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Hörspieldatenbank

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Titel: Children of Adam / Kinder Adams
Autor: Walt Whitman
Kai Grehn
produziert in: 2014
produziert von: RB; DKultur; SWR
Laufzeit: 53 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: alva noto & Tarwater
Übersetzer: Kai Grehn
Inhalt: „Bis heute hat kein Dichter den menschlichen Körper so zum Gegenstand seiner Verse gemacht wie Walt Whitman (1819 – 1892), der Begründer der modernen amerikanischen Lyrik.“ Der Autor und Regisseur Kai Grehn hat den Zyklus „Children of Adam“, der wiederum Bestandteil des mehrmals revidierten Whitmanschen Lebenswerks „Leaves of Grass – Grashalme“ ist, neu übertragen. Das Hörspielprojekt ‚ „CHILDREN OF ADAM / KINDER  ADAMS“  bringt die Musikalität und den erotischen Grundklang der Ge-dichte von Whitman neu zum Tönen. Die Stimmen zahlreicher deutscher Schauspieler werden mit Ge-räuschen, Sounds und den Kompositionen des Musi-kers alva noto und der Berliner Band Tarwater ver-woben zu einem eigenen Klangkosmos: Whitman goes Pop.  Würden die Gedichte Whitmans ausschließlich in deutscher Sprache erklingen, so fehlte in diesem Hörstück jedoch die Stimme Whit-mans, der Klang, der Rhythmus, die Magie seiner Poesie in der Sprache, in der er gedacht, gedichtet und geschrieben hat. Seine Verse werden deshalb auch im Original erklingen. Der amerikanische Musiker Iggy Pop hat Walt Whitman für diese Produktion seine Stimme geliehen. Denn „Nur seinesgleichen versteht seinesgleichen und dergleichen wie sie selbst, genauso wie Seelen Seelen nur verstehen.“
Sprecher:Iggy Pop
Alexander Fehling
Jule Böwe
Josef Ostendorf
Paula Beer
Lars Rudolph
Martin Wuttke
Robert Gwisdeck
Marianne Sägebrecht
MusikerEnsemble: alva noto & Tarwater
Daten zu Walt Whitman:geboren: 31.05.1819
gestorben: 26.03.1892
Vita: Walter Whitman (* 31. Mai 1819 in West Hills, Long Island, New York; † 26. März 1892 in Camden, New Jersey) war ein US-amerikanischer Dichter. Er gilt als einer der Begründer der modernen amerikanischen Dichtung und daher als einer der einflussreichsten amerikanischen Lyriker des 19. Jahrhunderts, dessen Werk auch in der folgenden Zeit von großer literarischer Bedeutung ist. Sein berühmtestes Werk ist sein Lebenswerk Leaves of Grass (Grashalme). Seine Lyrik ist sehr volksverbunden und macht die Bedeutung der Masse, der Demokratie und der Natur deutlich und verherrlicht diese. In Gedichten wie Gesang von mir selbst wird eine Verherrlichung des Ichs als seelisch-sinnliche Ganzheit deutlich, die den demokratischen Mensch verkörpert. Andererseits ist er Dichtern wie Shakespeare, Macpherson, Homer, der Bibelsprache und orientalischer Literatur und Philosophie verpflichtet. Er ist ferner vom Pantheismus beeinflusst und von dem Gedankengut der Transzendentalisten geprägt. Seine Dichtung drückt eine Auffassung der „prophetischen Sendung des Dichters“ aus. Während die frühen Werke von unbrechbaren Optimismus strotzen, finden sich in späteren Werken auch triste Todeserfahrungen aus dem Sezessionskrieg. Whitman hat der Dynamik und dem expansiven Menschheitsglauben Amerikas einen gültigen Ausdruck verliehen. Seine Dichtung wirkte auch stark auf Europa und wies der Lyrik neue Aussage- und Ausdrücksmöglichkeiten.
Hompepage o.ä.: http://whitmanarchive.org/
Daten zu Kai Grehn:geboren: 1969
Vita: Kai Grehn, geboren 1969, wuchs in Ostberlin auf. Er arbeitete als Postzusteller, redaktioneller Mitarbeiter sowie als Regieassistent beim TanzTheater Skoronel, anschließend studierte er Theaterregie an der berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Seitdem arbeitet er für's Theater und Hörspiel, schreibt Prosa und verfasst Übersetzungen aus dem Englischen. Länger hielt er sich in Armenien auf und unternahm Kunstexpeditionen zum Nanga Parbat in Pakistan. Grehn erhielt u.a. das Arbeitsstipendium für Berliner Schriftsteller 2005 und den PRIX MARULIC-Spezialpreis 2001 und 2005. Mit seiner Hörspielfassung von Herta Müllers "Atemschaukel" wurde er für den Deutschen Hörbuchpreis 2011 nominiert. Kai Grehn lebt als freier Autor und Regisseur in Berlin.
Hompepage o.ä.: http://www.kaigrehn.de/
Erstsendung: 26.10.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 12
Titel: Das abenteuerliche Herz
Autor: Ernst Jünger
produziert in: 2012
produziert von: SWR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Inhalt: Die erste Fassung von Ernst Jüngers Buch »Das Abenteuerliche Herz« erschien 1929 mit dem Untertitel »Aufzeichnungen bei Tag und Nacht«. Eine zweite Fassung des Werkes erschien 1938 mit dem Untertitel »Figuren und Capriccios«. Zwei Drittel des Urtextes wurden in dieser Fassung gestrichen und erneuert, wobei Jünger besonders auf offene politische und autobiographische Bezüge verzichtete. Beide Textsammlungen von Ernst Jünger bestehen aus kurzen Prosastücken in Form von Kurzgeschichten, tagebuchartigen Einträgen, Traumschilderungen und Essays. Jeder Text ist einem Ort bzw. einer Stadt zugeordnet. Vor allem die Texte der »Aufzeichnungen bei Tag und Nacht« durchweht ein Grundton der Sehnsucht nach einem irrationalen, abenteuerlichen Leben. In seinen essayistischen Texten, insbesondere denen der zweiten Fassung, entwickelt Jünger eine eigene Poetik und Wahrnehmungsweise, einen eigenen Stil der Anschauung und des Denkens, der die klare und scharfe Beobachtung mit der unbestimmten Empfänglichkeit des Träumers verbindet. Diese Form der Wahrnehmung bezeichnet Jünger als Stereoskopie, eine Methode, die demselben Ton gleichzeitig zwei Sinnesqualitäten abzugewinnen vermag.

