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Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 12
Kriterien: Sprecher entspricht 'Andreas Keller'- Suche nach Treffer irgendwo im Feld
Titel: Ab nach unten
Autor: Ray French
produziert in: 2010
produziert von: MDR
Laufzeit: 55 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Thomas Wolfertz
Bearbeitung: Claudia Kattanek
Übersetzer: Martin Ruben Becker
Inhalt: Aidan arbeitet seit Jahren bei Sunny Jim Electronics. Jetzt will das Unternehmen seine Produktion nach Asien verlagern und das Werk in Wales schließen. Aidan beschließt, das nicht einfach hinzunehmen. Eine Idee hat er schon: Er wird einen Sarg kaufen, sich in seinem Garten begraben lassen und nicht wieder herauskommen, bis er die Zusage von Sunny Jim hat, dass das hiesige Werk bestehen bleibt.

Als mit den Kumpels im Pub alles x-mal durchgesprochen ist (sie schaffen sich sogar jeder ein Mobiltelefon an - für den Notfall), kommt schließlich der große Tag. Aidan wird in seinem Sarg eingegraben. Natürlich lassen die Medien nicht lange auf sich warten. Und Aidan wird zwei Meter tief in seinem Garten zum Anziehungspunkt für alle möglichen Menschen mit den unterschiedlichsten Sorgen und Problemen. Sogar in den Wahlkampf zieht er - von seinem Sarg aus. Ob allerdings auch diesmal David gegen Goliath gewinnen kann? Einen Sieg jedenfalls trägt Aidan davon, wenn er auch anders aussieht, als er erwartet hat.
Sprecher:Bernhard Schütz (Aidan)
Thomas Neumann (Mr. Roberts)
Kai Maertens (Gwyn)
Steffen Scheumann (Wilf)
Meike Droste (Shauna)
Matthias Matschke (Dylan)
Andreas Keller (Pancho)
Cornelia Lippert (Safina)
Alexander Hauff (Nick)
Karl-Fred Müller (Anrufer)
Cathlen Gawlich (Tina Hughes)
Udo Schenk (Sprecher Sunny Jim)
Peter Wilczynski (Geoff)
Siegfried Voss (Tony)
Stefan Ebeling (Journalist)
Volker Insel (Rob Flemming)
Hans Teuscher (Stephen Prothero)
Holger Stockhaus (Alan Williams)
Uta Laudahn (Wahlhelfer)
Stephan Grossmann (Watkins)
Matthias Brenner (Russel)
Erstsendung: 21.03.2010
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 12
Titel: Alles klar
Autor: Rodney David Wingfield
produziert in: 1991
produziert von: WDR
Laufzeit: 52 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Hein Bruehl
Komponist: Reinhart Firchow
Übersetzer: Marianne de Barde
Inhalt: Großzügig wie er ist, hat der just verstorbene Lord Brundish nicht nur seiner Witwe und seinem extra aus Australien angereisten Neffen ein stattliches Vermögen vermacht - auch seinem Hauspersonal hat er als Belohnung für seine treuen Dienste eine ansehnliche Geldsumme hinterlassen. So steht es zumindest im Testament. Die Sache hat aber einen Haken: Bereits zu seinen Lebzeiten hat der Lord nämlich sein ganzes Vermögen verloren, und zwar an das neureiche Schlitzohr Mr. Grimble. Die Dienstboten, alle ehemalige Strafgefangene, sind aber nicht zimperlich und entschließen sich zu einem Akt ausgleichender Gerechtigkeit... Rodney David Wingfield, im Londoner East End geboren, war ursprünglich in der Verkaufsabteilung einer internationalen Erdöl-Gesellschaft tätig. Arbeitet seit 1970 als freier Schriftsteller. Seine Romane erscheinen in England und Kanada. Zahlreiche Hörspiele sind bisher in Deutschland zur Sendung gekommen. Der WDR brachte von ihm zuletzt den Krimi "Der weiße Lotos", 1990.
Sprecher:Luitgard Im (Lady Brundish)
Volker Roos (Lord Charles)
Otto Bolesch (Higgins)
Horst A. Fechner (Smithers)
Alexander Grill (Percy)
Tana Schanzara (Flossy)
Volker Lippmann (Grimble)
Gerhard Haag (Emmett)
Andreas Keller (Inspektor)
Werner Brehm (Konstabler)
Adolf "Addi" Furler (Reporter)
Eskil Neuroth (Wachmann)
Daten zu Rodney David Wingfield:geboren: 06.06.1928
gestorben: 31.07.2007
Vita: Rodney David Wingfield (1928-2007) schrieb nach 1970 vor allem Hörspiele für britische, kanadische und deutsche Rundfunksender.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 21.12.1991
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 12
Titel: Auf die Fresse
ARD Radiotatort (Folge 122)
Autor: Thilo Reffert
produziert in: 2018
produziert von: MDR
Laufzeit: 53 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Götz Fritsch
Inhalt: Florian, Fan des TSC Porta 1897, liegt im Koma. Er wurde bei einer Schlägerei zwischen Ultras rivalisierender Fußballvereine verletzt. Während die Ärzte um sein Leben kämpfen, beginnen Caroline Griem und Annika de Beer vom LKA Magdeburg die Ermittlungen. Doch sie stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Kommissarin Griem setzt ihre Hoffnung auf Marcel Lüderitz. Marcel hat über ein Dutzend Einträge in der Gewalttäter-Sport-Datei, aber er hat der Polizei auch schon einmal diskret geholfen, einen Täter zu überführen. Oberkommissarin de Beer findet heraus, dass Florians Vater als Szene-kundiger Beamter in Zivil genau gegen die Ultras im Einsatz ist, denen sich sein Sohn angeschlossen hatte. Hilft er jetzt bei den Ermittlungen?
Sprecher:Nele Rosetz (Annika de Beer)
Anne Müller (Caro Griem)
Matti Krause (Marcel Lüderitz)
Dustin Semmelrogge (Stunz)
Robert Gallinowski (Hoffi)
Lena Stolze (Franka Burow)
Andreas Keller (Polizei-Notruf)
Ronald Kukulies (Dirk Görner)
Lukas Mundas (Bischek)
Antonia Schirmeister (Hannah Ingold)
Daten zu Thilo Reffert:geboren: 1970
Vita: Thilo Reffert, geboren 1970 in Magdeburg, arbeitete als Lehrer und an verschiedenen Theatern als Dramaturg und Theaterpädagoge, lebt heute als freischaffender Autor am Stadtrand von Berlin, schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa für Kinder und Erwachsene. Für "Leon und Leonie" wurde er mit einem der MDR-Kinderhörspielpreise 2014 ausgezeichnet.
