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Hörspieldatenbank

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Kriterien: Sprecher entspricht 'Joseph Lorenz' - Auswahl wurde auf maximal 20 Sätze/Seite begrenzt.- Suche nach Treffer irgendwo im Feld
Titel:
Autor: Patricia Josefine Marchart
produziert in: 2013
produziert von: ORF
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Katharina Weiß
Komponist: Carlo Pelikan
Inhalt: Irgendwann reicht's ihr dann. Nach Jahren einer ausgedörrten und kinderlos gebliebenen Ehe lässt sich die 39-jährige Flüchtlingsbetreuerin Eva scheiden. Nun aber muss ein neuer Mann her - oder zumindest ein Spermaspender. Und wo findet man so was heutzutage? Im Internet natürlich. Die Angebote sind zahlreich, die einschlägigen Agenturen sind spezialisiert und verlieren ihre Kunden am liebsten "paarweise". Allerdings scheinen sich im Internet vorwiegend Exhibitionisten, Grenzgänger und andere fragwürdige Gestalten zu tummeln. Eva stößt unter anderem auf einen Schauspieler der eigentlich Pornodarsteller ist, auf einen Komponisten - der Maria Calles für seine Mutter hält -, auf einen Fußballbesessenen und auf einen reichen aber homosexuellen Adeligen, der bloß eine "Gebärmutter" für seinen potentiellen Nachwuchs sucht.

Die oberösterreichische Autorin Patricia Josefine Marchart hat für ihr Hörspiel @LOVE gründlich recherchiert. Es ist nicht notwendig, sagt sie, allzu viel zu erfinden. Die Odyssee durch den digitalen Liebesdschungel böte ausreichend Stoff für ein Hörspiel der ganz besonders turbulenten Art.
Sprecher:Michou Friesz (Mitochondrien Eva)
Erni Mangold (Evis Mutter)
Wolfram Berger (El.tanguero)
Joseph Lorenz (H&C Grant)
Eva Herzig (Telefonstimme)
Peter Simonischek (Route 66)
Ljubisa Lupo Grujcic (Rapid Sixpack)
Martin Schwab (Komponist)
Markus Meyer (Magma Spirit)
Boris Eder (Privatier)
Haymon Buttinger (Frauentraumerfüller)
Christoph von Friedl (Jung)
MusikerNatalie Jean Marain (Gesang) Ric Toldon (Gesang) Markus Christiner (Gesang) Max Kuderna (Violine) Michael Gindl (Piano)
Erstsendung: 14.05.2013
Datenquelle(n): ORF
YaGru
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vorheriger  / nächsterTreffer 2 von insgesamt 26
Titel:
Autor: Sophie Reyer
produziert in: 2016
produziert von: ORF
Laufzeit: 48 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Philip Scheiner
Komponist: Alexander Schuster
Dramaturgie: Edith Ulla Gasser
Inhalt: Sie ist Dramatikerin, Lyrikerin, Buchautorin Komponistin und Bildende Künstlerin. Sophie Reyer, geboren 1984 in Wien, ist eine der interessantesten Erscheinungen des literarischen Lebens. Von hochexperimentellen Kunstinstallationen bis zum berührenden Kindermärchen, vom handfest politischen Theaterstück bis zur zartschwebenden Erzählprosa, vom fragil-hermetischen Lyrikband bis zu provokanten philosophischen Gedankenexperimenten arbeitet sich die junge Autorin genreprägend in immer neue Bereiche vor.

In ihrem neuen Hörstück "Baumleberliebe" verfolgt Sophie Reyer Ideen des 1984 verstorbenen französischen Philosophen Michel Foucault; vor allem Foucaults Begriff der "Biomacht" hat es der Autorin angetan. Im Sinn dieser Machtstrategie gibt es den Einzelnen und seine Interessen nicht mehr, was in Sophie Reyers schräg-schrillem Hörstück dazu führt, dass Menschen in Bäume verwandelt werden, um Papier aus ihnen zu gewinnen. Vater, Mutter, Sohn und Tochter durchlaufen eine Transformation der besonderen Art, und begegnen dabei diversen Figuren aus dem speziellen Reyer´schen Phantasiekosmos
Sprecher:Eva Mayer (Daphy)
Gideon Maoz (Sohn Fawn)
Joseph Lorenz (Vater Penei)
Petra Morzé (Mutter Medy)
Sona MacDonald (Neue Leber)
Ruth Brauer-Kvam (Remote-Control)
Dominic Oley (Dogge)
Erstsendung: 13.12.2016
Datenquelle(n): ORF
YaGru
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vorheriger  / nächsterTreffer 3 von insgesamt 26
Titel:
Autor: Patricia Josefine Marchart
produziert in: 2010
produziert von: ORF
Laufzeit: 58 Minuten
Regie: Katharina Weiß
Komponist: Carlo Pelikan
Inhalt: In Österreich sind derzeit etwa 300.000 Arbeitssuchende ohne Job, das entspricht einer Arbeitslosenquote von mehr als sechs Prozent. Viele wenden sich hilfesuchend ans AMS, werden geschult, eingeschult und umgeschult. Dort treffen sie auf Viola Linhart, eine kühle Blonde, die Arbeitslose für asozial hält, sich aber nicht ungern an deren Lebensgeschichten ergötzt.

Es treten auf: Ein Profifußballer, der nur mehr auf einem Bein steht, eine schießwütige und deshalb ehemalige Polizistin und ein Hedgefondsmanager, der von der Notstandshilfe lebt. Und Frau Linhart hat durchaus einiges anzubieten. Gesucht werden etwa: Begräbnisredner. Ein makelloser Job für Redegewandte, schwarzer Mercedes-Dienstwagen inklusive. Weiters im Angebot: Ein Druidenseminar in Norwegen, eine Trainerausbildung, damit noch mehr Trainer Heere von Trainern ausbilden können. Arbeitslose, das wissen Frau Linhart und das AMS, sind das Potenzial der Zukunft.

