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Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 181
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Titel:
Autor: Carl Ceiss
produziert in: 2016
produziert von: WDR; DKultur
Laufzeit: 53 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Inhalt: Das kurz nach dem 11. September entstandene Stück ALPHATEXT ist eine dramatische Reflexion über den Terroranschlag auf die USA und seine Folgen. Es führt in das Furchtzentrum der globalen Konflikte. In immer wieder neuen Anläufen wird das Wechselspiel von Macht und Ohnmacht vorgeführt, wird beleuchtet, wie im Ausnahmezustand von Ratio und Emotion Freiheit und Demokratie ins Gegenteil mutieren. Es zeigt auch wie der Diskurs der Macht letztlich den Dialog der Kulturen zum Schweigen bringt.
Sprecher:Camilla Renschke
Angelika Bartsch
Hildegard Meier
Susanne Marie Kubelka
New Yorker Menschen und Tiere (O-Ton)
Daten zu Carl Ceiss:geboren: 1959
Vita: Carl Ceiss wurde 1959 in Leipzig geboren. Er stammt aus einer deutsch-österreichischen Theaterfamilie und arbeitete nach dem Studium in Berlin u.a. als Schauspieldramaturg und Regisseur am Stadttheater Quedlinburg und am Institut für Schauspielregie BAT in Berlin. 1989/90 war er Leiter der Dramaturgie am Theater der Altmark in Stendal und von 1989 bis 1992 Mitbegründer, Gesellschafter und Mitarbeiter des Theaterverlages Autoren-Kollegium in Berlin. Danach ging er bis 1997 als Dramaturg und Regisseur ans Landestheater Detmold. Heute ist er freier Autor (Theaterstücke, Bearbeitungen, Hörspiele, Librettos, Kurzgeschichten, Drehbücher) und lebt in Berlin und Wien.
Erstsendung: 07.03.2003
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Dashiell Hammett
produziert in: 1983
produziert von: WDR
Laufzeit: 92 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Hartmut Kirste
Bearbeitung: Klaus Schmitz
Übersetzer: Benjamin Schwarz
Inhalt: Es ist die Zeit der Prohibition. In einer Kleinstadt irgendwo im amerikanischen Westen braust ein Wagen über die Main Street. Der Fahrer, ein gewisser Steve Freefall, ist ziemlich betrunken. Nova Vallence, die gerade über die Straße stöckelt, kann noch wegspringen. Dann kracht das Auto gegen eine Mauer. Freefall landet im Knast und muß eine hohe Geldbuße berappen. Grund genug, in der Stadt zu bleiben, bis telegraphisch Geld angewiesen ist. Freefall hat nicht einmal Zeit sich richtig umzuschauen, da gerät er schon in eine Keilerei, in der ein Passant sein Leben läßt. Er muß erneut unfreundliche Fragen eines unfreundlichen Marshalls beantworten. Kaum hat er das hinter sich, taucht Nova Vallance wieder auf: Sie hat Angst um ihr Leben. Die Bedrohung geht irgendwie von der gesamten Stadt aus.
Sprecher:Christian Brückner (Walter Haffner)
Curt Faber (Kasino-Direktor)
Irmgard Först (Frau Haffner)
Johanna Bassermann (Maria)
Günter König (Werner Bruckner)
Alwin Joachim Meyer (Heinz Bothfeld)
Lothar Ostermann (Dr. Keller)
Gerhard Becker (Lord Wintle)
Dierk Hardebeck (Becher)
Karl-Heinz Bender (Scherer)
Josef Meinertzhagen (Riegel)
Curt Bock (Gradel)
Bernt Hahn (Ebeling)
Hans Künster (Feldwebel Kröger)
Ulrich Lauterbach (Hoffstede)
Wolfgang Woytt (Willy)
Martin Guesnet (Croupier)
Petra von der BeekIngeborg LiebezeitMarkus AlbertChristian LugerthFranz-Josef HeumannskamperThomas WitteKlaus NiederhoffDaniel Werner (Bürger/Soldaten)
Daten zu Dashiell Hammett:vollständiger Name: Samuel Dashiell Hammett
geboren: 27.05.1894
gestorben: 10.01.1961
Vita: Samuel Dashiell Hammett (* 27. Mai 1894 in Maryland; † 10. Januar 1961 in New York) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Peter Collinson. Hammett gilt noch vor Raymond Chandler als der Begründer des amerikanischen Kriminalromans (hardboiled novel).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 21.08.1995
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Magdalen Nabb
produziert in: 2011
produziert von: SRF
Laufzeit: 10 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Christoph Dietrich
Bearbeitung: Christoph Dietrich
Übersetzer: Christa E. Seibicke
Inhalt: Wachtmeister Guarnaccia wird von der jungen Caterina aufgesucht, da ihre Mutter, Olivia Birkett, seit zehn Tagen verschwunden ist. Bekannt wurde die Birkett unter dem Namen Contessa Brunamonti als amerikanisches Model und Modedesignerin. Mit viel Energie hat sie es geschafft, die Schulden ihres Exmannes abzuzahlen. Selbst bei der italienischen Alta moda behauptete sie sich mit einer eigenen Kollektion. Die Entführer lassen nicht lange mit einer hohen Geldforderung auf sich warten. Guarnaccia will die Ermittlungen vorantreiben und lässt sich auf abenteuerliche Weise mit den Entführern ein.
Sprecher:Gottfried Breitfuss (Wolfgang, Schriftsteller)
Katharina von Bock (Lotte, seine Frau)
Thomas Sarbacher (Teufel)
Daten zu Magdalen Nabb:geboren: 16.01.1947
gestorben: 18.08.2007
Vita: Magdalen Nabb, geboren 1947 in Church, Nordengland, Keramikerin, lebt seit 1975 in Florenz, schreibt Theaterstücke und Kinderbücher und schuf in ihren Kriminalromanen die Figur des Wachtmeisters Guarnaccia.
Hompepage o.ä.: http://www.magdalennabb.com/
Erstsendung: 21.01.2002
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Batya Gur
produziert in: 1957
produziert von: ORF-W
Laufzeit: 90 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Corinne Frottier
Bearbeitung: Katrin Wenzel
Komponist: Felix Schleiffelder
Dramaturgie: Klaus Schmidt
Inhalt: Professor Tirosch oder besser: Der Große Tirosch, Literaturpapst und Liebling der Damen, liegt erschlagen in seinem Büro. Doch an diesem Wochenende stirbt nicht nur der Leiter des renommierten Jerusalemer Literaturinstituts, sondern auch sein einstiger Musterschüler und jetziger Kollege Dudai. Rache, weil Dudai es völlig überraschend und zum allgemeinen Entsetzen gewagt hatte, das Werk des Meisters öffentlich zu kritisieren? Eifersucht? Immerhin pflegte Tirosch mehr als freundschaftliche Beziehungen zu den Frauen seiner Mitarbeiter. Doch wer hatte ein Motiv für den Tod beider? Ein schwieriger und zudem brisanter Fall für den knorrigen Inspektor Ochajon, gehörte die Feder des Professors doch zum Besten, was die israelische Gegenwartslyrik zu bieten hatte. Da tauchen plötzlich jahrzehntelang verschollene Gedichte des längst verstorbenen Anatoli Ferber auf, die der Gepeinigte während seiner langen Haft in russischen Gefangenenlagern verfaßte. Die Ähnlichkeit mit den hochgelobten Versen Tiroschs ist mehr als verblüffend.
Sprecher:Harry Fuss (Kasimir)
Inge Konradi (Karoline)
Ulrich Bettac (Rauch)
Otto Schmöle (Speer)
Wolf Neuber (Schürzinger)
Michael Janisch (Der Merkl-Franz)
Helli Servi (Erna)
Rosemarie Strahal (Elli/Stimme)
Kitty Oertl (Maria/Stimme)
Viktor Braun (Ausrufer)
Else Rambausek (Juanita)
Joe Trummer (Sanitäter/Stimme)
Franz Wagner (Arzt/Stimme/Eismann)
Anny Arden (Kellnerin/Stimme)
Lizzy Lewinter (Stimme/Gesang)
Daten zu Batya Gur:geboren: 01.09.1947
gestorben: 19.05.2005
Vita: Batya Gur (geboren 20. Januar 1947 in Tel Aviv und gestorben am 19. Mai 2005) war eine israelische Schriftstellerin, spezialisiert auf Kriminalliteratur.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 05.10.1997
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Bob Leuci
produziert in: 1986
produziert von: BR
Laufzeit: 19 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Walter Adler
Inhalt: Phil Musca, Chef der italienischen Drogenmafia, ist ein hartgesottener Gangster. Nur für die 17jährige Puertoricanerin Maria hat er eine ausgesprochene Schwäche. Marias drogenabhängiger Cousin Chino verdient sich das Geld fürs Heroin als Informant der Polizei. Aber dieses Mal kann er den Detektiven Dan Russo und Kurt Müller die gewünschten Beweise nicht liefern. Also täuschen Russo und Müller einen Einbruch in Phils Büro vor. Aber sie finden nicht, was sie suchen. Dafür muß Chino bluten. Er wird von Phils Leuten umgebracht. Ralph, Marias jüngerer Bruder, weiß ganz offensichtlich mehr als Chino und verrät den Polizisten das Drogenversteck. Als Preis verlangt er einen Teil der Drogen- und Geldbeute und Schutz für sich und Maria. Dan und Kurt nehmen das Angebot an, obwohl sie zu genau wissen, daß sie Ralph Unmögliches versprechen.
Daten zu Bob Leuci:geboren: 28.02.1940
Vita: Bob Leuci, geboren 1940, war Polizist in New York City und der echte "Prince Of The City", also der Auslöser des großen Polizeiskandals, nach dem Sidney Lumet den gleichnamigen Film drehte. Auch die TV-Serie "Serpico" ist nach der Person Leuci entworfen. Als Romancier debütierte Leuci 1984 mit "Doyles Disciples" (dt: "Doyles Jünger").