Hompepage o.ä.: http://www.thilo-reffert.de/
Erstsendung: 16.05.2018
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 12
Titel: Betriebsbedingt gekündigt
Autor: Iain Levison
produziert in: 2007
produziert von: MDR
Laufzeit: 55 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Steffen Moratz
Bearbeitung: Steffen Moratz
Dramaturgie: Judith Ruyters
Übersetzer: Hans Therre
Inhalt: Früher war Jake Skowran ein ganz normaler Mann. In seiner Heimatstadt irgendwo in Wisconsin arbeitete er wie fast alle in einer Fabrik für Landmaschinen. Er hatte eine Freundin, ein Auto, einen Fernseher und einen Kabelanschluss und nach Feierabend traf man sich noch bei "Tullys" auf ein Bier. Doch dann verlegte die Fabrik ihre Produktion ins Ausland, irgendwohin, wo noch ärmere Schlucker, für noch weniger Geld zu schuften bereit sind. Und von einem Tag auf den anderen waren über die Hälfte der Einwohner arbeitslos. Auch Jake verlor seine Arbeit, seine Freundin, das Auto, den Fernseher... Vor allem aber verlor er das Gefühl, jemand zu sein, dazuzugehören und etwas Sinnvolles zu tun. Einzig die Footballwetten bringen ein wenig soziales Leben in das gammelige Tagein-Tagaus. Dafür allerdings häufen sich auch seine Wettschulden bei Ken Gardocki, der nicht nur das dubiose Wettbüro leitet, sondern auch sonst in der Stadt die Fäden in der Hand hält. Während sein Freund Tommy inzwischen für ein paar Dollar in der Tankstelle jobbt, bekommt Jake aus heiterem Himmel ein Angebot von Gardocki. Es ist ein lukratives Angebot: 5000 Dollar für einen Tag Arbeit. Jake greift zu, wirft seine moralischen Bedenken über Bord, wie die kaltschnäuzigen Investoren es vor ihm taten. Mit diesem Auftrag wäre er seine Spielschulden los, hätte noch ein nettes Finanzpolster dazu, und, last not least, er hätte endlich wieder was zu tun. Denn es bleibt nicht bei dem einen Auftrag. Jake erweist sich als zuverlässig und nervenstark. Erst als wieder eine Frau sein Leben streift, wird ihm klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Oder?
Sprecher:Jörg Schüttauf (Jake Skowran)
Torben Kessler (Mike Murty)
Hans-Jürgen Hürrig (Ken Gardocki)
Götz Schweighöfer (Tommy)
Mirco Kreibich (Jughead)
Udo Schenk (Brecht)
Bernhard Schütz (Jeff Zorda)
Rainer Heise (Karl)
Ellen Hellwig (Grace)
Andreas Keller (Roger)
Sigrun Fischer (Sheila)
Peter W. Bachmann (Detektive Martz)
Polizist / Kellner: Klaus-Dieter Bange (1)
Polizist: Johannes Gabriel (2)
Carmen Birk (Schwester / Kellnerin)
Henning Peker (Tankstellenkunde)
Petra Ehlert (Tankstellenkundin)
Daniela Hoffmann (Corinne Gardocki)
Daten zu Iain Levison:geboren: 1963
Vita: Iain Levison, 1963 in Schottland geboren und in den USA aufgewachsen. Arbeitslosigkeit und quälende Jobsuche hat er selber durchgemacht. Ein wiederkehrendes Thema in seinen Romanen ist die Ausbeutung der Arbeitnehmer. Sein Roman „Betriebsbedingt gekündigt“ (2005) war ein großer Erfolg in den USA und in Europa. Zuletzt erschien „Hoffnung ist Gift“ (2012). Sein Roman „Tiburn“ wurde 2010 vom MDR als Hörspiel produziert.
Erstsendung: 23.09.2007
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 12
vorige/nächste Ausstrahlung:02.07.2018 um 22:00 bei MDR Kultur  Phonostart Radio Cloud*
Titel: FOXp2 - Das Tier spricht
Autor: Frank Naumann
produziert in: 2011
produziert von: MDR
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Sven Stricker
Inhalt: Die Geschäfte laufen nicht so gut in der kleinen Werbeagentur Brainwash. Da kommt der Auftrag einer mittelständischen Bank gerade recht, die nach der Krise ihr Image aufpolieren möchte. Ihre einzige Vorgabe lautet "irgendwas mit Tieren". Aber Tiere als Werbeträger, ist das nicht ein alter Hut? Wie gut, dass die Agentur den Gentechniker Alex kennt! Kann der vielleicht der verstaubten Tierreklame einen zeitgemäßen Touch verleihen? Was der Jungforscher jedoch aus seinem "gen"-ialen Hut zaubert, überrascht nicht nur Bank und Agentur. Für seine Katzen, Kühe und Nachtigallen interessieren sich bald Medien und Öffentlichkeit. Die kleine Agentur steht kurz davor, den gesamten Werbemarkt umzukrempeln ...
Sprecher:Andreas Fröhlich (Otso)
Jona Mues (Philipp)
Friederike Kempter (Neila)
Markus Meyer (Alex)
Jens Harzer (Steven)
Karl Kargut (Lukas)
Daniela Kahls (Reporterin)
Carl Heinz Choynski (Tierpfleger)
Axel Thielmann (Bauer)
Henning Peker (Erster Polizist)
Andreas Keller (Zweiter Polizist)
Danne Hoffmann (Moderatorin)
Walter Niklaus (Bischof)
Nicoline Schubert (Tierschützerin)
Stefan Kaminski (Tierstimmen)
Daten zu Frank Naumann:geboren: 29.05.1956
Vita: Frank Naumann, geboren 1956 in Leipzig, studierte Philosophie und lehrte bis 1998 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seitdem dort freischaffender Autor. Veröffentlichte mehrere Sachbücher über Kommunikation, außerdem Hörspiele, u.a. „Basel, wir kommen“ (RBB 07), „Absturz der Gladiatoren“ (WDR 09), „Dederisch für alle“ (MDR 09) und „FOXp2 – Das Tier spricht“ (MDR 11).
Hompepage o.ä.: http://www.dr-frank-naumann.de/
Erstsendung: 08.05.2011
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 12
Titel: Gespräch mit meiner Mutter
Autor: André Herzberg
produziert in: 2011
produziert von: MDR; DLR
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Götz Fritsch
Komponist: André Herzberg
Inhalt: Was bleibt dem Sohn nach dem Tod seiner Mutter? Erinnerungen - und der sehnliche Wunsch nach einem Gespräch, für das es aber zu spät ist. A. H. alias André Herzberg, der als Pankow-Frontmann und Solosänger bekannt wurde, aber auch als Autor hervorgetreten ist, versucht es dennoch: Er erforscht die ungewöhnliche Biografie seiner Mutter, die aus einer Berliner jüdischen Familie stammte.

