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Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 87
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Titel: "... the whole thing's coming out of the dark" (1. Teil)
Autor: Samuel Beckett
produziert in: 1993
produziert von: BR; Peter W
Laufzeit: 20 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Gaby Hartel; Klaus Buhlert
Komponist: Hans-Georg Zeretzke
Inhalt: Samuel Beckett - words/sounds & moving images

Grundlage dieser Produktion sind drei ausgewählte Beckett-Texte, die in erster Linie sein "visuelles Schreiben" dokumentieren (die so genannten "eye-pieces" sowie seine Bewegungs- und Beobachtungsskizzen): erstens der 1959 entstandene Text "The Image", einer der seltenen Hinweise Becketts auf die eigene Bildarbeit; zweitens ausgewählte Bewegungsbilder aus dem Roman "Molloy" von 1951; drittens Szenen aus dem Prosatext "Company".
Sprecher:Dagmar Sitte
Leon Boden
Alexander Schröder
Martin Burckhardt
MusikerUwe Dierksen (Helikon; Posaune & Tenor-Posaune)
Daten zu Samuel Beckett:geboren: 13.04.1906
gestorben: 22.12.1989
Vita: Samuel Beckett (1906-1989), irischer Dramatiker u. Erzähler. Er gilt als Mitbegründer des Absurden Theaters. Für sein ab 1930 auf Englisch u. Französisch verfasstes Werk erhielt er 1969 den Nobelpreis.
Der Autor von „Warten auf Godot“ (1953) u. „Glückliche Tage“ (1961) schrieb auch Romane, Essays, Lyrik, Drehbücher und Hörspiele. Auf Deutsch liegen 39 Hörspiele vor, u. a. „Esquisse Radiophonique“ (RB/SFB/BR/SR 93), „Aus einem aufgegebenem Werk“ (SR 66).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 04.02.2000
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 87
Titel: "... the whole thing's coming out of the dark" (2. Teil)
Autor: Samuel Beckett
produziert in: 1989
produziert von: SFB; SDR
Laufzeit: 65 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Inhalt: Untertitel: Samuel Beckett words/sounds & moving images - PART TWO

"'... The whole thing's coming out of the dark' - Samuel Beckett words/sounds & moving images" ist der Titel eines von Klaus Buhlert und Gaby Hartel konzipierten Projekts, das sich als "work in progress" in einem längeren Zeitraum über drei Stationen entwickelt. Ausgangspunkt ist eine Samuel Beckett/Bruce Naumann-Ausstellung in der Kunsthalle Wien, die im Frühjahr 2000 Beckett als visuellen Künstler vorstellt und seine Einflüsse auf die amerikanische Avantgarde in der Bildenden Kunst der 60er und 70er Jahre zum Thema hat. Stellvertretend für diesen Einfluß steht ihr Protagonist Bruce Naumann, dessen Performances zum Teil von Textpassagen Becketts inspiriert sind.

Laut Buhlert eignet beiden Künstlern "eine tiefe Verbundenheit mit dem menschlichen Schicksal, die conditio humana, und ein übergreifend grundlegendes Interesse daran. Sowohl Beckett wie Naumann registrieren und gestalten den Zustand des Menschen in der modernen/postmodernen Welt.
Beckett begann auf Französisch und damit 'ohne Stil' zu schreiben, um das Exzessive und die Farbe des Ausdrucks aufzugeben und sich mehr auf den Sprachklang und ihren Rhythmus in einer für ihn kargen Sprache zu konzentrieren: er wollte in der Lage sein, das zu sagen, was er eigentlich zu sagen hatte. Auch Naumann begann zurückgeworfen auf sich selbst, im Atelier mit dem eigenen Körper zu experimentieren."

Als PART ONE wurde zunächst vom Bayerischen Rundfunk eine CD produziert.

PART TWO ist eine Performance auf der Grundlage von Beckett-Texten am 24.3.2000 mit Schauspielern und einem Musiker innerhalb der Ausstellung in der Kunsthalle Wien. Um den Charakter von Becketts "visuellem Schreiben" zu dokumentieren, werden - wie schon in der CD-Aufnahme - in erster Linie die sogenannten "eye-pieces" sowie seine Bewegungs- und Beobachtungsskizzen verwendet: der 1959 entstandene Text "The Image", eine der seltenen eigenen Bildarbeiten, ausgewählte Bewegungsbilder aus dem Roman "Molloy" von 1951, Szenen aus dem Prosatext "Company". Der ORF sendet einen Mitschnitt dieser "Performance" in der Sendereihe "Kunstradio" am 26.3.2000 ab 23.05h.

PART THREE dieses Beckett-Projekts wird im Frühjahr 2001 bei der "intermedium 2" uraufgeführt (in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe).
MusikerUwe Dierksen (Blasinstrumente)
Daten zu Samuel Beckett:geboren: 13.04.1906
gestorben: 22.12.1989
Vita: Samuel Beckett (1906-1989), irischer Dramatiker u. Erzähler. Er gilt als Mitbegründer des Absurden Theaters. Für sein ab 1930 auf Englisch u. Französisch verfasstes Werk erhielt er 1969 den Nobelpreis.
Der Autor von „Warten auf Godot“ (1953) u. „Glückliche Tage“ (1961) schrieb auch Romane, Essays, Lyrik, Drehbücher und Hörspiele. Auf Deutsch liegen 39 Hörspiele vor, u. a. „Esquisse Radiophonique“ (RB/SFB/BR/SR 93), „Aus einem aufgegebenem Werk“ (SR 66).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 26.03.2000
Datenquelle(n): ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 87
Titel: "... the whole thing's coming out of the dark" (3. Teil: sucking stones)
Autor: Samuel Beckett
produziert in: 1954
produziert von: RB; BR
Laufzeit: 83 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Blum
Inhalt: samuel beckett - words/sounds & moving images