Die oberösterreichische Autorin und Filmemacherin Patricia Josefine Marchart hat in ihrem Stück ein bizarres Szenario entworfen. Das AMS als Tollhaus, in dem niemand daran denkt, auf Arbeitslosigkeit mit Depressionen zu reagieren.
Sprecher:Michael König (Dr. Edmund Wolkenstein)
Angela Schneider (Cäcilia Neumann)
Markus Hering (Freund Bert)
Peter Strauss (Gustav Wankmüller)
Michou Friesz (Jenny Riemenschneider)
Brigitte Karner (Xenia von Rauhenstein)
Bibiana Zeller (Mama Linhardt)
Martin Schwab (Toni Fletscher)
Joseph Lorenz (Herrmann Miesenbart)
Peter Simonischek (Mag. Hochmuth)
Peter Uray (Kaspar Linhardt)
Betty Semper (Fitnesstrainerin Lucy)
Chris Pichler (Viola Linhardt)
MusikerWalther Soyka (Ziehharmonika) Mog Modovski (Rap) Carlo Pelikan (Orchester und Band-Instrumente)
Erstsendung: 09.03.2010
Datenquelle(n): ORF
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vorheriger  / nächsterTreffer 4 von insgesamt 26
Titel:
Autor: Bettina Balàka
produziert in: 2004
produziert von: ORF
Laufzeit: 43 Minuten
Regie: Renate Pittroff
Inhalt: Zwischen Anfang und Ende, zwischen Abschied und Wiedersehen, breiten sich die Lebenswelten von Rolf und Eva aus. Beide begeben sich auf eine Reise. Während Rolf in eine reale Außenwelt aufbricht, reist Eva in ihr Inneres. Rolf fährt mit seinem Motorrad durch Landschaften und Dörfer, trifft Menschen. Seine Wahrnehmungen sind im Hier und Jetzt. Eva bleibt im Haus. Sie streift durch Erinnerungen und Träume, durch eine irreale märchenhafte Welt.
Sprecher:Chris Pichler (Eva)
Helmut Bohatsch (Rolf)
Harald Harth (Tankwart)
Joseph Lorenz (Priester)
Peter Strauss (Baumeister)
Corinna Kirchhoff (Suleika)
Hilde Sochor (Großmutter)
Gerd Wameling (Erzähler)
Daten zu Bettina Balàka:geboren: 1966
Vita: Bettina Balàka, geboren 1966 in Salzburg, freie Schriftstellerin, lebt in Wien. Sie schreibt Romane, Theaterstücke sowie Hörspiele und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Literaturpreis 2005 der Akademie Graz.
Erstsendung: 27.07.2004
Datenquelle(n): ORF
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Titel:
Autor: Walter Kappacher
produziert in: 2010
produziert von: SWR
Laufzeit: 81 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Oliver Sturm
Bearbeitung: Oliver Sturm
Dramaturgie: Iris Drögekamp
Inhalt: August 1924: H. ist auf der Rückreise und macht Halt in Fusch, einem Kurbad in den Salzburger Alpen, wo er mit seinen Eltern vor dem Krieg lange Sommer verbrachte. Inzwischen hat sich viel verändert: Freunde sind ihm abhanden gekommen, sein Ruhm liegt Jahre zurück, sein Schaffen ist bedroht von einer labilen Gesundheit und den leisesten Störungen. Auch im abgelegenen Bad Fusch hat die neue Zeit Einzug gehalten, an der er nur mehr als Beobachter teilnimmt, der sich selbst zunehmend fremd geworden ist. Bei einem Spaziergang wird H. ohnmächtig. Als er wieder zu sich kommt, lernt er den jungen Doktor Krakauer kennen, den Privatarzt einer Baronin. Auch er ist ein Rückkehrer in einer fremden Welt. H. sucht dessen Freundschaft, doch da ist die Baronin und da ist die Einsamkeit, der er nicht mehr entkommt. Walter Kappacher schildert die Lebens- und Sinnkrise eines Schriftstellers - Hugo von Hofmannsthal - , der sich in der Mitte eines Lebens wiederfindet, das ihm nicht behagt.
Sprecher:Felix von Manteuffel (Erzähler)
Joseph Lorenz (Hofmannsthal)
Christoph von Friedl (Dr. Krakauer)
Eva Hosemann (Baronin von Trattnik)
Evamaria Salcher (Elisabeth von Trattnik)
Elisabeth Findeis (Baronin Lotzki)
Ernst Konarek
Wolf-Dietrich Sprenger
Andreas Szerda
ergänzender Hinweis: Technische Realisierung: Johanna Fegert; Judith Rübenach
Regieassistenz: Nicole Paulsen
Erstsendung: 24.10.2010
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:
Autor: Werner Schwab
produziert in: 2004
produziert von: ORF; RBB
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Wolfgang Stahl
Inhalt: Schwabs Variation auf Arthur Schnitzlers "Reigen" ist ein nicht weniger "unzüchtig-reizendes" Dichterprodukt als es die Vorlage aus dem Jahr 1896 für sich behaupten konnte. Allerdings treibt Schwab in seinem "Reigen" das anstößige, zwischenmenschliche Beziehungskarussell mit ziemlich derber Inbrunst in den "geschlechtlichen Totalverkehr". Seine Figuren drehen und winden dabei einander die Wörter im Mund herum wie abschraubbare Geschlechtsteile. Und weil am Ende des Reigens jeder mit jedem seine sexuell-erregenden Freuden vollzogen hat, ist Schwabs (...) Satire bis zuletzt ein lustvoll-wortschwangeres Kabinettstück. (Pressetext zur Neuinszenierung auf der Probebühne des Schauspielhauses Graz, 2003)
Sprecher:Maria Hofstätter (Hure)
Fritz Hammel (Angestellter)
Ulrike Beimpold (Friseuse)
Joseph Lorenz (Hausherr)
Corinna Kirchhoff (Die junge Frau)
Frank Hoffmann (Ehemann)
Ulli Maier (Sekretärin)
Nicholas Ofczarek (Dichter)
Brigitte Karner (Schauspielerin)
Wolfgang Hübsch (Abgeordneter)
Cornelius Obonya (Sprecher)
Daten zu Werner Schwab:geboren: 04.02.1958
gestorben: 11.01.1994
Vita: Werner Schwab (1958-1994) hatte zunächst Bildhauerei an der Akademie in Wien studiert. Vor seinem brachialen Eingreifen in die deutschsprachige Bühnenszene sei er nur ein einziges Mal im Theater gewesen, behauptete er selbst, und zwar zur Pause. Immer auch umstritten wegen seiner mildelosen Verätzungen in unverwechselbarer Kunstsprache, war er schon vor seinem frühen Tod zum Maßstab geworden. Allein im Jahr 1992 zeigten mehr als 40 Theaterhäuser die "Volksvernichtung".

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 21.05.2004
Datenquelle(n): dra
ORF
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Titel:
Auszeichnungen (1):ORF Hörspielpreis: 2009
Autor: Joseph Roth
produziert in: 2009
produziert von: DLR; ORF
Laufzeit: 111 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Robert Matejka
Bearbeitung: Helmut Peschina
Komponist: Max Nagl
Inhalt: Der Schah von Persien reist, um seiner orientalischen Langeweile zu entkommen, auf Staatsbesuch nach Wien. Er sehnt sich nach exotischen Ländern und nach exotischen Frauen. Auf einem Ball, der ihm zu Ehren gegeben wird, begehrt er, in Unkenntnis der hiesigen Sitten, für sein nächtliches Vergnügen die schöne Baronin W., die ihrerseits aber dummerweise mit einem Sektionschef aus dem Finanzministerium verheiratet ist.

Das Krisenkomitee schwitzt, tagt - und handelt. Der junge Rittmeister Alois Franz Baron von Taittinger erkennt, dass die Baronin W. einer gewissen Mizzi Schinagl, die er des öfteren heimgesucht und mit der er einen unehelichen Sohn hat, zum Verwechseln ähnlich sieht. Mit Hilfe der Garderobe des Burgtheaters wird Mizzi als Fürstin ausstaffiert und dem orientalischen Gast zugeführt.

Nach der solcherart glücklich überstandenen gemeinsamen Nacht schenkt der Schah der falschen Baronin zum Dank drei Reihen großer schwerer Perlen - und das Unheil nimmt seinen Lauf. Mizzi gerät in die Hände von Betrügern, ein schmieriger Redakteur deckt den Schwindel auf, Taittinger muss seinen Dienst quittieren. Am Ende fällt ein Schuss.

