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Hörspieldatenbank

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Titel: "... the whole thing's coming out of the dark" (1. Teil)
Autor: Samuel Beckett
produziert in: 2000
produziert von: BR; ZKM Karlsruhe; ORF; DKultur; Kunsthallte Wien
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Gaby Hartel; Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: Samuel Beckett - words/sounds & moving images

Grundlage dieser Produktion sind drei ausgewählte Beckett-Texte, die in erster Linie sein "visuelles Schreiben" dokumentieren (die so genannten "eye-pieces" sowie seine Bewegungs- und Beobachtungsskizzen): erstens der 1959 entstandene Text "The Image", einer der seltenen Hinweise Becketts auf die eigene Bildarbeit; zweitens ausgewählte Bewegungsbilder aus dem Roman "Molloy" von 1951; drittens Szenen aus dem Prosatext "Company".
Sprecher:Natasha Parry
Barry McGovern
Raymond Federman
MusikerUwe Dierksen (Helikon; Posaune & Tenor-Posaune)
Daten zu Samuel Beckett:geboren: 13.04.1906
gestorben: 22.12.1989
Vita: Samuel Beckett (1906-1989), irischer Dramatiker u. Erzähler. Er gilt als Mitbegründer des Absurden Theaters. Für sein ab 1930 auf Englisch u. Französisch verfasstes Werk erhielt er 1969 den Nobelpreis.
Der Autor von „Warten auf Godot“ (1953) u. „Glückliche Tage“ (1961) schrieb auch Romane, Essays, Lyrik, Drehbücher und Hörspiele. Auf Deutsch liegen 39 Hörspiele vor, u. a. „Esquisse Radiophonique“ (RB/SFB/BR/SR 93), „Aus einem aufgegebenem Werk“ (SR 66).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 04.02.2000
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 112
Titel: "... the whole thing's coming out of the dark" (2. Teil)
Autor: Samuel Beckett
produziert in: 2000
produziert von: BR; ORF; DLR-B; Kunsthalle Wien; ZKM Karlsruhe; intermedium rec.
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: Untertitel: Samuel Beckett words/sounds & moving images - PART TWO

"'... The whole thing's coming out of the dark' - Samuel Beckett words/sounds & moving images" ist der Titel eines von Klaus Buhlert und Gaby Hartel konzipierten Projekts, das sich als "work in progress" in einem längeren Zeitraum über drei Stationen entwickelt. Ausgangspunkt ist eine Samuel Beckett/Bruce Naumann-Ausstellung in der Kunsthalle Wien, die im Frühjahr 2000 Beckett als visuellen Künstler vorstellt und seine Einflüsse auf die amerikanische Avantgarde in der Bildenden Kunst der 60er und 70er Jahre zum Thema hat. Stellvertretend für diesen Einfluß steht ihr Protagonist Bruce Naumann, dessen Performances zum Teil von Textpassagen Becketts inspiriert sind.

Laut Buhlert eignet beiden Künstlern "eine tiefe Verbundenheit mit dem menschlichen Schicksal, die conditio humana, und ein übergreifend grundlegendes Interesse daran. Sowohl Beckett wie Naumann registrieren und gestalten den Zustand des Menschen in der modernen/postmodernen Welt.
Beckett begann auf Französisch und damit 'ohne Stil' zu schreiben, um das Exzessive und die Farbe des Ausdrucks aufzugeben und sich mehr auf den Sprachklang und ihren Rhythmus in einer für ihn kargen Sprache zu konzentrieren: er wollte in der Lage sein, das zu sagen, was er eigentlich zu sagen hatte. Auch Naumann begann zurückgeworfen auf sich selbst, im Atelier mit dem eigenen Körper zu experimentieren."

Als PART ONE wurde zunächst vom Bayerischen Rundfunk eine CD produziert.

PART TWO ist eine Performance auf der Grundlage von Beckett-Texten am 24.3.2000 mit Schauspielern und einem Musiker innerhalb der Ausstellung in der Kunsthalle Wien. Um den Charakter von Becketts "visuellem Schreiben" zu dokumentieren, werden - wie schon in der CD-Aufnahme - in erster Linie die sogenannten "eye-pieces" sowie seine Bewegungs- und Beobachtungsskizzen verwendet: der 1959 entstandene Text "The Image", eine der seltenen eigenen Bildarbeiten, ausgewählte Bewegungsbilder aus dem Roman "Molloy" von 1951, Szenen aus dem Prosatext "Company". Der ORF sendet einen Mitschnitt dieser "Performance" in der Sendereihe "Kunstradio" am 26.3.2000 ab 23.05h.

PART THREE dieses Beckett-Projekts wird im Frühjahr 2001 bei der "intermedium 2" uraufgeführt (in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe).
Sprecher:Barry McGovern
Raymond Federman
Natasha Parry
MusikerUwe Dierksen (Blasinstrumente)
Daten zu Samuel Beckett:geboren: 13.04.1906
gestorben: 22.12.1989
Vita: Samuel Beckett (1906-1989), irischer Dramatiker u. Erzähler. Er gilt als Mitbegründer des Absurden Theaters. Für sein ab 1930 auf Englisch u. Französisch verfasstes Werk erhielt er 1969 den Nobelpreis.
Der Autor von „Warten auf Godot“ (1953) u. „Glückliche Tage“ (1961) schrieb auch Romane, Essays, Lyrik, Drehbücher und Hörspiele. Auf Deutsch liegen 39 Hörspiele vor, u. a. „Esquisse Radiophonique“ (RB/SFB/BR/SR 93), „Aus einem aufgegebenem Werk“ (SR 66).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 26.03.2000
Datenquelle(n): ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 112
Titel: Ami Go Home!
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 2000
produziert von: BR
Laufzeit: 53 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: "Ami Go Home!" entstand aus Aufzeichnungen einer Nacht, und zwar der Nacht des 2. auf den 3. April 1973. Als Militärpolizisten der US Army in Westberlin auf einem Parkplatz hinter dem Check Point Charlie am Morgen des 3. April routinemäßig einen abgestellten Militär-Chevrolet untersuchen, finden sie im Kofferraum eine blutige Uniformjacke, in Zeitungspapier gewickelte Fischreste, mehrere Notizzettel mit Treffpunkten bzw. Straßenskizzen aus Ostberlin sowie zwei Tonbandkassetten.

