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Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

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Titel: Homo Faber
Autor: Max Frisch
produziert in: 1955
produziert von: ORF; Wiener Burgtheater
Laufzeit: 112 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Heinz Sommer
Inhalt: Unter dem Eindruck der rasanten technischen Aufrüstung während des Zweiten Weltkrieges, und vor allem angesichts der beiden Atombomben-abwürfe über Hiroshima und Nagasaki, notiert Max Frisch Ende der 1940er Jahre in sein Tagebuch: »Wir können, was wir wollen, und es fragt sich nur noch, was wir wollen; am Ende unseres Fortschritts stehen wir da, wo Adam und Eva gestanden haben; es bleibt uns nur noch die sittliche Frage.« Bis 1957, als sein Roman Homo faber erscheint, hat sich die Geschwindigkeit der technischen Entwicklungen noch einmal rasant beschleunigt. Der Titel meint dabei nicht nur die zentrale Figur des Romans, sie ist ein feststehen-der anthropologischer Begriff: Als »Homo Faber« bezeichnet man seit der Antike den Menschen als werkzeugmachendes Wesen. Bevor Frisch Schrift-steller wurde, arbeitete er als Architekt, unter dem Eindruck dieses in großen Teilen technischen Berufs, konstatiert Frisch, »der moderne Mensch [lebe] an sich selbst vorbei und [ergebe] sich dabei der Machbar-keitseuphorie der Technik. Sein tiefstes Wesen und sein Schicksal geraten ihm dabei aus dem Blick, menschliche Beziehungen und Kommunikation unterwerfen sich dem Diktat der Naturwissenschaften.« Jetzt erkennt Frisch also nicht mehr nur ein moralisches Problem in einer zusehends durchtechnisierten Welt, sondern auch ein emotionales – der Mensch, der glaubt, das Leben nach den Gesetzen von Logik und Wissenschaft organisieren zu können, kommt sich zusehends selbst abhanden, er verliert sukzessive seine Kommunikationsmöglichkeiten, seine Empathiefähigkeit sowie das Bewusstsein für die eigenen Ängste und Sehnsüchte. In der kalten Sprache eines Berichts greift Frisch bereits vor etwa siebzig Jahren eine Sorge auf, die heute zwischen Twitter, WhatsApp und Facebook mehr und mehr zu unserem Alltag wird. Manche Sätze aus Homo faber klingen dabei fast schon wie Statements eines gegenwärtigen, technikbegeisterten Blogs: »Der Mensch als Beherrscher der Natur, und wer dagegen redet, der soll auch keine Brücke benutzen, die nicht die Natur gebaut hat. Dann müsste man schon konsequent sein und jeden Eingriff ablehnen, das heißt: sterben an jeder Blinddarmentzündung. Weil Schicksal!«
Sprecher:Ewald Balser (Primislaus Ottokar, König von Böhmen)
Liselotte Schreiner (Margarete v. Österreich, Witwe Heinrichs, seine Gemahlin)
Heinz Moog (Benesch v. Dieditz)
Otto Schmöle (Milota)
Albin Skoda (Zawisch)
Lona Dubois (Berta, Beneschs Tochter)
Alfred Neugebauer (Braun von Olmütz, Kanzler)
Franz Höbling (Bela, König von Ungarn)
Judith Holzmeister (Kunigunde v. Masovien, seine Enkelin)
Attila Hörbiger (Rudolf von Habsburg)
Fred Liewehr (Fridrich Zollern, Burggraf v. Nürnberg)
Eduard Volters (Heinrich v. Lichtenstein)
Felix Steinböck (Friedrich Pettauer)
Albert Rueprecht (Seyfried Merenberg)
Walter Stumvoll (Der alte Merenberg)
Michael Janisch (Herbot v. Füllenstein)
Hermann Wawra (Baltram Vatzo, Bürgermeister von Wien)
Raoul Aslan (Ottokar v. Horneck)
Julius Karsten (Bürgermeister von Prag)
Otto Tressler (Kanzler d. Erzbischofs v. Mainz)
Franz Herterich (Abgesandter der deutschen Wahlversammlung)
Otto Kerry (Ein kaiserlicher Herold)
Helmut Krauss (Schweizer Soldat)
Karl Schraml (Ein Bürger)
Maria Jezel (Katharina Fröhlich)
Margarethe Dux (Ihre Mutter)
Lilly Karoly (Elisabeth, Margaretens Kammerfrau)
Erika Berghöfer (Kammerfräulein Kunigundens)
Karl Friedl (Ein Diener Ottokars)
Fritz Horn (2. Diener Ottokars)
Musikerhr-Bigband (Ensemble)
Daten zu Max Frisch:vollständiger Name: Max Rudolf Frisch
geboren: 15.05.1911
gestorben: 04.04.1991
Vita: Max Rudolf Frisch (* 15. Mai 1911 in Zürich; † 4. April 1991 ebenda) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt. Mit Theaterstücken wie Biedermann und die Brandstifter oder Andorra sowie mit seinen drei großen Romanen Stiller, Homo faber und Mein Name sei Gantenbein erreichte Frisch ein breites Publikum und fand Eingang in den Schulkanon. Darüber hinaus veröffentlichte er Hörspiele, Erzählungen und Prosawerke sowie zwei, die Zeiträume von 1946 bis 1949 und 1966 bis 1971 umfassende, literarische Tagebücher.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 19.05.2018
Datenquelle(n): dra
dra
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YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 3
Titel: Shadow Hill
Schreckmümpfeli
Autor: Mitra Devi
produziert in: 1949
produziert von: NWDR
Regie: Susanne Heising
Komponist: Hans Jönsson
Inhalt: Die stärkste Zwangsjacke ist die Familie
Sprecher:Paul Temple: René Deltgen
