• Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
  • Die Hörspieldatenbank kann auch ohne Registrierung genutzt werden, wir behalten uns jedoch vor, die Anzahl der Treffer für nicht registrierte bzw. angemeldete Besucher zu beschränken.
    Aktuell ist die Registrierung geschlossen. Wer dennoch Zugang braucht, kann uns über das Kontaktformular ansprechen.
    Bitte beachten: Wir sind ein Informations- und kein Download-Portal!
  • Unter der Webadresse http://www.hoerspielundfeature.de/ bietet der Deutschlandfunk Hörspiele und Features zum Nachhören und Download an. Einfach mal vorbeischauen!

Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

Mehr Informationen zu diesem Projekt findet man in den Foren.  Informationen zur Suche finden sich hier. Unser Gästebuch findet sich hier: Gästebuch.
Aktueller Datenbestand: 59.649 Einträge, sowie 1.746 Audiopool-Links und 477 bekannte Sendetermine.  Suchanfragen heute: 230 (230/0)
Statistiken:
Hörspiel-Kalender
           Übersicht:
Auswahl nach Sender:     Übersicht:
Treffer 1 von insgesamt 8
Kriterien: Sprecher entspricht 'Friederike Ott'- Suche nach Treffer irgendwo im Feld
Titel: Die Liebe von Besuch zu Besuch
Autor: Alfred Jarry
produziert in: 2009
produziert von: HR
Laufzeit: 85 Minuten
Regie: Heinz von Cramer
Bearbeitung: Heinz von Cramer
Dramaturgie: Peter Liermann
Übersetzer: Heinz von Cramer
Inhalt: Der 1898 erschienene Dialogroman »L'amour en visites« kann durchaus als ein verhinderter Schnitzlerscher »Reigen« gelesen werden, der etwa zur gleichen Zeit entstand. Während sich bei Schnitzler das Karussell der Liebe durch alle Gesellschaftsschichten hindurch dreht, gerät es bei Jarry gehörig ins Stocken. Die Liebesbemühungen des jungen Lucien bei diversen Damen führen durchweg in eine Sackgasse; ob er sich an der blühenden Manette oder der erfahrenen Manon versucht, oder an der nymphomanen alten Dame, dem Dienstmädchen oder der Gräfin - immer scheitert er. Schließlich verliert er in seiner ungeschickten Überheblichkeit auch seine Verlobte. Seine unfreiwillige Abstinenz führt ihn zum Arzt, der Luciens wunderliche Lilienbestäubung als Krankheitsbild nicht so recht gelten lassen mag. Dieses spielerisch leichte Stück entfaltet seine so feinsinnigen wie doppelbödigen Dialoge zur Musik Offenbachs und mündet in einen so traumhaften wie erhellenden Dialog zwischen der Angst und der Liebe.
Sprecher:Marian Funk (Lucien)
Donata Höffer (Manette/Manon/Die alte Dame/Die Verlobte/Die Liebe)
Hille Darjes (Die Angst)
Friederike Ott
Sabrina Simon
Anita Iselin
Sylvia Heid
Axel Eichenberg
Robert Naumann
Matthias Hohn
Moritz Pliquet
Leonard Hohm
Sebastian Klein
Daten zu Alfred Jarry:geboren: 08.09.1873
gestorben: 01.11.1907
Vita: Alfred Jarry, (1873–1907), franz. Autor und Vorläufer des Surrealismus, Dadaismus und des Absurden Theaters. 1896 Uraufführung seines König Ubu am Theater de L'OEuvre, die einen Skandal auslöste und wegen Tumulten abgebrochen wurde. Abgesehen von diesem theaterhistorischen Skandal keine breite Anerkennung seiner Werke und finanziellen Erfolge. Leben am Rande des Existenzminimums. 1907 Tod in Paris. Erst ca. 50 Jahre nach seinem Tod Wiederentdeckung und Anerkennung u.a. durch die Gründung des Collége de ‘Pataphysique 1948, das bis heute besteht. Werke u.a. König Ubu (1896), Ubu Hahnrei (1898), Ubu in Ketten (1899), Messalina (1900), Der Supermann (1902).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 07.06.2009