Die erste Kassette ist mit "favourites/music. pers. taste" beschriftet und stellt sich beim späteren Abhören als Zusammenstellung von Schlager/Rock und Jazz-Musik amerikanischen Ursprungs heraus.

Kassette zwei ist unbeschriftet und vom Fabrikat Orwo. Aufzeichnungs-Bruchstücke, Kommentare und Beschreibungen dieser Nacht in schlechter Aufnahmequalität finden sich darauf.

Dem Päckchen beigefügt war eine beglaubigte Abschrift des Inhalts der Kassette beigefügt sowie ebenfalls beglaubigt, deren englische Übersetzung. Beide Schriftstücke sind mit Aktenbemerkungen versehen und lassen eine damals eingeleitete Untersuchung bei der US Army vermuten. Hinweise über Hintergrund und Ergebnisse einer solchen Untersuchung sind nicht bekannt. Nach Abzug der amerikanischen Truppen aus Berlin wurden dem Autor 1993 die Abschrift, die beiden Tonbandkassetten, alle vorgefundenen handschriftlichen Notizen und sogar einige der Zeitungsartikel von einer ehemaligen AFN-Mitarbeiterin (American Forces Network) übergeben. Auf dieses Material stützt sich ein Bericht, der aus ungewöhnlicher Perspektive die nächtliche Flucht eines Mannes von Ost- nach West-Berlin schildert.
Sprecher:Stefan Wilkening
Astrid Meyerfeldt
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 20.11.2000
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 112
Titel: Annas zweite Erschaffung der Welt oder Die 81 Minuten des Fräulein A.
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 11.1997
Autor: Lothar Trolle
produziert in: 1997
produziert von: SDR; DLR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Jörg Jannings
Bearbeitung: Jörg Jannings
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: "Fräulein A. ist einer von den grün-/blau-/rotgekittelten Engeln, die frühmorgens kurz vor 8.00 Uhr mit der Kasse unterm Arm... an die ihnen zugewiesenen Kassen treten..." So beginnt ein Tag in dem Supermarkt-Kassiererinnenleben: die Szenerie im Pausenraum, die Schikanen durch Kolleginnen, Kunden oder Betriebsleitung unterscheiden sich nur graduell. Oder ist doch bloß alles eine Frage der jeweiligen Optik? Gerät da nicht plötzlich eine Männerwelt in Verzückung? Ist man womöglich eine von König Lears Töchtern? Werden denn nicht - und warum nicht jetzt - alle "Sprüche/Gleichnisse/Prophezeihungen" erst einmal wahr? Lothar Trolle läßt sie Gestalt annehmen und arrangiert Bilder einer verlorenen Utopie von ungeheurer sprachlicher Wucht.

"Anna ..." wurde 1998 mit dem "Lautsprecher"-Publikumspreis der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet.
Sprecher:Corinna Harfouch (Anna)
Conny Wolter (Fräulein B / Die Ältere)
Renate Pick (Fräulein C / Die Jüngere)
Jürgen Holtz (Sprecher / Lautsprecherstimme)
ergänzender Hinweis: Technische Realisierung: Peter Kainz; Venke Decker
Daten zu Lothar Trolle:geboren: 22.01.1944
Vita: Lothar Trolle (* 22. Januar 1944 in Brücken) ist ein deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker, Hörspielautor und Übersetzer.

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Erstsendung: 30.11.1997
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 112
Titel: Aphrodite, Arsinoe, Philadelphos
Autor: Irina Liebmann
produziert in: 1987
produziert von: NDR
Laufzeit: 34 Minuten
Regie: Jörg Jannings
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: Im Herbst 1980 ging die Meldung durch die Presse, der Archäologe Walter Iwas habe eine unbekannte Frauenfigur aus dem Bestand der ägyptischen Sammlung des Bode-Museums in Ostberlin als Abbild der Ptolemäerkönigin Arsinoe der Zweiten bestimmen können. Irina Liebmann entwickelte aus dieser Zeitungsnotiz ein Hörspiel, das - ganz und gar Phantasieprodukt, wie die Autorin betont - eine "unmögliche" Liebesgeschichte erzählt. Toni, aus einfachen Verhältnissen stammend, unverheiratet, ist ein eingefleischter Wissenschaftler, Ägyptologe, eine Kapazität auf dem Gebiet der Vergangenheit. Anna, einer hochgestellten Familie angehörig, zweimal geschieden, etwas frustiert und gelangweilt, ist allein der Gegenwart zugewandt, dem Heute und Morgen, dem eigenen Leben. Für eine kurze Zeit teilen beide dasselbe Arbeitszimmer in einem der von Wasser eingeschlossenen Museen. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen gelingt Toni die Bestimmung und Restaurierung der schwarzen Göttin, einer Orakelstatue aus dem Aphroditekult. Die gemeinsame Orakelprobe, bei der jeder etwas anderes versteht, ist das vorzeitige Ende ihrer ungelebten Beziehung. Anna verläßt das Land - wie übrigens auch alle Männer, die sie geliebt hatte. Offiziell übergibt sie die restaurierte Göttin, die nach Ägypten verkauft wurde. Toni bleibt zurück auf der Museumsinsel mit einer vom Original kaum zu unterscheidenden Kopie.
Sprecher:Ulrich Wildgruber (Er)
Angelika Thomas (Sie)
Daten zu Irina Liebmann:geboren: 23.07.1943
Vita: Irina Liebmann, geboren 1943 in Moskau, studierte Sinologie in Leipzig. Seit 1975 ist sie freie Autorin, schreibt Reportagen, Hörspiele, Theaterstücke, Kinderbücher und Prosa. Zuletzt veröffentlichte sie: "Letzten Sommer in Deutschland, eine romantische Reise" (1997). Ihr Radio-Poem "Das Haus des 9. November" wurde 1999 beim Saarländischen Rundfunk produziert.

