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Hörspieldatenbank

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Titel: Das Weihnachtsgeheimnis
Autor: Jostein Gaarder
produziert in: 1995
produziert von: RB
Laufzeit: 33 Minuten
Regie: Hermann Naber
Bearbeitung: Hermann Naber
Übersetzer: Gabriele Haefs
Inhalt: 1. Dezember: ... vielleicht hatten die Zeiger es satt, Jahr um Jahr denselben Weg zurückzulegen, weshalb sie plötzlich die Gegenrichtung einschlugen.... Über eine Rolltreppe aus dem Kaufhaus...
In einem Buchladen entdecken Joachim und sein Vater einen alten, handgearbeiteten Adventskalender, von dem der Buchhändler selbst nicht weiß, wie er in seinen Laden geraten ist. Vermutlich hat ihn der Blumenverkäufer Johannes dort hingestellt, wie schon das Photo, das eine junge Frau vor dem Petersdom zeigt und unter dem der Name "Elisabet" steht. Voller Spannung öffnet Joachim die erste Tür, aus der ihm ein zusammengefalteter Zettel entgegen fällt. Auf dem Bild dahinter stehen mitten in einem Spielwarenladen ein kleines Lamm und ein Mädchen. Auf dem Zettel steht, dass ein Mädchen namens Elisabet kurz vor Weihnachten, während sie mit ihrer Mutter beim Weihnachtseinkauf war, einem zum Leben erwachten Stofflamm nachrannte. Sie wollte das Lamm einholen und sein weiches Fell streicheln, doch das Lamm lief immer weiter aus der Stadt und, wie Elisabet erstaunt feststellte, anscheinend auch rückwärts in der Zeit.


2. Dezember: ...ich kenne eine Abkürzung, gleich hier... Über eine Rolltreppe aus dem Kaufhaus in einen Frühlingswald...
Auf Joachim wartet eine Adventszeit voller rätselhafter Geheimnisse. Er hat einen alten "magischen" Adventskalender. Hinter dessen Türen findet er, statt der üblichen Schokoladenstückchen, handbeschriebene Zettel, die eine Geschichte erzählen. Joachim will die Zettel seinen Eltern zu Weihnachten schenken, und sie bis dahin in einer verschließbaren Schatulle aufbewahren.
Als Joachim an diesem Morgen aufwacht, betrachtet er erst einmal in aller Ruhe das große Bild vorne auf seinem Kalender. Erst jetzt entdeckt er das kleine Stoff-Lamm aus der Geschichte, das zu Füßen eines Hirten liegt. Beim Öffnen der zweiten Tür fällt ihm wieder ein Zettel entgegen, und das Bild dahinter zeigt einen Engel in einem Wald, der seinen Arm um ein kleines Mädchen legt. Immer weiter war Elisabet dem Glockenlamm nachgelaufen und dabei hatte sie bemerkt, dass es nicht dunkler sondern wieder heller wurde. Außerdem war sie im Winter losgelaufen und jetzt in dem Wald war es Frühling. Als Elisabet stolperte, entdeckte sie eine leuchtende Gestalt zwischen den Bäumen.


3. Dezember: ... wie mit dem Wind zu laufen - oder eine Rolltreppe hintunterzurennen... Anno 1916 oder Über Halden bis zur schwedischen Grenze...
Joachim hat immer mehr Fragen zu seinem "magischen" Adventskalender. Zum Beispiel, ob der Blumenmann Johannes von den Zetteln hinter den Türen weiß. Vor allem aber wüsste er gerne, ob die Elisabet, deren Photo Johannes ins Schaufenster des Buchladens gestellt hat, dieselbe Elisabet ist, von der der Kalender erzählt. An diesem Morgen zeigt das Bild einen Oldtimer. Der Engel Efiriel und Elisabet liefen noch immer dem Glockenlamm hinterher und kamen durch die Stadt Halden. Als Elisabet ein Auto entdeckte, das aussah wie die alten Gefährte auf Großvaters Photos, rief sie: "Ein Oldtimer!" Aber Efiriel behauptete dieser Wagen sei ganz neu und erklärte Elisabet, dass sie auf dem Weg nach Bethlehem seien, und dass sie bis zur Geburt Jesu noch 2000 Jahre in der Zeit zurückreisen müssten. Efiriel zeigte ihr seine Engelsuhr: Sie waren im Jahre 1916 und kurz vor der schwedischen Grenze.

4. Dezember: ... er konnte nur noch schnell die Augen aufreißen... Anno 1891 bis 1814 oder: Vom Götaälv bis nach Göteborg
An diesem Morgen zeigt das Bild einen Mann in hellblauem Gewand, das ein bisschen wie ein Nachthemd aussieht. In der Hand hält der Mann einen Stab. Im Jahre 1891 vor Christi Geburt, unweit vom Götaälv, trafen Elisabet und der Engel Efiriel auf den Schäfer Josua. Auf seinen Armen brachte er das entlaufene Glockenlamm. "Dann gehörst du zu uns.", sagte Efiriel, und bald darauf stieß auch der Schäfer mit seinem Hirtenstab auf den Boden und rief: "nach Bethlehem, nach Bethlehem!"

