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Hörspieldatenbank

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Hörspiel-Kalender
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Treffer 1 von insgesamt 14
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Titel:
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
produziert in: 1925
produziert von: Funk-Stunde AG (Berlin)
Regie: Alfred Braun
Komponist: Ferdinand Lassen
Inhalt: Das Faustmonodram - Der Tragödie 1. Teil bis zu Faustens Verjüngung


Die Faustsage hat Goethe bekanntlich sein ganzes Leben hindurch mit geringen Unterbrechungen beschäftigt. Dieselben Elemente, die von Urzeiten her diesen Stoff in allen möglichen Varianten und mit vielen Ausschmückungen entstehen ließen, hat Goethe mit genialem Instinkt und sicherer Gestaltungskraft ins allgemein Menschliche zu wenden gewußt. Dies sind ja  die ewigen Werte der Fausttragödie, daß an die primitivsten Empfindungen und die tiefsten Fragen des Menschengeschlechtes gerührt wird. Der zweite Teil des "Faust" [...] ist eine Verquickung  von Klassik und Renaissance und stellt in seiner philosophischen Allegorie einen gewaltigen Versuch zur Entmaterialisierung der Schaubühne dar. Der jüngere Goethe sieht die Welt noch anders an. Kräftige Sprache und lebhafte Handlung erfüllen den ersten Teil, der als Theaterstück seinen Abschluß findet und eigentlich nie fortgeführt wurde; der reife, schauende Goethe hat den Bogen zu Ende geführt, doch wohl erkannt, daß sich Fausts Schuld nicht im irdischen Sinne sühnen läßt. [...] (Die Funkstunde)
Sprecher:Ferdinand Gregori (Faust)
Fritz Kortner (Mephistoteles)


MusikerW. Buschkötter
Daten zu Johann Wolfgang von Goethe:geboren: 28.08.1749
gestorben: 22.03.1832
Vita: Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar), geadelt 1782, war ein deutscher Dichter. Er forschte und publizierte außerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Ämter.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 11.04.1925
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
produziert in: 1925
produziert von: Funk-Stunde AG (Berlin)
Regie: Alfred Braun
Inhalt: Die Gretchentragödie - Der Tragödie erster Teil, von Faustens Verjüngung bis zum Schluß


