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Hörspieldatenbank

Willkommen zur umfangreichsten deutschsprachigen Hörspieldatenbank

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Vorige/nächste Ausstrahlung:05.06.2019 um 20:05 bei NDR Kultur  Phonostart Radio Cloud*
Titel: @WONDERWORLD - The Story of Alice and Bob
Autor: Christian Wittmann
zeitblom
produziert in: 1962
produziert von: SWF; ORF
Laufzeit: 88 Minuten
Regie: Christian Wittmann
zeitblom
Komponist: Peter Zwetkoff
Inhalt: Fake-Tweets. Demokratie-Drift. Plastic Planet. Kapitalozän. Humanoide als Leiharbeiter. Self Care und Terrorattacken. Künstliche Intelligenz und Klima-Desaster. Die Zukunft ist schon da. Sie ist bloß noch nicht gleichmäßig verteilt.

Auf einer Tour de Force durch WONDERWORLD, unser Zeitalter zwischen analoger und digitaler Wirklichkeit, spannen wittmann/zeitblom einen Bogen von den Minima Moralia zur radikal geistesgegenwärtigen Maschinenphilosophie Martin Burckhardts, von Marinettis Dynamismus zum Echtzeitdasein digitaler Nomaden, von Richard Sennetts Handwerk zum Phänomen der Co-Working-Community, von poetischer Introspektion zu Kenneth Goldsmiths Sprachmanagement im digitalen Zeitalter, von Gemma Rays elegischem Pop Noir zum metastatischen Wuchern elekronischer Soundblocks

Die Geräuschkulisse dieser disparaten Welt bildet die Basis für @WONDERWORLD.
Sprecher:Eberhard Müller-Elmau (Faust)
Hannes Messemer (Mephistopheles)
Claudia Clemens (Gretgen)
Hans Korte (Geist)
Ludwig Thiesen (Wagner)
Heinz Schubert (Student)
Axel Corti (Frosch)
Angelika Hurwicz (Marthe)
Anneliese Benz (Liesgen)
Konrad Georg (böser Geist)
Kurt Lieck (Sprecher)
MusikerGemma Ray (Gesang) Musik: Achim Farber zeitblom
Daten zu Christian Wittmann:geboren: 1967
Vita: Christian Wittmann, geboren 1967, lebt als Schauspieler und Regisseur in Berlin.
Daten zu Zeitblom:vollständiger Name: Georg Zeitblom
geboren: 07.05.1962
Vita: Georg Zeitblom ist Musiker, Komponist, Sounddesigner und Gründer der Band Sovetskoe Foto. 2002 erhielt er den intermedium-Preis für "91v.2.0 - a sophisticated soirée". Zu seinen Veröffentlichungen zählen "bioplex in delay - environments1" (2001) und Kompositionen für Hörspiele, u.a. "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (BR/Deutschlandfunk 2003, mit Kalle Laar).
Hompepage o.ä.: http://www.zeitblom.de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 03.03.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 77
Titel: @wonderworld – The Story of Alice and Bob
Autor: Christian Wittmann
Georg Zeitblom
produziert in: 2010
produziert von: RB; NDR
Laufzeit: 43 Minuten
Regie: Christian Wittmann
Georg Zeitblom
Komponist: Jan Christoph
Inhalt: Live vom Kölner Kongress 2018