5. Dezember: ... Zeiten sind gekommen, und Zeiten sind verstrichen, und eine Generation ist auf die andere gefolgt ... Anno 1789 bis 1703 oder Von Halland bis zum Öresund
Joachim will seine Eltern an Heilig Abend mit der gesammelten Zettelgeschichte überraschen. Allerdings wächst deren Überraschung jetzt schon mit jedem Tag, an dem ihr Sohn ihnen die Kalenderbilder geschichts- und ortskundig und mit einer blühenden Phantasie erläutert. An diesem Morgen entdeckt Joachim, dass der Schäfer vorne auf dem großen Bild einen Hirtenstab in der Hand hält, der vorher nicht zu sehen war. Wie kann das sein? Ist der Kalender wirklich magisch? Kann ein Bild von selber wachsen wie ein Hefebrötchen? Joachim öffnet die fünfte Tür.. Das Bild zeigt ein Ruderboot. In dem Boot sitzen ein Hirte, ein kleines Mädchen, das Schaf und das Lamm. Aus der Kathedrale von Lund ertönte so wunderschöne Orgelmusik, dass Elisabet weinen musste, und sie lernte, dass auch die Musik von Johann Sebastian Bach wie ein kleiner Zipfel der himmlischen Herrlichkeit ist. Eine Herrlichkeit, deren Genuss durch das Erscheinen des Pastors ein jähes Ende nimmt.

6. Dezember: ... aber ein Kamel kann sich dabei zusätzlich noch von einem Ort zum andern bewegen, ungefähr so wie die Türme auf dem Schachbrett ... Anno 1699 bis 1600 oder: Vom Öresund bis nach Korsør am Großen Belt
Gestern war Joachim mit Mama und Papa zum Weihnachtseinkauf in die Stadt gefahren. Im Kaufhaus musste er daran denken, dass es vielleicht genau hier war, wo Elisabet vor vielen Jahren dem Stofflämmchen hinterhergelaufen war. Das Bild hinter der sechsten Tür zeigt einen runden Turm. Am Ende des 15. Jahrhunderts setzten der Engel Efiriel, der Schäfer Josua, Elisabet und drei Schafe mit einem Ruderboot über den Öresund. Als sie auf der dänischen Seite ankamen, wartete dort ein schwarzer Mann auf sie, der die kleine Elisabet mit seinen Weisheiten während der Pilgerreise noch oft in Erstaunen versetzte.

7. Dezember: ... wir im Himmel haben das allerdings immer für eine gelinde Übertreibung gehalten ... Anno 1599 bis 1504 oder: Von der Insel Fünen nach Middelfart
Joachim grübelt: Der alte Buchhändler hatte gesagt, dass der Kalender bestimmt handgemacht sei. War es dann nicht wahrscheinlich, dass der alte Johannes ihn gemacht hatte? Und wenn es so war, konnten dann nicht die Elisabet auf dem Photo im Buchladen und die im Kalender ein und dieselbe Person sein? Als er am nächsten Morgen aufwacht, wartet hinter der siebten Tür das Bild von einem Schaf. Joachim faltet den Zettel auseinander. Der Engel Efiriel und König Kaspar hatten Elisabet Hansen, den Schäfer Josua und die drei Schafe über den großen Belt gerudert. Die Engelsuhr zeigte, dass Jesus Geburt genau 1599 Jahre her war. Als sie die Insel Fünen betraten, entdeckte Elisabet oben bei Schloss Nyborg ein Schaf. "Klar, das gehört zu uns", sagte Efiriel. Doch Soldaten aus dem Schloss rannten herbei und wollten die "Schafsdiebe" verjagen.

8. Dezember: ... ein Zipfel der himmlischen Herrlichkeit, der sich auf die Erde verirrt hat ... Anno 1499 bis 1402 oder: Durch Jütland ins mittelalterliche Deutschland
Heute morgen wird Joachim von Mama geweckt. Er hat verschlafen. Aber damit Mama nichts von den Zetteln merkt, muss die achte Tür bis nach der Schule warten. Doch auch jetzt wird er aufgehalten: Vor dem Gartentor wartet ein Überraschungsbesuch auf ihn. Zu Hause öffnet er schnell den Kalender, bevor Mama von der Arbeit kommt. Das Bild zeigt einen Schäfer, der ein Lamm auf der Schulter trägt. Elisabet war den Tränen nahe. Ihr Glockenlamm war verschwunden. Seit dem Kaufhaus rannte sie hinter ihm her, um sein weiches Fell zu streicheln, und nun ging es zum zweitenmal verloren. Doch da brachte ein Mann das Lamm zurück und reichte Josua die Hand.