»Jüngers "Stereoskopie" bildet die ästhetische Grundlage für das Hörspiel "Das abenteuerliche Herz". Die Textauswahl aus beiden Fassungen strukturiert sich über die Zuordnungen von "Aufzeichnungen bei Tag" und "Nocturnes" - Aufzeichnungen bei Nacht. Während die Texte des Tages sich in der vermeindlichen Stille eines Klangraumes präsentieren, werden die Nocturnes in akustische und musikalische Spielformen eingebunden, um ihnen weitere, neue Sinnesqualitäten abzugewinnen. Ein lautmalerisches Mosaik aus einzelnen Kurz- und Kürzesthörspielen. Eine radiophone Reise ins abenteuerliche Herz, bei der die Grenzen zwischen Tag- und Nachtaufzeichnungen mit zunehmender Dauer schwinden.« Kai Grehn
Sprecher:Alexander Fehling
ergänzender Hinweis: Es soll auch eine Langfassung mit 62 Minuten existieren, ausgestrahlt wurde jedoch die hier dokumentierte Fassung.
Daten zu Ernst Jünger:geboren: 29.03.1895
gestorben: 17.02.1998
Vita: Ernst Jünger (* 29. März 1895 in Heidelberg; † 17. Februar 1998 in Riedlingen) war ein deutscher Schriftsteller, Offizier und Insektenkundler. Er ist vor allem durch seine Kriegstagebücher In Stahlgewittern, durch Essays, phantastische Romane und Erzählungen bekannt. In seinem nationalistischen, anti-demokratischen und elitären Frühwerk, das der sogenannten Konservativen Revolution zugerechnet wird, kämpfte Jünger entschieden gegen die Weimarer Republik. Ob er als ein intellektueller Wegbereiter des Nationalsozialismus angesehen werden kann, ist in der Forschung umstritten. Von der nationalsozialistischen Ideologie distanzierte er sich in den frühen 1930er Jahren wegen des von ihm als geistlos empfundenen Totalitarismus der NS-Massenbewegung. In der Bundesrepublik wurde Jünger vor allem mit den Veröffentlichungen seiner Tagebücher wahrgenommen; er erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, darunter 1918 den Pour le Mérite und 1959 das Große Bundesverdienstkreuz.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 16.02.2012
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 12
Titel: Das Holzschiff
Autor: Hans Henny Jahnn
produziert in: 2009
produziert von: NDR
Laufzeit: 80 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Inhalt: "Das Holzschiff" erzählt von der Reise eines Frachtschiffes. Bereits die Beladung des Seglers unter den Augen von Zoll und Polizei ist ungewöhnlich. Nicht einmal der Kapitän ist über die Bestimmung des Schiffes und seiner Fracht informiert. Gerüchte machen die Runde. Dazu hat sich Gustav, der junge Verlobte der Kapitänstochter Ellena, die ebenfalls an Bord ist, als blinder Passagier eingeschmuggelt. Es herrscht eine Atmosphäre der Angst, der erotischen Spannungen und gegenseitigen Verdächtigung. Als plötzlich die Tochter des Kapitäns spurlos verschwindet, kommt es zu einer Meuterei. Man öffnet die Kisten des Laderaums. Sie sind vollkommen leer. Auf der Suche nach einem Geheimversteck beschädigt der Schiffszimmermann den Rumpf. Wasser dringt ein. Die Besatzung kann sich retten, das Schiff geht unter und mit ihm eine üppig gestaltete Frauen- oder Galionsfigur, die den Kiel umklammert. Ellena? 1949 erschien " Das Holzschiff". Es ist der Auftakt der unvollendet gebliebenen gewaltigen Romantrilogie H. H. Jahnns "Fluß ohne Ufer". Sein Thema: "Die Ohnmacht der Vernunft. Das Schiff wird zum Ort, wo die Gewissheiten schwinden. (...) Die Träume werden übermächtig." (Peter Greiner, Die Zeit).
Sprecher:Ulrich Noethen (Hans Henny Jahnn)
Alexander Fehling (Gustav A. Horn)
Andreas Schmidt (Georg Lauffer)
Andreas Leupold (Kapitän)
Franziska Wulf (Ellena)
Felix Kramer (Alfred Tutein)
Hanns Jörg Krumpholz (Paul Raffzahn)
Uli Pleßmann (Klemens Fitte/1. Matrose)
Jörn Knebel (1. Steuermann)
Michael Prelle (1. Zollbeamter)
Philipp Otto (2.Zollbeamter)
Gerd-Ulrich Poggensee (Der Reeder)
MusikerTarwater
Daten zu Hans Henny Jahnn:geboren: 17.12.1894
gestorben: 29.11.1959
Vita: Hans Henny Jahnn, am 17.12.1894 in Stellingen/Hamburg als als Sohn eines Schiffbauers geboren, zählt zu den wichtigsten Vertretern der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Neben Prosaarbeiten ist er Verfasser von Essays und Dramen. 1920 erhielt er den Kleistpreis. Er war ein exzentrischer Gottsucher, Pferdezüchter und Hormonforscher. Bedeutender Beitrag als Orgelbauer ("Orgelsachberater der Stadt Hamburg"). Er lebte von 1934 bis 1950 auf Bornholm (Dänemark). Am 29.11. 1959 ist er in Hamburg gestorben.

