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Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 50
Kriterien: Regisseur entspricht 'Kai Grehn' - Auswahl wurde auf maximal 20 Sätze/Seite begrenzt.- Suche nach Treffer irgendwo im Feld
Titel: Atemschaukel
Autor: Herta Müller
produziert von: DDR
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Wolfgang Schoor
Inhalt: Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. "Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren - 15° C." So beginnt der Bericht des 17-jährigen Leopold über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller vom Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. Im Januar 1945 wurden auf Anweisung Stalins alle arbeitsfähigen Männer und Frauen deutscher Herkunft zwischen 17 und 45 Jahren, die in Rumänien lebten, in sowjetische Arbeitslager deportiert. Viele kamen dabei ums Leben.

Was Leopold während seiner fünfjährigen Haft erlebt, erinnert an Berichte aus deutschen Konzentrationslagern oder an die Beschreibungen Alexander Solschenizyns in "Der Archipel Gulag". Leopold erzählt vom Hunger, der Kälte, dem Grauen sowie von seinen Überlebenstechniken vor allem durch die Sprache und die Kraft der Imagination. Den Stoff für ihren jüngsten Roman (2009) hatte die Autorin zusammen mit dem rumäniendeutschen Lyriker und Büchner- Preisträger Oskar Pastior konzipiert, der 2006 verstarb.

Für seine Inszenierung begab sich Kai Grehn auf Soundrecherche auf das Gelände der Kokschim-Fabrik im ukrainischen Nowo Gorlowka. In der Fabrik hat Oskar Pastior 4 1/2 Jahre als Zwangsarbeiter gearbeitet.
Daten zu Herta Müller:geboren: 17.08.1953
Vita: Herta Müller (* 17. August 1953 in Nitzkydorf, Rumänien) ist eine Schriftstellerin aus dem Banat. In ihren Werken thematisiert Müller die Folgen der kommunistischen Diktatur in Rumänien und sie übt öffentlich Kritik an intellektueller Feigheit. Müllers poetologische Praxis lässt sich als ein ästhetisch inszeniertes Widerstandsmanöver beschreiben. Zunehmend werden in Müllers Werk die Collagen zentraler. Sie verbinden das Visuelle mit dem Sprachlichen und weisen neuerdings in Bauweise und Inhalt eine Wendung zum Poetischen und Spielerischen auf.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 07.04.2010
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 50
Titel: Bei uns in Auschwitz
Autor: Tadeusz Borowski
produziert in: 1972
produziert von: SR
Laufzeit: 31 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Übersetzer: Friedrich Griese
Inhalt: Zwölf Häftlinge aus Auschwitz-Birkenau werden im drei Kilometer entfernten Stammlager zu Krankenpflegern ausgebildet. Unter ihnen Tadeusz, eigentlich Literaturstudent. Er soll lernen, wie man steril eine Blinddarmoperation durchführt und Phlegmonen behandelt, um seine Mithäftlinge zu heilen und die Sterblichkeit im Lager zu senken. Alltag in Auschwitz. In den Briefen an seine Freundin Maria, die im Frauenlager in Birkenau verblieben ist, berichtet Tadeusz von diesem Alltag, vom Blick aus dem Fenster, von dem aus man das "Kremo" nicht sieht, von Boxkämpfen und Orchesterkonzerten, vom Kampf um die Habseligkeiten der neu angekommenen Häftlinge, vom Lagerbordell und vom Tauschhandel. In seinen Briefen hält er Zwiesprache mit der Geliebten - Sprache als Möglichkeit, in dem Normalität suggerierenden Wahnsinn des Lageralltags seelisch zu überleben. "... verlier nicht den Mut, wenn es Dir schlecht geht. Denn von diesem Lager, dieser Zeit des Betruges werden wir vielleicht einmal den Lebenden Bericht erstatten und die Toten verteidigen müssen."

Für seine Inszenierung begab sich Kai Grehn auf Soundrecherchen in die Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau.
Sprecher:Helmut Woestmann
Ingo Eckert
Hans Paul Schmeling
Marianne Mosa
Erich Herr
Hans Timerding
Klaus Greinke
Günther Sauer
Annegreth Ronald
Irene Frey
Engelbert von Nordhausen
Hans Dilg
Alice Richter
Herbert Volz
Daten zu Tadeusz Borowski:geboren: 1922
gestorben: 1951
Vita: Tadeusz Borowski, geboren 1922 in Schitomir, Ukraine, war ein polnischer Schriftsteller. 1943 wurde er verhaftet und nach Auschwitz deportiert, später in weitere Lager, zuletzt nach Dachau. Nach der Befreiung arbeitete er als Redakteur und Korrespondent. 1951 nahm er sich in Warschau das Leben.
