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Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 58
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Titel: Abiogenesis
Erste Erde Epos (Folge 16)
Autor: Raoul Schrott
produziert in: 2016
produziert von: BR
Laufzeit: 44 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Michael Farin
Inhalt: Erste Erde Epos ist der Versuch eines modernen Epos in einer Zeit, in der aufgrund immenser Wissensbestände, unzähliger Forschungsdisziplinen und des Verlusts klarer religiöser Ankerpunkte die Gattung „Epos“ unmöglich scheint. Während sich der Mensch in zentralen europäischen Weltschöpfungsmythen noch im Gegenüber zu seinen Göttern situierte und darin alles festgehalten wurde, was über die Welt gesagt werden konnte, geht es Raoul Schrott darum, heute die Frage nach der humanen Tragweite unseres aktuellen Wissens von der Welt und ihrer Entstehung zu stellen. Dabei können Poesie und Bilderreichtum der Dichtung das anschaulich und emotional erfahrbar machen, wovon die Wissenschaft in abstrakter Terminologie redet.
Sprecher:Kathrin Angerer
Bibiana Beglau
Tobias Lelle
Daten zu Raoul Schrott:geboren: 17.01.1964
Vita: Raoul Schrott, geb. 1964, Lyriker, Romancier, Hörspielautor, Übersetzer. Studium der Literatur- und Sprachwissenschaft in Norwich, Paris, Berlin, Innsbruck. 1986 Sekretär des französischen Schriftstellers Philippe Soupault, danach Lektor am 'Istituto orientale' in Neapel. Hörspiele u.a. "lingua franca sonora I-IV" (BR 1994- 1995), "Hotels" (BR 1995, mit Klaus Buhlert, Hörspiel des Jahres 1995), "Finis terrae" (mit Klaus Buhlert, BR/ORF 1996), "Tropen" (BR/HR/ORF 1998), "Die Erfindung der Poesie" (BR/HR/ORF 1998), "Zarzura" (mit Michael Farin, BR 1998), "Die Wüste Lop Nor" (mit Michael Farin, BR 2000, Hörspiel des Monats August), "Gilgamesh" (BR 2001, Hörspiel des Monats Oktober), "Die Blüte des nackten Körpers" (SWR/HR 2010), "Erste Erde Epos"(BR 2013/14).
Erstsendung: 09.07.2016
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 58
Titel: Abrahams Stunde
Autor: Doron Rabinovici
produziert in: 2014
produziert von: HR; NDR
Laufzeit: 62 Minuten
Genre: Kinderhörspiel
Regie: Götz Fritsch
Komponist: Klaus Burger
Inhalt: Es ist schon viel, was Gott von Abraham verlangt. Er soll seine Heimat verlassen, mit seiner Frau Sarah in eine ungewisse Zukunft aufbrechen. In Ägypten kann er nur zusehen, wie Sarah zur Geliebten des Pharao auserkoren wird. Seine Sklavin Hagar, die ihm endlich einen Sohn geboren hat, soll er mit dem Jungen in die Wüste schicken. Und schließlich Isaak: Seinen lang ersehnten Nachkommen mit Sarah soll er Gott zu Ehren opfern! Kein Wunder, dass all das nicht spurlos an Abraham vorübergeht. Und erst recht nicht an seinen Frauen Sarah und Hagar. Die beiden fühlen sich als Leidtragende der Beziehung Abrahams zu Gott: zurückgesetzt, zerstritten, verbittert, missbraucht. Und nun – eine Paartherapie zu dritt? Doron Rabinovicis Hörspiel erzählt die Geschichte des großen Stammvaters der Religionen aus der Sicht ihrer Protagonisten und wendet sich schonungslos ihrer menschlichen Dimension zu. Doch wie wichtig ist das individuelle Seelenheil, wenn sich ein göttlicher Plan offenbart? Der Therapeut jedenfalls stößt schon bald an seine Grenzen.
Sprecher:Michael Altmann (Abraham)
Gudrun Ritter (Sara)
Bibiana Beglau (Hagar)
Werner Wölbern (Therapeut)
Daten zu Doron Rabinovici:geboren: 02.12.1961
Vita: Doron Rabinovici [sprich: Rabinowitsch, gemäß Aussprache des rumänischen Namens] (* 2. Dezember 1961 in Tel Aviv) lebt als Schriftsteller, Essayist und Historiker seit 1964 in Wien. Seine Prosa umfasst Kurzgeschichten, Romane und Essays.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 26.10.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 58
Titel: Amerika oder Der Verschollene
Autor: Franz Kafka
produziert in: 2011
produziert von: SWR
Laufzeit: 121 Minuten
Regie: Beate Andres
Bearbeitung: Beate Andres
Komponist: Max Knoth
Inhalt: Im Gespräch mit dem Freund Max Brod (1884 - 1968) sprach Franz Kafka von seinem "amerikanischen Roman", weshalb Max Brod das Fragment von Kafkas Romandebüt 1927 unter dem Titel "Amerika" veröffentlichte. Erst 1946 erwähnte Brod im Nachwort zur dritten Ausgabe, Kafka habe in seinem Tagebuch (31.12.1914) den Titel "Der Verschollene" notiert. "Der Verschollene" erzählt die Geschichte des 17-jährigen Karl Roßmann, der von seinen Eltern nach New York eingeschifft wird, weil er ein Dienstmädchen geschwängert hat. Die Eltern wollen so der Schande und Alimentezahlung entgehen. Ungenügend vorbereitet und ausgestattet erreicht Karl Roßmann den Hafen von New York und freundet sich noch auf dem Schiff mit einem Heizer an. Diese Begegnung stellt die Weichen für seine Ankunft in der Neuen Welt. Karl Roßmann gehört zur zweiten Generation deutschsprachiger Immigranten aus der Donaumonarchie, die in den USA eintreffen und unter teilweise jämmerlichen Bedingungen versuchen, ihr Glück zu machen. Aus dem beschaulichen Prag der k. u. k.-Zeit kommend, trifft der junge Mann auf eine Welt, in der Autoschlangen die Straßen verstopfen, riesige "Callcenter" betrieben werden und von den Menschen voller Arbeitseinsatz bei minimaler Bezahlung und Freizeit gefordert wird. Erfolgreiche Geschäftsprinzipien gelten mehr als Familien- und Freundschaftsbande und eine Arbeitsstelle ist genauso schnell verloren, wie sie zu gewinnen ist.
Sprecher:Jörg Pohl (Karl Roßmann)
Cornelius Obonya (Erzähler 1, Kaptän, Green, Delamarche, Oberportier, Leiter der Kanzlei)
Martin Reinke (Erzähler 2, Heizer, Pollunder, Robinson, Polizist, Schreiber der Kanzlei)
Rainer Bock (Erzähler 3, Onkel, Oberkellner, Personalchef, Diener)
Bastian Semm (Erzähler 4, Junger Mann, Diener, Mack, Bess, Renell, Giacomo)
Bibiana Beglau (Erzählerin 1, Klara, Fanny)
Juliane Koren (Erzählerin 2, Oberköchin)
Rebecca Klingenberg (Erzählerin 3, Therese, Frau mit dem Kinderwagen)
Daten zu Franz Kafka:geboren: 03.07.1883
gestorben: 03.06.1924
Vita: Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren, wo er fast sein ganzes Leben verbrachte. Nach dem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, absolvierte er ein einjähriges Rechtspraktikum und arbeitete schließlich bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung 1922 bei der Prager "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt". 1907 begann er mit dem Schreiben. Seine testamentarisch zur Verbrennung bestimmten Schriften blieben größtenteils erhalten. Neben den Romanen "Amerika" (1927), "Der Prozess" (1925) und "Das Schloss" (1926) sowie den Tagebüchern und Briefen sind es vor allem die Erzählungen, die Kafkas Ruhm begründet haben. Er starb am 3. Juni 1924 an einer Tuberkuloseerkrankung.
Hompepage o.ä.: http://www.franzkafka.de/franzkafka/home/
Erstsendung: 20.02.2011
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 58
Titel: Aus der Zeit fallen
Autor: David Grossman
produziert in: 2014
produziert von: DKultur
Laufzeit: 80 Minuten
Regie: Carsten Hueck
Bearbeitung: Carsten Hueck
Komponist: 48nord
Übersetzer: Anne Birkenhauer
Inhalt: Was macht der Tod eines Kindes mit den Eltern? Die Ausgangssituation erinnert an eine Passage aus dem Hohelied Salomos: Jemand bricht auf in der Nacht und sucht den, den er liebt und findet ihn nicht. Ein Vater sucht hier seinen toten Sohn, er irrt durch eine nicht genau definierte Landschaft. Er will nach "dort", wie Orpheus, dorthin, wo die Toten weilen. Er ist besessen vom Aufbegehren gegen die absolute Macht des Todes. Weitere Menschen gesellen sich ihm zu: Sie alle haben den Verlust eines Kindes zu beklagen. David Grossman hebt den Schmerz der Überlebenden auf. Aus Bruchstücken fügt er zusammen, was Klagegesang und Liebeslied zugleich ist.
Sprecher:Winnie Böwe (Hebamme)
Bernhard Schütz (Chronist der Stadt)
Guntbert Warns (Schuster)
Lilith Stangenberg (Frau im Netz)
Christian Redl (Zentaur)
Matthias Neukirch (Gehender Mann)
Bibiana Beglau (Gehende Frau)
Robert Stokowy
MusikerUlrich Müller Siegfried Rössert Wolfgang Obrecht
Daten zu David Grossman:geboren: 25.01.1954
Vita: David Grossman, geboren 1954 in Jerusalem, ist einer der bedeutendsten Schriftsteller Israels und Mitglied der israelischen Friedensbewegung. Romane u. a.: "Zickzackkind" (1996), "Diesen Krieg kann keiner gewinnen" (2003), "Das Gedächtnis der Haut" (2004), "Die Kraft zur Korrektur" (2008). Er erhielt u. a. den Geschwister-Scholl-Preis (2008).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 16.02.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 58
Titel: Autopoiesis
Erste Erde Epos (Folge 7)
Autor: Raoul Schrott
produziert in: 2015
produziert von: BR
Laufzeit: 43 Minuten
Regie: Michael Farin
Inhalt: Erste Erde Epos ist der Versuch eines modernen Epos in einer Zeit, in der aufgrund immenser Wissensbestände, unzähliger Forschungsdisziplinen und des Verlusts klarer religiöser Ankerpunkte die Gattung „Epos“ unmöglich scheint. Während sich der Mensch in zentralen europäischen Weltschöpfungsmythen noch im Gegenüber zu seinen Göttern situierte und darin alles festgehalten wurde, was über die Welt gesagt werden konnte, geht es Raoul Schrott darum, die Frage nach der humanen Tragweite unseres aktuellen Wissens von der Welt und ihrer Entstehung zu stellen. Dabei können Poesie und Bilderreichtum der Dichtung das anschaulich und emotional erfahrbar machen, wovon die Wissenschaft in abstrakter Terminologie redet. Der Musenbrunnen der Hippokrene auf dem griechischen Berg Helikon gilt seit jeher als inspirativer Quell der Poesie. Ob beim allerersten europäischen Dichter Hesiod, bei den Römern Vergil und Ovid oder in der Renaissance: wer dichten wollte, musste vom Wasser dieses Brunnens trinken. Dichtungstradition umfasst jedoch nicht nur im herkömmlichen Sinne Lyrisches – auch Lukrez, dessen naturwissenschaftliches Lehrgedicht De rerum natura dem Erste Erde Epos Pate steht, berief sich auf den Gang zu dieser Quelle. Ihm folgend, stellt Autopoiesis eine autopoetische Selbstvergewisserung dar. Das Wasser des Musenquells wird dabei aus seinem alten symbolischen Kontext gehoben und zu jener Substanz, in der die allerersten Lebensformen hervorgingen. Die ursprünglich aus dem Nahen Osten stammenden Musen werden dabei zu Figurationen dessen, wie Leben aus Stein, Erde und Wasser entstehen konnte. Und die unterschiedlich möglichen, nie ganz aufgehenden Definitionen von Leben lassen sich so mit dem abgleichen, was die Form eines Gedichts auch ist – eine Zelle von Worten, die das Außen in ein Innen verwandelt und ihren eigenen Stoffwechsel entwickelt; Dichtung, die Welt verarbeitet und uns dabei in ihr lebendig hält. Der biologische Begriff des Lebens als Autopoiesis entspricht darin dem der Auto-poetik: bei der natu
Sprecher:Tobias Lelle
Bibiana Beglau
Jens Harzer
Dagmar Manzel
Raoul Schrott
Daten zu Raoul Schrott:geboren: 17.01.1964
Vita: Raoul Schrott, geb. 1964, Lyriker, Romancier, Hörspielautor, Übersetzer. Studium der Literatur- und Sprachwissenschaft in Norwich, Paris, Berlin, Innsbruck. 1986 Sekretär des französischen Schriftstellers Philippe Soupault, danach Lektor am 'Istituto orientale' in Neapel. Hörspiele u.a. "lingua franca sonora I-IV" (BR 1994- 1995), "Hotels" (BR 1995, mit Klaus Buhlert, Hörspiel des Jahres 1995), "Finis terrae" (mit Klaus Buhlert, BR/ORF 1996), "Tropen" (BR/HR/ORF 1998), "Die Erfindung der Poesie" (BR/HR/ORF 1998), "Zarzura" (mit Michael Farin, BR 1998), "Die Wüste Lop Nor" (mit Michael Farin, BR 2000, Hörspiel des Monats August), "Gilgamesh" (BR 2001, Hörspiel des Monats Oktober), "Die Blüte des nackten Körpers" (SWR/HR 2010), "Erste Erde Epos"(BR 2013/14).
Erstsendung: 07.03.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 6 von insgesamt 58
Titel: Biokhraphia
Autor: Rabih Mroué
Lina Saneh
produziert in: 2011
produziert von: DLF
Laufzeit: 41 Minuten
Regie: Beate Andres
Übersetzer: Monique Bellan
Inhalt: Eine Künstlerin gibt ein Interview. Harmlos und banal scheinen die Fragen zunächst, die aus dem Kassettenrekorder zu hören sind. Doch die körperlose Stimme ist vielleicht auch die der Künstlerin selbst. Und diese Stimme wird immer schneidender, immer schärfer, sie fragt nach politischen Überzeugungen, nach dem Krieg, dringt in die persönlichsten Bereiche ein. Mehr und mehr wird die Künstlerin in den Teufelskreis ihres eigenen Verhörs hineingezogen, bis plötzlich ein anderes Ich von der Videowand ihren Fragen zu antworten beginnt. Die Autoren haben sich nach eigenen Angaben von Becketts letztem Band, aber auch von Praktiken des Geheimdienstes beeinflussen lassen. Diskutiert wird die Subversivität der Kunst.
Sprecher:
offen
Künstlerin: Bibiana Beglau
Kassette: Max Hopp
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 58
Titel: Blackwater Redux
Autor: Eberhard Petschinka
produziert in: 2008
produziert von: WDR; ORF
Laufzeit: 46 Minuten
Regie: Eberhard Petschinka
Komponist: Wolfgang Mitterer
Inhalt: Die Agentur ist ein Unternehmen, das sensible Dienste aller Art anbietet. Vorbilder sind Firmen wie Blackwater oder CACI international inc., die zu Beginn ihres Auftretens auf dem expandierenden Homesecurity-Markt Personenschutz anboten, Bewachung von Militäreinrichtungen, Hotels und Bürogebäuden, Eskorten für Politiker und Geschäftsleute, bald aber ihr Spektrum erweiterten: Jetzt beteiligen sich diese Firmen an Straßenkämpfen, liefern Streikbrecher, Hundestaffeln für den Einsatz gegen Demonstranten, Verhörspezialisten mit Informationsgarantie, fliegen Hubschraubereinsätze in Krisengebieten, bieten Trainingsmöglichkeiten und Ausbildung für Privat-Armeen.

