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Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

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Hörspiel-Kalender
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Kriterien: Sprecher entspricht 'Julia Riedler'- Suche nach Treffer irgendwo im Feld
Titel:
Autor: Mareike Maage
Theresa Schubert
produziert in: 2018
produziert von: BR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Lorenz Schuster
Komponist: Lorenz Schuster
Inhalt: Es gibt keine Menschen mehr. Maschinen, Computer und Algorithmen haben die Erde übernommen und ein System geschaffen, das sich selbst erhält. Störungsfrei zunächst, bis einige der technischen Geräte menschliche Verhaltensweisen zeigen, Spuren der vorangegangen Entwickler vielleicht. Ein Thermostat wird wetterfühlig, eine Maschine hat Angst abgeschaltet zu werden und ein hyperintelligenter Algorithmus verliebt sich in eine einfache Kabelschneidemaschine. Der zentrale Steuerungsalgorithmus des Systems richtet eine Plattform ein, um die Phänomene zu bündeln und auszuwerten. Hauptsächlich dient das Projekt aber dazu, den technischen Bestand vor einem Befall mit menschlichem Verhalten zu schützen und endet in fast allen Fällen im Abschalten der Maschinen. „Diskussionen rund um künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und menschlichen/nichtmenschlichen Beziehungen sind aktuell weit verbreitet. Die zunehmende Technisierung und Automatisierung unserer Arbeitswelt sind Fakt und werden in der Gesellschaft noch höchst konträr wahrgenommen. Unser Ansatzpunkt für das Hörspiel war, die Perspektive zu ändern und die Position der Maschinen einzunehmen. Dahinter stand als Frage nicht, ob die Maschinen uns die Arbeit wegnehmen, sondern welche Daseinsberechtigung wir finden, wenn die Maschinen uns die Arbeit abnehmen. Hätten wir dann nicht endlich Zeit nachzudenken, wie wir leben wollen? Und auch die Zeit, ein anderes Miteinander zu gestalten? Wir wissen nicht, welche Form von „Existenz“ eine Dauerkarte für das Leben auf dieser Erde hat. Aber dass es dabei um mehr als um das reine Überleben gehen sollte, das zumindest wünschen wir uns. Und deswegen gibt es in dem Hörspiel auch eine Gruppe „menschlicher“ Computer, die das Sicherheitssystem infiltrieren kann und alternative Pläne entwickelt.“ (Mareike Maage / Theresa Schubert)
Sprecher:Christian Erdt
Therasa Greim
Sebastian Weber
Julia Riedler
Brigitte Hobmeier
Edmund Telgenkämper
Daten zu Mareike Maage:geboren: 1979
Vita: Mareike Maage, geb. 1979, Autorin, Hörspielmacherin, Künstlerin. Hörspielarbeit u.a. Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (WDR 2011).
Hompepage o.ä.: http://mareikemaage.de/de/
Erstsendung: 27.04.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:
Autor: Michela Murgia
produziert in: 2014
produziert von: WDR
Laufzeit: 53 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Uwe Schareck
Bearbeitung: Uwe Schareck
Übersetzer: Julika Brandestini
Inhalt: Eine verschwiegene Welt in einem sardischen Dorf, Mitte der 1950er-Jahre: Maria wird aus existentieller Not von ihrer Mutter weggegeben zur kinderlosen 60-jährigen Schneiderin Bonaria. Doch die umgibt ein Geheimnis, an dem auch Maria schwer tragen wird.

Manchmal hört Maria ihre Ziehmutter, die Accabadora, wie sie sich nachts aus dem Haus stiehlt. Am nächsten Tag läutet die Totenglocke. Als Bonaria viele Jahre später im Sterben liegt, steht Maria vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.

Eine leise erzählte Kriminalgeschichte über das Thema Sterbehilfe, die 2010 in Italien mit dem Premio Campiello als beste Neuerscheinung ausgezeichnet wurde.
Sprecher:Josephine Banik (Maria (Kind))
Janina Stopper (Maria (Erw.))
Lena Stolze (Tzia)
Daniel Rothaug (Andría Bastíu)
Nico Holonics (Nicola Bastíu)
Biggi Wanninger (Giannina Bastíu)
Ludger Burmann (Salvatore Bastíu)
Claudia Hübbecker (Luciana Tellani)
Justine Hauer (Mutter Listru)
Yvon Jansen (Bonacatta Listru)
Julia Riedler (Regina Listru)
Patrick Mölleken (Piergiorgio Gentili)
Isabel Miernik (Annagloria Gentili)
Detlef Dickmann (Signore Gentili)
Britta Schulamit Jakobi (Signora Gentili)
Sven Seeburg (Doktor Mastinu)
Gisela Keiner (Schwiegermutter Cau/ Nachbarin)
Verena Plangger (Frau A. Vargiu/ Nachbarin)
Volker Niederfahrenhorst (Pfarrer)
Lutz Göhnermeier (Arzt)
Tom Jacobs (Polizeioffizier/ Nachbar / Mann)
Mareike Hein (Dienstmädchen/ Kindermädchen/ Giulia)
Ernst August Schepmann (Vincenzo Cau/ Nachbar/ Alter)
Chris Nonnast (Witwe Rachela/ Nachbarin)
Valentin Stroh (Raffaele)
MusikerTobias Kremer
Erstsendung: 28.06.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:

ARD Radiotatort (Folge 68)
Autor: Elisabeth Herrmann
produziert in: 2013
produziert von: NDR
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Sven Stricker
Komponist: Holger Stausberg
Inhalt: Der Tatort: Hamburg-Wilhelmsburg, Europas größte bewohnte Flussinsel , 1962 überflutet, flankiert von Hafenanlagen, Auto- und Bahntrassen, heute Heimat für Menschen aus 40 Nationen, gilt als sozialer Brennpunkt. Durch die Aktivitäten der Internationalen Bauausstellung und der Internationalen Gartenschau wird dem Stadtteil im Jahr 2013 ein neues Gesicht gegeben. Die einen begrüßen die Aufwertung ihres Viertels, Gentrifizierung befürchten die Gegner.