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Erstsendung: 25.11.2009
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 12
Titel: Der Berg, über den kein Vogel fliegt
Autor: Kai Grehn
produziert in: 2009
produziert von: SWR; Theater Basel
Laufzeit: 79 Minuten
Regie: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Inhalt: „Der Berg, über den kein Vogel fliegt“, dessen Bühnenversion vom Theater Basel und vom Badischen Staatstheater Karlsruhe uraufgeführt wurde, spielt in der Todeszone, in einer Höhe über 7000 Meter. Es handelt von einem Mann, der beim Besteigen des Berges auf eine ausgesetzte Felsterrasse stürzt und schwer verletzt gegen Schnee und Kälte, gegen Halluzinationen und Sauerstoffmangel, gegen Ausgeliefert- und Gefangensein ums Überleben kämpft.

Ausgehend von eigenen Erlebnissen während einer Nanga-Parbat-Expedition im Jahr 2004, entwickelt der Autor ein gänzlich unromantisches Bergsteiger-Drama. Nah an inneren wie äußeren Abgründen, von Auskühlung tödlich bedroht, gerät Grehns Verunglückter in erstaunliche existenzielle Auseinandersetzungen mit realen wie eingebildeten Gesprächspartnern. Es geht um die Faszination der Höhe, um Grenzerfahrungen und um eine Glückssuche jenseits alltäglicher Ebenen.



Der Bedingungen eines einsamen Vogels sind fünf:

die erste, daß er zum höchsten Punkt fliegt;

die zweite, daß er sich nicht nach Gesellen sehnt,

nicht einmal seiner eigenen Art;

die dritte, daß sein Schnabel gen Himmel zielt;

die vierte, daß er keine bestimmte Farbe hat;

die fünfte, daß er leise singt.



San Juan de la Cruz
Sprecher:Vincent Leittersdorf (Hermann)
Steve Karier (Expeditionsleiter)
Inga Eickemeier (Dakini)
Pascal Lalo (Toter Seilpartner)
Yasushi Ideue (Japaner)
MusikerJule Böwe (Singstimme)
Daten zu Kai Grehn:geboren: 1969
Vita: Kai Grehn, geboren 1969, wuchs in Ostberlin auf. Er arbeitete als Postzusteller, redaktioneller Mitarbeiter sowie als Regieassistent beim TanzTheater Skoronel, anschließend studierte er Theaterregie an der berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Seitdem arbeitet er für's Theater und Hörspiel, schreibt Prosa und verfasst Übersetzungen aus dem Englischen. Länger hielt er sich in Armenien auf und unternahm Kunstexpeditionen zum Nanga Parbat in Pakistan. Grehn erhielt u.a. das Arbeitsstipendium für Berliner Schriftsteller 2005 und den PRIX MARULIC-Spezialpreis 2001 und 2005. Mit seiner Hörspielfassung von Herta Müllers "Atemschaukel" wurde er für den Deutschen Hörbuchpreis 2011 nominiert. Kai Grehn lebt als freier Autor und Regisseur in Berlin.
Hompepage o.ä.: http://www.kaigrehn.de/
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 12
Titel: Der geheimnisvolle Fremde
Autor: Mark Twain
produziert in: 2013
produziert von: DKultur
Laufzeit: 90 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Übersetzer: Ana Maria Brock
Inhalt: Im österreichischen Eselsdorf begegnen drei Jugendliche dem sympathischen Neffen des Teufels. Satan lehrt sie, den Menschen zu misstrauen.