Fake-Tweets. Demokratie-Drift. Plastic Planet. Kapitalozän. Humanoide als Leiharbeiter. 
Self Care und Terrorattacken. Künstliche Intelligenz und Klima-Desaster. Die Zukunft ist schon da. Sie ist bloß noch nicht gleichmäßig verteilt. 
Sprecher:Wilfried Dziallas (Erzähler)
Rolf Petersen (Schreiber)
Nils Owe Krack (Arminius)
Peter Kaempfe (Varus, Agricola, Bauherr, Heinz Bunt)
Heino Stichweh (Segestes, Meister)
Tanja Rübcke (Thusnelda, Miss Menningpersenning)
MusikerAchim Färber zeitblom
Daten zu Christian Wittmann:geboren: 1967
Vita: Christian Wittmann, geboren 1967, lebt als Schauspieler und Regisseur in Berlin.
Erstsendung: 21.04.2018
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 77
Titel: 365 Zeitwörter
Autor: Heide Paris
produziert in: 2006
produziert von: WDR
Laufzeit: 76 Minuten
Regie: zeitblom
Komponist: Haarmann
Inhalt: 365 Zeitwörter, gesprochen, als Wortkollage. Komposition: zeitblom
Sprecher:Patrycia Ziolkowska (Journalistin)
Fabian Busch (Journalist)
Sissy Höfferer (Kuratorin)
Walter Renneisen (Passagier 1)
Josef Tratnik (Passagier 2)
Christian Tasche (Volpe)
Mark Oliver Bögel (Assessore)
Oliver Nitsche (Bürgermeister)
Lutz Herkenrath (Pfarrer)
Silke Linderhaus (Stewardess)
Daten zu Heide Paris:Hompepage o.ä.: http://www.heidi-paris.de/home/
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 77
Titel: a sophisticated soirée
Autor: 91v.2.0
produziert in: 2008
produziert von: Autorenproduktion
Genre: Klangkunst
Regie: 9IV.2.0
Inhalt: Die Atmosphäre ist angenehm. Der Raum ähnelt dem einer Lounge mit einer Bar, Sitzgelegenheiten und einer Tanzfläche. Getränke und Snacks stehen bereit, das Licht ist gedämpft. Die Gäste bzw. Teilnehmer sind die eigentlichen Akteure der soirée. Sie können tanzen, sich unterhalten, der Musik lauschen oder die projizierten Visuals betrachten, fast wie in einem ganz normalen Club - aber eben nur fast: Jeder Teilnehmer der sophisticated soirée wird beim Eintritt mit Einwegklebeelektroden ausgestattet, die die Pulsfrequenz registrieren und drahtlos an eine Empfängerstation übermitteln. Auf diese Weise entsteht eine elektroakustische Beziehung unter allen Herzen im Raum. Nur das farbige Aufleuchten der Sendeeinheit signalisiert den eigenen Pulsschlag, die Übereinstimmung mit der Pulsfrequenz eines anderen Teilnehmers oder absoluten Gleichklang mit einem anderen Herzen im Raum. Per Computer werden aus den Herzschlägen Steuersignale für Sound, Videoprojektionen und Text erzeugt. Elektronische Instrumente wandeln diese Signale in Musik um, Musiker mit herkömmlichen akustischen Instrumenten improvisieren über eine aus den Steuersignalen hergestellte Partitur. Ebenso entwickeln und verändern sich Lichtverhältnisse, Computergraphiken und Texte entsprechend der gesendeten Rhythmen - auf die die Teilnehmer wiederum reagieren. Ein biologisch gesteuerter Kreislauf von Pulsschlag, Sounds und Visuals entsteht. Aufgabe der Crew von 91v.2.0 ist es nun, die Daten der Situation ständig zu beobachten, die soziale Dynamik der Gruppe zu erforschen und sie zu beeinflussen.
Sprecher:Mando
Erstsendung: 24.03.2002
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 77
Titel: Amokkopf
Autor: Michael Farin
produziert in: 1976
produziert von: ORF
Laufzeit: 44 Minuten
Regie: Bernhard Jugel
Inhalt: "'Amok' kommt von malaiisch amoku und bedeutet 'rasend, wütend' - der Amoklauf gilt als eine aus dem Nichts heraus entstehende Gewalt, bei der der Täter urplötzlich mit wahllosem Töten beginnt und meist im Feuerhagel der Polizei oder durch Selbstmord endet. Es hätten jedermanns Gründe und Motive sein können: Geldnot, Konflikte am Arbeitsplatz, Liebeskummer. Das Hörspiel 'Amokkopf' erzählt von solchen Situationen, von Menschen, in denen sich Hass aufgestaut hat und die ihn in Monologen herauspressen, Menschen, die 'kurz davor' sind. Aber auch Colin Ferguson kommt zu Wort: Er, ein Schwarzer, ist 1993 während einer U-Bahn-Fahrt Amok gelaufen. Er steht nun vor Gericht und verteidigt sich selbst. Als Angeklagter und Verteidiger stehen seine Opfer im Kreuzfeuer ihm gegenüber, müssen seine Fragen beantworten. War es nicht doch ein anderer? Dazwischen: Erinnerungen an Amokläufe aus der Sicht der Opfer, aus der Sicht der Augenzeugen, aus der Sicht der Familienangehörigen, Freunde und Bekannten - sowie Erklärungsversuche von Sachverständigen. 'Amokkopf' - bis dass die Sinne schwinden." (Michael Farin)
Sprecher:Kurt Heintel
Ruth Hellberg
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 02.05.2001
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 77
Vorige/nächste Ausstrahlung:16.01.2019 um 20:05 bei NDR Kultur
24.01.2019 um 22:03 bei SWR 2  Phonostart Radio Cloud*
Titel: AUDIO.SPACE.MACHINE
Autor: wittmann
zeitblom
produziert in: 1975
produziert von: SFB
Laufzeit: 102 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: wittmann
zeitblom
Dramaturgie: Sabine Küchler
Inhalt: Ein Bauhaus-Konzeptalbum