Was bleibt dem Sohn, nachdem er seine Mutter begraben hat, außer Ratlosigkeit? Erinnerungen natürlich: An Kindheit und Jugend, an Fürsorglichkeit und Bevormundung.

An die Zeit des Alters, der Krankheit, die letzten Tage. Und es gibt die vielen Hinterlassen-schaften: Kaderakten, Zeugnisse, Fotos, Briefe ... all das sind Anhaltspunkte für die Spurensuche, auf die sich A.H. alias André Herzberg nun begibt, um die Biografie seiner Mutter zu erforschen:

"Das Unfassbare, das ihr Schicksal war"

Er sucht nach den Wurzeln der jüdischen Berliner Familie, aus der seine Mutter stammt.

Er versucht, sich vorzustellen, wie sie als 17-Jährige vor den Nazis nach England emigriert und dann Briefe ihrer ins Vernichtungslager abtransportierten Mutter bekommt.

Schon im Ausland beginnt sie, für die Kommunistische Partei zu arbeiten. Die Motive der Tochter "aus kleinbürgerlichen Verhältnissen" klingen durch in einem Lebenslauf, den sie 1954 verfasst. Darin heißt es lapidar:

"Nach 4-jährigem Volksschulbesuch kam ich ins damalige 'Sophienlyzeum'. Diese Schule musste ich 1933 verlassen, da mir aufgrund meiner jüdischen Abstammung das Stipendium entzogen wurde. Von 1933 bis 1937 ging ich zur jüdischen Mittelschule, die ich mit dem Zeugnis der mittleren Reife verließ. Ich wäre gerne weiter zur Schule gegangen, aber meine Eltern waren auf meinen Verdienst angewiesen. Ich musste eine Arbeit als Kontoristin aufnehmen."

Aus dem Lebenslauf, geschrieben 1954

Dann - nach der Rückkehr in den Osten Deutschlands - schlägt sie eine Laufbahn als Staatsanwältin ein, mit drei Kindern und, wie man noch nicht sagte: alleinerziehend.

Dann - viele Jahre später und schon im Rentenalter - arbeitet sie beim Weltfriedensrat in Helsinki im Auftrag ihres Landes. Nach der politischen Wende von 1989 folgt dann der Bruch mit der PDS.

A.H. folgt den Spuren, all das liegt geordnet vor ihm, seine Mutter hat die Jahre der Rente genutzt, alles sauber hinterlassen: "das Unfassbare, das ihr Schicksal war".

A.H. durchleuchtet seine eigenen Erinnerungen, stößt dabei auf alte, nie ausgetragene Konflikte.

Was bleibt: Das dringende Bedürfnis nach einem Gespräch - einem Gespräch über all das, was ein Leben lang in der Luft lag und nie ausgesprochen wurde. Nach einem Gespräch, für das es zu spät ist, und das man trotzdem nachzuholen versucht.