Erstsendung: 23.05.2008
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 50
Titel: Children of Adam / Kinder Adams
Autor: Walt Whitman
Kai Grehn
produziert in: 1963
produziert von: ORF-W
Laufzeit: 89 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Otto Walter
Übersetzer: Kai Grehn
Inhalt: „Bis heute hat kein Dichter den menschlichen Körper so zum Gegenstand seiner Verse gemacht wie Walt Whitman (1819 – 1892), der Begründer der modernen amerikanischen Lyrik.“ Der Autor und Regisseur Kai Grehn hat den Zyklus „Children of Adam“, der wiederum Bestandteil des mehrmals revidierten Whitmanschen Lebenswerks „Leaves of Grass – Grashalme“ ist, neu übertragen. Das Hörspielprojekt ‚ „CHILDREN OF ADAM / KINDER  ADAMS“  bringt die Musikalität und den erotischen Grundklang der Ge-dichte von Whitman neu zum Tönen. Die Stimmen zahlreicher deutscher Schauspieler werden mit Ge-räuschen, Sounds und den Kompositionen des Musi-kers alva noto und der Berliner Band Tarwater ver-woben zu einem eigenen Klangkosmos: Whitman goes Pop.  Würden die Gedichte Whitmans ausschließlich in deutscher Sprache erklingen, so fehlte in diesem Hörstück jedoch die Stimme Whit-mans, der Klang, der Rhythmus, die Magie seiner Poesie in der Sprache, in der er gedacht, gedichtet und geschrieben hat. Seine Verse werden deshalb auch im Original erklingen. Der amerikanische Musiker Iggy Pop hat Walt Whitman für diese Produktion seine Stimme geliehen. Denn „Nur seinesgleichen versteht seinesgleichen und dergleichen wie sie selbst, genauso wie Seelen Seelen nur verstehen.“
Sprecher:Viktor Braun (Odoardo)
T. Sigmund (Nanette)
C. Sekyra (Colombine)
W. Aichinger (Baron Silberfeld)
Benno Smytt (Pantalon)
B. Rettenbacher (Rosalva)
S. Niedermayer (Lisette)
Peter Matic (Baron Fink)
Karl Fochler (Anselmo)
Hanns Obonya (Burlin)
Hugo Gottschlich (Hanswurst)
Oskar Wegrostek (Moritatensänger)
Helmuth Lex (Solicitator)
Josef Forster (Thomas/Corporal)
G. Rainer (Tafeldecker)
Carlo Böhm (Crispin)
MusikerEnsemble: alva noto & Tarwater
Daten zu Walt Whitman:geboren: 31.05.1819
gestorben: 26.03.1892
Vita: Walter Whitman (* 31. Mai 1819 in West Hills, Long Island, New York; † 26. März 1892 in Camden, New Jersey) war ein US-amerikanischer Dichter. Er gilt als einer der Begründer der modernen amerikanischen Dichtung und daher als einer der einflussreichsten amerikanischen Lyriker des 19. Jahrhunderts, dessen Werk auch in der folgenden Zeit von großer literarischer Bedeutung ist. Sein berühmtestes Werk ist sein Lebenswerk Leaves of Grass (Grashalme). Seine Lyrik ist sehr volksverbunden und macht die Bedeutung der Masse, der Demokratie und der Natur deutlich und verherrlicht diese. In Gedichten wie Gesang von mir selbst wird eine Verherrlichung des Ichs als seelisch-sinnliche Ganzheit deutlich, die den demokratischen Mensch verkörpert. Andererseits ist er Dichtern wie Shakespeare, Macpherson, Homer, der Bibelsprache und orientalischer Literatur und Philosophie verpflichtet. Er ist ferner vom Pantheismus beeinflusst und von dem Gedankengut der Transzendentalisten geprägt. Seine Dichtung drückt eine Auffassung der „prophetischen Sendung des Dichters“ aus. Während die frühen Werke von unbrechbaren Optimismus strotzen, finden sich in späteren Werken auch triste Todeserfahrungen aus dem Sezessionskrieg. Whitman hat der Dynamik und dem expansiven Menschheitsglauben Amerikas einen gültigen Ausdruck verliehen. Seine Dichtung wirkte auch stark auf Europa und wies der Lyrik neue Aussage- und Ausdrücksmöglichkeiten.
