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Hörspieldatenbank

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Titel: 4 Hüte mit Frauen: 1 Frühlingserwachen! oder oh, hier flattert die Hülle des Lebens
Autor: Birgit Schwaner
produziert in: 2000
produziert von: SWR
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Renate Pittroff
Inhalt: Ein früher Maimorgen im langsam erwachenden Wien: "Es blüht so drall und drastisch, in Myriaden Fächern (...) Überall klebt Frühling am Glas. Vor der Tür treibt es 115 Wolken-fetzen mit 78 km/h in Lindenwipfel, Südwind tritt ins Maigaspedal, zärtlich rasend, rund. - Stürzte in Büsche voll kitzliger Blüten, blätterte Laub in den leuchtenden Abgrund ..."

Kinder beobachten das Personal von verschiedenen Orten der Stadt: vier Frauen, einen Meteorologen, einen Friseur, Müll-Männer und Sanitäter. Lola 2 leidet an der Entfremdung von ihrem Mann, dem Meteorologen Stein, und fürchtet, ihn an eine andere zu verlieren. Diese andere ist Lisa, die im selben Großraumbüro wie Stein arbeitet und sich nach ihm verzehrt. Stein selbst weiß nicht genau, für wen er sich entscheiden soll. Dann sind da noch der Friseur Anton und Rosa, deren Romanze gerade zerbricht. Und Lola 1, eine "Frau über den besten Jahren", die Beziehungsproblemen dadurch aus dem Weg gegangen zu sein scheint, daß sie sich anstelle eines Gatten einen Hund hält.

"Frühling ist wohl die Zeit, wo die Menschen aus allen Fenstern fallen, hutlos (...) Bei Pumpschwäche hilft dir keine Therapie. Herzen zerstören sich selbst."
Sprecher:Helena Knupfer (Lilly)
Ulrike Grote (Phylida)
Sebastian Rudolph (Jeff)
Matthias Haase (Gus)
Hille Darjes (Phylidas Mutter)
Bodo Primus (Stephen)
Erstsendung: 11.09.2000
Datenquelle(n): ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 28
Titel: Aller Seelen
Autor: Werner Fritsch
produziert in: 2014
produziert von: SWR
Laufzeit: 21 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Inhalt: Eine gewachsene ländliche Gemeinschaft spaltet sich unter dem politischen Druck in feindliche Lager. Der Nachbar wird unversehens zum todbringenden Feind. Keiner bleibt unschuldig, keiner ist nur Opfer oder nur Täter.

Dem 1960 in Bayern geboren und vielfach ausgezeichneten Hörspielautor und Dramatiker Werner Fritsch geht es in seinem Hörspiel "Aller Seelen" nicht um ideologische Positionen, sondern er beschreibt mit ebenso poetischen wie drastischen Mitteln den Sog der Gewalt, in dem alle gedanklichen Differenzierungen nichtig werden.

Der Regisseur Götz Fritsch hat "Aller Seelen", eine Gemeinschaftsproduktion des ORF mit dem Hessischen Rundfunk, mit einem Starensemble besetzt. Zu hören sind unter anderem Elisabeth Orth, Cornelius Obonya, Harald Krassnitzer, Regina Fritsch und Markus Hering.

Zum Inhalt: Ein Bauernhof gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. Die junge Christa lebt hier mit ihrer Familie. Der Nazi Geigenbauer wirbt um sie, doch Christa liebt Stephan. Eine lebensgefährliche Liebe, wie sich bald zeigen wird. Ihr Vater Lazarus, der bei der Wehrmacht dient, wird bei einem Heimaturlaub von Geigenbauers Kumpanen vor den Augen seines kleinen Sohnes erschossen. Ein Jahr später im Konzentrationslager: Geigenbauer, jetzt Herr über Leben und Tod, lässt seinen gekränkten Stolz an Christa und ihrem Geliebten aus. Wieder ein Jahr später, Allerseelen 1945, sieht Christa zu, wie Geigenbauer unter Aufsicht der Amerikaner Leichen aus einem Massengrab ausgräbt. Geigenbauer wird schließlich von einem amerikanischen Exekutionskommando erschossen. Das Rad der Geschichte hat sich weiter gedreht. Die Überlebenden sind von den Schrecken des Krieges für immer gezeichnet.
Sprecher:Walter Schultheiß
Hubertus Gertzen
Berthold Biesinger
Peter Jochen Kemmer
Bodo Kelber
Monika Hirschle
Kathrin Hildebrand
Andrea Hörnke-Tries
Udo Zeppezauer
Daten zu Werner Fritsch:geboren: 04.05.1960
Vita: Werner Fritsch, geboren 1960 in Waldsassen, lebt seit 1991 als freier Schriftsteller in Berlin, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Robert-Walser-Preis, und schrieb mehrere Prosabände, Theaterstücke und Hörspiele. 1992 erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 04.11.2014
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 28
Titel: Auf der Suche nach Iván M.
Autor: Barbara Frischmuth
produziert in: 1957
produziert von: SR
Laufzeit: 45 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Götz Fritsch
Inhalt: 18 Hörspiele von Iván Mandy hat Barbara Frischmuth übersetzt - nun ist Mandy selbst zur Figur in einem Hörspiel von Frischmuth geworden. Die Autorin schildert darin auf traumverwandte Weise ihre Begegnungen mit diesem bedeutenden ungarischen Autor. Iván Mándy wurde 1918 in Budapest geboren, wo er bis an sein Lebensende (1995) lebte. Er schrieb neben einer Reihe von Jugendromanen und einem Musical vor allem Erzählungen, Romane und Hörspiele, in denen er die Welt der Budapester Kleinbürger schildert.
Daten zu Barbara Frischmuth:geboren: 05.07.1941
Vita: Barbara Frischmuth, geboren 1941 in Altaussee, wuchs in der Steiermark auf. Sie studierte in Graz Türkisch und Ungarisch, anschließend Orientalistik in der Türkei, in Ungarn und in Wien. Seit 1967 arbeitet sie als freie Schriftstellerin. Es entstanden zahlreiche Romane, Übersetzungen, Hörspielbearbeitungen und Hörspiele. 1998 veröffentlichte sie den Roman "Die Schrift des Freundes".
Hompepage o.ä.: http://barbarafrischmuth.at/
Erstsendung: 05.11.2005
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 28
Titel: Das Molyneux-Problem
Autor: Katharina Schmitt
produziert in: 1991
produziert von: WDR
Laufzeit: 52 Minuten
Genre: Radiokunst
Regie: Katharina Schmitt
Inhalt: Das Molyneux-Problem beschäftigt sich mit Träumen blind geborener Menschen.
Der Titel des Projekts geht aus von einem vom britischen Naturphilosophen William Molyneux 1688 aufgezeigten philosophischem Problem, das die Entstehung der menschlichen Erkenntnis anhand der Blindheit thematisiert.
Ausgangspunkt des Projekts ist eine Reihe von Interviews, die Katharina Schmitt mit Menschen, die blind auf die Welt gekommen sind, geführt habe. Schmitt interessiert die Form der Träume blinder Menschen: Beziehen sie sich auf visuell geartete Vorstellungen? Wie klingen
sie? Und wie formieren sich narrative Strukturen in Träumen von Menschen, die nie gesehen haben, und deren Unterbewusstsein sich nicht in Bildern ausdrückt?

