. 50 Jahre nach seinem Tod Wiederentdeckung und Anerkennung u.a. durch die Gründung des Collége de ‘Pataphysique 1948, das bis heute besteht. Werke u.a. König Ubu (1896), Ubu Hahnrei (1898), Ubu in Ketten (1899), Messalina (1900), Der Supermann (1902).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 07.06.2009
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 2 von insgesamt 7
Vorige/nächste Ausstrahlung:21.04.2019 um 18:20 bei SWR 2 (Folge 1 von 2)  Phonostart Radio Cloud*
22.04.2019 um 18:20 bei SWR 2 (Folge 2 von 2)  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Steven Uhly
produziert in: 1931
produziert von: Berliner Funkstunde
Laufzeit: 29 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Dramaturgie: Andrea Oetzmann
Inhalt: Ein zweiteiliges Hörspiel.

»Königreich der Dämmerung« erzählt die Geschichte von Deutschen und Juden über drei Generationen und verschiedene Länder hinweg – von 1944 bis in die 1970er-Jahre. Es ist die Geschichte dreier höchst unterschiedlicher Familien, deren Wege sich unheilvoll kreuzen: Eine dunkle, regnerische Nacht im Herbst 1944 in einer polnischen Kleinstadt. Die jüdische Widerstandskämpferin Margarita erschießt einen SS-Mann und findet Zuflucht bei dem volksdeutschen Ehepaar Kramer, das aus Rumänien ins Wartheland übersiedelt wurde. Margarita gebiert eine Tochter. Nachdem Wilhelm Kramer zum Volkssturm eingezogen, von den Russen gefangen genommen und nach Sibirien deportiert wurde, flieht seine Frau Marta mit Margarita und deren Baby in den Westen. Die Mutter stirbt, das Kind Lisa wächst im Nachkriegsdeutschland bei Marta Kramer als deren angebliche Enkelin auf. Erst als junge Erwachsene entdeckt Lisa ihre jüdischen Wurzeln und verliebt sich in Shimon. Er ist der Sohn der Jüdin Anna Stirnweiss, die als junges Mädchen jahrelang von dem fanatischen SS-Obersturmbannführer Ranzner missbraucht und mit der letzten Vergewaltigung geschwängert wurde. Ranzner, der in Polen den Völkermord an den Juden exekutierte, schlüpfte später in Pullach beim Bundesnachrichtendienst unter und entwickelte, gefangen in einer öden Ehe, eine Obsession für sein Opfer. Anna Stirnweiss war nach dem Krieg zunächst in einem Displaced-Persons-Camp gestrandet und dann mit ihrem Sohn Shimon nach Palästina ausgewandert, um den Staat Israel aufzubauen. Steven Uhly berichtet von den ungeheuren Lebensumständen der Entwurzelten in den Camps für »Displaced Persons«, von denen Tausende in den ersten Monaten nach dem Krieg nahezu vogelfrei durch Europa zogen.

Dabei verwebt er Weltpolitik und den Lebenswillen der häufig im Untergrund agierenden Menschen zu einer bislang nicht erzählten Wirklichkeit der Jahre nach 1945. Einer der wichtigsten und eindringlichsten Romane der jüngeren deutschen Literatur. (Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur)

Ein spannender, gründlich recherchierter Roman, der vergessene, verdrängte Ereignisse einer Ära aufgreift, als der Frieden noch ziemlich kriegerisch war. (Karl-Markus Gauss, Süddeutsche Zeitung)