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 07.11.1996
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Janusz Anderman
produziert in: 2002
produziert von: RB; Holger Rink
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Klaus-Dieter Pittrich
Komponist: Rudolf Schmücker
Übersetzer: Roswitha Buschmann
Inhalt: Masuren, Sommer 1990. Der junge Kunstmaler Jan wird von dem kautzigen Briefträger Fatalski über das, was in dem kleinen Dorf passiert, auf dem laufenden gehalten. Fatalski befürchtet den Ausverkauf Polens, denn gerade haben Japaner das Staatsgut übernommen und bieten Rundflüge für die Angestellten an, damit sie aus der Vogelperspektive die Heimat betrachten können. Aber auch viele Deutsche kommen nach Polen und fordern ihren ehemaligen Besitz zurück. So taucht auch eines Tages plötzlich die Soziologie-Studentin Eva vor Jans Haus auf und behauptet, es sei "ihres". Eva hat in diesem Haus ihre Kindheit bis 1975 verbracht. Dann wurde ihre Familie gezwungen, Polen zu verlassen, und reiste in den Westen aus. Jan wiederum behauptet, sein verstorbener Vater habe ihm dieses Haus testamentarisch vermacht. Es entspinnt sich ein Disput zwischen Jan und Eva, und die junge Frau versucht ihm klar zu machen, was es heißt, in Polen eine Deutsche und in Deutschland eine "Polackin" zu sein. Da taucht unverhofft ein neuer Besuch auf. Und Eva muß erfahren, daß ihre Eltern dieses Haus auch nur "bekommen" haben, weil die ursprünglichen Besitzer 1945 vertrieben wurden...
Sprecher:Gisela Trowe (Madame Cidalise)
Pinkas Braun (Monsieur Clitandre)
Susanne Schrader (Zofe Justine und junge Cidalise)
Christian Schmidt (Junger Monsieur Clitandre)
Daten zu Janusz Anderman:geboren: 07.04.1949
Vita: Janusz Anderman, geboren 1949, arbeitete nach seinem Slawistik-Studium als Redakteur bei verschiedenen unabhängigen Zeitschriften. Anderman, Mitglied des polnischen PEN-Zentrums, war Begründer der oppositionellen "Vereinigung Polnischer Schriftsteller" (SPP). Heute lebt er in Warschau und Masuren. Er schreibt Prosa, Hörspiele und Filmdrehbücher und ist mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet worden.