"Zuletzt war ich mit ihr in einer Ausstellung über Juden in der DDR, es war wie immer, ihr entschiedenes Nein, so war das gar nicht, wenn ihr was nicht passt, war laut vor den Anschauungstafeln zu hören. Wie später auch im Krankenhaus, sie beherrscht mich ..."
Sprecher:André Herzberg (André Herzberg)
Corinna Harfouch (Mutter)
Deborah Kaufmann (Großmutter)
Peter Ambros (Schwiegervater)
Frank Sieckel (Staatsanwaltschaft)
Andreas Keller (Firma Landsberger)
Oliver Urbanski (Sohn)
Wolf-Dietrich Rammler (Hilfsstaatsanwalt)
Jörg Pose (Stimme Bürokratie)
Kathleen Morgeneyer (Doris Wetterhahn)
Daten zu André Herzberg:geboren: 1955
Vita: André Herzberg, geboren in Berlin 1955, ist vor allem als Musiker und Sänger bekannt. Als Frontmann von "Pankow" gehörte er zu den Protagonisten der Ostrock-Szene. Neben seiner 1991 einsetzenden Solo-Karriere ist er auch als Autor hervorgetreten: mit dem Erzählungsband "Geschichten aus dem Bett" (2000) und dem autobiografischen Roman "Mosaik" (2004). 2007 produzierte der DLF sein Hörspiel "Die wundersame Geschichte eines Ostrockers, erzählt von ihm selbst".
Erstsendung: 13.11.2011
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 12
vorige/nächste Ausstrahlung:07.07.2018 um 20:05 bei DLF  Phonostart Radio Cloud*
Titel: Karl Marx statt Chemnitz
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 4.2018
Autor: Thilo Reffert
produziert in: 2018
produziert von: MDR
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Gegenwartskritik
Regie: Stefan Kanis
Inhalt: Ludwigshafen, Kristiansand und Karlovy Vary sind es, die Mozartkugel und die Schillerlocke sind es auch. Auch Washington, D.C. und sogar die Kantstraße in Limbach-Oberfrohna sind nach historischen Persönlichkeiten benannt, nach Herrschern, Künstlern und Denkern. Wobei der Bezug zwischen Namensträger und Namensgeber durchaus lose sein kann - so lose wie 1953, als die Regierenden der DDR beschlossen, Chemnitz den Namen eines Philosophen aus Trier zu verpassen, dessen Wirkstätten Köln, Paris und London gewesen waren. Die Arbeiterklasse hatte sich geehrt zu fühlen; die Chemnitzer waren empört. Satte zwei Drittel von ihnen votierten in einer Bürgerbefragung 1990 für die Rückbenennung in Chemnitz. Karl- Marx-Stadt war Geschichte, zum Vergessen freigegeben wie Marx und seine Ideen. Doch mit dem neuen Jahrtausend erfuhr der Radikalökonom eine Renaissance, die zu seinem 200. Geburtstag 2018 auf einen weltweiten Höhepunkt zusteuert. Soll man die damit verbundenen Werbe- und Synergieeffekte wirklich verpuffen lassen? Ist es vernünftig, von Marx’ Namen nicht zu profitieren? In Zeiten, da Aufmerksamkeit die neue Währung ist, härter als Dollar und Bitcoin. Sollen die politischen Aufgeregtheiten der Wende- und Nachwendezeit wirklich noch heute, im 21. Jahrhundert, den wirtschaftlichen Aufschwung einer Stadt sabotieren, die im Aufmerksamkeitsdefizit zwischen Leipzig und Dresden darbt? Kann man ruhigen Gewissens zusehen, wie chinesisches Kapital nach Trier strömt, womöglich noch nach Маркс und Энгельс an den Ufern der Wolga! Es ist, nüchtern und ökonomisch betrachtet, Zeit für neue Wege in Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung. Auf dass es am Zusammenfluss von Zwönitz und Würschnitz bald heißt: Jawohl, dieser Philosoph hat unsere Welt nicht nur interpretiert, er hat sie verändert.
Sprecher:Ulrike Krumbiegel (Rita)
Jörg Schüttauf (Hauke)
Thorsten Merten (Demba)
Carina Wiese (Marion)
Tilla Kratochwil (Karen)
Kirsten Block (Anja)
Hilmar Eichhorn (Norman)
Michael Pempelforth (Beat)
Andreas Keller (Fußballfan)
Brian Völkner (Aktivist 1)
Henning Peker (Aktivist 2)
Barbara Trommer (Bürgermeisterin)
Sergej Glamosda
Detlef Rentsch
Ellen Schweda (Übersetzerin)
Thilo Reffert
Daten zu Thilo Reffert:geboren: 1970
Vita: Thilo Reffert, geboren 1970 in Magdeburg, arbeitete als Lehrer und an verschiedenen Theatern als Dramaturg und Theaterpädagoge, lebt heute als freischaffender Autor am Stadtrand von Berlin, schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Prosa für Kinder und Erwachsene. Für "Leon und Leonie" wurde er mit einem der MDR-Kinderhörspielpreise 2014 ausgezeichnet.
Hompepage o.ä.: http://www.thilo-reffert.de/
Erstsendung: 30.04.2018
Audiopool-Angebot: (*)ARD Mediathek
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 12
Titel: Keine weiteren Vorkommnisse
Autor: Günter Kunert
produziert in: 2008
produziert von: MDR
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Steffen Moratz
Komponist: Leo Parleur
Dramaturgie: Thomas Fritz
Inhalt: Frau Weber hat natürlich die Feuerwehr alarmiert, als sie draußen in der Gärtnerei den alten Dornbusch in Flammen stehen sah. Doch als die Beamten anrücken, scheintdas Feuer bereits von selber erloschen zu sein. Ja, von einem Brand gibt es weit und breit keine Spur. Und der Dornbusch - ist völlig unversehrt. Dass ihr Mann dann auch noch behauptet, eine Stimme habe zu ihm gesprochen, lässt Frau Weber um den Verstand ihres Gatten wie um das Renommee der ohnehin angeschlagenen Firma fürchten; ganz abgesehen von den Kosten des Einsatzes. Doch weit gefehlt! Statt dass man sie in ihrer Kleinstadt links liegen lässt, begegnet man den Webers mit ehrerbietigem Interesse. Nicht nur von seiten des Pfarrers und der Kirchenfunkredaktion im Landesfunkhaus, in diesen Zeiten geistiger Heimatlosigkeit und schleichenden Werteverfalls. Frau Kunz von zwei Straßen weiter möchte dem eigenbrötlerischen Rosenzüchter sogar die Hand küssen, und die bayrische Devotionalienhandlung "Pax in terra" bittet um die Lizenz für einen T-Shirt-Slogan. Sogar das dritte Fernsehprogramm lädt zu Talkshow und christlich-islamischem Dialog ins Studio, mit anschließend kleinem Empfang. Herr Weber blüht auf, seine Rosen sind gar nichts dagegen. Bis eines Tages zwei Wissenschaftler mit Messgeräten in den Garten gelassen werden möchten, und im Radio mit dem "grassierenden Wunderglauben" abgerechnet wird. Und der Dornbusch draußen im Garten doch noch in Flammen steht.
Sprecher:Walter Renneisen (Arnold Weber, Gärtnereibesitzer)
Jutta Hoffmann (Selma Weber, seine Frau)
Thomas Nicolai (Feuerwehrmänner)
Heidi Ecks (Frau Siebenzug, eine Kundin)
Michael Tregor (Pfarrer)
Martin Olbertz (Redakteur)
Margit Bendokat (Frau Kunz, eine alte Frau)
Wolfgang Grosse (Herr Danski, Briefträger)
Frauke Poolman (Moderatorin)
Wolfgang Sörgel (Prälat Kortin)
Friedrich-Wilhelm Junge (Pfarrer Almütz)
Samuel Fintzi (Ali Meschir)
Wolf-Dietrich Rammler (Professor Droysen)
Karl-Fred Müller (Techniker)
Viola Sauer (Radiosprecherin)
Hannelore Schubert (Frau 1)
Danne Hoffmann (Frau 2)
Andreas Keller (Mann 1)
Günter Schoßböck (Mann 2)
Daten zu Günter Kunert:geboren: 06.03.1929
Vita: Günter Kunert wurde 1929 in Berlin geboren. Johannes R. Becher hat ihn gefördert, von Brecht hat er gelernt; Kleist, Lenau, Heine, Montaigne waren seine Vorbilder. Günter Kunert gehört zu den bedeutendsten und vielseitigsten deutschsprachigen Autoren. Er schreibt essayistische und erzählende Prosa, vor allem Gedichte sowie Hörspiele, Fernsehspiele und Filmdrehbücher. 1979 verließ Kunert die DDR und lebt heute als freier Schriftsteller in der Nähe von Itzenhoe.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 10.10.2008
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 12
Titel: Lutherland
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 5.2017
Autor: Lorenz Hoffmann
produziert in: 2017
produziert von: MDR
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Stefan Kanis
Komponist: Michael Hinze
Inhalt: Eine 10-teilige Kurzhörspielreihe.