Teil 1: Der Schlächter von Turck
Teil 2: Eine neue Heimat
Daten zu Steven Uhly:geboren: 1964
Vita: Steven Uhly, geboren 1964 in Köln, ist deutsch-bengalischer Abstammung. Er studierte Literatur, leitete ein Institut in Brasilien, übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen. 2010 erschien sein Debütroman »Mein Leben in Aspik«, für »Adams Fuge« (2011) wurde er mit dem Tukan-Preis ausgezeichnet. »Glückskind« (2012) wurde zum Bestseller und von Michael Verhoeven für die ARD verfilmt. »Königreich der Dämmerung« ist Uhlys vierter Roman. Zuletzt publizierte er 2015 unter dem Titel »Tagebuch« eine Auswahl von knapp 100 Gedichten aus dreißig Jahren.
Erstsendung: 30.04.2017
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 3 von insgesamt 7
Titel:
Autor: Mathias Tretter
produziert in: 1991
produziert von: WDR
Laufzeit: 22 Minuten
Regie: Marlene Breuer
Komponist: Stan Regal
Inhalt: In 'Meine DDR' erinnert sich Mathias Tretter (Kabarettist, 1972 geboren in Würzburg, seit 2007 wohnhaft in Leipzig), wie die DDR in sein Leben trat. Es war am 31. August 1978. Mathias Tretter ist damals sechs Jahre alt und im Fernsehen läuft die Übertragung der Leichtathletik-Europameisterschaft in Prag, damals noch ÇSSR. Das war zu der Zeit noch Ostblock - und da wohnte Tante Lisbeth. Es gab zwei deutsche Staaten und es gab auch zwei deutsche Fußball-Nationalmannschaften. Für ein Kind nicht immer verständlich, aber es gab für alles von den Erwachsenen Erklärungen dazu: Diese und seine kindlichen Interpretationen hat Mathias Tretter jetzt kabarettistisch für den Hörfunk aufgearbeitet.
Sprecher:
offen
Angelika Waller (Euchenia)
Eberhard Esche (Alejandro)
Jürgen Wegner (Rundfunksprecher)
Gisela Rubbel (1. Frau)
Margit Bendokat (2. Frau)
Justina del Corte (3. Frau)
Steffen Wink (Junge)
Christine Pohl (Mädchen)
Uwe Preuß (1. Mann)
Hans Werner Bussinger (2. Mann)
Herbert Stass (3. Mann)
Herbert Weissbach (Invalide)
Dieter Kursawe (Straßenhändler)
Ingolf Gorges (Straßensänger)
Afric Simone (Hotelportier)
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Barbara Honigmann
produziert in: 1988
produziert von: SRF
Laufzeit: 71 Minuten
Genre: Biografie
Regie: Ulrich Lampen
Dramaturgie: Ursula Ruppel
Inhalt: »Ein Märchenprinz mit goldener Stimme« – so wurde Mike Brant von der französischen Presse beschrieben. Der israelische Chanson-Sänger eroberte die Herzen seiner Fans im Eiltempo, auch wenn er selbst nur wenig von dem verstand, was er auf Französisch sang. Doch die Erfolgsgeschichte, die in vergnüglichen Tönen beginnt, weicht bald den ernsten Themen: den Problemen eines Kindes der »Zweiten Generation« und den Unwägbarkeiten des Lebens eines Popstars, der zwar weder Drogen nahm, kaum Alkohol trank und dennoch mit 28 Jahren Selbstmord beging. Seine erfolgreichen Lieder, hier eine Anekdote der Mutter, dort die liebevollen Beschreibungen seines Bruders, der ihn nur Moshé nennt; all diese Stimmen fängt Barbara Honigmann in den verschiedensten Sprachen ein und zeichnet das Bild eines Künstlers, der nur ein Leben leben wollte: das Leben seiner Wahl.
Daten zu Barbara Honigmann:geboren: 12.02.1949
Vita: Barbara Honigmann wurde 1949 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft arbeitete sie als Dramaturgin in Brandenburg und Ostberlin, wo sie seit 1975 als freie Schriftstellerin lebt. Für das Deutsche Theater Berlin schrieb sie die 1975 aufgeführte Kleist-Montage "Dichter in Preußen". Ihr Kinderstück "Das singende springende Löweneckerchen" wurde 1980 in Zwickau uraufgeführt. Eine soeben fertiggestellte "Don-Juan"-Version für die Bühne wurde im Dezemberheft von "Theater der Zeit" abgedruckt.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 15.10.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Arthur Schnitzler
produziert in: 1986
produziert von: SWF
Laufzeit: 62 Minuten
Regie: Marlene Breuer
Bearbeitung: Manfred Hess
Inhalt: »Reigen«, dieses 1900 erschienene Skandalstück des österreichischen Prosa- und Theaterschriftstellers Arthur Schnitzler (1862-1931) zeichnet mit psychologischer Meisterschaft und bis dahin unbekannter Direktheit das sexuelle Begehren in der von Standesgrenzen geprägten Gesellschaft der KuK-Monarchie. Schon längst aber trug diese Gesellschaft die Signatur der Décadence. Im gleichen Jahr wie Freuds Traumdeutung veröffentlicht, geht es in Schnitzlers zehn Dialogen nur um das »Eine« und wie dieses »Es« sich gesellschaftlich verkleidet. Was früher ein Skandal war, dürfte heute in einer liberalen und libertinären Gesellschaft nur wenige aufregen. Oder verbirgt sich mehr hinter diesen Figuren?