9. Dezember: ... sie hatten nämlich ein feierliches Versprechen gebrochen ... Anno 1378 bis 1304 oder: Von Hamburg nach Hameln
Was hatte der alte Johannes im Weggehen gemurmelt? SABET - TEBAS? Joachim schreibt die Wörter in ein Buch und rätselt den ganzen Nachmittag an ihnen herum. Am nächsten Morgen öffnet er die 9. Tür. Das Bild zeigt einen Flöte spielenden Mann. Im Jahre 1378 drängten sich drei heilige Schafe und ein Glockenlamm in Hamburg über den Markt. Ihnen folgten zwei Schäfer. Dahinter versuchte ein kleines Mädchen mit ihnen Schritt zu halten, und hinter dem Mädchen folgte ein Engel. Doch plötzlich stolperte das kleine Mädchen über die Deichsel eines Karrens, während der Rest des Pilgerzuges den Marktplatz schon wieder verließ.

10. Dezember: ... einige Sekunden später hob das, was Elisabet für einen Vogel gehalten hatte, ab und flog in Schlangenlinien auf den Pilgerzug zu ... Anno 1299 bis 1272 oder: Von Paderborn nach Köln
Joachim wacht auf und öffnet gleich die zehnte Tür des magischen Adventskalenders. Heute ist ein Bild von einem Engel auf einer Kirchturmspitze dahinter. Früh am Morgen, gegen Ende des 13. Jahrhunderts, kam der Pilgerzug nach Paderborn. "Das ist die Bartholomäuskirche", sagte Efiriel. Auf der Spitze des Kirchturms sah Elisabet einen weißen Vogel sitzen, doch...

11. Dezember: ... viele Menschen bekommen doch einen Mordsschrecken, wenn sie einen Engel des Herrn sehen ... Anno 1199 bis1119 oder Von Mainz nach Basel
Mama und Papa haben doch tatsächlich die Geheimschatulle geöffnet, obwohl sie ihm hoch und heilig versprochen hatten, niemals dort hineinzusehen. Auch wenn Joachim das sehr wütend macht, ist er doch ein bisschen erleichtert, dass er seinen Eltern die Zettel jetzt nicht mehr verschweigen muss. Heute morgen öffnet er die elfte Tür ganz in Ruhe, denn jetzt muss er keine Angst mehr haben, Mama oder Papa könnten ihn auf frischer Tat ertappen. Das Bild zeigt ein Pferd und einen Reiter. Fünf Schafe, zwei Schäfer, zwei Engel, ein heiliger König und ein kleines Mädchen eilten im Jahr 1199 durch das Rheinthal. Kaum dass Umuriel am Flussufer ein Boot liegen sah, rannte er auch schon los. Und diesmal fürchtete sich der Fährmann wirklich nicht vor der Engelsgestalt, denn er hatte die Pilgerer schon erwartet.

12. Dezember: ... denn es ist totaler Quatsch, das Richtige zu glauben, wenn es einen nicht dazu bringt, Menschen in Not zu helfen ... Anno 1079 bis 1045 oder: Entlang der Rhône und über den Alpenpass
Als Papa gestern von der Arbeit nach Hause kam, hat er das Photo von der Frau vor dem Petersdom aus dem Buchladen mitgebracht. Und er hat herausgefunden, dass das Mädchen, das 1948 aus einem Norwegischen Kaufhaus verschwand, Elisabet Hansen hieß. Konnte sie dieselbe Elisabet sein, die auf dem Photo zu sehen war? Inzwischen hat auch Papa ein paar dringende Fragen an Johannes. Als Joachim am 12. Dezember die Augen aufmacht, stehen Papa und Mama schon vor seinem Bett. Gemeinsam öffnen sie den Kalender. Auf dem Bild ist ein Mann in einem roten Kittel. Gerade erst hatte sich Balthasar dem Pilgerzug im Rheinthal angeschlossen, da eilten sie auch schon in Richtung Alpen. Die Engelsuhr zeigte das Jahr 1045 vor Christus. Hoch oben auf einem Bergpass wartete Cyrenius, ein Landpfleger aus Syrien. In seiner Hand hielt er ein Plakat mit der Aufschrift: "Nach Bethlehem!" - "Wahrlich", sagte Efiriel, "dieser Wegweiser gehört zu uns." Und dieser Wegweiser birgt eine Überraschung für Elisabet.

13. Dezember: ... so, wie der Blitz über den Himmel jagt und für ein oder zwei Sekunden einen Strom aus Licht über die Landschaft ergießt ... Anno 998 bis 904 oder: Vom Aostatal in die Po-Ebene
Als Joachim am 13. Dezember aufwacht, stehen seine Eltern bereits im Zimmer. "Nun mach schon den Kalender auf", sagt Papa. Joachim fischt als erstes den Zettel heraus. Dann betrachtet er das Kalenderbild. Es zeigt einen Regenbogen. Während der Pilgerzug über den Sankt-Bernhard-Pass lief, dachte Elisabet über ihren Adventskalender nach. Hinter der 12. Tür war das Bild von einem Kalender gewesen, der genauso aussah wie ihr großer Kalender. Aber die Türchen im kleinen Kalender ließen sich nicht öffnen. Kaspar verriet ihr die geheime Botschaft, die sich dahinter verbarg.