"Incarneted Message Concept" heißt das Zauberwort, mit dem die Agentur Merschwitz & Friends der Evangelischen Kirche Deutschlands die erhoffte Medien-Präsenz sichern will. Im Jubeljahr 2017 soll die Luther-Beauftragte der EKD bei ihren zahlreichen öffentlichen Auftritten den wuchtigen Reformator nicht bloß zitieren, sondern sich de facto an seiner Seite zeigen: "Das Wort wird Fleisch!" Winfried Schaller, noch vor kurzem ein populärer Volksschauspieler, soll ihn verkörpern - da passt nicht nur Maske und Habitus, da fehlt es auch nicht an Querköpfigkeit, nicht einmal an Cholerik. Der allerdings hat sich sein Comeback keinesfalls als Talkshow-Maskottchen von Margot Käßmann vorgestellt.
Je mehr er freilich die Luther-Schriften durchforstet, desto mehr kann er dem kirchen- und gesellschaftskritischen Donnerer abgewinnen. Bald macht es ihm Spaß, als Geist von Luthers Gnaden in die Gegenwart zu fahren und sie - wie seine Auftrittskonzepte - gehörig durcheinander zu wirbeln. Als Blogger DER LUTHER schart er Follower um sich, die "Kirchenland in Bauernhand"-Aktivisten finden in ihm einen prominenten Fürsprecher. Und bald fürchtet die EKD nichts so sehr, wie seinen Auftritt beim Festgottesdienst auf den Wittenberger Elbwiesen - völlig zu Recht, wie sich zeigt.

INHALTSBESCHREIBUNGEN

Folge 1: Frau Käßmann hat ein gutes Gefühl
Peter von Merschwitz, Chef der PR-Agentur der EKD, überzeugt Margot Kässmann von einer (jedenfalls im kirchlichen Rahmen) nie dagewesenen, nicht ganz risikofreien, aber in jedem Fall höchst medienwirksamen PR-Strategie für das Reformationsjubiläum. Ein Schauspieler soll angeheuert werden, der über mehrere Wochen hinweg in einer Art Langzeitperformance den Reformator mimt, bei Veranstaltungen auftritt, Interviews gibt etc. Gegen anfänglichen Widerstand seitens der konservativen Räte, setzt Kässmann das Konzept bei der EKD durch. Als Luther engagiert werden soll der bekannte, aber derzeit wenig erfolgreiche Schauspieler Winfried Schaller.

Folge 2: Der Anfang des Lutherischen Lärmens
Oberkirchenrat Dr. Curtius, Mitglied des Rates der EKD und Winfried Schallers Schwiegervater, drängt Schaller beim großfamiliären Mittagessen, das Engagement als Luther anzunehmen. Es könne ihm das Comeback bringen und ihn die Achtung der beruflich viel erfolgreicheren Almuth Curtius-Schaller zurückgewinnen lassen.
Schaller wird das Ausmaß seiner Lebenskrise bewusst: Karriere in der Sackgasse, Ehe zerrüttet. Statt mit der Geliebten Katharina zusammenzuleben, bleibt er bei seiner Frau, weil er sich von ihr und den Schwiegereltern finanziell und gesellschaftlich abhängig wähnt. In dieser Situation Curtius' gnädiges Angebot anzunehmen, scheint ihm entwürdigend. Er lehnt ab. . Wenige Tage später tritt er bei "Lanz" erstmals als Luther auf.

Folge 3: Das Gewitter
Schaller und seine Geliebte sehen gemeinsam einen Fernsehbericht über Schallers vielbeachteten ersten Auftritt als Luther. Katharina lobt sein Spiel. Sie erzählt ihm, dass er Vater wird. Schaller ist verstört, trennt sich von ihr, verlangt die Abtreibung.
Bei einer Apfelbaum-Pflanzaktion in Eisleben fällt er zum ersten Mal aus der Rolle.
Statt einen unerschütterlichen Optimisten im Sinne des Apfelbaumzitates gibt er einen von Selbstzweifeln und Pessimismus geplagten Luther, läuft schließlich von der Veranstaltung davon und setzt sich aufgewühlt ins Auto. Er kommt in ein Gewitter, fährt nach einem nahen Blitzeinschlag gegen einen Baum.

Folge 4: Mit jedem Kind, das dir begegnet
Almuth rechnet ihrem beim Unfall weitgehend unversehrt gebliebenen Mann vor, wie teuer sie der Totalschaden des Autos zu stehen kommt, fragt in verächtlichem Ton, ob das ein Selbstmordversuch gewesen sei. Merschwitz hält den Unfall für eine PR-taugliche Inszenierung, äußert sich anerkennend, warnt Schaller aber, es nicht zu übertreiben. Curtius überbringt die Nachricht von der EKD, Schaller dürfe als Luther weitermachen, habe sich aber künftig strikt ans Protokoll zu halten. Übergibt ihm das Manuskript für seinen nächsten Auftritt, die Einweihung eines evangelischen Kinderkrankenhauses. Ein Lutherwort über Kinder bringt Schaller zum Weinen. Reumütig fährt er zu Katharina.

Folge 5: Was ist Luther?
Bei einem Auftritt in der Devotionalienabteilung des Lutherhauses wettert Schaller gegen Lutherkult und Luther-Reliquien. Wertvolle Nippes gehen zu Bruch.
Kässmann telefoniert aufgeregt mit Merschwitz. Die Skeptiker in der EKD säßen ihr im Nacken, forderten, Schallers Vertrag zu kündigen. Merschwitz warnt, das würde zum Skandal führen. Lieber solle man Schaller durch Curtius wieder auf Kurs bringen lassen. Nach Gespräch mit Curtius lässt ein gutgelaunter Schaller gegenüber dessen Haushälterin durchblicken, er lasse sich von Curtius' Erpressung (fünfstellige Schadenssumme im Lutherhaus) nicht beeindrucken. Im Gegenteil, die Sache beginne Spaß zu machen.