Dank der Unterstützung des österreichischen und des tschechischen
Blindenverbandes und einer Q21 Residenz im Wiener Museumsquartier im Herbst 2016 konnte sie eine Interviewreihe mit zehn blinden Menschen in Wien und in Prag durchführen.

Der jüngste Interviewpartner war 12 Jahre, der älteste 75 Jahre alt.
Ausgehend von dieser Interviewreihe entstehen drei Entwicklungsschritte und Umsetzungsformen des Projekts, die sich jeweils auf eine andere Form der Wahrnehmung und ein anderes Genre konzentrieren.
Sprecher:Friedhelm Ptok (Albert Brixi mit 50 Jahren)
Marc Hinrichsen (Albert Brixi mit 8 Jahren)
Marcel Collé (Albert Kaftan)
Klaus Herm (Albert Brixi, senior)
Ingeborg Westphal (Rosa)
Herbert Stass (Portier)
Jidke Behrens (Telefonistin, Lautsprecher)
Daten zu Katharina Schmitt:geboren: 1979
Vita: Katharina Schmitt wurde 1979 in Bremen geboren. Nach dem Abitur ging sie nach Prag und studierte dort von 2001 bis 2006 Schauspieregie an der Theaterfakultät der Akademie der musischen Künste. Seitdem arbeitet sie als Dramaturgin und Regisseurin an Theatern in Tschechien und im deutschsprachigen Raum.
Erstsendung: 26.11.2017
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 28
Titel: Der geheime Garten
Autor: Frances Hodgson Burnett
produziert in: 1994
produziert von: HR; SWF; NDR
Laufzeit: 77 Minuten
Genre: Kinderhörspiel
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Katrin Wenzel
Komponist: Gerd Bessler
Übersetzer: Friedel Hömke
Inhalt: Mary wächst als verzogenes Einzelkind in Indien auf. Nach dem Tod ihrer Eltern wird sie als Zehnjährige zu einem Onkel nach England geschickt, der dort ein großes, verlassenes Schloß bewohnt. Dieser Onkel ist jedoch nie da, und auch sonst hat Mary keine Gefährten außer dem Hausmädchen und dem alten Gärtner Ben. Eines Tages, als sie gelangweilt im Schloßpark umherläuft, entdeckt sie einen verborgenen Garten hinter einer hohen Mauer, in dem sie von nun an ihre meiste Zeit verbringt. Als sie erfährt, daß außer ihr im Schloß noch ein Kind, ihr kranker Cousin Colin, wohnt oder vielmehr dort versteckt gehalten wird, freundet sie sich mit ihm an und möchte auch ihm den geheimen Garten zeigen. Aber kann Colin ein Geheimnis für sich behalten?
Sprecher:Konstantin Graudus (Frank Chambers)
Christin Marquitan (Cora Papadakis)
Derval de Faria (Nick Papadakis)
Reinhart von Stolzmann (Streife/Polizist/Wärter)
Iris von Reppert (Krankenschwester)
Jürgen Holtz (Sackett)
Felix von Manteuffel (Katz)
Peter Lerchbaumer (Richter)
Walter Renneisen (Versicherungsvertreter/Willie)
Berthold Toetzke (Pat Kennedy)
Daten zu Frances Hodgson Burnett:geboren: 24.11.1849
gestorben: 19.10.1924
Vita: Frances Burnett wurde 1849 in England geboren und lebte später in Amerika, wo sie 1924 starb. Weltberühmt wurde sie durch drei Kinderbücher: "Der kleine Lord", "Der geheime Garten" und "Sara, die kleine Prinzessin". Mario Göpfert, geboren 1957, lebt als freier Autor in Dresden. Seit 1984 schreibt er Hörspieltexte und Erzählungen für Kinder.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 18.09.1999
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 28
Titel: Der Grund
Autor: Don Haworth
produziert in: 1986
produziert von: SWF
Laufzeit: 17 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Übersetzer: Hubert von Bechtolsheim
Inhalt: Der alte Bauer Robin ist allein auf seinem Hof im hügeligen Mittelengland zurückgeblieben. Er möchte das Erbe bewahren, es an seine Kinder und Enkel weitergeben. Doch diese leben in weiter Ferne. In einsamen Nächten tauchen die Ahnen und Ereignisse längst vergangener Tage wieder auf. Mit seiner verstorbenen Frau Jane hält er Zwiesprache, mit ihr teilt er die Sorgen um die Zukunft einer alten Tradition. In Robins Gedanken ist die Vergangenheit Gegenwart, sie ist bedrohlich und tröstlich zugleich.

(ORF-Fassung: 55'33" / DLR-Fassung: 54'27")
Sprecher:Tana Schanzara (Oma)
Christel Koerner (Gisela)
Angeli Camkara (Eva)
Daten zu Don Haworth:geboren: 18.01.1924
gestorben: 17.01.2007
Vita: Don Haworth gehört zu den bekanntesten Hörspielautoren Englands. Fürs Fernsehen drehte er auch Filme und Dokumentationen. 1973 gab die BBC sechs Hörspiele von ihm in Buchform heraus. Für das Hörspiel "Episode on a Thursday Evening" (An einem Donnerstagabend) wurde er mit dem Giles Cooper Award ausgezeichnet. Weitere Hörspiele, die auch im deutschen Sprachraum sehr erfolgreich waren, sind: "Die abenteuerlichen Tode des Mr. Fruin", "An einem Tag im Sommer in einem Garten", "Die Aufklärung des Erdbeergärtners", "Die letzten Abenteuer von Walter Enderby, Autonarr und Frauenheld", "Mehr und mehr und noch mehr Simcocks", "Die Reklamation", "Salamander Hotel", "Vor allem Queenie, aber auch Sam, Fred Bates und andere" .