14. Dezember: ... lange bevor noch der Zeigefinger des Kindes sich ausstrecken konnte ... Anno 899 bis 800 oder: Von der Lombardei nach Padua
Hinter den Türchen in Elisabets winzigem Kalenderbild, das hinter der 12. Tür vom großen Kalender zu sehen war, stand also, wie Kaspar verriet, JESUS, ROMA, AMOR und auch ELISABET und TEBASILE. Joachim wusste nun, was der alte Johannes neulich im Weggehen vor sich hingemurmelt hatte: SABET - TEBAS, das war die Abkürzung von Elisabet, vorwärts und rückwärts. Wenn also Tebasile die Spiegelschrift von Elisabet war, konnte dann dahinter nicht auch die gleiche Person stecken? Am 14. Dezember zeigt das Bild ein Floß. Auf dem Floß sind Menschen, Tiere und Engel zu sehen. Gegen Ende des 9. Jahrhunderts segelten Kaspar, Balthasar, Cyrenius, Josua, Jakob, eine kleine Schafherde, ein kleines Mädchen, Umuriel und Efiriel auf einem Floß über den Po. Als sie sich der Stadt Padua näherten, erblickten sie einen Mann in einem blauen Kittel.

15. Dezember: ... fürchte dich nicht, sagte er mit seidenweicher Stimme ... Anno 797 bis 718 oder: Von Venedig über Triest nach Kroatien
Am 15. Dezember denkt Joachim: "Nur noch 10 Tage bis Weihnachten". Und jetzt, da er die Zettel aus dem Kalender jeden Morgen mit seinen Eltern gemeinsam lesen kann, ist jeder Tag bis Weihnachten wie Geburtstag haben. Inzwischen brauchen Joachim und seine Eltern schon zwei Atlanten, einen neuen und einen historischen, um die Reiserute der Pilgerer auf der Landkarte zu finden. Heute zeigt das Bild Inselchen mit kleinen Häusern, und heute ist Papa mit Lesen dran. Im Jahre 797 vor Christus erreichte der Pilgerzug eine Gruppe von 118 Inseln. Efiriel erklärte, dass diese Inselgruppe bald Venedig heißen wird. Plötzlich sahen sie einen kleinen Nachen über das Wasser fahren. Als der Mann im Nachen die Pilgerer sah, erschrak er so sehr, dass er ins Wasser fiel.

16. Dezember: ... als ob das Engelskind an einem heiligen Schluckauf litte ... Anno 688 bis 602 oder: Von Dalmatien nach Byzanz (Albanien)
Am Nachmittag fährt Joachim mit seinen Eltern in die Stadt. Papa hat beschlossen, am Markt eine Pizza zu essen, um dort nach Johannes Ausschau halten zu können. Als er nicht auftaucht, fahren sie enttäuscht nach Hause zurück. Immerhin haben sie von dem Buchhändler erfahren, dass Johannes aus Damaskus, der Hauptstadt Syriens stammt. "Vielleicht war Elisabet ja seine Freundin", denkt Joachim laut. Und Mama fällt ein, dass hinter den Türchen in dem winzigen Kalender in Elisabets Adventskalender ja auch die Worte Roma und Amor standen. Roma ist das lateinische Wort für Rom. In Rom vor dem Petersdom wurde das Photo von der jungen Frau gemacht, die laut dem Namen am Photorand auch Elisabet heißt. Und Amor ist das lateinische Wort für Liebe. Hinter der 16. Tür verbirgt sich heute das Bild einer alten Burg. Fünf Schafe und zwei Lämmer sprangen durch die Stadt Ragusa. Ihnen folgten drei Schäfer, zwei Weise, zwei Engel, ein römischer Landpfleger und ein kleines Mädchen aus Norwegen. "Bekommt jetzt nicht den allerkleinsten Schrecken, denn vor 688 Jahren ist ein spitzenmäßiger Erlöser in Davids Stadt geboren. Und jetzt kommen wir aus allen Winkeln der Welt, um ihn anzubeten," sagte Umuriel, und schwirrte dabei den vielen Menschen um die Köpfe, die die Pilgerschar endeckt hatten.

17. Dezember: ... sehr viel ist in Jesu Namen geschehen, was dem Himmel überhaupt nicht gefällt ... Anno 599 bis 551 oder: Durch Mazedonien nach Konstantinopel
Immer fiebriger rätseln Joachim und seine Eltern am "Weihnachtsgeheimnis". Wenn Johannes aus Damaskus das Photo von der erwachsenen Elisabet in Rom gemacht hat, kann es dann nicht sein, dass sie dieselbe Elisabet Hansen ist, die 1948 aus einem norwegischen Kaufhaus verschwunden ist? Joachims Vater befragte die Polizei, ja sogar die Mutter von der verschwundenen Elisabet Hansen hat er ausfindig gemacht. Doch auch sie weiß nichts über den Verbleib ihrer Tochter. Die 17. Tür hat Joachim zum Entsetzen seiner Eltern alleine geöffnet. Diesmal enthält sie das Bild des ganzen Pilgerzuges. Zu dritt lesen sie was auf dem Zettel steht. Gestern war ein dritter Schäfer mit Namen Daniel zu den Pilgern gestoßen. Heute zeigte die Engelsuhr schon 551 vor Christus. Der Zug erreicht Thessaloniki und schließlich Phillipi, wo sie schon lange erwartet wurden.