Im Winter des Jahres 1590 kommt ein junger, sympathischer Fremder in das österreichische Eseldorf. Es handelt sich um Satan, genauer: den Neffen des alten Teufels, der sich um die Freundschaft von drei 16-jährigen Jungen aus dem Dorf bemüht. Ich-Erzähler Theodor Fischer und seine beiden Freunde Nikolaus Baumann und Seppi Wohlmeyer sind begeistert von den interessanten Gesprächen und fasziniert von den magischen Kräften des geheimnisvollen Fremden. Sie erfahren viel über die Verderbtheit, Missgunst, Rohheit und Überheblichkeit der Menschen und nicht zuletzt darüber, wie viele Grausamkeiten im Namen Gottes geschehen.

Zehn Jahre lang soll Mark Twain an seiner letzten Erzählung, die 1916 unter dem Titel "Der geheimnisvolle Fremde" postum veröffentlicht wurde, gearbeitet haben. Die Hörspielinszenierung basiert auf Twains erster Fassung: Im Winter des Jahres 1590 kommt ein junger, sympathischer Fremder in das österreichische Eseldorf. Sein Name ist Satan. Der freundliche Neffe des alten Teufels bemüht sich um die Freundschaft von drei Jungen aus dem Dorf. Sie sind fasziniert von dem geheimnisvollen Fremden und seinen magischen Kräften und erfahren viel über die Verderbtheit, Missgunst, Rohheit und Überheblichkeit der Menschen, über Grausamkeiten, die im Namen Gottes geschehen. Regisseur Kai Grehn entwickelt ein dichtes Klangszenario, das den finsteren mittelalterlichen Kosmos vom ersten Moment an akustisch erfahrbar macht.
Sprecher:Luise Berndt (Marget)
Uli Plessmann (Schmied)
Alexander Fehling (Satan)
Christian Grashof (Pater Peter)
Christoph Letkowski (Wilhelm Meidling)
Robert Gwisdek (Seppi)
Christopher Nell (Klein)
Jule Böwe (Nicks Mutter)
Jannik Schümann (Theodor)
Claudia Graue (Frau Brandt)
Sebastian Urzendowsky (Nikolaus)
Andreas Schmidt (Sterndeuter)
Felix Von Manteuffel (Richter)
Marcus Melzwig (Pfeiffer)
Bärbel Bolle (Ursula)
MusikerTim Fluch (Knaben-Sopran) Muttis Kinder (Chorgesang)
Daten zu Mark Twain:vollständiger Name: Samuel Langhorne Clemens
geboren: 30.11.1835
gestorben: 1910
Vita: Mark Twain, (1835–1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, amerikanischer Schriftsteller, wurde mit »Tom Sawyer« (1876) und »Huckleberry Finn« (1884) weltberühmt. Die Erzählung "The Mysterious Stranger", an der er zwölf Jahre gearbeitet haben soll, erschien postum 1916.
Erstsendung: 22.12.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 12
Titel: Die Geschichte vom Franz Biberkopf
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 6.2007
Autor: Alfred Döblin
produziert in: 2007
produziert von: SWR; BR; RBB; Patmos
Laufzeit: 82 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Kai Grehn
Inhalt: Franz Biberkopf, früher Zement- und Transportarbeiter, will nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ein anständiger Mensch werden. So steht er auf dem Alexanderplatz des alten Berlin und betreibt seine kleinen Handelsgeschäfte.

Anfangs geht alles gut, aber die Zeiten sind schlecht. Biberkopf hat nicht nur mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern wird in einen regelrechten Kampf verwickelt mit etwas, das von außen kommt, das unberechenbar ist und wie ein Schicksal aussieht.

"Mein Denken und Arbeiten geistiger Art gehört, ob ausgesprochen oder nicht ausgesprochen, zu Berlin. ... in diesem großen, nüchternen, strengen Berlin bin ich aufgewachsen, dies ist der Mutterboden, dieses Steinmeer, der Mutterboden aller meiner Gedanken", schrieb Döblin um 1930, nachdem sein Roman Berlin Alexanderplatz erschienen war.

1929 setzte er sich in einem Vortrag mit der Frage der "Möglichkeit eines Eintritts von Literatur in den Rundfunk" auseinander. Döblin erprobte diese Möglichkeit mit einer Hörspielfassung seines Romans, die er ganz auf das Schicksal der Hauptfigur reduzierte. Die Sendung des Hörspiels jedoch wurde kurzfristig aus dem Programm genommen - Döblins Begründung lautete, vieles sei "im Funkhaus kaum darzustellen".