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 24.06.2000
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
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Treffer 7 von insgesamt 28
Titel: Der Waldbrand. Vom Grinsen des Weisen
Autor: Arno Schmidt
produziert in: 2011
produziert von: HR
Laufzeit: 36 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Komponist: Marcel Daemgen
Inhalt: Ein Dialog über Leopold Schefer

In den ersten Sätzen seines Essay-Dialogs umreißt Arno Schmidt die Aufgabe: Es geht um Gerechtigkeit. Um literarische Gerechtigkeit. Arno Schmidt, der hochgebildete Einsiedler, widmete einen erheblichen Teil seiner Arbeit, den zu Unrecht vergessenen Vorgängern. "Zweierlei Arten von Werken", so schreibt er, "brechen sich selbst ihre Bahn: die Schöpfungen der ganz großen Dichter, im Laufe der Jahrhunderte; und, bestsellerhaft-quick, der Edelkitsch. Deshalb ist es wichtig, für das Schaffen der "Guten Meister zweiten Ranges" einzutreten." Wohl verzeichne der bebrillte Germanist Erscheinungsjahr und Seitenzahl, der normale Leser jedoch bekomme sie nie zu Gesicht. Einer dieser vergessenen trägt den wohlklingenden Namen Leopold Schefer. 1784 in Muskau geboren, langjähriger Vertrauter des Fürsten Pückler, bereiste der Dichter Italien, wagte sich - weiter als Goethe - nach Griechenland und in den vorderen Orient hinüber. Nach mehreren Jahren kehrt Schefer in die Lausitz zurück. Nun beginnt er sein literarisches Werk. Eine Dichtung, von der sich einige, deren Namen bekannter geworden sind, bis an den Rand des P lagiats haben inspirieren lassen. Arno Schmidt entfaltet das Leben eines weithin Unbekannten in pointierter Manier; hintersinnig und bizarr, aber doch in feinem Ernst seiner Sache - Leopold Schefer - verpflichtet.
Sprecher:Matthias Beltz
Electronics, Vocals: Oliver Augst
Akkordeon, Claviola Vocals: Rüdiger Carl
Mix: Marcel Daemgen
Daten zu Arno Schmidt:geboren: 18.01.1914
gestorben: 03.06.1979
Vita: Arno Schmidt (1914-1979) war nach Krieg und Gefangenschaft zunächst Übersetzer. Seit 1949 erscheint sein Prosawerk: Romane, zahlreiche Erzählungen, literarische Radio-Essays und eine umfangreiche Fouqué-Biographie.

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Erstsendung: 08.06.1999
Datenquelle(n): dra
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Treffer 8 von insgesamt 28
Titel: Die Flucht ohne Ende
Autor: Joseph Roth
produziert in: 2002
produziert von: SRF
Laufzeit: 9 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Helmut Peschina
Inhalt: Der Roman "Die Flucht ohne Ende", 1927 erschienen, erstattet Bericht vom abenteuerlichen Lebensweg des österreichischen Offiziers Franz Tunda zwischen August 1916 und August 1926. - In den Kämpfen des Ersten Weltkriegs gerät Tunda in russische Kriegsgefangenschaft. Ihm gelingt die Flucht; weit weg, in der Taiga, findet er einen Unterschlupf. Im Frühjahr 1919 erfährt er vom Ende des Krieges und will zurück nach Wien, zu seiner Braut Irene. In den Wirren des Bürgerkriegs gerät er in die Hände der Weißen, dann der Roten. Er verliebt sich in die Kommissarin Natascha und bleibt bei ihr in Moskau. Doch das revolutionäre Fieber legt sich rasch, er entwischt auf einen kleinen Posten am Kaspischen Meer. In Baku heiratet er Alja. Nachdem er eine französische Delegation betreut und Madame G. kennengelernt hat, verlässt er seine Frau; es gelingt ihm sogar, legal nach Wien auszureisen. Als Arbeitsloser kommt er nach Berlin, später zu seinem wohlsituierten Bruder an den Rhein. Doch auch dort hält es ihn nicht. Später in Paris versucht er, Madame G. zu treffen. Einmal geht seine frühere Braut Irene an ihm vorüber. Einmal kommt Post aus dem fernen Sibirien. Längst weiß er nichts mehr mit sich anzufangen. "So überflüssig wie er war niemand sonst auf der Welt."
Sprecher:Norbert Schwientek (Erzähler)
Siggi Schwientek (Herr Züsli)
Hans Schenker (Herr Ott)
Daten zu Joseph Roth:vollständiger Name: Moses Joseph Roth
geboren: 02.09.1894
gestorben: 27.05.1939
Vita: Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody, Ostgalizien; † 27. Mai 1939 in Paris) war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist.
Joseph Roth hat seine Herkunft zum Gegenstand vielfacher Verschleierungen und Mystifikationen gemacht. Vor allem die Person seines Vaters erschien in mehrfachen schillernden Umgestaltungen: Er sei der außereheliche Sohn eines österreichischen Offiziers, eines polnischen Grafen, eines Wiener Munitionsfabrikanten. All diesen Erzählungen ist gemeinsam der frühe Verlust des Vaters. Dementsprechend zieht sich der Vaterverlust, und in übertragener Form der Verlust des Vaterlandes, nämlich der österreichischen Monarchie, als roter Faden durch Roths Werk.