Pointenreich und gnadenlos decouvriert Joseph Roth in dem 1939, seinem Todesjahr, erschienen Roman die gesellschaftliche Verkommenheit und doppelte Moral der ausklingenden Donaumonarchie.

Helmut Peschina, der neben der "Strudlhofstiege" von Heimito von Doderer und Werken von Elias Canetti oder Hans Lebert bereits mehrere Romane von Joseph Roth für den Hörfunk bearbeitet hat, hat diesmal, gemeinsam mit seinem Regisseur Robert Matejka, ein besonderes - und besonders raffiniertes - Konzept gefunden, um der Vielzahl der handelnden Personen "Herr" zu werden.
Sprecher:Stefanie Dvorak (Die Mizzi)
Joseph Lorenz (Baron Taittinger)
Michou Friesz (Leni / Erzählerin)
Elisabeth Orth (Frau Matzner / Erzählerin)
Erwin Steinhauer (Patominos (Eunuch des Schah) / Gefängnisdirektor / Bankier Efrussi / Redakteur Lazik / Restaurateur Hanfl / Oberst von Taittingers Regiment / Juristischer Beirat Politzer / Ministerialrat Sackenfeld / Erzähler)
Dietrich Siegl (Stationsvorstand / Schah / Zeremonienmeister / Geheimpolizist Sedlacek / Lissauer (Geliebter der Mizzi) / Ober Ottokar / Wachtmeister / Trummer (Lenis Verlobter) / Erzähler)
Cornelius Obonya (Adjutant / Polizeiarzt Stiasny / Notar / Rechnungsoffizier Zenower / Xandl (Taittingers Sohn) / Polizeiarzt Stiasny / Mann im Café / Oberstleutnant Kalergi, Erzähler)
MusikerAnne Harvey-Nagl (Violine) Tim Dunin (Bass)
Daten zu Joseph Roth:vollständiger Name: Moses Joseph Roth
geboren: 02.09.1894
gestorben: 27.05.1939
Vita: Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody, Ostgalizien; † 27. Mai 1939 in Paris) war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist.
Joseph Roth hat seine Herkunft zum Gegenstand vielfacher Verschleierungen und Mystifikationen gemacht. Vor allem die Person seines Vaters erschien in mehrfachen schillernden Umgestaltungen: Er sei der außereheliche Sohn eines österreichischen Offiziers, eines polnischen Grafen, eines Wiener Munitionsfabrikanten. All diesen Erzählungen ist gemeinsam der frühe Verlust des Vaters. Dementsprechend zieht sich der Vaterverlust, und in übertragener Form der Verlust des Vaterlandes, nämlich der österreichischen Monarchie, als roter Faden durch Roths Werk.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 11.04.2009
Datenquelle(n): dra
ORF
ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 8 von insgesamt 26
Titel:
Auszeichnungen (1):ORF Hörspielpreis: 2007
Autor: Heimito von Doderer
produziert in: 2007
produziert von: NDR; ORF
Laufzeit: 270 Minuten
Regie: Robert Matejka
Bearbeitung: Helmut Peschina
Komponist: Kurt Schwertsik
Inhalt: Die im IX. Wiener Bezirk gelegene und "Strudlhofstiege" genannte Treppenanlage ist symbolträchtiger Dreh- und Angelpunkt des 1951 erschienenen Romans. Im Mittelpunkt steht der Amtsrat und frühere K. u. K. Major Melzer, bei dem "im Oberstübchen das Licht nicht gerade sehr hell brennt". So hat Doderer seine Hauptfigur, einen klassischen Anti-Helden charakterisiert. Über verschlungene Abwege, Intrigen und Verstrickungen richtet er sich am Ende scheinbar zufrieden ein in seinem kleinbürgerlichen Glück. Der polyphon strukturierte Roman, eine österreichische "Comedie humaine" und "epische Auseinandersersetzung mit der bürgerlichen Gesellschaft schlechthin" (Marcel Reich-Ranicki), ist ein pointilistisch gestaltetes Zeitgemälde der Wiener Gesellschaft von 1910 - 1925. Gegenwart und erinnerte Vergangenheit vermischen sich dabei immer wieder. Der mit Marcel Proust verglichene österreichische Schriftsteller wollte so vor allem die von ihm "erste Wirklichkeit" genannte, erinnerte und daher "wahre Realität" abbilden. "Die Strudlhofstiege" gehört zu den epochalen Großstadtromanen des 20. Jahrhunderts und gilt bis heute als der "Wien-Roman" schlechthin.
Sprecher:Peter Matic (Erzähler 1)
Peter Simonischek (Erzähler 2)
Brigitte Karner (Mary K.)
Joseph Lorenz (Melzer)
Stefano Bernardin (René Stangeler)
Michou Friesz (Etelka Stangeler, verh. Grauermann)
Eva-Maria Salcher (Asta Stangeler, verh. Haupt)
Leslie Malton (Editha Pastré, verh. Schlinger/Zwillingsschwester Mimi Scarlez)
Jaschka Lämmert (Paula Schachl/Paula Pichler)
Eva Herzig (Ingrid Schmeller, verh. Burdau)
Toni Slama (Herr Schmeller)
Branko Samarovski (Major Laska)
Boris Eder (Stephan Grauermann, Etelkas Mann)
Fritz Hammel (Teddy Honnegger)
Volker Schmidt (Benno Grabmayr)
Christoph Zadra (Stephan Semski)
Nicholas Ofczarek (Edouard Langl)
Simon Jaritz (Robert Lindner)
Lukas Sartori (Ernst Marchetti)
Mathias Kahler (Georg Geyrenhoff)
Julian Loidl (Otto Buschmann)
Fritz Karl (Dr. Negria)
Paul Wolff-Plottegg (Oskar K.)
Wolfgang Hübsch (Vater Stangeler)
Peter Uray (Dr. Hartknoch)
Rainer Frieb (Hunt)
Robert Matejka (Diener)
MusikerErnst Kovacic (Violine) Mathilde Hoursiangou (Klavier)
Daten zu Heimito von Doderer:geboren: 1896
gestorben: 1966
Vita: Heimito von Doderer wurde 1896 in Weidlingau als Sohn eines Architekten bei Wien geboren. Die Jahre 1916 bis 1920 verbrachte er in russischer Kriegsgefangenschaft. Sein Studium der Geschichtswissenschaft schloss er mit Promotion ab. Mit den Romanen "Die Strudlhofstiege" (1951), "Die Dämonen" (1956) und "Die Merowinger" (1962) zählt der für den Nobelpreis für Literatur vorgeschlagene Autor zu den bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er starb 1966 in Wien.
Erstsendung: 16.05.2007
Datenquelle(n): dra
ORF
ORF
ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 9 von insgesamt 26
Vorige/nächste Ausstrahlung:08.06.2019 um 14:00 bei Ö1 (Folge 1 von 3)  Phonostart Radio Cloud*
09.06.2019 um 14:00 bei Ö1 (Folge 2 von 3)  Phonostart Radio Cloud*
10.06.2019 um 14:00 bei Ö1 (Folge 3 von 3)  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Auszeichnungen (1):ORF Hörspielpreis: 2005
Autor: Hans Lebert
produziert in: 2004
produziert von: NDR; DLR; ORF
Laufzeit: 172 Minuten
Regie: Robert Matejka
Bearbeitung: Helmut Peschina
Komponist: Max Nagl
Inhalt: "Schweigen", ein entlegenes, in Regen, Jauche und den Geruch des Todes getränktes Dorf im November. Ein Matrose, der nach Jahrzehnten zurückgekehrt ist. Ein toter Vater, eine stillgelegte Ziegelei, Wege, die in den Wald führen. Ein Fotograf, ein Gasthof und eine dem Vergessen verschworene Gemeinde. Ein Fluch liegt über dem Ort. Die Toten schweigen, und wenn die Lebenden endlich anfangen zu sprechen, müssen sie sterben. Wer ist der Mörder? Der Matrose sucht das Rätsel zu lösen. Er tastet sich in die Vergangenheit zurück und läuft so Gefahr, selbst das nächste Opfer zu werden.