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Erstsendung: 30.09.1987
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 112
Titel: Assault/Anschlag. Sonographie eines Ortes
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 1996
produziert von: BR
Laufzeit: 23 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: "Ich hatte 'nen Traum - 's geht über Menschenwitz zu sagen, was es für ein Traum war. Der Mensch ist nur ein Esel, wenn er sich einfallen läßt, diesen Traum auszulegen ... des Menschen Auge hat's nicht gehört, des Menschen Ohr hat's nichtgesehen, des Menschen Hand kann's nicht schmecken, seine Zunge kann's nicht begreifen und sein Herz nicht wiedersagen, was mein Traum war" (Shakespeare, 'Sommernachtstraum'). Sonographie ist die Kunst der Lautsphärenaufzeichnung. Mit Hilfe von Sonogrammen (d.h. der Aufzeichnung und Analyse von Lautereignissen) und/oder anderer Aufzeichnungs-Methoden wird der Versuch einer akustischen Zustandsbeschreibung der Umgebung in Abhängigkeit von Zeit und Ort unternommen. Vergleichbar vielleicht mit dem Vorgang, wenn mittelalterliche Kartographen den höchsten Hügel bestiegen, um die geographische Situation der Gegend zu erfassen oder die Maler in der Renaissance den höchsten Turm, um die perspektivische Tiefe ihrer Bilder zu erweitern.
Sprecher:Achim Buch
Chris Pichler
George Tabori
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 29.11.1996
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 112
Titel: atlantis tapes
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 2007
produziert von: DLF; RBB
Laufzeit: 49 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: mit Texten von Francis Bacon, Heiner Müller, Joseph Beuys, Donovan und Gerhard Ahrens

»Zwei Männer mit einem Tonbandgerät. Smokey und Dusty. Auf einer weißen Kiste. Vor ihnen eine Seekarte. Auf der Kiste steht in schwarzer Farbe geschrieben: ATLANTIS TAPES. Auf der Seekarte ATLANTIC OCEAN. Die Kiste klemmt. Russland ist aufgelöst in einem Wirbelsturm, Europa eine Zone der Unsicherheit, zerstört ist das große Atlantis, man hungert, und man stirbt - so die beiden.«

Diese Szene ist der Ausgangspunkt von »atlantis tapes«, einem Phantasiestück über zwei deutsche Künstlerikonen des 20. Jahrhunderts: den Schriftsteller und Dramatiker Heiner Müller und den bildenden Künstler Joseph Beuys. Beide haben nicht viel gemeinsam. Oder doch? Getroffen haben sie sich zwar nie, aber entworfen haben sie Utopien, die dem herkömmlichen Land Utopia fremd sind. Sie organisieren eine Reise nach Atlantis - dem Ort aller Orte. Im Gepäck die Reisebeschreibung Bacons von 1626 sowie Tapes mit O-Tönen, Erzählungen, Theorien, Sounds.

Kam es nicht einem Kunststück gleich, dass sich zwei Partisanen der Utopie, nämlich Heiner Müller und Joseph Beuys, niemals begegnet sind? In "atlantis tapes" führen sie diese subversive Parallelaktion - ausgestattet mit Filzhut, Zigarren und Whiskey (und endlich wiedervereinigt) - zum Abschluss.

Es ist ein posthumes Gipfeltreffen nach dem Muster von Totengesprächen, gespeichert auf Magnetbändern.
Sprecher:
offen
Erzähler / 3. Tonbandstimme: Manfred Zapatka
DJ: Ken Jebsen
2. Tonbandstimme: Steffen Schult
Müller / Smokey: Jürgen Holtz
Beuys/Dusty / 1. Tonbandstimme: Bernhard Schütz
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 112
Titel: Aus dem Lesebuch für Städtebewohner
Autor: Bertolt Brecht
produziert in: 1997
produziert von: DLF; BR; WDR
Laufzeit: 35 Minuten
Genre: Lyrik
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: "Denn nicht die vier sind zu viel/ Sondern das fünfte Rad/ Und nicht schlecht ist die Welt/ Sondern/ Voll."

Die 1926/27 entstandenen Texte, von Brecht "für Schallplatten" konzipiert, sind von provozierender Aktualität. Es gibt keine beruhigenden Gewissheiten. Die Gedichte haben kein Metrum. Sie weichen rhythmisch aus, wie der einzelne, der in einer Menschenmenge ausweichen muß, wenn er durch die Straßenschluchten Chicagos irrt.

"Ihr müßt das ABC noch lernen./
Das ABC heißt:/
Man wird mit euch fertig werden."

Wenn man Brechts lyrische Versuchsanordnung über die Städte und deren Bewohner heute wiederholt, entstehen beim Zusammenprall zweier Zeitebenen vielfach Reibungen und auch komische Brechungen; sie geben dem Hörstück die akustische Struktur.
Sprecher:Max Raabe
Sophie Rois
Hans-Werner Meyer
Guntram Brattia
Daten zu Bertolt Brecht:geboren: 10.02.1898
gestorben: 14.08.1956
Vita: Bertolt Brecht (auch Bert Brecht; gebürtig Eugen Berthold Friedrich Brecht; * 10. Februar 1898 in Augsburg; † 14. August 1956 in Ost-Berlin) war ein einflussreicher deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Brecht hat das epische Theater beziehungsweise „dialektische Theater“ begründet und umgesetzt.

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Erstsendung: 07.02.1998
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 112
Titel: Bouvard und Pécuchet
Autor: Gustave Flaubert
produziert in: 1994
produziert von: DLR; SWF
Laufzeit: 82 Minuten
Genre: Historisch; Komödie
Regie: Jörg Jannings
Bearbeitung: Thomas Fritz
Komponist: Klaus Buhlert
Übersetzer: Thomas Dobberkau
Inhalt: Flauberts unvollendeter Roman widmet sich nach eigener Aussage der "Ideenkomik". Bouvard und Pécuchet gehen mit Enthusiasmus und schöner Freundschaft zu Werke: Sie versuchen sich in allen wesentlichen Bereichen der Philosophie, Wissenschaft und Kunst. Sie probieren alle bürgerlichen Lebenskonzepte wie Liebe, Ehe, Familie aus, um für sich den Sinn des Lebens zu finden. So werden sie mit Gartenbau und Landwirtschaft, Astronomie, Geschichte, Politik, Pädagogik und anderen Wissensgebieten gründlich beschäftigen und gründlich scheitern. Zwei liebenswerte Clowns versuchen immer wieder von vorn zu beginnen.

Bürgerliche Erfahrungen und Werte erweisen sich im Brennspiegel der Satire als absurd, komisch und lächerlich. Flauberts Roman wird in der Hörspielfassung von Thomas Fritz zum Satyrspiel über das Prinzip Hoffnung.
Sprecher:Ulrich Wildgruber (Bouvard)
Hermann Lause (Pecuchet)
Jörg Jannings (Sprecher)
Daten zu Gustave Flaubert:geboren: 12.12.1821
gestorben: 08.05.1880
Vita: Gustave Flaubert [flo'bɛ:r] (* 12. Dezember 1821 in Rouen, Haute-Normandie; † 8. Mai 1880 in Canteleu, Haute-Normandie) war ein französischer Schriftsteller, der vor allem als Romancier bekannt ist.