Hompepage o.ä.: http://whitmanarchive.org/
Daten zu Kai Grehn:geboren: 1969
Vita: Kai Grehn, geboren 1969, wuchs in Ostberlin auf. Er arbeitete als Postzusteller, redaktioneller Mitarbeiter sowie als Regieassistent beim TanzTheater Skoronel, anschließend studierte er Theaterregie an der berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Seitdem arbeitet er für's Theater und Hörspiel, schreibt Prosa und verfasst Übersetzungen aus dem Englischen. Länger hielt er sich in Armenien auf und unternahm Kunstexpeditionen zum Nanga Parbat in Pakistan. Grehn erhielt u.a. das Arbeitsstipendium für Berliner Schriftsteller 2005 und den PRIX MARULIC-Spezialpreis 2001 und 2005. Mit seiner Hörspielfassung von Herta Müllers "Atemschaukel" wurde er für den Deutschen Hörbuchpreis 2011 nominiert. Kai Grehn lebt als freier Autor und Regisseur in Berlin.
Hompepage o.ä.: http://www.kaigrehn.de/
Erstsendung: 26.10.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 50
Titel: Civil Disobedience - Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat (Kurzfassung)
Autor: Henry David Thoreau
produziert in: 1984
produziert von: NDR
Laufzeit: 72 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Dramaturgie: Holger Rink
Übersetzer: Walter E. Richartz
Inhalt: "Wenn ein Mensch frei ist in seinen Gedanken, frei in seiner Phantasie und seiner Vorstellung, also in den Dingen, die nie für lange Zeit leblos bei ihm bleiben, dann können unkluge Herrscher oder Reformapostel ihm nie gefährlich in die Quere kommen." (H.D.T). Henry David Thoreau veröffentlichte 1849 aus Protest gegen die amerikanische Eroberungs- und Sklavenpolitik den Essay Civil Disobedience (Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat). Der Text ist ein zeitlos gültiges Pamphlet - scharfzüngig und ironisch, kompromisslos in den Thesen und gleichzeitig von großer poetischer Kraft. Eine Freiheitslehre von großer Wirkung und großer Poesie und eines jener Bücher, die die Welt nachhaltig beeinflussten. Gandhi bediente sich der Schrift, ebenso Anhänger der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Hippies und Wehrdienstverweigerer ließen sich davon inspirieren. 150 Jahre nach Thoreaus Tod kann der Text verstanden werden als aktueller Beitrag zur gegenwärtigen politischen Lage in Amerika und Europa. In dieser zweisprachigen Hörspielarbeit spricht ein Vortragsredner im Rahmen einer (fiktiven) öffentlichen Institution. Der Vortrag wird in amerikanischer Sprache gehalten und von zwei Schauspielern im Wechsel simultan übersetzt. Eine klassische Live-Übertragungssituation, die es den Hörern, vor allem jenen ohne Kenntnis des Textes und des Schriftstellers Thoreau, ermöglicht, die Rede im Heute zu verorten.

