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Hörspieldatenbank

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Titel: Das Licht im Kasten
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2002
produziert von: WDR; DKultur
Laufzeit: 46 Minuten
Regie: Karl Bruckmaier
Inhalt: Von barocker Vanitas bis zum Cover der Vogue, von Platons Höhlengleichnis bis zum Bild Gisele Bündchens im H&M Bikini in den Leuchtkästen der U-Bahn, von Armsein bis Armani: In ihrem jüngsten Text beschäftigt sich Elfriede Jelinek mit dem Phänomen Mode. Die stumme Schrift der Kleidung, die den Mensch umschreibt, „als wagte sie sich nicht an seinen lavaheißen Kern“, verwandelt Jelinek in einen furiosen Rausch des Sprechens, der nahtlos von teurer Haute Couture zu billiger Massenware wechselt, für die Arbeiter und Arbeiterinnen in Sweatshops einen grauenhaften Preis bezahlen. Sie kombiniert Orgien mit Opfern, Outlet-Stores mit Online-Shopping, Entwürfe von Weiblichkeit mit Männerphantasien, sie zeigt die Schnittstellen von Ökologie und Ökonomie, verknüpft antike Mythen, Kants Kritik der reinen Vernunft und Heideggers Begriff von Sein und Zeit mit modernem Körperkult, Selfie-Manie und der Sehnsucht nach dem perfekten Leben, dessen Uhr jedoch beständig tickt. Ewig kehrt das Gleiche wieder, nur seine Form verändert sich, und im scheinbar Trivialen stellt Das Licht im Kasten die grundlegende Frage nach dem Wesen unserer nackten Existenz. „Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Angesicht. Meint man. Aber das Mensch will mehr: Jacke, Bluse, Rock und Hose. Und einen Mantel für die Ewigkeit. Um aus Punkt, Punkt, Komma, Strich jenen Mehrwert heraus zu kitzeln, den eine hübsche Verpackung verspricht, braucht es die Mode. Das ewig Gleiche im saisonalen Halbjahrestakt. So wird aus diesem Einteiler von Elfriede Jelinek das Outfit für eine Art Schreittanz um das Goldene Kalb, das uns in Form hintergrundbeleuchteter Werbeflächen in der Dämmerung entgegenleuchtet. Hier wir, dort das Model. Hier ‚zu kurze Beine und ein zu dicker Arsch‘, dort die vermeintliche Perfektion des Körpers schlechthin. Da lässt sich trefflich herumheideggern und hinderdreinkanten, ob wir aus dem Anschein etwas Sein für unser Dasein extrahieren können, ohne auf die Illusion von etwas Seiendem hereinzufallen, das allerhöchstens ein Näherungswert sein kann. Doch den Blick auf diese existentiellen Paradoxa des Modischen verdecken ohnehin jene Staubwolken, die aufschwellen, wenn in Bangladesch, in Laos, in China die hastig hingeschluderten Fabriken zusammenstürzen und Dutzende Arbeiterinnen unter sich begraben.

Mit vielfältigsten Sprechkunststücken wagt sich ChrisTine Urspruch zusammen mit der Regie auf das Parkett dieser Marathon-Sprachtanzveranstaltung unterm Schein des Sprachgeglitzers aus dem Kasten, das zuweilen an die gute alte Disco-Kugel erinnert. Den Sound dazu liefert Stephanie Müller mit Unterstützung von Klaus Dietl und Ruslan Boyarin.“
(Karl Bruckmaier)
Sprecher:Klaus Schöning
Peter Lieck
MusikerStephanie Müller Ruslan Boyarin Klaus Dietl
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 01.09.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 8
Titel: Das Wippschwein
Autor: Antje Rittermann
produziert in: 2006
produziert von: RBB
Laufzeit: 25 Minuten
Genre: Kinderhörspiel
Regie: Axel Pleuser
Inhalt: Live vom Kinderhörspieltag Berlin