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Treffer 9 von insgesamt 28
Titel: Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre
Auszeichnungen (1):ORF Hörspielpreis: 2007
Autor: Heimito von Doderer
produziert in: 2008
produziert von: SRF
Laufzeit: 7 Minuten
Regie: Robert Matejka
Bearbeitung: Helmut Peschina
Inhalt: Die im IX. Wiener Bezirk gelegene und "Strudlhofstiege" genannte Treppenanlage ist symbolträchtiger Dreh- und Angelpunkt des 1951 erschienenen Romans. Im Mittelpunkt steht der Amtsrat und frühere K. u. K. Major Melzer, bei dem "im Oberstübchen das Licht nicht gerade sehr hell brennt". So hat Doderer seine Hauptfigur, einen klassischen Anti-Helden charakterisiert. Über verschlungene Abwege, Intrigen und Verstrickungen richtet er sich am Ende scheinbar zufrieden ein in seinem kleinbürgerlichen Glück. Der polyphon strukturierte Roman, eine österreichische "Comedie humaine" und "epische Auseinandersersetzung mit der bürgerlichen Gesellschaft schlechthin" (Marcel Reich-Ranicki), ist ein pointilistisch gestaltetes Zeitgemälde der Wiener Gesellschaft von 1910 - 1925. Gegenwart und erinnerte Vergangenheit vermischen sich dabei immer wieder. Der mit Marcel Proust verglichene österreichische Schriftsteller wollte so vor allem die von ihm "erste Wirklichkeit" genannte, erinnerte und daher "wahre Realität" abbilden. "Die Strudlhofstiege" gehört zu den epochalen Großstadtromanen des 20. Jahrhunderts und gilt bis heute als der "Wien-Roman" schlechthin.
Sprecher:Franziska Kohlund
MusikerErnst Kovacic (Violine) Mathilde Hoursiangou (Klavier)
Daten zu Heimito von Doderer:geboren: 1896
gestorben: 1966
Vita: Heimito von Doderer wurde 1896 in Weidlingau als Sohn eines Architekten bei Wien geboren. Die Jahre 1916 bis 1920 verbrachte er in russischer Kriegsgefangenschaft. Sein Studium der Geschichtswissenschaft schloss er mit Promotion ab. Mit den Romanen "Die Strudlhofstiege" (1951), "Die Dämonen" (1956) und "Die Merowinger" (1962) zählt der für den Nobelpreis für Literatur vorgeschlagene Autor zu den bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er starb 1966 in Wien.
Erstsendung: 16.05.2007
Datenquelle(n): dra
ORF
ORF
ORF
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Treffer 10 von insgesamt 28
Titel: Die Wolfshaut
Auszeichnungen (1):ORF Hörspielpreis: 2005
Autor: Hans Lebert
produziert in: 2008
produziert von: WDR
Laufzeit: 52 Minuten
Regie: Robert Matejka
Bearbeitung: Helmut Peschina
Inhalt: "Schweigen", ein entlegenes, in Regen, Jauche und den Geruch des Todes getränktes Dorf im November. Ein Matrose, der nach Jahrzehnten zurückgekehrt ist. Ein toter Vater, eine stillgelegte Ziegelei, Wege, die in den Wald führen. Ein Fotograf, ein Gasthof und eine dem Vergessen verschworene Gemeinde. Ein Fluch liegt über dem Ort. Die Toten schweigen, und wenn die Lebenden endlich anfangen zu sprechen, müssen sie sterben. Wer ist der Mörder? Der Matrose sucht das Rätsel zu lösen. Er tastet sich in die Vergangenheit zurück und läuft so Gefahr, selbst das nächste Opfer zu werden.

Verdrängung und Schuld in einer österreichischen Dorfgemeinschaft nach dem Krieg sind Thema von Hans Leberts 1960 veröffentlichtem Roman, ein sprachlich-kühnes Meisterwerk der österreichischen Literatur in der Tradition von Kafka, Musil und Broch. Eine wichtige Rolle - so die frisch gekürte Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek - habe Hans Lebert für die Entstehung ihres eigenen Werkes gespielt und ohne ihn "gäbe es keinen Thomas Bernhard, keinen Gerhard Fritsch u.v.a.".
MusikerWilli Brandstötter (Tuba) Reinhold Brunner (Klarinette) Melissa Coleman (Cello) Anne Harvey-Nagl (Violine) Otto Lechner (Ziehharmonika) Max Nagl (Saxophon) Leonhard Paul (Basstrompete) Roman Rindberger (Trompete)
Daten zu Hans Lebert:geboren: 09.01.1919
gestorben: 20.08.1993
Vita: Hans Lebert (1919-1993), in Wien geborene Neffe Alban Bergs, war Opernsänger, Maler und Schriftsteller. Er entzog sich 1941, wegen Wehrkraftzersetzung angeklagt, der Einberufung in die Wehrmacht. Lebert lebte seit 1956 in Baden bei Wien. Neben "Die Wolfshaut" (1960) zählen "Das Schiff im Gebirge. Eine Erzählung" (1955) und "Der Feuerkreis" (Roman, 1971) zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen. 1961 wurde ihm der "Theodor-Körner-Preis" verliehen, er erhielt den "Preis der Stadt Wien für Dichtkunst" (1973) und 1992 den "Franz-Grillparzer-Preis der Hamburger Stiftung F.V.S."