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Erstsendung: 06.04.1994
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 112
Titel: Brut
Autor: Matthias Zschokke
produziert in: 1989
produziert von: RIAS; Hochschule der Künste Berlin
Laufzeit: 86 Minuten
Regie: Jörg Jannings
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: "Brut" spielt auf einem Piratenschiff, das irgendwo in den karibischen Sümpfen vor sich hindümpelt. Die von der bis dahin bedingungslos akzeptierten Kapitänin Tristina Nunez erzwungene Untätigkeit führt zum Aufbrechen von Konflikten innerhalb der Mannschaft. Sie kristallisieren sich vor allem um den Matrosen Selkirk, der in Wirklichkeit eine verkleidete Frau ist. "Brut" wurde von Regisseur Jörg Jannings mit Schauspielern der Hochschule der Künste in Szene gesetzt.
Sprecher:Natascha Bub (Fürstin Lastadie Etmal)
Susanne Weckerle (Kapitänin Tristana Nunez)
Elisabeth Romano (Matrosin Sascha Selkirk)
Uwe Preuß (Steuermann Azor)
Jens Wachholz (Koch Arud Caflisch)
Hans-Georg Waidmann (Navigator Hornigold Glaser)
Steffen Münster (Offizier Hallwax)
Steffen Wink (Rudergast Kogge)
Arne Rehbein (Dichter Julio Sloop)
MusikerMax Rabe (Singstimme) Nella Jezierski Stefan Jezierski Klaus Buhlert
Daten zu Matthias Zschokke:geboren: 1954
Vita: Matthias Zschokke, 1954 in Bern geboren, lebt seit 1980 als Schriftsteller, Theaterautor und Filmregisseur in Berlin. Er erhielt mehrere Film- und Literaturpreise, darunter 1992 den Gerhart-Hauptmann-Preis für sein Stück "Die Analphabeten". Weiteres Hörspiel: "Brut" (RIAS 1989).
Erstsendung: 17.01.1990
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 112
Titel: Coldhaven
Auszeichnungen (3):Hörspiel des Monats: 2.2017
Hörspiel des Jahres: 2017
Hörspielpreis der Kriegsblinden: 2018
Autor: John Burnside
produziert in: 2017
produziert von: SWR
Laufzeit: 65 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Dramaturgie: Manfred Hess
Übersetzer: Bernhard Robben
Inhalt: Ein fiktives schottisches Küstendorf namens Coldhaven ist noch immer im Bann des geheimnisvollen Verschwindens von Eilidh Cameron. Ihre Leiche wurde bisher nicht gefunden. Sie war fünfzehn und wurde zuletzt mit dem 17-jährigen Xander Wilson gesehen, mit dem sie in den Marschen spazieren ging. Eine polizeiliche Untersuchung entlastete Xander. Das geschah vor mehr als einem Jahr. Die Geschichte des Dorfes und des Mädchens erzählt Burnside aus der Perspektive verschiedener Dorfbewohner. Neben Xander, seiner Mutter und seinem Freund Paul sind das der Postbote Paul, der glaubt, um den Tathergang zu wissen, die ehemalige Stadtbibliothekarin und selbst ernannte Dorfchronistin Agnes sowie zwei zu Chören aufgestellte Gruppen des Dorfes: diejenige, die von der Schuld Xanders überzeugt ist, und die, die ihn für unschuldig hält. Alle nehmen aber noch eine weitere Singstimme wahr: Sie ist der Geist von Eilidh. Sie erzählt in ihrem Sprechlied, einem schottischen Volksmärchen folgend, von ihrer befreienden Reise in den Nebel und ihrer Wiedergeburt als Vogel.
Sprecher:Felix Goeser (Erzähler)
Johannes Silberschneider (John the Post)
Corinna Harfouch (Agnes)
Astrid Meyerfeldt (Fiona)
Christopher Heisler (Martins Geist)
Moritz Kienemann (Paul)
MusikerAnother Plus Band (Ensemble)
Daten zu John Burnside:geboren: 1955
Vita: John Burnside, geboren 1955 in Dungermline, Fife/Schottland, gilt als einer der renommiertesten Romanciers und Dichter der britischen Gegenwartsliteratur. In Deutschland wurde er vor allem mit seinen Romanen »Lügen über meinen Vater« (2011) und »Helle Sommernächte« (2012) bekannt. Gedichtbände: »The Light Trap« (2002), dt. 2011 als »Versuch über das Licht«. »Black Cat Bone« (2013). Auszeichnungen: Corinne Literaturpreis 2011, Petrarca Preis 2011, Forward Poetry Preis, T.S. Eliot-Prize 2013. Seit Sommer 2014 lebt er mit seiner Familie als DAAD-Stipendiat in Berlin.
Erstsendung: 16.02.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 112
Titel: Confirmation - Bestätigung
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 11.2015
Autor: Chris Thorpe
produziert in: 2015
produziert von: SWR
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Dramaturgie: Manfred Heß
Inhalt: Sie sind weltoffen und akzeptieren andere Meinungen? Natürlich. Aber vielleicht auch nicht. Denn wir können nicht die Welt durch die Augen anderer sehen, selbst wenn sie mit Fakten und Informationen bestückt ist. Wie wir – so sind auch die anderen. Haben Rassisten oder Antisemiten somit immer unrecht? Sind Sie jemals der Versuchung erlegen, über die dunkle Hölle eines Anders Breivik zu argumentieren? Ist es also möglich, einen »herrschaftsfreien Dialog« mit Menschen zu führen, mit denen man fundamental divergiert? Diese Fragen führen automatisch zu den eigenen wie fremden Bestätigungsfehlern (confirmation bias). Thorpes Stück beginnt wie eine vergnügliche TED-Rede über das liberale Leben, gut gemeint und vor einem öffentlichen Forum, das »liken« kann. Sie verwandelt sich aber unversehens in einen Boxkampf um die »rechte«, d.h. richtige Meinung – tückisch und mit permanenten Erschleichungen der Beweisgründe (petitio principii). So ist sie, die menschliche Tendenz, sich zu bestätigen. Aber so liberal und einsichtig auch der Einzelne zu sein glaubt, am Ende steht in dieser Selbst- und Publikumsbefragung klar und deutlich fest: Toleranz oder Kuschelkurs, alles anzuhören und alle zu verstehen, das kann nicht das Richtige sein. Diese Ambivalenz gilt es auszuhalten und ihr entsprechend entschieden zu leben.
Sprecher:Corinna Harfouch
MusikerAnother Plus Band
Daten zu Chris Thorpe:Vita: Chris Thorpe ist Autor und Performer aus Manchester. Neben zahlreichen Kooperationen mit dem Unlimited Theatre, der Performance Gruppe Third Angel und der portugiesischen Gruppe mala voadora sowie Arbeiten für das Forest Fringe, die BBC und das Belarus Free Theatre ist Chris Thorpe auch als Übersetzer und als Musiker tätig. Die in Zusammenarbeit mit der Dichterin Hannah Jane Walker entstandenen Stücke The Oh Fuck Moment und I Wish I Was Lonely wurden von Oberon Books publiziert.
Erstsendung: 12.11.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)NDR
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 112
Titel: Das Ende der Paraden
Autor: Ford Madox Ford
produziert in: 2018
produziert von: BR
Laufzeit: 351 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Übersetzer: Joachim Utz
Inhalt: Ein 7-teiliges Hörspiel.