100 Jahre Bauhaus. Der ehemaliger Direktor Walter Gropius braucht eine Festrede. Er trifft Moholy-Nagy, Mies van der Rohe und andere Weimarer Kollegen auf der Suche nach Inspiration. Doch die Realisierung der Moderne hat nicht nur die Bauhaus-Ideen verändert. Selbst seine Künstlerfreunde scheinen nicht mehr aus Fleisch und Blut, sondern in der Maschinerie aufgegangen zu sein. In 18 Tracks beleuchten die Autoren 100 Jahre Maschine-Mensch-Beziehung, das idealistisch-utopische Denken der Bewegung, ihre Mythen und Manien. Dafür schaffen sie ein mechanistisch-digitales Klanguniversum, assoziative Soundlabore und kombinieren Texte von Oskar Schlemmer, Wassily Kandinsky und weiteren Bauhaus-Künstlern der 1920er-Jahre mit Zitaten u.a. von John Cage, Bazon Brock und dem KI-Experten Martin Rees.
Sprecher:Hans Dieter Zeidler (Michael Kohlhaas)
Hans Lietzau (Erzähler)
Carla-Maria Hagen (Kohlhaas' Frau Lisbeth)
Carl Raddatz (Graf Wrede)
Lothar Blumhagen (Kurfürst von Sachsen)
Claus Eberth (Roßknecht Sternbald)
Klaus Herm (Junger von Tronka)
Franz Nicklisch (Henkel)
Fritz Tillmann (Prinz von Meissen)
Heinz Giese (Kunz von Tronka)
Klaus Nägelen (Hinz von Tronka)
Wilhelm Borchert (Martin Luther)
Rolf Schulz (Landvogt von Gorgas)
MusikerMaria Goja (Gesang) Gemma Ray (Gesang) Christian Wittmann (Gesang) Achim Färber (Schlagzeug) Falk Breitkreuz (Bassklarinette) zeitblom (Keybord)
Daten zu Zeitblom:vollständiger Name: Georg Zeitblom
geboren: 07.05.1962
Vita: Georg Zeitblom ist Musiker, Komponist, Sounddesigner und Gründer der Band Sovetskoe Foto. 2002 erhielt er den intermedium-Preis für "91v.2.0 - a sophisticated soirée". Zu seinen Veröffentlichungen zählen "bioplex in delay - environments1" (2001) und Kompositionen für Hörspiele, u.a. "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (BR/Deutschlandfunk 2003, mit Kalle Laar).
Hompepage o.ä.: http://www.zeitblom.de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 12.01.2019
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 77
Titel: BeatTheater 2011
Autor: Christian Wittmann
zeitblom
produziert in: 1987
produziert von: SRF
Laufzeit: 10 Minuten
Regie: zeitblom
Inhalt: »Die Sprache unserer Zeit ist die Summe aller von den gegenwärtigen Informationsträgern übermittelten Zeichen.« (Ferdinand Kriwet). Analog zu Kriwets Vorlage kennzeichnet jeder Formteil eine Station, Situation, oder ein Stadium der Entwicklung des Menschen von seiner Geburt bis zum Eintritt in die Erwachsenenwelt. Beeinflusst von den Fragestellungen der 60er-Jahre macht sich "BeatTheater 2011" auf die Suche nach aktuellen Leitbildern, nach Rebellion, Utopie und den Zeichen der Zeit von heute. Gibt es ein Beat-Gefühl des 21. Jahrhunderts oder bleibt uns nur das Reenactment?
Daten zu Christian Wittmann:geboren: 1967
Vita: Christian Wittmann, geboren 1967, lebt als Schauspieler und Regisseur in Berlin.
Daten zu Zeitblom:vollständiger Name: Georg Zeitblom
geboren: 07.05.1962
Vita: Georg Zeitblom ist Musiker, Komponist, Sounddesigner und Gründer der Band Sovetskoe Foto. 2002 erhielt er den intermedium-Preis für "91v.2.0 - a sophisticated soirée". Zu seinen Veröffentlichungen zählen "bioplex in delay - environments1" (2001) und Kompositionen für Hörspiele, u.a. "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (BR/Deutschlandfunk 2003, mit Kalle Laar).
Hompepage o.ä.: http://www.zeitblom.de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 20.03.2011
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 77
Titel: Berlin(Frau)O-Ton
Autor: Michael Farin
produziert in: 1964
produziert von: NDR
Genre: Originalton
Regie: Michael Farin
Inhalt: Im Herbst 2010 wurden in Berlin mittels Inseraten in Printmedien und mit Aushängen 19 junge Frauen für dieses Hörspielprojekt gesucht und gefunden. Auskünfte zu Familienstand oder Beruf wurden nicht verlangt. Einzige Vorgabe war, sie sollten nicht älter sein als 23 Jahre. Die ausgelosten Teilnehmerinnen bekamen vorab keine weiteren Informationen darüber, in welcher Form sie konkret an dem Hörspiel mitwirken sollten. Es meldeten sich Frauen aus nahezu allen Schichten und gesellschaftlichen Zusammenhängen: Frauen verschiedener Herkunft, Frauen mit unterschiedlichen Berufen, Frauen aus allen Stadtteilen. Jede von ihnen aber brachte ihre Geschichte mit. Die Teilnehmerinnen wurden für ein 20-minütiges Gespräch in ein Tonstudio gebeten. Ein festes Thema wurde nicht vorgegeben, der Gesprächsverlauf hauptsächlich von ihnen selbst bestimmt. Die so entstandenen Aufzeichnungen erzählen von privaten Dramen, von beruflichen Situationen, von Gott und der Welt. Von jeder Aufzeichnung wurde ein etwa 3 Minuten langer Originalton ausgewählt und mit Musik verwoben. Entstehen sollte ein Zeitbild, ein Abbild der Lebensrealität junger Frauen von heute.
Sprecher:Maria Körber (Sie)
Wolfgang Wahl (Er)
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 20.05.2011
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 77
Titel: Berlin(Frau)Sinfonie
Autor: Michael Farin
produziert in: 1964
produziert von: NDR
Genre: Klangkunst
Regie: Michael Farin
Inhalt: Zum Lied geworden verändert sich die Welt: Ob Zuckerfest oder der Tod des Vaters, ob quälende Einsamkeit in einer fremden unendlich großen Stadt oder glückliches Zusammensein mit Freunden, ob Disco-Nächte oder zerbrochene Familie: als Song ist alles anders. Schlimmste Erlebnisse lassen sich bannen, werden gehalten im Kontinuum der Musik. Fröhliches wird aufgefangen, Lähmendes in Bewegung gesetzt. Der Blues gibt Tiefe und Kraft. Der Rhythmus lässt nichts unberührt. Die Welt erscheint beschwingt. Im Herbst 2010 wurden in Berlin mittels Inseraten 19 junge Frauen für dieses Hörspielprojekt gesucht und gefunden. Auskünfte zu Familienstand oder Beruf wurden nicht verlangt. Einzige Vorgabe war, sie sollten nicht älter sein als 23 Jahre. Es meldeten sich Frauen aus nahezu allen Schichten und gesellschaftlichen Zusammenhängen: Frauen verschiedener Herkunft, Frauen mit unterschiedlichen Berufen, Frauen aus allen Stadtteilen. Die Teilnehmerinnen wurden für ein 20- minütiges Gespräch ins Tonstudio gebeten. Ein festes Thema wurde nicht vorgegeben, der Gesprächsverlauf hauptsächlich von ihnen selbst bestimmt. Die so entstandenen Aufzeichnungen erzählen von privaten Dramen, von beruflichen Situationen, von Gott und der Welt. Von allen Aufzeichnungen wurde jeweils ein etwa 3 Minuten langer Originalton ausgewählt. Die Aussagen werden in Songstrukturen gebracht und von Popsänger(inne)n interpretiert.
Sprecher:Maria Körber (Sie)
Wolfgang Wahl (Er)
MusikerGesang: Nadeshda Brennicke Gesang: Andrea Wilcke Gesang: Joachim Witt Musiker: Steve Heather Musiker: Martin Siewert Musiker: Michael Weilacher
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 27.05.2011
Datenquelle(n): dra
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 77
Titel: Buy one get one free - Die Geschichte von Tookie und Arnie
Autor: Michael Farin
Joachim Gaertner
produziert in: 2000
produziert von: DKultur; Studio elektro-automatisch 2000 (Auftragsproduktion)
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Michael Farin
Komponist: No Underground
Inhalt: Am 13. Dezember 2005, 25 Jahre nach seiner Verurteilung, wurde Stanley Tookie Williams in Kalifornien hingerichtet. Als Mitbegründer der CRIPS, einer der brutalsten Straßengangs der USA, war er wegen vierfachen Mordes verurteilt worden. Ein Urteil aufgrund von Zeugenaussagen, die später widerrufen wurden, und unter Ausschluss aller schwarzen Geschworenen. Obwohl Tookie Williams im Gefängnis zum engagierten Fürsprecher von Versöhnung und Gewaltlosigkeit geworden war, lehnte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger eine Umwandlung der Todes- in eine lebenslängliche Haftstrafe ab. "Buy one get one free" erzählt die Geschichte von Tookie und seiner Gang. Es erzählt vom Teufelskreis von Rassismus, Armut, Drogen, Gewalt. Gegengeschnitten und verwoben mit einer Erfolgsgeschichte des amerikanischen Traums: Arnold Alois Schwarzenegger. Vom Bodybuilder zum Gouverneur, von Mister Universum zu Arnold Strong, von Conan der Barbar zu, laut TIME, einer der 100 einflussreichsten Personen der Welt. "Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Arnold Schwarzenegger früher eines der Idole von Tookie war", so ein ehemaliges Gangmitglied. Arnies und Tookies Lebensläufe sind zwei Varianten desselben Traums. Und an einem Punkt kreuzen sich die Leben des Gouverneurs und des Insassen der Todeszelle: Keine Gnade für Tookie Williams.
Sprecher:Tim Grobe (Kurt Schwab)
Monika Dortschy (Hilde, seine Mutter)
Elisabeth Blonzen (Melanie Lobe, seine Freundin)
Bernd Stempel (Andreas Stig, sein Biograph)
Christian Ulmen (Christian Ulmen, sein Engel)
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Daten zu Joachim Gaertner:Vita: Joachim Gaertner lebt als Fernseh- und Hörfunkautor in München. Er hat bereits einen Film über das Schulmassaker an der Columbine High School gedreht. Für den WDR machte er (mit Michael Farin) zuletzt das Hörspiel "Buy one get one free" über den ehemaligen Gangleader Stanley Tookie Williams.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 77
Titel: Cookie Mueller
Autor: Michael Farin
produziert in: 2000
produziert von: NOS Hilversum; Studio Post Billig; HR
Laufzeit: 126 Minuten
Regie: Michael Farin
Inhalt: "Cookie Mueller war, mehr als alles andere, eine Göttin. Mann, wie ich sie vermisse." So Kultregisseur John Waters, in dessen bizarren Filmen Cookie Mueller zum Star wurde. Aber nicht nur als Schauspielerin (und Göttin), auch als Schriftstellerin, Freigeist, Mode-Ikone, Gogo-Tänzerin, Freundin und Modell der Photographin Nan Goldin verkörperte Cookie Mueller die amerikanische Underground-Kultur der 1970er- und 1980er-Jahre - bevor AIDS, der konservative Rollback und die Vermarktung der Subkulturen zuschlugen. 1989, mit nur 40 Jahren, starb Cookie Mueller in New York. "Zum Glück", schrieb sie kurz vor ihrem Tod, "bin ich nicht die erste, die euch sagt, dass sie niemals sterben wird. Du verlierst einfach nur deinen Körper. Du bist noch dieselbe, nur dass du dir keine Sorgen wegen der Miete oder den Hypotheken mehr machen musst, oder wegen modischer Kleider. Du bist befreit von sexuellen Obsessionen. Du bist nicht mehr drogenabhängig. Du brauchst keinen Alkohol. Du musst dir keine Sorgen über Cellulitis oder Zigaretten oder Krebs oder AIDS oder Geschlechtskrankheiten machen. Du bist frei."
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 77
Titel: Das Fieber
Autor: Wallace Shawn
produziert in: 1993
produziert von: ORF-V
Laufzeit: 30 Minuten
Genre: Monolog
Regie: Ulrike Brinkmann
Übersetzer: Dorothea Renckhoff
Inhalt: Der Monolog eines "Sohnes aus gutem Hause", der auf seiner Urlaubsreise in einem verdreckten Hotelzimmer in Mittelamerika nächtigen muss und von dem Elend, das ihn umgibt, überwältigt wird. Im Nachdenken über das Leid, über Hunger, Unrecht, Gewalt und Folter "kotzt" er sich die Seele aus dem Leib. Er will eine Abrechnung mit der besseren Gesellschaft, aus der er selbst kommt. Doch er kann weder den eigenen Reichtum rechtfertigen, noch seine Wohlstandssozialisation hinter sich lassen. Symbiotisch ist er mit denen verbunden, die er eigentlich verachtet.
Sprecher:Siegfried Meisner
Ingold Wildenauer
Karin Mommsen
Elisabeth Fryling
Felix Rippe
Daten zu Wallace Shawn:Vita: Wallace Shawn, geboren 1943 in New York, ist Autor, Schauspieler und Regisseur in New York. Bekannt wurde er als Autor zahlreicher Theaterstücke; der Monolog "Das Fieber" (1990) wurde in der Bundesrepublik vielfach aufgeführt. "Zum Trauern bestellt" wurde 1996 in London und Hamburg uraufgeführt und 1997 von David Hare verfilmt.
Erstsendung: 24.11.2002
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 77
Titel: Das schweigende Mädchen
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2015
produziert von: BR
Laufzeit: 48 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Inhalt: Im Anfang war das Wort. Zumindest im Anfang der christlichen Heilsgeschichte wie sie vom Evangelisten Johannes überliefert ist. Das Gegenteil davon, nämlich das Schweigen, steht bei Elfriede Jelinek im Anfang einer pervertierten Heilsgeschichte. Was nicht heißt, dass die Autorin nicht doch beim Wort, bei der Sprache und vielfach Geschriebenem ankommen würde. Seit dem 6. Mai 2013 läuft in München der sogenannte NSU-Prozess, einer der wichtigsten Gerichtsprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte. Dabei geht es um zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde und zwei Sprengstoffanschläge, die der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ zugeschrieben werden. Mehr als zwölf Jahre konnte die Gruppe demnach diese Verbrechen relativ unbehelligt von zuständigen Ermittlern und Behörden ausführen. Vor dem Oberlandesgericht in München steht die mutmaßlich letzte Überlebende dieser Gruppe, Beate Zschäpe, und schweigt. Diejenige, die demzufolge detailliert über die Verbrechen der Gruppe sprechen könnte, verweigert sich, bleibt stumm. Gegen dieses Schweigen setzt Jelinek das Sprechen. Stimmen der Anklage, der Befragung und Abwägung genauso wie Stimmen der Verdrängung, der Beschönigung und Überhöhung. Auf der Grundlage von Prozessprotokollen, Ermittlungsakten, Medienberichten, mythologischen und religiösen Motiven entfaltet Jelinek ein Jüngstes Gericht, in dem sich Perspektiven überlagern, die Geschichte der Zwickauer Zelle zur Erzählung über zwei tote Erlöser und die sie gebärende schweigende Jungfrau und zur Antithese der biblischen Heilsgeschichte wird. Ein Tribunal gegen das Schweigen, das Nicht-Wissen, das Wegschauen, das sich zugleich selbst entlarvt als verstrickt in dieses Nicht-Wissen und Wegschauen. Zu Wort kommen ein vielstimmiges Volk, verkündende Engel, unwissende Propheten, ein fragender Richter, der Menschensohn, die Jungfrau Maria und Gott höchst selbst. Dazwischen auch die Stimme der Autorin, die anklagt, spricht und schreibt, aber „die Wahrheit schon gar nicht“. Allesamt treten sie vor, um eine Geschichte zu befragen, in der sich Nicht-Wissen und Wissen-Wollen unheilvoll verschränken und deren Wurzeln weit ins Unbewusste der deutschen Seele hineinreichen.