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Erstsendung: 29.08.1993
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Albert Ostermaier
produziert in: 2007
produziert von: SWR
Laufzeit: 63 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Komponist: Hans Platzgumer
Inhalt: Drei Stimmen, drei Soundtracks, drei Versionen einer Geschichte. Sensor, Stay und Nab, ein Mann und zwei Frauen, reflektieren ihr Leben. Die Erzählfäden kreuzen sich, sind filigran ineinander verwoben und ergeben doch nie ein einheitliches Bild. Man begibt sich in die Black Box der menschlichen Psyche, genannt Wahrnehmung. Wie hängen die Schicksale zusammen? Hat Nab Sensor und Stay umgebracht oder war es ein Unfall? Die Monologe bleiben selbst im Delirium noch klaustrophobisch und erzählen von Projektionen, Wunschvorstellungen und Panikreaktionen. "'Bewegungsmelder' ist der Versuch einer Poésie noir. Ein Mann, der flieht, doch so sehr er sich auch beschleunigt, er kommt nicht von der Stelle. Eine Frau in einem abgedunkelten Raum, die Worte ein Nachspüren der Berührungen, die verloren sind wie die Hoffnung auf seine Wiederkehr. Eine andere Frau, die sich betrogen fühlt. Alles wird zu einer Möglichkeit in ihrem Kopf, wird zu den beiden Figuren, die sie auf der Straße verfolgt, bis alle den Tod finden. Auf der Intensivstation, künstlich am Leben erhalten, künstlich in den Schlaf versetzt, ist die letzte Bewegung nichts mehr als der Gesang der Instrumente vor dem Stillstand." (Albert Ostermaier)
Sprecher:Sandra Hüller (Una)
Christian Redl (Raymond)
Christiane Bachschmidt (Stimme)
Lea Torcelli (Mädchen)
Daten zu Albert Ostermaier:geboren: 1967
Vita: Albert Ostermaier, geboren 1967 in München, arbeitete eng mit dem Komponisten und Gitarristen Bert Wrede zusammen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Lyrik-Preis des PEN Liechtenstein (1995) und den Ernst-Toller-Preis (1997). Im Jahr 2000 war er künstlerischer Leiter des Poesiefestivals Lyrik am Lech, 2001 Writer-in-Residence an der New York University. Zu seinen Lyrikveröffentlichungen zählen u.a. "fremdkörper hautnah" (1997), "Herz Vers Sagen" (1995), "Heartcore" (1999), zu seinen Stücken u.a. "Zwischen zwei Feuern. Tollertopographie" (1993), "Tatar Titus" (1997), "Letzter Aufruf" (2000), "99 Grad" (2001) und zu seinen Hörspielen "Radio Noir" (BR/WDR 1999), "Heartcore" (BR/Marstall 1999), "Erreger" (BR 2001).
Erstsendung: 05.07.2004
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Charles Willeford
produziert in: 1967
produziert von: WDR
Laufzeit: 11 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Norbert Schaeffer
Bearbeitung: Norbert Schaeffer
Inhalt: Frust auf der ganzen Linie: Im Morddezernat des Miami Beach Police Department droht Rauchverbot, die unerledigten Fälle werden immer kälter, und nun hat sich auch noch Hoke Mosleys Mitbewohnerin Ellita mit dem neuen Nachbarn eingelassen, einem Mörder, den Hoke vor einiger Zeit ins Gefängnis gebracht hat, damit er dort 25 Jahre absitzt.

Etwas Ablenkung verspricht ein "kleiner Gefallen", den Hoke seinem Chef erweisen soll: Mit Bart und ohne Gebiss soll er verdeckt bei einem Farmer ermitteln, der seine Arbeiter beseitigt, statt sie zu bezahlen. Ein mörderischer Auftrag, bei dem Hoke Kopf und Kragen riskiert...

"Wie man sieht, geht's bei Hoke Mosley wieder mal drunter und drüber. Die - leider - bislang letzte Adaption aus der Serie um den wenig heldenhaften Miami Cop bietet erneut höchst vergnügliche, wenn auch teilweise reichlich heftige Krimunterhaltung. Walter Renneisen zeigt sich erneut als ideale Besetzung für unseren in die Jahre gekommenen Cop: Allein wie er den zahn- aber beileibe nicht wehrlosen Mosley spricht, ist eine Glanzleistung. Auch Norbert Schaeffer zieht alle Register seines Könnes: Da summt und brummt es im Hintergrund, so daß man sich wirklich wie in der freien Natur vorkommt. Da wird die Stereotechnik wirklich auch mal kreativ genutzt, so daß man ein höchst lebendiges Krimistück hört, das von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Und als Dreingabe liefert Willeford ein paar wirklich hübsche Sprüche. Herz, was willst du mehr?" (Lutz Gräfe)
Sprecher:Edwin Dorner (Ansager)
Ursula von Reibnitz (Frau)
Helmut Peine (Mann)
Daten zu Charles Willeford:vollständiger Name: Charles Ray III. Willeford
geboren: 02.01.1919
gestorben: 27.03.1988
Vita: Charles Ray III. Willeford (* 2. Januar 1919 in Little Rock, Arkansas; † 27. März 1988 in Miami, Florida) war ein US-amerikanischer Literaturkritiker und Krimi-Schriftsteller.

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Erstsendung: 10.01.1999
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 181
Titel:
Autor: João Cabral de Melo Neto
produziert in: 2009
produziert von: WDR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Hans Gerd Krogmann
Komponist: Peter Harrsch
Übersetzer: Curt Meyer-Clason
Inhalt: "Sie wollen einen hängen, der dem Kaiser ein hartes Nein entgegenwarf", sagen die Leute auf der Straße, als der Mönch Frei Caneca an ihnen vorbei zum Galgen geführt wird. "Er glaubt an die Welt und wollte sie einrenken. Er weiß, daß er sie nicht einrenken kann, aber daß andere kommen und ihm nacheifern werden." Zum Galgen geführt wird der Mönch Joaquim von der Göttlichen Liebe, der sich Frei Caneca, Bruder Becher, nennt. Politisch aktiv, zählt er zu den Intellektuellen seiner Zeit, doch geliebt wird er von den einfachen Menschen. Als einer der führenden Köpfe der 1824 gegründeten Confederaçao do Equador, einem Zusammenschluß der Provinzen des brasilianischen Nordostens mit der Zielsetzung politischer Emanzipation, wird er festgenommen und zum Tode verurteilt.
Sprecher:Thilo Gosejohann (Jackson)
Simon Gosejohann (Atlas)
Wolfgang Karl Prümm (Heino / Andreas Baader)
Matthias Haase (Knut Folkerts)
Edda Fischer (Brigitte Mohnhaupt)
Peter Nottmeier (Christian Klar)
Petra Nadolny (Inge Viett)
Hans-Jürgen Schupp (Karl Moik)
Hannes Heesch (Helmut Schmidt)
Michael Birkenfeld (Rex Gildo)
Reiner Schöne (Erzähler)
Daten zu João Cabral de Melo Neto:geboren: 09.01.1920
gestorben: 09.10.1999
Vita: João Cabral de Melo Neto (geboren am 9. Januar 1920 – gestorben am 9. Oktober 1999) war ein brasilianischer Dichter und Diplomat. Man hält ihn für einen der größten braisilianischen Dichter aller Zeit und erhielt 1990 den Camões Preis, den bedeutendsten Preis der portugiesischen Sprache, sowie 1992 den Neustadt Preis für Literatur.