Folge 6: Pfui dich an Luther!
Schaller und Käßmann bei Anne Will zum Thema „Wieviel Reform braucht die Kirche“. Käßmann redet von der Wichtigkeit der Kirche als Orientierung spendende Institution. Schaller greift sie hart an, spricht von inhaltsleerer Wellnesskirche, die sich längst von evangelischen Grundsätzen verabschiedet habe. Daraufhin Krisensitzung bei Merschwitz. Käßmann und Curtius wollen Schaller (der inzwischen sogar einen kirchenkritischen „Luther-Blog“ begonnen hat) endgültig aus dem Verkehr ziehen. Merschwitz hält das für gefährlich. Er rät, sich nicht von Schaller zu distanzieren, sondern ihn zu vereinnahmen, seinen Blog mit der EKD Seite zu verlinken, seine Skandalauftritte zum Programm zu erklären.
In der gemeinsamen Wohnung äußert sich Almuth Curtius-Schaller anerkennend über Schallers neue Entschlossenheit. Er bedankt sich und packt seine Koffer.

Folge 7: Kirchenland in Bauernhand
Die Initiative „Kirchenland in Bauernhand“ wendet sich an Schaller. Durch ungerechte Pachtlandvergabe seitens der kirchlichen Verwaltungsämter, die lieber an Agrarkonzerne als an kleine Höfe verpachten, haben in jüngster Vergangenheit mehrere kleine Landwirte die Existenzgrundlage verloren. Der inzwischen als DER LUTHER sehr populäre Schaller sagt seine Unterstützung zu. Er setzt sich bei Curtius für die Initiative ein. Der lässt ihn abblitzen, es kommt zum heftigen Streit über kirchliche Bigotterie und Verflechtung von Kirche und Wirtschaft. (In einem Video tritt dann DER LUTHER als Fürsprecher der Bauern auf und klagt die Kirche an, gegen die propagierten Werte Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu verstoßen.)

Folge 8: Bauern, Bonzen, Brandsätze
Die Bauern der Initiative „Kirchenland in Bauernhand“ besetzen das kirchliche Verwaltungsamt Erfurt. Aufgeregte Stimmung. Im Tumult spricht der Initiativen-Vorsitzende Pfannschmidt wütend auf Schallers Mailbox: „Wo sind Sie, Schaller? Sie hatten uns versprochen, dabei zu sein!“ Wenige Stunden später melden die Nachrichten die Beendigung der Aktion und die Verhaftung der Anführer. Schaller distanziert sich in einer Pressekonferenz von der Aktion der Bauern, wird von Merschwitz dafür gelobt.

Folge 9: Eure Entrüstung ist falsche Gerechtigkeit
Curtius ist entsetzt. Jetzt hat Schaller den Bogen überspannt. Er ist bei Pegida aufgetreten. Triumphierend präsentiert Curtius Käßmann und Merschwitz eine Aufzeichnung der Rede. Sie können verfolgen, wie sich Schaller zunächst in meisterhafter populistischer Rhetorik bei den Pegidisten anbiedert, bevor er einen Kehrtschwenk macht, Pegida-Positionen als feige und bequem entlarvt und selbst dafür wieder Applaus erhält. Käßmann und Merschwitz sind gleichermaßen beeindruckt wie alarmiert. Käßmann ist sicher, Schaller würde einen öffentlichen Auftritt auf dem Kirchentag in eine Blamage für die EKD verwandeln. Curtius und Käßmann machen Merschwitz persönlich dafür verantwortlich, Schallers Auftritt um jeden Preis zu verhindern. Einige Zeit später wird Schaller auf offener Straße in ein Auto gezerrt und entführt...