Verdrängung und Schuld in einer österreichischen Dorfgemeinschaft nach dem Krieg sind Thema von Hans Leberts 1960 veröffentlichtem Roman, ein sprachlich-kühnes Meisterwerk der österreichischen Literatur in der Tradition von Kafka, Musil und Broch. Eine wichtige Rolle - so die frisch gekürte Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek - habe Hans Lebert für die Entstehung ihres eigenen Werkes gespielt und ohne ihn "gäbe es keinen Thomas Bernhard, keinen Gerhard Fritsch u.v.a.".
Sprecher:Peter Matic (Erzähler)
Michael König (Matrose)
Ernst Konarek (Maletta)
Götz Kauffmann (Binder)
Jaschka Lämmert (Herta Binder)
Wolfgang Hübsch (Habergeier)
Wolfgang Böck (Rotschädel)
Ulli Maier (Fräulein Jakobi)
Fritz Muliar (Schmied)
Heribert Sasse (Habicht)
Helmut Bohatsch (Sträfling)
Hermann Scheidleder (Schober)
Rudolf Wessely (Schreckenschlager)
Leo Braune (Ukrutnik)
Gerhard Dorfer (Zotter)
Gerti Drassl (Erna)
Peter Faerber (1. Mann)
Christoph von Friedl (Hans Höller)
Harald Harth (Zitter)
Willy Höller (2. Mann)
Roland Knie (Arzt)
Joseph Lorenz (Inspektor)
Karl Menrad (Lehrer)
Branko Samarovski (Herr Suppan)
Lukas Sartori (Fuchsenschneider)
Andrea Schramek (Irma)
Peter Strauß (Strauss)
Hannes Thanheiser (Hackl)
Hanna Tomek (Kellnerin)
Peter Uray (Zopf)
Bibiana Zeller (Frau Suppan)
MusikerWilli Brandstötter (Tuba) Reinhold Brunner (Klarinette) Melissa Coleman (Cello) Anne Harvey-Nagl (Violine) Otto Lechner (Ziehharmonika) Max Nagl (Saxophon) Leonhard Paul (Basstrompete) Roman Rindberger (Trompete)
Daten zu Hans Lebert:geboren: 09.01.1919
gestorben: 20.08.1993
Vita: Hans Lebert (1919-1993), in Wien geborene Neffe Alban Bergs, war Opernsänger, Maler und Schriftsteller. Er entzog sich 1941, wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt, der Einberufung in die Wehrmacht. Lebert lebte seit 1956 in Baden bei Wien. Neben "Die Wolfshaut" (1960) zählen "Das Schiff im Gebirge. Eine Erzählung" (1955) und "Der Feuerkreis" (Roman, 1971) zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen. 1961 wurde ihm der "Theodor-Körner-Preis" verliehen, er erhielt den "Preis der Stadt Wien für Dichtkunst" (1973) und 1992 den "Franz-Grillparzer-Preis der Hamburger Stiftung F.V.S."

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 12.01.2005
Datenquelle(n): dra
dra
ORF
ORF
YaGru
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Vorige/nächste Ausstrahlung:18.05.2019 um 14:00 bei Ö1
Titel:
Autor: Helmut Peschina
produziert in: 2019
produziert von: ORF
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Biografie
Regie: Harald Krewer
Komponist: Max Nagl
Inhalt: Am 27. Mai 2019 jährt sich zum 80. Mal der Todestag Joseph Roths. Man kennt seine Schriften, aber kaum die Lebensgeschichte des Autors. Der Joseph-Roth-Kenner und Hörspielautor Helmut Peschina hat für Ö1 aus Originalquellen ein biografisches Joseph-Roth-Hörspiel verfasst, das Roths Lebensgeschichte erzählt und ein besseres Verständnis seiner Werke ermöglicht. Von Brody in Ostgalizien über Lemberg, Wien, Berlin bis ins Hotel Foyot in Paris folgt das Hörspiel Roths Lebensweg. Anders als im dokumentarisch verpflichteten Feature wird im Hörspiel die "innere Wahrheit" Roths deutlich.

"So scharf und genau seine Beschreibungen auch sind, indezent oder indiskret sind sie nie. Er litt mit seinen Geschöpfen, er verurteilte sie nie. Aber er tauchte sie in das klare Licht, in dem alle Details deutlich werden. Er liebte die Anmut mehr als den Tiefgang und hatte Charme genug, um auf die Gewichtigkeit verzichten zu können. Leicht gab sich die Weisheit Joseph Roths, gelassen und heiter". (Marcel Reich-Ranicki).

Roth wird von vielen noch immer nur als verklärter Monarchist eingeschätzt und nicht als der scharf und klar denkende politische Autor, der sich in seinen Aufsätzen und Feuilletons gegen Verfolgung, Ausbeutung und politischen Terror stark machte. Seine unzähligen Feuilletons - er war einer der bestbezahlten Feuilletonisten seiner Zeit - sind von einem Großteil der Leserschaft noch immer unentdeckt.