77 Jahre später wird das Originalhörspielmanuskript erstmals ohne jede Kürzung in Szene gesetzt. Kai Grehn in seiner Inszenierung die Faszination des Autors für das Medium Radio auf. Mit den technischen und stilistischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts bringt er zu Gehör, was Döblin in seinem Hörspielmanuskript als radiophone Spielflächen angelegt hatte. Originaltöne von den Romanschauplätzen und Geräusche des heutigen Berlin werden zur Basis einer Großstadtmusik, die den Takt für Grehns Interpretation des Stoffes vorgibt und "Die Geschichte vom Franz Biberkopf" ins Heute und Hier verlegt.

Als Hommage an den großen Schriftsteller Alfred Döblin treten die Berliner Schriftsteller Thomas Brussig, Tanja Dückers, Judith Hermann, Johannes Jansen, Katja Lange-Müller, Steffen Mensching und Torsten Schulz als Stimmen im Hintergrund auf.
Sprecher:Andreas Leupold (Franz Biberkopf / Hiob)
Andreas Schmidt (Reinhold)
Jule Böwe (Mieze)
Astrid Meyerfeldt (Eva)
Otto Mellies (Sprecher)
Arta Adler (Stimme / Tod)
Dieter Mann (Hoppegartner / Einer / 2. Stimme)
Florian Martens (Zweiter / 1. Stimme)
Milan Peschel (Pums)
Sven Plate (Meck)
Detlef Bierstedt (Lüders)
Till Hagen (Klempnerkarl)
Rolf Zacher (Richter)
Maria Kwiatkowsky (Cilly)
Brigitte Grothum
Tilla Kratochwil
Bernd Stegemann
Klaus Herm
Jörg Steinberg
Leo Vornberger
Sonja Hermann
Kai-Uwe Kohlschmidt
Musa Kohlschmidt
Venke Decker
Kai Grehn
Thomas Brussig (Die Berliner Schriftsteller)
Tanja Dückers (Die Berliner Schriftsteller)
Judith Hermann (Die Berliner Schriftsteller)
Johannes Jansen (Die Berliner Schriftsteller)
Katja Lange-Müller (Die Berliner Schriftsteller)
Steffen Mensching (Die Berliner Schriftsteller)
Torsten Schulz (Die Berliner Schriftsteller)
Dan Pelleg (Gastmusiker an der Glasharfe)
Marko E. Weigert (Gastmusiker an der Glasharfe)
Daten zu Alfred Döblin:geboren: 10.08.1878
gestorben: 16.06.1957
Vita: Alfred Döblin (1878 bis 1957) studierte in Berlin, zeitgleich war er literarisch tätig. Er war ein führender Vertreter des Expressionismus. 1933 emigrierte der Autor über Zürich nach Paris. 1946 kehrte er nach Europa zrück. Weitere Romane von Alfred Döblin sind unter anderem "Die drei Sprünge des Wang-Iun" (1916), "November" (1918-1950), "Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende" (1956).

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Erstsendung: 24.06.2007
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 12
Titel: Die Zwangsjacke
Autor: Jack London
produziert in: 2016
produziert von: DKultur
Laufzeit: 89 Minuten
Genre: Abenteuer
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Übersetzer: Ilse Winger
Erika Kaiser
Inhalt: Darell Standing, ehedem Professor an der Berkeley-Universität, sitzt in einer Todeszelle von San Quentin. Er soll einen Kollegen ermordet haben. Im Gefängnis wird er in eine Zwangsjacke gesteckt, verhört und gefoltert. Darrel soll zum Reden gebracht werden. Er lernt das Martyrium auszuhalten, indem er sich von seinem Körper ›abspaltet‹. Kraft seiner Gedanken wandert er durch Raum und Zeit zur Unsterblichkeit.
Sprecher:Sebastian Blomberg (Darell Standing)
Samuel Finzi (Ed Morrell)
Christian Grashof (Jake Oppenheimer)
Carlo Ljubek (Direktor Atherton)
Vincent Leittersdorf (Captain Jamie)
Pascal Lalo (Doktor Jackson)
Maximilian Brauer (Cecil Winwood)
Lars Rudolph (Red)
Daten zu Jack London:geboren: 12.01.1876
gestorben: 22.11.1916
Vita: Jack London (* 12. Januar 1876 in San Francisco als John Griffith Chaney; † 22. November 1916 in Glen Ellen, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist.