Jennifer Lorenz, die sich JayLo nennt, ist ein junges hübsches Mädchen aus dem Kiez, das in dem Wandel seine Chance sieht. Der Fotograf Daniel Wettinghusen hat ihr eine glanzvolle Karriere als Model vorhergesagt. Als seine Leiche unter Seerosen im »Kuckucksteich« gefunden wird, gehört JayLo zum engen Kreis der Tatverdächtigen. Hauptkommissarin Bettina Breuer quartiert sich für ihre Ermittlungen in Wilhelmsburg ein.
Sprecher:Sandra Borgmann (Bettina Breuer)
Martin Reinke (Jac Garthmann)
Rolf Petersen (Lutz Petersen)
Maria Magdalena Wardzinska (Jennifer JayLo Lorenz)
Julia Riedler (Maggie Wackernagel)
Nina Petri (Susanne Frieling)
Hüseyin Ekici (Yassin)
Tanja Dohse (Christa Lorenz)
Vladimir Pavic (Köster)
Sophie Dal (Ayse Yildirim)
Hans Krumpholz (KTU-Mann)
Konstantin Graudus (Daniel Wettinghusen)
Jens Poeck (Führer auf dem Ausflugsboot)
Michael Prelle (POM)
Jonas Frank (Jingle, Programmtrailer-Stimme, Sprecher)
Oskar Ketelhut (Ansager Waterhouses)
Daten zu Elisabeth Herrmann:geboren: 1959
Vita: Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg an der Lahn, Fernsehjournalistin und Krimiautorin, lebt in Berlin. Deutschlandradio produzierte 2007 "Das Kindermädchen" nach ihrem gleichnamigen Roman, der 2005 als bester deutschsprachiger Krimi ausgezeichnet und vom ZDF auch verfilmt wurde.
Erstsendung: 14.09.2013
Datenquelle(n): dra
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Titel:
Autor: Mirna Funk
produziert in: 2018
produziert von: BR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Stefanie Ramb
Komponist: Malakoff Kowalski
Inhalt: Jonathan ist ein Mann, der kein Gestern und kein Morgen hat. Dessen gesamtes Leben auf einem einzigen Blatt Papier stattfindet, das immer wieder gelöscht und neu beschrieben wird. Jonathan hat Israel, das Land, indem er geboren ist, noch nie verlassen. Er kann es nicht verlassen, weil er sich selbst nicht bewohnt. Er hat quasi keinen Körper, mit dem er reisen könnte. Keinen Körper, mit dem er Dinge schaffen könnte. Keinen Körper, um mit anderen in Kontakt zu treten. Er ist ein Lufthauch. Eine Sphäre. Er existiert nur als Reaktion. Es gibt von ihm ausgehend keine Aktion. Nichts, das aus ihm heraus agiert. Er reagiert nur auf Dinge, Menschen und Situationen. Sein Leben findet parallel zu all dem statt, was heute die moderne Welt mit ihren zahlreichen Möglichkeiten, dem Netzwerken, dem Reisen und dem sich selbst Entdecken ausmacht. Dieser Mann ist ein Gegenentwurf zur gegenwärtigen Gesellschaft und doch erfahren wir viel durch ihn über ebendiese Gesellschaft.

"Wir leben in einer Zeit, in der sich alles um persönliche Weiterentwicklung dreht, in der jeder Einzelne davon überzeugt ist, er könne alles tun und jeder sein. Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen glauben, immer wieder neu anfangen zu können. Ja, dass es viele verschiedene Leben in diesem einen gibt. Und wir leben in einer Zeit, in der wir fest davon überzeugt sind, dass wir frei sind. Auch Jonathan, der Protagonist meines Hörspiels, ist überzeugt davon, frei zu sein. Immer, wenn sein Leben nicht so läuft, wie er es sich wünscht, beginnt er einfach von vorn. So glaubt er jedenfalls. Er gibt sich einen neuen Namen, kleidet sich neu ein, beginnt einen neuen Job und eine neue Beziehung. Er verändert sein gesamtes Setting und denkt, dass nun alles anders wird. Aber das wird es nicht. Weil wir nicht neu beginnen können. Weil wir uns, unsere Traumata und unsere Geschichte mitschleppen. Ein ganzes Leben lang. Denn wir werden uns nicht los. Niemals." (Mirna Funk)
Sprecher:Michaela Steiger (Erzählerin)
Thomas Hauser (Yonathan)
Anna Drexler (Ella)
Walter Hess (Arik)
Krista Posch (Rachel)
Julia Riedler (Keshet/Tamar)
Christian Löber (Tomer)
Xenia Tiling
Daten zu Mirna Funk:geboren: 1981
Vita: Mirna Funk, geb. 1981 in Ost-Berlin, Schriftstellerin und Journalistin. Artikel und Essays für verschiedene Magazine und Zeitungen. Auszeichnungen u. a. Uwe-Johnson-Preis, 2015. Roman Winternähe (2015).
Hompepage o.ä.: https://mirnafunk.com/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 23.09.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
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Vorige/nächste Ausstrahlung:06.05.2019 um 00:05 bei DKultur  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Jörg Albrecht
produziert in: 2017
produziert von: BR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Stefanie Ramb
Komponist: Beißpony
Inhalt: Silvana Trans ist eine Frau. Doch mehr als zwanzig Jahre lang sagte ihr Spiegelbild ihr das Gegenteil. In einem männlichen Körper geboren, versucht sie jetzt, doch noch zur Frau zu werden – oder wenigstens weiblich genug zu sein. Und dabei durchläuft sie Therapiestunden, Untersuchungen, Gerichtsanhörungen, um die letzten, die entscheidenden Schritte gehen zu können. Transsilvana, der Dragking Tom Cruising, der deutschtürkische, schwule Katholik Hayati Terzi, der afrodeutsche Brian Storm und der stumme Toto Ricchetti – sie alle sind auf der Reise dorthin, wo die große Anerkennung winkt. Doch die Reise dauert und dauert. Und während sie reisen, nehmen sie gemeinsam ihren Lieblingsfilm auseinander: The Wizard of OZ.
Sprecher:Karolina Horster
Julia Riedler
Christian Erdt
René Dumont
Aurel Manthei
Franz Pätzold
Daten zu Jörg Albrecht:geboren: 1981
Vita: Jörg Albrecht, geboren 1981 in Bonn, lebt in Berlin. 2011 promovierte er über Abbrüche in Prosa und Hörstücken. Er veröffentlichte Prosa, Theatertexte, Hörspiele, Essays, Romane (zuletzt "Beim Anblick des Bildes vom Wolf", 2012) und Arbeit für intermediale Serien. Zusammen mit seinem Theaterkollektiv "copy & waste" erforscht er seit 2007 die Architektur von Städten und Fiktionen. Weitere BR-Hörspiele sind "Moon Tele Vision" (2008) und "Du kannst nicht immer schimmern, mein Spatz" (2009).
Erstsendung: 03.02.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:
Autor: Bettina Erasmy
produziert in: 2014
produziert von: HR
Laufzeit: 47 Minuten
Regie: Silke Hildebrandt
Inhalt: Maja streunt herum und lebt auf der Straße, lebt von den Dingen, die sie findet und die ihr die Menschen geben, die Verkäuferin aus dem Supermarkt oder die Männer, die Maja mitnehmen und mit ihr schlafen.