Ende Jänner 1933 verließ Roth Deutschland, um nach Frankreich zu emigrieren: "Es ist Zeit, wegzugehen. Sie werden unsere Bücher verbrennen und uns damit meinen. Wenn einer jetzt Jakob Wassermann heißt oder Alfred Döblin oder Roth, darf er nicht länger abwarten. Wir müssen fort, damit es nur die Bücher sind, die in Brand gesteckt werden". Diese bedrohliche Zukunftsvision der Bücherverbrennung, bezugnehmend auf Heinrich Heines Äußerung "... wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen", soll Joseph Roth im Kreise von Freunden und Bekannten im Juni 1932 in einem seiner Berliner Stammlokale ausgesprochen haben. Drei Monate nach Roths Tod im Mai 1939 beginnen die Nationalsozialisten einen Krieg, der ein Weltkrieg werden wird, und in dem seine Frau Friedl und alle seine Verwandten umgebracht werden.
Sprecher:Erwin Steinhauer (Joseph Roth)
Michael Rotschopf (Sprecher der historischen Aufnahmen)
Katharina Stemberger (Friede Roth)
Christiane von Poelnitz
Katharina Lorenz (Irmgard Keun)
Johannes Silberschneider (Soma Morgenstern)
Joseph Lorenz (Stefan Zweig)
Ulrich Noethen (Gustav Kiepenheuer)
Falk Rockstroh
Daten zu Helmut Peschina:geboren: 1943
Vita: Helmut Peschina, geboren 1943, lebt in Wien. Seit 1974 arbeitet er als freier Autor, schreibt Bücher, Stücke, Hörspiele und Funkbearbeitungen.
Erstsendung: 18.05.2019
Datenquelle(n): YaGru
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Titel:
Autor: Julian Schutting
produziert in: 2007
produziert von: ORF
Laufzeit: 40 Minuten
Regie: Lukas Cejpek
Bearbeitung: Lukas Cejpek
Komponist: Katharina Klement
Inhalt: Man sollte, sagt der Autor in einem Interview, den Mond öfter betrachten, auch die Bäume und die Natur. Denn dadurch könne man vielleicht für ein paar Sekunden von allem Übel absehen und der Gemeinheit und der Niedertracht - nicht zuletzt auch der eigenen - für Momente entfliehen. Aber auch wenn Julian Schutting über die Donau schreibt und über Adalbert Stifter, über Schuhe, über Antonius und Cleopatra, über vorüberrauschende Wildgänse, über Fliegeralarm in "aufgestörten Nächten" und, natürlich, über den Mond, denkt er keine Sekunde daran, Idyllen herbeizuschreiben. Julian Schutting reagiert in der ihm eigenen Weise auf eine als bedroht empfundene Welt.

Lucas Cejpek hat sechs poetische Miniaturen zu einem Hörspiel zusammengefasst. Der Autor selbst nennt sie "lyrische Monologe", "Hörbilder" oder "Gedichte mit verteilten Rollen". Gebrochen und verbunden durch Musik der österreichischen Komponistin Katharina Klement entsteht so ein Stück, dass nur auf den ersten Blick unzeitgemäß wirkt. Denn Julian Schutting hat sich von Kategorien wie aktuell oder zeitgemäß längst gelöst.
Sprecher:Julian Schutting (Der Autor)
Harald Harth (Der Großvater, Schuhverkäufer)
Bibiana Zeller (Die Großmutter, Mutter)
Chris Pichler (Die Frau, Mutter, Cleopatra)
Joseph Lorenz (Der Mann, Antonius)
Simon Jaritz (Das Kind, Sohn)
Erstsendung: 23.10.2007
Datenquelle(n): ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 12 von insgesamt 26
Titel:
Autor: Ingomar von Kieseritzky
produziert in: 2007
produziert von: NDR
Laufzeit: 39 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Sven Stricker
Inhalt: Das schöne Fräulein Wyss, 34 Jahre alt, schwyzerisches Idiom, dazu recht vermögend, sucht per Annonce seriöse Begleiter für eine PilgerSühne-Tour nach Assisi. Als "attraktive Schläfenlappen-Persönlichkeit", Seelentier Bär, empfängt sie starke religiöse Visionen, hervorgerufen durch cerebrale Irritationen, ein in der Neuro-Theologie geschätztes Phänomen. Zwei insolvente Herren, ein abgehalfterter Gourmetkritiker und ein insolventer Entomologe, die beide seriöse - d.h. finanzielle wie fleischliche - Interessen an einer guten Partie haben, melden sich. Angeblich ist der Weg das Ziel. Aber Mademoiselle Wyss durchkreuzt ihre nur notdürftig kaschierten Absichten, indem sie auf dem Pilgerpfad klug Verwirrung stiftet. Am Ende wartet auf das Trio ein Heiliger Franziskus, samt seines Adlatus Tommaso. Beide sind aus dem Irrenhaus von Manopello entsprungen, mit Visionen und Absichten ganz eigener Art. Als skurrile Farce und Parodie religiösen Wahns und esoterischer Erweckungsbewegungen unterschiedlicher Couleur hat Ingomar von Kieseritzky seinen höchst unterhaltsamen Text konzipiert.
Sprecher:Tonia Maria Zindel (Clara Wyss)
Joseph Lorenz (Egon Ratleb)
Jürgen Hentsch (Wolfgang Bruhl)
Konstantin Graudus (Tommaso)
Peter Maertens (Francesco)
Daten zu Ingomar von Kieseritzky:geboren: 21.02.1944
gestorben: 05.05.2019
Vita: Ingomar von Kieseritzky, 1944 in Dresden geboren, lebt seit 1971 als freier Schriftsteller in Berlin. Er verstarb am 5. Mai 2019 in Berlin. Er war ein Verfasser von Romanen, Erzählungen und über 100, vielfach preisgekrönten, Hörspielen, darunter "Compagnons und Concurrenten oder Die wahren Künste" ("Hörspielpreis der Kriegsblinden, 1996). Der NDR produzierten zuletzt: "Doyles Dilemma" (2003). Literarische Auszeichnungen u.a.: "Bremer Literaturpreis" (1989) und "Alfred-Döblin-Preis" (1997). Stadtschreiber von Bergen 2006/2007.

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Erstsendung: 31.10.2007
Datenquelle(n): dra
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Titel:
Autor: Andreas Jungwirth
produziert in: 2016
produziert von: DKultur; ORF
Laufzeit: 70 Minuten
Regie: Harald Krewer
Inhalt: Der Heimatort hat sich verändert. Türken und Mazedonier sind die neuen Nachbarn. Ein Besuch bei den Eltern.

Langholzfeld, eine kleine Siedlung am Rand der österreichischen Stadt Linz, wurde in den 1960iger Jahren gebaut, größtenteils von Flüchtlingen aus den ehemaligen deutschen Gebieten in Rumänien und Jugoslawien. Dreißig Jahre nachdem der Erzähler seinen Heimatort Richtung Wien und Berlin verlassen hat, kehrt er für eine Recherche zurück. Viele Häuser stehen inzwischen leer, ihre Erbauer sind gestorben oder leben im Seniorenheim. Manche Häuser wurden verkauft, an Türken oder Mazedonier. Für sie ist Langholzfeld ihr neues Zuhause. Der Vater des Erzählers weigert sich lange, ist am Ende aber doch bereit, am Projekt des Sohnes mitzuarbeiten.
Sprecher:Karl Markovics (Erzähler)
Nikolaus Barton (Der junge Vater)
Branko Samarovski (Der alte Vater)
David Miesmer (Otto)
Joseph Lorenz (Der Onkel)
Elfriede Irrall (Die Mutter)
Julia Gschnitzer (Frau Seethaler)
Murathan Muslu (Hakan)
Dessi Urumova (Die Pflegerin)
Maria Hofstätter (Die Ärztin)
Daten zu Andreas Jungwirth:geboren: 15.04.1967
Vita: Andreas Jungwirth, geboren 1967 in Linz, lebt als Theater- und Hörspielautor in Berlin. Deutschlandradio Kultur produzierte 2008 "Outside Inn" und 2009 (mit dem Österreichischen Rundfunk) "Volksgarten".
Hompepage o.ä.: http://www.andreasjungwirth.at/