Beckett's "eye pieces" sind der Ausgangspunkt der im Januar 2000 begonnenen Produktions-Reihe "... the whole thing's coming out of the dark" von Klaus Buhlert. Die Bezeichnung "eye pieces" steht für jene Texte Becketts, die auf eindrucksvolle Weise Bewegung und Verschiebung, Konstellationsveränderungen oder Verzerrungen perspektivischer Art zwischen den Dingen und/oder Beobachter herstellen. Die drei Quellen sind Segmente aus dem Roman "Molloy" (1951) und die Prosatexte "Company" (1980) und "The Image" (1959). Phase 1 der work-in-progress-Produktion war die akustische Umsetzung der ausgewählten drei Texte mit den drei Interpreten Natasha Parry, Raymond Federman, Barry McGovern und dem Musiker Uwe Dierksen für eine Radio- und CD-Produktion (intermedium rec. 001). In Phase 2 wurde im März 2000 bei der Samuel Beckett/Bruce Nauman-Ausstellung in der Kunsthalle Wien eine multi-mediale Performance inszeniert und im Radio übertragen. Phase 3 stellt die Fortsetzung der schrittweisen Transformation Beckettscher Prosa in andere mediale Formen dar: "part 3" als Spielidee, Kompositionsansatz und Regelwerk für ein interaktives online-Spiel. Die Grundlage dazu liefert Beckett selbst, in einer Passage von "Molloy: sucking stones". Steinelutschen! Eine Tätigkeit, die bei Beckett nicht so sinnlos ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag; denn damit verbunden ist ein Nachdenken über Leben, über Ordnung und Chaos - und der ewig währenden menschlichen Sehnsucht, der Entropie zu entkommen. Beckett gibt in "Molloy" die Ausgangssituation für die exzentrische Übung vor. EINS: Der Spieler findet am Strand 16 Kieselsteine. ZWEI: Der Spieler besitzt 4 Taschen (2 Mantel- und 2 Hosentaschen) zur Aufbewahrung dieser Steine. DREI: Der Spieler lutscht, um seine Hungergefühle zu dämpfen, der Reihe nach alle 16 Kieselsteine ohne einen der Steine zu vergessen bzw. einen Stein doppelt zu lutschen. Internet-Nutzer können nach den Beckettschen Regeln eine Anzahl von so genannten "Beckett-Tapes" mit Aufnahmen und Material aus Phase 1 und 2 des Projekts online auswählen und kombinieren.
Sprecher:
offen
Günther Dockerill (Lenz)
Ludwig Anschütz (Oberlin)
Trudik Daniel (Frau Oberlin)
Alexander Engel (Kaufmann)
Gisela Zoch (Kaufmannsbraut)
Käthe Hausa (Die Alte)
Karen Hüttmann (Das Mädchen)
Herbert Steinmetz (Der Mann)
Hans Paetsch (Sprecher)
Josef Kandner (Matheis)
Helene Dietrich (Mutter)
Walter Jokisch (Ausrufer)
Karin Becker (Singende Magd)
Daten zu Samuel Beckett:geboren: 13.04.1906
gestorben: 22.12.1989
Vita: Samuel Beckett (1906-1989), irischer Dramatiker u. Erzähler. Er gilt als Mitbegründer des Absurden Theaters. Für sein ab 1930 auf Englisch u. Französisch verfasstes Werk erhielt er 1969 den Nobelpreis.
Der Autor von „Warten auf Godot“ (1953) u. „Glückliche Tage“ (1961) schrieb auch Romane, Essays, Lyrik, Drehbücher und Hörspiele. Auf Deutsch liegen 39 Hörspiele vor, u. a. „Esquisse Radiophonique“ (RB/SFB/BR/SR 93), „Aus einem aufgegebenem Werk“ (SR 66).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 28.03.2002
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 87
Titel: Abu Nuwas
Die Erfindung der Poesie (Folge 7)
Autor: Raoul Schrott
produziert in: 1998
produziert von: HR
Regie: Klaus Buhlert
Inhalt: Gedichte aus den ersten 4000 Jahren

Abu Nuwas ('Der Mann mit den langen Locken') wurde um 757 an der heutigen Grenze zwischen dem Irak und dem Iran geboren; aus bescheidenen Verhältnissen stammend, kam er mit dreißig nach Bagdad, der damals größten Stadt der Welt, und brachte es zum Poeten am Hof Harun ar-Rashids. Ein notorischer Päderast, Trunkenbold und 'enfant terrible', der ein paar Mal im Gefängnis saß, wurde er bis zu seinem Tod im Jahre 815 zum bedeutendsten Dichter der arabischen Kultur, die bis ins Hochmittelalter Europas Kultur stark beeinflußte. Neben dem traditionellen Repertoire - er soll an die 700 Gedichte auswendig gekonnt haben - gilt er als der erste urbane Dichter Arabiens, der die Weinlieder, die erotische Poesie und die Jagdgedichte zu eigenen Gattungen ausbaute und auch erstmals in der Literaturgeschichte Strophenformen benutzte.
Daten zu Raoul Schrott:geboren: 17.01.1964
Vita: Raoul Schrott, geb. 1964, Lyriker, Romancier, Hörspielautor, Übersetzer. Studium der Literatur- und Sprachwissenschaft in Norwich, Paris, Berlin, Innsbruck. 1986 Sekretär des französischen Schriftstellers Philippe Soupault, danach Lektor am 'Istituto orientale' in Neapel. Hörspiele u.a. "lingua franca sonora I-IV" (BR 1994- 1995), "Hotels" (BR 1995, mit Klaus Buhlert, Hörspiel des Jahres 1995), "Finis terrae" (mit Klaus Buhlert, BR/ORF 1996), "Tropen" (BR/HR/ORF 1998), "Die Erfindung der Poesie" (BR/HR/ORF 1998), "Zarzura" (mit Michael Farin, BR 1998), "Die Wüste Lop Nor" (mit Michael Farin, BR 2000, Hörspiel des Monats August), "Gilgamesh" (BR 2001, Hörspiel des Monats Oktober), "Die Blüte des nackten Körpers" (SWR/HR 2010), "Erste Erde Epos"(BR 2013/14).
Erstsendung: 18.03.1998
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 87
Titel: Ami Go Home!
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 1993
produziert von: BR; Peter W
Laufzeit: 20 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Hans-Georg Zeretzke
Inhalt: "Ami Go Home!" entstand aus Aufzeichnungen einer Nacht, und zwar der Nacht des 2. auf den 3. April 1973. Als Militärpolizisten der US Army in Westberlin auf einem Parkplatz hinter dem Check Point Charlie am Morgen des 3. April routinemäßig einen abgestellten Militär-Chevrolet untersuchen, finden sie im Kofferraum eine blutige Uniformjacke, in Zeitungspapier gewickelte Fischreste, mehrere Notizzettel mit Treffpunkten bzw. Straßenskizzen aus Ostberlin sowie zwei Tonbandkassetten.

Die erste Kassette ist mit "favourites/music. pers. taste" beschriftet und stellt sich beim späteren Abhören als Zusammenstellung von Schlager/Rock und Jazz-Musik amerikanischen Ursprungs heraus.

Kassette zwei ist unbeschriftet und vom Fabrikat Orwo. Aufzeichnungs-Bruchstücke, Kommentare und Beschreibungen dieser Nacht in schlechter Aufnahmequalität finden sich darauf.