Diese Koproduktion des hr2-Hörspiels mit der Frankfurter Hochschule für Darstellende Kunst und Musik nähert sich Schnitzlers »Reigen« bewußt nur über junge Stimmen. Sie folgen dem Orignal unter Vermeidung des österreichischen Sprachkolorits und erkunden dabei das Skandalthema auf seine heutige Virulenz.
Sprecher:Walter Renneisen (Bernd)
Daniel Kastura (Klaus, sein Bruder)
Marianne Lochert (Johanna, seine Schwester)
Heidemarie Rohweder (Sabine, seine frühere Frau)
Peter Rühring (Peter, sein Freund)
Ursula Hastedt (Frau Hoffmann)
Hans Wyprächtiger (Doktor Schriefer)
MusikerHedwig Fuchs (Posaune) Simon Kunst (Posaune)
Daten zu Arthur Schnitzler:geboren: 15.05.1862
gestorben: 21.10.1931
Vita: Geboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien. Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur besuchte von 1871 bis 1879 das Akademische Gymnasium und studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Anschließend war er bis 1888 Assistent und Sekundararzt im Wiener Allgemeinen Krankenhaus und später Assistent seines Vaters an der Poliklinik, danach eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab. Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des 'Inneren Monologs' verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromißlosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als "k.u.k. Oberarzt in Evidenz" aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.
Erstsendung: 25.10.2009
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 5.2009
Autor: Wolfgang Koeppen
produziert in: 2002
produziert von: text&ton
Laufzeit: 5 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Inhalt: »Kahlschlag«, »Stunde 0« - so lauteten die Schlagworte der bundesrepublikanischen Literatur ab 1945, die auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs mit poetischer Einfachheit reagierte. Ihre Wege führten zumeist in die ästhetische Provinz. Wie aber mit den Mitteln der Moderne die neuen deutschen Wirklichkeiten präzise und zugleich poetisch zu beschreiben sind, zeigt Wolfgang Koeppens Romantrilogie »Tauben im Gras« (1951) »Das Treibhaus« (1953)« und »Tod in Rom« (1954). Zum 60. Jahrestag der Gründung der BRD rückt das Gemeinschaftsprojekt von hr, SWR und WDR die Romane ins Zentrum der Diskussion.

»Tauben im Gras« spielt am 20. Februar 1951 in einer Großstadt der amerikanischen Besatzungszone. Es könnte München sein. Das Wirtschaftswunder zeigt seine ersten Früchte, die Faschisten und ihre Mitläufer spielen Demokratie, die Amerikaner glauben an eine humane Zukunft Deutschlands, der Kalte Krieg bedroht die Gegenwart.