I. Manche tun es nicht (Teile 1+2)
II. Keine Paraden mehr (Teile 3+4)
III. Der Mann, der aufrecht blieb (Teile 5+6)
VI. Zapfenstreich (Epilog) (Teil 7)

Christopher Tietjens ist ein Held vom alten Schlag, der wohl letzte verbliebene Gentleman im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Die immer korrupter und unmoralischer werdende Gesellschaft - allen voran seine untreue Ehefrau Sylvia - machen es ihm zu nehmend schwer, seine noblen Ideale von Selbstlosigkeit und Zurückhaltung zu bewahren. So zieht Tietjens in den Ersten Weltkrieg und muss an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen: Als Soldat gegen die Deutschen, als Ehrenmann gegen die Intrigen seiner Frau.

Ford Madox Ford zeichnet mit seiner Tetralogie Das Ende der Paraden das Porträt einer Gesellschaft im Umbruch, vom Viktorianismus hin zur Moderne: Frauen kämpfen um das Recht zu wählen, die Elite verliert sich in Diskussionen um Rang und Namen, die Wirtschaft ist in Schieflage geraten, Ehe und Familie haben durch den allgemeinen Trend zur Untreue an Wert verloren - kurzum: es herrscht Orientierungslosigkeit in allen sozialen Schichten. Diese Orientierungslosigkeit bildet Ford Madox Ford durch seine Erzählweise ab, er vermischt Perspektiven, innere Monologe, Bilder und Erinnerungen, die umherfliegen wie Granatensplitter.

Im ersten Band, "Manche tun es nicht", ist der Rosenkrieg mit seiner Frau Sylvia, die zwischenzeitlich mit einem anderen durchgebrannt war, in vollem Gange.
Da bricht der Erste Weltkrieg aus und Christopher Tietjens meldet sich freiwillig, er flüchtet gleichsam an die Front und lässt die junge Valentine Wannop, in die er sich verliebt hat, zurück, ohne sich mit ihr eingelassen zu haben. Denn Tietjens gehört zu denen, die moralisch integer bleiben wollen, die es eben nicht tun.

"Keine Paraden mehr", der zweite Band, zeigt den Helden dann in Frankreich an der Front, inmitten von Waffenlärm, Schlamm und Blut, während seine Ehefrau sich vor der Presse inszeniert. Erst als ihr klar wird, dass Tietjens sich neu verliebt hat, versucht sie, ihn zu verführen und zurückzugewinnen.

Endgültig und unwiederbringlich zerfällt die alte Ordnung, privat wie gesellschaftlich, mit dem Ende des Krieges, dem Tag des Waffenstillstands, mit dem der dritte Band, "Der Mann, der aufrecht blieb", beginnt. Valentine und Christopher finden sich wieder und müssen nun nach vier Jahren Ausnahmezustand ihre Realität neu zusammensetzen und gestalten.

Als Epilog rekapituliert der vierte Band, "Zapfenstreich", schließlich aus der Sicht vieler verschiedener Figuren in Christopher Tietjens Umfeld, was sich in den vergangenen Jahren ereignet hat. Tietjens lebt zusammen mit Valentine, die ein Kind von ihm erwartet, seinem sterbenden Bruder Mark und dessen französischer Geliebter auf dem Familienanwesen. Der Bruder hat am Tag des Waffenstillstandes beschlossen, nie mehr zu sprechen. Diese Sprachlosigkeit angesichts der inneren und äußeren Umwälzungen des Systems ist symptomatisch für den gesamten Text und für die Zeit, in der er spielt.

Das nicht Gesagte oder nicht Sagbare ist auch die Herausforderung für die siebenteilige Hörspielproduktion, die Klaus Buhlert aus Ford Madox Fords vier Romanbänden inszeniert hat. Die Bruchstücke, Wortfetzen, Eindrücke und Vorstellungen verdichten sich immer wieder zu dynamischen Musiktableaus, die das Kriegsgetöse lautmalerisch hörbar machen, die Leitmotive hervorheben und so ihr eigenes akustisches Bild von Ford Madox Fords Welt zeichnen.
Sprecher:Jens Harzer (Erzähler)
Felix Goeser (Christopher Tietjens)
Bibiana Beglau (Sylvia Tietjens)
Stefan Merki (Macmaster)
Wiebke Puls (Mrs. Satterthwaite / Miss Wanostrocht / Dame)
Stefan Wilkening (Pater Consett / General O'Hara)
Manfred Zapatka (General Campion)
Anna Drexler (Valentine Wannop)
Caroline Ebner (Mrs. Wannop / Marie Léonie)
Jeanette Spassova (Mrs. Duchemin / Dienstmädchen)
Wolfram Koch (Hochwürden Duchemin / Colonel)
Wowo Habdank (Kutscher / Vorsteher / Stadtstreicher / Gunning)
Oliver Nägele (Polizist / Offizier / Colonel Gillum / Major)
Franz Pätzold (Mann / Ruggles / Kanadier / Pferdebursche / Perowne / Arzt)
Steven Scharf (Mr. Horsley / Mark Tietjens)
Shenja Lacher (Captain McKechnie)
Johannes Silberschneider (Colonel Levin)
Achim Buch (Cowley)
Moritz Kienemann (Sergeant Case / Lance-Corporal / Melder)
Joschka Walser (Sohn)
Daten zu Ford Madox Ford:vollständiger Name: Ford Hermann Hueffer
geboren: 17.12.1873
gestorben: 26.06.1939
Vita: Ford Madox Ford, eigentlich Ford Hermann Hueffer (* 17. Dezember 1873 in Merton, Surrey, England; † 26. Juni 1939 in Deauville, Calvados, Frankreich) war ein englischer Schriftsteller.