So sehr sie auch um sich selbst zu kreisen scheint, so messerscharf nimmt sie die Dinge um sich herum wahr. Ihr Lieblingsplatz: ein Sofa zwischen zwei Altpapiertonnen; dort liest sie alte Tageszeitungen und schaut manchmal auf, wenn jemand mit ihr spricht. Da verrutscht schon mal die Perspektive – so wie die Kapitel ihres Lebens. "Manchmal verbringe ich die Nächte in Tiefgaragen und Parkhäusern. Ich suche nach den Abdrücken von Leben, die die Menschen auf den Autositzen hinterlassen, irgendeinen Hinweis, ohne eigentlich zu wissen, was ich damit anfangen soll. Ein Kuscheltier auf der Rückbank, ein Aktenordner auf dem Beifahrersitz, Flecken, Flaschen, Plastik, Blumen, was steckt dahinter? Was geschieht, wenn die Dinge in die Abwesenheit der Menschen hineinzusprechen beginnen, wenn sie immer neue Gedanken haben?"
Sprecher:Julia Riedler
Stefan Kaminski
Hanns Jörg Krumpholz
Oliver Kraushaar
Anna Böger
Paula Hans
Daten zu Bettina Erasmy:Vita: Bettina Erasmy wurde in Köln geboren und lebt heute in Berlin. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Dramatik. Nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Köln und Vancouver/Kanada war sie als Dramatikerin und Regisseurin an verschiedenen Theatern tätig. Ihre Stücke wurden u.a. am Landestheater Tübingen, an der Berliner Volksbühne, an der Berliner Schaubühne, am Schauspielhaus Bochum, am Theater Basel oder den Ruhrfestspielen Recklinghausen aufgeführt. Zuletzt kam Dass wir Geister sind (2012) am Staatstheater Darmstadt zur Uraufführung. 2013 wird ihr Libretto der Oper Lola rennt an der Oper Regensburg uraufgeführt.
Erstsendung: 16.07.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:
Autor: Martin Heindel
produziert in: 2015
produziert von: WDR
Laufzeit: 88 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Martin Heindel
Inhalt: Ein zweiteiliges Hörspiel.

Ein Zug geistert durch Europas Backpacker-Szene. Es heißt, an Bord sei Party für immer. Es heißt, der Zug bringt dich ans Ziel, und niemand sei je von dort zurückgekommen. Alles nur Legende und Mythos? Der Zug entzieht dem Netz nachweisbar Strom, aber keiner kann ihn finden. Jeder kennt nur jemanden, der jemanden kennt, der den Zug gesehen haben will. Doch dann treffen Tycho und Lin die verwirrte Lou, die behauptet, selbst in dem mysteriösen Zug gewesen zu sein. Und sie will zurück. Mit Tycho und Lin. Warum nicht? Einen Versuch ist es wert.

Teil 1: It's a good life ...
Teil 2: ... if you don't weaken
Sprecher:Marleen Lohse (Lin)
Jonas Baeck (Tycho)
Clemens Schick (Cris)
Jule Böwe (Lou)
Julia Riedler (Karina)
Jens Wawrczeck (Sammler)
Eva Maria Arteaga (Consuela)
Charles Ripley (Sean)
Rasmus Dahlstedt (Anders)
Jan-Philipp Hochstetter (Jottpee)
Mark Zack (Bulgare)
Daten zu Martin Heindel:geboren: 1976
Vita: Martin Heindel, Jahrgang 1976, studierte Dramaturgie und lebt als Hörspielautor und -regisseur in München. Zuletzt schrieb er für den WDR das Hörspiel "Wie ein Lied" (2012).
Erstsendung: 19.02.2015
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Westdeutscher Rundfunk, Köln
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Vorige/nächste Ausstrahlung:10.06.2019 um 00:05 bei DKultur  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Frank Witzel
produziert in: 2017
produziert von: BR
Laufzeit: 53 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Stefanie Ramb
Komponist: Frank Witzel
Inhalt: Frank Witzel beherrscht ein einzigartiges Verfahren, um unserer leicht flüchtigen Realität Herr zu werden: er ver-rückt sie. In seinem Hör- und Sehspiel Die apokalyptische Glühbirne im geradezu wörtlichen Sinne, denn im Zentrum seiner Geschichte steht die schriftliche Hinterlassenschaft des seit seinem 9. Lebensjahr in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen weggesperrten Christoph Wendel. Von ihrer Mutter beauftragt, soll seine Großnichte Bettina die persönliche Habe des Verstorbenen aufräumen und stößt dabei auf ein dunkles Kapitel Familien- und Gesellschaftsgeschichte. Gegen das systematische Schweigen seiner Umwelt hat ihr Großonkel mit vermeintlich verrückten Briefen angeschrieben – sein verzweifelter Versuch ein für ihn tief traumatisches Erlebnis während der Nazizeit zu „bewältigen“.

Frank Witzel schafft mit dieser Setzung eine doppelte Leerstelle – durch Christoph Wendel, der verrückte Schlaufen um sein Trauma legt und durch das „Totschweigen“ der Familie –, die wir automatisch mit unseren eigenen Erfahrungen anfüllen. Erfahrungen mit Familienbiografien, über die ebenso dröhnend geschwiegen wurde und wird und die dann doch irgendwann wie wuchernde Schwären aufbrechen und unsere sozialen Gefüge erschüttern.

Dieses große „deutsche“ Thema packt Frank Witzel jenseits aller schulbuchmäßigen Didaktik mit den Mitteln des Absurden und der Groteske ohne es jedoch zu banalisieren oder gar zu bagatellisieren. Durch die Erweiterung seines Textes mit einem Zyklus ergänzender Zeichnungen und einer eigens dazu komponierten Musik breitet sich vor uns der dissoziierte Gedankenkosmos der Hauptfigur aus, eine vielfältige Einladung zur Selbstreflektion. Frank Witzel schafft mit seinem Verfahren Anknüpfungspunkte für unsere medialen und persönlichen Vorerfahrungen, denn die Auseinandersetzung mit der Schuldfrage beginnt ja zum Glück nicht erst heute. Dennoch müssen wir uns gewahr sein, dass sie eben auch noch lange nicht abgeschlossen ist und zu den Akten gelegt werden kann.