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 8
Titel: Ich verfluche den Fluss der Zeit
Autor: Per Petterson
produziert in: 2011
produziert von: HR; DLR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Bearbeitung: Götz Fritsch
Dramaturgie: Ursula Ruppel
Übersetzer: Ina Kronenberger
Inhalt: Nach einer Krebsdiagnose reist Arvids Mutter noch einmal ins heimatliche Jütland. Überstürzt folgt ihr der Sohn. »Bist du blank?« fragt die Mutter. »Mama, ich werde geschieden.« Obwohl Arvid weiß, dass die Mutter sterben wird, und er gekommen ist, um ihr nahe zu sein und beizustehen, kann er nur über sich selbst sprechen. Für die Mutter ist er das ewige Sorgenkind. Als Arbeiterin hatte sie auf seinen Aufstieg gehofft, aber er hat die Hochschule verlassen, um in die Fabrik zu gehen und einer linken, inzwischen völlig verblassten Utopie zu folgen. In assoziativen Rückblenden erzählt Per Petterson diese melancholische Geschichte einer unerlösten Mutter-Sohn-Beziehung, in der beide einander gerne als Erwachsene sehen möchten, frei von ihrer Geschichte, aber es gelingt nicht. Sie bleiben, was sie seit jeher waren: Mutter und Kind.
Sprecher:Ernst Jacobi (Per, Erzähler)
Marios Gavrilis (Arvid jung)
Jens Wawrczeck (Arvid älter)
Tina Engel (Mutter)
Wolfgang Gorks (Vater)
Udo Kroschwald
Christine Oesterlein
Barbara Stollhans
Axel Gottschick
Torben Kessler
Friederike Ott (Sie)
Heinrich Giskes
Sylvia Heid
Daten zu Per Petterson:geboren: 18.07.1952
Vita: Per Petterson, geboren 1952 in Oslo, arbeitete als Buchhändler und Übersetzer, ehe er sich als Schriftsteller etablierte. Er erhielt mehrere Preise für den Roman "Pferde stehlen" (2006). "Ich verfluche den Fluss der Zeit" erhielt 2009 den bedeutenden norwegischen Brage-Preis und den Literaturpreis des Nordischen Rates.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 09.01.2011
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 8
Titel: Krim-Krieg in Wiesbaden
ARD Radiotatort (Folge 9)
Autor: Roland Schimmelpfennig
produziert in: 2008
produziert von: HR
Laufzeit: 48 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Niki Stein
Komponist: Ulrich Spies
Inhalt: Sie sind ein ungleiches Paar: der 60-jährige Fotoreporter Camillo Falk und sein 35- jähriger Sohn, Hauptkommissar Raimund "Ray" Falk. Während Camillo, bewaffnet mit Diktaphon und Leica M 3, die Grenzen der legalen Ermittlung gerne überschreitet, achtet sein ordnungsliebender Sohn Ray penibel auf die gesetzlich vorgeschriebenen Wege der Verbrechensbekämpfung. Konflikte sind somit vorprogrammiert.

In ihrem ersten Fall werden auf einer Benefizgala im Wiesbadener Nobelhotel Nassauer Hof eine Prostituierte und der Sekt-Fabrikant Struck mit dem abgebrochenen Hals einer Krim-Sektflasche ermordet. Als Fotograf mit dabei: Camillo. "Das Paar" ermittelt in zwei Richtungen: Es heißt, die ukrainische Mafia will die hessische Sekt-Produktion übernehmen - und Struck sei dabei mit im Spiel gewesen. Die andere Fährte führt in die hessische Landespolitik: Struck hatte am Rande der Gala einen Streit mit seinem Parteifreund, bei dem es um illegale Parteispenden und Geldwäsche ging.