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Erstsendung: 01.05.1989
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Friedrich Bestenreiner
produziert in: 2004
produziert von: RB; Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung
Laufzeit: 59 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Christoph Pragua
Inhalt: Dr. Chris Jordan, Wissenschaftler und Dozent an der Diamond Foundation for Development and Research in Sausalito, Kalifornien, hat etwas erfunden, das die Welt auf immer verändern könnte: den androiden Computer AC001, in dessen hundert Milliarden Schaltkreisen die Identität seines Erfinders simuliert wird. Ein Rechner zwar, aber er kann fühlen, in einer virtuellen Realität Erfahrungen sammeln und ist nicht wie die Menschen von körperlichem Verfall betroffen. Der maschinelle Prototyp des zukünftigen "Menschen", zugleich die Zukunft der Maschine. Doch AC001 zeigt auch paranormale Phänomene, die sich die CIA für militärische Zwecke nutzbar machen will. Es beginnt ein rücksichtsloses, von Machtpolitik geprägtes Tauziehen um Dr. Jordan, der die Zugangscodes für seinen Androiden geheim hält. Er fürchtet, dass seine Arbeit zweckentfremdet, zerstört und die "menschenähnliche Würde" von AC001 verletzt werden könnte. Doch Prof. Dr. Lissa Lastova weiß, wie sie an die Information gelangt ...
Daten zu Friedrich Bestenreiner:geboren: 20.10.1924
Vita: Friedrich Bestenreiner (*20.10.1924) ist ein österreichischer Physiker und Hörspielautor, der regelmässig Hörspiele für verschiedene Radiostationen, darunter SRF, ORF, WDR, HR, DLR verfasst.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 18.05.2003
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Frank Werner
produziert in: 2012
produziert von: SRF
Laufzeit: 23 Minuten
Regie: Hans Gerd Krogmann
Komponist: Philipp Schaufelberger
Inhalt: Seelische Qualen sind manch einem am Gesicht abzulesen oder an der Körperhaltung. Dem Coriander aber ergeht es noch viel schlimmer. Er neigt zur Entenkrankheit, die Oberschenkel schrumpfen. Schuld daran ist die für ihn unerreichbare Waldhornistin Cordelia. Und je mehr Coriander schrumpft, desto geringer werden seine Aussichten, von Cordelia erhört zu werden. Der um Rat ersuchte Professor Cleary verweist an die Königin der Nacht. Als sie Coriander erscheint, ist das Rascheln ihrer nylonbestrumpften Beine aufregender als jene berühmte Arie. Aber nichts kann Coriander von seinen (Liebes-)Qualen erlösen. Doch halt, vielleicht der Pathologe, der nach dem Sitz der Seele sucht? Vielleicht könnte ein chirurgischer Eingriff allem Leid ein Ende bereiten?
Sprecher:Klaus Brömmelmeier (Mann)
Dinah Hinz (Mutter)
Daten zu Frank Werner:geboren: 1944
Vita: Frank Werner, geboren 1944, studierte Geschichte und Philosophie in Hamburg und Berlin. Er arbeitete als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen und Hörfunkanstalten, war von 1974-1984 Hörspieldramaturg in Berlin und lebt als freier Autor und Bearbeiter in Berlin und Schleswig-Holstein.
Erstsendung: 07.12.1993
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 181
Titel:
Autor: C. D. Payne
produziert in: 1980
produziert von: HR
Laufzeit: 9 Minuten
Regie: Oliver Sturm
Bearbeitung: Peter Liermann
Dramaturgie: Andrea Otte
Inhalt: Nick Twisp, unsportlicher Teenager aus Kalifornien mit einer Vorliebe für Dickens, Playboy, Donuts und Frank Sinatra, muß sich mit Akne, geschiedenen Eltern und der erdrückenden Last der Jungfräulichkeit herumschlagen. Und das mit einem Geschlechtsteil, das sich scheinbar über Nacht zu einem bunten Las Vegas des Körpers entwickelt hat. Zu allem Unglück lebt Nicks große Liebe Sheeni Saunders in einer anderen Stadt und hat dort einen Freund, der nicht nur älter, größer und reifer ist als Nick, sondern auch besser aussieht, sportlich ist und dichtet. Doch Nick entwickelt eine zweite, skrupellose Persönlichkeit namens François. Und der schreckt weder vor einer Fünf-Millionen-Dollar-Brandstiftung, noch vor der Sedierung unliebsamer Gegenspieler zurück, wenn es gilt, im Kampf um Sheenis Gunst zu siegen. Gnadenlos verfolgt von den Polizeibehörden dreier Staaten, flüchtet Nick schließlich von Oakland über Ukiah nach Los Angeles, bevor er in Gestalt eines Mädchens nach Ukiah zurückkehrt, um die Frau seines Lebens doch noch für sich zu gewinnen. Ironisch, rotzig und oft auf umwerfend komische Weise erzählen die Tagebücher eines rebellischen Teenagers von den Problemen mit dem Abenteuer des Erwachsen-Werdens. Eine rasante schwarze Komödie über das Lebensgefühl zwischen Pickeln und Porno, Hausarrest und LSD.



1. Teil: Nick über Nick:

"Mein Name ist Nick. Vielleicht wird man mich eines Tages, wenn ich ein richtiger Gangster geworden bin, Nick, der Draufgänger, nennen. Ich bin vierzehn Jahre alt (fast), wohne in Oakland, einer großen, verschlafenen Stadt gegenüber der Bucht von San Francisco und schreibe dies in der ständig bedrohten Privatsphäre meines Zimmers. Für meine Mutter ist Klopfen nämlich etwas, was auf dem Kopf des eigenen Kindes stattfindet, nicht an seiner Tür. Mein Familienname, den ich hasse, ist Twisp. Selbst John Wayne zu Pferde würde weibisch wirken, wenn er diesen Namen aussprechen müßte. Sobald ich einundzwanzig bin, werde ich ihn gegen etwas Männlicheres eintauschen. Augenblicklich neige ich zu Dillinger. "Nick Dillinger", ich glaube, das drückt genau das richtige Maß an behaarter Männlichkeit aus. Ich bin ein Einzelkind, mal abgesehen von meiner großen Schwester Joanie. Was Sie außerdem über mich wissen sollten, ist, daß ich sexbesessen bin."



2. Teil: Nick über Sheeni:

"Die Frau, die ich liebe, ist von exquisiter Schönheit und lebt fern von mir in Ukiah. Wenn jeder Jugendliche eine Sheeni Saunders hinter sich hätte, dann wären wir eine Nation von geistigen Riesen. Sie hat in diesem Sommer die französischen Existentialisten gelesen. Camus, Sartre und ein paar andere Typen, von denen ich noch nie gehört habe. Sheeni ist wild entschlossen, nach Paris zu emigrieren, und ich habe noch nicht ein einziges Wort Französisch gelernt! Aber ich bin bereit, für Sheeni ein Rebell zu werden wie Jean Paul Belmondo in "Außer Atem", ihrem Lieblingsfilm. Um die Scheu zu überwinden, die mich zwingt, dem Gesetz zu gehorchen, habe ich eine ergänzende Persönlichkeit namens François geschaffen. Kühn, skrupellos, autoritätsfeindlich und für Frauen unwiderstehlich, ist François genau der Typ atavistischer Soziopath, der einen Nervenkrieg gewinnen kann. Und das muß er, denn Sheenis Freund ist älter und größer als ich und sieht zudem viel besser aus."