"Da die Wörter ein geheimes Leben besitzen, ist es vielleicht wichtiger als wir meinen, einem Text wie Thoreaus CIVIL DISOBIDIENCE wieder und wieder neuen Atem einzuhauchen; denn wenn das geschriebene Wort heraustritt am Tage und zu tanzen beginnt, vermag es die ganze buchstäbliche Kraft und Magie zu entfalten, die ihm innewohnt." (Kai Grehn)
Sprecher:Wilfried Grimpe (Daniel)
Dietmar Mues (George)
Angelika Merkert (Margret)
Wolf Dietrich Berg (Dr. Schanz)
Marlen Diekhoff (Marie)
Regine Lamster (Livia)
Gisela Trowe (Mama)
Daten zu Henry David Thoreau:geboren: 12.07.1817
gestorben: 06.05.1862
Vita: Henry David Thoreau (* 12. Juli 1817 in Concord, Massachusetts; † 6. Mai 1862 ebenda) war ein amerikanischer Schriftsteller und Philosoph.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 28.09.2012
Datenquelle(n): dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 50
Titel: Civil Disobedience - Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat (Langfassung)
Autor: Henry David Thoreau
produziert in: 1999
produziert von: NDR; Verlag DO-Mi-NO
Laufzeit: 46 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Oskar Sala
Übersetzer: Walter E. Richartz
Inhalt: "Wenn ein Mensch frei ist in seinen Gedanken, frei in seiner Phantasie und seiner Vorstellung, also in den Dingen, die nie für lange Zeit leblos bei ihm bleiben, dann können unkluge Herrscher oder Reformapostel ihm nie gefährlich in die Quere kommen." (H.D.T). Henry David Thoreau veröffentlichte 1849 aus Protest gegen die amerikanische Eroberungs- und Sklavenpolitik den Essay Civil Disobedience (Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat). Der Text ist ein zeitlos gültiges Pamphlet - scharfzüngig und ironisch, kompromisslos in den Thesen und gleichzeitig von großer poetischer Kraft. Eine Freiheitslehre von großer Wirkung und großer Poesie und eines jener Bücher, die die Welt nachhaltig beeinflussten. Gandhi bediente sich der Schrift, ebenso Anhänger der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Hippies und Wehrdienstverweigerer ließen sich davon inspirieren. 150 Jahre nach Thoreaus Tod kann der Text verstanden werden als aktueller Beitrag zur gegenwärtigen politischen Lage in Amerika und Europa. In dieser zweisprachigen Hörspielarbeit spricht ein Vortragsredner im Rahmen einer (fiktiven) öffentlichen Institution. Der Vortrag wird in amerikanischer Sprache gehalten und von zwei Schauspielern im Wechsel simultan übersetzt. Eine klassische Live-Übertragungssituation, die es den Hörern, vor allem jenen ohne Kenntnis des Textes und des Schriftstellers Thoreau, ermöglicht, die Rede im Heute zu verorten.

"Da die Wörter ein geheimes Leben besitzen, ist es vielleicht wichtiger als wir meinen, einem Text wie Thoreaus CIVIL DISOBIDIENCE wieder und wieder neuen Atem einzuhauchen; denn wenn das geschriebene Wort heraustritt am Tage und zu tanzen beginnt, vermag es die ganze buchstäbliche Kraft und Magie zu entfalten, die ihm innewohnt." (Kai Grehn)
Sprecher:Gesine Gregorczewski (Loletta)
Gustav Peter Wöhler (Torpedo, Blumentopf)
Matthias Fuchs (Saugobert)
Benjamin Reding (Zadek, Teddy)
Günter Lüdke (Flugschrank)
Ilse Seemann (Hellawatt, Stehlampe)
Gerlach Fiedler (Ivan, Waschmaschine)
Sandra Keck (Mutter von Loletta)
Steffen Krause (2. Staubsauger)
Klaus Dittmann (1. Locher)
Ole Schloßhauer (2. Locher)
Daten zu Henry David Thoreau:geboren: 12.07.1817
gestorben: 06.05.1862
Vita: Henry David Thoreau (* 12. Juli 1817 in Concord, Massachusetts; † 6. Mai 1862 ebenda) war ein amerikanischer Schriftsteller und Philosoph.

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Treffer 6 von insgesamt 50
Titel: Das abenteuerliche Herz
Autor: Ernst Jünger
produziert in: 1986
produziert von: BR
Laufzeit: 25 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Inhalt: Die erste Fassung von Ernst Jüngers Buch »Das Abenteuerliche Herz« erschien 1929 mit dem Untertitel »Aufzeichnungen bei Tag und Nacht«. Eine zweite Fassung des Werkes erschien 1938 mit dem Untertitel »Figuren und Capriccios«. Zwei Drittel des Urtextes wurden in dieser Fassung gestrichen und erneuert, wobei Jünger besonders auf offene politische und autobiographische Bezüge verzichtete. Beide Textsammlungen von Ernst Jünger bestehen aus kurzen Prosastücken in Form von Kurzgeschichten, tagebuchartigen Einträgen, Traumschilderungen und Essays. Jeder Text ist einem Ort bzw. einer Stadt zugeordnet. Vor allem die Texte der »Aufzeichnungen bei Tag und Nacht« durchweht ein Grundton der Sehnsucht nach einem irrationalen, abenteuerlichen Leben. In seinen essayistischen Texten, insbesondere denen der zweiten Fassung, entwickelt Jünger eine eigene Poetik und Wahrnehmungsweise, einen eigenen Stil der Anschauung und des Denkens, der die klare und scharfe Beobachtung mit der unbestimmten Empfänglichkeit des Träumers verbindet. Diese Form der Wahrnehmung bezeichnet Jünger als Stereoskopie, eine Methode, die demselben Ton gleichzeitig zwei Sinnesqualitäten abzugewinnen vermag.