Die Agentur nimmt - entsprechend diesen großen Vorbildern - auch die spektakulärsten Aufträge an: Sie ermordet Ihren politischen Gegner. Sie bietet Knowhow und Ingenieure für die Sprengung des Assuan-Staudamms, sie wählt für Sie den Bus und seine Insassen aus, den Sie - getarnt als palästinensischer Suicid-Bomber - in Tel Aviv in die Luft jagen wollen. Sie entführt Flugzeuge, Kinder, linke Gewerkschafter. Sie erfüllt Ihren geheimen Wunsch nach einer Menschenjagd am Amazonas. Sie organisiert für Sie eine Nacht als Clochard unter einer der Seine-Brücken inklusive Razzia durch die französische Polizei oder rechtsradikale Schlägertrupps. Sie stellt für Sie einen Scharfschützen auf das Hausdach vis à vis Ihres Altersheimes, der Ihr Leben innerhalb der nächsten zwei Wochen beenden wird.
Sprecher:Birgit Minichmayr
Aite Tinga
Barbara Falter
Bibiana Beglau
Jule Böwe
André Jung
Daten zu Eberhard Petschinka:geboren: 19.10.1953
Vita: Eberhard Petschinka (krok & petschinka), geboren 1953, lebt als Maler, Schriftsteller und Regisseur in Wien. Das Hörspiel "krok" wurde 1995 mit dem Prix Futura geehrt. Sein Stück "Santo Subito" wurde 2007 mit dem Prix Europa und 2008 mit dem Prix Italia ausgezeichnet. 2009 wurde Petschinka der Günter-Eich-Preis verliehen.