Die Gretchentragödie zeigt den Zusammenstoß zweier Welten: die von stürmischer Unruhe erfüllte Daseinssphäre Faustens und die stille, abgeschlossene Welt Margarethens, der ohne die gefährliche Begegnung ein kleinbürgerliches, unromantisches Schicksal beschieden gewesen wäre. Erst das liebende, leidende Weib  muß in ihr geweckt werden, dann allerdings zeigt sie edle, immer wachsende Größe. [...] (In: Die Funkstunde, 2. Jahrgang, Heft 16, S.303)
Sprecher:Gerda Müller (Gretchen)
Karl Ebert (Faust)
Fritz Kortner (Mephistoteles)
Daten zu Johann Wolfgang von Goethe:geboren: 28.08.1749
gestorben: 22.03.1832
Vita: Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar), geadelt 1782, war ein deutscher Dichter. Er forschte und publizierte außerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Ämter.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 25.04.1925
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Hans Joachim Horn
Willi Trenk-Trebitsch
Bertolt Brecht
Otto Falckenberg
Jean Giraudoux
Johann Wolfgang von Goethe
Curt Goetz
Heinrich Heine
Johann Nestroy
produziert in: 1959
produziert von: HR
Laufzeit: 117 Minuten
Regie: Mathias Neumann
Willi Trenk-Trebitsch
Komponist: Ludwig van Beethoven
Franz Schubert
Darius Milhaud
Kurt Weill
Inhalt: So vollkommen Film und Fersehen heute auch sein mögen, das Theater hat seinen Zauber und seine Anziehungskraft bis heute nicht verloren. Die einzigartige und faszinierende Welt der Bühne einmal zu durchleuchten, ihre ewigen Gesetze zu untersuchen, den "Dank an dasTheater" abzustatten, das ist die Absicht dieser Sendung. Sie wird in ernster und heiterer Form, in Conferencen, eingeblendeten Szenen und Gesprächen vom Reiz des Theaters berichten. Max Reinhardt, dessen Stimme in einer alten Aufnahme zu hören sein wird, sagte einmal:"Das Theater kann, von guten Geistern verlassen, das traurigste Gewerbe, die armseligste Prostitution sein. Das Heil kann nur vomSchauspieler kommen, denn ihm und keinem anderem gehört das Theater."Neben Reinhardt werden in dieser Sendung noch andere Repräsentanten des deutschen Theaters zu Wort kommen wie Curt Goetz, Bert Brecht, Max Ophüls und Hedwig Bleibtreu. (Pressetext)
Sprecher:Harry Buckwitz
Leo Faerber
Maria Fricke
Kurt Glass
Käthe Gold
Wolfgang Haller
Hilde Körber
Fritz Kortner
Hans Georg Laubenthal
Ulrich Lauterbach
Friedrich Luft
Maria Madlen Madsen
Edgar Mandel
Albert Matterstock
Helga Mietzner
Ernst Walter Mitulski
Max Nemetz
Max Noack
Fritz Rémond
Erich Schellow
Robert Seibert
Willy H. Thiem
Margot Trooger
Paul Verhoeven
Udo Vioff
Max Reinhardt
Hedwig Bleibtreu
Max Ophüls
Karl Kraus
Erstsendung: 04.05.1959
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Georg Büchner
produziert in: 1948
produziert von: BR
Laufzeit: 107 Minuten
Regie: Walter Ohm
Bearbeitung: Arnold Weiss-Rüthel
Komponist: Mark Lothar
Inhalt: Büchner wählte für sein Drama einen Ausschnitt aus der Spätphase der Französischen Revolution - zehn Tage im März und April 1794 -, in der sie in Diktatur und blutigen Despotismus umzuschlagen beginnt. Nachdem alle gemässigten Gruppierungen ausgeschaltet worden sind, beginnen die Grabenkämpfe unter den Jakobinern (Ende 1793/Anfang 1794); die Handlung setzt kurz nach der Eliminierung der Hébertisten (der eigentlich radikalsten Fraktion) ein und endet mit derjenigen der Dantonisten, die sich nun von Robespierres harter Linie zu distanzieren begannen, obgleich sie lange Zeit alle Gewaltmassnahmen mitverantwortet hatten.

Das Stück gründet auf ausführlichen Studien zur Geschichte der Französischen Revolution, und aus den Quellen flossen etliche Originalzitate in den Text ein. Büchner selbst beurteilt die Vorgänge nicht unmittelbar. In der Gestalt Dantons schlägt sich jedoch seine Skepsis gegenüber dem Ideal des autonom handelnden Individuums nieder. Sein Protagonist bezeichnet die Geschichte als fatalistischen Prozess, der zu immer neuen Leiden führt und der - scheinbar - determiniert, vorherbestimmt verläuft. "Puppen sind wir, von unbekannten Mächten am Draht gezogen."

Das Drama entstand in den ersten Monaten des Jahres 1835 in "höchstens fünf Wochen", während Büchner wegen der Gründung der "Gesellschaft für Menschenrechte" und der Veröffentlichung seiner radikal sozialistischen Flugschrift "Der hessische Landbote" polizeilicher Verfolgung ausgesetzt war. Unmittelbar nach Abschluss des Manuskripts konnte er nur durch schnelle Flucht der Verhaftung entgehen.
Sprecher:Fritz Kortner (Danton)
Elfriede Kuzmany (Julie, seine Gattin)
Bruno Hübner (Robespierre)
Peter Lühr (Desmoulins)
Marianne Kehlau (Lucile, seine Gattin)
Otto Arneth (St. Just)
Gustl Weigert (Fouquier)
Herbert Kroll (Legendre)
Gisela Fackeldey (Marion)
Ernst Schlott (Lacroix)
August Riehl (Hérault)
Rudolf Helten (Collot d'Herbois)
Bum Krüger (Simon)
Gertrud Kückelmann (Eugenie)
Daten zu Georg Büchner:vollständiger Name: Karl Georg Büchner
geboren: 17.10.1813
gestorben: 19.02.1837
Vita: Karl Georg Büchner (* 17. Oktober 1813 in Goddelau, Großherzogtum Hessen; † 19. Februar 1837 in Zürich) war ein hessischer Schriftsteller, Mediziner, Naturwissenschaftler und Revolutionär. Er gilt trotz seines schmalen Werkes – er starb bereits im Alter von 23 Jahren – als einer der bedeutendsten Literaten des Vormärz. Teile seines Werkes zählen zur Exilliteratur.