Für Christoph Wendel spendet die titelgebende Glühbirne als einzige Quelle Licht, Wärme und Hoffnung, gleichzeitig bedeutet das sprichwörtliche „Licht, das mit ihr aufgeht“ aber auch das Ende jeglicher Unschuld. Keiner kann nachher mehr sagen, er habe nichts gewusst. Diese Aufklärung ist aber kein neues Trauma, im Gegenteil, es ist der erste und notwendige Schritt zur Bewältigung. Im Mikrokosmos der Familie genauso, wie für uns als geschichtlich schuldbelastete Nachgeborene.
Sprecher:Peter Brombacher
Gaby Dohm
Thomas Hauser
Sophie von Kessel
Julia Riedler
Michael Tregor
Irina Wanka
Anton Winstel
Daten zu Frank Witzel:geboren: 1955
Vita: Frank Witzel, geb. 1955 in Wiesbaden, Autor, Essayist, Zeichner, Musiker. Für seinen Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969 erhielt er den Deutschen Buchpreis 2015 sowie den Robert Gernhardt Preis 2012. Weitere Veröffentlichungen u.a. Bluemoon Baby (2001), Revolution und Heimarbeit (2003), Vondenloh (2008).
Erstsendung: 29.10.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
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Titel:
Autor: Wolfgang Schorlau
produziert in: 2013
produziert von: NDR
Laufzeit: 110 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Hilke Veth
Inhalt: Berlin, Heidereutersee. Ein Angler findet die Leiche der 9-jährigen Jasmin am Ufer des Sees. Todesursache: zwei mit großer Wucht ausgeführte Schläge.

Die Indizien (Textilfasern und Sperma) verweisen eindeutig auf Bernhard Voss, Professor am Fachbereich Pharmakologie der Charité. Voss' Anwalt, von der Unschuld seines Mandanten überzeugt, engagiert den Privatermittler und Ex-Polizisten Dengler aus Stuttgart. - Hotel Adlon. Etwa zur gleichen Zeit wird Dirk Assmuss, hochrangiger Marketingspezialist eines großen Pharmakonzerns, entführt. Der Maskierte verlangt kein Lösegeld, nur Antworten auf seine Fragen zu den Geschäftspraktiken der Pharmaindustrie. Die Geisel gibt in ihrer wachsenden Verzweiflung schockierende Interna preis. Als dem Professor eine spektakuläre Flucht aus der Untersuchungshaft gelingt, beginnt eine aberwitzige Verfolgungsjagd quer durch Berlin.
Sprecher:Bernd Stegemann (Dirk Assmuss)
Maren Eggert (Kommareck)
André Szymanski (Schöttle)
Bernhard Schütz (Bernhard Voss)
Gabriela Maria Schmeide (Christine)
Frank Stöckle (Dengler)
Jeanette Spassova (Olga)
Tilo Werner (R. Voss)
Gerd Wameling (Lehmann)
Anne Weber (Biggi)
Wolf-Dietrich Sprenger (Schulz)
Stephan Schad (Polizist 1, Weber, Zentrale)
Jens Harzer (Henry)
Julia Riedler (Journalistin)
Hedi Kriegeskotte (Birgit)
Stefan Haschke (Justizbeamter)
Julian Greis (Mann)
Julia Riedler (Ansage Bahnhof)
Hanns Jörg Krumpholz (SEK-Leiter / Einsatzleiter)
Ole Schloßhauer (Polizist 2 / Arzt)
Julian Greis (Junger Mann / Barkeeper K-Bar)
Achim Hall (Taxifahrer)
Daten zu Wolfgang Schorlau:Vita: Wolfgang Schorlau geboren 1951 in Freiburg im Breisgau, lebt als freier Autor in Stuttgart. Bevor er zu schreiben anfing, hat er als Manager in der IT-Branche gearbeitet. Nun schreibt er Kriminalromane, die sich dicht an der sozialen und politischen Realität orientieren. 2006 erhielt er den Deutschen Krimipreis.
Erstsendung: 18.05.2013
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
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Titel:
Autor: Hannes Becker
produziert in: 2018
produziert von: BR
Laufzeit: 69 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Henri Hüster
Komponist: Fridolin Groß
Inhalt: Mitten in einem postapokalyptischen Bayern fahren vier Freundinnen in einem Auto über das Land. Sie haben einen Auftrag erhalten, jedoch widersprüchliche Hinweise, worin der Auftrag eigentlich besteht. Sollen sie etwas suchen, müssen sie einen Zeitpunkt abwarten? Geht es um die Liebe oder um die Freundschaft? Ist das da draußen eine Wüste? Und hat es diese Kindheit in Ingolstadt wirklich gegeben, an die sie sich erinnern wie an etwas, das es nie gab? Eine alte Frau und ein alter Mann stehen im Dunkeln. Schon lange sind sie voneinander getrennt. "Wann werden wir uns wiedersehen?" "Wo werden wir uns wiedersehen?" Kommt es auf die Zeit an oder auf den Ort? Die Fragen treiben sie auseinander und auch die Suche nach Antworten führt sie voneinander fort. Und doch hören sie nicht auf, an ein Wiedersehen zu glauben.
Sprecher:Alexander Duda
Ilona Grandke
Stefan Hunstein
Sylvana Seddig
Lorna Ishema
Julia Riedler
Jelena Kuljic
Aurel Manthei
Shenja Lacher
Katja Bürkle
Daten zu Hannes Becker:geboren: 1982
Vita: Hannes Becker, geb. 1982 in Frankfurt / Main, lebt in Leipzig, Dramatiker und Schriftsteller. Mitglied der Singkompanie Mayröcker und des Ensemble-Netzwerks. Theaterstücke u.a. Westliche Werte (2011), Der unsichtbare Fluss (2013).
Erstsendung: 05.10.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 11 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Andrej Kurkow
produziert in: 2015
produziert von: WDR
Laufzeit: 53 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Uwe Schareck
Bearbeitung: Uwe Schareck
Komponist: Tobias Kremer
Dramaturgie: Ursula Schregel
Inhalt: Tolja findet das Leben nicht mehr lebenswert, weil ihn seine Frau betrügt. Am liebsten würde er Selbstmord begehen. Aber er weiß genau, dass er dafür zu feige ist. Da kommt ihm die Begegnung mit dem ehemaligen Klassenkameraden Dima gerade recht. Ganz nebenbei fragt er ihn, ob er nicht vielleicht Kontakt zu einschlägigen Kreisen habe. Dima, der glaubt, Tolja will den Liebhaber seiner Frau aus dem Weg schaffen, verspricht Hilfe und Tolja vergibt per Postfach einen Auftrag an einen professionellen Killer. Als er aber Lena kennenlernt, will er plötzlich nicht mehr sterben. Doch sein Killer ist bereits unterwegs. Eine brillante tragikomische Geschichte des 1961 in Leningrad geborenen Autors, der heute in der Ukraine lebt. 
Sprecher:Gerrit Jansen (Erzähler)
Matthias Bundschuh (Tolja)
Stefan Kaminski (Dima)
Julia Riedler (Lena)
Nadja Bobyleva (Marina)
Benedikt Hahn (Kostja)
Mak Zak (Wanja)
Wieslawa Weselowska (Walja)
Moritz Heidelbach (Kellner)
Kerstin Fischer (Toljas Frau)
Oliver Krietsch-Matzura (Sergej)
Kordula Leiße (Frauenstimme Topsan)
Nina Lentföhr (Junge Frau)
Ilse Strambowski (Alte)
Michael Müller (Richter)
Katja Ruppenthal (An- und Absage/Bedienung)
Daten zu Andrej Kurkow:vollständiger Name: Andrei Jurjewitsch Kurkow
geboren: 23.04.1961
Vita: Andrei Jurjewitsch Kurkow (* 23. April 1961 in Budugoschtsch, Oblast Leningrad) ist ein russischsprachiger Schriftsteller aus Kiew.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 06.06.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Westdeutscher Rundfunk, Köln
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 12 von insgesamt 20
Vorige/nächste Ausstrahlung:03.05.2019 um 21:05 bei BR 2  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Gerhild Steinbuch
produziert in: 2018
produziert von: BR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Henri Hüster
Komponist: Tojukae
Inhalt: Als „final girl“ wird im Slasher-Film jene Frau bezeichnet, die dem Täter immer wieder entkommt – um ihn dann schließlich zur Strecke zu bringen. Was sie allerdings definiert, ist weniger ihre Stärke als ihr Nicht-Frau-Sein: Das final girl ist jungfräulich, unschuldig, unberührt oder zumindest asexuell; es wirkt androgyn und trägt Namen, die auch gut als Männernamen durchgehen könnten. Das final girl ist also weniger als emanzipierte Frauenfigur konzipiert, sondern als Projektionsfläche für den „male gaze“, den konservativ- männlichen Zuschauer, der sich daran ausleben bzw. darin einleben darf, denn die Möglichkeit der Identifikation mit dem final girl ermöglicht ihm das Hineinversetzen in Opfer und männlichen Täter gleichermaßen. Er kann also als Täter Opfer sein, ohne sich schuldig zu fühlen. Eine Geschichte, die, obwohl sie brutal ist, nicht weh tut, weil die Körper, auf denen sie sich gründet, nicht mehr gespürt werden müssen. Weil sie nicht gehört werden müssen. Weil der Täter nicht nur anstelle der Opfer sprechen kann, sondern weil er als Opfer sprechen kann. Das war ja einfach. Denn über Opfer will hier ohnehin ja niemand sprechen, die will niemand sprechen lassen. Aus dem Raum hinter der Geschichte beobachten vier final girls ein Land im Rechtsdrall. Täter gerieren sich als Opfer: Lügenpresse, Überfremdung, großer Austausch. Sie lauern nicht mehr länger im Schatten wie die Slasher in den Filmen der 70er, 80er und 90er Jahre, sondern drängen selbstverliebt lächelnd ins Licht, machen die Welt zu ihrer Bühne und überschreiben Geschichte mit ihrer Geschichte, in der nur Platz hat, wer wie sie ist. Und die wie sie sind, werden immer mehr. Als politische Vorzeigefigur schreitet ihnen der Kleine Prinz voran, der – im Gegensatz zu seinem Namensvetter – nur mit den Augen gut sieht. Die Haare ordentlich nach hinten gekämmt und schwiegermutterfreundlich lächelnd wirkt er auf den ersten Blick so demokratieverträglich, dass nicht auffällt, was sich in seinem Schatten an ewig gestrigem Gedankengut drängt, was da heraufgezogen kommt. Menschen ertrinken oder werden angezündet, Grenzen dicht gemacht, Tradition und Heimat hochgehalten, Männerbünde gefeiert. Und wenn doch einmal eine Frau herangebeten wird, wenn sie auftreten darf, dann als hübsches Beiwerk, das sich gut macht neben der Hauptfigur im Rampenlicht. Denn der postmoderne Slasher mordet nicht mehr blutig. Er tötet jeden Widerstand durch aufgezwungene Eingemeindung in ein Wir, unter dem das Aufbegehren verloren geht. Was aber, wenn das final girl sich irgendwann als Projektionsfläche begreift? Wenn es eine andere Filmrolle einlegt, eine Geschichte, in der die finals girls endlich eine andere Rolle spielen? Was passiert, wenn die final girls zurückschlagen?
Sprecher:Naomi Achternbusch
Katja Bürkle
Caroline Ebner
Julia Riedler
Sylvana Seddig
Daten zu Gerhild Steinbuch:geboren: 21.01.1983
Vita: Gerhild Steinbuch, geboren 1983 in Mödling, lebt in Graz. 1994 bis 1998 war sie Mitglied der Jugendliteraturwerkstatt Graz. Sie studiert Rechtswissenschaft und Szenisches Schreiben in Graz.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 22.06.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 13 von insgesamt 20
Titel:

Stahnke (Folge 1)
Autor: Frank Witzel
produziert in: 2018
produziert von: BR
Laufzeit: 52 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Leonhard Koppelmann
Komponist: Frank Witzel
Inhalt: Stahnke, ein ausgebildeter Architekt, Mitte vierzig, arbeitet für die Firma IGWT der Unternehmerin Schmidt-Ehry. Seine Aufgabe ist es, durch die Provinz der Bundesrepublik zu fahren und in Kleinstädten Möglichkeiten für Bauprojekte zu erkunden. Er analysiert dabei nicht nur die baulichen Gegebenheiten der jeweiligen Orte, sondern auch Sozialstruktur und politische Machtverhältnisse. Er muss deshalb vor allem die Schwachpunkte der Städte evaluieren, für die von seiner Arbeitgeberin oft nur scheinbare Lösungen angeboten werden. Stahnke - der in seiner Studentenzeit noch mit großem Interesse den städtebaulichen Diskurs verfolgt hat - ahnt, dass diese Bauprojekte reihenweise scheitern und mitunter sogar die Gemeinden in den Ruin treiben werden. Doch seine berufliche Ehre hat er längst verloren. Seine ganze Fach- und Menschenkenntnis, seine Fantasie und seine Intuition setzt er ausschließlich für einen Geschäftsabschluss ein. Um an Hintergrundinformationen der einzelnen Städte und Gemeinden zu gelangen, schreckt er auch nicht davor zurück, seine Gegenüber auszuhorchen und auszunutzen. So ist er beispielsweise mit verschiedenen Profilen bei Kontaktbörsen angemeldet, um Frauen aus der Stadtverwaltung der jeweiligen Kleinstädte zu treffen. Nicht nur vor anderen, auch vor sich selbst, schiebt er immer wieder die Notwendigkeit vor, Geld verdienen zu müssen, um seine Familie ernähren zu können. Dabei ist sein Privatleben im Begriff zu zerfallen. Stahnke ist ein Einzelgänger, der immer wieder in der Anonymität untertaucht. Seine Ehe ist geschieden, seine neue Beziehung zerrüttet. Ebenso ist das Verhältnis zu seiner fordernden Arbeitgeberin angespannt. Dennoch sind ihm Skrupel oder Selbstzweifel fremd. Sein Handeln hat er längst von seinem Fühlen abgespalten. Als eine Reihe mysteriöser Morde die Gegend erschüttert, die er jüngst für seine Standort-Evaluationen bereiste, gerät er ins Visier des ermittelnden Kommissars. Doch da ist Stahnke schon spurlos verschwunden.