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Erstsendung: 12.01.2005
Datenquelle(n): dra
dra
ORF
ORF
YaGru
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Treffer 11 von insgesamt 28
Titel: Drei Schwestern auf Urlaub
Autor: Pia Hierzegger
produziert in: 2004
produziert von: SWR
Laufzeit: 69 Minuten
Regie: Pia Hierzegger
Inhalt: "Drei Schwestern auf Urlaub" ist das erste Hörspiel, das die Grazer Autorin, Regisseurin und Schauspielerin Pia Hierzegger nicht nur geschrieben, sondern bei dem sie auch Regie geführt hat. Seit mehr als zwanzig Jahren gehört Pia Hierzegger zum Ensemble des Grazer "Theater im Bahnhof", einer der wichtigsten professionellen, freien Theatergruppen Österreichs. Das "Theater im Bahnhof" versteht sich als zeitgenössisches Volkstheater und Hierzeggers neues Hörspiel "Drei Schwestern auf Urlaub" ist eine Art zeitgenössisches Kammerspiel mit drei Frauen, Mitte 30, in deren Zentrum ihr Verhältnis zueinander steht. Seit vielen Jahren schon fahren Marianne, Paula und Lotte gemeinsam auf Urlaub in eine kleine Hütte in den Bergen …
Sprecher:Sophie Rois (Courtney Love)
Matthias Koeberlin (Kurt Cobain)
Ulrich Noethen (Erzaehler)
Felix Eitner (Moench)
Mira Partecke (Alexa)
Heinrich Giskes (Hugh)
Patrick Heppt (Calvin)
Christian Brey (Ted)
Ellen Schulz (Joanna)
Antje Hagen (Debbie)
Michael Tregor (Vic)
Michael Speer (TV-Sprecher)
Marius Marx (Detektiv)
Michael Heinsohn (Sheriff)
Barbara Zechel (Freundin)
Birgit Bücker (Kundin)
Eva Hosemann (Anwaeltin)
Klaus Hemmerle (Angestellter)
Daten zu Pia Hierzegger:geboren: 1972
Vita: Pia Hierzegger, 1972 in Graz geboren arbeitet als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Sie ist Mitglied am Grazer "Theater im Bahnhof" und in der Autorengruppe "eigenbau". "Vernetzt denken" gewann 2007 den Augsburger Dramatikerpreis.
Erstsendung: 05.09.2015
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 28
Titel: Ein Sommer, damals
Autor: Don Haworth
produziert in: 1997
produziert von: SWF
Laufzeit: 31 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Komponist: Roland Breitenfeld
Inhalt: In den mageren Jahren zwischen den beiden Weltkriegen suchten die Bewohner der dunklen Farmen auf den Hügeln der Pennines, dem nördlichen Mittelgebirge Englands, scharenweise das Weite. Am Scarf End Moor, das einmal zwanzig Farmen ernährt hatte, hielten sich noch zwei. Die eine wurde von John Pickup bewirtschaftet, einem allein lebenden, eigenbrötlerischen alten Hirten, die zweite mehr oder weniger in seiner Nachbarschaft, eine Meile entfernt der Schneegrenze entlang, von Jane Foster und ihrer neunjährigen Tochter Hetty. In einer Nacht des bitterkalten Februars 1939 wurde der Hausierer Frank von einem Schneesturm überrascht und pochte laut an Janes Haustür. In den darauf folgenden Monaten schien es, als könnte Frank vielleicht einmal Jane den abwesenden Ehemann und Hetty den abwesenden Vater ersetzen.
In den mageren Jahren zwischen den beiden Weltkriegen arbeiten und leben Jane Foster und ihre Tochter alleine auf ihrer abgelegenen Farm. Für einen Sommer nehmen sie den Hausierer Frank in ihr Haus und ihr Leben auf. Dann kehrt Janes Ehemann auf die Farm zurück und die Karten werden neu gemischt.
Die Bewohner der dunklen Farmen auf den Hügeln der Pennines, dem nördlichen Mittelgebirge Englands, verlassen scharenweise ihr Zuhause. Am Scarf End Moor, das einmal zwanzig Farmen ernährt hatte, halten sich gerade noch zwei. Die eine wird von John Pickup bewirtschaftet, einem eigenbrötlerischen, alten Hirten. Die zweite von Jane Foster und ihrer Tochter Hetty.
In einer Nacht des bitterkalten Februars 1939 pocht der Hausierer Frank an Janes Haustür. Für Kost und Logis beginnt Frank für Jane zu arbeiten. In den folgenden Monaten nimmt er immer mehr den Platz des abwesenden Ehemanns und Vaters ein. Bis dieser eines Tages unerwartet wieder bei seiner Familie auftaucht.
Sprecher:Ulrike Folkerts
Hannelore Hoger
Peter Lieck
Roger Siffer
Cyrille Siffer
Lukas Rohrbach
Musiker: Melise Mellinger
Daten zu Don Haworth:geboren: 18.01.1924
gestorben: 17.01.2007
Vita: Don Haworth gehört zu den bekanntesten Hörspielautoren Englands. Fürs Fernsehen drehte er auch Filme und Dokumentationen. 1973 gab die BBC sechs Hörspiele von ihm in Buchform heraus. Für das Hörspiel "Episode on a Thursday Evening" (An einem Donnerstagabend) wurde er mit dem Giles Cooper Award ausgezeichnet. Weitere Hörspiele, die auch im deutschen Sprachraum sehr erfolgreich waren, sind: "Die abenteuerlichen Tode des Mr. Fruin", "An einem Tag im Sommer in einem Garten", "Die Aufklärung des Erdbeergärtners", "Die letzten Abenteuer von Walter Enderby, Autonarr und Frauenheld", "Mehr und mehr und noch mehr Simcocks", "Die Reklamation", "Salamander Hotel", "Vor allem Queenie, aber auch Sam, Fred Bates und andere" .

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 12.11.2005
Datenquelle(n): ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 28
Titel: Eine langweilige Geschichte
Autor: Anton Tschechow
produziert in: 1988
produziert von: Rundfunk der DDR
Laufzeit: 30 Minuten
Regie: Günter Bommert
Bearbeitung: Christian Schuller
Inhalt: "Es gibt in Rußland den verdienten Professor Nikolaj Stepanovic Soundso; er ist Geheimrat und Ritter so vieler russischer und ausländischer Orden, daß die Studenten ihn "Ikonenwand" nennen, wenn er die Orden einmal anlegen muß." So beginnen Die Aufzeichnungen eines alten Mannes, die A. P. Cechov mit 29 Jahren schrieb.

Es ist der innere Monolog eines berühmten und hochgeehrten Professors. Als Mediziner weiß er, daß er bald sterben muß. Gequält durch Schlaflosigkeit und Todesangst sieht er, der sein ganzes Leben der Wissenschaft gewidmet hat, seine Umgebung zum ersten Mal mit scharfem, kritischem Blick. Er leidet unter der Banalität seines Familienlebens, unter dem modischen Zynismus seiner Kollegen und der Dummheit seiner Studenten. In seiner ängstlichen Selbstbeobachtung wird er seiner Umgebung gegenüber immer hilfloser und isoliert sich mehr und mehr. So verfehlt er auch die Gelegenheit, Katja, seiner geliebten Ziehtochter, das rettende Wort zu sagen, um das sie ihn in ihrer Verzweiflung anfleht.
Sprecher:Lieutenant Winterman: Hans-Joachim Hegewald
Sergeant Foreland: Bernd Stübner
Kate Smith: Beate Kiesant
Annie Cardiff: Manon Straché
Mrs. Clifford: Dorothea Garlin
Mr. Roberts: Dieter Bellmann
Mr. Truscott: Friedhelm Eberle
Mrs. Smtih: Käte Koch
Pfarrer: Erich Giesa
Mr. Smith: Werner Godemann
Daten zu Anton Tschechow:vollständiger Name: Anton Pawlowitsch Tschechow
geboren: 29.01.1860
gestorben: 15.07.1904
Vita: Anton Pawlowitsch Tschechow (* 29. Januar 1860 in Taganrog, Russland; † 15. Juli 1904 in Badenweiler, Deutsches Reich) war ein russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur.

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Erstsendung: 08.12.1998
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 14 von insgesamt 28
Titel: Ernies Turm oder Wenn alle Stricke reißen
Autor: Don Haworth
produziert in: 1982
produziert von: SDR
Laufzeit: 28 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Komponist: Peter Zwetkoff
Übersetzer: Hubert von Bechtolsheim
Inhalt: Eine Jahrmarktchronik