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Erstsendung: 13.10.1948
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 14
Vorige/nächste Ausstrahlung:26.03.2019 um 20:10 bei DLF (Folge 4 von 4)
Titel:
Autor: Jakob Wassermann
produziert in: 1960
produziert von: HR
Laufzeit: 157 Minuten
Regie: Ulrich Lauterbach
Bearbeitung: Palma
Inhalt: Im Mittelpunkt der zweiteiligen Funkbearbeitung stehen Waremme, der faszinierende Vertreter des intelektuellen Judentums, und der 16jährige Etzel von Andergast, der den Fall Maurizius nach zwanzig Jahren von Neuem aufrollt, weil er es nicht ertragen kann, daß einem Menschen Unrecht geschieht. Leonhart Maurizius war des Mordes an seiner Frau angeklagt worden, hatte aber stets seine Unschuld beteuert. Etzels Zweifel an dem damals gefällten Urteil, an dem sein Vater als junger Staatsanwalt entscheidenden Anteil hatte,ist zugleich ein Zweifel an der ganzen Welt des Vaters mit ihrer unmenschlichen Kälte. Etzel muß die Wahrheit über den Fall Maurizius finden, weil er sich selbst finden muß. Deshalb sucht er Waremme auf, der in dem großen Prozeß vor zwanzig Jahren als Kronzeuge aufgetreten war.
Sprecher:Gert Westphal (Erzähler)
Willi Trenk-Trebitsch (Leonhart Maurizius)
Hermann Menschel (Peter Paul Maurizius)
Marianne Hoppe (Anna Jahn)
Fritz Kortner (Warschauer/Waremme)
Paul Hoffmann (Oberstaatsanwalt Baron von Andergast)
Hans Joachim Horn (Etzel von Andergast)
Mathilde Einzig (Großmutter)
Hans Caninenberg (Dr. Raff)
Daten zu Jakob Wassermann:geboren: 10.03.1873
gestorben: 01.01.1934
Vita: Jakob Wassermann (* 10. März 1873 in Fürth; † 1. Januar 1934 in Altaussee) war ein deutsch-jüdischer Schriftsteller. Er zählte zu den produktivsten und populärsten Erzählern seiner Zeit.
Erstsendung: 25.04.1960
Datenquelle(n): dra
dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Bertolt Brecht
produziert in: 1932
produziert von: Berliner Funkstunde
Laufzeit: 43 Minuten
Regie: Alfred Braun
Komponist: Kurt Weill
Inhalt: Wegen seines ökonomischen Themas galt das Stück zugleich als schwer verdaulich und verwirrend. Die marxistische Kritik am Reformismus der Arbeiterbewegung sowie das Parodieren und Ausstellen großer deutscher Klassiker trugen zu einem brisanten ideologischen Gemisch bei. Dieses erste von Brechts drei 'Johanna'-Stücken war 1929-31 entstanden und gelangte erst drei Jahre nach Brechts Tod in der Inszenierung von Gustav Gründgens auf die Bühne. Eine Bühnenaufführung in den letzten Jahren der Weimarer Republik war nicht mehr durchzusetzen gewesen. Um so erstaunlicher ist, daß das Stück am 11. April 1932 in einer gekürzten Radioversion erstmals an die Öffentlichkeit kam. Der literarische Leiter der 'Berliner Funkstunde' Alfred Braun, der schon mehrfach mit Brecht zusammengearbeitet hatte, inszenierte mit einer Reihe von legendären Stimmen: Fritz Kortner, Carola Neher, Helene Weigel, Ernst Busch, Peter Lorre u.a. Zum besseren Verständnis der Handlung sprach der bekannte Berliner Theaterkritiker Herbert Jhering erläuternde Zwischentexte, die aber allesamt nicht mehr erhalten sind.
Sprecher:Fritz Kortner (Pierpont Mauler)
Carola Neher (Johanna Dark)
Helene Weigel (Frau Luckerniddle)
Ernst Busch (Vorarbeiter Smith)
Peter Lorre (Sullivan Slift / Graham)
Friedrich Gnass (Gloomb / junger Arbeiter)
Otto Kronburger (Detektiv / Kellner)
Paul Bildt (Sprecher)
Daten zu Bertolt Brecht:geboren: 10.02.1898
gestorben: 14.08.1956
Vita: Bertolt Brecht (auch Bert Brecht; gebürtig Eugen Berthold Friedrich Brecht; * 10. Februar 1898 in Augsburg; † 14. August 1956 in Ost-Berlin) war ein einflussreicher deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Brecht hat das epische Theater beziehungsweise „dialektische Theater“ begründet und umgesetzt.