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Erstsendung: 28.11.2008
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 58
Titel: Clara fliegt zum Mars
Autor: Lukas Holliger
produziert in: 2007
produziert von: SRF
Laufzeit: 32 Minuten
Regie: Stephan Heilmann
Komponist: Philipp Schaufelberger
Inhalt: Clara steht allein in der Küche und schwitzt. Sie hat Knödel mit Tomatensauce gekocht und einen Schokoladekuchen gebacken - ihre Tochter, für die sie die Sterne vom Himmel holen will, hat heute ihren neunten Geburtstag.

Dass es Sterne gebe, deren Äquatoren so gross seien wie die Umlaufbahn der Erde um die Sonne, das raube ihr den Schlaf, sagt Clara. Um nicht überzuschnappen, habe sie immer in die Wissenschaft gewollt, die Mathematik. «Ein besseres Gefäss für den Verstand gibt es nicht. Mann und Kind sind nichts gegen die Zuverlässigkeit der Zahlen.»

Fluchtpunkt all ihrer Gedanken ist das Weltall mit seinen fernen Himmelskörpern. Und so begibt sie sich in ihrem Monolog auf eine Reise zum Mars. Wie eine Bestie, sagt sie, habe sie um diesen Flug gekämpft, der sie nun immer tiefer in seinen Bann zieht.
Sprecher:Bibiana Beglau (Clara)
Daten zu Lukas Holliger:geboren: 21.08.1971
Vita: Lukas Holliger (* 21. August 1971 in Basel) ist ein Schweizer Dramatiker, Dramaturg und Redakteur.
Hompepage o.ä.: http://lukasholliger.ch/wp/

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letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 58
Titel: Das Drama auf der Jagd
Autor: Anton Tschechow
produziert in: 2004
produziert von: SWR
Laufzeit: 89 Minuten
Regie: Beate Andres
Bearbeitung: Beate Andres
Komponist: Thomas Leboeg
Übersetzer: Peter Urban
Inhalt: »Das Drama auf der Jagd« schrieb Cechov als 24jähriger: Ein Untersuchungsrichter erscheint in einer Zeitungsredaktion und bringt ein Manuskript. Das Sujet: Liebe und Mord; der Ort der Handlung: ein heruntergekommenes russisches Gut; die Protagonisten: ein attraktiver Untersuchungsrichter, ein verlotterter Graf, ein verwitweter Verwalter sowie eine aufstrebende junge Förstertochter.