Ernie besitzt ein paar Buden auf dem Jahrmarkt. Gemeinsam mit seiner wahrsagenden Frau Rosie und seiner malenden Tochter Miranda träumt er davon, eines Tages auch große Vergnügungsmaschinen zu betreiben, um zu ein bisschen Wohlstand zu kommen. Sein Onkel Leo hat jedoch die Macht über die Jahrmarktplätze und legt sich immer wieder quer. Schließlich wagt Ernie einen großen Schritt und setzt damit Hab und Gut aufs Spiel: er kauft einen alten Turm mit einer renovierungsbedürftigen Rutsche. Rosie sieht dunkle Wolken am Horizont aufziehen: und tatsächlich kracht es bald ganz ordentlich.
Sprecher:Hans Michael Rehberg (Berblinger)
Jutta Lampe (Seine Frau)
Hans Helmut Dickow (Sein alter Freund)
Angelika Bender (Zuschauer)
Walter KreyeHeinz SchimmelpfennigStefan Wigger (Ein Fischer)
Sabine Wegner (Die Erzählerin)
Jutta Lampe (Die Frau)
Ashoka Homeier (Der Junge)
MusikerAnton Burger (Violine) Georg Graf (Saxophon; Bass-Klarinette; Trompete) Herbert Weisinger (Klarinette; Schlagzeug)
Daten zu Don Haworth:geboren: 18.01.1924
gestorben: 17.01.2007
Vita: Don Haworth gehört zu den bekanntesten Hörspielautoren Englands. Fürs Fernsehen drehte er auch Filme und Dokumentationen. 1973 gab die BBC sechs Hörspiele von ihm in Buchform heraus. Für das Hörspiel "Episode on a Thursday Evening" (An einem Donnerstagabend) wurde er mit dem Giles Cooper Award ausgezeichnet. Weitere Hörspiele, die auch im deutschen Sprachraum sehr erfolgreich waren, sind: "Die abenteuerlichen Tode des Mr. Fruin", "An einem Tag im Sommer in einem Garten", "Die Aufklärung des Erdbeergärtners", "Die letzten Abenteuer von Walter Enderby, Autonarr und Frauenheld", "Mehr und mehr und noch mehr Simcocks", "Die Reklamation", "Salamander Hotel", "Vor allem Queenie, aber auch Sam, Fred Bates und andere" .

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Erstsendung: 04.04.2003
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 28
Titel: Halskette und Kalebasse
Autor: Robert van Gulik
produziert in: 1976
produziert von: Rundfunk der DDR
Laufzeit: 30 Minuten
Genre: Ernst Jacobi (Erzähler) Hans-Michael Rehberg (Richter Di) Peter Fitz (Meister Kalebasse) Rudolf Wessely (Wei Zheng) Wolfram Koch (Hauptmann Xiu) Traugott Buhre (Lang Liu) Irina Potapenko (Farn) Fritz Lichtenhahn (Obereunuch) Renate Schroeter (Hortensie) Jaschka Lämmert (Tochter der Hortensie) Sascha Icks (Prinzessin) Udo Schenk (Wen Dong/Palastaufseher) Marian Funk Heinrich Giskes Stefko Hanushevsky Lin Ye Daniel Gloger Uwe Koschel Rao Fu Matthias Scheuring
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Heiko Daniels
Übersetzer: Klaus Schomburg
Inhalt: Wegen ihrer Nähe zum Wasserpalast, der Sommerresidenz der Lieblingstochter des Kaisers, liegt die Stadt am Fluß mitten in einem unter militärischer Verwaltung stehenden Sonderbezirk. Richter Di, der sich auf der Rückreise zu seinem Amtssitz in Pu-yang befindet, hofft, in der friedlichen Stadt am Fluß ein wenig Entspannung beim Angeln zu finden. Das aber ist ihm nicht vergönnt. Zuerst begegnet er in einem dunklen Wald einer merkwürdigen Gestalt, in der er sein eigenes Spiegelbild zu erkennen glaubt. Der Doppelgänger entpuppt sich als taoistischer Einsiedler mit Namen Meister Kalebasse. Beide werden sie Zeuge eines grausigen Leichenfunds. Dann wird Richter Di entführt - und findet sich im kaiserlichen Palast wieder, wo ihn die Prinzessin mit einem sehr heiklen Auftrag betraut: Er soll eine verschwundene Halskette, ein Geschenk ihres Vaters, finden. Gerade mal zwei Tage bleiben Di, um das wertvolle Schmuckstück aufzuspüren; unversehens steht er vor einem der kompliziertesten und verwirrendsten Fälle seiner Laufbahn. Und keiner seiner beiden Assistenten steht ihm bei diesem vertrackten Fall zur Seite. Dafür erweist sich eine attraktive junge Dame als sehr hilfreich bei den Ermittlungen - und beim Angeln.
Daten zu Robert van Gulik:geboren: 09.08.1910
gestorben: 24.09.1967
Vita: Robert van Gulik, geboren 1910 in Zutphen, Niederlande, gestorben 1967 in Den Haag, war Orientalist, Diplomat und Schriftsteller. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann 1949 mit einer Übersetzung des aus dem 18. Jahrhundert stammenden chinesischen Kriminalromans "Merkwürdige Kriminalfälle des Richter Di". Die Titelfigur, Richter Di, lebte in der Tang-Zeit von 630 bis 700 n. Chr. Diese Übersetzung war ein solcher Erfolg, dass van Gulik begann, eigene Bücher über Richter Di zu schreiben. Es entstanden 14 Romane und einige Erzählungen. Obwohl die Inhalte der Romane fiktiv sind, vermitteln sie doch aufgrund van Guliks genauer Kenntnis der chinesischen Kultur und Geschichte detaillierte Einblicke in soziale, wirtschaftliche und kulturelle Gegebenheiten Chinas.

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Erstsendung: 03.08.2008
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 16 von insgesamt 28
Titel: Hörspielraum: Radio-Botschaften von Liebe und Restauration
Autor: Sylvia Rauer
produziert in: 1978
produziert von: Rundfunk der DDR
Laufzeit: 27 Minuten
Genre: Hörspieltheorie
Regie: Sylvia Rauer
Inhalt: Stendhals "Rot und Schwarz" als Hörspielproduktion