Sprecher:Peter Jordan (Hauptkommissar Raimund Falk)
Peter Fitz (Zeitungsfotograf Camillo Falk)
Sandra Bayrhammer (Kommissarin Sascha Weiss)
Nina Petri (Kriminalrätin Dr. Ursula Pelz)
Walter Renneisen (Sektfabrikant Günter Dröhmer)
Renate Schroeter (Henriette Struck, Frau des ermordeten Sektfabrikanten Struck)
Ellen Schulz (Puffmutter Mascha)
Friederike Ott (Prostituierte Bea)
Hans Weicker (Kioskbesitzer Eddi)
Niki Stein (Stimme Polizeifunk)
Ingrid El Sigai (Stimme Radionachrichten)
Dirk Wagner (Journalist)
Karmen Mikovic (Radiosprecherin)
Daten zu Roland Schimmelpfennig:geboren: 19.09.1967
Vita: Roland Schimmelpfennig geboren 1967 in Göttingen, lebt in Berlin. Er studierte Regie an der Otto-Falkenberg-Schule in München. Nach einer Zeit als Dramaturg an der Berliner Schaubühne bis 2001 wandte sich Schimmelpfennig ganz dem Schreiben und Inszenieren der eigenen Stücke zu. Er gilt, auch international, als derzeit führender deutschsprachiger Dramatiker. »Der goldene Drache« wurde 2010 mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet sowie zum besten Stück des Jahres bei der Kritikerumfrage des Jahrbuchs von »Theater heute« gewählt. Neben seinen Bühnenwerken schreibt Schimmelpfennig auch Originalhörspiele, z.B. »Krieg der Wellen – Club Night Special live mit Wigald Boning« (2000).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 21.09.2008
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 8
Titel: Lovecraft - Versuch das Bild eines Schriftstellers mithilfe von Ausschnitten aus seinem Werk ins Leben zurückzurufen
Autor: Heinz von Cramer
produziert in: 2008
produziert von: HR
Laufzeit: 78 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Heinz von Cramer
Übersetzer: Hans Carl Artmann
Inhalt: Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence/Rhode Island geboren. Er führte das Leben eines Sonderlings, der den Kontakt mit der Außenwelt scheute und mit Freunden und gleichgesinnten Autoren fast nur schriftlich verkehrte. Zwischen 1912 und seinem Todesjahr 1937 soll er rund 90.000 Briefe verfaßt haben. Zu seinen Lebzeiten erschien nur ein einziges Buch; etwa 40 Kurzgeschichten und 12 längere Erzählungen veröffentlichte er in Magazinen, vor allem in der Zeitschrift »Weird Tales«. Sein Werk läßt sich grob unterteilen in traditionelle Schauergeschichten, Traumweltgeschichten und die Mythosgeschichten. Aus diesen verschiedenen Bereichen hat Heinz von Cramer Episoden zu einem Gesamtbild Lovecrafts gebündelt, in dem seine »programmatisch kosmische Phantasie«, wie es Manganelli einmal bezeichnete, in all ihren Facetten als ein wahrhaftiges Hörerlebnis aufscheint.

»Wann immer Lovecraft als vorbehaltloser und unglaubwürdiger Chronist die abseitigen Fratzen beschreibt, von denen sein Dasein erfüllt ist, beschreibt er das einzige unförmige Monster, mit dem er von Grund auf Erfahrung hat, sich selbst.« (Manganelli)
Sprecher:Chris Alexander (Lovecraft)
Irm Hermann (Zimmerwirtin)
Mathias Kahler-Polagnoli (Noves/Zeitungsmensch)
Wolfgang Spier (Der Professor)
Heinrich Giskes (Geiger)
Axel Eichenberg (Trommler)
Friederike Ott (Das Mädchen)
Zygmunt Apostol (Alter Mann)
Thessy Kuhls (Die Mutter)
Ernst August Schepmann (Der Vater)
Philipp Schepmann (Der Sohn)
Friedrich von Bülow (Großvater)
Marian Funk (Jüngerer Mann)
Nora Hickler (Kleines Mädchen)
Anisyah Berty (Kleines Mädchen)
Clara Breuer (Kleines Mädchen)
Donata Höffer (Chor)
Christine Heiß (Chor)
Hille Darjes (Chor)
Reinhart Firchow (Chor)
Walter Renneisen (Chor)
Daniel Kasztura (Chor)
Daten zu Heinz von Cramer:geboren: 12.07.1924
gestorben: 24.03.2009
Vita: Heinz von Cramer (1924- 2009), Autor und Hörspielmacher. BR-Hörspiele u.a. "Lacenaire oder Die Schurkenehre" (1991), "Hauen und Stechen oder Das nackte Räderwerk der Politik. Eine Chronik aus dem 15. Jahrhundert nach August Graf von Platen" (1992).