„Die Ebene des Mythischen und Unbewussten dringt immer wieder in die Erzählung und in die scheinbar analytische Welt Stahnkes ein und entlarvt seinen Realismus als Illusion.“ (Frank Witzel)

In der Pilotfolge fährt Stahnke auf einer seiner Reisen durch die deutsche Provinz auf regennasser Straße einen jungen Mann an. Der Mann scheint nicht weiter verletzt und lehnt ab, dass Stahnke ihn in ein Krankenhaus bringt, angeblich weil er nicht krankenversichert ist. Stattdessen will er zu einer alternativen und illegalen Wohnwagen-Siedlung am Rand der Kleinstadt Gralsberg gefahren werden. Stahnke wittert hier ein Projekt und versucht Kontakte mit einem jungen Paar zu knüpfen, das in der Siedlung lebt. Doch noch während er Gralsberg wieder verlässt, erhält er einen beunruhigenden Anruf aus der Siedlung.
Sprecher:Wiebke Puls (Erzählerin)
Martin Feifel (Stahnke)
Götz Schulte (Über-Ich)
Oliver Nägele (Unter-Ich)
Nicole Heesters (Mutter)
Hanna Scheibe (Sandra)
Katja Bürkle (Almut)
Anna Drexler (Henriette)
Christiane Roßbach (Veulenkamp)
Rita Russek (Richterin)
Stefan Hunstein (Staatsanwalt)
Steven Scharf (Verteidiger)
Jutta Speidel (Frau Schmidt-Ehry)
Jochen Striebeck (van Reuningen)
Fabian Hinrichs (Egelmann)
Axel Milberg (Stilling)
Pola Jane O'Mara (Luna Twohearts)
David Zimmerschied (Jörg)
Julia Riedler (Marlene)
Thomas Hauser (Dietrich)
Irina Wanka (Isabell)
Tim Seyfi (Denis)
Kia Ahrndsen (Mädchen 1 vor Disko)
Irina Wanka (Mädchen 2 vor Disko)
Daten zu Frank Witzel:geboren: 1955
Vita: Frank Witzel, geb. 1955 in Wiesbaden, Autor, Essayist, Zeichner, Musiker. Für seinen Roman Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969 erhielt er den Deutschen Buchpreis 2015 sowie den Robert Gernhardt Preis 2012. Weitere Veröffentlichungen u.a. Bluemoon Baby (2001), Revolution und Heimarbeit (2003), Vondenloh (2008).
Erstsendung: 28.10.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:
Autor: Michaela Karl
produziert in: 2019
produziert von: NDR
Laufzeit: 49 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Eva Solloch
Bearbeitung: Eva Solloch
Dramaturgie: Michael Becker
Inhalt: Sie kam aus bestem britischem Hause und widmete ihr Leben dem „Führer“. Michaela Karl erzählt die schier unglaubliche Lebensgeschichte der Unity Valkyrie Mitford: Hitler-Groupie, nordische Göttin und verwöhnte Tochter eines britischen Lords. Mitte der dreißiger Jahre zieht die 20-jährige Cousine Winston Churchills nach München, um Hitler kennenzulernen. Göring hält sie für eine britische Spionin, der MI5 für eine törichte Person. Während Eva Braun angesichts der unerwarteten Konkurrenz einen Selbstmordversuch unternimmt, spekuliert die Presse offen über die künftige Mrs. Adolf Hitler. Doch als am 3. September 1939 Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklären, hallen plötzlich zwei Schüsse durch den Englischen Garten.
Sprecher:Julia Riedler (Unity Mitford)
Götz Schubert (Deutscher Agent 1)
Erik Schäffler (Deutscher Agent 2)
Matti Krause (Deutscher Agent 3)
Tomas Sinclair (Britischer Geheimagent)
Achim Buch (Sprecher)
Maja Schöne (Diana Mitford)
Tilo Werner (Ernst Hanfstaengl, Joseph Goebels)
Maria Magdalena Wardzinska (Eva Braun, Virginia Cowles)
Jürgen Uter (Journalist 3, Jewish Chronicle)
Michael Weber (Lord Redesdale, Journalist 2)
Anne Weber (Lady Redesdale, Journalistin 1)
Sebastian Rudolph (Fritz Wiedemann, Oswald Mosley)
Anton Pleva (Albert Speer)
Samuel Weiss (Donald St. Clair Gainer, Gastwirt)
Michaela Karl (O-Ton)
ergänzender Hinweis: Besetzung: Marc Zippel
Technische Realisation: Christian Alpen und Sebastian Ohm
Regieassistenz: Anne Abendroth
Erstsendung: 06.02.2019
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)NDR
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Titel:
Autor: John Burnside
produziert in: 2013
produziert von: NDR
Laufzeit: 116 Minuten
Regie: Barbara Meerkötter
Bearbeitung: Barbara Meerkötter
Komponist: Katrin Schüler-Springorum
Übersetzer: Bernhard Robben
Inhalt: Hoch oben im Norden, wo im Sommer das weiße Licht alle Konturen verwischt, ertrinken auf rätselhafte Weise junge Männer. Doch das scheint die wenigen Bewohner der Insel am Polarkreis nicht zu beun - ruhigen: Mehrdeutiges und Traumhaftes ist ihnen vertraut. Aber hat wirklich die rotgewandete Waldfee Huldra ihre Hand im Spiel, wie es die Sage behauptet? Die junge Liv, die mit ihrer berühmten Mutter am nördlichsten Rand der Insel lebt, glaubt zunächst nicht daran. Bis der alte Kyrre mit seinen Geschichten über die männermordende Huldra und die schöne, mysteriöse Maia ihre Vorstellungskraft beflügelt. Gelingt Liv die Lösung des Rätsels, oder verliert auch sie sich in einer Zwischenwelt aus Fantasie und Realität?
Sprecher:
offen
Liv/Erzählerin: Julia Riedler
Mutter: Barbara Auer
Ryvold: Achim Buch
Frank Verne/Harstad: Tilo Werner
Kate: Victoria von Trauttmansdorff
Kyrre: Wolf-Dietrich Sprenger
Maia: Maria Magdalena Wardzinska
Martin: Hans Löw
Daten zu John Burnside:geboren: 1955
Vita: John Burnside, geboren 1955 in Dungermline, Fife/Schottland, gilt als einer der renommiertesten Romanciers und Dichter der britischen Gegenwartsliteratur. In Deutschland wurde er vor allem mit seinen Romanen »Lügen über meinen Vater« (2011) und »Helle Sommernächte« (2012) bekannt. Gedichtbände: »The Light Trap« (2002), dt. 2011 als »Versuch über das Licht«. »Black Cat Bone« (2013). Auszeichnungen: Corinne Literaturpreis 2011, Petrarca Preis 2011, Forward Poetry Preis, T.S. Eliot-Prize 2013. Seit Sommer 2014 lebt er mit seiner Familie als DAAD-Stipendiat in Berlin.