3. Teil: Nick über Lefty:

"Mein Freund schwärmt für Millie Filberts üppige Reize und betrachtet es als Ehrensache, aus jedem Laden, den er betritt, wenigstens ein Ding zu klauen. Nachdem Lefty das Tagebuch seiner Schwester Martha entdeckt und durch eine interessante Anmerkung ergänzt hat, hat sie ihm den offenen Krieg erklärt. Wegen des brisanten Inhalts der Tagebucheintragung kann sie Lefty nicht an ihre Eltern verpfeifen. Aber sie hat versprochen, sein Leben zu einer "Hölle auf Erden" zu machen. Lefty heißt eigentlich Leroy, und ich kann Ihnen verraten, daß es nicht Rechtshändigkeit ist, die ihm seinen Spitznamen eingebracht hat. Er leidet unter der Peyronie-Krankheit, bei der sich das betroffene Organ in erigiertem Zustand auf plötzliche und dramatische Weise nach links biegt. Lefty hat Angst, daß diese Mißbildung, wenn er älter wird, zu Verirrungen beim Ansteuern des Ziels führen wird."



4. Teil: Nick über seine Mom:

"Mom nimmt im Straßenverkehrsamt den Leuten die Fahrprüfungen ab. Früher hat sie Dad beim Autofahren ständig darauf hingewiesen, welche Regeln er gerade verletzte. Das war einer der Gründe, warum sie sich scheiden ließen. Es ist kaum zu gIauben, daß meine strenge, reizbare Mutter, die eine Schwäche für Polizisten hat, einst als eine Art Blumenkind durch die Sixties getingelt ist. Soweit ich sehen kann, ist die einzige Errungenschaft jenes Jahrzehnts der Befreiung ihre Tendenz, ständig die Sexualpartner zu wechseln. Moms Freunde sind den US-Präsidenten ziemlich ähnlich. Man denkt ständig, ein Schlimmerer kann nicht mehr kommen. Und dann zieht sie sich einen Lance Wescott an Land: Eine große, fleischige Autoritätsperson, ungefähr fünfundvierzig Jahre alt, mit einer riesigen flachen Polizeimütze, wässrigen roten Augen und verschiedenen herausragenden Revolvern, Taschenlampen, Schlagstöcken, Tränengaskanistern, Walkie-talkies und Handgranaten."



5. Teil: Nick über seinen Dad:

"Eine der tragischen Folgen der Scheidung besteht darin, daß die Kinder gesetzlich verpflichtet sind, eine bestimmte, festgesetzte Zeit mit ihren Vätern zu verbringen. Früher arbeitete Dad als Werbetexter für eine obskure Anzeigenagentur und holte mich ab und zu in seinen Junggesellenbungalow, um mir mal wieder die Identifikationsmöglichkeit mit einer männlichen Bezugsperson zu bieten. Seitdem ich mich vor den Kriminalisten in Oakland verstecke, haben sich unsere seltenen, gerichtlich verordneten Begegnungserfahrungen jedoch zu einem Daueraufenthalt unter seiner despotischen Herrschaft entwickelt. Da ich bei Mädchen erschreckend schüchtern bin, zwinge ich mich dazu, mit Dads Tussies zu üben. Seine neueste Flamme heißt Lacey und ist ein ziemlich heißer Ofen. Uns trennen nur fünf Jahre, aber sie schläft mit einem Idioten, der ein Lebensalter älter ist als sie und dem die Haare ausfallen."



6. Teil: Nick über Albert:

"Albert, sprich: Al Bär, ist Sheenis und mein Kind der Liebe. Benannt nach dem existentiell verstorbenen Schriftsteller Albert Camus, macht er eine Metamorphose durch von einem mordshäßlichen Mopsmischling zu einem glamourösen Tonzello Sporthund von olympischem Kaliber und gerät an verschiedene Adoptiveltern, bevor er die Hauptstromleitung annagt und sich mit extremer Geschwindigkeit und tödlicher Endgültigkeit in eine andere Welt katapultiert. Aus dieser sendet er mir eine unheimliche Botschaft und kehrt in dreifacher Ausführung zurück. Jeder der drei Alberts hat den gleichen vorgeschobenen Unterkiefer, die gleichen hervorquellenden, blutunterlaufenen Augen, das gleiche geringelte Schweineschwänzchen, das bei allen am gleichen schwarzen Rattenkörper hängt, der bei allen dreien ein unsymmetrisches Muster von weißen Streifen aufweist. Soweit ich weiß, wäre es sogar möglich, daß jeder von ihnen den gleichen Satz genetisch identischer Flöhe beherbergt."





7. Teil: Nick über Dwayne:

"Seit mein neuer Zimmergenosse, eine gummiähnliche rosige Fleischmasse mit schwabbelnden Brüsten, all seinen Müll in meinem Zimmer abgeladen hat, sieht es dort aus wie in dem Lagerraum eines verhaltensgestörten Kleinkindes, und es riecht wie auf einer Station für Wundbrandkranke. Tagsüber betätigt sich Dwayne als rülpsender, furzender Futtervernichter, nachts wache ich davon auf, daß jemand neben meinem Kopf einen Elch erwürgt. Nachdem ich Dwayne erzählt habe, daß Schlafmangel die geistigen Fähigkeiten enorm steigert, fand ihn seine Mutter um vier Uhr morgens in der Küche. Er war klatschnass und hüpfte auf einem Bein. Zum Glück hat dieser Kretin das Prinzip der Ablaßbriefe und das System Kosten, Zinsen und Abzahlungsraten für verstorbene Haustiere verstanden, nachdem ich wegen Alberts Tod bereits auf seine Hundeleihgebühren verzichten mußte."





8. Teil: Nick über Vijay:

"Mein winziger Mitschüler stammt aus dem Bundesstaat Maharastra in Indien und spricht Englisch, Hindi, Marati, ein wenig Urdu und lernt jetzt Französisch. Sein exotischer Akzent krönt jede seiner Äußerungen mit einem feinen intellektuellen Glanz. Ich bin nicht sicher, ob ich Vijay, der trotz seiner Intelligenz ein aktives Mitglied der jungen Republikaner ist, wirklich meine geheimste Korrespondenz anvertrauen sollte. Aber für sein rotes Mountainbike würde ich Dads linken Hoden hergeben. Unser gemeinsamer Freund Fuzzy hat seinen Spitznamen weg, seit Agenten des Olympischen Körperbehaarungsteams der USA auf den Neunjährigen aufmerksam wurden. Fuzzy könnte sich ununterbrochen von den Augenbrauen bis hinunter zu den Zehen rasieren, aber statt dessen schafft er lediglich eine kleine Lichtung im Gesicht. Fuzzy hat eine sehr nützliche Großmutter, deren 1965er Ford Falcon uns zu einem denkwürdigen Besuch bei Sheeni und ihren Zimmergenossinnen verhilft."





9. Teil: Nick über Joanie:

"Meine große Schwester hat sich vom Busen der Familie losgerissen, um in Los Angeles zu leben und in zehntausend Meter Höhe aufgewärmtes Essen durch die Gegend zu balancieren. Wenn man die verkrachten Existenzen betrachtet, mit denen Joanie bisher zusammen war, dann kommt man zu dem Schluß, daß ich das einzige männliche Wesen bin, aus dem sie jemals schlau geworden ist. Dennoch ist sie bereit, sich der Verdunkelung von Straftaten und des Versteckens eines flüchtigen Kriminellen schuldig zu machen und mich für einige Zeit in ihrer winzigen Eigentumswohnung aufzunehmen. Diese teilen wir uns seit kurzem mit ihrem Physikerfreund Philip, der neben einem Doktortitel auch noch eine Ehefrau und drei Kinder hat. Joanie hat mit ihren Typen wirklich ein glückliches Händchen - schöne teure neue Brustimplantate, und alles, was sie sich damit an Land ziehen kann, ist dieses Horrorwesen von Atomphysiker."