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Erstsendung: 20.03.2016
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
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Titel:
Autor: Dieter Sperl
produziert in: 2005
produziert von: ORF
Laufzeit: 43 Minuten
Regie: Nikolaus Scholz
Inhalt: Ulla Medlitzky ist eine erfolgreiche Frau Mitte dreißig, verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter. In ihrer Firma, die berufsorientierte Zusatzqualifikationen anbietet, ist sie für die Bereiche "Vernetztes Denken und Selbstcoaching" zuständig. Eines Tages erzählt sie ihrer besten Freundin Susanne von einem ehemaligen Geliebten namens Vincent, der scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht ist, um sie wiederzusehen. Susanne will allerdings erfahren haben, dass Vincent drei Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Gemeinsam fahren die beiden Freundinnen nach Wien, um Vincent zu treffen, doch der kommt nicht zu der vereinbarten Verabredung.
Sprecher:Piroska Szekely (Ulla)
Joseph Lorenz (Hermann)
Cornelia Köndgen (Susanne)
Chris Pichler (Petra)
Noemi Fischer (Sigrid)
Xaver Hutter (Werner)
Stefan Moser (Robert)
Matthias Lühn (Michael)
Nikolaus Kinsky (Manfred)
Herbert Föttinger (Franz Horvath)
Sonja Romei (Katharina)
Stefan Ortis (Vincent)
Alexe Schmid (Krankenschwester)
Nikolaus Scholz (Josef)
Michaela Aigner (Sekretärin)
Mia Scholz (Liesi)
Daten zu Dieter Sperl:geboren: 1966
Vita: dieter sperl, geb. 1966, lebt in wien. herausgeber der edition "gegensätze", fallweises kuratieren von events (z.b. "gehDICHT", textprojekt im öffentlichen raum wr. neustadt, kunst im zentrum 1996), war von 1989-93 mitherausgeber der literaturzeitschrift perspektive. veröffentlichte u.a.: "entwurf von sich selbst", edition ch 1994; "draußen im kopf", blattwerk 1996.
Erstsendung: 12.07.2005
Datenquelle(n): ORF
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Titel:
Auszeichnungen (1):ORF Hörspielpreis: 2016
Autor: Euripides
produziert in: 2016
produziert von: ORF
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Alice Elstner
Bearbeitung: Helmut Peschina
Komponist: Clemens Gadenstätter
Übersetzer: Paul Martin
Inhalt: Vor mehr als 2.400 Jahren geschrieben, zählt Euripides Fassung der Medea-Sage zu den wichtigen Texten der abendländischen Kultur. Für Ö1 hat Helmut Peschina den Text bearbeitet: "Mein Anliegen war es, die Hörspielfassung dieses antiken, immerwährend gültigen Stoffes sprachlich und sprechrhythmisch in eine zeitgenössische Form zu bringen, ohne das Archaische der euripideischen Tragödie zu verlieren".

Außergewöhnlich ist auch die Musik dieses Hörspiels: Lukas Schiske, Björn Wilker und Alex Lipowski haben eigens für dieses Hörspiel geschaffene Kompositionen von Clemens Gadenstätter umgesetzt. Gadenstätters Ziel war es, "sich den Ungeheuerlichkeiten des Textes zu nähern, indem Metallplatten brennen, seufzen, schreien, klagen, schlagen ..."
Sprecher:Sylvie Rohrer (Medea)
Roland Koch (Jason)
Alexandra Henkel (Korintherin)
Elisabeth Orth (Amme)
Paul Wolff-Plottegg (Erzieher)
Martin Schwab (Kreon)
Joseph Lorenz (Ägeus)
Markus Meyer (Bote)
MusikerLukas Schiske Björn Wilker Alex Lipowski
Daten zu Euripides:Vita: Euripides (* 480 v. Chr. oder 485/484 v. Chr. in Salamis; † 406 v. Chr. in Pella; begraben in Makedonien) ist einer der großen klassischen griechischen Dramatiker.

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Erstsendung: 26.11.2016
Datenquelle(n): ORF
YaGru
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Titel:
Autor: Karin Spielhofer
produziert in: 2007
produziert von: ORF
Laufzeit: 28 Minuten
Regie: Lukas Cejpek
Inhalt: Drei Figuren begeben sich auf die Reise und suchen dort, was sie hier nicht finden. Die "Reisende" folgt den Glücksverheißungen der westlichen Reise- und Wellness-Industrie und läßt sich aus ihrem Alltag in immer neue Destinationen katapultieren. Ein Glückscoach unterstützt sie dabei, ihre Sehnsucht in Mobilität zu übersetzen. Die "Migrantin" verläßt eine unerträgliche Situation in ihrer Heimat, begibt sich auf den Schleppermarkt und läßt sich in der Fremde absetzen. Ihre Fantasien vom gelobten Land erweisen sich als inkompatibel mit der Realität. Ein "Netzbewohner" begibt sich in den Flow der körperfernen Kommunikation, er reist weltweit im Netz. In ihrem neuen Stück "Mehr reisen" weitet die österreichische Autorin Karin Spielhofer den Begriff des Reisens aus. Sie dokumentiert drei Arten der Suche nach dem Anderswo, nach mehr Erfüllung und Glück und weniger Angst, Zwang, Routine - alle drei manipuliert von Offerten, die der Markt bereithält.
Sprecher:Chris Pichler (Reisende)
Lukas Sartori (Netzbewohner)
Alev Irmak (Migrantin)
Joseph Lorenz (Glückscoach alias (Glücks)schlepper alias (Glückbringender/populistischer) Politiker)
Alena Baich (Mehrsprachige)
Miho Yoshimura (Japanerin)
Erstsendung: 15.05.2007
Datenquelle(n): ORF
YaGru
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Titel:
Autor: Marianne Sula
produziert in: 2014
produziert von: ORF
Laufzeit: 108 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Renate Pittroff
Inhalt: Metternichs Parkett ist der Salon, seine Waffe das geschliffene Gespräch, sein Heer Spitzel und Denunzianten. Mit ihrer Hilfe wird er nahezu vierzig Jahre lang zu verhindern suchen, dass das ideologische Erbe der Aufklärung und der französischen Revolution auch in Österreich und den deutschen Ländern Fuß fassen kann.

Metternich war die dominierende Person auf dem Wiener Kongress (18. September 1814 bis 9. Juni 1815) zur Neuordnung Europas. Metternichs Ziel war die Bildung eines deutschen und eines italienischen Staatenbundes, in deren Rahmen jeweils Österreich die Führungsmacht werden sollte.