»Für mich bleibt Cechov unerreicht: Er schrieb Komödien der Verzweiflung über das Leiden und die Sehnsüchte der Menschen.« (Woody Allen).
Sprecher:Martin Feifel (Ivan Petrovic Kamysev alias Zinovjev)
Jens Wawrczeck (Graf Alexej Karneev)
Bernhard Schütz (Redakteur / Pavel Ivanovic Voznesenskij)
Traugott Buhre (Petr Egoryc Urbenin)
Bibiana Beglau (Olga Urbenina)
Susana Fernandes-Genebra (Nadezda Nicolaevna Kalinina)
Katja Danowski (Tina / Sozja)
Julika Eisinger (Sascha)
Matthias Habich (Kuzma)
Ingo Hülsmann (Przechocki)
Philipp Otto (Polikarp / Polugradov)
Walter Renneisen (Ivan D. / Ilja)
Daten zu Anton Tschechow:vollständiger Name: Anton Pawlowitsch Tschechow
geboren: 29.01.1860
gestorben: 15.07.1904
Vita: Anton Pawlowitsch Tschechow (* 29. Januar 1860 in Taganrog, Russland; † 15. Juli 1904 in Badenweiler, Deutsches Reich) war ein russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker. Er entstammte einer kleinbürgerlichen südrussischen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur.

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Erstsendung: 11.07.2004
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 58
Titel: Das Ende der Paraden
Autor: Ford Madox Ford
produziert in: 2018
produziert von: BR
Laufzeit: 351 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Übersetzer: Joachim Utz
Inhalt: Ein 7-teiliges Hörspiel.

I. Manche tun es nicht (Teile 1+2)
II. Keine Paraden mehr (Teile 3+4)
III. Der Mann, der aufrecht blieb (Teile 5+6)
VI. Zapfenstreich (Epilog) (Teil 7)

Christopher Tietjens ist ein Held vom alten Schlag, der wohl letzte verbliebene Gentleman im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Die immer korrupter und unmoralischer werdende Gesellschaft - allen voran seine untreue Ehefrau Sylvia - machen es ihm zu nehmend schwer, seine noblen Ideale von Selbstlosigkeit und Zurückhaltung zu bewahren. So zieht Tietjens in den Ersten Weltkrieg und muss an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen: Als Soldat gegen die Deutschen, als Ehrenmann gegen die Intrigen seiner Frau.

Ford Madox Ford zeichnet mit seiner Tetralogie Das Ende der Paraden das Porträt einer Gesellschaft im Umbruch, vom Viktorianismus hin zur Moderne: Frauen kämpfen um das Recht zu wählen, die Elite verliert sich in Diskussionen um Rang und Namen, die Wirtschaft ist in Schieflage geraten, Ehe und Familie haben durch den allgemeinen Trend zur Untreue an Wert verloren - kurzum: es herrscht Orientierungslosigkeit in allen sozialen Schichten. Diese Orientierungslosigkeit bildet Ford Madox Ford durch seine Erzählweise ab, er vermischt Perspektiven, innere Monologe, Bilder und Erinnerungen, die umherfliegen wie Granatensplitter.

Im ersten Band, "Manche tun es nicht", ist der Rosenkrieg mit seiner Frau Sylvia, die zwischenzeitlich mit einem anderen durchgebrannt war, in vollem Gange.
Da bricht der Erste Weltkrieg aus und Christopher Tietjens meldet sich freiwillig, er flüchtet gleichsam an die Front und lässt die junge Valentine Wannop, in die er sich verliebt hat, zurück, ohne sich mit ihr eingelassen zu haben. Denn Tietjens gehört zu denen, die moralisch integer bleiben wollen, die es eben nicht tun.

"Keine Paraden mehr", der zweite Band, zeigt den Helden dann in Frankreich an der Front, inmitten von Waffenlärm, Schlamm und Blut, während seine Ehefrau sich vor der Presse inszeniert. Erst als ihr klar wird, dass Tietjens sich neu verliebt hat, versucht sie, ihn zu verführen und zurückzugewinnen.

Endgültig und unwiederbringlich zerfällt die alte Ordnung, privat wie gesellschaftlich, mit dem Ende des Krieges, dem Tag des Waffenstillstands, mit dem der dritte Band, "Der Mann, der aufrecht blieb", beginnt. Valentine und Christopher finden sich wieder und müssen nun nach vier Jahren Ausnahmezustand ihre Realität neu zusammensetzen und gestalten.

Als Epilog rekapituliert der vierte Band, "Zapfenstreich", schließlich aus der Sicht vieler verschiedener Figuren in Christopher Tietjens Umfeld, was sich in den vergangenen Jahren ereignet hat. Tietjens lebt zusammen mit Valentine, die ein Kind von ihm erwartet, seinem sterbenden Bruder Mark und dessen französischer Geliebter auf dem Familienanwesen. Der Bruder hat am Tag des Waffenstillstandes beschlossen, nie mehr zu sprechen. Diese Sprachlosigkeit angesichts der inneren und äußeren Umwälzungen des Systems ist symptomatisch für den gesamten Text und für die Zeit, in der er spielt.

Das nicht Gesagte oder nicht Sagbare ist auch die Herausforderung für die siebenteilige Hörspielproduktion, die Klaus Buhlert aus Ford Madox Fords vier Romanbänden inszeniert hat. Die Bruchstücke, Wortfetzen, Eindrücke und Vorstellungen verdichten sich immer wieder zu dynamischen Musiktableaus, die das Kriegsgetöse lautmalerisch hörbar machen, die Leitmotive hervorheben und so ihr eigenes akustisches Bild von Ford Madox Fords Welt zeichnen.
Sprecher:Jens Harzer (Erzähler)
Felix Goeser (Christopher Tietjens)
Bibiana Beglau (Sylvia Tietjens)
Stefan Merki (Macmaster)
Wiebke Puls (Mrs. Satterthwaite / Miss Wanostrocht / Dame)
Stefan Wilkening (Pater Consett / General O'Hara)
Manfred Zapatka (General Campion)
Anna Drexler (Valentine Wannop)
Caroline Ebner (Mrs. Wannop / Marie Léonie)
Jeanette Spassova (Mrs. Duchemin / Dienstmädchen)
Wolfram Koch (Hochwürden Duchemin / Colonel)
Wowo Habdank (Kutscher / Vorsteher / Stadtstreicher / Gunning)
Oliver Nägele (Polizist / Offizier / Colonel Gillum / Major)
Franz Pätzold (Mann / Ruggles / Kanadier / Pferdebursche / Perowne / Arzt)
Steven Scharf (Mr. Horsley / Mark Tietjens)
Shenja Lacher (Captain McKechnie)
Johannes Silberschneider (Colonel Levin)
Achim Buch (Cowley)
Moritz Kienemann (Sergeant Case / Lance-Corporal / Melder)
Joschka Walser (Sohn)
Daten zu Ford Madox Ford:vollständiger Name: Ford Hermann Hueffer
geboren: 17.12.1873
gestorben: 26.06.1939
Vita: Ford Madox Ford, eigentlich Ford Hermann Hueffer (* 17. Dezember 1873 in Merton, Surrey, England; † 26. Juni 1939 in Deauville, Calvados, Frankreich) war ein englischer Schriftsteller.