Dem Päckchen beigefügt war eine beglaubigte Abschrift des Inhalts der Kassette beigefügt sowie ebenfalls beglaubigt, deren englische Übersetzung. Beide Schriftstücke sind mit Aktenbemerkungen versehen und lassen eine damals eingeleitete Untersuchung bei der US Army vermuten. Hinweise über Hintergrund und Ergebnisse einer solchen Untersuchung sind nicht bekannt. Nach Abzug der amerikanischen Truppen aus Berlin wurden dem Autor 1993 die Abschrift, die beiden Tonbandkassetten, alle vorgefundenen handschriftlichen Notizen und sogar einige der Zeitungsartikel von einer ehemaligen AFN-Mitarbeiterin (American Forces Network) übergeben. Auf dieses Material stützt sich ein Bericht, der aus ungewöhnlicher Perspektive die nächtliche Flucht eines Mannes von Ost- nach West-Berlin schildert.
Sprecher:Michael Altmann
Dorette Hugo
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 20.11.2000
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 87
Titel: Archilochos
Die Erfindung der Poesie (Folge 2)
Autor: Raoul Schrott
produziert in: 1998
produziert von: SWR
Laufzeit: 30 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Jörg-Peter Siebert
Inhalt: Gedichte aus den ersten 4000 Jahren

Archilochos (auch 'Skorpionszunge' genannt), auf der Insel Paros im 7. Jahrhundert vor Christus geboren, war der erste griechische Dichter, der das profane Ich in die Literatur einbrachte. Einer illegitimen Verbindung mit einer Sklavin entsprungen, Offizier einer Söldnertruppe und später als Halbgott verehrt, machte er sich einen Namen mit seinen Iamben, Spottgedichten, die die Kehrseite zur ursprünglich lobenden und preisenden Funktion der archaischen Dichtung darstellen. Manchmal zynisch, obszön oder bitter, aber auch wieder pazifistisch oder lyrisch, stellen seine Lieder die ersten Zeugnisse einer Dichtung dar, die sich von ihrer religiösen Herkunft emanzipiert und subjektiv wird.
Sprecher:Jennifer Sittler (Sternchen)
Mike Böger (Micromant)
Samuel Texeira (Tom)
Igor Gilitschenski (Igor)
Jo Jung (Sprecher)
Hans-Peter Bögel (Erzähler)
Barbara Stoll (Schwester Monica)
Wolfgang Klar (Oberarzt)
Daten zu Raoul Schrott:geboren: 17.01.1964
Vita: Raoul Schrott, geb. 1964, Lyriker, Romancier, Hörspielautor, Übersetzer. Studium der Literatur- und Sprachwissenschaft in Norwich, Paris, Berlin, Innsbruck. 1986 Sekretär des französischen Schriftstellers Philippe Soupault, danach Lektor am 'Istituto orientale' in Neapel. Hörspiele u.a. "lingua franca sonora I-IV" (BR 1994- 1995), "Hotels" (BR 1995, mit Klaus Buhlert, Hörspiel des Jahres 1995), "Finis terrae" (mit Klaus Buhlert, BR/ORF 1996), "Tropen" (BR/HR/ORF 1998), "Die Erfindung der Poesie" (BR/HR/ORF 1998), "Zarzura" (mit Michael Farin, BR 1998), "Die Wüste Lop Nor" (mit Michael Farin, BR 2000, Hörspiel des Monats August), "Gilgamesh" (BR 2001, Hörspiel des Monats Oktober), "Die Blüte des nackten Körpers" (SWR/HR 2010), "Erste Erde Epos"(BR 2013/14).
Erstsendung: 11.02.1998
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 87
Titel: Assault/Anschlag. Sonographie eines Ortes
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 1958
produziert von: SWF
Laufzeit: 63 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Peter Zwetkoff
Inhalt: "Ich hatte 'nen Traum - 's geht über Menschenwitz zu sagen, was es für ein Traum war. Der Mensch ist nur ein Esel, wenn er sich einfallen läßt, diesen Traum auszulegen ... des Menschen Auge hat's nicht gehört, des Menschen Ohr hat's nichtgesehen, des Menschen Hand kann's nicht schmecken, seine Zunge kann's nicht begreifen und sein Herz nicht wiedersagen, was mein Traum war" (Shakespeare, 'Sommernachtstraum'). Sonographie ist die Kunst der Lautsphärenaufzeichnung. Mit Hilfe von Sonogrammen (d.h. der Aufzeichnung und Analyse von Lautereignissen) und/oder anderer Aufzeichnungs-Methoden wird der Versuch einer akustischen Zustandsbeschreibung der Umgebung in Abhängigkeit von Zeit und Ort unternommen. Vergleichbar vielleicht mit dem Vorgang, wenn mittelalterliche Kartographen den höchsten Hügel bestiegen, um die geographische Situation der Gegend zu erfassen oder die Maler in der Renaissance den höchsten Turm, um die perspektivische Tiefe ihrer Bilder zu erweitern.
Sprecher:Oskar Werner (Leonce)
Gertrud Kückelmann (Lena)
Werner Krauß (Valerio)
Arnim Waldeck-Süßenguth (König Peter)
Nicole Heesters (Rosetta)
Alma Seidler (Gouvernante)
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 29.11.1996
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 87
Titel: atlantis tapes
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 2001
produziert von: HR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Martin Burckhardt
Inhalt: mit Texten von Francis Bacon, Heiner Müller, Joseph Beuys, Donovan und Gerhard Ahrens

»Zwei Männer mit einem Tonbandgerät. Smokey und Dusty. Auf einer weißen Kiste. Vor ihnen eine Seekarte. Auf der Kiste steht in schwarzer Farbe geschrieben: ATLANTIS TAPES. Auf der Seekarte ATLANTIC OCEAN. Die Kiste klemmt. Russland ist aufgelöst in einem Wirbelsturm, Europa eine Zone der Unsicherheit, zerstört ist das große Atlantis, man hungert, und man stirbt - so die beiden.«

Diese Szene ist der Ausgangspunkt von »atlantis tapes«, einem Phantasiestück über zwei deutsche Künstlerikonen des 20. Jahrhunderts: den Schriftsteller und Dramatiker Heiner Müller und den bildenden Künstler Joseph Beuys. Beide haben nicht viel gemeinsam. Oder doch? Getroffen haben sie sich zwar nie, aber entworfen haben sie Utopien, die dem herkömmlichen Land Utopia fremd sind. Sie organisieren eine Reise nach Atlantis - dem Ort aller Orte. Im Gepäck die Reisebeschreibung Bacons von 1626 sowie Tapes mit O-Tönen, Erzählungen, Theorien, Sounds.

Kam es nicht einem Kunststück gleich, dass sich zwei Partisanen der Utopie, nämlich Heiner Müller und Joseph Beuys, niemals begegnet sind? In "atlantis tapes" führen sie diese subversive Parallelaktion - ausgestattet mit Filzhut, Zigarren und Whiskey (und endlich wiedervereinigt) - zum Abschluss.