Heinz von Cramer (* 12. Juli 1924 in Stettin; † 24. März 2009 bei Viterbo, Italien) war ein deutscher Autor und Hörspielregisseur. Er gilt als führender Regisseur von experimentellen Hörspielen, bei denen er häufig als Untermalung und Ergänzung von gesprochenen Texten Eigenkompositionen und verschiedene Geräusche eingesetzt hat.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 8
Titel: Luz
Autor: Massimo Carlotto
Marco Videtta
produziert in: 2015
produziert von: WDR
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Thomas Leutzbach
Bearbeitung: Barbara Engelmann
Dramaturgie: Ursula Schregel
Inhalt: In einem Hotelzimmer in Rom wird der Kolumbianer Wilson Hernandez erstochen in seinem Bett aufgefunden. Neben ihm blutüberströmt Ksenia, die umgehend verhaftet wird. Mord aus Eifersucht scheint das Tatmotiv zu sein. Doch der Fall ist längst nicht so klar, wie es auf den ersten Blick scheint. Zwar hatte Wilson eine Affäre mit Ksenias Lebensgefährtin Luz. Aber das Unheil begann, als die junge kolumbianische Plantagenarbeiterin Mirabel vom Sohn ihres Chefs schwanger wurde und abtreiben soll. Sie nutzt das Geld für die Abtreibung, um nach Italien zu flüchten und um Luz, eine Bekannte aus Kindertagen, um Hilfe zu bitten. Als der Plantagenbesitzer von Mirabels Flucht erfährt, erhält ausgerechnet Wilson, einer seiner Sicherheitsleute, den Auftrag, sie aus dem Weg zu räumen. Denn er sieht die Profit versprechende Hochzeit seines Sohnes mit der Tochter eines Geschäftsfreundes und Drogenbosses in Gefahr, wenn es uneheliche Erben gibt. Luz versucht Wilson zu überzeugen, Mirabels Verfolgung aufzugeben. Doch damit ist Mirabel keineswegs außer Gefahr.
Sprecher:Friederike Ott (Luz)
Stefan Wilkening (Wilson Martinez)
Stefan Merki (Kommissar Paolo Mattioli)
Genija Rykova (Ksenia)
Wolfgang Pregler
Wiebke Puls
Michael Tregor
Daten zu Massimo Carlotto:geboren: 22.07.1956
Vita: Massimo Carlotto, geboren 1956 in Padua, war Sympathisant der militanten linken Bewegung "Lotta Continua" und wurde in den 1970ern zu Unrecht wegen Mordes verurteilt. Nach Flucht und einer mehrjährigen Gefängnisstrafe wurde er 1993 begnadigt. Heute ist Carlotto einer der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Daten zu Marco Videtta:geboren: 1956
Vita: Marco Videtta, geboren 1956 in Neapel, lebt heute in Rom. Er hat zahlreiche Artikel und Essays zu Film und Literatur verfasst und arbeitet als Drehbuchautor (hauptsächlich fürs Fernsehen) und Produzent.