10. Teil: Nick über Carlotta:

"Mein neues Ich ist die spirituelle Tochter der berühmten unbekannten Filmgröße Bertha Ulansky, die als Statistin in 400 Filmen mitgewirkt hat. Carlotta Ulansky lebt im Haus von Fuzzys toter Großmutter und wird dank ihrer toupierten Kunstfaserperücke, ihres schwarzen Kunstseidenkleids im Stil der italienischen Vorkriegszeit, einer dickrandigen Brille, viel Make up und zwei Apfelsinen als neue Schülerin in Sheenis Klasse aufgenommen. Carlotta muß überzeugend sein, denn sie ist alles, was zwischen mir und zehn Jahren in einem kalifornischen Jugendgefängnis steht. Sheenis uralte Mutter und mein alter ego kommen bereits miteinander zurecht wie zwei generationsübergreifende Seelenverwandte. Sheeni ist ein seltsames Anagramm von Carlotta Ulansky eingefallen: "Outtask Carnally" - körperlich überfordert. Ein Anagramm von Sheeni Saunders lautet "I share Nudeness" - ich teile Nacktheit. Unter gegebenen Umständen könnten beide sogar zutreffen."
Sprecher:
offen
Liesel Christ
Erstsendung: 04.12.2000
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Stefan Heym
produziert in: 2007
produziert von: WDR
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Walter Adler
Bearbeitung: Caren Fischer
Komponist: Susanne Vogel
Übersetzer: Werner von Grünau
Inhalt: Juni 1944. Die Amerikaner sind in der Normandie gelandet. Der junge Walter Bing, noch als Kind aus Deutschland emigriert und jetzt Sergeant einer Propagandaeinheit, hat oft Mühe, bei den Befragungen deutscher Gefangener objektiv zu bleiben. Doch während sein Vorgesetzter, Lieutenant Yates, von seinem Chef, Major Willoughby, den Auftrag hat, ein vom kommandierenden General Farrish angefordertes Flugblatt abzulehnen, will Bing sich der Aufgabe stellen. Auch die Journalistin Karen Wallace interessiert sich für das Flugblatt, und verwirrt in der Propagandaeinheit nicht nur den jungen Sergeant. Während Bing sich damit herumschlägt, die moralische Überlegenheit der amerikanischen Demokratie greifbar zu machen und die Deutschen zur Kapitulation zu überreden, demütigt der chauvinistische Küchenchef Sergeant Dondolo die eigenen Leute. Auch der Chef der Operationsabteilung mokiert sich über die von Bing auf dem Flugblatt formulierten Ideale. Doch General Farrish setzt sich durch: am Nationalfeiertag der Amerikaner wird er das Flugblatt zu den Deutschen schießen.
Sprecher:Ulrike Krumbiegel (Josefa)
Nina Schmidt-Carstens (Klara)
Lukas Sperber (Manu)
Joana Thinius (Bonnivan)
Günter Kütemeyer (Direktor)
Juliane Koren (Klaras Mutter)
Nadja Galwas (An- und Absage)
Daten zu Stefan Heym:geboren: 10.04.1913
gestorben: 16.12.2001
Vita: Stefan Heym (geboren am 10. April 1913 in Chemnitz als Helmut Flieg; gestorben am 16. Dezember 2001 in En Bokek, Israel) war ein deutscher Schriftsteller.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 04.12.2003
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 14 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Harry Mulisch
produziert in: 1964
produziert von: SWF; NDR
Laufzeit: 82 Minuten
Regie: Hans Gerd Krogmann
Bearbeitung: Irena Meyer-Wehlack; Benno Meyer-Wehlack
Übersetzer: N. N.
Inhalt: An einem Januarabend des Jahres 1945, wenige Monate vor Kriegsende, wird vor einer Häuserzeile im holländischen Saalem ein Mann erschossen: Es ist der Polizeioberinspektor Fake Ploeg, ein gefürchteter Nazi-Kollaborateur. Zwei Leute laufen aus dem Haus, Herr Korteweg und seine Tochter Karin, und schleppen den Leichnam vor das Nachbarhaus, in dem die Familie Steenwijk lebt. Minuten später sind die Deutschen da. Die Eltern Steenwijks werden erschossen, das Haus wird mit einer Handgranate in Brand gesteckt. Der älteste Sohn Peter hatte versucht, die Leiche noch einmal von Haus "Freiruh" wegzuzerren - er kommt nicht weit, die Deutschen sind schnell und gnadenlos. Der 12jährige Anton Steenwijk wird in dieser Nacht ins Gefängnis gebracht, wo er auf eine blutende Frau trifft, die an dem Attentat auf seiten des holländischen Widerstands beteiligt war. Doch das erfährt Anton erst 30 Jahre später. - Anton begleiten die Ereignisse jener Nacht durch die nächsten 40 Jahre seines Lebens. Er sucht nicht nach Spuren der Vergangenheit. Er hat sich angewöhnt, nicht nach Erklärungen zu fragen. Doch immer wieder begegnen ihm Beteiligte von damals. Baustein für Baustein setzt sich das Bild zusammen, wird der unbegreifliche Ablauf jener Nacht in seiner grauenhaften Logik sichtbar.
Sprecher:Walter Andreas Schwarz (Erzähler)
Hans Clarin (Alfie, Mann, Junge)
Fritz Schröder-Jahn (Vater)
Hans Röhr (Chef vom Depot)
Wilhelm Kürten (Chef vom Konfektionshaus)
Günter Lürssen (Expedient)
Heinz Schimmelpfennig (Chef vom Lagerhaus)
Klaus Krauleidies (Alfies Freund)
Maria Körber (Annie)
Maja Scholz (Ruby)
Ulrich Matschoß (Fred)
Daten zu Harry Mulisch:geboren: 29.07.1927
gestorben: 30.10.2010
Vita: Harry Mulisch, geboren 1927, Doyen der niederländischen Gegenwartsliteratur, schuf mit dem 1959 erschienenen "Steinernen Brautbett", mit dem er auch in Deutschland bekannt wurde, einen der international bedeutendsten Romane über den Zweiten Weltkrieg. Weitere Bücher sind u.a. "Strafsache 40/61", "Das Attentat", "Höchste Zeit", "Die Prozedur", "Die Entdeckung des Himmels", "Siegfried. Eine schwarze Idylle".