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Erstsendung: 21.01.2018
Datenquelle(n): dra
dra
dra
dra
dra
dra
dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 58
Titel: Das Geräusch der Anderen 2: Spanien
Autor: Dirk Laucke
produziert in: 2005
produziert von: RBB
Laufzeit: 6 Minuten
Regie: Regine Ahrem
Inhalt: Ein Mietshaus wie viele andere in Berlin. Stille gibt es nicht. Die Wände haben Ohren. Und ob man will oder nicht. Man teilt das Leben seiner Nachbarn. Aber manchmal ist das, was man hört, noch lange nicht, was wirklich geschieht. In neun Episoden führen uns die Hörstücke durch das Innenleben eines ganz normalen Berliner Mietshauses und lassen uns teilhaben an den kleinen und großen Dramen, die sich hinter den verschlossenen Türen ereignen.

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung haben Studenten des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin sich auf die Spur von Geräuschen begeben. Von Geräuschen, die uns alltäglich umgeben. Und die unser Handeln möglicherweise auf unvorhergesehene Weise beeinflussen.
Sprecher:Stefan Baumecker
Bibiana Beglau
Martin Seifert
Daten zu Dirk Laucke:geboren: 17.06.1982
Vita: Dirk Laucke, geboren 1982 in Schkeuditz (Sachsen); aufgewachsen in Halle/Saale. 2002 - 2004 Studium Psychologie an der Universität Leipzig; 2004-2008 Student des Studienganges Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Für "alter ford escort dunkelblau" (UA 2007, Städtische Bühnen Osnabrück), erhielt er den Kleistförderpreis 2006. Das Stück wurde 2008 beim MDR als Hörspiel produziert. Dirk Laucke hat bereits eine Vielzahl von Theaterstücken geschrieben, die an den Theatern in Heidelberg, Osnabrück, Essen sowie am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt wurden. 2007 wurde Laucke Autor des Jahres in "Theater heute". 2009 Förderpreis zum Lessingpreis des Freistaates Sachsen. 2010 erhielt er den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI. Sein neues Stück "Alles Opfer! oder Grenzenlose Heiterkeit" wurde im Juni 2011 als Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen und des Staatsschauspiels Dresden uraufgeführt. Im September 2011 erhielt Laucke den Georg-Kaiser-Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 27.03.2007
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 58
Titel: Das Geräusch der Anderen 3: Goran will heiraten
Autor: Anne Habermehl
produziert in: 2005
produziert von: RBB
Laufzeit: 6 Minuten
Regie: Regine Ahrem
Inhalt: Ein Mietshaus wie viele andere in Berlin. Stille gibt es nicht. Die Wände haben Ohren. Und ob man will oder nicht. Man teilt das Leben seiner Nachbarn. Aber manchmal ist das, was man hört, noch lange nicht, was wirklich geschieht. In neun Episoden führen uns die Hörstücke durch das Innenleben eines ganz normalen Berliner Mietshauses und lassen uns teilhaben an den kleinen und großen Dramen, die sich hinter den verschlossenen Türen ereignen.

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung haben Studenten des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin sich auf die Spur von Geräuschen begeben. Von Geräuschen, die uns alltäglich umgeben. Und die unser Handeln möglicherweise auf unvorhergesehene Weise beeinflussen.
Sprecher:Stefan Baumecker
Bibiana Beglau
Jockel Tschiersch
Erstsendung: 28.03.2007
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 58
Titel: Das Haus von Fernanda Mendoza
Autor: Zaia Alexander
Antje Rávic Strubel
produziert in: 2011
produziert von: SWR
Laufzeit: 92 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Inhalt: Das lässt sich ewig reparieren, verspricht der Arzt. Du wirst ewig geliebt, verspricht der Verliebte. Und Hypochonder, heißt es, sterben nicht. Die Zwillinge Mona und Joan Blake leben zurückgezogen in einem wohlhabenden Viertel von Los Angeles, versorgt von ihren salvadorianischen Haushaltshilfen Fernanda und Vida, die zu einer Ersatzfamilie geworden sind. Als die hypochondrische Mona stirbt, kehren ihre Töchter Alex und Lisa in die Wohnung der Zwillinge zurück, die sie vor Jahren auf der Flucht vor dem traumatisierenden Einfluss der Mutter verlassen haben. Alex lebt mittlerweile in Berlin, Lisa in Arizona. Der Tod zwingt die Frauen zu einer Auseinandersetzung mit ihren Vorurteilen und Ängsten und löst Konflikte zwischen den verschiedenen Lebensentwürfen aus. Alex' privilegierte Auswanderung und ihre Sicht auf Deutschland kontrastiert mit Fernandas Problemen als Einwanderin in die USA. Lisa steht vor der Entscheidung, ihre lieblose Ehe zu beenden, während Alex' ungebundenes Künstlerleben sich als Maske ihrer Homosexualität entpuppt. Sie sehen sich einer existentiellen Einsamkeit gegenüber, der auch Joan durch den Verlust ihrer Schwester ausgesetzt ist.

Während die wiedervereinte Familie sich mit ihrem sozialen und gesundheitlichen Abstieg beschäftigt, sind die beiden Haushaltshilfen auf dem Weg nach oben. Doch auch ihre Existenz ist mit einem Mal bedroht: Fernandas Sohn wird Vergewaltigung vorgeworfen. Ein Hörspiel über Scheinwelt und Wirklichkeit, über Durchlässigkeit gesellschaftlicher Zuschreibungen und die Unhaltbarkeit von Heilsversprechen.
Sprecher:Katharina Matz (Mona Blake/Joan Blake)
Bibiana Beglau (Alex)
Ulrike Grote (Lisa)
Astrid Meyerfeldt (Fernanda)
Gunda Aurich (Vida)
Oliver Kraushaar (Trainer)
Daten zu Antje Rávic Strubel:geboren: 12.04.1974
Vita: Antje Rávic Strubel, geboren 1974 in Potsdam, schreibt Romane und Erzählungen. Ihr erstes Hörspiel "Kältere Schichten der Luft" (DLF 2005) wurde zum Hörspiel des Monats gekürt, für den gleichnamigen Roman erhielt sie 2007 den Hermann-Hesse-Preis.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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Treffer 14 von insgesamt 58
Titel: Der Kammerjäger
Autor: Bill Fitzhugh
produziert in: 2007
produziert von: DKultur
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Irene Schuck
Bearbeitung: Irene Schuck
Übersetzer: Matthias Müller
Inhalt: Bob Dillon hat seinen Job als Kammerjäger verloren und findet eine Zeitungsannonce, in der ein "professioneller Schädlingsvernichter" gesucht wird. Nichtsahnend bewirbt er sich und landet bei einer internationalen Killervermittlungsagentur.