Es ist ein posthumes Gipfeltreffen nach dem Muster von Totengesprächen, gespeichert auf Magnetbändern.
Sprecher:
offen
Holly-Jane Rahlens (Amerikanerin)
Dieter Mann (Jottwede)
Mechthild Großmann (Stimme 1)
Jens Wawrczeck (Stimme 2)
Nadja Martina Schulz (Stimme 3)
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 87
Titel: Aus dem Leben eines Fauns
Nobodaddy's Kinder (Folge 1)
Autor: Arno Schmidt
produziert in: 2008
produziert von: HR
Laufzeit: 60 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Marcel Daemgen
Inhalt: Der Titel der Trilogie 'Nobodaddy's Kinder' bezieht sich auf ein Gedicht von William Blake. Nobodaddy ist eine Formel für Gott. Schmidts Trilogie setzt sich aus den Prosatexten 'Aus dem Leben eines Fauns', 'Brand's Haide' und 'Schwarze Spiegel' zusammen. Der Kurzroman 'Aus dem Leben eines Fauns' entstand 1952/53. Der Protagonist Düring, ein kleiner Beamter in der Lüneburger Heide während der NS-Zeit, lebt in der inneren Emigration. Er verachtet die "Germanenköpfe", die lauthals alles nachbrüllen, was der Führer ihnen vormacht, aber er schweigt. Seine Haltung beschreibt er so: "Nur schade, daß ich, ein Sehender, das Blinde-Kuh-Spiel werde mitmachen müssen". Der Kurzroman spielt in dem Zeitraum von Februar 1939 bis September 1944. Düring führt ein Doppelleben: Ehe, Beruf, Familie und Politik werden nur pro forma wahrgenommen. Dürings eigentliches Leben spielt sich zum einen in der Phantasie und in der Lektüre ab, zum anderen in der Beobachtung der Natur oder aber in einer Hütte im Schilfwald, die ein Deserteur aus der Napoleonischen Armee 1813 errichtet hat. Düring stieß auf die Spuren des Deserteurs beim Zusammentragen von Material für ein Kreisarchiv. Der Wind, der Mond, die Heidelandschaft, die Romantiker bilden eine Gegenwelt, die vom Nationalsozialismus nicht erfaßt werden kann. Der Elfenbeinturm aus Literatur und Natur dient nicht der Abwehr der Außenwelt, sondern der Verteidigung der Innenwelt. Dürings Versuch, die Existenz des desertierten Fauns nachzuleben, scheitert. Er muß seine Hütte verbrennen, um nicht entdeckt zu werden.
Daten zu Arno Schmidt:geboren: 18.01.1914
gestorben: 03.06.1979
Vita: Arno Schmidt (1914-1979) war nach Krieg und Gefangenschaft zunächst Übersetzer. Seit 1949 erscheint sein Prosawerk: Romane, zahlreiche Erzählungen, literarische Radio-Essays und eine umfangreiche Fouqué-Biographie.

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letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 87
Titel: Aus dem Lesebuch für Städtebewohner
Autor: Bertolt Brecht
produziert in: 1954
produziert von: Rundfunk der DDR
Laufzeit: 40 Minuten
Genre: Lyrik
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Paul Dessau
Inhalt: "Denn nicht die vier sind zu viel/ Sondern das fünfte Rad/ Und nicht schlecht ist die Welt/ Sondern/ Voll."

Die 1926/27 entstandenen Texte, von Brecht "für Schallplatten" konzipiert, sind von provozierender Aktualität. Es gibt keine beruhigenden Gewissheiten. Die Gedichte haben kein Metrum. Sie weichen rhythmisch aus, wie der einzelne, der in einer Menschenmenge ausweichen muß, wenn er durch die Straßenschluchten Chicagos irrt.

"Ihr müßt das ABC noch lernen./
Das ABC heißt:/
Man wird mit euch fertig werden."

Wenn man Brechts lyrische Versuchsanordnung über die Städte und deren Bewohner heute wiederholt, entstehen beim Zusammenprall zweier Zeitebenen vielfach Reibungen und auch komische Brechungen; sie geben dem Hörstück die akustische Struktur.
Sprecher:Angelika Hurwicz (Die Magd Grusche)
Ernst Busch (Richter)
Helene Weigel (Die Frau des Gouverneurs)
Raimund Schelcher (Simon, Soldat, Verlobter der Grusche)
Erik S. Klein (Lawrenti, Bruder der Grusche)
Wolf Beneckendorff (Anwälte der Gouverneursfrau)
Norbert Christian (Anwälte der Gouverneursfrau)
Inge Herbrecht (Die Köchin, Zeugin der Grusche)
Erich Franz (Erzähler)
Elsa Grube-Deister (Vokalisten)
Annemarie Schlaebitz (Vokalisten)
Daten zu Bertolt Brecht:geboren: 10.02.1898
gestorben: 14.08.1956
Vita: Bertolt Brecht (auch Bert Brecht; gebürtig Eugen Berthold Friedrich Brecht; * 10. Februar 1898 in Augsburg; † 14. August 1956 in Ost-Berlin) war ein einflussreicher deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Brecht hat das epische Theater beziehungsweise „dialektische Theater“ begründet und umgesetzt.