18. Dezember: ... Gottes Reich steht allen offen, auch denen, die ohne Fahrkarte reisen ... Anno 495 bis 451 oder: Von Konstantinopel über den Bosporus
Endlich hat Johannes angerufen. Er sagt, die Elisabet auf dem Photo nannte sich auch Tebasile. Joachim hatte die Idee, dass sie sich vielleicht Elisabet Tebasile nannte, also beide Namen zugleich benutzte. Damit Joachim den Kalender nicht wieder allein öffnen kann, steht Papa heute besonders früh im Zimmer. Hinter dem 18. Türchen ist ein Bild von einem Stab mit einer glänzenden Goldkugel an der Spitze zu sehen. 494 nach Christus erreichten Elisabet und die anderen Pilgerer Konstantinopel, wo Kaiser Augustus sie mit einem dicken Buch auf dem Arm bereits erwartete. Im Eilschritt reisten sie vorbei an der größten Kirchenversammlung in der Geschichte der Menschheit. Nun entbrannte auch im Pilgerzug ein Streit.

19. Dezember: ... es machte ihm nämlich tierischen Spaß, den Leuten Geschenke durchs Fenster zu werfen ... Anno 395 bis 322 oder: Durch Kleinasien auf den Spuren des Paulus
Im Pilgerzug war ein Streit darüber entbrannt, ob es wirklich Engel gäbe. Ein unerhörte Frage, wie Umuriel, Serafiel und Efiriel fanden. Joachim und seine Eltern dagegen waren vor allem unterschiedlicher Meinung darüber, wie viele Elisabets es denn nun eigentlich gab. Eine Elisabet lief mit einer Pilgerschar den weiten Weg durch fast zweitausend Jahre und von Norwegen nach Bethlehem. Eine andere war 1948 bei einem Weihnachtseinkauf verschwunden, und eine dritte Elisabet war um 1960 vor dem Petersdom photographiert worden. Konnten die drei ein und dieselbe Elisabet Hansen sein? Am 19. Dezember zeigt das Bild einen Mann mit einem weißen Bart, einem roten spitzen Hut und einem rotem Umhang. Die Engelsuhr zeigte 322 vor Christus Geburt. Kapsar und Balthasar schlossen ihren Freund Melchior glücklich in die Arme. Bevor es schnell weiter nach Bethlehem ging, versprach Melchior der kleinen Elisabet, würden sie erst noch dem Weihnachtsmann "Guten Tag" sagen.

20. Dezember: ... schien plötzlich etwas vom Himmel zu fallen ... Anno 228 bis 1504 oder: Vom Taurusgebirge in die syrische Stadt Antochien
Joachim öffnet die Tür zum 20. Dezember. Das Bild zeigt einen Mann, der auf dem Boden liegt und zu einem grellen Licht emporblickt. Auf ihrer Pilgerreise nach Bethlehem erreichten sieben Schafe, vier Schäfer, die Heiligen Drei Könige, drei Engel des Herrn, Kaiser Augustus, der Landpfleger Cyrenius und Elisabet die Stadt Antochien. Efiriel erklärte, dass hier die erste Missionsreise des Paulus begonnen habe.

21. Dezember: ... dass der See aussah wie eine blaue Porzellanschüssel mit Goldrand..." Anno 195 bis 107 oder: Von Damaskus nach Nazareth
Gestern Nachmittag rief Frau Hansen, die Mutter der kleinen Elisabet, die 1948 aus einem norwegischen Kaufhaus verschwunden war, an. Joachims Vater hatte ihr eine Kopie von dem Photo geschickt, das der Blumenverkäufer Johannes von einer jungen Frau namens Elisabet oder Tebasile in Rom gemacht hatte. Frau Hansen sagt, dass die Frau auf dem Photo eine gewisse Ähnlichkeit mit ihrer zweiten Tochter Anna habe. Heute morgen wird Joachim von Papa geweckt, der es sehr eilig hat. Schnell öffnen sie den Kalender. Das Bild zeigt ein Dorf, an einem glänzenden See. Das Dorf und die Hügel um den See liegen in Gold gebadet. Auf den Spuren des Evangeliums erfuhr Elisabet so einiges über die unzähligen Wundertaten des Jesus von Nazareth, und ehe sie sich versah, fiel schon wieder etwas vom Himmel, und dieses Etwas hatte eine Trompete in der Hand.

22. Dezember: ... er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig ... Anno 91 bis 71 oder: Von Samaria über Jericho nach Jerusalem
Joachim zählt: Nur noch drei Tage bis Weihnachten, und noch drei Türen, die im magischen Adventskalender zu öffnen waren. Heute zeigt das Bild einen Mann, der bis zur Taille in einem Fluss steht. Am Oberkörper trägt er nur einige Lumpen. Der Pilgerzug, der inzwischen aus sieben Schafen, vier Schäfern, den Drei Heiligen Königen, Kaiser Augustus, Cyrenius, fünf Engeln und der kleinen Elisabet aus Norwegen bestand, hatte heiligen Boden betreten. Nur wenige Meter von der Stadt Davids entfernt, ritt ihnen ein Mann auf einem Esel entgegen. Er hob Elisabet zu sich auf den Eselsrücken und erklärte, warum er zu ihnen gehörte.