Er versteht nur Bahnhof, als man ihm das Dossier für den ersten Auftrag in die Hand drückt. Dummerweise kommt das "Zielobjekt" tags darauf bei einem Autounfall ums Leben. Bobs Auftraggeber jubeln. Und Bob hat nicht nur die Polizei am Hals, sondern auch die CIA und jede Menge neidischer Killer. - Ein witziger Thriller über grandiose Missverständnisse.
Sprecher:Jens Wawrczeck (Bob Dillon)
Falk Rockstroh (Klaus)
Bibiana Beglau (Mary)
Friedhelm Ptok (Erzähler)
Tonio Arango (Ronaldo)
Gerd Baltus (Wolfe)
Heidrun Bartholomäus (Kellnerin)
Joachim Bliese (Mr. Silverstein)
George Claisse (Marcel)
Nico Holonics (Junger Agent)
Marc Hosemann (Cowboy)
Stefan Kaminski (Miguel)
Susanne Kaps (Katy)
Udo Kroschwald (Kollege)
Torsten Michaelis (der Nigerianer)
Thomas Petruo (Ramón)
Nadja Schulz-Berlinghoff (Chantelle)
Helmut Stange (Pratt)
Sabin Tambrea (Jean)
Daten zu Bill Fitzhugh:Vita: Bill Fitzhugh, geboren und aufgewachsen in Jackson, Mississippi, schrieb schon als Schüler fürs Radio, war DJ, studierte Psychologie, arbeitet für Film und Fernsehen. "Pest Control" entstand mit Matt Hansen 1991 als Film-Idee, wurde aber erst 1997 als Roman zum Erfolg.
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Treffer 15 von insgesamt 58
Titel: Der Verleger
Autor: Nanni Balestrini
produziert in: 2017
produziert von: BR
Laufzeit: 106 Minuten
Genre: Biografie
Regie: Michael Farin
Bearbeitung: Michael Farin
Übersetzer: Christel Fröhlich
Andreas Löhrer
Inhalt: Vor 45 Jahren, am 14. März 1972, wurde, unter einem Hochspannungsmast in Segrate, einem kleinen Ort in der Peripherie der lombardischen Metropole Mailand, die Leiche des Mailänder Verlegers Giangiacomo Feltrinelli entdeckt. Die eilig abgeschlossene gerichtliche Untersuchung kam zu dem Schluss, Feltrinelli sei, bei dem Versuch, den Mast zu sprengen, ums Leben gekommen. Gerüchte, dass er sein Leben nicht etwa durch einen selbstverursachten Unfall verloren habe, sondern vielmehr Opfer eines Mordanschlags geworden sei, gab es sofort – sie wollen bis heute nicht verstummen. Sein Tod war nicht nur für die bürgerlichen Kreise der Stadt ein Schock. Ganz Italien hielt inne. Denn die Feltrinellis waren so etwas wie die Buddenbrooks von Mailand gewesen. Giacomo Feltrinelli, der Gründer dieser Dynastie von Händlern und Bankiers, galt bei seinem Tod im Jahre 1913 als reichster Mann Mailands. Später, zu den Zeiten der Republik von Salò, sollte sein Schloss am Gardasee Mussolini als Amtssitz dienen. Dass sein Nachkomme seit längerem dem italienischen Terrorismus nahestand und bereits im Untergrund lebte, war bekannt: Denn im aufgeputschten Klima jener Jahre hatte er sich politisch radikalisiert, ja, war sogar Mitbegründer der GAP, der „Gruppe der Partisanenaktion“. Unter anderem mit Rudi Dutschke befreundet war er 1967 zudem – vergeblich – nach Bolivien gereist, um Che Guevara nach Italien zu holen.

„Der ‚Verleger‘, um den es geht“, so der Autor des Romans Nanni Balestrini, „ist offensichtlich Feltrinelli, ein berühmter linksradikaler italienischer Verleger, der sich Anfang der 70er dazu entscheidet, den bewaffneten Kampf aufzunehmen und dabei auch umkommt. Aber Der Verleger ist kein Buch über ihn. Die Geschichte erzählt vielmehr von 4 Personen, damals aktiv in der Linken, die versuchen, seinen Tod zu rekonstruieren, um einen Film darüber zu machen. Es ist ein Buch, das den Wendepunkt beschreibt, den Feltrinellis Tod darstellte. Mit ihm starb die alte Linke, die alten Gewerkschaften, der alte bewaffnete Kampf. Er war – weil er den Jungen sehr offen gegenüber war – so etwas wie die Drehscheibe zwischen der alten und der neuen Linken. Die Form des Dialogs zwischen den 4 Personen über den Film, der sich allerdings im Verlauf des Dialogs als unrealisierbar herausstellt, ermöglicht das unabhängige Urteil des Lesers. Die verschiedenen Aspekte spielen eine Rolle. Und das machte die Form mit verschiedenen Ebenen und wie gesprochenen Dialog für mich naheliegend.“

Mit Der Verleger, dem 1989 (in deutscher Sprache 1992) erschienenen Buch über Giangiacomo Feltrinelli, schließt Nanni Balestrinis große Trilogie über den Kampfzyklus von 1969 bis 1977 ab.

Teil I: vierzehn Uhr dreißig (ca. 53 Min.)
Teil II: er spürt nichts mehr (ca. 53 Min.)
Sprecher:Blixa Bargeld
Bibiana Beglau
Udo Schenk
Nadeshda Brennicke
Manfred Zapatka
Aurel Manthei
Daten zu Nanni Balestrini:geboren: 02.07.1935
Vita: Nanni Balestrini, geboren 1935 in Mailand, gründete 1961 die Dichtergruppe "Novissimi" und organisierte zwei Jahre später in Palermo das erste Treffen der "Gruppe 63", der auch Umberto Eco, Giorgio Manganelli und Luigi Malerba angehörten. Das war die Geburtsstunde der "Neovangardia", die heftige Auseinandersetzungen mit der damaligen offiziellen Kultur provozierte. Balestrini gründete zwei Kulturzeitschriften. 1979 soll Balestrini verhaftet werden: Man wirft ihm vor, einer "bewaffneten Bande" und "subversiven Vereinigung" anzugehören. Fünf Jahre nach seiner Flucht nach Paris wird er in einem Prozess freigesprochen. "I Furiosi" ist die Hörstückbearbeitung der im Stuttgarter Staatstheater aufgeführten Theaterversion des Romans.