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Treffer 7 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Leo Tolstoi
produziert in: 1926
produziert von: Funk-Stunde AG (Berlin)
Regie: Alfred Braun
Inhalt: Drama in 4 Akten

Zu der Sendespielaufführung von Tolstois erschütterndem Drama "Die Macht der Finsternis" gab Felix Holländer eine vortreffliche Einführung. Was die dramatischen Werke Tolstois für eine Rundfunkaufführung geeignet erscheinen läßt, ist vor allem der streng gehaltene, psychologisch klare Dialog, der in keinem Augenblick durch Nebensächlichkeiten die Aufmerksamkeit von dem inneren Geschehen ablenkt. Die grauigen Vorgänge dieses Stückes dienen ja keineswegs der künstlichen Erzeugung einer bühnenmäßigen Spannung, sie wolllen nur mit gesteigertsten Mitteln den großen Umschwung am Schluß vorbereiten, der auch dieses Stück, wie alle Hauptwerke Tolstois, zum persönlichsten Bekenntnis des Dichters stempelt. Bei bühnenmäßigen Darstellungen dieses Werkes ergibt sich daraus die Gefahr, daß durch eine übertrieben realistische Darstellung der äußeren Vorgänge der Kern des Geschehens verschleiert wird. Diese Gefahr besteht beim Rundfunk nur in geringerem Maße. Denn durch die Beschränkung auf das Wort sind auch die naturalistischen Ausdrukcsmittel verringert, und die Sendespielaufführung verlangt und ermöglicht eine dezente Behandlung der krassen Vorgänge. Alfred Brauns Regie war wieder sehr geschickt in der Vermeidung abstoßender Wirkungen, und doch gelang es ihm, mit den reinen Mitteln der Dialogführung von Anfang bis Ende eine unheimliche Spannung zu erzeugen. Unter den Darstellern hatten sich Lucie Höflich und Elsa Wagner am stärksten in den Ideengang des Stückes eingelebt. Fritz Kortner gelang, seinen seinem Naturell entsprechend, am besten die große Bekenntnisszene am Schluß, während er für die naive Eitelkeit des jungen Nikita nicht den rechten Ausdruck fand. Johanna Hofer hatte als Marinka einige starke Momente. Eine Ueberraschung war Paul Graetz, der in der Rolle eines frommen alten Bauern ergreifende Töne fand. Das Zusammenspiel klappte nicht ganz, und an einigen Stellen war das Tempo ein wenig verschleppt. (In: Der Deutsche Rundfunk, 30.09.1926, 4. Jahrgang, Heft 40, S.2810)
Sprecher:Emil Lind (Peter, ein reicher Bauer)
Lucie Höflich (Anissja, seine Frau)
Lore Braun (Akulina, Peters Tochter aus erster Ehe)
Blandine Ebinger (Anjutka, Peters Tochter aus zweiter Ehe)
Fritz Kortner (Nikita, Knecht in Peters Hause)
Paul Graetz (Akim, dessen Vater)
Elsa Wagner (Matrjona, seine erste Frau)
Charlotte Hagenbruch (Marinka, seine zweite Frau)
Albert Florath (Dimitritsch, ein alter Knecht)
Daten zu Leo Tolstoi:vollständiger Name: Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi
geboren: 09.09.1828
gestorben: 20.11.1910
Vita: Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi (russisch Лев Николаевич Толсто́й anhören?/i, wiss. Transliteration Lev Nikolaevič Tolstoj), deutsch häufig auch Leo Tolstoi (geboren 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula; gestorben 20. November 1910 in Astapowo, heute Lew Tolstoi in der Oblast Lipezk), war ein russischer Schriftsteller. Seine Hauptwerke Krieg und Frieden und Anna Karenina sind Klassiker des realistischen Romans.