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Erstsendung: 13.11.2016
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 12
Vorige/nächste Ausstrahlung:02.06.2019 um 18:20 bei SWR 2  Phonostart Radio Cloud*
Titel: Metamorphosen - Aus dem Leben der Maria Sibylla Merian
Autor: Patrick Findeis
produziert in: 2016
produziert von: SWR
Laufzeit: 77 Minuten
Genre: Biografie
Regie: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Inhalt: Moskitos, Motten, Nachtfalter umkreisen die Öllampe in einem Holzhaus am Rande von Paramaribo, der Hauptstadt Surinams. Es ist April, Regenzeit, im Jahr 1701. Kakerlaken huschen in dunklen Ecken, in die das schwache Licht der Lampe nicht hinreicht, schwüle Hitze und der Geruch von Krankheit füllen den Raum. Maria Sibylla Merian hat Malaria, Gelbfieber, irgendeine der zahllosen Tropenkrankheiten, im Fieberwahn fantasiert sie ihr vergangenes Leben: Hineingeboren in die Zerstörung, die der Dreißigjährige Krieg in weiten Teilen des Deutschen Reichs hinterließ, in Pestjahre, Hungerjahre, Kältejahre, ist ihr Leben immerhin privilegiert: Ihr Vater ist der bekannte Kupferstecher und Verleger Matthäus Merian, ein alter Mann bei ihrer Geburt, der stirbt, als Maria Sibylla drei Jahre alt ist. Bereits ein Jahr später heiratet die streng pietistische Mutter den Blumenmaler Jacob Marrel. Er lehrt das Mädchen das Malen von Stillleben und das Kupferstechen zu einer Zeit, in der Frauen der Zugang zu Kunstakademien und Werkstätten nicht gewährt wird. Mit dreizehn Jahren entdeckt Merian ihre Passion für Raupen und deren Metamorphose zum Sommervogel, dem Schmetterling. Ihre Holzkisten mit gesammelten Raupen und deren Wirtspflanzen, mit Puppen und Kokons, werden Merian bis zu ihrem Tod 1717 begleiten – von ihrer Geburtsstadt Frankfurt aus nach Nürnberg, nach Schloss Walta-State in Friesland, wo die pietistische Sekte der Labadisten ein Neu-Jerusalem errichtet zu haben glaubt, nach Amsterdam. Und schließlich nach Surinam, wohin sie 1700 aufbricht um zu forschen, zu zeichnen, zu malen.

Das Hörspiel folgt Merians Liebe zur Natur, ihrer Weltsicht als Künstlerin und Mystikerin, die im kleinen, unscheinbaren Dasein der Insekten die Größe von Gottes Schöpfung sichtbar zu machen versuchte. Die Metamorphose spielt nicht nur in Merians Werk eine große Rolle, auch ihr Leben unterlag mehreren Wandlungen. Sie war Ehefrau und Mutter, ernährte ihre Familie, veröffentlichte Blumen- und Raupenbücher, stellte Farben her und handelte mit ihnen, gab höheren Töchtern Unterricht im Zeichnen und Malen. Dann, nach fünfzehn Jahren Ehe, verließ sie ihren Mann in Nürnberg und blieb bei der pietistischen Sekte der Labadisten. Und nach fünf Jahren Klosterleben wieder eine Häutung: Sie verließ die Sekte und betrat die Amsterdamer Gesellschaft als geschiedene und selbstbewusste Frau und Künstlerin, die gegen alle Widerstände ihre Reise nach Surinam vorbereitete und durchführte. Das Ergebnis dieser Reise, ihr Buch »Metamorphosis insectorum Surinamensium« hatte großen Einfluss auf Wissenschaft und Kunst und machte Merian berühmt. Die Künstlerin starb am 13.01.1717 im Alter von 69 Jahren in Amsterdam. Man beerdigte sie in einem Armengrab, das heute nicht mehr aufzufinden ist.
Sprecher:Anne Ratte-Polle (Maria Sybilla Merian)
Lilith Stangenberg (Dorothea Merian)
Virginia Mukwesha (Alice)
Daten zu Patrick Findeis:geboren: 1975
Vita: Patrick Findeis, geboren 1975 in Heidenheim an der Brenz, lebt als freier Autor in Berlin. Er studierte Komparatistik, Psychologie und Kommunikationsforschung an der Universitat Bonn und ist Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Fur seinen Debütroman »Kein schöner Land« erhielt Findeis 2008 den 3sat- Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs, für den SWR schrieb er ihn als Hörspiel um. Zuletzt entstand für den SWR sein Hörspiel »Schneewalzer«.
Erstsendung: 08.01.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 12
Titel: Ostsee
Autor: Julian Doepp
produziert in: 2010
produziert von: BR
Laufzeit: 53 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Julian Doepp
Komponist: Tarwater
Inhalt: Ein kalter Februar. Ein Kongress über "Virtuelle Gemeinschaften" in einer Universitätsstadt nahe der Ostsee. Der Doktorand Jakob fühlt sich fehl am Platze. Von seinem Professor wird er als technischer Assistent abgestellt, den Glauben an seine Dissertation hat er längst verloren. Doch nach einem der Vorträge bittet Yael, eine junge Dozentin, ihn um Hilfe. Ein Freund ist verschwunden. Der Videospiel- Designer Hiztory, den sie im Netz kennenlernte, hat seine virtuelle Identität gelöscht. Die einzige Chance, ihn zu finden, besteht in einer von Jakob entwickelten Suchmaschine: ein Programm, das Texte im Internet stilistisch vergleicht und dadurch den Autor aufspüren kann. Die Chats und Mails, mit denen Jakob die Suchmaschine füttert, sind Bestandteile einer zerrissenen Liebesgeschichte. Sie berichten von digitaler Keuschheit, von der Angst vor der Wirklichkeit und von Yaels Plänen für ein Computerspiel, dessen Ziel ein guter Tod ist. Und er erfährt, dass Hiztory kurz vor seinem Verschwinden von Selbstmord sprach. Als Yael und Jakob eine Nacht miteinander verbringen, nimmt eine elektronisch vermittelte Dreiecksbeziehung ihren Lauf.