Verschiedene Lebenswege kreuzen sich. Da ist Philipp, der verstummte Schriftsteller. Ein Streit mit seiner Geliebten Emilia hat ihn auf die Straße getrieben. Emilia ist eine Gefallene, ihr Familienerbe trägt sie zum Pfandleiher. Am Hauptbahnhof kommt Odysseus Cotton an. Er ist Soldat und auf der Suche nach Ablenkung in der Stadt. Der alte Gepäckträger Josef bietet ihm seine Dienste an. Der schwarze Soldat und er ziehen fortan gemeinsam durch die Stadt. Auch Washington Price ist Soldat, auch er ist schwarz. Seine Freundin Carla erwartet ein Kind von ihm, doch sie fürchtet die Zukunft. Ihre Mutter, Frau Behrend, hat sie längst verstoßen. Frau Behrend trauert dem untergegangen Reich nach. Richard Kirsch will seine entfernte Verwandte Frau Behrend besuchen, sein Vater hat sie seit Kriegsende mit Care-Paketen unterstützt. Heinz ist ein Kind. Er ist das Kind von Carla und einem in Stalingrad gefallenen Wehrmachtssoldaten. Auch Heinz verabscheufdTe Beziehung seiner Mutter zu! dem schwarzen Soldaten Washington Price. Ezra, ein Junge mit jüdischen Wurzeln, und Heinz begegnen einander. Ein kleiner Hund ist der Anlaß. Henriette, Ezras Mutter, ist nicht mit nach Deutschland gekommen, zu frisch sind noch die Wunden der Verfolgung. So sind Ezra und sein Vater Christopher allein gefahren. Ein berühmter Dichter ist ebenfalls zu Besuch in der Stadt, Mr. Edwin. Er will einen Vortrag halten, doch hat er den Hungrigen eigentlich nichts zu sagen. Philipp soll einen Artikel über ihn Schreiben, bei dem Versuch Mr. Edwin zu interviewen begegnet er Kay, einer jungen Lehrerin aus Massachusetts. Über eine mosaikartige Szenenfolge gleiten die Protagonisten wie eine Taubenschar scheinbar zufällig durch den Tag. Ihre Wege kreuzen sich und schließlich begegnen sich alle am Abend, an dem sie ein Aufflammen der alten Bereitschaft zu Rassismus und Gewalt erleben, das ihre Träume zerstört. "Ich wollte Koppen bearbeiten und inszenieren, seiner Modernität gerecht werden, ohne in zwanghafte Modernisierung, aber auch ohne in Historismus zu verfallen. Die Inszenierung hat also eine 50er Jahre Anmutung mit den Mitteln, die dem Hörspiel von heute gemäß sind." (Leonhard Koppelmann)
Sprecher:Zeitzeuge Thomas Kretschmer
Daten zu Wolfgang Koeppen:geboren: 23.06.1906
gestorben: 15.03.1996
Vita: Wolfgang Koeppen, geboren am 23. Juni 1906 in Greifswald, starb am 15. März 1996 in München. 1962 erhielt er den Büchner-Preis.

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Erstsendung: 15.03.2009
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Westdeutscher Rundfunk, Köln
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger Treffer 7 von insgesamt 7
Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 10.2009
Autor: Wajdi Mouawad
produziert in: 1983
produziert von: ORF-S
Laufzeit: 79 Minuten
Regie: Ulrich Gerhardt
Bearbeitung: Ulrich Gerhardt
Übersetzer: Ulrich Menke
Inhalt: Als Nawal Marwan 60jährig in Montréal stirbt, hinterlässt sie ihren Kindern Jeanne und Simon zwei Briefe, einen bestimmt für den Vater der Zwillinge, einen für den Bruder der beiden, von dem sie bislang noch niemals gehört hatten. Jeanne nimmt die Suche auf, zögernd folgt schließlich auch Simon auf eine Reise in die Vergangenheit der Mutter und ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land. Nach und nach führt der Weg ins Zentrum des sorgsam gehüteten Geheimnisses ihrer eigenen Herkunft. Nach und nach entdecken sie die eigene von sinnloser Gewalt geprägte Vergangenheit, die alle bisherigen Sicherheiten über den Haufen wirft und zu einer neuen Orientierung zwingt. Was wie ein Krimi beginnt, wird zu einer Tragödie von antikem Ausmaß über eine Frau zwischen den Fronten eines Bürgerkriegs.
Sprecher:Otto Schenk (Duffeck)
Louise Martini (Baronesse)
Birgit Doll (Grete)
Georges Kern (Kern)
Gerhard Zemann (Franz)
Angelika Welzl (Sophie)
Gustl Weishappel (Husserl)
Anton Pointecker (Sicherheitsinspektor)
Charles Williams (Bill Russell)
Georg Steinitz (Bob)
Georges Ourth (Sergey)
Otto Bolesch (Dasinger)
Daten zu Wajdi Mouawad:geboren: 16.10.1968
Vita: Wajdi Mouawad, geboren 1968 im Libanon, wandert im Alter von acht Jahren mit seinen Eltern nach Frankreich und von dort 1983 nach Québec, Kanada. Als Dramatiker und Schauspieler gründete und leitet Mouawad ein Theater in Montréal. 2005 wird er als bester frankophoner Autor mit dem Prix Molière ausgezeichnet, für das Jahr 2009 ist er künstlerischer Berater des Festival d'Avignon.

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Abfragedauer: 0,8608 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1555801059
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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