Hompepage o.ä.: http://www.perlentaucher.de/autor/marco-videtta.html
Erstsendung: 24.01.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Westdeutscher Rundfunk, Köln
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 8
Titel: Sodom und Gomorrha
Autor: Marcel Proust
produziert in: 2018
produziert von: SWR; DLF
Laufzeit: 165 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Iris Drögekamp
Bearbeitung: Manfred Hess; Hermann Kretzschmar
Komponist: Hermann Kretzschmar
Dramaturgie: Manfred Hess
Übersetzer: Bernd-Jürgen Fischer
Inhalt: »Prousts ›Suche nach der verlorenen Zeit‹ ist nicht nur ein grandioser Roman, sondern auch der perfekte Ratgeber für alle Lebenslagen.« Alain de Botton Der vierte Roman aus Marcel Prousts »À la recherche du temps perdu« heißt »Sodom und Gomorrha I«, erschienen in zwei Bänden zwischen 1920 und 1921. Im Alten Testament sind mit diesen Namen Städte benannt, die Gott unter einem Regen aus Feuer und Schwefel begrub, weil sie sich der Sünde hingegeben haben. Im Stadtpalais der hochadligen Familie der Guermantes hat sich für Marcel, den Ich-Erzähler, zuvor die mondäne Welt der exquisiten Gesellschaft erschlossen. Jetzt ist es Ausgangspunkt seiner Entdeckung der Welten von Sodom als der der männlichen und Gomorrha als der der weiblichen Homosexualität. Er beobachtet hier die zufällige Begegnung des Décadent Baron de Charlus und des Westenmachers Jupien: Trotz aller Standesunterschiede erkennen sie plötzlich einander und nutzen sofort die Gelegenheit zum Sex. Marcel dechiffriert ab da auf der Soirée der Prinzessin de Guermantes die Gäste als Leidende und Lächerliche im Spiel des (gleich)geschlechtlichen Begehrens. Die »Recherche« erzählt weiter: von Marcels Liebe zu der jungen und koketten Albertine Simonet, von seiner krankhaften Eifersucht bei dem Verdacht, sie begehre Frauen wie Mademoiselle Vinteuil, von Marcels Heiratsentschluss, von der Beziehung Charlus zum Geiger Morel, den Reisen in die Normandie nach Balbec, dem kunstsinnigen Salon der Aufsteigerin Madame Verdurin; schließlich von der Unbeständigkeit der Herzen und der vernichtenden Wirkung der Zeit.

Die Hörspielfassung wahrt die Eckpfeiler des Handlungs- und Erzählverlaufs. Sie kürzt aber radikal, um Platz zu schaffen: für umfangreiche akustische Tableaus entlang der Satzkonstruktionen, die den Proustschen Erinnerungsprozess in all seiner Hetereogenität belassen, in all seiner Komik und Unbarmherzigkeit.

Das Hörspiel basiert auf der neuen Übersetzung der »Recherche« durch Bernd-Jürgen Fischer, die 2016 abgeschlossen wurde.

1. Teil: Die Unstetigkeiten des Herzens
2. Teil: Die Küsten von Balbec
3. Teil: Betrübnisse von Mosieur de Charlus
Sprecher:Michael Rotschopf (Erzähler, Marcel)
Corinna Kirchhoff (Maman)
Gabriele Heinz (Françoise)
Lilith Stangenberg (Albertine)
Gerd Wameling (Monsieur de Charlus)
Sebastian Blomberg (Jupien)
Max von Pufendorf (Robert de Saint-Loup)
Katharina Bach (Prinzessin von Guermantes)
André Jung (Herzog Bazin von Guermantes)
Leila Abdullah (Herzogin Oriane von Guermantes)
Leslie Malton (Madame Verdurin)
Claude De Demo (Madame de Souvre)
Friederike Ott (Madame de Villemur)
Christopher Heisler (Laufbursche)
Wolfgang Pregler (Ausrufer Salon Guermantes)
Matthias Habich (Charles Swann)
Gustav Peter Wöhler (Hoteldirektor)
Lilith Stangenberg (Ms Albertine)