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 28.06.1988
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Philippe Claudel
produziert in: 1970
produziert von: RIAS
Laufzeit: 28 Minuten
Regie: Hans Gerd Krogmann
Bearbeitung: Hans Gerd Krogmann
Übersetzer: Rainer G. Schmidt
Inhalt: "Das Gefängnis ist die Stätte unzähliger ungeschriebener Gesetze, die nie in Frage gestellt, aber immer angewandt werden." In Momentaufnahmen erinnert sich der französische Schriftsteller Philippe Claudel an seine elfjährige Lehrertätigkeit im Untersuchungsgefängnis von Nancy, Lothringen. Stück für Stück dringt er tiefer ein in die "Pa - rallelwelt" Gefängnis, die aber doch auf bizarren Kanälen mit der Wirklichkeit "draußen" kommuniziert. Auf die Ausgrenzung seitens der Gesellschaft antworten die Ausgegrenzten mit den hilflosen oder aggressiven Zuckungen einer verkümmernden Vorstellungskraft. Das Gefängnis wird zum Zerrbild der Gesellschaft, bildet eine irreale Realität. Claudel klagt keineswegs an, sein Blick ist fast der des Ethnologen, der aber Mitgefühl zeigt. Er bewertet weder die schaurigen Verbrechen der "Häftlinge", noch liefert er psychologische Deutungen. In scharfen Beobachtungen bildet er die mentalen Scheidewände ab, die sich letztlich in Gefängnismauern konkretisieren. Zugleich unterstreicht er Gesten der Menschlichkeit bei Gefangenen wie bei Wärtern. Lakonische Protokolle einer Fremdheit mitten in unserer Gesellschaft. Blinder Fleck, den wir vielleicht durch diese Texte wahrzunehmen lernen.
Sprecher:Moritz Milar (Roboter)
Hans Werner Bussinger (Chef-Programmierer)
Heinz Spitzner (General)
Marion Michael (Robotpsychologin)
Wolf Adrian (Autor)
Daten zu Philippe Claudel:Vita: Philippe Claudel, 1962 in Dombasle-sur-Meurthe in der Nähe von Nancy geboren, ist ein französischer Schriftsteller, Dramatiker und Filmregisseur. "Das Geräusch der Schlüssel" (Le bruit des trousseaux ) erschien 2002. Sein Roman "Les âmes grises" (Deutsch: Die grauen Seelen, 2004) brachte Claudel den "Prix Renaudot" und international den literarischen Durchbruch. Auf Deutsch erschien zuletzt "Brodecks Bericht" (2009).
Erstsendung: 09.05.2012
Datenquelle(n): dra
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letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 16 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Roderick Wilkinson
Laufzeit: 38 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Dieter Carls
Übersetzer: Karin Graf
Inhalt: Marc, ein schlechtbezahlter "oil engineer" vertritt einen US-Konzern in Glasgow-Schottland. Regelmäßige Bitten um Aufbesserung seines Gehaltes werden ebenso regelmäßig vertröstet. So ist es kein Wunder, daß Marc die allmonatlichen Flüge zur Firmenleitung in Houston für kleine Nebengeschäfte nutzt. Marcs Frau Anette, einer diplomierten Kunsthandwerkerin, gelingt es dank ihrer Sachkenntnis, immer wieder Antiquitäten günstig einzukaufen, die Marc auf dem US-Mark gewinnbringend absetzt. Die ersten kleinen Erfolge bringen das Pärchen auf die Idee, Kopien ausgesuchter Einzelstücke anzufertigen, die bei Einbrüchen mit den Originalen vertauscht und in den USA verkauft werden sollen. Die Adressen der Kunstsammler liefert das Magazin "Das elegante Heim" frei Haus - nur die Einbrüche machen dem darin ungeübten Paar Sorgen. Sie entschließen sich, einen professionellen Einbrecher zu engagieren. Die attraktive Doris, eine bei der Polizei bislang unbekannte Spitzenkönnerin auf diesem Gebiet, wird für das florierende Geschäft gewonnen - aber Schönheit bringt ihre eigenen Probleme...
Sprecher:Christian Wolf (Besucher)
Herbert Weiker (Mr. Legrand)
Gernot Duda (Jupiter, sein Diener)
Erstsendung: 02.07.1988
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 17 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Dashiell Hammett
produziert in: 1995
produziert von: ORF
Laufzeit: 49 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Heinz-Wilhelm Schwarz
Bearbeitung: Carl Dietrich Carls
Komponist: Georg Herrnstadt
Inhalt: Sie heißt Jeanne Delano und hat bezaubernde Silberaugen. Viel mehr weiß ihr 'Verlobter', der junge Poet Burke Pangburn, nicht über sie, er will es auch nicht wissen. Als die Dame sich jedoch zwecks Erledigung 'unangenehmer Angelegenheiten' nach Baltimore absetzt und er seine Liebesbriefe dorthin mit dem Vermerk 'Adressat unbekannt' zurück erhält, beauftragt er über die Agentur Continental den Detektiv Tracy, die Schöne zu suchen.
Sprecher:Marcus Boysen
Daten zu Dashiell Hammett:vollständiger Name: Samuel Dashiell Hammett
geboren: 27.05.1894
gestorben: 10.01.1961
Vita: Samuel Dashiell Hammett (* 27. Mai 1894 in Maryland; † 10. Januar 1961 in New York) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Peter Collinson. Hammett gilt noch vor Raymond Chandler als der Begründer des amerikanischen Kriminalromans (hardboiled novel).

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Erstsendung: 23.06.1984
Datenquelle(n): dra
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Treffer 18 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Edgar Hilsenrath
produziert in: 1993
produziert von: ORF-S, 1993
Laufzeit: 58 Minuten
Genre: Flucht und Migration
Regie: Peter Groeger
Bearbeitung: Manfred Mixner
Inhalt: Der in Berlin lebende Autor Edgar Hilsenrath hat einen großen dramatischen Roman über den Genozid an den in der Türkei lebenden Armeniern geschrieben. Damals im Ersten Weltkrieg ging dieses ungeheure Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Grauen der Schlachten und angesichts der Millionen Kriegstoten unter, und über den Holocaust an den Juden geriet es in Vergessenheit. Der Roman »Das Märchen vom letzten Gedanken« ist ein breit angelegtes Sittengemälde vom Leben und von der Kultur der Armenier im anatolischen Hochland vor der Zeit der Verfolgung durch die Türken. Und da das ganze Buch in direkter Rede geschrieben und dennoch eine epische Struktur hat, ließ sich daraus auch eine klassische literarische Hörspielform entwickeln. »Es war einmal einer, es war einmal keiner . . .« - so beginnt der Märchenerzähler, der Meddah, seine lange Geschichte vom letzten Gedanken, der einem sterbenden Nachfahren der anatolischen Armenier durch den Kopf geht.