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Erstsendung: 03.11.2017
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
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Treffer 16 von insgesamt 58
Titel: Die Dichte
Autor: Marie NDiaye
produziert in: 2012
produziert von: DKultur
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Stefanie Lazai
Komponist: Denis Cointe
Übersetzer: Claudia Kalscheuer
Inhalt: "Unablässig daran denken"/"Y penser sans cesse" ist ein Langgedicht: der Monolog einer jungen Frau, die, fremd im Land, mit ihrem Kind an der Hand Berlin entdeckt. Sie verknüpft Kindheitserinnerungen mit den aktuellen Bildern, die ihr begegnen. Sie findet die Stolpersteine, eingelassen im Straßenpflaster, mit den Namen und Daten von deportierten und ermordeten jüdischen Familien. "Die Dichte" - von Denis Cointe initiiert - wurde in Bordeaux 2010 als Video-Musik-Text-Performance gezeigt.
Sprecher:Marie NDiaye
Bibiana Beglau
Daten zu Marie NDiaye:geboren: 04.06.1967
Vita: Marie NDiaye, 1967 in Frankreich geboren, Tochter französisch-senegalesischer Eltern, lebt derzeit in Berlin. Sie erhielt zahlreiche Preise, z.B. "Prix Goncourt" (2009). Zu ihren Hörspielen zählen z.B. "Hilda" (SR 2000), "Die Schlangen" (SR 2008).

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Treffer 17 von insgesamt 58
Titel: Die Manon Lescaut von Turdej
Autor: Wsewolod Petrow
produziert in: 2013
produziert von: SWR
Laufzeit: 66 Minuten
Regie: Beate Andres
Bearbeitung: Klaus Schmitz
Übersetzer: Daniel Jurjew
Inhalt: Ein sowjetischer Spitalzug auf dem Weg von einer Front zur anderen. Darin ein Petersburger Intellektueller: Gepeinigt von Herzanfällen und Todesangst, liest er den "Werther" - im Original. Aber in die Lektüre drängt sich die Geschäftigkeit der Militärärzte, Apotheker, Krankenschwestern um ihn herum. Bei einem längeren Aufenthalt trifft er auf ein Mädchen, anders als alle anderen: Vera Muschnikowa, ruhelos und romantisch, grazil, ungestüm und jederzeit zur Liebe bereit. Der Feingeist erliegt ihrem vulgären Zauber, erkennt in ihr seine "sowjetische Manon" und erahnt damit bereits den dunklen Weg, den ihre Liebe nehmen wird. "Die Manon Lescaut von Turdej" ist Petrows einziges belletristisches Werk. Der aus dem Krieg heimgekehrte 34-Jährige verfasste die Novelle zwar 1946 - veröffentlichte sie aber nie. Sie erschien erst 60 Jahre später, im November 2006, in einer Moskauer Zeitschrift, und sorgte für Furore. "Eine Jahrhundertentdeckung." Alexander Cammann, Die Zeit
Sprecher:Fabian Hinrichs (Erzähler)
Yohanna Schwertfeger (Vera Muschnikowa)
Bibiana Beglau (Nina Aleksejewna)
Robert Besta (Aslamasjan)
Hedi Kriegeskotte (Galopowa)
Edgar M. Marcus (Levit)
Birgit Bücker (Hauptmännin und Wirtin)
Jule Brandl (Lariska)
Ingo Biermann (Rosaj)
Anne Leßmeister (Anja)
Max Ruhbaum (Hauptmann)
Michel Brandt (Fahrer und Kavallerist)
Daten zu Wsewolod Petrow:geboren: 1912
gestorben: 1978
Vita: Wsewolod Petrow (1912–1978) wurde in Sankt Petersburg als Spross einer alten Adelsfamilie geboren. Er arbeitete dort als Kunsthistoriker am Russischen Museum, war Offizier im Zweiten Weltkrieg und wurde 1949 als enger Mitarbeiter des Kunsthistorikers Nikolai Punin im Zuge einer stalinistischen Kampagne entlassen. Deshalb verfasste er fortan Standardwerke zur russischen Kunst. Bis zu seinem Tod war er ein Zentralgestirn der Leningrader Intellektuellenszene.
Erstsendung: 15.12.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 18 von insgesamt 58
Titel: Die Quellen sprechen
Die Quellen sprechen
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 5.2015
Autor: Katarina Agathos
Michael Farin
produziert in: 2013
produziert von: BR; Institut für Zeitgeschichte
Laufzeit: 1700 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Ulrich Gerhardt
Inhalt: "Wir stehen als Juden vor der Tatsache, daß eine uns feindliche Macht die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen hat", heißt es im Leitartikel der Jüdischen Rundschau am Tag nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Der erste Teil der Höredition dokumentiert chronologisch die deutsche Judenpolitik bis 1937. Dreißig historische Schriftstücke zeugen davon, wie die deutschen Juden mit allen Mitteln - durch neu geschaffene Verordnungen oder durch rohe Gewalt - drangsaliert, entrechtet und aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Masse der Bevölkerung reagierte darauf passiv. "Des Juden Los ist: nachbarlos zu sein", schrieb 1935 der Berliner Rabbiner Joachim Prinz: "Wir würden das alles nicht so schmerzlich empfinden, hätten wir nicht das Gefühl, dass wir einmal Nachbarn besessen haben."

Diese "fehlende Anteilnahme", so heißt es in der Einleitung des ersten Bandes der Publikation Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, sei "das vielleicht wichtigste Verhaltensmuster der deutschen Gesellschaft gewesen, das den Mord an den europäischen Juden begünstigte". Doch bestand das Ziel der NS-Politik zunächst darin, durch Vertreibung "die restlose Ausschaltung des Juden aus der deutschen Lebensgemeinschaft" zu erreichen.

Fünf jüdische Überlebende des Holocaust sowie zwei Schauspieler geben den historischen Dokumenten ihre Stimme. Sie berichten von den Massenentlassungen jüdischer Beamter, von reichsweiten antijüdischen Boykotts, von Misshandlungen im ersten offiziellen KZ in Dachau, von der Verdrängung der Juden aus dem öffentlichen Dienst, den Schulen, aus der Wirtschaft und von der Entrechtung mittels der Durchsetzung des "Arierparagraphen" und der "Nürnberger Gesetze". Als Goebbels Ende 1937 die "Beseitigung" der Juden aus dem deutschen Kulturleben verkündete, hatten mehr als 125.000 Juden Deutschland verlassen.
Sprecher:Bibiana Beglau
Matthias Brandt
Ursula Beyrodt (Zeitzeugen)
Henry Brandt (Zeitzeugen)
Ernst Grube (Zeitzeugen)
Anita Lasker-Wallfisch (Zeitzeugen)
Max Mannheimer (Zeitzeugen)
Daten zu Katarina Agathos:geboren: 1971
Vita: Katarina Agathos (Hg.), geboren 1971 in München. Seit 1998 Lektorin, Autorin, Moderatorin, seit 2007 Dramaturgin, seit 2010 Chefdramaturgin in der Redaktion Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk. Veröffentlichungen u.a.: Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix, bimediale Edition, (2004). Mitherausgeberin der CD-Reihe intermedium records; des Katalogs Intermedialität und offene Form (2006) und des BR-Radiobuchs Hörspiel. Autorengespräche und Porträts (2009).
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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Treffer 19 von insgesamt 58
Titel: Die Quellen sprechen - Dokumente (1) Deutsches Reich 1933-1937
Die Quellen sprechen (Folge 1)
Autor: N.N.
produziert in: 2013
produziert von: BR; Institut für Zeitgeschichte
Laufzeit: 102 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Ulrich Gerhardt
Bearbeitung: Wolf Gruner
Übersetzer: Katarina Agathos
Michael Farin
Inhalt: Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945.