Metternich ist von seinem Selbstverständnis her ein Vertreter des Ancien régime, weltoffen, eloquent, ein "homme de femmes", der Mätressen neben der Ehefrau für absolut legitim hält. Seine grande passion Wilhelmine von Sagan hingegen ist bereits ein Kind der neuen Epoche der Romantik, sie versucht, wie in Schlegels "Lucinde" propagiert, Liebe und Ehe zu vereinen und scheitert zwangsläufig. Ihr, der politisch Interessierten, bleibt in einer Welt der Männer lediglich der Salon, um zu brillieren. Ihre "politische" Korrespondenz mit Metternich in den Jahren von 1813-1815 hat sie auf Metternichs Wunsch hin später verbrannt. Das gibt Anlass zur Vermutung, dass viele der von Metternich umgesetzten diplomatischen Winkelzüge in Wahrheit auf Wilhelmine von Sagan zurückgehen… In Sagans Schlösschen Ratiborice in Böhmen treffen sich im Juni 1813 der österreichischen Kanzler Metternich und der russischen Zar Alexander I um das weitere Vorgehen der Allianz gegen Napoleon I. zu besprechen.
Sprecher:Michael König (Metternich)
Joseph Lorenz (Friedrich von Gentz)
Eva Herzig (Wilhelmine von Sagan)
Michael Dangl (Alfred von Windisch-Graetz)
Erhard Hartmann (Napoleon)
Krista Stadler (Fürstin von Liechtenstein)
Harald Harth (Fürst von Ligne)
Elfriede Irrall (Fürstin von Lieven)
Chris Pichler (Eleonore von Metternich)
Eva Mayer (Marie von Metternich)
Detlev Eckstein (Sprecher)
Daten zu Marianne Sula:geboren: 01.06.1954
Vita: Marianne Sula, 1954 in Wien geboren, schreibt Lyrik, Theaterstücke, Kurzprosa und Romane, u.a. "Orangen und Chorgitter". 1993 erhielt sie den Salzburger Dramenpreis. Der NDR beteiligte sich 1998 als Co-produzent an ihrem ersten Hörspiel "Das Grün, Madame" (DeutschlandRadio Berlin/NDR 1998).
Hompepage o.ä.: http://marianne-sula.at/
Erstsendung: 25.10.2014
Datenquelle(n): ORF
ORF
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Titel:
Autor: Andreas Renoldner
produziert in: 2004
produziert von: ORF
Laufzeit: 59 Minuten
Regie: Katharina Weiß
Komponist: Susanna Ridler
Inhalt: Eine kleine Expedition bricht in die Wüste auf. Bald stellt sich heraus, dass das Unternehmen aus Geldmangel zu Fuß durchgeführt werden muss. Irgendwo vor Ihnen, das GPS-Gerät zeigt neunzig Kilometer, sollte der Beweis für eine wissenschaftliche These zu finden sein, obwohl auch der Professor nicht genau sagen kann, was zu finden sein wird. Nach einer stürmischen Nacht in einer Höhle geht es weglos über kleine Dünen in ein Land, von dem nur ein Satellitenbild existiert. Mit GPS kein Problem, sagt der Führer, ein Spezialist für Wüstenwanderungen, obwohl die Assistentin auf sehr eigenartige Phänomene hinweist. Einfach nicht hinschauen, sagt der Führer und geht voran.
Sprecher:Martin Schwab (Professor)
Joseph Lorenz (Führer)
Gundula Rapsch (Sie)
Daten zu Andreas Renoldner:geboren: 11.03.1957
Vita: Andreas Renoldner, geboren am 11.3.1957 in Linz, besuchte nach Matura und Studium die Gastgewerbefachschule und machte seinen Abschluss als Koch/Kellner und wurde Pächter einer Betriebskantine. Seit 1988 arbeitet er als freischaffender Schriftsteller. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, z.B. den "Linzer Geschichtenschreiber" 1993/94, den 1. Preis beim Drehbuchwettbewerb des Landes Österreich 1994/95, den "ORF Österreich 1. Essay Förderpreis" 1998 und das Staatsstipendium für Literatur 1999/2000. Er schrieb zahlreiche Romane, Kinderbücher und Hörspiele.
Hompepage o.ä.: http://www.renoldner.at/
Erstsendung: 12.04.2005
Datenquelle(n): ORF
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Titel:
Autor: Fritz Schindlecker
produziert in: 2014
produziert von: ORF
Laufzeit: 80 Minuten
Genre: Historie
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Julia Herzog
Komponist: Martin Zrost
Inhalt: Es geschah vor genau einhundert Jahren. Die Nacht über hatte es geregnet, doch als der kaiserliche Sonderzug am 28. Juni 1914 gegen 9 Uhr 45 in Sarajewo einfährt, teilen sich die Wolken und die ersten Sonnenstrahlen kommen durch. Eine knappe Stunde später waren Franz Ferdinand, der Thronfolger, und Sophie, seine Gattin, tot. Der junge serbische Nationalist Gavrilo Princip hatte, nachdem das geplante Attentat schon gescheitert schien, zwei ungezielte Schüsse auf den Wagen des Paares abgefeuert. Es ist einer unglücklichen Verkettung von Zufällen zu danken, dass er traf. Minuten später wird er, nach einem missglückten Selbstmordversuch, verhaftet. Um 11 Uhr 15 wird Gavrilo Princip dem Untersuchungsrichter Dr. Leo Pfeffer vorgeführt. Das Attentat, sagt er, sei nicht "erfolgreich" gewesen. Er bedaure sehr, "die arme Frau" getroffen zu haben. "Ich töte nicht absichtlich eine Mutter von drei Kindern."


Neunzig Minuten

Von dem "Mord in Sarajevo" habe ich zum ersten Mal 1964 als Elfjähriger gehört. Mein Großvater hat mir davon erzählt. Er war im Sommer 1914 als 22-jähriger Artillerie-Leutnant in den Krieg gezogen. Erleichtert vermutlich, wie die meisten Offiziere jener Tage, denen die ewig scheinende "Untätigkeit" gar nicht behagte: seit 1866 hatte die Donaumonarchie keine Schlacht mehr geschlagen. Jetzt war es endlich so weit. Mannesmut und strategisches Geschick durften unter Beweis gestellt und für Gott, Kaiser und Vaterland in die Waagschale der Geschichte geworfen werden.

Doch nach vier Jahren grauenhafter Erlebnisse zuerst in Russland und dann am Isonzo war nicht nur für meinen Großvater nichts mehr von dem übrig, wofür er vier Jahre gekämpft hatte. Der Kaiser hatte abgedankt, das sogenannte Vaterland war zerfallen und Gott schien sein Wirken in ein Paralleluniversum verlegt zu haben.


Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts

Die Ouvertüre für diese Tragödie lieferte der 28. Juni 1914. Eine Handvoll serbischer Jugendlicher hatte sich entschlossen, ein Attentat zu verüben, das heute vielen als das Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts gilt. Denn man kann den Aufstieg des Faschismus in Italien, des Stalinismus in Russland, des Nationalsozialismus in Deutschland und damit auch den Zweiten Weltkrieg durchaus als Folgeerscheinungen der Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg begreifen.

Und den Anlassfall für diesen Krieg lieferte das Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand, dem auch dessen Ehefrau Sofie zum Opfer fiel. Dabei hatte es nicht an Warnungen gefehlt. Auch nicht von serbischer Seite: So soll Botschafter Jovan Jovanovic gegenüber dem k.-u.-k.-Finanzminister Graf Leon v. Bilinski angedeutet haben, es "bestünde die Gefahr eines Anschlages durch 'junge Serben'". Denn schon die Wahl des Besuchstages musste die Gemüter erhitzen.

Der 28. Juni ist der "Sv. Vidov-Dan". An diesem serbischen Nationalfeiertag wurde 1389, so erzählt es die Legende, Sultan Murad I. nach der Schlacht am Amselfeld vom "jungen Patrioten" Milos Obilic erstochen. Auf den höchsten Exponenten einer Okkupationsmacht war ein erfolgreiches Attentat verübt worden.