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Erstsendung: 07.02.1998
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 11 von insgesamt 87
Titel: Brand's Haide
Nobodaddy's Kinder (Folge 2)
Autor: Arno Schmidt
produziert in: 1985
produziert von: SRF
Laufzeit: 61 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Inhalt: 'Brand's Haide' ist der zweite Teil der Trilogie 'Nobodaddy's Kinder'. In dem 1951 entstandenen Prosatext 'Brand's Haide' kehrt der Soldat Schmidt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. In Blakenhof, in der Lüneburger Heide, versucht er, sein Leben neu einzurichten. Der Text umfaßt die Zeitspanne von März bis November 1946. Der Heimkehrer besitzt nur die Kleidung, die er am Leibe trägt, und einige Bücher; liebevoll gedenkt er daher der Gaben der Engländer: einer Rasierklinge und einem Stück Seife. Schmidt konzentriert sich auf ein großes Projekt, eine Biographie des romantischen Schriftstellers Fouqué, dessen Werk er schändlich vernachlässigt sieht. 'Brand's Haide' ist der Name eines düsteren Waldreviers im Hohen Fläming, das der Knabe Fouqué oft durchqueren mußte. Schmidt überträgt den Namen 'Brand's Haide' auf die Wälder um Blakenhof. Schmidt wird in eine Baracke eingewiesen, in der die Mädchen Lore und Grete hausen. Er verliebt sich in Lore, die seine Liebe erwidert. Doch dann verläßt ihn das Mädchen, um einen ungeliebten, aber wohlhabenden Mann in Mexiko zu heiraten. Ähnlich wie im dritten Teil der Trilogie - 'Schwarze Spiegel' - bleibt der Protagonist in ebenso selbst verschuldeter wie gewählter Einsamkeit zurück: "Als junger Mensch: 16 war ich, bin ich aus Eurem Verein ausgetreten. Was Euch langweilt ist: Schopenhauer, Wieland, das Campanerthal, Orpheus: ist mir selbstverständliches Glück; was Euch rasend interessiert: Swing, Film, Hemingway, Politik: stinkt mich an."
Sprecher:Christoph Bantzer (Junger Mann im Inneren Monolog, junger Mann im Dialog mit anderen)
Peter Kner (Erzähler)
Marlies Engel (Studentin)
Walter Andreas Müller (Kollege)
Ingold Wildenauer (Wütender Autofahrer)
Ursula Schäppi (Verflossenes Mädchen)
Inge Bahr (Ground-Hostess)
Wolfgang Schwarz (Gafur)
Dinah Hinz (Messua)
Daten zu Arno Schmidt:geboren: 18.01.1914
gestorben: 03.06.1979
Vita: Arno Schmidt (1914-1979) war nach Krieg und Gefangenschaft zunächst Übersetzer. Seit 1949 erscheint sein Prosawerk: Romane, zahlreiche Erzählungen, literarische Radio-Essays und eine umfangreiche Fouqué-Biographie.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 14.09.1998
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 87
Titel: Coldhaven
Auszeichnungen (3):Hörspiel des Monats: 2.2017
Hörspiel des Jahres: 2017
Hörspielpreis der Kriegsblinden: 2018
Autor: John Burnside
produziert in: 2004
produziert von: Autorenproduktion
Regie: Klaus Buhlert
Dramaturgie: Manfred Hess
Übersetzer: Bernhard Robben
Inhalt: Ein fiktives schottisches Küstendorf namens Coldhaven ist noch immer im Bann des geheimnisvollen Verschwindens von Eilidh Cameron. Ihre Leiche wurde bisher nicht gefunden. Sie war fünfzehn und wurde zuletzt mit dem 17-jährigen Xander Wilson gesehen, mit dem sie in den Marschen spazieren ging. Eine polizeiliche Untersuchung entlastete Xander. Das geschah vor mehr als einem Jahr. Die Geschichte des Dorfes und des Mädchens erzählt Burnside aus der Perspektive verschiedener Dorfbewohner. Neben Xander, seiner Mutter und seinem Freund Paul sind das der Postbote Paul, der glaubt, um den Tathergang zu wissen, die ehemalige Stadtbibliothekarin und selbst ernannte Dorfchronistin Agnes sowie zwei zu Chören aufgestellte Gruppen des Dorfes: diejenige, die von der Schuld Xanders überzeugt ist, und die, die ihn für unschuldig hält. Alle nehmen aber noch eine weitere Singstimme wahr: Sie ist der Geist von Eilidh. Sie erzählt in ihrem Sprechlied, einem schottischen Volksmärchen folgend, von ihrer befreienden Reise in den Nebel und ihrer Wiedergeburt als Vogel.
Sprecher:Alexander Christou
Bartek
Falk Rockstroh
Jan Peter Bremer
Kurt Haller
Robert Wittich
Swetlana Schönfeld
Nathalie Singer
MusikerAnother Plus Band (Ensemble)
Daten zu John Burnside:geboren: 1955
Vita: John Burnside, geboren 1955 in Dungermline, Fife/Schottland, gilt als einer der renommiertesten Romanciers und Dichter der britischen Gegenwartsliteratur. In Deutschland wurde er vor allem mit seinen Romanen »Lügen über meinen Vater« (2011) und »Helle Sommernächte« (2012) bekannt. Gedichtbände: »The Light Trap« (2002), dt. 2011 als »Versuch über das Licht«. »Black Cat Bone« (2013). Auszeichnungen: Corinne Literaturpreis 2011, Petrarca Preis 2011, Forward Poetry Preis, T.S. Eliot-Prize 2013. Seit Sommer 2014 lebt er mit seiner Familie als DAAD-Stipendiat in Berlin.
Erstsendung: 16.02.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 87
Titel: Confirmation - Bestätigung
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 11.2015
Autor: Chris Thorpe
produziert in: 2015
produziert von: DKultur; BR; ROC
Laufzeit: 40 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Komponist: Matthew Herbert
Dramaturgie: Manfred Heß
Inhalt: Sie sind weltoffen und akzeptieren andere Meinungen? Natürlich. Aber vielleicht auch nicht. Denn wir können nicht die Welt durch die Augen anderer sehen, selbst wenn sie mit Fakten und Informationen bestückt ist. Wie wir – so sind auch die anderen. Haben Rassisten oder Antisemiten somit immer unrecht? Sind Sie jemals der Versuchung erlegen, über die dunkle Hölle eines Anders Breivik zu argumentieren? Ist es also möglich, einen »herrschaftsfreien Dialog« mit Menschen zu führen, mit denen man fundamental divergiert? Diese Fragen führen automatisch zu den eigenen wie fremden Bestätigungsfehlern (confirmation bias). Thorpes Stück beginnt wie eine vergnügliche TED-Rede über das liberale Leben, gut gemeint und vor einem öffentlichen Forum, das »liken« kann. Sie verwandelt sich aber unversehens in einen Boxkampf um die »rechte«, d.h. richtige Meinung – tückisch und mit permanenten Erschleichungen der Beweisgründe (petitio principii). So ist sie, die menschliche Tendenz, sich zu bestätigen. Aber so liberal und einsichtig auch der Einzelne zu sein glaubt, am Ende steht in dieser Selbst- und Publikumsbefragung klar und deutlich fest: Toleranz oder Kuschelkurs, alles anzuhören und alle zu verstehen, das kann nicht das Richtige sein. Diese Ambivalenz gilt es auszuhalten und ihr entsprechend entschieden zu leben.
MusikerAnother Plus Band
Daten zu Chris Thorpe:Vita: Chris Thorpe ist Autor und Performer aus Manchester. Neben zahlreichen Kooperationen mit dem Unlimited Theatre, der Performance Gruppe Third Angel und der portugiesischen Gruppe mala voadora sowie Arbeiten für das Forest Fringe, die BBC und das Belarus Free Theatre ist Chris Thorpe auch als Übersetzer und als Musiker tätig. Die in Zusammenarbeit mit der Dichterin Hannah Jane Walker entstandenen Stücke The Oh Fuck Moment und I Wish I Was Lonely wurden von Oberon Books publiziert.
Erstsendung: 12.11.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)NDR
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 14 von insgesamt 87
Titel: Dafydd Ap Gwilym
Die Erfindung der Poesie (Folge 12)
Autor: Raoul Schrott
produziert in: 1998
produziert von: SFB; studio b music gmbh; ORB
Laufzeit: 39 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Karl-Heinz Blomann
Inhalt: Gedichte aus den ersten 4000 Jahren

Dafydd Ap Gwilym, im 14. Jahrhundert lebend, ist sicherlich (auch wenn ihn H.C. Artmann einmal erwähnt) der unbekannteste von allen hier aufgezählten Poeten, zugleich aber unzweifelhaft nicht nur einer der technisch versiertesten, sondern auch einer der phantasievollsten und amüsantesten. In Mittelwales geboren, Zeitgenosse Boccaccios und Chaucers, und an der keltischen Tradition (die wie die griechische auf das Indoeuropäische zurückgeht) geschult, verband er sie in seinen Natur- und Liebesgedichten und Satiren mit der Tradition des übrigen Europa: in einem Ausmaß, daß, wenn man nichts vom Mittelalter wüßte, man es über seine Lieder rekonstruieren könnte. An formaler Strenge kommt ihm kaum einer gleich; seine Gedichte sind eine 'tour de force' von Binnen- und Endreimen, Assonanzen und Konsonanzen nach einem strengen symmetrischen Schema (das an die 'Oulipo' erinnert), erzählen aber zugleich ganze Geschichten mit einer seltenen Lust am Fabulieren und einem ungewöhnlichen Talent für überraschende Einfälle und Bilder.
Sprecher:Markus Kiefer
Nicole Nagel
Antje Christ
Johannes Brandrup
Lesley Olson
Markus Herrmann
Eckart Waage
Kai Preissler
Katrin Imig
Patrick Hagen
Scott Roller
Bettina Schulze-Bisping
Daten zu Raoul Schrott:geboren: 17.01.1964
Vita: Raoul Schrott, geb. 1964, Lyriker, Romancier, Hörspielautor, Übersetzer. Studium der Literatur- und Sprachwissenschaft in Norwich, Paris, Berlin, Innsbruck. 1986 Sekretär des französischen Schriftstellers Philippe Soupault, danach Lektor am 'Istituto orientale' in Neapel. Hörspiele u.a. "lingua franca sonora I-IV" (BR 1994- 1995), "Hotels" (BR 1995, mit Klaus Buhlert, Hörspiel des Jahres 1995), "Finis terrae" (mit Klaus Buhlert, BR/ORF 1996), "Tropen" (BR/HR/ORF 1998), "Die Erfindung der Poesie" (BR/HR/ORF 1998), "Zarzura" (mit Michael Farin, BR 1998), "Die Wüste Lop Nor" (mit Michael Farin, BR 2000, Hörspiel des Monats August), "Gilgamesh" (BR 2001, Hörspiel des Monats Oktober), "Die Blüte des nackten Körpers" (SWR/HR 2010), "Erste Erde Epos"(BR 2013/14).
Erstsendung: 22.04.1998
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 87
Titel: Das Ende der Paraden
Autor: Ford Madox Ford
produziert in: 2009
produziert von: Autorenproduktion
Laufzeit: 6 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Übersetzer: Joachim Utz
Inhalt: Ein 7-teiliges Hörspiel.