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Erstsendung: 24.09.1926
Datenquelle(n): dra
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Treffer 8 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Henry de Montherlant
produziert in: 1949
produziert von: NWDR
Laufzeit: 85 Minuten
Regie: Ulrich Erfurth
Bearbeitung: Gerda von Uslar
Komponist: Siegfried Franz
Übersetzer: Christian Wegner
Inhalt: Im 14. Jahrhundert war der portugiesische Hof Schauplatz einer tragischen Liebesgeschichte. Don Pedro, der Erbe des Reiches, hatte sich heimlich mit der schönen Inés de Castro, einer Hofdame, vermählt. Da jedoch staatspolitische Interessen gegen diese Verbindung standen, ließ Pedros Vater, Alfons IV. von Portugal, Inés ermorden. Die Geschichte berichtet, daß Pedro die Leiche der geliebten Frau einbalsamieren ließ und zwei Jahre später, nach seiner Thronbesteigung, den ganzen Hofstaat zwang, der mit allen Insignien der Herrscherwürde angetanen Leiche königliche Ehren zu erweisen, während er an den Mördern grausame Rache nahm.
Sprecher:Fritz Kortner (Ferrante, König von Portugal)
Hans Quest (Sein Sohn Prinz Don Pedro)
Maria Wimmer (Inez de Castro)
Gisela Mattishent (Die Infantin von Navarra)
Erwin Linder (Egas Coelho)
Heinz Klevenow (Alvar Gonzalves)
Willy Schweissguth (Don Christoval)
Manfred Lotsch (Ein Page)
Daten zu Henry de Montherlant:geboren: 20.04.1895
gestorben: 21.09.1972
Vita: Henry de Montherlant (* 20. April 1895 in Paris; † 21. September 1972 ebenda) war ein französischer Schriftsteller, Dramatiker und Essayist.

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Erstsendung: 05.01.1950
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Théophile Gautier
produziert in: 1952
produziert von: RWR-W
Regie: Walter Davy
Inhalt: Vor über 100 Jahren hat der französische Dichter und Kunstkritiker Theophile Gautier, einer der ersten und eifrigsten Verfechter des "I'art pour l'art", dieses "Mysterium" geschrieben. Eine Träne des Teufels ist es wert, mit einer diamantenen Schale aufgefangen zu werden, eine Träne, geweint vom Meister aller Verführer. vom Höllenfürsten, und zwar aus Rührung über die Liebe eines Mädchens und einer winzigen Spur Gegenliebe. Wenn der Teufel weint, wenn er liebt, dann ist die Hölle nicht mehr unendlich.
Diese liebenswürdige Geschichte. vom Teufel, vom lieben Gott und von zwei Jungferlein, die vom "Gott sei bei uns" persönlich versucht werden, ist - so scheint es - für den Rundfunk geschrieben. Jahrzehnte bevor der Rundfunk erfunden war. Ein Mosaik aus Worten. eine Komposition in Stimmen ist dieses Spiel, sein Autor nutzt alle Möglichkeiten, gibt vom lieben Gott bis zu einem blauen Topf, den Geistern, Menschen und Dingen. durch das Wort Gestalt. (NWDR-Programmheft)
Sprecher:Fritz Kortner, Hans Thimig, Karl Skraup, Erika Berghöfer, Judith Holzmeister u.a.
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
produziert in: 1927
produziert von: NORAG - Nordische Rundfunk AG (Hamburg)
Regie: Hans Bodenstedt
Harald Röbbeling
Inhalt: Der Tragödie erster Teil

"Das göttlich weltentweite Goethsche Gedicht war von Hans Bodenstedt für den Rundfunk geschickt und so pietät- wie geschmackvoll bearbeitet worden, daß wohl selbst dem Goethe-Fremdesten das Wesentliche der Dichtung sich erschloß. Für den Faust war Karl Ebert, für den Mephisto Kortner, für die Marthe Schwertlein Hilde Wangel, für das Gretchen Hilde Knoth bemüht worden. Den stärksten Eindruck von allen machte der tiefschürfende Eberl, und köstlich gespreizt gab sich die Wangel. Kortner fehlte die höllisch überlegene Verstandeskühle, dem Gretchen die zarte Kinderseele." (N. N.: Der Deutsche Rundfunk. 5. Jahrgang. Heft 18. 30. April 1927. S.1234)
Sprecher:Karl Ebert (Faust)
Fritz Kortner (Mephisto)
Hilde Knoth (Gretchen)
Hedwig Wangel (Marte)
Daten zu Johann Wolfgang von Goethe:geboren: 28.08.1749
gestorben: 22.03.1832
Vita: Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar), geadelt 1782, war ein deutscher Dichter. Er forschte und publizierte außerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Ämter.