Thovma Khatisian, 1915 irgendwo auf einer Landstraße in Kurdistan geboren, liegt im Sterben. Sein letzter Gedanke spricht mit dem Meddah, dem Märchenerzähler in seinem Kopf. Seit seiner Jugend hat Thovma die Spuren seiner Vorfahren gesucht. Gefunden hat er dabei die Geschichte eines Volkes: Die Geschichte der in der Osttürkei lebenden Armenier, die während des ersten Weltkrieges zu Millionen ermordet wurden. Ein Völkermord, dem die kriegführenden europäischen Mächte tatenlos zusahen und der bis heute weitgehend verdrängt und vergessen wird.

Im ersten Teil des Hörspiels erzählt der Meddah von Wartan Khatisian, der seinen Sohn Thovma nie gesehen hat. Ende des neunzehnten Jahrhunderts wanderte er nach Amerika aus. Nach 16jähriger Abwesenheit zurückgekehrt, um eine Frau zu finden, wird er aufgegriffen und in absurden Verhören der Teilnahme an der "armenischen Weltverschwörung" bezichtigt. Der zweite Teil des Hörspiels führt in die Kindheit des Vaters. Ein ebenso farbiges wie poetisches Sittengemälde erzählt von den Lebensgewohnheiten, den Märchen und Mythen des armenischen Volkes, die durch das blutige Unrecht für immer vernichtet wurden.
Sprecher:Elfriede Kuzmany (Susanne Schneider, Schauspielerin)
Karl Walter Diess (Dr. Buch, Verlagslektor)
Daten zu Edgar Hilsenrath:geboren: 02.04.1926
gestorben: 30.12.2018
Vita: Edgar Hilsenrath (* 2. April 1926 in Leipzig, gestorben am 30. Dezember 2018 in Wittlich) ist ein deutscher Schriftsteller, der vor allem für seine vom eigenen Überleben der Shoa (Holocaust) geprägten Werke Nacht, Der Nazi & der Friseur und Das Märchen vom letzten Gedanken bekannt ist und vielfach ausgezeichnet wurde.

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Erstsendung: 19.05.1991
Datenquelle(n): dra
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Treffer 19 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Edwin Ortmann
produziert in: 1984
produziert von: NDR
Laufzeit: 60 Minuten
Regie: Hans Gerd Krogmann
Komponist: Serge Weber
Inhalt: Auf einem niedergerissenen Teil der Berliner Mauer entdeckten wir die gloriose Sprayschrift: Deutschland muß deutscher werden. Deutsche Erfindungen sind: die Turnkunst, die Kriminologie, der Schrebergarten, das Mundwasser Odol. Die einschlägigen Erfinder sind die Protagonisten dieses Stückes - sie sind hinter der sagenhaften Odol-, der Großen Hygieneformel her: Saubermänner, Biedermänner, Dunkelmänner ... Dazwischen einige Butekuden oder Sündenböcke, ohne die das mörderische Treiben und Getriebenwerden nicht so spannend, nicht so erregend wäre. Ein kleines Kabinettstück über das große Volk der Denker und Dichter, der Henker und Vernichter - ein deutsches Pandämonium.
Sprecher:Peter Striebeck (Olivers Vater)
Ingeborg Engelmann (Olivers Mutter Mathilde)
Bruno GanzHans-Kristian von Mejer (Oliver als Junge)
Gerd Baltus (Toni)
Hans-Peter Hallwachs (Hans)
Daten zu Edwin Ortmann:geboren: 05.03.1941
Vita: Edwin Ortmann, 1941 in München geboren, studierte Sprachen in England, Frankreich und Spanien und arbeitete als Übersetzer an der Sorbonne. Seit 1965 arbeitet er als freier Übersetzer, er lebt jetzt als Schriftsteller in München. Edwin Ortmann veröffentlichte neben Lyrik und Essays die Erzählungen "Phönix" und "Die Wunde kehrt ins Messer zurück", sowie die Hörspiele "Phönix oder Das Spiel mit dem Feuer" und "Die rundeste Geschichte von der Welt", das nach seiner Ursendung 1984 zum "Hörspiel des Monats" gewählt wurde.

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Erstsendung: 10.06.1998
Datenquelle(n): dra
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Treffer 20 von insgesamt 181
Titel:
Autor: Batya Gur
produziert in: 1992
produziert von: SWF
Laufzeit: 22 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Iris Arnold
Bearbeitung: Katrin Wenzel
Inhalt: Tel Aviv. - Am Ernst-Deutsch-Institut für Psychoanalyse wird die Therapeutin Dr. Neidorf tot aufgefunden. Die Ermittlungen führen Inspektor Ochajon und seinen Assistenten Bachar in die Welt der Übertragung und Gegenübertragung. Ist der Täter eher unter den Kollegen oder unter den Patienten zu suchen? Ein Vortrag über das Verhältnis von Therapeut und Patient, den Dr. Neidorf vor ihrem Tod vorbereitet hatte, könnte den Schlüssel zur Lösung enthalten. Aber das Manuskript ist - wie auch anderes Beweismaterial - verschwunden.

Was könnte verlockender sein, als in den hohen Hallen der Seelenkunde auf berufliche Entgleisungen und verborgene Leidenschaften zu stoßen.

"Ohne viel Action oder Effekte, untermalt von Klezmer-Musik entwirft die Autorin ganz nebenbei ein Bild des gegenwärtigen Israel, dessen Brisanz im Details und Andeutungen zu finden ist: Da leidet etwa ein hochdekorierter Offizier an Impotenz, weil ihn sein Job als Militärgouverneur in den besetzten Gebiet krank machte. Ein konventionelles, aber nicht unspannendes Kriminalhörspiel, das auf der Folie des klassischen "whodunnit" -wie schon in "Am Anfang war das Wort" - auch so manch erhellendes über die universitäre Szene und ihre Machtkämpfe und Rivalitäten zu sagen weiß. Der zuweilen bewußt abrupte Schnitt sorgt für Dynamik im Geschehen und kontrastiert angenehem mit dem gelassenen Erzählduktus dieses Krimis aus der den meisten doch unzugänglichen Welt der Psychoanalyse. Man darf also gespannt sein auf weitere Fälle des Teams Ochajan/Bachar, die dem traditionsreichen Samstag-Termin im WDR alle Ehre machen." (Lutz Gräfe)
Sprecher:Christoph Eichhorn (Erzähler)
Walter Schmidinger (Vater)
Katja Riemann (Mutter)
Martin Offik (Karl)
Elke Petri (Frau auf dem Jahrmarkt)
Bernd Kummer (1. Ausrufer)
Fritz Hammer (2. Ausrufer)
Anna Frontzeck (Mädchen)
Jonas Fischer (Junge)
Felix Leiberg (Kind auf dem Jahrmarkt)
Oliver Schiffner (Kind auf dem Jahrmarkt)
Daten zu Batya Gur:geboren: 01.09.1947
gestorben: 19.05.2005
Vita: Batya Gur (geboren 20. Januar 1947 in Tel Aviv und gestorben am 19. Mai 2005) war eine israelische Schriftstellerin, spezialisiert auf Kriminalliteratur.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 29.03.1998
Datenquelle(n): dra
YaGru
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
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    11. Januar 2015
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