„Wenn ihr dran bleibt an meinem Wort, dann müsst ihr womöglich noch meine Jünger werden, nein, das seid ihr noch nie, diese Gefahr besteht nicht, eine andre Gefahr besteht, dass ihr nämlich die Wahrheit erkennen werdet und die Wahrheit euch freimachen wird, wie die Jungfrau die Briefe mit Marken freigemacht hat. So frei! Freier geht’s nicht. Aber von mir könnt ihr sowas nicht erwarten. Ich schreibe keine Briefe mehr und die Wahrheit schon gar nicht.“ (Elfriede Jelinek)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 11.09.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 14 von insgesamt 77
Titel: Das Warheads Oratorium
Autor: Romuald Karmakar
Michael Farin
produziert in: 2010
produziert von: BR
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Romuald Karmakar
Komponist: zeitblom
Inhalt: Krieg als Beruf, Krieg als Droge: 1989/1992 drehte Romuald Karmakar "Warheads". Hauptfiguren dieses Dokumentarfilms sind der Legionär Günter Aschenbrenner und der britische Söldner Karl. Aschenbrenner tritt 1958 in die Französische Fremdenlegion ein. Er wird Fallschirmjäger und erreicht im Lauf seiner zwanzigjährigen Dienstzeit den höchsten Unteroffiziersgrad. Den Einsätzen im Algerienkrieg folgen Operationen im Tschad, in Djibouti, in der Republik Zentralafrika, in Kolwezi sowie Überseeaufenthalte auf dem Muroroa-Atoll und in Französisch Guayana. 1979 nimmt er einen neuen Auftrag bei einer deutschen Firma in Afrika an. Karl stammt aus Liverpool und ist seit 15 Jahren Söldner. Er war in Westafrika, Surinam und im Sudan. Im Dezember 1991 ist er an einem neuen Einsatzort: Gospic, Kroatien. "Das Warheads-Oratorium" wird von innen und außen erzählt: Günther Aschenbrenner und Karl Penta erzählen selbst. Der Schauspieler Manfred Zapatka schafft Distanz, indem er Teile der Erzählung übernimmt, die auf abgeschriebenen Interviews der beiden beruhen. Die elektronisch verfremdeten Original-Töne und harten Techno-Rhythmen von Kalle Laar und G. Ess Zeitblom kommentieren die Erzählungen nicht, sondern verstärken, ergänzen und konterkarieren sie.
Sprecher:Oliver Nägele
Rene Dumont
Stefan Wilkening
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 28.11.1997
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 77
Titel: Deadwood
Autor: Pete Dexter
produziert in: 2001
produziert von: HR
Laufzeit: 53 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Komponist: Gregor Schwellenbach
Übersetzer: Jürgen Bürger
Kathrin Bielfeldt
Inhalt: Ein alternder Revolverheld, ein rachedurstiger Hurentreiber und ein skrupelloser Kopfgeldjäger: In Deadwood treffen drei Männer aufeinander, von denen keiner die Stadt unversehrt verlassen wird.