Während der Woche des Hörspiels in Berlin stellten am Kinderhörspieltag alle ARD-Sender ihre neuesten und schönsten Kinder-Hörspielproduktionen vor. Ein spannender Teil innerhalb der Sendung, die von vier ARD-Anstalten übertragen wurde, war das Live-Hörspiel über das Wippschwein. Das fest verschraubte Schaukeltier verschwindet plötzlich von seinem Spielplatzsockel. Es sei davongerannt, meint ein Kind, selber habe es alles gesehen. Naja, das könnte sein, denkt die Mutter und dichtet zusammen mit ihrem Kind weiter an dem Wippschweinabenteuer. Als aber der Reihe nach die erfundenen Figuren an der Türe klingeln, wundert sie sich doch ein bisschen ...
Sprecher:Gregory Peck
Lurene Tuttle
Alan Reed
Frank Arnold (Sprecher der deutschen Zwischentexte)
Daten zu Antje Rittermann:Vita: Antje Rittermann, geboren 1967 in Arnstadt/Thüringen, studierte nach einer Lehre als Keramikerin Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Seit 1996 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie zu schreiben. Ihr erstes Hörspiel war "Das Wippschwein".
Erstsendung: 10.11.2002
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 8
Titel: Die Fütterung
Autor: Susanne Krahe
produziert in: 1975
produziert von: WDR
Laufzeit: 30 Minuten
Regie: Jörg Schlüter
Inhalt: In der Szene des dreiteiligen Hörspiels erzählt Raphael, das schwerbehinderte Kleinkind, wie es ist, wenn man von der eigenen Mutter beinahe zu Tode gefüttert wird und dem ratlosen Vater manchmal nichts mehr anderers einfällt, als dem mißlungenen Sohn Schmerzen zuzufügen. Im zweiten Teil bringt ein Zivildienstleistender einer alten Frau Essen. Ein zähes Ringen beginnt. Sie versucht, ihn möglichst lange bei sich zu behalten, während er schnell weiter, zum nächsten Klienten und dann ab ins Wochenende möchte. Zuletzt hören wir vom Spucker. Der alte, ans Bett gefesselte Mann ist vollständig gelähmt und vermag nur noch dadurch einen letzten Rest von - vermeintlicher - Stärke zu demonstrieren, daß er dem Pflegepersonal urplötzlich das Essen ins Gesicht speit. In den drastischen Beschreibungen der Fütterungen gelingt es Susanne Krahe, die Abhängigkeit der Hilflosen sowie die daraus erwachsenden Belastungen für die Helfer eindringlich darzustellen. Das ist mehr als eine Parabel - es ist ein scharf konturiertes und wahrhaftiges Bild der Pflege von Behinderten, von alten und kranken Menschen.
Daten zu Susanne Krahe:Vita: Susanne Krahe, 1959 geboren, hat in der wissenschaftlichen Bibelexegese gearbeitet. 1989 erblindete sie und musste ihre akademische Karriere aufgeben. Seitdem schreibt sie Hörspiele, Features, Erzählungen und Romane sowie Sachtexte zu theologischen und medizinethischen Themen.
Hompepage o.ä.: http://www.susanne-krahe.de/
Erstsendung: 22.04.1998
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 8
Titel: Doktor Jekyll und Mister Hyde
Autor: Robert Louis Stevenson
produziert in: 1980
produziert von: SWF
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Annette Kurth
Bearbeitung: Nick McCarty
Übersetzer: Hubert von Bechtolsheim
Inhalt: Robert Louis Stevensons (1850 - 1894) berühmte Parabel über die Doppelnatur des Menschen ist ein Psycho-Thriller aus dem viktorianischen England, ein Klassiker der Weltliteratur, der bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.

Londons Straßen liegen in Dunkelheit und Nebel: Willkommener Schutz für den vollkommen gewissenlosen und grausamen Mann, der Kinder und Frauen quält, Männer plötzlich angreift und im Wutrausch mordet. Das Monster heißt Mr. Hyde. Und immer wieder führen seine Spuren zum Haus des angesehen Wissenschaftlers und Arztes Dr. Jekyll. Dessen Freunde sind schon seit einiger Zeit alarmiert: Jekyll experimentiert mit alchimistischen Formeln und hat den Rahmen der Heilkunde längst verlassen. Sie ahnen nicht, dass er von der Idee besessen ist, die menschliche Natur in Gut und Böse aufzuspalten.