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Erstsendung: 16.04.1927
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Johann Wolfgang von Goethe
produziert in: 1964
produziert von: BR
Laufzeit: 133 Minuten
Genre: Klassiker
Regie: Otto Kurth
Komponist: Wilhelm Killmayer
Inhalt: Vorspiel im Himmel und Der Tragödie erster Teil

Faust ist der Prototyp des modernen Menschen, der immer auf der Suche ist nach dem individuellen Glück, und daran regelmäßig scheitert: „Es irrt der Mensch, solange er strebt“. Goethes Faust ist auch 210 Jahre nach seiner Veröffentlichung das bekannteste und meistzitierte Werk der deutschen Literatur. Der Wissenschaftler Faust geht einen Pakt mit dem Teufel Mephisto ein: Mephisto bekommt Fausts Seele, wenn er ihn von seiner Unzufriedenheit befreit und ihm zum Glück verhilft. In einen jungen Mann verwandelt beginnt Faust eine Liebschaft mit Gretchen. Als sie das uneheliche gemeinsame Kind tötet, wird sie wahnsinnig und landet im Kerker. Im zweiten Teil wird Faust mit Mephistos Hilfe zum Künstler und Unternehmer, doch auch daran scheitert er. Am Ende ist es der wohl berühmteste Konjunktiv der Literaturgeschichte – „Zum Augenblicke dürft’ ich sagen: Verweile doch, du bist so schön!“ – der Fausts Seele vor der Hölle rettet.
Sprecher:Paul Hartmann (Der Herr)
Christian Rode (Erzengel)
Peter Lühr (Mephistopheles)
Wolfgang Reichmann (Faust)
Fritz Kortner (Erdgeist)
Hanns Ernst Jäger (Wagner)
Gerd Baltus (Schüler)
Pamela Wedekind (Hexe)
Ella Büchi (Gretchen)
Lina Carstens (Marthe Schwerdtlein)
Ursula Herwig (Lieschen)
Rolf Boysen (Valentin)
Raoul Wolfgang Schnell (Sprecher)
MusikerEugen Cymbalistyj Chor: Chor der Singgemeinschaft Rudolf Lamy
Daten zu Johann Wolfgang von Goethe:geboren: 28.08.1749
gestorben: 22.03.1832
Vita: Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar), geadelt 1782, war ein deutscher Dichter. Er forschte und publizierte außerdem auf verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten. Ab 1776 bekleidete er am Hof von Weimar unterschiedliche politische und administrative Ämter.