I. Manche tun es nicht (Teile 1+2)
II. Keine Paraden mehr (Teile 3+4)
III. Der Mann, der aufrecht blieb (Teile 5+6)
VI. Zapfenstreich (Epilog) (Teil 7)

Christopher Tietjens ist ein Held vom alten Schlag, der wohl letzte verbliebene Gentleman im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Die immer korrupter und unmoralischer werdende Gesellschaft - allen voran seine untreue Ehefrau Sylvia - machen es ihm zu nehmend schwer, seine noblen Ideale von Selbstlosigkeit und Zurückhaltung zu bewahren. So zieht Tietjens in den Ersten Weltkrieg und muss an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen: Als Soldat gegen die Deutschen, als Ehrenmann gegen die Intrigen seiner Frau.

Ford Madox Ford zeichnet mit seiner Tetralogie Das Ende der Paraden das Porträt einer Gesellschaft im Umbruch, vom Viktorianismus hin zur Moderne: Frauen kämpfen um das Recht zu wählen, die Elite verliert sich in Diskussionen um Rang und Namen, die Wirtschaft ist in Schieflage geraten, Ehe und Familie haben durch den allgemeinen Trend zur Untreue an Wert verloren - kurzum: es herrscht Orientierungslosigkeit in allen sozialen Schichten. Diese Orientierungslosigkeit bildet Ford Madox Ford durch seine Erzählweise ab, er vermischt Perspektiven, innere Monologe, Bilder und Erinnerungen, die umherfliegen wie Granatensplitter.

Im ersten Band, "Manche tun es nicht", ist der Rosenkrieg mit seiner Frau Sylvia, die zwischenzeitlich mit einem anderen durchgebrannt war, in vollem Gange.
Da bricht der Erste Weltkrieg aus und Christopher Tietjens meldet sich freiwillig, er flüchtet gleichsam an die Front und lässt die junge Valentine Wannop, in die er sich verliebt hat, zurück, ohne sich mit ihr eingelassen zu haben. Denn Tietjens gehört zu denen, die moralisch integer bleiben wollen, die es eben nicht tun.

"Keine Paraden mehr", der zweite Band, zeigt den Helden dann in Frankreich an der Front, inmitten von Waffenlärm, Schlamm und Blut, während seine Ehefrau sich vor der Presse inszeniert. Erst als ihr klar wird, dass Tietjens sich neu verliebt hat, versucht sie, ihn zu verführen und zurückzugewinnen.

Endgültig und unwiederbringlich zerfällt die alte Ordnung, privat wie gesellschaftlich, mit dem Ende des Krieges, dem Tag des Waffenstillstands, mit dem der dritte Band, "Der Mann, der aufrecht blieb", beginnt. Valentine und Christopher finden sich wieder und müssen nun nach vier Jahren Ausnahmezustand ihre Realität neu zusammensetzen und gestalten.

Als Epilog rekapituliert der vierte Band, "Zapfenstreich", schließlich aus der Sicht vieler verschiedener Figuren in Christopher Tietjens Umfeld, was sich in den vergangenen Jahren ereignet hat. Tietjens lebt zusammen mit Valentine, die ein Kind von ihm erwartet, seinem sterbenden Bruder Mark und dessen französischer Geliebter auf dem Familienanwesen. Der Bruder hat am Tag des Waffenstillstandes beschlossen, nie mehr zu sprechen. Diese Sprachlosigkeit angesichts der inneren und äußeren Umwälzungen des Systems ist symptomatisch für den gesamten Text und für die Zeit, in der er spielt.

Das nicht Gesagte oder nicht Sagbare ist auch die Herausforderung für die siebenteilige Hörspielproduktion, die Klaus Buhlert aus Ford Madox Fords vier Romanbänden inszeniert hat. Die Bruchstücke, Wortfetzen, Eindrücke und Vorstellungen verdichten sich immer wieder zu dynamischen Musiktableaus, die das Kriegsgetöse lautmalerisch hörbar machen, die Leitmotive hervorheben und so ihr eigenes akustisches Bild von Ford Madox Fords Welt zeichnen.
Sprecher:Tonio Arango
Nina Ernst
Daten zu Ford Madox Ford:vollständiger Name: Ford Hermann Hueffer
geboren: 17.12.1873
gestorben: 26.06.1939
Vita: Ford Madox Ford, eigentlich Ford Hermann Hueffer (* 17. Dezember 1873 in Merton, Surrey, England; † 26. Juni 1939 in Deauville, Calvados, Frankreich) war ein englischer Schriftsteller.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 21.01.2018
Datenquelle(n): dra
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YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 16 von insgesamt 87
Titel: Das Schloss
Autor: Franz Kafka
produziert in: 2001
produziert von: DKultur; SWR
Laufzeit: 88 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Klaus Buhlert
Inhalt: Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: Draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, "Landvermesser" K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung "Das Schloss", die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des 'Brückenhofes'. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unterfangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger – ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die "hiesige Ordnung der Dinge" treiben, ohne dass "Ordnung" oder "Dinge" je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der 'Roman' bleibt Fragment.

Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas "Das Schloss" bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.
Sprecher:Ulrich Matthes
Daten zu Franz Kafka:geboren: 03.07.1883
gestorben: 03.06.1924
Vita: Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren, wo er fast sein ganzes Leben verbrachte. Nach dem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, absolvierte er ein einjähriges Rechtspraktikum und arbeitete schließlich bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung 1922 bei der Prager "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt". 1907 begann er mit dem Schreiben. Seine testamentarisch zur Verbrennung bestimmten Schriften blieben größtenteils erhalten. Neben den Romanen "Amerika" (1927), "Der Prozess" (1925) und "Das Schloss" (1926) sowie den Tagebüchern und Briefen sind es vor allem die Erzählungen, die Kafkas Ruhm begründet haben. Er starb am 3. Juni 1924 an einer Tuberkuloseerkrankung.
Hompepage o.ä.: http://www.franzkafka.de/franzkafka/home/
Erstsendung: 15.01.2017
Datenquelle(n): dra
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Webfund
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
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Treffer 17 von insgesamt 87
Titel: Den Kopf hinhalten ...
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 2010
produziert von: WDR
Laufzeit: 30 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Klaus Buhlert
Inhalt: Nach Motiven des Drehbuchs "Engel aus Eisen" von Thomas Brasch

Flugzeuge über Berlin, ohrenbetäubend. Gladow geht zurück ins Kinofoyer, die Kasseneinnahme verschwindet in seiner Manteltasche, der Lärm der Rosinenbomber übertönt die Schreie der Kassiererin. Der Wochenschau-Kommentator dankt den amerikanischen Piloten ... 1949 wird der junge Werner Gladow mit seiner Bande festgenommen. Diebstähle, Raubüberfälle, auch Morde gehen auf ihr Konto. Die Urteile vom April 1950: dreimal Todesstrafe durch das Fallbeil, lebenslängliche und mehrjährige Freiheitsstrafen. Die Todesurteile werden im Dezember 1950 in Frankfurt/Oder vollstreckt.
MusikerMax Raabe (Gesang der "Ballade vom blutigen Bomme" nach einem Text von Christa Reinig)
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 27.08.2000
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 18 von insgesamt 87
Titel: Der Baucan
Autor: John Burnside
produziert in: 1963
produziert von: RB
Laufzeit: 28 Minuten
Genre: Fantasy
Regie: Klaus Buhlert
Dramaturgie: Manfred Heß
Übersetzer: Bernhard Robben
Inhalt: Übersetzt aus dem Englischen