23. Dezember: ... als ob das Engelskind an einem heiligen Schluckauf litte ... Anno 688 bis 602 oder: Von Dalmatien nach Byzanz (Albanien)
Endlich war es so weit. Johannes hatte sich für den Nachmittag zu einer Tasse Kaffee eingeladen. Und deshalb denkt Joachim beim Aufwachen: "Jetzt ist Weihnachten". Das findet Papa auch, und hat sich den Tag frei genommen. Zusammen mit Mama öffnen sie die vorletzte Tür. Das Bild zeigt einen Mann, der neben einem Esel geht. Auf dem Esel sitzt ein rot gekleidete Frau. Die Engelsuhr war im Jahre Null stehengeblieben. Kurz vor Bethlehem steckte Kaiser Augustus sein Zepter in den Boden und schlug sein Buch auf: "Ich befehle, dass sich alle ins Volkszählregister eintragen lassen", sagte er feierlich. Und in der übrigen Pilgerschar machte sich nun eine gewisse Nervosität breit.

24. Dezember: .... wo die Sterne durch die Nacht leuchten wie die Funken eines Feuers in der Ferne ... Bethlehem oder: Der Beginn der christlichen Zeitrechnung
Gestern Nachmittag hatte Johannes Joachim und seinen Eltern erzählt, wie er dazu gekommen war, den magischen Adventskalender zu basteln. Beim Abschied sagte er zu Joachim, dass er morgen vielleicht noch einmal vorbeischauen würde. Joachim konnte es kaum aushalten, den ganzen Tag auf Heilig Abend zu warten. Er hatte Johannes versprochen, die letzte Tür erst zu öffnen, wenn das Fest begann. Jetzt läuten die Kirchenglocken, und zum letzten Mal setzen sich Joachim und seinen Eltern aufs Bett. Hinter der letzten Tür, auf der vorne die Krippe zu sehen war, zeigt das Bild eine Felshöhle. Als es schon Nacht geworden war, schlichen sieben Schafe, vier Hirten, fünf Engel des Herrn, die Drei Heiligen Könige, ein römischer Kaiser, ein Landpfleger aus Syrien und ein kleines Mädchen aus Norwegen durch die dunklen Gassen Bethlehems. Plötzlich zerriss der Schrei eines Neugeborenen die Stille.

Sprecher:Jochen Kolenda
Marianne Rogée
Susanne Schrader
Anke Engelsmann
Dorothea Walda
Anne Rottenberger
Ulrich von Bock
Werner Staats
Daten zu Jostein Gaarder:geboren: 08.08.1952
Vita: Jostein Gaarder, geboren 1952, wuchs in Oslo auf. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer schrieb er Romane und Erzählungen, primär für Kinder. Seit seinem Bestseller "Sofies Welt", für den er neben weiteren Auszeichnungen den "Deutschen Jugendliteraturpreis" erhielt, arbeitet er als freier Schriftsteller. Mehrfach geehrt wurde er auch für "Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort" u.a. mit dem "Buxtehuder Bullen" und dem "Preis der Deutschen Schallplattenkritik". 1999 sendete LILIPUZ die Serie "Das Weihnachtsgeheimnis".

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 01.12.1999
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 7
Titel: Der Plan von der Abschaffung des Dunkels
Autor: Peter Høeg
produziert in: 2002
produziert von: SR
Laufzeit: 39 Minuten
Regie: Hermann Naber
Bearbeitung: Hermann Naber
Übersetzer: Angelika Gundlach
Inhalt: In seinem autobiografisch geprägten Roman "Der Plan von der Abschaffung des Dunkels" berichtet der Ich-Erzähler Peter Høeg, der als Vierzehnjähriger nach zahlreichen Waisenhaus- und Kinderheimaufenthalten in Biehls Privatinternat landete, von einem Planversuch, zu dessen Opfer und gleichzeitigem Beobachter er selbst wurde.

"Es war der Plan, alle Kinder in der dänischen Volksschule zu versammeln, auch die gestörten und die straffälligen, auch die schwierigen Schüler, alle bis zur Schwachsinnsgrenze. Biehls Privatschule sollte zum Modell für diese Integration werden ... " (P. Høeg)