Nach dem Mord an dem allseits geachteten Mr. Carew zieht sich Hyde zurück, denn die Polizei hat nun seine Verbindung zu Dr. Jekyll entdeckt. Doch es dauert nicht lange, und er beginnt wieder, sein Unwesen zu treiben. Jekyll verliert langsam die Kontrolle über seine Transformationen - immer häufiger verwandelt er sich in das vormals so lustbringende, nun aber umso bedrohlichere Wesen Hyde. Die dunkle Seite seines Charakters lässt bald kaum mehr etwas von seinem eigentlichen Selbst übrig ...
Sprecher:Günter Einbrodt (Keawe)
Gerd Keller (der Alte)
Helmut Wöstmann (Lopaka)
Sibylle Nicolai (Kokua)
Friedhelm Becker (der Weiße)
Robert Rathke (der Bettler)
Heiner Schmidt (der Fremde)
Ernst-Fritz Fürbringer (Erzähler)
Daten zu Robert Louis Stevenson:geboren: 13.11.1850
gestorben: 03.12.1894
Vita: Der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson (1850 – 1894), der mit seinem Roman „Die Schatzinsel“ bekannt wurde, hat den Ruf eines Jugendbuchautors. Doch wird diese Zuordnung seinem Werk nicht gerecht. Stevensons zentrales Thema ist die Mischung von Gut und Böse in starken Persönlichkeiten und die daraus resultierende Faszination des Bösen. Außerordentlich verknüpft er geschickt phantastische Elemente mit realistischen Detailschilderungen.
Erstsendung: 18.12.1997
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 8
Titel: Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Autor: Robert Louis Stevenson
produziert in: 2010
produziert von: SRF
Laufzeit: 10 Minuten
Genre: Abenteuer
Regie: Annette Kurth
Bearbeitung: Nick McCarty
Übersetzer: Hubert von Bechtolsheim
Inhalt: Londons Straßen liegen in Dunkelheit und Nebel: Willkommener Schutz für den gewissenlosen und grausamen Mann, der Kinder und Frauen quält, Männer betrügt und mordet. Mr. Hyde heißt das Monster. Und immer wieder führen seine Spuren zum Haus des angesehenen Arztes Dr. Jekyll. Dessen Freunde sind schon seit längerem alarmiert: Der Arzt experimentiert mit alchimistischen Formeln und hat den Rahmen der Heilkunde längst verlassen. Niemand weiß, was genau er sucht. Bis die Verbindung zum Mörder Hyde auch die Polizei auf den Plan ruft.
Sprecher:Bernhard Bettermann (Der Gast)
Heiner Hitz (Der Andere)
Walter Andreas Müller (Kellner)
Daten zu Robert Louis Stevenson:geboren: 13.11.1850
gestorben: 03.12.1894
Vita: Der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson (1850 – 1894), der mit seinem Roman „Die Schatzinsel“ bekannt wurde, hat den Ruf eines Jugendbuchautors. Doch wird diese Zuordnung seinem Werk nicht gerecht. Stevensons zentrales Thema ist die Mischung von Gut und Böse in starken Persönlichkeiten und die daraus resultierende Faszination des Bösen. Außerordentlich verknüpft er geschickt phantastische Elemente mit realistischen Detailschilderungen.
Erstsendung: 18.12.1997
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 8
Titel: Einer schießt den Vogel ab
Autor: Robert M. Eversz
produziert in: 1980
produziert von: BR
Laufzeit: 48 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Annette Kurth
Inhalt: Wisconsin Blue aus Bisbee, Arizona, will sich bei seinem Dealer Famous dafür rächen, dass der so schlechten Stoff verkauft hat. Er fährt Famous hinterher nach Los Angeles. Dort geht Wisconsin, um etwas Kleingeld zu verdienen, zu einem Casting - und ist als Killertyp so überzeugend, dass er die Hauptrolle bekommt. Jetzt überstürzen sich die Ereignisse: Wisconsin wird in einen Banküberfall und einen Mord verwickelt. Er ist plötzlich so populär, dass ihn die Leute auf der Straße um Autogramme bitten. Nun ist er zwar berühmt, aber seine eigentliche Mission ist noch nicht beendet...
Sprecher:
offen
Peter Kollek (Prattle)
Reinhard Glemnitz (Ein Mann)
Christin Monique (Eine Frau)
Daten zu Robert M. Eversz:Vita: Robert M. Eversz, geboren in Great Falls, Montana, lebte als Filmemacher und Drehbuchautor in Los Angeles. Er leitet den Summer Writer's Workshop an der Karlsuniversität in Prag. Von ihm sind bisher die Romane "Gipsy Hearts" und "Shooting Elvis" erschienen.
Erstsendung: 06.06.1998
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 8
Titel: Ulrike Maria Stuart
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2008
produziert von: WDR
Laufzeit: 48 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Komponist: Rainer Quade
Inhalt: Ein Königinnendrama: Der Konkurrenzkampf zweier Frauen, der zwei Geschichten und zwei geschichtliche Zeiten miteinander verbindet und verwebt. In ihrem jüngsten Stück verschränkt Elfriede Jelinek Schillers Heroinen Maria Stuart und Königin Elisabeth eng mit der jüngeren deutschen Geschichte. Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin ringen erbittert miteinander um eine Generallinie. Dieser Auseinandersetzung steht ein ausufernder Streit der Schottin Maria Stuart mit der rigiden englischen Königin gegenüber. Ulrike Meinhof/Maria Stuart und Gudrun Ensslin/Elisabeth I. fechten Zweikämpfe aus, in denen nicht länger Figuren, sondern Produkte von Ideologien aufeinanderprallen. Es geht um das Innerste und um das Äußerste der Wahrheit, um den politischen Glauben - und um weibliche Macht. Während die Königinnen diese mittels Geburt besitzen, benötigen die RAFlerinnen Gewalt, um sie zu erringen. Sie maßen sich an, nicht bloß an der eigenen Geschichte schreiben zu wollen - im Glauben freilich, das Volk verpflichte sie hierzu. Der Wahn, der aus der Selbstüberschätzung als antibürgerliches, revolutionäres Subjekt resultiert, macht sie blind für die Bedürfnisse der anderen, aber auch für die eigenen. Auf erschreckende Weise - zuweilen aber auch komisch bis ins Groteske - kämpfen die Rivalinnen um die Macht und um den Geliebten Baader/Leicester.