Steve Temple: Annemarie Cordes
Charlie, beider Diener: Otto Daue
Sir Graham Forbes: Georg Eilert
Oberinspektor Vosper: Bernd M. Bausch
Edward Day: Heinz von Cleve
Peter Davos: Peter René Körner
Sir Donald Murdo: Franz Schafheitlin
Dr. Kay Wiseman: Viola Wahlen
Zola, Wirt des "Madrid": Herbert A. E. Böhme
Prof. Reece: Hermann Pfeiffer
Virginia van Cleeve: Annelie Jansen
Mrs. Marcia: Katharina Brauren
Madison: Herbert Steinmetz
Royston: Alwin Joachim Meyer
Bill Harcourt, ein Fischer: Ernst Hetting
Ober: Walter Giller
Thomson: Werner Küffe
Fred: Hans-Joachim Richter
Marjorie Faber: Ingeborg Schlegel
Ein Sprecher: Hermann Stein
George: Max Zawislak
Frank Barufski
Rudolf Böhme
Wolfgang Borchert
Ralf Bregazzi
Hans Helmut Dickow
Hans Fuchs
Ursula Gütschow
Adolf Hansen
Richard Helsing
Hans Werner Kock
Christa Korn
Alf Marholm
Marion Molitor
Walter Paetzold
Leopold Reinecke
Klara Streitberger
Harald Vock
Wolfgang Woytt
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 3
Titel: Wut
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1969
produziert von: BR; SDR
Laufzeit: 51 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Komponist: Enno Dugend
Inhalt: Auslöser für die Entstehung von Wut waren die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris im Januar 2015. Elfriede Jelinek entfesselt in ihrem Text jene Wut, die zu diesen Gewalttaten geführt haben mag. Doch bleibt sie nicht bei den Tätern, denn wütend sind alle, die im Stück auftreten, von deutschen Wutbürgern bis hin zum antiken griechischen Hercules und nicht zu vergessen natürlich die Autorin selbst angesichts des Terrors und Populismus in der Welt. In den sich überlagernden Bedeutungsebenen scheinen aber auch die Fragen auf: Was kommt nach der Wut? Was bewirkt sie: Zerstörung, Ausgrenzung – oder kann sie auch Motor und Verbindung sein?
Ich habe dauernd Schaum vorm Mund vor Wut. Ich rege mich halt leicht auf und gern, so wie die Poster in den Foren, das ist menschlich, das ist die Not der Heimat- und Notlosigkeit, die haben niemand anderen, der ihnen zuhört. Diese Wut!, die ist nun gar nicht mehr zu fassen, meine Wut, denn obwohl alle wissen, sie sollten das unterlassen, hat irgendein Idiot ihre Fesseln gelöst, und jetzt haben wir den Salat. Zuerst nur Zähneknirschen, dann Brüllen, dann mit den Füßen Aufstampfen, dann Freveln, dann Mordlust, Mordwut. Ich beginne jetzt zu rasen, es steigt in mir hoch, ich habe keine Stimme, die wurde mir bei der letzten Wahl abgenommen, aber ich habe eine Art Kocher, einen Herd, der mich erhitzt, der mich auflädt, ist das der Zorn des Hercules Furens? Ich kann das alles in meiner Wut nicht mehr unterscheiden und schlage blind um mich, auf die Blindheit kommt es in der Wut besonders an, manchmal kann man sie nur schwer erzeugen, sie ist ja kein industrielles Massenprodukt, sie muss speziell und individuell eigens angefertigt werden. In der Wut gibt es keinen Zweifel, man hätte auch keine Zeit mehr dafür, gezweifelt wird vorher, wenn überhaupt, danach ist es zu spät. Ich will es immer rauslassen, was ich nie gewusst habe. Dort drüben rennt es, das Unbewusste! Wie diese Männer, auf die ich auch eine unglaubliche Wut habe, doch in meiner Blindheit sehe ich sie nicht richtig, sind das die, die wir umbringen wollten? Ich sehe den Abzugshebel, weiß auch, wie der betätigt wird und was dann passiert, aber wir fragen uns doch: Wo fasste uns das Wüten? Wo fasste jeden das Wüten, fast jeden zumindest? Wo war das? Wo verdarb es uns? Für wessen Verderben haben wir gesorgt?" (Textcollage aus Elfriede Jelineks Wut von Leonhard Koppelmann) Auslöser für die Entstehung von Wut waren die Anschläge auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt in Paris im Januar 2015. Elfriede Jelinek entfesselt in ihrem Text jene Wut, die zu diesen Gewalttaten geführt haben mag. Doch bleibt sie nicht bei den Tätern, denn wütend sind alle, die im Stück auftreten, von deutschen Wutbürgern bis hin zum antiken griechischen Hercules und nicht zu vergessen natürlich die Autorin selbst angesichts des Terrors und Populismus in der Welt. In den sich überlagernden Bedeutungsebenen scheinen aber auch die Fragen auf: Was kommt nach der Wut? Was bewirkt sie: Zerstörung, Ausgrenzung - oder kann sie auch Motor und Verbindung sein?
Sprecher:Hans Korte (Herr Wohlmut)
Elisabeth Wiedemann (Frau Wohlmut)
Fabian Brinkmann (Jochen)
Klaus Schwarzkopf (Herr Weissmann)
Gisela Zoch (Frau Weissmann)
Margot Philipp (Fräulein Hintz)
Reinhard Glemnitz (Der 3. Lautsprecher)
Louise Wiedenmann (Stewardess)
Hans Timerding (Oberkonsistorialrat Borkenkopf)
Joachim Wichmann (Professor Matumba)
Werner Finck (General)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 13.01.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Abfragedauer: 0,4451 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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