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Titel:
Autor: Alexander Behrmann
produziert in: 2016
produziert von: BR
Laufzeit: 14 Minuten
Genre: Kurzhörspiel
Regie: Lorenz Schuster
Inhalt: Stilsicher und ausdrucksstark wird in Kann weg über die Konstruktion und Dekonstruktion von Identität aus Erinnern und Vergessen erzählt.
Sprecher:Julia Riedler
Sebastian Weber
Daten zu Alexander Behrmann:geboren: 1975
Vita: Alexander Behrmann, geb. 1975 in Kassel, promovierter Literaturwissenschaftler, arbeitet als Referent im Kommunikationsbereich im Goethe-Institut in München. Seit 2006 schreibt er (unter seinem Geburtsnamen Müller) frei für das Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sowie für den "Rolling Stone". Seit der Ausgabe 17/2015 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift "Krachkultur".
Erstsendung: 20.01.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
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Titel:
Autor: Christian Frascella
produziert in: 2013
produziert von: NDR
Laufzeit: 76 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Bearbeitung: Susanne Hoffmann
Übersetzer: Annette Kopetzki
Inhalt: Eigentlich ist sein Leben schon ruiniert, bevor es so richtig begonnen hat: Die Mutter mit einem jüngeren Tankwart durchgebrannt, der Vater Gelegenheitsarbeiter und Alkoholiker, die Schwester, "die Mönchsrobbe", eine Frömmlerin. Und er selbst: ein waschechter italienischer Zwerg-Macho von 16 Jahren, einer von den richtig harten Jungs, die selbst am Boden liegend noch große Sprüche klopfen. Und Schläge kassiert er jede Menge. Sogar von Chiara, der Angebeteten aus dem Minimarkt. Was der Beginn einer großen Liebe sein könnte ...
Sprecher:Oliver Stokowski (Erzähler)
Ludwig Trepte (Leo)
Julia Riedler (Chiara)
Marie Jung (Francesca (Fra))
Werner Wölbern (Chef)
Stephanie Eidt (Vittoria (Vi))
Felix von Manteuffel (Giulio)
Nico Holonics (Mauro)
Bernd Gnann (Tony)
Boris Burgstaller (Leiter)
Nico Eleftheriadis (Moder)
Marietta Meguid (Dorotessa)
Klaus Hemmerle (Dr. Frescotti)
Robert Besta (George)
Sebastian Schäfer (Arbeiter)
Berthold Toetzke (Collura)
Constanze Klemenz (Sekretärin)
Susanne Heydenreich (Lehrerin)
Norbert Beilharz (Direktor)
Ulrich Lampen (Sanitäter)
Bastian Kruse (Schwarzy)
Frauke Vetter (An- und Absage)
Dominik Evers (Schüler)
Moritz Hartnagel (Schüler)
Tim Liebl-Wachsmuth (Schüler)
Bastian Kruse (Schüler)
Daten zu Christian Frascella:geboren: 1973
Vita: Christian Frascella, Jahrgang 1973, lebt nach diversen Jobs als freier Autor in Turin. Sein Romandebüt "Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe", 2009 in Italien erschienen, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Erstsendung: 13.10.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Vorige/nächste Ausstrahlung:10.05.2019 um 20:03 bei SRF 1  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Marie T. Martin
produziert in: 2016
produziert von: SWR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Silke Hildebrandt
Dramaturgie: Ekkehard Skoruppa
Inhalt: Mia, Packman, Ulla und Jojo stehen kurz vor den letzten Schulprüfungen. Sie lauschen dem Beat des Universums und träumen von einer besseren Welt. In ihrem letzten gemeinsamen Sommer schwanken die vier zwischen Freiheitsdrang und Angst vor der Zukunft, zwischen Liebeskummer und dem Wunsch, die eigenen Träume verwirklichen zu können. Um sich lebendig zu fühlen, tanzen sie die Nächte durch und geben sich gegenseitig Halt – aber die Feier, die eigentlich einen neuen Lebensabschnitt eröffnen soll, endet tragisch.
Sprecher:Julia Riedler (Ulla)
Birte Schnöink (Mia)
Ole Lagerpusch (Jojo)
Johannes Kienast (Packman)
Victor Calero (Vaterl)
Bernd Gnann (Vater)
Nadine Kettler (Mutter)
Antonia Mohr (Mutter)
Lisa Schlegel (Mutter)
Daten zu Marie T. Martin:geboren: 1982
Vita: Marie T. Martin, geboren 1982 in Freiburg, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, lebt als freie Lektorin und Autorin in Köln. 2007 erhielt sie den MDR-Förderpreis, 2008 das Rolf Dieter Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln.
Erstsendung: 20.03.2016
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
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Titel:
Autor: Volker Präkelt
produziert in: 2013
produziert von: NDR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Volker Präkelt
Komponist: Volker Präkelt
Frank Tschöke
Dramaturgie: Susanne Hoffmann
Inhalt: Ein Hörspieltrip, ausgehend von Pink Floyds gleichnamigem epochalem Konzertalbum, das am 24. März 2013 seinen 30. Geburtstag feiert. Von der Struktur her folgt das Hörspiel den zehn Tracks des Albums, das ja in Gänze eine Auseinandersetzung ist mit dem Dunklen, dem Wahnsinnigen, ausgelöst durch die psychische Erkrankung des Gründungsmitglieds Syd Barrett. Diese Geschichte bildet den fiktiven Handlungsstrang des Hörspiels. Montiert wird sie mit O-Tönen von Pink Floyd Mitglied Roger Waters, mit dem damaligen Toningenieur Alan Parsons, Oliver Sacks und Texten aus der Literatur.
Sprecher:Stefan Kaminski (Syd Barret)
Maria Magdalena Wardzinska (Lynsey)
Sven Schelker (Alex / Fan 2)
Julia Riedler (Gayle / Fan 3)
Meike Harten (Winifred)
Julia Nachtmann (Rosemary)
Uli Pleßmann (Roland Laing / Fotograf)
Martin Wißner (Jamie Eloy)
Tim Grobe (Piggy)
Tobias Diakow (Roger Waters)
Stefan Haschke (David Gilmour)
Janning Kahnert (Rick Wright)
Rüdiger Hauffe (Nick)
Lennart Zippel (Syd (12))
Benjamin Utzerath (Tonmann / Lautsprecherstimme)