1876: Während Häuptling Sitting Bull mit seinen Männern die Armee von General Custer schlägt, gründen einige Goldgräber mitten im Dakota-Indianerterritorium das Städtchen Deadwood. Hierher kommen 1876 auch James Butler Hickok, besser bekannt als der legendäre Revolverheld "Wild Bill", und sein Freund Charley Utter. Eigentlich möchte Wild Bill seine alten Tage nur in Ruhe im Saloon verbringen, doch leider ist Deadwood kein Ort, an dem man Ruhe findet. Hier herrscht das Gesetz des Stärkeren. Und so trachtet bald schon mehr als ein Mann nach Wild Bills Leben - denn er ist einer der wenigen, die in dieser Stadt noch Recht von Unrecht unterscheiden können. Die wichtigsten Figuren und die Schauplätze des Hörspiels sind ebenso authentisch wie die Ereignisse. Pete Dexter räumt in seiner genau recherchierten Geschichte sehr unterhaltsam mit vielen Klischees des Wilden Westens auf.
Sprecher:Anke Sevenich
Hartmut Schories
Reinhard Mahlberg
Bettina Lohmeyer
Gerd Zinck
Markus Graf
Otto Schnelling
Heidemarie Rohweder
Daten zu Pete Dexter:geboren: 1943
Vita: Pete Dexter, geboren 1943 in Pontiac, Michigan, lebt als Romancier und Drehbuchautor auf Whidbey Island. Für seinen Roman "Paris Trout" erhielt er 1988 den National Book Award.
Erstsendung: 03.10.2013
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
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Treffer 16 von insgesamt 77
Titel: Demonen - Nicht-letale Strategien
Autor: Olaf Arndt
Michael Farin
produziert in: 2007
produziert von: DKultur
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Michael Farin
Inhalt: Polizei, Militär und Sondereinsatzgruppen sind nicht mehr das, was sie Ende der 60er Jahre noch waren. Gefragt sind heute neue Sicherheitskonzepte bis hin zum kampffähigen Nanopartikel. Ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung neuer Waffen und Technologien ist der Einsatz von wirksamen untödlichen Wirkstoffen. Als nicht tödlich gilt eine Waffe, wenn weniger als ein Viertel der Opfer stirbt.