Der Plan, der an Biehls Privatschule realisiert werden sollte, "betraf das ganze Universum ... Alle waren sie sicher, dass sie ewige Werte verteidigten. Sie sprachen es nicht direkt aus, vielleicht dachten sie es auch nicht direkt. Aber irgendwo untereinander waren sie absolut sicher, dass sie recht hatten, und dass ihre Ideen und Gedanken mit künftigen Generationen von Kindern, die erwachsen wurden, hinaus in die Welt fliegen und sich über das Land verbreiten würden, und darüber hinaus, vielleicht bis zu den Mauren. Dass man eines Tages ... alle dazu bringen konnte, ihre Ideale von Fleiß und Präzision zu respektieren, und dann würden alle Lebewesen im Universum friedlich zusammenleben ..." (P.Høeg)
Sprecher:Berthold Toetzke (Friseur)
Donata Höffer (Amalie)
Dietrich Mattausch (Kunde)
Jürgen Kirchhoff (Bundeskanzler)
Daten zu Peter Høeg:geboren: 17.05.1957
Vita: Peter Høeg, geboren 1957 in Kopenhagen, ist der international erfolgreichste dänische Schriftsteller des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Nach seinem 1988 erschienen Debütroman und einigen Erzählungen gelang ihm mit »Fräulein Smillas Gespür für Schnee«, von Bille August verfilmt und von SWF/NDR in einer Hörspieladaption produziert, ein Sensationserfolg. »Der Plan von der Abschaffung des Dunkels« erschien in Dänemark 1994.

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Erstsendung: 27.05.2007
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 7
Titel: Die Durchquerung der Tiefe in dreizehn dunklen Kapiteln
Autor: Ror Wolf
produziert in: 2013
produziert von: MDR; WDR
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Hermann Naber
Inhalt: Wenn sich ein Collage-Virtuose wie Ror Wolf auf die Reise durchs Material begibt, so ist weniger Verlaß auf tiefsinnige psychologische Bedeutungen als auf sinnliche Eindrücke und freischwingende Rhythmen des Erzählens. "Eine Radio-Reise" hat er sein Hörspiel betitelt, dessen unerschrockener Protagonist Doktor Collunder dem Tiefsinn eher mit dem Tastsinn begegnet, als er - eines Abends aus seiner Wohnung hinaus auf die Straße tretend - unaufhaltsam in die Tiefe stürzt und, unten angekommen, auf andere stößt, denen es ähnlich gegangen ist. Was der unfreiwillige Tiefsinns-Forscher in dieser merkwürdigen Unterwelt erlebt, steht der Phantastik eines Jules Verne in nichts nach. Denn auf dem Grund der Dinge ist alles im unablässigen Wandel. Und nicht allen dort unten, unter denen sich alte Bekannte aus Ror Wolfs Büchern finden, geht es dabei wie dem einsamen Forscher Lemm: "Kultur, wie wir sie auf der Welt zu ertragen haben, gibt es hier unten so gut wie nicht. Auch keine Natur. ... Der Mangel an Licht hat eine Besiedlung unmöglich gemacht. In einer solchen Umgebung kann man es aushalten."
Daten zu Ror Wolf:vollständiger Name: Richard Wolf
geboren: 29.06.1932
Vita: Ror Wolf; ursprünglich: Richard Wolf, Pseudonym: Raoul Tranchirer (* 29. Juni 1932 in Saalfeld/Saale, Thüringen) ist ein deutscher Schriftsteller und Künstler.

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Erstsendung: 06.11.1997
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 7
Titel: Letzte Reise
Autor: Ria Endres
produziert in: 1989
produziert von: Rundfunk der DDR
Laufzeit: 28 Minuten
Regie: Ulrich Lampen
Komponist: Hermann Naehring
Inhalt: Auf eine letzte Reise begibt sich Milena, die erste Übersetzerin und Geliebte Franz Kafkas. Sie wird begleitet von ihrer Jugendfreundin Jarmila, ihrem alter ego. Die Zugfahrt zwischen Prag und Wien ist auch der Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft: Alles passiert gleichzeitig, das also ist Milenas Gegenwart. Aus ihrer Erinnerung treten schöne und häßliche Lebensfragmente hervor; aber auch aus der Zeit nach ihrem Tod im Konzentrationslager Ravensbrück ist ihr mehr geblieben als ihre Stimme: Milena und Jarmila bewegen sich in einem imaginären Raum. Figuren aus der Welt Kafkas greifen in ihre Welt hinein: Ein Tierhändler mit seinen Tieren. Vor allem ein räsonierender Affe stört immer wieder die Monologe und Gespräche der Mitreisenden. Und so wird diese letzte Reise immer wieder von neuem begonnen, so lange die Unsterblichkeit dauert." (Ria Endres)
Sprecher:Rolf Ludwig (Erzähler)
Honza Taffelt (Kind)
Sebastian Schönstein (Kind)
Maria Aulibauer (Kind)
Carmen Schoch (Kind)
Ursula Werner (Ratte)
Klaus Manchen (Mann)
Waltraud Kramm (Frau)
Daten zu Ria Endres:geboren: 12.04.1946
Vita: Ria Endres, geboren 1946 in Buchloe, lebt als freie Schriftstellerin in Frankfurt/Main.