Svenja Liesau (Ms Andrée)
Stefan Konarske (Morel)
Johann von Bülow (Doktor Cottard)
Barbara Schnitzler (Prinzessin Sherbatoff)
Claude de Demo (Madame Cottard)
Ingo Hülsmann (Professor Brichot)
Tina Engel (Marquise von Cambremer)
Werner Wölbern (Marquis de Cambremer)
Judith Engel (Madame de Cambremer Legrandin)
Bernd Hahn (Elstir)
Jeremy Mockridge (Liftboy)
Friederike Ott (Noemi)
Wolfgang Pregler (Monsieur Verdurin)
Händl Klaus (Bahnhofsausrufer)
Maximilian Simonischek (Bahnhofsanstellter)
Luana Velis (Sobrette)
André Jung (Ortsfremder)
Leila Abdullah (Padrona)
Wolfgang Pregler (Chefkellner Aime)
Maximilian Simonischek (Chauffeur)
Christopher Heisler (Zimmerkellner und junger Offizier)
Jörg Hartmann (Monsieur Bloch)
MusikerEnsemble Modern
Daten zu Marcel Proust:geboren: 10.07.1871
gestorben: 18.11.1922
Vita: Marcel Proust (1871-1922) wurde in Auteil als Sohn eines Pariser Arztes und einer elsässischen Jüdin geboren. 1878 verbrachte die Familie ihre Ferien in Illiers, das später zu Ehren Prousts in Illiers-Combray umbenannt wurde. Proust studierte Jura, ohne Abschluss, und Literaturwissenschaft. 1895 begann er mit der Arbeit an dem Roman "Jean Santeuil", der unvollendet blieb. 1896 erschien "Freuden und Tage", eine Sammlung von Texten. Finanziell unabhängig, verkehrte er schon früh in den Salons der Pariser Aristokratie. 1903 starb sein Vater, zwei Jahre später die Mutter. Die Asthma-Anfälle, an denen Proust seit seiner Kindheit litt, verschlimmerten sich. Es folgte der Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben in sein schallisoliertes, mit Kork ausgeschlagenes Zimmer. 1912 beendete er "Unterwegs zu Swann", den ersten Band seines Hauptwerks "A la recherche du temps perdu", der 1913 auf Kosten des Autors erschien. 1919 erhielt er für den zweiten Band den Prix Goncourt. Als er am 18. November 1922 starb, waren erst zwei Drittel des Monumentalwerks publiziert. Heute gilt Proust als einer der Begründer der literarischen Moderne.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 08.03.2018
Datenquelle(n): dra
dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 8
Titel: Tauben im Gras
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 5.2009
Autor: Wolfgang Koeppen
produziert in: 2009
produziert von: HR; WDR; SWR
Laufzeit: 104 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Komponist: Günter Lenz
Inhalt: »Kahlschlag«, »Stunde 0« - so lauteten die Schlagworte der bundesrepublikanischen Literatur ab 1945, die auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs mit poetischer Einfachheit reagierte. Ihre Wege führten zumeist in die ästhetische Provinz. Wie aber mit den Mitteln der Moderne die neuen deutschen Wirklichkeiten präzise und zugleich poetisch zu beschreiben sind, zeigt Wolfgang Koeppens Romantrilogie »Tauben im Gras« (1951) »Das Treibhaus« (1953)« und »Tod in Rom« (1954). Zum 60. Jahrestag der Gründung der BRD rückt das Gemeinschaftsprojekt von hr, SWR und WDR die Romane ins Zentrum der Diskussion.

»Tauben im Gras« spielt am 20. Februar 1951 in einer Großstadt der amerikanischen Besatzungszone. Es könnte München sein. Das Wirtschaftswunder zeigt seine ersten Früchte, die Faschisten und ihre Mitläufer spielen Demokratie, die Amerikaner glauben an eine humane Zukunft Deutschlands, der Kalte Krieg bedroht die Gegenwart.