Folge 10: Von Angesicht zu Angesicht
Abschlussgottesdienst des Kirchentages. Käßmann ist nervös, aber Merschwitz glaubt sicher, dass der reibungslose Ablauf der Veranstaltung gewährleistet ist und DER LUTHER nicht auftauchen wird. Doch ausgerechnet die Bauern der Aktion "Kirchenland in Bauernhand" befreien Schaller aus seinem Kellerversteck und schmuggeln ihn unter mehreren hundert Besuchern im Luthergewand auf das Gelände. Als er die Bühne betritt, wird er von Begeisterungsrufen empfangen. Spielwütig und in Bestform gibt er (natürlich in Zitaten) einen Luther, der abwechselnd als zorniger Rebell und reaktionärer Institutionenwahrer, als intoleranter Eiferer und mäßigender Politiker, als pessimistischer Apokalyptiker und optimistischer Weltverbesserer auftritt...
Sprecher:Stephan Grossmann (Winfried Schaller)
Hedi Kriegeskotte (Margot Käßmann)
Bernhard Schütz (von Merschwitz)
Walter Renneisen (Dr. Curtius)
Charlotte Müller (Katharina Rabo)
Carina Wiese (Almuth Schaller)
Christian Melchert (Krüger)
Klaus-Dieter Bange (Gerstenberg)
Volker Insel (Reporter)
Nicoline Schubert (Besucherin Wartburg)
Martin Reik (Besucher Wartburg)
Lena Maria Textor (Kind)
Ellen Hellwig (Frau Curtius)
Andreas Keller (Rossberg)
Henning Peker (Pfannschmidt)
Martin Reik (Schulte)
Katrin Hart (Museumsführerin)
Barbara Trommer (Wirtin)
Thomas Bille (Markus Lanz)
Nicoline Schubert (Journalistin)
Ellen Schweda (Moderatorin Hessen-Talk)
Corinna Waldbauer (Anne Will)
Sunae Park (Koreanerin)
Seungho Shin (Koreaner)
ergänzender Hinweis: Die 10 Folgen wurden vom 15.05. bis 26.05.2017 täglich von Montag - Freitag gesendet.
Laufzeit je Folge: 5 Min.
Erstsendung: 15.05.2017
Audiopool-Angebot: (*)MDR
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 12
Titel: Paradies
Autor: A. L. Kennedy
produziert in: 2008
produziert von: MDR; NDR
Laufzeit: 73 Minuten
Regie: Irene Schuck
Bearbeitung: Irene Schuck
Übersetzer: Ingo Herzke
Inhalt: Hannah Luckraft ist Schottin, sechsunddreißig, kinderlos und - wie sie es sieht - eine kühne und begnadete Alkoholikerin. Als sie den Zahnarzt Robert Gardener kennenlernt, verheiratet, eine Tochter, und ebenfalls Trinker, experimentieren sie zwar mit Abstinenzphasen, doch ohne die Weihen der Spirituosen verliert das Leben jeden Glanz. Um dem Krankenhaus zu entgehen - sie ist gefallen und hat sich das Gesicht aufgeschlagen -, sucht Hannah Unterschlupf in der Familie ihres Bruders, der Arzt ist. Er bringt sie zur Entziehung in die Clear Spring Clinic im Westen Kanadas. Nach acht Tagen scheinbar gutwilligen Patientendaseins, gelingt es ihr, sich Geld zu beschaffen und zu fliehen; sie kehrt auf dem Umweg über Budapest nach London zurück. Die Gegenwartshandlung setzt ein, als sie im Frühstücksraum eines schäbigen Hotels versucht, die Orientierung zurückzugewinnen: Das Benehmen eines der Gäste lässt darauf schließen, dass sie letzte Nacht mit ihm geschlafen hat. Anhaltspunkte dafür, wer der Mensch sein könnte, mit dessen Kreditkarte sie bezahlt, hat sie allerdings keine. Und trotzdem: immerhin trinkt sie den Whiskey aus dem Zahnputzbecher und nicht aus der Flasche. - In ihrer Lieblingsbar begegnet sie Robert wieder, der ihr vorwirft, plötzlich verschwunden zu sein, und die Beziehung beenden und zu seiner Familie zurückkehren will. Mehrere verzweifelte Anläufe, Robert zurückzugewinnen, schlagen fehl, bis sie zu der Überzeugung gelangt, Robert sei zum Entzug in ihrer alten Klinik in Kanada. Sie verhökert ihren spärlichen Besitz und macht sich auf die Reise zu ihm. Im Panorama-Wagen des Trans-Canada-Express auf dem Weg von Montreal nach Westen findet sie endgültig nicht mehr in die Wirklichkeit zurück, bis sie in der Clear Spring Clinic wieder zu Bewusstsein kommt. Sie ist wieder da, oder immer noch.

Immer ist sie sich wie im Paradies vorgekommen, wenn sie durch eine pittoreske Landschaft fuhr, die Haut ihres Geliebten spürte oder den Whiskey auf ihrer Zunge. Doch nie war dieser Zustand von Dauer, kaum zusammengesetzt voller Phantasie und Intelligenz, zerspringt das Bild wieder in tausend Splitter. Das Paradies und die Hölle, Glück und Verzweiflung liegen zu dicht beieinander.
Sprecher:Inga Busch (Hannah)
Matthias Brandt (Robert)
Christian Koerner (Simon, Hannahs Bruder)
Sven Plate (Fusselkopf und Gregory)
Elke Domhardt (die Mutter)
Thomas Just (Vater und Quäkerbart)
Andreas Keller (Pfleger, Christ 1 und Christ 2)
Henning Peker (Tom und Leichenwäscher 2)
Conny Wolter (Ehefrau)
Gerald Schaale (Schaffner)
Hans Diehl (Barkeeper, im Zug)
Martin Olbertz (Bobby, Stammgast)
Helmut Stange (Zugenthusiast, Zugreisender)
Ursula Karusseit (Seekuh, Zugreisende)
Danne Hoffmann (Mrs. Anderson und Puppenfrau)
Elisabeth Treichel (Kind)
Martin Seifert (Pastor)
Oliver Schwesig (Sprecher)
Daten zu A. L. Kennedy:vollständiger Name: Alison Louise Kennedy
geboren: 22.10.1965
Vita: A. L. Kennedy, geboren 1965 in Dundee/Schottland, unterrichtet an verschiedenen Universitäten Creative Writing und lebt als Autorin, Filmemacherin und Stand-up-Comedian in Glasgow. Kennedy wurde u.a. mit dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet, erhielt fünfmal den Scottish Arts Council Book Award und wurde vom Magazin "Granta" zweimal zu den "zwanzig besten jungen britischen Schriftstellern" gewählt. Für den SWR schrieb sie bisher die Originalhörspiele "Blood Empire" und "Love, Love, Love – wie die Beatles". "Born a Fox", ihr erstes Originalhörspiel, entstand ursprünglich für die BBC, ebenso wie "That I Should Rise - Und sollt' ich geh'n", das SWR2 2013 produzierte.
Hompepage o.ä.: http://www.a-l-kennedy.co.uk/
Erstsendung: 04.11.2008
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 12
Titel: Transsilvanien
Autor: Andreas Jungwirth
produziert in: 2012
produziert von: MDR
Laufzeit: 52 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Steffen Moratz
Dramaturgie: Steffen Moratz
Inhalt: Veronika arbeitet seit 10 Jahren bei Kurban & Söhne. Jetzt steht sie auf der Liste derer, die entlassen werden sollen. Das einstige Familienunternehmen ist zum Spielball globaler Finanzjongleure geworden. Damit für die Investoren ein Weiterverkauf lukrativ wird, soll Personal abgebaut werden. Mit zynischen Angeboten werden Mitarbeiten zur freiwilligen Kündigung gedrängt.