1. Teil: Deutsches Reich 1933-1937

"Wir stehen als Juden vor der Tatsache, daß eine uns feindliche Macht die Regierungsgewalt in Deutschland übernommen hat", heißt es im Leitartikel der Jüdischen Rundschau am Tag nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler. Der erste Teil der Höredition dokumentiert chronologisch die deutsche Judenpolitik bis 1937. Dreißig historische Schriftstücke zeugen davon, wie die deutschen Juden mit allen Mitteln - durch neu geschaffene Verordnungen oder durch rohe Gewalt - drangsaliert, entrechtet und aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Masse der Bevölkerung reagierte darauf passiv. "Des Juden Los ist: nachbarlos zu sein", schrieb 1935 der Berliner Rabbiner Joachim Prinz: "Wir würden das alles nicht so schmerzlich empfinden, hätten wir nicht das Gefühl, dass wir einmal Nachbarn besessen haben." Diese "fehlende Anteilnahme", so heißt es in der Einleitung des ersten Bandes der Publikation Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, sei "das vielleicht wichtigste Verhaltensmuster der deutschen Gesellschaft gewesen, das den Mord an den europäischen Juden begünstigte". Doch bis 1938 bestand das Ziel der NS-Politik zunächst darin, durch Vertreibung "die restlose Ausschaltung des Juden aus der deutschen Lebensgemeinschaft" zu erreichen. Fünf jüdische Überlebende des Holocaust sowie zwei Schauspieler geben den historischen Dokumenten ihre Stimme. Sie berichten von den Massenentlassungen jüdischer Beamter, von reichsweiten antijüdischen Boykotts, von Misshandlungen im ersten offiziellen KZ in Dachau, von der Verdrängung der Juden aus dem öffentlichen Dienst, den Schulen, aus der Wirtschaft und von der Entrechtung mittels der Durchsetzung des "Arierparagraphen" und der "Nürnberger Gesetze". Als Goebbels Ende 1937 die "Beseitigung" der Juden aus dem deutschen Kulturleben verkündete, hatten mehr als 125.000 Juden Deutschland verlassen.
Sprecher:Bibiana Beglau
Matthias Brandt
Ursula Beyrodt (Zeitzeugin)
Henry Brandt (Zeitzeuge)
Ernst Grube (Zeitzeuge)
Anita Lasker-Wallfisch (Zeitzeugin)
Max Mannheimer (Zeitzeuge)
ergänzender Hinweis: Die Quellen sprechen - Webseite des Bayrischen Rundfunks
Die Quellen sprechen - Offizielle Webseite
Die Quellen sprechen - Diskurs: Übersicht zu allen Beiträgen auf der offiziellen Webseite
Die Quellen sprechen - Zeitzeugen: Übersicht zu allen Beiträgen auf der offiziellen Webseite
Erstsendung: 26.01.2013
Datenquelle(n): dra
Webfund
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: caribou (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 20 von insgesamt 58
Titel: Die Quellen sprechen - Dokumente (2) Deutsches Reich Januar 1938 - August 1939
Die Quellen sprechen (Folge 2)
Autor: N.N.
produziert in: 2013
produziert von: BR; Institut für Zeitgeschichte
Laufzeit: 106 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Ulrich Gerhardt
Bearbeitung: Susanne Heim
Übersetzer: Susanne Heim
Inhalt: Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 - 1945.

2. Teil: Deutsches Reich Januar 1938 - August 1939

In der immer aggressiveren antijüdischen Politik im Deutschen Reich setzt der Novemberpogrom 1938 die entscheidende Zäsur vor dem Beginn der Deportationen. Die sich anschließende enthemmte "Arisierung" und die radikalere Vertreibungspolitik gegen die jüdische Bevölkerung gehen Hand in Hand mit dem NS-Rüstungsplan und der Expansion des Deutschen Reichs. In den 20 Monaten zwischen Januar 1938 und dem 31. August 1939 annektierte Deutschland im März Österreich, im Oktober das Sudetenland. Im März 1939 "übergab" Litauen das Memelland an die NS-Regierung. Eine Woche zuvor war die Wehrmacht in Prag einmarschiert, am 1. September fiel sie in Polen ein. In seiner Reichstagsrede vom 30. Januar 1939 gab Hitler dem "internationalen Finanzjudentum" die Schuld an einem möglichen neuen Weltkrieg und fügte an, dass das Ergebnis "die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa" sein werde. Einen konkreten Plan zum Genozid hatte er aber noch nicht. Doch tauchten in den Zeitungen vermehrt Begriffe auf wie "endgültige Lösung der Judenfrage". Spätestens seit dem Novemberpogrom herrschte für Juden in Deutschland Lebensgefahr. Im Jahr 1938 verfünffachte sich die Zahl der Flüchtlinge: Aus dem Altreich emigrierten etwa 40.000 Juden und an die 60.000 aus Österreich. Allerdings wurden sie nirgendwo mit offenen Armen empfangen. Dokumente des 2. Teils: ein Tagebuchauszug eines jüdischen Wiener Arztes, der den von den Österreichern bejubelten Einmarsch der Deutschen am 11. März 1938 beschreibt und von Hetzjagden auf jüdische Geschäfte berichtet, die "liquidiert" oder "arisiert" werden; Eichmanns Brief an seinen Vorgesetzten Hagen über seine Methoden, die österreichischen Juden zur Auswanderung zu zwingen; ausländische Presseberichte, die internationale Proteste gegen die Massenverhaftungen in Deutschland fordern; Heydrichs Fernschreiben zur Durchführung des Novemberpogroms; Bittbrief eines Vaters an eine Londoner Hilfsorganisation um einen Kindertransportplatz für seine Tochter; ein anonymer Bericht, der das Flüchtlingschaos an den deutschen Grenzen schildert.
Sprecher:Bibiana Beglau
Matthias Brandt
Henny Brenner (Zeitzeuge)
Inge Lammel (Zeitzeugin)
Abba Naor (Zeitzeuge)
Ari Rath (Zeitzeuge)
Uri Siegel (Zeitzeuge)
Erstsendung: 02.02.2013
Datenquelle(n): dra
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
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    11. Januar 2015
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