Mit 'Ulrike Maria Stuart' setzt Elfriede Jelinek ihr System der Montage widerstrebender Textmaterialien fort. Sie schafft aus der gebundenen Sprache Schillers, zeitgeschichtlichen Anspielungen und Zitaten aus dem Deutschen Herbst ein sprachlich dichtes Geflecht, in dem sich Erotik und Politik durchdringen. In einem Spiel des permanenten Verbergens und Herzeigens stellen sich Projektionsflächen der Figuren her, die eigene Befindlichkeiten ebenso einschließen wie das Mythische und dessen Dekonstruktion.

Nach dem Schafott scheint der Kampf für die Revolution erloschen. Was schläft seitdem in unserer Gesellschaft? Schläft es wirklich? Das Unerlöste ist und bleibt unsere eigentliche Geschichte.



Der Hörspielregisseur Leonhard Koppelmann über 'Ulrike Maria Stuart': "Elfriede Jelinek hat eine Bombe aus Worten gebastelt: In einem schillernden Gefäß aus Jamben und Trochäen hat sie Ulrike Meinhof und Maria Stuart zusammengerührt. Sie hat die Bauanleitung des Deutschen Herbstes hervorgekramt und ein hochexplosives Gemisch aus Geschichte und Ideologie destilliert. Der Zeitgeist ist ihre Lunte. Zuletzt hat sie uns ein Päckchen Streichhölzer in die Hand gedrückt - und wir konnten nicht widerstehen."