Verschiedene Lebenswege kreuzen sich. Da ist Philipp, der verstummte Schriftsteller. Ein Streit mit seiner Geliebten Emilia hat ihn auf die Straße getrieben. Emilia ist eine Gefallene, ihr Familienerbe trägt sie zum Pfandleiher. Am Hauptbahnhof kommt Odysseus Cotton an. Er ist Soldat und auf der Suche nach Ablenkung in der Stadt. Der alte Gepäckträger Josef bietet ihm seine Dienste an. Der schwarze Soldat und er ziehen fortan gemeinsam durch die Stadt. Auch Washington Price ist Soldat, auch er ist schwarz. Seine Freundin Carla erwartet ein Kind von ihm, doch sie fürchtet die Zukunft. Ihre Mutter, Frau Behrend, hat sie längst verstoßen. Frau Behrend trauert dem untergegangen Reich nach. Richard Kirsch will seine entfernte Verwandte Frau Behrend besuchen, sein Vater hat sie seit Kriegsende mit Care-Paketen unterstützt. Heinz ist ein Kind. Er ist das Kind von Carla und einem in Stalingrad gefallenen Wehrmachtssoldaten. Auch Heinz verabscheufdTe Beziehung seiner Mutter zu! dem schwarzen Soldaten Washington Price. Ezra, ein Junge mit jüdischen Wurzeln, und Heinz begegnen einander. Ein kleiner Hund ist der Anlaß. Henriette, Ezras Mutter, ist nicht mit nach Deutschland gekommen, zu frisch sind noch die Wunden der Verfolgung. So sind Ezra und sein Vater Christopher allein gefahren. Ein berühmter Dichter ist ebenfalls zu Besuch in der Stadt, Mr. Edwin. Er will einen Vortrag halten, doch hat er den Hungrigen eigentlich nichts zu sagen. Philipp soll einen Artikel über ihn Schreiben, bei dem Versuch Mr. Edwin zu interviewen begegnet er Kay, einer jungen Lehrerin aus Massachusetts. Über eine mosaikartige Szenenfolge gleiten die Protagonisten wie eine Taubenschar scheinbar zufällig durch den Tag. Ihre Wege kreuzen sich und schließlich begegnen sich alle am Abend, an dem sie ein Aufflammen der alten Bereitschaft zu Rassismus und Gewalt erleben, das ihre Träume zerstört. "Ich wollte Koppen bearbeiten und inszenieren, seiner Modernität gerecht werden, ohne in zwanghafte Modernisierung, aber auch ohne in Historismus zu verfallen. Die Inszenierung hat also eine 50er Jahre Anmutung mit den Mitteln, die dem Hörspiel von heute gemäß sind." (Leonhard Koppelmann)
Sprecher:Jens Harzer (Erzähler)
Imogen Kogge (Erzähler)
Leslie Malton (Erzähler)
Felix von Manteuffel (Erzähler)
Ulrich Noethen (Erzähler)
Timothy Peach (Erzähler)
Walter Renneisen (Erzähler)
Siemen Rühaak (Erzähler)
Markus Scheumann (Erzähler)
Renate Schroeter (Erzähler)
Regine Vergeen (Erzähler)
Werner Wölbern (Erzähler)
Andrea Wolf (Erzähler)
Martin Feifel (Philipp, Schriftsteller)
Sascha Icks (Emilia, seine Frau)
Oscar Pearson (Odysseus Cotton)
Axel Eichenberg (Josef, Dienstmann)
Susanne Böwe (Susanne, Prostituierte)
Calvin Burke (Washington Price)
Christiane Roßbach (Carla)
Moritz Pliquet (Heinz, ihr Sohn)
Wolfram Koch (Christopher)
Anke Sevenich (Henriette, Frau von Christopher)
Marian Funk (Ezra, beider Sohn)
Irm Hermann (Frau Behrend, Mutter von Carla)
Tom Zahner (Richard Kirsch)
Berthold Toetzke (Mr. Edwin, amerikanischer Dichter)
Chris Pichler (Kay, amerikanische Lehrerin)
Heinrich Giskes (Mann 1)
Sylvia Heid (Händlerin)
Hartmut Volle (Wirt)
Judith Niederkofler (Magd / Frau / Lehrerin 1)
Matthias Hohn (Ausrufer)
Friederike Ott (Mädchen)
Manfred Hess (Zeitungsredakteur)
Matthias Scheuring (Schlepper)
Gudrun Eggert (Lehrerin 2)
Marios Gavrilis (Junge)
Jürgen Seefelder (Saxophon)
Jürgen Schwab (Gitarre)
Günter Lenz (Bass)
Daten zu Wolfgang Koeppen:geboren: 23.06.1906