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Erstsendung: 21.01.2018
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Titel: Das Porträt
Autor: Anders Nyman
produziert in: 1994
produziert von: MDR; NDR
Laufzeit: 80 Minuten
Regie: Jörg Jannings
Komponist: Klaus Buhlert
Übersetzer: Marianne Weno
Inhalt: Übersetzt aus dem Schwedischen

Irgendwann Mitte der Fünfziger Jahre betritt ein Mann das Pariser Atelier des Bildhauers Alberto Giacometti. Er heißt James Lord. Er ist Kunstschriftsteller. Er ist eben aus New York herübergekommen, um ein Porträt für die "Art Review" zu schreiben. Und er hat extra schriftlich vorher einen Termin vereinbart. Doch Giacometti kann sich an nichts erinnern, muß arbeiten und will ihn vor die Tür setzen. Da entdeckt er etwas. Er entdeckt, daß dieser energische, kultivierte Amerikaner das Gesicht eines Mörders hat. Und jetzt will ER ein Porträt zeichnen - seins. - Es gelingt nicht. Sie versuchen es wieder. Aus Tagen werden Wochen. Giacometti ist kratzbürstig, selbstzerstörerisch und besessen. James Lord ist stolz, als Modell erwählt zu sein, und meditiert über Kunst und Künstler. Sie sitzen sich im Atelier gegenüber, belauern sich und würden einander am liebsten an die Kehle gehen. Doch die Wunden, die sie sich schlagen, öffnen sie auch; wer sich erst einläßt, muß sich auch ausliefern. Und während ihre Porträts scheitern (Lord erhält inzwischen Drohbriefe von seiner Familie, und die "Art Review" hat ihm die Zusammenarbeit aufgekündigt), sind sich die beiden Männer unvermutet ganz nah: Leidenschaft und Verzweiflung haben die Konventionen weggeätzt. Und darum geht es. "Es geht darum", sagt Giacometti, "zu zeigen, was vom Menschen übrigbleibt, wenn das Scheinbild weg ist."
Sprecher:Thomas Holtzmann (Alberto Giacometti)
Detlef Jacobsen (James Lord)
Juliane Köhler (Caroline)
Daten zu Anders Nyman:Vita: Anders Nyman, Jahrgang 1955, lebt in Stockholm. Er ist Absolvent der Dramaturgieklasse des Schwedischen Dramatischen Instituts. Sein erstes Theaterstück "Das Porträt" wurde 1989 in Göteborg uraufgeführt und 1991 in einer Hörspielbearbeitung vom Schwedischen Rundfunk gesendet. Seine beiden in der Folge entstandenen Hörspiele "Die Seilbahn" und "Der kleine Tod des Henry G." wurden in Deutschland vom Saarländischen Rundfunk bzw. vom Mitteldeutschen Rundfunk produziert. Seine letzten Arbeiten sind das Theaterstück "Cirkus Medici" und die Oper "HP", die im Herbst 1995 uraufgeführt werden wird.
Erstsendung: 26.12.1994
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Treffer 15 von insgesamt 112
Titel: Das Schloss
Autor: Franz Kafka
produziert in: 2016
produziert von: BR
Laufzeit: 617 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: Draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, "Landvermesser" K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des 'Brückenhofes'. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unterfangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die "hiesige Ordnung der Dinge" treiben, ohne dass "Ordnung" oder "Dinge" je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der 'Roman' bleibt Fragment.

Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas "Das Schloss" bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.
Sprecher:Michael Rotschopf (Erzähler)
Devid Striesow (K.)
Deleila Piasko (Frauenstimme, Frau 1)
Steven Scharf (Schwarzer)
Peter Kurth (Wirt vom „Brückenhof“)
Jens Harzer (Artur, Jeremias)
Samuel Finzi (Oswald)
Moritz Kienemann (Barnabas)
Götz Schulte (Lehrer)
Dieter Fischer (Lasemann)
Wowo Habdank (Gerstäcker)
Margit Bendokat (Frau 2)
Daten zu Franz Kafka:geboren: 03.07.1883
gestorben: 03.06.1924
Vita: Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren, wo er fast sein ganzes Leben verbrachte. Nach dem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, absolvierte er ein einjähriges Rechtspraktikum und arbeitete schließlich bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung 1922 bei der Prager "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt". 1907 begann er mit dem Schreiben. Seine testamentarisch zur Verbrennung bestimmten Schriften blieben größtenteils erhalten. Neben den Romanen "Amerika" (1927), "Der Prozess" (1925) und "Das Schloss" (1926) sowie den Tagebüchern und Briefen sind es vor allem die Erzählungen, die Kafkas Ruhm begründet haben. Er starb am 3. Juni 1924 an einer Tuberkuloseerkrankung.
Hompepage o.ä.: http://www.franzkafka.de/franzkafka/home/
Erstsendung: 15.01.2017
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Titel: Das träumende Haus
Autor: Klaus Rifbjerg
produziert in: 1995
produziert von: SFB; DLR, Berlin
Laufzeit: 59 Minuten
Regie: Jörg Jannings
Komponist: Klaus Buhlert
Übersetzer: Lutz Volke
Inhalt: Übersetzt aus dem Dänischen

Er träumt davon, daß der Fisch - ein Seeteufel -, dem er unter Wasser begegnet und der später auf seinem Teller liegt, seine Mutter sei. Seine Frau träumt, ihre Kinder wären mit dem Zug weggefahren, hätten aber weder Geld noch Fahrkarte, dafür knipst ihr der Kontrolleur - möglicherweise ihr Vater - mit seiner Zange Löcher in die Hände. Träume offenbaren Unbewußtes. Träume können schrecklich sein. Aber wir müssen mit ihnen leben. Das Leben - ein Alptraum? "Das träumende Haus" ist ein heiteres Stück. In unseren Träumen halten wir uns selber zum Narren. Wir relativieren die Wirklichkeit und versetzen das feste Gebäude, das wir um uns errichten, in Schwankungen. Unser Gebäude ist ein Gehäuse, das in Träumen erlebbar wird.
Sprecher:Leslie Malton (Sie)
Felix von Manteuffel (Er)
Detlef Jacobsen (Stimme)
Hilmar Thate (Kontrolleur)
Christine Oesterlein (Seeteufel)
Corinna Kirchhoff (Bild)
Daten zu Klaus Rifbjerg:geboren: 15.12.1931
Vita: Klaus Rifbjerg (* 15. Dezember 1931 in Kopenhagen) ist einer der produktivsten dänischen Schriftsteller der Gegenwart, der sich in einer Vielzahl von Werken ausgedrückt hat.