Ein Beispiel dafür ist die patentierte, weltweit erfolgreiche Polizei-Elektroschockwaffe, genannt TASER. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Zur Beherrschung aufständischer Massen im öffentlichen Raum, bei Massen-Geiselnahmen, zur Bekämpfung revoltierender Gefängnisinsassen. "Wie die weißen Blutkörperchen im Immunsystem des Körpers reagieren, wenn eine Bedrohung vorliegt, so müssen auch wir auf Gefahren reagieren. Wir müssen die Infektion zerstören, ohne den Körper des Wirtes zu töten! Es schmerzt uns alle zu sehr, wenn wir den Verbraucher zerstören, seine Fähigkeit zum Konsum, seine Infrastruktur und seine Wirtschaft. Die Zerstörung des Konsumenten ist der tödliche Virus, der eine Person infiziert. In dieser Lage sind untödliche Waffen ein viel versprechendes Angebot zu unserer Rettung." (Evelyn Meister, Autorin, Unternehmerin).



Mit einer bizarren Mischung aus archaischen Techniken und Hightech bereitet man sich weltweit auf die Herausforderungen der Zukunft vor: Fangnetze, Laserkanonen, Plasmastrahlen, klebriger Schaum, bestialischer Gestank, Nanopartikel, Gedankenkontrolle und künstlich herbeigeführter Schlaf sind nur ein paar Beispiele dafür, mit welchen Mitteln künftig auf Terror geantwortet oder Krieg geführt werden könnte. Für ihre Befürworter sind NLW - für »Non Lethal Weapons« - wahre Friedensstifter, für Kritiker jedoch sind die scheinbar humanen »Weapons of Mass Protection« eine Gefahr für die Demokratie. »Demons« ist die Abkürzung für »Directed Energy Munitions«. Ursprünglich ein Sammelbegriff für akustische und optische Waffen, bezeichnet »Demons« inzwischen die Munition von NLW.



Olaf Arndt und Michael Farin gehen in ihrem Radio-Stück auf Spuren- und Datensuche nach aktuellen technologischen Entwicklungen zum Thema Innere Sicherheit, nicht-tödlichen Waffen und die Gedanken ihrer Erfinder und Verfechter.
Sprecher:Jens Wawrczeck (Bob Dillon)
Falk Rockstroh (Klaus)
Bibiana Beglau (Mary)
Friedhelm Ptok (Erzähler)
Tonio Arango (Ronaldo)
Gerd Baltus (Wolfe)
Heidrun Bartholomäus (Kellnerin)
Joachim Bliese (Mr. Silverstein)
George Claisse (Marcel)
Nico Holonics (Junger Agent)
Marc Hosemann (Cowboy)
Stefan Kaminski (Miguel)
Susanne Kaps (Katy)
Udo Kroschwald (Kollege)
Torsten Michaelis (der Nigerianer)
Thomas Petruo (Ramón)
Nadja Schulz-Berlinghoff (Chantelle)
Helmut Stange (Pratt)
Sabin Tambrea (Jean)
Daten zu Michael Farin:geboren: 1953
Vita: Michael Farin (* 1953 in Rotenburg (Wümme)) ist ein deutscher Germanist, Verleger und Autor.

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Erstsendung: 15.07.2005
Datenquelle(n): YaGru
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Treffer 17 von insgesamt 77
Titel: Der Amokläufer
Autor: Stefan Zweig
produziert in: 1971
produziert von: BR
Laufzeit: 42 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Ulrike Brinkmann
Bearbeitung: Christoph Prochnow
Komponist: Fred Sporer
Inhalt: 1912 auf dem Atlantik. Für die Lady im Sarg ist es die letzte Reise von Batavia nach Europa. Im Auftrag von Lord Hastings, der den plötzlichen Tod seiner jungen Frau restlos aufgeklärt wissen will, begleitet Privatdetektiv Livingston die Überfahrt. An Bord des Überseedampfers macht er den deutschen Arzt Dr. Brand ausfindig, der die Wahrheit wissen müsste, denn ihn hatte die sterbende Lady zu Hilfe gerufen.

Welche tragischen Verstrickungen ihn jedoch mit dem Geheimnis der stolzen Schönen verbinden und bis zum Äußersten treiben, wird man dem Ehemann kaum erklären können.
Sprecher:Fritz Wilm Wallenborn (1. Sprecher)
Horst Sachtleben (2. Sprecher)
Herbert Bötticher (Dickie Dick Dickens)
Helen Vita (Effie Marconi)
Erik Jelde (Opa Crackle)
Richard Kley (Bonco)
Fritz Benscher (Josua Benedikt Streubenguss)
Brigitte März (Ansagerin)
Hans Cossy (Senator Hickombottom)
Liselotte Kuschnitzky (Mrs. Hickombottom)
Robert Naegele (Jefferson Harper)
Norbert Gastell (Joe Berigan)
Erich Kleiber (Shufti Hoppeldownster)
Dieter Busch (Radiosprecher)
Karl Sibold (Butler)
Daten zu Stefan Zweig:geboren: 28.11.1881
gestorben: 23.02.1942
Vita: Stefan Zweig (* 28. November 1881 in Wien; † 23. Februar 1942 in Petrópolis, Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien) war ein österreichischer Schriftsteller.