Minimale Sicherheitsvorkehrungen

Damals die Osmanen, heute die Habsburger. Für die Jungserben mochte das auf der Hand liegen. Doch in Wien hielt niemand eine Terminänderung für notwendig. Man demonstrierte Gelassenheit. Die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort erreichten nicht einmal das in solchen Fällen übliche Ausmaß. Zwar befanden sich wegen eines k.-u.-k.-Manövers in der Region etwa 25.000 Soldaten. Es wäre also rasch möglich gewesen, 1.000 oder 2.000 Infanteristen in Sarajevo als Schutztruppe zusammenzuziehen.

Hof und Regierung in Wien vertraten allerdings die Ansicht, eine solche Maßnahme wäre nur dann vertretbar, wenn es sich um einen "offiziellen Besuch des Thronfolgers" handelte. Da aber Franz Ferdinand von seiner "nicht standesgemäßen" Ehefrau begleitet wurde, befand er sich auf einer "Privatreise".


Radio in Echtzeit

Als ich 2009 die Hintergründe des Attentats recherchierte, verlagerte sich mein Interesse immer mehr auf den schicksalhaft anmutenden Ablauf der Ereignisse in Sarajevo selbst:

Um etwa 9 Uhr 45 war der Zug mit dem kaiserlichen Salonwagen angekommen. Um 11 Uhr 15 wurde der "erfolgreiche" Attentäter Gavrilo Princip dem Untersuchungsrichter Leo Pfeffer vorgeführt. Was hatte sich in diesen 90 Minuten zugetragen? Ein Bombenanschlag war gescheitert, eine Brandrede gehalten und ein Gala-Diner zubereitet worden. Schließlich hatte eine Reihe von Missverständnissen zu einer Irrfahrt geführt, die auf geradezu groteske Weise die Opfer zum Attentäter brachte. Der schoss nach eigenen Angaben ungezielt und traf dennoch Franz Ferdinand und Sofie tödlich.

Es gibt zahlreiche Dokumentationen, die in den letzten Jahrzehnten die Hintergründe und Folgen des Attentats beleuchtet haben. Eine Echtzeitreportage über das, was an diesem Vormittag geschehen ist, gab es bisher nicht. Und genau dieses Drehbuch wollte ich schreiben. Da man mir beim Fernsehen keine Möglichkeit bot, mein Vorhaben adäquat umzusetzen, nahm ich einen Medienwechsel vor: So entstand ein Hörspiel, das dank hervorragender dramaturgischer Beratung, exzellenter Regie und großartiger Schauspielleistung zu einem - wie ich hoffe - spannenden Ereignis für die Ö1 Gemeinde geworden ist. Den Hörer/innen von Ö1 wird die Möglichkeit gegeben, die dramatischen Ereignisse einhundert Jahre später in Echtzeit nachzuverfolgen.



Der österreichische Schriftsteller und Drehbuchautor Fritz Schindlecker hat jene 90 Minuten, die die Welt verändern sollten, in einem semi-dokumentarischen Hörspiel minutiös nachgezeichnet. Den Hörer/innen von Ö1 wird damit die Möglichkeit gegeben, die dramatischen Ereignisse einhundert Jahre später in Echtzeit nachzuverfolgen. Mit Joseph Lorenz, Maria Köstlinger, Peter Matic, Michael Dangl, Stefano Bernardin, Gerti Drassl und anderen. Regie: Götz Fritsch, Musik: Martin Zrost.
Sprecher:Peter Matic (Erzähler)
Joseph Lorenz (Franz Ferdinand, Erzherzog,Thronfolger von Österreich-Ungarn)
Maria Köstlinger (Sophie, seine Frau, Herzogin von Hohenberg)
Michael Dangl (Oberstleutnant Harrach, k.u.k. Kämmerer, Freund von Franz Ferdinand und Eigner des "Thronfolger Wagens")
Ljubisa Lupo Grujcic (Danilo Ilic, Koordinator des Attentats / Vaso Cabrinovic, Vater von Nedjelko, Cafetier und Polizeispitzel)
Matthias Mamedof (Nedjelko Cabrinovic, Typograph, 1. Attentäter)
Stefano Bernardin (Gavrilo Princip, Gymnasiast, 2. Attentäter)
Ulrich Reinthaller (Untersuchungsrichter Dr. Leo Pfeffer)
Toni Slama (Polizeiinspektor Viktor Iwassiuk)
Christian Dolezal (Dr. Sutej / Geheimpolizist 2 / Polizist 1 / Passant 1 / Leutnant)
Gerti Drassl (Jovanka)
Mercedes Echerer (Dame 2)
Fritz von Friedl (Feldzeugmeister Oskar Potiorek)
Pippa Galli (Anna Pfeffer, Tochter von Dr. Leo Pfeffer)
Jaschka Lämmert (Frau Pfeffer / Dame 1)
Julian Loidl (Geheimpolizist 1 / Polizist 2 / Passant 2)
Margit Maurer (Sprecherin der "Time Line")
Erstsendung: 28.06.2014
Datenquelle(n): ORF
YaGru
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Titel:
Autor: Peter Rosei
produziert in: 2009
produziert von: ORF
Regie: Renate Pittroff
Inhalt: Japan ist ein merkwürdiges Land. Zumindest aus unserer westlichen Perspektive. Zartheit und Grausamkeit scheinen einander ebenso wenig auszuschließen wie Fortschritt und Tradition. Japan zählt zu den potentesten und - mit knapp 130 Millionen Einwohnern - zu den bevölkerungsreichsten Wirtschaftsmächten der Welt.

Doch Japan ist längst nicht mehr nur eine Inselkette entlang der Ostküste Asiens. Japan ist überall. Japan hat den weltweiten Automarkt überschwemmt, Panasonic, Sony und Sushi gehören zum Standardrepertoire der gesamten Welt ...

Peter Rosei, Schriftsteller, Reisender und Flaneur, hat sich nun - nach politisch-poetischen Auseinandersetzungen mit den USA und mit Russland - in das "Land der aufgehenden Sonne" begeben. Allerdings reist der Autor nicht allein. Begleitet wird er, zumindest literarisch, von Yukio Mishima, Yasushi Inoue und anderen Großmeistern der japanischen Literatur.

"Mir kommt vor", schreibt Rosei, "gewisse Leute hier würden Freiheit jetzt am liebsten erzeugen wie Autos. Das geht aber nicht. Andere wollen wirklich frei sein. Oder was sie sich, nach westlichem Vorbild, darunter eben so vorstellen. Und wieder andere wollen, dass alles bleibt, wie es ist. Die guten, alten Zeiten sind allerdings vorbei; längst schon."
Sprecher:Joseph Lorenz (Sprecher 1)
Andrea Clausen (Sprecher 2)
Markus Hering (Sprecher 3)
Michael König (Sprecher 4)
Chris Pichler (Frauenstimme 1)
Michou Friesz (Frauenstimme 2)
Peter Matic (Männerstimme 1)
Hermann Schmid (Männerstimme 2)
Markus Meyer (Autor)
Daten zu Peter Rosei:geboren: 17.06.1946
Vita: Peter Rosei (* 17. Juni 1946 in Wien) ist ein österreichischer Romancier und Essayist.

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Erstsendung: 22.09.2009
Datenquelle(n): ORF
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    11. Januar 2015
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