Halb akademische Detektivstory, halb Melodram aus dem vernetzten Alltag, erzählt Ostsee von den verwirrenden Wechselwirkungen zwischen Gefühlen in der virtuellen und der 'realen' Welt, zwischen Nähe und Information, Voyeurismus und Vertrauen.
Sprecher:Tino Mewes (Jakob)
Katharina Rivilis (Yael)
Tonio Arango (Hiztory)
Bernhard Schütz (Bloch)
Manon Kahle (Trisha)
Niklas Schmincke
Marlene Mühlmann
Chiara Derenbach
Frauke Wipprich
Jean Boris Szymczak
Daten zu Julian Doepp:geboren: 1970
Vita: Julian Doepp, geboren 1970, leistet redaktionelle, dramaturgische und konzeptuelle Mitarbeit in der Abteilung "Hörspiel und Medienkunst" des BR. U.a. arbeitete er mit am "mk - Magazin für Medienkunst", bei dem Medienkunst-Festival "intermedium 2", beim Projekt "one word one sound" und weiteren Online-Projekten.
Erstsendung: 12.09.2010
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 12
Titel: Schwarzer Hund. Weißes Gras
Autor: Kilian Leypold
produziert in: 2011
produziert von: BR
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Kai Grehn
Komponist: Tarwater
Inhalt: Menschenleere Landschaft, Stille. Wo der Mensch Lebens- und Zivilisationsräume zerstört, zieht er Zäune hoch und zirkelt Todeszonen ab. Als sich am 26. April 1986 auf dem Gebiet der heutigen Ukraine der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk ereignet - Kernschmelze und Explosion im Block 4 des Reaktors von Tschernobyl - entsteht so eine Zone. Der Film Stalker von 1979 wirkt wie eine ahnungsvolle Prophezeiung dieser Katastrophe. Als der Regisseur Andrej Tarkovskij den Film acht Jahre vor dem Unglück drehte, entschied er sich unter anderem für die direkte Umgebung des Atomkraftwerkes Tschernobyl als Drehort für die Geschichte von drei Männern, die in ein abgesperrtes Gebiet voller tödlicher Gefahren, genannt "die Zone", eindringen, um dort zu einem geheimnisvollen Raum zu gelangen, der innerste und verborgenste Wünsche ans Licht bringt und zu erfüllen vermag. Die zufällige, doch darum nicht weniger rätselhafte Analogie dieser beiden Zonen ist Ausgangspunkt für das Hörspiel Schwarzer Hund. Weißes Gras, das Elemente aus Tarkovskijs Film aufgreift und mit einer fiktiven Handlung um das Unglück von Tschernobyl verwebt. Ein ehemaliger Kriegsfotograf, einer der ersten Augenzeugen der Katastrophe, macht sich, nachdem er den GAU und seine Folgen über zwanzig Jahre hinweg dokumentiert hat, ein letztes Mal auf den Weg in das verseuchte Gebiet. Er hat einen Tipp bekommen und ist auf der Jagd nach einem letzten sensationellen Foto. Die Reise ins Herz der Zone wird zur erneuten Konfrontation mit den Folgen des Unglücks und zugleich zur Suche nach einem Wunder, die erst durch das Zusammentreffen mit Martha beendet wird, der strahlungsgeschädigten Tochter des Stalker.