»Jüngers "Stereoskopie" bildet die ästhetische Grundlage für das Hörspiel "Das abenteuerliche Herz". Die Textauswahl aus beiden Fassungen strukturiert sich über die Zuordnungen von "Aufzeichnungen bei Tag" und "Nocturnes" - Aufzeichnungen bei Nacht. Während die Texte des Tages sich in der vermeindlichen Stille eines Klangraumes präsentieren, werden die Nocturnes in akustische und musikalische Spielformen eingebunden, um ihnen weitere, neue Sinnesqualitäten abzugewinnen. Ein lautmalerisches Mosaik aus einzelnen Kurz- und Kürzesthörspielen. Eine radiophone Reise ins abenteuerliche Herz, bei der die Grenzen zwischen Tag- und Nachtaufzeichnungen mit zunehmender Dauer schwinden.« Kai Grehn
Sprecher:Martin Umbach
Joachim Höppner
ergänzender Hinweis: Es soll auch eine Langfassung mit 62 Minuten existieren, ausgestrahlt wurde jedoch die hier dokumentierte Fassung.
Daten zu Ernst Jünger:geboren: 29.03.1895
gestorben: 17.02.1998
Vita: Ernst Jünger (* 29. März 1895 in Heidelberg; † 17. Februar 1998 in Riedlingen) war ein deutscher Schriftsteller, Offizier und Insektenkundler. Er ist vor allem durch seine Kriegstagebücher In Stahlgewittern, durch Essays, phantastische Romane und Erzählungen bekannt. In seinem nationalistischen, anti-demokratischen und elitären Frühwerk, das der sogenannten Konservativen Revolution zugerechnet wird, kämpfte Jünger entschieden gegen die Weimarer Republik. Ob er als ein intellektueller Wegbereiter des Nationalsozialismus angesehen werden kann, ist in der Forschung umstritten. Von der nationalsozialistischen Ideologie distanzierte er sich in den frühen 1930er Jahren wegen des von ihm als geistlos empfundenen Totalitarismus der NS-Massenbewegung. In der Bundesrepublik wurde Jünger vor allem mit den Veröffentlichungen seiner Tagebücher wahrgenommen; er erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, darunter 1918 den Pour le Mérite und 1959 das Große Bundesverdienstkreuz.

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Erstsendung: 16.02.2012
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 7 von insgesamt 50
Titel: Das Buch der Fragen
Autor: Edmond Jabès
produziert in: 1998
produziert von: RB; Jochen Schütt; NDR
Laufzeit: 45 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Dramaturgie: Henning Rademacher
Übersetzer: Henriette Beese
Inhalt: Jabès "Buch der Fragen" ist ein "récit eclaté", ein aus Bruchstücken bestehender Erzählzyklus. Ein "Buch des Eingedenkens", wie Jabès selber über sein zentrales Werk bemerkt, "auf unentrinnbare Fragen nach dem Sehen, nach dem Wort, nach der Freiheit, nach der Wahl, nach dem Tod antworten imaginäre Rabbiner, deren Stimme die meine ist". Sie verkörpern jene Themen, die Jabès lebenslang umschrieben hat: Exil, Fremde, Diaspora und ein Leben aus Schrift, Dichtung und Sprache. Und da ist die Liebesgeschichte zwischen Sarah und Yukel, eine Geschichte, die erzählerisch nur angedeutet werden kann. So karg, schlicht und trotzdem sinnlich sich der diskursive Text auf den ersten Blick darbietet, so überraschend verwandelt er sich in dunkle Rätsel. Der tief in der jüdischen Mystik verwurzelte "Kabbalist aus dem Quartier Latin" lässt jedes Wort auf seine Tragfähigkeit, Angemessenheit und Mehrdeutigkeit hin überprüfen, wobei immer wieder "die Erfahrung einer Art Fülle des Schweigens" zu spüren ist. Die Hörspieladaption lädt ein zu einer audiophonen Reise ins Buch. "Denn in dem was geschrieben wird, fehlt meine Stimme, und ich glaube an sie". (E. Jabès)