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Erstsendung: 26.03.2006
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 18 von insgesamt 77
Titel: Der Blaue Engel
Autor: Heinrich Mann
produziert in: 1989
produziert von: Rundfunk der DDR
Laufzeit: 42 Minuten
Regie: Bernhard Jugel
Bearbeitung: Michael Farin
Komponist: Reiner Bredemeyer
Inhalt: Der Film Der Blaue Engel (1930) von Josef von Sternberg ist ein Mythos, der Roman Professor Unrath (1905) von Heinrich Mann ein Hauptwerk der deutschen Literatur, das Hörspiel der Versuch, die Strukturen des herausragenden Drehbuchs und Films transparent zu machen, indem es diese aufregende und anrührende Geschichte aus einer vergangenen Zeit Sequenz für Sequenz erzählt: Prof. Dr. Immanuel Rath, bärtiger Gymnasialprofessor in einer kleinen Hafenstadt, erfährt, dass seine Schüler das zwielichtige Lokal "Der Blaue Engel" frequentieren, angezogen von einer verruchten Sirene namens Lola Lola, Star einer kleinen Kabarett-Truppe. Von moralischer Entrüstung getrieben und nicht ohne sexuelle Neugier wagt sich der Professor in die Lasterhöhle. Statt dort aber dem jugendlichen Treiben ein Ende zu machen, verfällt er dem Zauber und Charme Lola Lolas. Er macht ihr einen Heiratsantrag und muss daraufhin den Schuldienst quittieren. Es ist der Beginn seines sozialen Abstiegs. Während die Truppe von Stadt zu Stadt zieht, verfällt Rath immer mehr. Er wird zum "dummen August", zum Gehilfen des Zauberkünstlers und verliert jede Selbstachtung. Seine Demütigung erreicht den Höhepunkt, als die Truppe in den "Blauen Engel" zurückkehrt, um mit dem einstigen Professor 'Sensation' zu machen. Das gelingt: die ganze Stadt kommt in die Vorstellung. Doch das einstmals lustige Kikeriki des "dummen August" wird zum schrecklichen Krähen einer waidwunden Seele.

Der internationale Erfolg des Films war enorm und Marlene Dietrich mit einem Schlag weltberühmt. "Ihre Lola Lola war ein neues Sexsymbol. Diese kleinbürgerliche Berliner Nutte mit ihren provozierenden Beinen und saloppen Manieren legte eine Ungerührtheit an den Tag, die dazu reizte, das Geheimnis ihres abgebrühten Egoismus und ihre Kaltschnäuzigkeit zu ergründen." (Siegfried Kracauer) Die Lieder aus diesem frühen, deutsch und englisch zugleich gedrehten Tonfilm gingen um die Welt: "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, denn das ist meine Welt und sonst gar nichts." Die verschleierte Stimme der Dietrich gibt ihrem Sprechgesang eine ungeheure Laszivität. Und ihre Songs erweisen sich gegenüber dem Prof. Rath zugeordneten deutschen Lied "Üb immer Treu und Redlichkeit" als stärker. Auch er ist der Liebe und Erotik Lolas nicht gewachsen. Zumal er es auch nicht als Warnung nimmt, wenn sie von ihren Liebhabern singt: "Und wenn sie verbrennen, ja dafür kann ich nicht", sondern als Schmeichelei. Das ist sein Verhängnis. Die Nationalsozialisten konnten dieses Obsiegen einer femme fatale über einen deutschen Lehrer nicht ertragen: Sie verboten den Film 1933.
Daten zu Heinrich Mann:geboren: 27.03.1871
gestorben: 11.03.1950
Vita: Luiz Heinrich Mann (* 27. März 1871 in Lübeck; † 11. März 1950 in Santa Monica, Kalifornien) war ein deutscher Schriftsteller und der ältere Bruder von Thomas Mann, in dessen Schatten er stets stand. Ab 1930 war er Präsident der Preußischen Akademie der Künste, aus der er nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ausgeschlossen wurde. Mann, der bis 1933 meist in München gelebt hatte, emigrierte zunächst nach Frankreich, dann in die USA. Im Exil verfasste er zahlreiche Arbeiten, darunter viele antifaschistische Texte. Seine Erzählkunst war vom französischen Roman des 19. Jahrhunderts geprägt. Seine Werke hatten oft gesellschaftskritische Intentionen. Die Frühwerke sind zumal oft beißende Satiren auf bürgerliche Scheinmoral, der Mann – inspiriert von Friedrich Nietzsche und Gabriele D’Annunzio – eine Welt der Schönheit und Kunst entgegensetzte. Mann analysierte in den folgenden Werken die autoritären Strukturen des Deutschen Kaiserreichs im Zeitalter des Wilhelminismus. Resultat waren drei Romane, die heute als die Kaiserreich-Trilogie bekannt sind, deren erster Teil Der Untertan künstlerisch am meisten überzeugt. Im Exil verfasste er sein Hauptwerk, die Romane Die Jugend des Königs Henri Quatre und Die Vollendung des Königs Henri Quatre. Sein erzählerisches Werk steht neben einer reichen Betätigung als Essayist und Publizist. Er tendierte schon sehr früh zur Demokratie und positionierte sich sofort gegen den Nationalsozialismus, dessen Anhänger Manns Werke öffentlich verbrannten.

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Treffer 19 von insgesamt 77
Titel: Der Erlkönig
Autor: Michel Tournier
produziert in: 2001
produziert von: WDR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Michael Farin
Bearbeitung: Michael Farin
Komponist: Mike Herting
Übersetzer: Hellmut Waller
Inhalt: Abel Tiffauges ist Automechaniker im Paris der 30er-Jahre. Unglücklich ist er und auch wieder nicht. Fremd, versponnen treibt er durchs Pariser Leben. Die Erwachsenenwelt ist ihm suspekt. Zu Kindern fühlt er sich hingezogen, und auch das nicht wirklich. Seine heimliche Liebe gilt Deutschland, einem Deutschland als Traumwelt: Hyperborea. Wir sind Hyperboreer, wir wissen gut genug, wie abseits wir leben, heißt es bei Nietzsche. Die Umstände sind ihm günstig. Angeklagt und verurteilt für ein Verbrechen, das er nicht beging, aber begangen haben könnte, schickt man ihn zur Frontbewährung. Und so gelangt er wirklich ins Land seiner Träume.