Elfriede Jelinek lässt ihre Figuren Ulrike Meinhof/Maria Stuart und Gudrun Ensslin/Königin Elisabeth I., wie sie es beschreibt, "mit sich selber den Boden aufwischen, auf dem sie nicht stehen können, denn sogar der ist ja schief, sie krallen sich an, fallen aber doch immer wieder runter und werden im Lauf der Handlung nicht reiner, sondern dreckiger. Die Figuren können mit allem, was sie haben, aufeinander losgehen, vor allem mit sich selbst."
Sprecher:Ulrike Bliefert (Carola Nusser)
Peter Davor (Möller)
Jürgen Mai (Busch)
Peter Rühring (Konrad Nusser)
Tobias Schenke (Marco (19 Jahre))
Frederick Lau (Mike (15 Jahre))
Barbara Ratthey (Besitzerin)
Steffen Scheumann (Spieler)
Sven Philipp (SEK-Mann 1 / SEK-Mann 3 / Stimme / An- und Absage)
Stefan Plepp (SEK-Mann 2 / Arzt)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 13.04.2007
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 8
Titel: Vom Nachteil, geboren zu sein
Autor: E. M. Cioran
produziert in: 1968
produziert von: SR
Laufzeit: 46 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Übersetzer: François Bondy
Inhalt: In der griechischen Mythologie foltert König Midas den Satyr Silenos, um endlich in Erfahrung zu bringen, was für des Menschen Wohl das Beste sei. Die Antwort wurde u. a. von Aristoteles überliefert: »Das Allerbeste ist für dich gänzlich unerreichbar: nicht geboren zu sein, nicht zu sein, nichts zu sein.«

E. M. Ciorans Aphorismenbuch »Vom Nachteil, geboren zu sein" nimmt direkten Bezug auf die »Weisheit des Silenos«: seine 1973 erschienenen »Miniessays« sind Wirklichkeitskritik, die sich jedoch eine letzte Instanz der Wahrheit, die Intimität des Einzelnen, offenhält. Einzig möglicher Ausdruck des Versuchs, dem »Rausch der Auswegslosigkeit« Gestalt zu geben, sind bei Cioran Musik und Poesie. Formulierbare "Wahrheit" beginnt für ihn in dem Augenblick, in dem sie sich selbst aufhebt. "Letzteres", schreibt Kai Grehn, "ist für mich der Anknüpfungspunkt für eine Hörspielarbeit nach Ciorans Buch »Vom Nachteil, geboren zu sein«. 101 Aphorismen dieses großstädtischen Einsiedlers werden 99 Schauspielern in den Mund gelegt. Die „Spezies Mensch“ selbst ist es, die vom Nachteil spricht, geboren zu sein, wobei jeder einzelne Aphorismus von einem anderen Sprecher interpretiert wird, die „Intimität des Einzelnen“ erfährt, um durch den nächsten Sprecher sogleich wieder aufgehoben zu werden usw. usf.

Ciorans Denken war und bleibt ein Skandalon. Dem Werk dieses Außenseiters und aus Prinzip Gescheiterten eine Hörspielarbeit zu widmen, scheint mir Pflicht und Kür zugleich."
Sprecher:Dieter Eppler
Brigitte Dryander
Margot Schönberger
Annegreth Ronald
Carla Best
Willkit Greuèl
Hans Goguel
Christa Adomeit
Margarete Gräf
Daten zu E. M. Cioran:geboren: 08.04.1944
gestorben: 20.06.1995
Vita: Emil M. Cioran (1911-1995) Geboren 1911 in Siebenbürgen, Rumänien, gilt Cioran als radikalster Skeptiker und Kulturkritiker unter den französischen Essayisten und Dichterphilosophen des 20. Jahrhunderts. Zeitweise von der faschistischen Bewebung angezogen, hat er sich später für seine Verirrungen entschuldigt. Von 1933 bis 1935 hielt sich Cioran in Berlin auf. 1937 zog er nach Paris, wo er den Rest seines Lebens in einer kleinen Mansardenwohnung verbrachte. Seine frühen Werke verfasste er in rumänischer, die nach 1945 entstandenen in französischer Sprache.

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Erstsendung: 28.11.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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