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Erstsendung: 11.07.1996
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 7
Titel: Taxi Trancoso
Autor: Christian Geissler
produziert in: 1996
produziert von: SR
Laufzeit: 80 Minuten
Regie: Cornelius Schwehr
Inhalt: Die Ablösung des Ost-West-Konflikts durch den Nord-Süd-Konflikt hat den alten europäischen Utopien das vertraute Koordinatensystem entzogen. Die Zunahme der unbeherrschten Gewalt im Zentrum Europas weckt Panik und vielfache Kampfbereitschaft gegen den Einbruch alles Fremden. So bei den fünf Installateuren aus Oldenburg, die in "Taxi Trancoso" auf ihrer nächtlichen Montagetour nach Greifswald beim Zusammenstoß mit einem großen Lkw den Tod finden, für den der portugiesische Fahrer des LKW, der seine Lohnarbeit in Kürze durch einen heimischen Taxibetrieb abzulösen hoffte, zur Verantwortung gezogen werden wird. Die inneren Monologe und Gesänge der sechs Figuren, die sich auf die gemeinsame Katastrophe zubewegen, macht Christian Geissler zu einer expressiven Momentaufnahme europäischer Verhältnisse.
Sprecher:Tobias Lelle (James Connolly)
Gerlach Fiedler (Francis Xavier Mather)
Klaus Herm (Michael McDaid)
Daten zu Christian Geissler:geboren: 25.12.1928
gestorben: 26.08.2008
Vita: Christian Geissler, (1928-2008) freier Schriftsteller und Mitarbeiter von Rundfunk- und Fernsehanstalten. Zahlreiche Dokumentarfilme, Romane und Gedichtbände, stets geprägt von politischem Engagement. Eines seiner Hörspiele, "Unser Boot nach Bir Ould Brini" (1993), wurde sowohl Hörspiel des Jahres als auch mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

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Erstsendung: 30.12.1993
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 7
Titel: Unser Boot nach Bir Ould Brini
Auszeichnungen (3):Hörspiel des Monats: 4.1993
Hörspiel des Jahres: 1993
Hörspielpreis der Kriegsblinden: 1994
Autor: Christian Geissler
produziert in: 1989
produziert von: WDR
Laufzeit: 35 Minuten
Genre: Lyrik
Regie: Hermann Naber
Inhalt: Anfang der neunziger Jahre schrieb Christian Geissler, einer der großen Außenseiter des Literaturbetriebs, sein Stück über die Ohnmacht des Protestes, die Kommerzialisierung unserer Träume, den Exodus utopischer Phantasie. Durch Bruch und Verschränkung konfrontiert das Hörspiel lyrische Zustandsbilder mit deutschen Alltags-Episoden und rhapsodischen Briefen aus der afrikanischen Wüste: Dort, im historischen Niemandsland, wird ein Boot gebaut, das bei künftigen Sintfluten so etwas wie Noahs Arche werden könnte. - Hermann Naber hat mit der Musik von Cornelius Schwehr das poetische Radiostück realisiert, das als 'Hörspiel des Jahres 1993' und mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet wurde.

Sprecher:Martin Böttcher (De Mann)
Hanni Fockele-Grollmes (De Frau)
Elisabeth Georges (Schwester Inge)
Werner Brüggemann (Pastor)
Ingrid Terhorst (Frau Gruttnick)
Marianne Rogée (Masseuse)
Alfred Nienstedt (Nachrichtensprecher)
Daten zu Christian Geissler:geboren: 25.12.1928
gestorben: 26.08.2008
Vita: Christian Geissler, (1928-2008) freier Schriftsteller und Mitarbeiter von Rundfunk- und Fernsehanstalten. Zahlreiche Dokumentarfilme, Romane und Gedichtbände, stets geprägt von politischem Engagement. Eines seiner Hörspiele, "Unser Boot nach Bir Ould Brini" (1993), wurde sowohl Hörspiel des Jahres als auch mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 08.04.1993
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 7
Titel: Virchows Tod
Autor: Hermann Kinder
produziert in: 1973
produziert von: WDR
Laufzeit: 53 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Cornelius Schwehr
Ulrich Lampen
Bearbeitung: Cornelius Schwehr
Inhalt: "Wir müssen es schaffen, daß nur noch Gesundheit herrscht - an Leib, Seele und Geist." Dieses hehre Ziel setzte sich Rudolf Virchow, ein Pathologe des letzten Jahrhunderts. Köpfe ohne Hirn, Körper ohne Herz, Wasserköpfe, Blutkrankheiten, Unfruchtbarkeit und O-Beine sollten der Vergangenheit angehören. Wäre Virchow schon früh erfolgreich gewesen, so hätten wir uns viele Buckel und O-Beine erspart, dann hätten aber auch Lichtenberg, Nietzsche, Kafka und andere nicht geschrieben, hätten Mozart und Beethoven nicht komponiert. Der Freiburger Komponist Christoph Schwehr richtete Kinders Text fürs Hörspiel ein und komponierte dazu eine Musik für Streichtrio. Es entsteht ein Hörspiel, "bei dem der Hörer der zunehmenden Demontage einer Person lauscht, die ihren selbstformulierten Bedingungen zum Opfer fällt, in dem sie, Mensch bis zum Schluß, ihrer eigenen Auffassung nach doch längst keiner mehr wäre".
Sprecher:Gerd Böckmann (Ted)
Gustl Halenke (Ester)
Erstsendung: 19.10.1995
Datenquelle(n): dra
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Abfragedauer: 0,3415 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1550582900
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
  • Seitenaufrufe
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