1940 gerät Abel Tiffauges in deutsche Kriegsgefangenschaft. Es verschlägt ihn nach Ostpreußen. Auf dem Gut des "Reichsjägermeisters" Hermann Göring wird er als Treiber eingesetzt. Er weiß sich nützlich zu machen und das Vertrauen seiner nationalsozialistischen Dienstherren zu gewinnen. Man überträgt ihm Verantwortung, bis hin zur Anwerbung von Zöglingen für das Hitlerjugend-Internat "Kaltenborn". In dieser Funktion kann er sich ganz seinen verqueren Träumen von Deutschland als einer besseren Welt hingeben. Das Erwachen aber ist fürchterlich.
Sprecher:Jochen Nickel (William)
Meriam Abbas (Rose)
Matthias Scherwenikas (Joseph)
Daten zu Michel Tournier:geboren: 19.12.1924
Vita: Michel Tournier, geboren 1924 in Paris, gilt als einer der erfolgreichsten französischen Schriftsteller der Gegenwartsliteratur. Er studierte Germanistik und Philosophie an der Sorbonne und an der Universität Tübingen; nach dem Studium verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Übersetzungen aus dem Deutschen ins Französische, mit Zeitungsartikeln und Produktionen für den französischen Rundfunk. Von 1958 bis 1968 leitete er das Lektorat des Verlages "Plon", wechselte dann als Produzent zum französischen Fernsehen. Mit dem Roman "Der Erlkönig", seinem zweiten Buch, gelang Tournier 1970 der literarische Durchbruch: Er erhielt den Prix Goncourt, Frankreichs begehrtesten Literaturpreis. 1995 wurde Tournier mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Sein Roman "Kaspar, Melchior und Balthasar" erschien 1980.

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Treffer 20 von insgesamt 77
Titel: Der Schatten des Körpers des Kutschers
Autor: Peter Weiss
produziert in: 1969
produziert von: SRF
Laufzeit: 61 Minuten
Regie: Michael Farin
Bearbeitung: Michael Farin
Inhalt: Auf einem Gutshof, ein paar Fahrstunden entfernt von der Stadt, leben eine Haushälterin, ein Hausknecht, ein Hauptmann, ein Doktor, ein Schneider, Herr Schnee, eine vierköpfige Familie und der Ich- Erzähler. Land wird bearbeitet, Tiere werden gefüttert, es wird gekocht, man kommt zum Essen in die Küche. Alles scheint, wie es ist. Die minutiösen Beschreibungen der Örtlichkeit, der Bewohner und ihrer Alltagsrituale jedoch lassen ahnen, dass es mit ihrem Mikrokosmos nicht zum Besten steht. Ein alptraumhafter Druck lastet auf allem, auf der Landschaft, auf den Menschen. Jeden Augenblick könnte die Katastrophe hereinbrechen. Bisweilen flieht der Ich-Erzähler aus dieser Welt, indem er sich Salzkörner in die Augen streut. Durch einen Schleier von Tränen sieht er dann neue Bilder. Doch die Wirklichkeit holt ihn schnell wieder zurück in seine Welt. Mit fast pedantischer Akribie sucht er die ihn umgebende monströse Unwirklichkeit zu bannen, sie sich einzuverleiben und so zugleich vom Leib zu halten. Doch es gelingt ihm nicht. Immer wieder wird er ins skurrilste Geschehen verwickelt, muss auch mit ansehen, wie der Vater den Sohn schlägt, muss konstatieren, dass sich an diesem Ort zwischen seinen schemenhaften Protagonisten menschliche Nähe nicht entfalten will.

Der Kulminationspunkt des Romans, die Vereinigung der Körper des aus der Stadt gekommenen Kutschers und der recht derben Haushälterin, ist folgerichtig auch nur ein Schattenspiel. In Anlehnung an Platons Höhlengleichnis wird der Ich-Erzähler Zeuge einer Choreographie der Lust, von der Küchenlampe auf den Boden des Hofes geworfen: "Nach einer Weile richtete sich der Schatten des Kutschers vom Schatten der Haushälterin auf, und auch der Schatten der Haushälterin richtete sich auf, und an den weiteren Bewegungen der Schatten sah ich, dass sowohl der Kutscher wie auch die Haushälterin den Tisch verließen und sich in die Tiefe der Küche hineinbegaben, wo mir ihr Vorhaben verborgen blieb."

Der Schatten des Körpers des Kutschers, dieses Peter Weiss'sche Wortgewebe, dieser 1952 entstandene, erst 1960 publizierte Mikroroman ist ein surreal anmutendes Prosastück von stupender Modernität, es hat viele Autoren inspiriert und auch viele Nachahmer gefunden: es ist der deutsche nouveau roman.
Sprecher:Hammer: Peter Ehrlich
Hämmerle: Robert Tessen
Pyrex: Paul Bühlmann
Luise: Ingrid Burkhard
Masser: René Deltgen
Jungzorn: Ulrich Kuhlmann
Löscher: Jöns Andersson
Feuerengel: Wolfgang Forester
Daten zu Peter Weiss:geboren: 1916
gestorben: 10.05.1982
Vita: Peter Weiss, 1916 in Berlin geboren, am 10. Mai 1982 in Stockholm gestorben, war Schriftsteller, Maler und Filmemacher. 1934 musste er Deutschland verlassen und wurde 1945 schwedischer Staatsbürger. Vor allem seine großen politischen Dramen verschafften ihm weltweite Geltung und machten ihn zu einem der meistgespielten und meistgelesenen Nachkriegsautoren Deutschlands.
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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