Dr. Kurban, Geschäftsführer des Unternehmens, fühlt sich zum Vollstrecker degradiert und versucht, seine eigene Haut zu retten. Veronika, deren Beziehung zu Markus seit längerem auf wackligem Fundament steht, wird mit der drohenden Entlassung auch privat einen Schlussstrich ziehen. Eine Rumänin im Stadtpark sagt ihr die Zukunft voraus - vor ihr läge jetzt ein weiter Weg. Die anderen Mitarbeiter von Kurban&Söhne durchschauen indes die Machenschaften und räumen das Feld nicht kampflos. Sie nehmen Dr. Kurban in Geiselhaft, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Dann taucht plötzlich Veronika wieder auf und die Situation eskaliert. Ihr letzter Ausweg ist die Flucht - in ein "Gebiet jenseits der Wälder".
Sprecher:Joachim Król (Kurban, Unternehmer)
Anna Blomeier (Maria Hahn, Personalchefin)
Inga Busch (Veronika Jacoby)
Irm Hermann (Kurbans Mutter)
Sterica Rein (Robina)
Bärbel Röhl (Hellen Meier)
Günther Harder (Richard Koller)
Andreas Keller (Konrad Wagner)
Danne Hoffmann (Frau Schmidt, Sekretärin)
Hendrik Duryn (Marcus Jacoby)
Daten zu Andreas Jungwirth:geboren: 1967
Vita: Andreas Jungwirth, geboren 1967 in Linz, lebt als Theater- und Hörspielautor in Berlin. Deutschlandradio Kultur produzierte 2008 "Outside Inn" und 2009 (mit dem Österreichischen Rundfunk) "Volksgarten".
Erstsendung: 07.10.2012
Audiopool-Angebot: (*)MDR
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 12
Titel: Weihnachten im Leuchtturm auf den Hummerklippen
Autor: James Krüss
produziert in: 2008
produziert von: MDR
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Kinderhörspiel
Regie: Hans Helge Ott
Bearbeitung: Caren Pfeil
Komponist: Serge Weber
Inhalt: Bevor der Leuchtturm auf den Hummerklippen eines Tages automatisch betrieben wird und niemand hier mehr wohnen muss, wollen Katja und Boy dort unbedingt noch einmal Weihnachten feiern. Zusammen mit Katjas Großvater, dem Leuchtturmwärter Hauke Sievers sitzen sie warm und trocken im runden Weihnachtszimmer, während draußen ein Wintersturm die Wellen der Nordsee hochschlagen lässt. Was könnte da schöner sein, als sich die Zeit mit Geschichten zu vertreiben.

Boy, der von Beruf Dichter ist, erzählt von einem ganz besonderen Weihnachtsfest auf der kleinen Insel Lobos. Hauke hat eine ganze Kiste voll Geschichten von Seemännern, die einst im Leuchtturm Zuflucht suchten und zieht eine über die beiden ungleichen Brüder "Lieberso und Bleibdabei" heraus. Leuchtturmmaus Philine sorgt dafür, dass ihre Artgenossen nicht vergessen werden. Auch Katjas Künste im Gedicht-Aufsagen sind nicht zu verachten, und so erzählt und reimt sich die kleine Gesellschaft bis ins neue Jahr.
Sprecher:Jens Wawrczeck (Händler aus Isfahan)
Uwe Friedrichsen (Boy, der Dichter)
Wolfgang Völz (Hauke Sievers, der Leuchtturmwärter)
Maria Happel (Philine, die Mausdame)
Andreas Keller (Vater Moosmann)
Sven Lehmann (Antonio)
Helmut Krauss (Dschemal, ein Kaufmann)
Ellen Hellwig (Tante Agnes)
Carmen Birk (Julchen-Maus)
Matthias Matschke (Vater Alex)
Raschid D. Sidgi (Bote)
Heike Ronniger (Fabrikantenfrau)
Corinna Waldbauer (Kathinka-Maus)
Sven Plate (Krokodil Bleibdabei)
Jörg Malchow (Mario, ein italienischer Fischer)
Günter Grabbert (Mario)
Marlies Reusche (Mutter)
Rosemarie Deibel (Theresia, die Kräuterfrau)
Meike Droste (Kolibri Lieberso)
Katharina Kohl (Kind 1)
Paul Schulze (Andreas)
Maria Elalhabi (Maribel)
Friedrich Kohl (Juan Antonio)
Carl Heinrich (Jörgpeter)
Lukas Sickert (Kind 2)
Emma Telemann (Sabine)
Lucie Telemann (Anette)
Paula Dinnebier (Katja)
Charlotte Suckow (Mieze)
Daten zu James Krüss:geboren: 31.05.1926
gestorben: 02.08.1997
Vita: James Krüss wurde am 31. Mai 1926 auf der Nordseeinsel Helgoland geboren und wuchs dort auf. Er absolvierte auf dem Festland eine Lehrerausbildung, war aber nie in diesemBeruf tätig. 1949 zog er in die Nähe von München, schrieb Beiträge für den Rundfunk und Zeitschriften und bereitete die Veröffentlichung seiner ersten Werke vor. 1953 erschien sein erstes Bilderbuch "Hanselmann reist um die Welt", 1956 der erste Erzählband "Der Leuchtturm auf den Hummerklippen", der schon auf die Auswahlliste für den Deutschen Jugendbuchpreis kam. Als James Krüss mit seinem Buch "Mein Urgroßvater und ich" dann 1960 den Preis gewann, bedeutete dies gewissermaßen den Durchbruch. 1962 erschien "Timm Thaler" - die Geschichte vom Jungen der sein Lachen verkauft - sehr erfolgreich fürs ZDF verfilmt (mit Horst Frank, Thomas Ohrner u.a.). "3 x 3 an einem Tag" erschien 1963 und erhielt 1964 den Deutschen Jugendbuchpreis als bestes Bilderbuch. 1965 entstand "James Tierleben", wunderschöne Gedichte, die auch durch die gleichnamige Fernsehsendung mit Suzanne Doucet, Hans Clarin und James Krüss viele große und kleine Liebhaber fanden. Seit 1966 lebte James Krüss auf Gran Canaria. Er unternahm ausgedehnte Reisen und kam zu Lesungen, Messen, Preisverleihungen und ähnlichen Veranstaltungen oft nach Deutschland. 1976 feierte Krüss seinen 50. Geburtstag auf der Insel Helgoland. Es gab auch eine Geburtstagsfeier in der DDR, in kleinerem Rahmen im Köpenicker Schloss. (Die meisten Krüss-Bücher erschienen von Anfang an auch in der DDR, manche sogar dort zuerst.) Am 2. August 1997 starb er in seinem Haus in dem kleinen Dorf La Calzada.
Hompepage o.ä.: http://www.jameskruess.de/
Erstsendung: 25.12.2008
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Abfragedauer: 0,4890 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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