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Erstsendung: 13.05.1964
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Thomas Mann
produziert in: 1926
produziert von: Funk-Stunde AG (Berlin)
Regie: Alfred Braun
Sprecher:Fritz Kortner (Girolamo Savonarola)
Paul Wegener (Lorenzo di Medici)
Veit Harlan (Piero di Medici, Sohn)
Lothar Müthel (Giovanni di Medici, Sohn)
Tilla Durieux (Fiore)
Erwin Faber (Angelo Poliziano)
Johannes Riemann (Pico von Mirandola)
Hugo Döblin (Pierleoni, der Leibarzt)
Walter Fried (Nicolo Cambi)
Werner Schott (Ognibene)
Daten zu Thomas Mann:vollständiger Name: Paul Thomas Mann
geboren: 06.06.1875
gestorben: 12.08.1955
Vita: Paul Thomas Mann (* 6. Juni 1875 in Lübeck; † 12. August 1955 in Zürich) war ein deutscher Schriftsteller, der unter der nationalsozialistischen Herrschaft 1933 in die Schweiz emigrierte und 1939 in die USA zog. 1944 wurde er amerikanischer Staatsbürger, kehrte aber 1952 in die Schweiz zurück. Er zählt zu den bedeutendsten Erzählern deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Der aus einer reichen und angesehenen Lübecker Patrizier- und Kaufmannsfamilie stammende Schriftsteller war verheiratet mit Katia Mann (geborene Katharina Hedwig Pringsheim), die ihn zu mehreren seiner literarischen Figuren und Werke inspirierte. Sein älterer Bruder Heinrich und drei seiner sechs Kinder, Erika, Klaus und Golo, waren ebenfalls Schriftsteller. Für seinen ersten Roman Buddenbrooks (1901) erhielt er 1929 den Nobelpreis für Literatur. Es folgten Novellen und Erzählungen wie Tonio Kröger, Tristan und Der Tod in Venedig. 1924 wurde der monumentale Roman Der Zauberberg veröffentlicht, mit dem Mann die Tradition des europäischen Bildungsromans fortführte. Die Eigenarten von Manns Gestaltungskunst sind besonders in diesem Roman voll ausgeprägt. Der Erzähler wahrt eine skeptisch-ironische Distanz zu den Figuren. Es herrscht eine leitmotivische Wiederkehr typischer Konstellationen und ein syntaktisch komplizierter und anspruchsvoller Stil. Diese Merkmale bestimmten auch seine folgenden Arbeiten, bei denen die Novelle Mario und der Zauberer, die Romantetralogie Joseph und seine Brüder sowie das Spätwerk Doktor Faustus hervorzuheben sind.

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Erstsendung: 29.09.1926
Datenquelle(n): dra
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Treffer 13 von insgesamt 14
Titel:
Autor: William Shakespeare
produziert in: 1958
produziert von: WDR
Laufzeit: 160 Minuten
Regie: Wilhelm Semmelroth
Komponist: Herbert Brün
Übersetzer: Wolf Graf Baudissin
Inhalt: Fast ein Übermaß an tragischem Geschehen knüpft Shakespeare an seine Geschichte vom greisen König Lear, der sein Königreich vorzeitig an seine Töchter Goneril und Regan vererbt. Die jüngste, Cordelia, geht leer aus, weil sie sich weigert, dem Vater übertriebene Zuneigung zu heucheln. Der alte König merkt schon bald, dass er eine falsche Entscheidung getroffen hat. Kälte und Herzlosigkeit der beiden Töchter treiben den Vater in den Wahnsinn. Cordelia, die Verstoßene, kommt nach Intrigen und Verwicklungen aus Frankreich nach Britannien zurück, wo sie den alten, verwirrten Vater findet. Unter ihrer Pflege gewinnt er noch einmal das Bewusstsein zurück, aber das von Goneril und Regan geschürte Ränkespiel bringt am Ende allen den Tod.
Sprecher:Fritz Kortner (König Lear, König von Britannien)
Otto Gries (König von Frankreich)
Alf Marholm (Herzog von Burgund)
Maria Becker (Goneril)
Joana Maria Gorvin (Regan)
Hilde Mikulicz (Cordelia)
Karl-Maria Schley (Herzog von Cornwall)
Kaspar Brüninghaus (Herzog von Albanien)
Claus Clausen (Graf von Gloster)
Walter Richter (Graf von Kent)
Klausjürgen Wussow (Edgar, Glosters Sohn)
Heinz Drache (Edmund, Glosters Bastard)
Harry Flatow (Curan, ein Höfling)
Kurt Lieck (Arzt)
Bernhard Minetti (Der Narr)
Siegfried Wischnewski (Oswald, Gonerils Haushofmeister)
Ferdinand Muth (Hauptmann)
Curt Faber (Ein Edelmann im Gefolge der Cordelia)
Norbert Kappen (Zweiter Edelmann)
Fritz Esch (Herold)
Harry Grüneke (Ein alter Mann, Glosters Pächter)
Alwin Joachim Meyer (Bedienter von Cornwall)
Hans Günther Riebold (Bote)
Ludwig Cremer
Gerhard Becker
Daten zu William Shakespeare:geboren: 26.04.1564
gestorben: 23.04.1616
Vita: William Shakespeare (getauft am 26. April 1564 in Stratford-upon-Avon; † 23. April 1616 ebenda) war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler. Seine Komödien und Tragödien gehören zu den bedeutendsten und am meisten aufgeführten und verfilmten Bühnenstücken der Weltliteratur. Sein überliefertes Gesamtwerk umfasst 38 (nach anderer Zählung 37) Dramen, epische Versdichtungen sowie 154 Sonette.
Erstsendung: 11.09.1958
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 14 von insgesamt 14
Titel:
Autor: Frank Wedekind
produziert in: 1926
produziert von: Funk-Stunde AG (Berlin)
Regie: Alfred Braun
Inhalt: Schauspiel in drei Aufzügen und neun Bildern