gestorben: 15.03.1996
Vita: Wolfgang Koeppen, geboren am 23. Juni 1906 in Greifswald, starb am 15. März 1996 in München. 1962 erhielt er den Büchner-Preis.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 15.03.2009
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Westdeutscher Rundfunk, Köln
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 8
Titel: Zaïre 74
Autor: Patrick Findeis
produziert in: 2018
produziert von: SWR
Laufzeit: 74 Minuten
Regie: Kai Grehn
Komponist: TARWATER
Dramaturgie: Andrea Oetzmann
Inhalt: Zaïre im September 1974. Der ehemalige Sportredakteur Harry Reschke will seine vermeintlich letzte Chance nutzen und es allen zeigen, nachdem er alles verloren hat: Frau und Kinder, Häuschen im Grünen, den gutbezahlten Job. Vom Kokain ist er weg, die Psychose, die ihn zu den Drogen trieb, ist überstanden. Jetzt will Reschke eine große literarische Reportage raushauen über den Rumble in the Jungle, über das Boxen, über Helden, über Gewinner und Verlierer, über Schwarze und Weiße, über Befreiung und Revolution.

Da macht das Gerücht die Runde, George Foreman habe sich im Sparring einen Cut an der Augenbraue zugezogen – möglicherweise das Ende für den vermeintlich größten Boxkampf aller Zeiten. Doch Diktator Mobutu zahlt über zehn Millionen Dollar, stellt seinen Nationalpalast als Trainingsstätte zur Verfügung. Also wird der Kampf verschoben um sechs Wochen, den Boxern die Ausreise verweigert bis zum neu angesetzten Kampftag. Und Reschke, der im Wahnsinn des diktatorischen Staates zunehmend den Bezug zur Realität verliert, bleibt nichts anderes übrig als ebenso auszuharren.

Entgegen aller Vorhersagen besiegt Ali in den frühen Morgenstunden des 30. Oktobers 1974 Foreman in acht grandiosen Runden durch K.O. und widerlegt die alte Boxerregel »They never come back«. Wenige Wochen nach dem Kampf trifft per Luftpost aus Kinshasa ein Manuskript bei einem großen Verlag ein und landet auf dem Stapel für unverlangte Einsendungen. ZAÏRE 74 – von Harry Reschke.
Sprecher:Carlo Ljubek (Harry Reschke)
Marek Harloff (Bula Mandungo)
Michael Schütz (Hans Buchhold),
Friederike Ott (Ingrid Reschke)
Florian von Manteuffel (Bill Cardoso)
Sebastian Mirow (Barkeeper),
Isabelle Demey (Zollbeamtin)
Daten zu Patrick Findeis:geboren: 1975
Vita: Patrick Findeis, geboren 1975 in Heidenheim an der Brenz, lebt als freier Autor in Berlin. Er studierte Komparatistik, Psychologie und Kommunikationsforschung an der Universitat Bonn und ist Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Fur seinen Debütroman »Kein schöner Land« erhielt Findeis 2008 den 3sat- Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs, für den SWR schrieb er ihn als Hörspiel um. Zuletzt entstand für den SWR sein Hörspiel »Schneewalzer«.
Erstsendung: 10.06.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Abfragedauer: 0,5597 Microsekunden.
(*) Die angebotenen Links zu Audiopools und/oder Mediatheken erfolgen als Empfehlung. Wir haben die Links nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und können nicht garantieren, dass die Links zum Zeitpunkt des Abrufes noch verfügbar sind. Auch können wir für die Inhalte der verlinkten Webseiten keine Haftung übernehmen.
          Übersicht:
(gestern)  (heute im Radio)  (18.02.2019)  (19.02.2019)  (20.02.2019)  (21.02.2019)  (22.02.2019)  (23.02.2019)  
(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1550382364
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
  • Seitenaufrufe
    1.637.607
Top