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Erstsendung: 02.05.1995
Datenquelle(n): dra
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Titel: Den Kopf hinhalten ...
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 2000
produziert von: DKultur
Laufzeit: 46 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: Nach Motiven des Drehbuchs "Engel aus Eisen" von Thomas Brasch

Flugzeuge über Berlin, ohrenbetäubend. Gladow geht zurück ins Kinofoyer, die Kasseneinnahme verschwindet in seiner Manteltasche, der Lärm der Rosinenbomber übertönt die Schreie der Kassiererin. Der Wochenschau-Kommentator dankt den amerikanischen Piloten ... 1949 wird der junge Werner Gladow mit seiner Bande festgenommen. Diebstähle, Raubüberfälle, auch Morde gehen auf ihr Konto. Die Urteile vom April 1950: dreimal Todesstrafe durch das Fallbeil, lebenslängliche und mehrjährige Freiheitsstrafen. Die Todesurteile werden im Dezember 1950 in Frankfurt/Oder vollstreckt.
Sprecher:Matthias Walter (Werner Gladow)
Doris Plenert (Lucie Gladow, seine Mutter)
Thomas Thieme (Scharfrichter Völpel)
Christine Schorn (Gertie Völpel, seine Frau)
Astrid Meyerfeldt (Lisa)
Stefan Wilkening (Erzähler)
MusikerMax Raabe (Gesang der "Ballade vom blutigen Bomme" nach einem Text von Christa Reinig)
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 27.08.2000
Datenquelle(n): dra
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Treffer 18 von insgesamt 112
Titel: Der Baucan
Autor: John Burnside
produziert in: 2015
produziert von: SWR
Laufzeit: 42 Minuten
Genre: Fantasy
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Dramaturgie: Manfred Heß
Übersetzer: Bernhard Robben
Inhalt: Übersetzt aus dem Englischen

»Schottlands Anderwelt ist unbeschreiblich grün und geheimnisvoll. In Wäldern und auf Wiesen leben Brownies – das sind Feen im braunen Mäntelchen, Kobolde oder ein anderer Unhold, namens Baucan, der durch Geräusche oder sein Schweigen auffällig wird – einmal Mann, dann wieder Frau. Dann unsichtbar. Aber immer präsent und effektiv in seinem Wirken … Je nach Bedarf und Eigensinn. Schottlands Wälder und seine Wiesen gehören Wenigen. Das war schon immer so. Wird auch immer so bleiben. Hin und wieder braucht Sir Landlord noch ein wenig mehr Geld. Dann will er auf den Wiesen Wohnblöcke oder Müllverbrennungsanlagen errichten. Die Schotten der Anderwelt werden nicht gefragt. Sie werden beschissen – genau wie der zurückgezogen lebende namenlose Aussteiger in John Burnsides Stück beschissen werden soll. Die Wiese ist alles, was er hat. Götter sind es nicht, die helfen. Die Beiden selbst müssen ihr bedrohtes Paradies vom Müll der Gegenwart befreien. Ein selten seltsames akustisches Biotop musste da zusammengefügt werden, auf ganz schottische Art und irgendwie analog zu Stevensons Novelle ›Dr. Jekyll und Mr. Hyde‹. Aber bei Burnside überwinden ein schottischer Eigenbrötler und ein mythischer Unhold ihre gottgegebenen Grenzen – und so etwas musste nach meiner Vorstellung ebenso für ihre klanglich, akustischen Welten möglich sein …« Klaus Buhlert In seinem nach »Fügung« (2013) zweiten vom SWRHörspiel angeregten Originalhörspiel stellt Burnside nicht zuletzt die Frage, ob der gute Zweck die bösen Mittel heiligt, auch wenn er aus dem moralisch so schön zu rechtfertigenden grünen Untergrund entsteigt.
Sprecher:Thomas Thieme (Erzähler/Monolog)
Peter Kurth (Baucan männlich)
Jacqueline Macaulay (Baucan weiblich)
Daten zu John Burnside:geboren: 1955
Vita: John Burnside, geboren 1955 in Dungermline, Fife/Schottland, gilt als einer der renommiertesten Romanciers und Dichter der britischen Gegenwartsliteratur. In Deutschland wurde er vor allem mit seinen Romanen »Lügen über meinen Vater« (2011) und »Helle Sommernächte« (2012) bekannt. Gedichtbände: »The Light Trap« (2002), dt. 2011 als »Versuch über das Licht«. »Black Cat Bone« (2013). Auszeichnungen: Corinne Literaturpreis 2011, Petrarca Preis 2011, Forward Poetry Preis, T.S. Eliot-Prize 2013. Seit Sommer 2014 lebt er mit seiner Familie als DAAD-Stipendiat in Berlin.
Erstsendung: 28.05.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 19 von insgesamt 112
Titel: Der Großinquisitor
Autor: George Tabori
Fjodor Dostojewski
produziert in: 1993
produziert von: MDR; HR
Laufzeit: 40 Minuten
Regie: Jörg Jannings
Bearbeitung: Jörg Jannings
Komponist: Klaus Buhlert
Übersetzer: Ursula Grützmacher-Tabori
Inhalt: Sie heißen nicht Kain und Abel, sondern Iwan und Aljoscha. Iwan ist ein bitterer, blendender Freigeist mit einer Neigung, seinen Bruder mit zynischen Kommentaren zu brüskieren: "Seid unserer Kindheit geht mir deine Güte auf den Sack." Aljoscha ist ein sanftmütiger Mönch mit der nicht minder seltsamen Neigung, noch die schlimmste Liste der Greuel mit einem schmerzlichen Lächeln von sich abprallen zu lassen. Das Thema ihres Dauerstreits: Gibt es Gott? Um diese Bastion an Menschenliebe endlich in die Luft zu sprengen, erzählt Iwan seinem Bruder eines Tages eine Geschichte aus dem Roman eines "verrückten Russen": Sevilla in der Schreckenszeit der Inquisition. Christus ist wiedergekommen. Die Menschen erkennen ihn und fallen vor ihm auf die Knie. Da läßt ihn der Großinquisitor verhaften. Spät in der Nacht steigt er zu ihm in den Kerker herab und sagt: Verschwinde und laß dich nie wieder blicken. Denn die Herrschaft über die Massen, die die Unmündigkeit der unbequemen Freiheit allemal vorziehen, ist ein unappetitliches und einsame s Geschäft; man muß es sich nicht noch durch die frommen Sprüche eines weltfremden Idealisten stören lassen. Christus antwortet nicht. Er küßt den Großinquisitor und geht. - Doch in Taboris zeitgenössischer Übermalung der berühmten Szene aus Dostojewskis "Brüdern Karamasow" behält auch Aljoschas reinliches Schweigen nicht das letzte Wort.
Sprecher:Ignaz Kirchner (Iwan)
Hermann Lause (Aljoscha)
Leslie Malton (Gruschenka)
Daten zu George Tabori:vollständiger Name: György Tábori
geboren: 24.05.1914
gestorben: 23.07.2007
Vita: George Tabori, ursprünglich: György Tábori (* 24. Mai 1914 in Budapest; † 23. Juli 2007 in Berlin) war ein Drehbuchautor, Schauspieler, Sprecher, Schriftsteller, Übersetzer, Dramatiker und Spielmacher (Theaterregisseur) ungarischer Herkunft. Tabori wurde aufgrund seiner angenehmen Arbeitsweise vom Großteil seiner Schauspieler sehr geschätzt. Den Begriff „Regisseur“ lehnte er für sich als zu autoritär ab und bezeichnete sich stattdessen als „Spielmacher“. In seinen Theaterstücken setzte er dem Grauen von Rassismus und Massenmord oft schwarzen Humor und absurde Komik entgegen. In den USA arbeitete er als Drehbuchautor unter anderem mit Alfred Hitchcock und mit Bertolt Brecht zusammen. 1971 kehrte er nach Mitteleuropa zurück. Dort erreichte er ab 1986 in Wien (Der Kreis, Burgtheater) und seit 1999 in Berlin beim Berliner Ensemble den Höhepunkt seiner Theaterkunst. Viele Theaterfreunde schätzten den in seinen letzten Jahren „dienstältesten Theatermacher der Welt“ als den inoffiziellen „Theaterkönig“.