Ole Schlosshauer (Radiostimme / Pat Boone)
Volker Präkelt (Veranstalter / Gast)
Klaus Dittmann (Erzähler Hörspiel / Brautvater / Autofahrer)
Jan Kuhlmann (Moderator / Fan 1)
Robert Missler (Sprecher)
Anna-Lena Vogt (Sprecherin)
Stefan Kaminski (Maulwurf / Ratte / Kröterich / Dachs)
Daten zu Volker Präkelt:geboren: 14.05.1956
Vita: Volker Präkelt moderierte bis Ende der Achtziger Sendungen wie den ARD Nachtrock aus Berlin, später den NDR Nachtclub und die Sendung Planet Blue für Radio Eins (RBB). Er baute den Musiksender VH-1 Deutschland auf, schrieb und moderierte für NDR Fernsehen, war Redaktionsleiter diverser TV-Medienmagazine und besetzte das Musikalische Quintett. Mit der mehrfach ausgezeichneten Hörbuchreihe "Marvi Hämmer" kehrte er als Autor und Regisseur zu den Hörmedien zurück. Der NDR produzierte 2009 seine Krimikomödie "Der letzte Hippie".
Hompepage o.ä.: http://www.volkerpraekelt.de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 24.03.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)NDR
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Titel:
Autor: Michel Houellebecq
produziert in: 2015
produziert von: SWR
Laufzeit: 108 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Komponist: Rainer Römer
Übersetzer: Norma Cassau
Bernd Wilczek
Inhalt: »Houellebecq trifft den Nerv der Zeit, die Angst vor dem Islam. Aber er bedient nicht die Ängste. Im Gegenteil. Er spießt sie auf.« Ruthard Stäblein in DIE TAGESZEITUNG »Soumission« ist ein radikaler Genreroman. Das Genre: Social Fiction. Radikal, weil nichts weniger als der Untergang unserer libertär-kapitalistischen Konsumgesellschaft im Mittelpunkt steht. Frankreich im Jahr 2022: Die Partei der ›Muslimbrüder‹ entscheidet unter der Führung des charismatischen Ben Abbes die Stichwahl um die französische Präsidentschaft gegen die rechtsnationalen ›Identitären‹ unter Marine Le Pen für sich. Um einen Bürgerkrieg zu vermeiden, haben das liberale wie konservative bürgerliche Lager und die Sozialisten den islamischen Politiker Ben Abbes unterstützt. Ein schleichender aber gleichwohl radikaler Gesellschaftswandel ist die Folge. Im Zentrum der Geschichte steht François – Mitte vierzig und nach seinen libertären Ausschweifungen gekennzeichnet vom 'Ennui'. Er arrangiert sich (oder kollaboriert) am Ende mit den Annehmlichkeiten der neuen, demokratisch gewählten islamischen Regierung. Als Literaturprofessor an der Sorbonne ist sein Spezialgebiet der Schriftsteller Joris-Karl Huysmans, ein Exponent der französischen Décadence-Literatur des späten 19. Jahrhunderts. Huysmans Leben und Werk erzählt vom aufgeklärten und sich verfeinernden Geist, dessen Identität sich immer mehr auflöst und nirgendwo Legitimitität findet. Selbstmord oder die Rettung im ästhetischen Katholizismus war hier die konsequente Schlussfolgerung. Genauso wie Huysmans willigt François ein in die Herrschaftsform einer religiös motivierten Domestizierung, die sich dieses Mal Islam nennt und in wörtlicher Übersetzung »Unterwerfung« bedeutet. Schließlich folgt auf jede Revolution eine Phase der Restauration; und die gut situierte der 1968er-Generation mündet eben in die ab dem Jahre 2022. »Wie jeder gute Genreroman ist auch ›Unterwerfung‹ voll drastischer Effekte, ironischer Wendungen und beißender Kritik am Zeitgeist. Und wie es sich für gute (Social)Science Fiction gehört, ist die Zukunft auch hier eigentlich nur eine entrückte Gegenwart: Ich möchte in meiner Hörspielfassung das Gegenwärtige in Houellebecqs Dystopie – oder Utopie, je nach Standpunkt! – mit dokumentarischen Mitteln erzählen. Konterkariert wird dieser Fake-Dokumentarismus von dem atmosphärischen Ästhetizismus, den François‘ Auseinandersetzung mit Huysmans auszeichnet.« (Leonhard Koppelmann)
Sprecher:Samuel Weiss (François)
Christian Redl (Robert Rediger)
Wolfram Koch (Joris-Karl Huysmans/Durtal)
Imogen Kogge (Marie-Françoise Tanneur, Professorin)
Johannes Silberschneider (Alain Tanneur, Geheimdienstler)
Johann von Bülow (Parteigänger der Identitären/Rezitation Péguy)
Martin Rentzsch (Jean-François Loiseleur/Historiker/Dom Jean-Pierre Longeat)
Julia Riedler (Myriam)
Anne Leßmeister (Nadia/Frau im Bürgermeisteramt von Nevers)
Tina Wilhelm (Babeth)
Doris Wolters (Sylvia/Bankangestellte)
Thomas Stephan (David Pujadas/Radio- und Fernsehkommentator)
Michael Matting (Jean-François Cope/Radio- und Fernsehkommentator)
Christian Susanka (Radio- und Fernsehkommentator)
Manuel Harder (Daniel Da Silva/Lacoue, Wachmann / Butler im Hause Rediger)
Hedi Kriegeskotte (Marine Le Pen)
Wolfgang Michalek (Mohammed Ben Abbes)
Moritz Brendel (Manuel Valls)
Tina Wilhelm (Hôtelière)
Rosi Knoden (Tickerstimme)
Daten zu Michel Houellebecq:geboren: 26.02.1956
Vita: Michel Houellebecq, geboren 1956 in La Réunion, lebt zur Zeit in Irland. Er ist Preisträger des Grand Prix National des Lettres. 1998 wurde ihm für das Buch "Elementarteilchen" der Prix Novembre zugesprochen. Es wurde inzwischen in 22 Sprachen übersetzt und hat eine Millionenauflage erreicht. "Plattform" ist nach "Ausweitung der Kampfzone" (Hörspiel des Monats August 2000) und "Elementarteilchen" (Hörbuch des Monats Oktober 2001) der dritte Roman Houellebecqs, den der WDR als Hörspiel produziert.
Hompepage o.ä.: http://www.houellebecq.info/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 08.10.2015
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Abfragedauer: 1,5504 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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