Hörspiele hören ist eine spannende Angelegenheit, Hörspiele produzieren aber ist mindestens genauso aufregend. Davon erzählt Sylvia Rauer in ihrem "HörspielRaum", der die Entstehung des Hörspiels "Rot und Schwarz" nach dem Roman von Stendhal beleuchtet. Wie schafft man es, dieses große Werk des französischen Realismus fürs Hörspiel zu adaptieren? Welche Schwierigkeiten entstehen bei der Besetzung der Figuren aus dem 19. Jahrhundert? Originaltöne aus den Aufnahmestudios und Interviews mit den Beteiligten geben Einblick in die Mühen und Freuden dieser Hörspielproduktion.
Daten zu Sylvia Rauer:geboren: 1959
Vita: Sylvia Rauer, geboren 1959, arbeitet seit 1980 für den Rundfunk, lebt als Autorin und Regisseurin in Bonn. Deutschlandradio Kultur produzierte zuletzt: ›Erzähl von Ruanda!‹ (2012) und ›Einmal Chile - und zurück?‹ (2013).
Erstsendung: 23.03.2005
Datenquelle(n): dra
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Treffer 17 von insgesamt 28
Titel: Inland
Autor: Peter Wagner
produziert in: 2007
produziert von: SR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Renate Pittroff
Inhalt: Der Autor über sein Hörspiel: "inland" stellt eine Art akustischer Dramatisierung des Inlandsteiles einer ganz bestimmten, jedoch zufällig gewählten Nummer einer österreichischen Wochenzeitschrift dar. Ich habe mich dem umfassenden Produkt gewidmet, also auch den Inseraten und ihren konkret auf das Unbewußte des Lesers gerichteten Botschaften. Auch bei der Berichterstattung kamen entweder meine eigenen traumatischen Fantasien oder doch zumindest Muster der Traumdeutung zum Zug. Insoferne ist "inland" auch Synonym für einen Rotationsmechanismus des Innenlebens, wie ich ihn auf unsere Zeit hin empfinde. Im besten Fall hat der Hörer den Eindruck, auf akustischer Ebene eine Ansammlung verschiedenster Inhalte durchzublättern, hier nur drüber zu lesen, dort sich in einen Artikel geradezu zu versenken bzw. ihn traumhaft zu fantasieren. (...) Wirklichkeit ist hier das beliebige Hineingreifen in Wirklichkeiten und stellt keinesfalls eine wie auch immer geartete verbindliche Realität dar, die Absurdität glitte sonst automatisch in den Kitsch ab."
Sprecher:
offen
Gisela Trowe (Die ältere Dame)
Mira Partecke (Das junge Mädchen)
Bert Linnemann (An- und Absage)
Daten zu Peter Wagner:geboren: 1956
Vita: Peter Wagner, geb. 1956 in Wolfau (Burgenland), lebt in Deutsch-Kaltenbrunn. Zahlreiche Hörspiele, Aktionen, Plattenaufnahmen, Inszenierungen. Seit 1986 vorwiegend Stücke.
Hompepage o.ä.: http://www.peterwagner.at/
Erstsendung: 22.08.2004
Datenquelle(n): ORF
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Treffer 18 von insgesamt 28
Titel: Joseph Fouché
Autor: Otto M. Zykan
produziert in: 1992
produziert von: RB
Laufzeit: 13 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Inhalt: Knapp vor seinem Tod gab er uns noch einmal die Ehre. Joseph Fouché hatte es ihm angetan. Jener französische Diener vieler Herren, der alle Systeme überstand und sich so unentbehrlich machte, dass weder die Revolutionäre, noch die Republikaner und die Monarchisten auf seine Dienste als Polizieminister verzichten mochten.

Es war der Prototyp eines Opportunisten, der Otto M. Zykan interessierte. Aufbauend auf einem schon bestehenden Opernfragment wollte er Joseph Fouché ein Hörspiel widmen. Wenige Monate später, es war der 25.Mai 2006, fiel Otto M. Zykan, der Schöpfer der "Staatsoperette" und der Humanic-Werbung, vom Rad und war tot.

Zusammen mit Zykans Lebensgefährtin, der Musikwissenschafterin und Ö1-Musikfachfrau Irene Suchy und dem Musiker und Zykan-Freund Peter Kaizar hat der Regisseur Götz Fritsch die Teile zu einem Ganzen zusammengefügt und Otto M. Zykans Werk vollendet.
Sprecher:Heinz Schubert
Gudrun Daube
Matthias Brandt
Evy Gotthardt-Steiner
Christine Pohl
Ferdinand Dux
Brigitte Janner
Daten zu Otto M. Zykan:geboren: 29.04.1935
gestorben: 25.05.2006
Vita: Otto Josef Matthäus Zykan (* 29. April 1935 in Wien; † 25. Mai 2006 in Sachsendorf) war ein österreichischer Komponist, Sprachkünstler und Pianist.

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Erstsendung: 22.05.2007
Datenquelle(n): ORF
YaGru
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Treffer 19 von insgesamt 28
Titel: Lady, kommen Sie, ich werde Sie erlösen
Autor: Monika Helfer
produziert in: 1972
produziert von: NDR; SR; SWF
Laufzeit: 7 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Inhalt: "Ich kam vom Friedhof, auf dem unsere Kleine begraben liegt. Am Grabkreuz hängt ein Foto, auf dem sie eine Zigarette raucht. Sie ist die einzige Raucherin auf dem Friedhof. Das hätte ihr gefallen." Monika Helfer erzählt in ihrem Hörspiel vom Versuch, über den Tod eines Kindes hinwegzukommen. Jede Alltagsbeobachtung ist für die Ich-Erzählerin eine neuerliche Spur zur eigenen Trauer. Schließlich fliegt sie nach Havanna, um Abstand zu gewinnen. Der Chauffeur eines kubanischen Fahrradtaxis wird dort nicht nur zu ihrem Begleiter in die Totenstadt, sondern auch zu ihrem Führer auf einer geheimnisvollen Reise zwischen dem Diesseits und dem Jenseits, zwischen Traum und Wirklichkeit.
Sprecher:Gert Haucke
Peter Heeckt
Daten zu Monika Helfer:geboren: 18.10.1947
Vita: Monika Helfer, geboren 1947 in Au im Bregenzerwald, lebt heute in Vorarlberg. Sie schreibt Erzählungen und Romane, u.a. "Die wilden Kinder", "Mulo", "Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr", "Der Neffe", "Oskar und Lilli" (in der Hörspielfassung "Hörspiel des Jahres 1994" in Österreich), "Wenn der Bräutigam kommt" und "Mein Mörder". Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Robert-Musil-Stipendium. Helfer ist auch Autorin mehrerer Hörspiele, zuletzt produzierte der ORF "Niemand hat es gesehen" (2002). "Wahrscheinlich hätte ich nie mit dem Schreiben begonnen, wäre meine Mutter nicht gestorben, als ich sie noch dringend brauchte. Ich war elf Jahre alt. Ich schrieb mit einem blauen Kuli, der schmierte und abfärbte, in ein linierte Heft ..."

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Erstsendung: 17.06.2006
Datenquelle(n): dra
ORF
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Treffer 20 von insgesamt 28
Titel: Neunzig Minuten
Autor: Fritz Schindlecker
produziert in: 2014
produziert von: SWR
Laufzeit: 31 Minuten
Genre: Historie
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Julia Herzog
Komponist: Martin Eichberg
Inhalt: Es geschah vor genau einhundert Jahren. Die Nacht über hatte es geregnet, doch als der kaiserliche Sonderzug am 28. Juni 1914 gegen 9 Uhr 45 in Sarajewo einfährt, teilen sich die Wolken und die ersten Sonnenstrahlen kommen durch. Eine knappe Stunde später waren Franz Ferdinand, der Thronfolger, und Sophie, seine Gattin, tot. Der junge serbische Nationalist Gavrilo Princip hatte, nachdem das geplante Attentat schon gescheitert schien, zwei ungezielte Schüsse auf den Wagen des Paares abgefeuert. Es ist einer unglücklichen Verkettung von Zufällen zu danken, dass er traf. Minuten später wird er, nach einem missglückten Selbstmordversuch, verhaftet. Um 11 Uhr 15 wird Gavrilo Princip dem Untersuchungsrichter Dr. Leo Pfeffer vorgeführt. Das Attentat, sagt er, sei nicht "erfolgreich" gewesen. Er bedaure sehr, "die arme Frau" getroffen zu haben. "Ich töte nicht absichtlich eine Mutter von drei Kindern."