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Daten zu Fjodor Dostojewski:vollständiger Name: Fjodor Michailowitsch Dostojewski
geboren: 11.11.1821
gestorben: 09.02.1881
Vita: Fjodor Michailowitsch Dostojewski (* 11. November 1821 in Moskau; † 9. Februar 1881 in Sankt Petersburg) gilt als einer der bedeutendsten russischen Schriftsteller. Seine schriftstellerische Laufbahn begann Dostojewski 1844; die Hauptwerke, darunter Schuld und Sühne, Der Idiot, Die Dämonen und Die Brüder Karamasow, entstanden jedoch erst in den 1860er und 1870er Jahren. Dostojewski schrieb neun Romane, zahlreiche Novellen und Erzählungen und ein umfangreiches Korpus an nichtfiktionalen Texten. Das literarische Werk beschreibt die politischen, sozialen und spirituellen Verhältnisse zur Zeit des Russischen Kaiserreiches, die sich im 19. Jahrhundert fundamental im Umbruch befanden. Dostojewski war ein Theoretiker der Konflikte, in die der Mensch mit dem Anbruch der Moderne geriet. Zentraler Gegenstand seiner Werke war die menschliche Seele, deren Regungen, Zwängen und Befreiungen er mit den Mitteln der Literatur nachgespürt hat; Dostojewski gilt als einer der herausragenden Psychologen der Weltliteratur. Fast sein gesamtes Romanwerk erschien in Form von Feuilletonromanen und weist darum die für dieses Genre typischen kurzen Spannungsbögen auf, wodurch es trotz seiner Vielschichtigkeit und Komplexität selbst für unerfahrene Leser leicht zugänglich ist. Seine Bücher wurden in mehr als 170 Sprachen übersetzt.

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Erstsendung: 24.05.1994
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Titel: Der Irre und der Blinde - Fragment eines Dialoges
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 1997
produziert von: BR; DKultur
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: Mad Jazz und Blind Mitch; zwei Figuren auf einem Hinterhof. Eine Barrikade aus Mülltonnen, ein verlassener Hundezwinger von Harpers Pet Shop und gegenüber das heruntergekommene Apollo-Kino. Man lauscht sich selbst wie einem perpetuum mobile. Das Rekapitulieren von Geschichten ist sinnlos und zwanghaft geworden. Man spricht über Gefahr, über Auflehnung - aber man ist bestenfalls erschöpft. Wenn Mitch abends im Apollo Filmbüchsen für die Abendvorstellung öffnet, weiß er: der Geruch, der von den Kopien aufsteigt, ist Todesgeruch. Hollywood liegt im Sterben! Alles liegt im Sterben! In diesem absurden Spiel der Austauschbarkeit von Urteil und Vorurteil versucht sich Mitch - um endlich sehen zu lernen - in der Rolle des Blinden. Jazz dagegen glaubt fest daran, daß sein Verstand nicht mehr still steht, wenn er die Rolle des Irren spielt. Teile dieses Hörspiels beruhen auf fragmentarischen Texten, die Anfang der 80er Jahre bei einem längeren Aufenthalt des Autors in Boston/New York entstanden. Weiteres Material kam 10 Jahre später bei einer ursprünglich als Libretto geplanten Arbeit über Leben und Werk des amerikanischen Dichters Ezra Pound hinzu.
Sprecher:Ignaz Kirchner (Jazz, der Irre)
Ulrich Wildgruber (Mitch, der Blinde)
Corinna Harfouch (Smaragda, Nichte von Mitch Mitchel)
Rufus Beck (Harper, Betreiber von Harpers Pet Shop)
Axel Milberg (Adolfo, Leibwächter des Maklers/Ciano)
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 20.06.1997
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    11. Januar 2015
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