Als Gegenüberstellung zu Grabbes "Herzog Theodor von Gothland" brachte die Sendespielbühne Frank Wedekinds "König Nicolo" heraus. Die Beziehungen, die zwischen den beiden Dichtern zweifellos bestehen, wären vielleicht stärker spürbar gewesen, wenn man von Wedekind ein Stück gewählt hätte, das mehr auf die Triebhaftigkeit der Figuren, also auf das, was ihn mit Grabbe verbindet, gestellt ist ("Erdgeist", "Marquis von Keith"). Andererseits muß gesagt werden, daß sich "König Nicolo" wegen der Buntheit des Geschehens und wegen der klar gebauten Handlung vorzüglich für den Rundfunk eignet. Regiemäßig war es wohl die beste Leistung der bisherigen Sendespielsaison. Offenbar hatte Alfred Braun diesmal genügend Zeit zur Vorbereitung. So kam es zu einigen sehr starken Momenten und zu einigen wirklich funkischen Effekten. Wenn z.B. der Hofstaat des Königs Pietro karrikierend durch fünf kurze, harte Trommelschläge gekennzeichnet wird, die wie ein trockenes Husten klingen, oder wenn das Beifallsklatschen von Nicolos Publikum allmählich in einen strengen 4/4 Takt übergeht, so sind das stilisierende Mittel der Funkregie, die von starker, formaler Bedeutung sind. Besonders aber war es diesmal gelungen, sowohl den Szenenwechsel als auch den Auftritt der Personen in unauffälligster Weise durch kleine Einschaltungen zu verdeutlichen. In dieser Beziehung war das Erscheinen Almas im Kerker, dieses minutenlange, fassungslose  Stammeln, Lachen, Schluchzen eine Meisterleistung ausdrucksvollen Funkspiels. Ueberhaupt waren darstellerisch die Szenen zwischen Fritz Kortner und Lucie Mannheim die stärksten; besonders Kortner war an einigen Stellen von erschütternder Ausdruckskraft. Aus dem übrigen Ensemble ragte besonders Rosa Valetti hervor, die eine Kupplerin mit stärkster Eindringlichkeit sprach. Ein gelungener Abend. (Der Deutsche Rundfunk)
Sprecher:Fritz Kortner (Nicolo, König von Umbrien)
Lucie Mannheim (Prinzessin Alma, seine Tochter)
Fritz Kampers (Pietro Folchi, Schlächtermeister)
Wolfgang Zilzer (Filipo Folchi, sein Sohn)
Paul Bildt (Andrea Valori/Der Verteidiger)
Walter Fried (Benedetto Nardi/Der Oberrichter)
Julius Brandt (Pandolfo, Damenschneidermeister/Zweiter Theaterbesitzer)
Kurt Gerron (Ein Söldner/Der Prokurator des Königs (Staatsanwalt))
Hugo Döblin (Ein Gutsbesitzer/Erster Theaterbesitzer)
Meinhart Maur (Ein Landstreicher/Ein Kerkermeister)
Paul Graetz (Michele, Schneidergeselle/Ein Kunstreiter)
Erwin Kopp (Battista, Schneidergeselle/Ein Schauspieler)
Carl Haas (Noé, Schneidergeselle)
Emil Rameau (Der Gerichtsaktuar)
Rosa Valetti (Eine Kupplerin)
Lore Braun (Ein Edelknabe)
Daten zu Frank Wedekind:geboren: 24.07.1864
gestorben: 09.03.1918
Vita: Frank Wedekind (* 24. Juli 1864 als Benjamin Franklin Wedekind in Hannover; † 9. März 1918 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler. Mit seinen gesellschaftskritischen Theaterstücken gehörte er zu den meistgespielten Dramatikern seiner Epoche.

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Erstsendung: 08.09.1926
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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