»Schottlands Anderwelt ist unbeschreiblich grün und geheimnisvoll. In Wäldern und auf Wiesen leben Brownies – das sind Feen im braunen Mäntelchen, Kobolde oder ein anderer Unhold, namens Baucan, der durch Geräusche oder sein Schweigen auffällig wird – einmal Mann, dann wieder Frau. Dann unsichtbar. Aber immer präsent und effektiv in seinem Wirken … Je nach Bedarf und Eigensinn. Schottlands Wälder und seine Wiesen gehören Wenigen. Das war schon immer so. Wird auch immer so bleiben. Hin und wieder braucht Sir Landlord noch ein wenig mehr Geld. Dann will er auf den Wiesen Wohnblöcke oder Müllverbrennungsanlagen errichten. Die Schotten der Anderwelt werden nicht gefragt. Sie werden beschissen – genau wie der zurückgezogen lebende namenlose Aussteiger in John Burnsides Stück beschissen werden soll. Die Wiese ist alles, was er hat. Götter sind es nicht, die helfen. Die Beiden selbst müssen ihr bedrohtes Paradies vom Müll der Gegenwart befreien. Ein selten seltsames akustisches Biotop musste da zusammengefügt werden, auf ganz schottische Art und irgendwie analog zu Stevensons Novelle ›Dr. Jekyll und Mr. Hyde‹. Aber bei Burnside überwinden ein schottischer Eigenbrötler und ein mythischer Unhold ihre gottgegebenen Grenzen – und so etwas musste nach meiner Vorstellung ebenso für ihre klanglich, akustischen Welten möglich sein …« Klaus Buhlert In seinem nach »Fügung« (2013) zweiten vom SWRHörspiel angeregten Originalhörspiel stellt Burnside nicht zuletzt die Frage, ob der gute Zweck die bösen Mittel heiligt, auch wenn er aus dem moralisch so schön zu rechtfertigenden grünen Untergrund entsteigt.
Sprecher:Gudrun Daube
Rita Graun
Gefion Helmke
Herzlieb Kohut
Katrin Schaake
Uwe Friedrichsen
Herbert Leonhardt
Ernst Friedrich Lichtenecker
Jo Hanns Müller
Giselher Schweitzer
Bernd Wiegmann
Kurt Zielke
Daten zu John Burnside:geboren: 1955
Vita: John Burnside, geboren 1955 in Dungermline, Fife/Schottland, gilt als einer der renommiertesten Romanciers und Dichter der britischen Gegenwartsliteratur. In Deutschland wurde er vor allem mit seinen Romanen »Lügen über meinen Vater« (2011) und »Helle Sommernächte« (2012) bekannt. Gedichtbände: »The Light Trap« (2002), dt. 2011 als »Versuch über das Licht«. »Black Cat Bone« (2013). Auszeichnungen: Corinne Literaturpreis 2011, Petrarca Preis 2011, Forward Poetry Preis, T.S. Eliot-Prize 2013. Seit Sommer 2014 lebt er mit seiner Familie als DAAD-Stipendiat in Berlin.
Erstsendung: 28.05.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 19 von insgesamt 87
Titel: Der Irre und der Blinde - Fragment eines Dialoges
Autor: Klaus Buhlert
produziert in: 2003
produziert von: DKultur
Laufzeit: 40 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Komponist: Klaus Buhlert
Inhalt: Mad Jazz und Blind Mitch; zwei Figuren auf einem Hinterhof. Eine Barrikade aus Mülltonnen, ein verlassener Hundezwinger von Harpers Pet Shop und gegenüber das heruntergekommene Apollo-Kino. Man lauscht sich selbst wie einem perpetuum mobile. Das Rekapitulieren von Geschichten ist sinnlos und zwanghaft geworden. Man spricht über Gefahr, über Auflehnung - aber man ist bestenfalls erschöpft. Wenn Mitch abends im Apollo Filmbüchsen für die Abendvorstellung öffnet, weiß er: der Geruch, der von den Kopien aufsteigt, ist Todesgeruch. Hollywood liegt im Sterben! Alles liegt im Sterben! In diesem absurden Spiel der Austauschbarkeit von Urteil und Vorurteil versucht sich Mitch - um endlich sehen zu lernen - in der Rolle des Blinden. Jazz dagegen glaubt fest daran, daß sein Verstand nicht mehr still steht, wenn er die Rolle des Irren spielt. Teile dieses Hörspiels beruhen auf fragmentarischen Texten, die Anfang der 80er Jahre bei einem längeren Aufenthalt des Autors in Boston/New York entstanden. Weiteres Material kam 10 Jahre später bei einer ursprünglich als Libretto geplanten Arbeit über Leben und Werk des amerikanischen Dichters Ezra Pound hinzu.
Sprecher:Lieselotte Rau (Alte Frau)
Judith Engel (Junge Frau)
Daten zu Klaus Buhlert:geboren: 1950
Vita: Klaus Buhlert, geb. 1950, studierte Musik, Akustik und Informatik. An der TU Berlin lehrte er elektronische und Computer-Musik. Seine erste Bühnenmusik schrieb er 1983 für George Tabori. Er gehört zu den begehrtesten Komponisten der Hörspielabteilungen vieler Sender der ARD. Sein Hörspielregie-Debüt, „Hotels“ von Raoul Schrott, (BR) wurde 1995 zum „Hörspiel des Jahres“. Seitdem wirkt Klaus Buhlert als Komponist, Regisseur und Autor. Viele seiner über 80 Kompositionen für Theater, Film und Hörspiel wurden ausgezeichnet.
Erstsendung: 20.06.1997
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 20 von insgesamt 87
Titel: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 12.2004
Autor: Robert Musil
produziert in: 2004
produziert von: SWR
Laufzeit: 52 Minuten
Regie: Klaus Buhlert
Bearbeitung: Katarina Agathos; Herbert Kapfer; Klaus Buhlert
Inhalt: Ein Remix im Radio eröffnet neue Zugänge zu einem großen Außenseiterwerk der Weltliteratur. Denn dieses Projekt zeigt den unbekannten "Mann ohne Eigenschaften": Sowohl die zu Lebzeiten des Autors veröffentlichten Romanteile, als auch der wissenschaftlich aufgearbeitete Nachlass Robert Musils bilden die Grundlage des Produktionsmanuskripts. Als kombinierte Audio-und-Print-Version erscheint der Remix in einer Gemeinschaftsausgabe von Hörverlag und belleville Verlag. Fast 20 Jahre lang arbeitete Robert Musil an seinem Romanfragment "Der Mann ohne Eigenschaften". 1930 wurde der erste Band veröffentlicht, 1933 folgte der zweite. Diese beiden Bände - von der Literaturwissenschaft als kanonischer Teil des "Mann ohne Eigenschaften" bezeichnet - umfassen zusammen schon mehr als 1.600 Seiten. Der literarische Nachlass, den man nach Musils Tod 1942 fand, umfasst über 6.000 Seiten. Geldmangel, Krankheit, politische Umstände und das Scheitern an den eigenen Ansprüchen - es gibt viele Gründe, warum der Roman unvollendet blieb. Dennoch hinterließ Musil ein Werk, das an literarischer Brillanz, sprachlicher Präzision, Ideenfülle und Identifikationspotenzial kaum zu überbieten ist. Sein essayistischer, in Exkurse zu Themen wie Logik, Gefühl, Philosophie, Utopie, Sexualität, Kausalität und Kontingenz ausufernder Erzählstil polarisiert noch heute die Kritiker. 1932 notierte Robert Musil: "Die Geschichte dieses Romans kommt darauf hinaus, dass die Geschichte, die in ihm erzählt werden soll, nicht erzählt wird." Dennoch ließe sich die verflochtene Handlung, die in "Kakanien" - Musils Terminus für die österreichische K. u. K.-Monarchie - kurz vor dem Ersten Weltkrieg spielt, wie folgt skizzieren: Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, nimmt nach drei erfolglosen Versuchen, ein bedeutender Mann zu werden, ein Jahr Urlaub vom Leben. Er gerät über Zufälle in den Salon von Diotima, Gattin des Sektionschefs Tuzzi, in dem eine vaterländische Aktion, die sogenannte Parallelaktion, geplant wird. Neben der Parallelaktion beschäftigt der Fall des Prostituiertenmörders Moosbrugger die Gemüter. Ulrich wird von Clarisse, die mit seinem Jugendfreund Walter in einer zerrütteten Ehe lebt, bedrängt, sich für die Begnadigung Moosbruggers einzusetzen, der in einem Irrenhaus auf seine Verurteilung wartet. Für das Anliegen von Clarisse, die selbst immer mehr dem Wahn verfällt, interessiert sich statt Ulrich General Stumm von Bordwehr, der bemüht ist, Ordnung in den Zivilverstand zu bringen. Nicht nur Clarisse versucht Ulrich, der sich aus allem heraushalten will, für ihre Sache einzunehmen, sondern auch Diotima, Graf Leinsdorf, Paul Arnheim aus der Parallelaktion, Bonadea, die gelegentliche Geliebte Ulrichs, sowie Bankdirektor Leo Fischel und seine Tochter Gerda. Die Handlung um Salon-Intrigen, Liebschaften und Politik wendet sich, als Ulrich am Grab seines Vaters seine Schwester Agathe wiedersieht, sich in sie verliebt, vor dem Inzest aber zurückschreckt. Der zweite Band endet abrupt mit einem Fest in Diotimas Salon, bei dem Musil alle seine Figuren auf einmal auftreten lässt. Man spricht von der drohenden Gefahr eines Krieges. Ulrich verkündet nebenbei seinen Ausstieg aus der Parallelaktion. Notizen und Entwürfe aus dem Nachlass zeigen, dass Musil vorhatte, mit der Inverssetzung aller Figuren dem Roman im Finale eine ganz neue Wendung zu geben. Der literarische Nachlass zum "Mann ohne Eigenschaften" ist jedoch über den Inhalt des Romans hinaus von großer Bedeutung. "Der Mann ohne Eigenschaften" wurde von Robert Musil nicht zu Ende geschrieben, die Produktion ist daher als Hörspiel in offener Form, als Remix konzipiert. Einzelne Kapitel bzw. Textsequenzen wurden im Hörspielstudio erzählerisch und szenisch realisiert: Die Stunden 1-11 bilden vorwiegend den kanonischen Teil ab, die Stunden 12-20 basieren auf dem vom Robert-Musil-Institut in Klagenfurt erforschten und textkritisch digitalisierten Nachlass. Auf wissenschaftlicher Grundlage berücksichtigt der Remix alle wichtigen Pläne und Entwürfe - zum Teil in Varianten -, die Musil bis zu seinem Tod für den Abschluss des Romans in Erwägung zog, und präsentiert damit erstmals eine künstlerische Darstellung des Schreibexperiments "Der Mann ohne Eigenschaften" in seiner Gesamtheit. In den Jahren 2003/2004 zeichnete der Bayerische Rundfunk Interviews, Gespräche und Statements von Kritikern, Musil-Forschern und Autoren auf, um diese im Remix als Material zu verwenden und zu den originalen Texten Musils in Bezug zu setzen. Die österreichische Dramatikerin Elfriede Jelinek schrieb für diese Produktion eine Paraphrase auf die Figur des Mörders Moosbrugger, die sie im Studio selbst einlas. Mit den in die Gegenwart überführten Fragestellungen findet Musils Essayismus, wie er den Roman kennzeichnet, eine aktuelle Entsprechung im Remix: "Das Vorher und Nachher ist nicht zwingend. Der Inhalt breitet sich auf eine zeitlose Weise aus." (Musil)
Sprecher:Hubertus Gertzen
Susanne Heydenreich
Kathrin Hildebrand
Jörg Adae
Reinhold Ohngemach
Klaus Hemmerle
Frank Stöckle
Berthold Biesinger
Gina Maas
Markus Gehrlein
Marius Marx
Daten zu Robert Musil:geboren: 06.11.1880
gestorben: 15.04.1942
Vita: Robert Musil (* 6. November 1880 in Klagenfurt am Wörthersee; † 15. April 1942 in Genf, 1917 bis 1919 Robert Edler von Musil) war ein österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker. Musils Werk umfasst Novellen, Dramen, Essays, Kritiken und zwei Romane, den Bildungsroman Die Verwirrungen des Zöglings Törleß und sein unvollendetes Magnum Opus Der Mann ohne Eigenschaften.
Hompepage o.ä.: http://www.robertmusil.de/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 27.12.2004
Datenquelle(n): dra
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Abfragedauer: 0,3740 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1547754269
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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