Der Aufbruch in die Zone des Schrecklichen und zugleich des Wunderbaren, in ein "Paradies ohne Menschen, bevölkert von blinden Vögeln und gigantischen Wildschweinen" stellt die menschliche Zivilisation in Frage, forscht Möglichkeitsräume des Nichts aus und reflektiert die Chancen einer künstlerischen Erfassung vom Wesen und Sinn des Lebens.
Sprecher:Vincent Leittersdorf (Fotograf)
Maria Kwiatkowsky (Martha)
Otto Mellies (Regisseur)
Lars Rudolph (Mann mit Hupe/An- und Absage)
Andreas Leupold (Bauer / AB-Stimme)
Kathrin Wehlisch (Frau / Traumfrau)
Carl Heinz Choynski (Alter)
Julian Mehne (Milizionär / Traumsoldat)
Daten zu Kilian Leypold:geboren: 1968
Vita: Kilian Leypold, geboren 1968, verbrachte seine Jugend und Kindheit in Nürnberg. Weil das Leben noch mehr zu bieten hat, als Bratwürste und ehemalige Reichsparteitagsgelände, begab er sich 1989 auf eine lange Reise durch China, Tibet und Russland. Nach seiner Rückkehr studierte er mit Erfolg Philosophie, Slavistik und Osteuropäische Geschichte. Wenn Kilian Leypold nicht gerade für den Bayerischen Rundfunk arbeitet, schreibt er Hörspiele und Geschichten – am liebsten für Kinder. 1998 wurde er mit dem Literaturpreis der Nürnberger Kulturläden ausgezeichnet, 2010 mit dem Arbeitsstipendium für Schriftsteller des Freistaates Bayern; im selben Jahr erschien sein erstes Buch, der Kinderroman "Der Tiger unter der Stadt"; ein Jahr später "Bulle und Pelle", eine kurze Geschichte über den Tod für Kinder ab 6 Jahren. Kilian Leypold lebt in München, hat eine kleine Tochter und einen erwachsenen Sohn.
Erstsendung: 29.04.2011
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 12
Titel: Todesduell
Autor: John Donne
produziert in: 1996
produziert von: DKultur
Laufzeit: 49 Minuten
Regie: Thomas Martin
Bearbeitung: Thomas Martin
Komponist: Tarwater
Übersetzer: Thomas Martin
Inhalt: "Und Gott dem Herrn sind die Auswege des Todes, das heißt: aus dem Tod." Mit diesen Worten leitet John Donne seine Passionspredigt Todesduell ein. Gehalten nur sechs Wochen vor seinem Tod, im Jahr 1630, zu White Hall vor König Karl, wurde sie bei Hofe "seine eigene Todespredigt" genannt. Es sind die Worte eines Sterbenden, die mit höchstem Gefühl und geringster Heuchelei gesprochen werden. Das Thema ist sein eigener Tod, dem würdig zu begegnen seine letzte Aufgabe ist.Thomas Martin schuf zusammen mit den Musikern aus dieser barocken Predigt ein Stück für die Gegenwart.
Sprecher:
offen
Hanns Zischler
Martin Riches
Ensemble: Talking Machine
Daten zu John Donne:Vita: John Donne, geb. 1572 oder 1573, konvertierte vom katholischen Glauben zur anglikanischen Staatskirche. Trotz Armut, Unglück und Verstoßung wurde er zu einem der meistgehörten Prediger Englands. Er starb 1631 kurz vor seiner Ernennung zum Bischof.
Erstsendung: 14.11.1997
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 12
Titel: Zaïre 74
Autor: Patrick Findeis
produziert in: 2018
produziert von: SWR
Laufzeit: 74 Minuten
Regie: Kai Grehn
Komponist: TARWATER
Dramaturgie: Andrea Oetzmann
Inhalt: Zaïre im September 1974. Der ehemalige Sportredakteur Harry Reschke will seine vermeintlich letzte Chance nutzen und es allen zeigen, nachdem er alles verloren hat: Frau und Kinder, Häuschen im Grünen, den gutbezahlten Job. Vom Kokain ist er weg, die Psychose, die ihn zu den Drogen trieb, ist überstanden. Jetzt will Reschke eine große literarische Reportage raushauen über den Rumble in the Jungle, über das Boxen, über Helden, über Gewinner und Verlierer, über Schwarze und Weiße, über Befreiung und Revolution.

Da macht das Gerücht die Runde, George Foreman habe sich im Sparring einen Cut an der Augenbraue zugezogen – möglicherweise das Ende für den vermeintlich größten Boxkampf aller Zeiten. Doch Diktator Mobutu zahlt über zehn Millionen Dollar, stellt seinen Nationalpalast als Trainingsstätte zur Verfügung. Also wird der Kampf verschoben um sechs Wochen, den Boxern die Ausreise verweigert bis zum neu angesetzten Kampftag. Und Reschke, der im Wahnsinn des diktatorischen Staates zunehmend den Bezug zur Realität verliert, bleibt nichts anderes übrig als ebenso auszuharren.

Entgegen aller Vorhersagen besiegt Ali in den frühen Morgenstunden des 30. Oktobers 1974 Foreman in acht grandiosen Runden durch K.O. und widerlegt die alte Boxerregel »They never come back«. Wenige Wochen nach dem Kampf trifft per Luftpost aus Kinshasa ein Manuskript bei einem großen Verlag ein und landet auf dem Stapel für unverlangte Einsendungen. ZAÏRE 74 – von Harry Reschke.
Sprecher:Carlo Ljubek (Harry Reschke)
Marek Harloff (Bula Mandungo)
Michael Schütz (Hans Buchhold),
Friederike Ott (Ingrid Reschke)
Florian von Manteuffel (Bill Cardoso)
Sebastian Mirow (Barkeeper),
Isabelle Demey (Zollbeamtin)
Daten zu Patrick Findeis:geboren: 1975
Vita: Patrick Findeis, geboren 1975 in Heidenheim an der Brenz, lebt als freier Autor in Berlin. Er studierte Komparatistik, Psychologie und Kommunikationsforschung an der Universitat Bonn und ist Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Fur seinen Debütroman »Kein schöner Land« erhielt Findeis 2008 den 3sat- Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs, für den SWR schrieb er ihn als Hörspiel um. Zuletzt entstand für den SWR sein Hörspiel »Schneewalzer«.
Erstsendung: 10.06.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1550382218
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
  • Seitenaufrufe
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