Neunzig Minuten

Von dem "Mord in Sarajevo" habe ich zum ersten Mal 1964 als Elfjähriger gehört. Mein Großvater hat mir davon erzählt. Er war im Sommer 1914 als 22-jähriger Artillerie-Leutnant in den Krieg gezogen. Erleichtert vermutlich, wie die meisten Offiziere jener Tage, denen die ewig scheinende "Untätigkeit" gar nicht behagte: seit 1866 hatte die Donaumonarchie keine Schlacht mehr geschlagen. Jetzt war es endlich so weit. Mannesmut und strategisches Geschick durften unter Beweis gestellt und für Gott, Kaiser und Vaterland in die Waagschale der Geschichte geworfen werden.

Doch nach vier Jahren grauenhafter Erlebnisse zuerst in Russland und dann am Isonzo war nicht nur für meinen Großvater nichts mehr von dem übrig, wofür er vier Jahre gekämpft hatte. Der Kaiser hatte abgedankt, das sogenannte Vaterland war zerfallen und Gott schien sein Wirken in ein Paralleluniversum verlegt zu haben.


Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts

Die Ouvertüre für diese Tragödie lieferte der 28. Juni 1914. Eine Handvoll serbischer Jugendlicher hatte sich entschlossen, ein Attentat zu verüben, das heute vielen als das Schlüsselereignis des 20. Jahrhunderts gilt. Denn man kann den Aufstieg des Faschismus in Italien, des Stalinismus in Russland, des Nationalsozialismus in Deutschland und damit auch den Zweiten Weltkrieg durchaus als Folgeerscheinungen der Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg begreifen.

Und den Anlassfall für diesen Krieg lieferte das Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand, dem auch dessen Ehefrau Sofie zum Opfer fiel. Dabei hatte es nicht an Warnungen gefehlt. Auch nicht von serbischer Seite: So soll Botschafter Jovan Jovanovic gegenüber dem k.-u.-k.-Finanzminister Graf Leon v. Bilinski angedeutet haben, es "bestünde die Gefahr eines Anschlages durch 'junge Serben'". Denn schon die Wahl des Besuchstages musste die Gemüter erhitzen.

Der 28. Juni ist der "Sv. Vidov-Dan". An diesem serbischen Nationalfeiertag wurde 1389, so erzählt es die Legende, Sultan Murad I. nach der Schlacht am Amselfeld vom "jungen Patrioten" Milos Obilic erstochen. Auf den höchsten Exponenten einer Okkupationsmacht war ein erfolgreiches Attentat verübt worden.


Minimale Sicherheitsvorkehrungen

Damals die Osmanen, heute die Habsburger. Für die Jungserben mochte das auf der Hand liegen. Doch in Wien hielt niemand eine Terminänderung für notwendig. Man demonstrierte Gelassenheit. Die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort erreichten nicht einmal das in solchen Fällen übliche Ausmaß. Zwar befanden sich wegen eines k.-u.-k.-Manövers in der Region etwa 25.000 Soldaten. Es wäre also rasch möglich gewesen, 1.000 oder 2.000 Infanteristen in Sarajevo als Schutztruppe zusammenzuziehen.

Hof und Regierung in Wien vertraten allerdings die Ansicht, eine solche Maßnahme wäre nur dann vertretbar, wenn es sich um einen "offiziellen Besuch des Thronfolgers" handelte. Da aber Franz Ferdinand von seiner "nicht standesgemäßen" Ehefrau begleitet wurde, befand er sich auf einer "Privatreise".


Radio in Echtzeit

Als ich 2009 die Hintergründe des Attentats recherchierte, verlagerte sich mein Interesse immer mehr auf den schicksalhaft anmutenden Ablauf der Ereignisse in Sarajevo selbst:

Um etwa 9 Uhr 45 war der Zug mit dem kaiserlichen Salonwagen angekommen. Um 11 Uhr 15 wurde der "erfolgreiche" Attentäter Gavrilo Princip dem Untersuchungsrichter Leo Pfeffer vorgeführt. Was hatte sich in diesen 90 Minuten zugetragen? Ein Bombenanschlag war gescheitert, eine Brandrede gehalten und ein Gala-Diner zubereitet worden. Schließlich hatte eine Reihe von Missverständnissen zu einer Irrfahrt geführt, die auf geradezu groteske Weise die Opfer zum Attentäter brachte. Der schoss nach eigenen Angaben ungezielt und traf dennoch Franz Ferdinand und Sofie tödlich.

Es gibt zahlreiche Dokumentationen, die in den letzten Jahrzehnten die Hintergründe und Folgen des Attentats beleuchtet haben. Eine Echtzeitreportage über das, was an diesem Vormittag geschehen ist, gab es bisher nicht. Und genau dieses Drehbuch wollte ich schreiben. Da man mir beim Fernsehen keine Möglichkeit bot, mein Vorhaben adäquat umzusetzen, nahm ich einen Medienwechsel vor: So entstand ein Hörspiel, das dank hervorragender dramaturgischer Beratung, exzellenter Regie und großartiger Schauspielleistung zu einem - wie ich hoffe - spannenden Ereignis für die Ö1 Gemeinde geworden ist. Den Hörer/innen von Ö1 wird die Möglichkeit gegeben, die dramatischen Ereignisse einhundert Jahre später in Echtzeit nachzuverfolgen.



Der österreichische Schriftsteller und Drehbuchautor Fritz Schindlecker hat jene 90 Minuten, die die Welt verändern sollten, in einem semi-dokumentarischen Hörspiel minutiös nachgezeichnet. Den Hörer/innen von Ö1 wird damit die Möglichkeit gegeben, die dramatischen Ereignisse einhundert Jahre später in Echtzeit nachzuverfolgen. Mit Joseph Lorenz, Maria Köstlinger, Peter Matic, Michael Dangl, Stefano Bernardin, Gerti Drassl und anderen. Regie: Götz Fritsch, Musik: Martin Zrost.
Sprecher:Christoph Gawenda
Benjamin Kramme
Mandy Rudski
Erstsendung: 28.06.2014
Datenquelle(n): ORF
YaGru
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Abfragedauer: 0,9013 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1547700603
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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