Sprecher:Wilfried Dziallas (Hans)
Heidi Mahler (Monika)
Erkki Hopf (Hendrik)
Björn-Martin Seeler (Malte)
Jens Scheiblich (Heinz)
Rolf Petersen (Erwin)
MusikerDan Pelleg (Singstimme) Marko E. Weigert (Singstimme) Danielle Schneider (Singstimme)
Daten zu Edmond Jabès:Vita: Edmond Jabès (1912-1991) wurde als Sohn jüdischer Eltern in Kairo geboren. Der Aphoristiker, Parabeldichter und Erzähler zählt neben René Char, Michel Leiris, Maurice Blanchot u.a. zu den großen Denkern der französischen Literatur. Er musste Ägypten 1957 während der Suez-Krise verlassen und lebte bis zu seinem Tod im französischen Exil in Paris. Sein literarisches Werk, das jüdisches Sprach- und Weltverständnis verbindet, kreist um das zentrale Thema, "die Schrift reden zu lassen". Neben dem "Buch der Fragen" (1963-1973) gehört "Das Buch der Ähnlichkeiten" (1976-1980) zu seinen Hauptwerken. 1987 erhielt er Frankreichs "Grand Prix national de la póesie."
Erstsendung: 05.10.2005
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 50
Titel: Das Holzschiff
Autor: Hans Henny Jahnn
produziert in: 1973
produziert von: SR
Laufzeit: 33 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Inhalt: "Das Holzschiff" erzählt von der Reise eines Frachtschiffes. Bereits die Beladung des Seglers unter den Augen von Zoll und Polizei ist ungewöhnlich. Nicht einmal der Kapitän ist über die Bestimmung des Schiffes und seiner Fracht informiert. Gerüchte machen die Runde. Dazu hat sich Gustav, der junge Verlobte der Kapitänstochter Ellena, die ebenfalls an Bord ist, als blinder Passagier eingeschmuggelt. Es herrscht eine Atmosphäre der Angst, der erotischen Spannungen und gegenseitigen Verdächtigung. Als plötzlich die Tochter des Kapitäns spurlos verschwindet, kommt es zu einer Meuterei. Man öffnet die Kisten des Laderaums. Sie sind vollkommen leer. Auf der Suche nach einem Geheimversteck beschädigt der Schiffszimmermann den Rumpf. Wasser dringt ein. Die Besatzung kann sich retten, das Schiff geht unter und mit ihm eine üppig gestaltete Frauen- oder Galionsfigur, die den Kiel umklammert. Ellena? 1949 erschien " Das Holzschiff". Es ist der Auftakt der unvollendet gebliebenen gewaltigen Romantrilogie H. H. Jahnns "Fluß ohne Ufer". Sein Thema: "Die Ohnmacht der Vernunft. Das Schiff wird zum Ort, wo die Gewissheiten schwinden. (...) Die Träume werden übermächtig." (Peter Greiner, Die Zeit).
Sprecher:Marianne Mosa
Wolfgang Bieger
Werner Hanfgarn
Friedrich von Bülow
Lothar Rollauer
Hans Dilg
MusikerTarwater
Daten zu Hans Henny Jahnn:geboren: 17.12.1894
gestorben: 29.11.1959
Vita: Hans Henny Jahnn, am 17.12.1894 in Stellingen/Hamburg als als Sohn eines Schiffbauers geboren, zählt zu den wichtigsten Vertretern der literarischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Neben Prosaarbeiten ist er Verfasser von Essays und Dramen. 1920 erhielt er den Kleistpreis. Er war ein exzentrischer Gottsucher, Pferdezüchter und Hormonforscher. Bedeutender Beitrag als Orgelbauer ("Orgelsachberater der Stadt Hamburg"). Er lebte von 1934 bis 1950 auf Bornholm (Dänemark). Am 29.11. 1959 ist er in Hamburg gestorben.

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Erstsendung: 25.11.2009
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 50
Titel: Das ist alles. C'est tout.
Autor: Marguerite Duras
produziert in: 1953
produziert von: NWDR
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Übersetzer: Andrea Spingler
Inhalt: Sie sitzt in ihrem Haus in Neauphle-le-Château. Sie schreibt. Sie trinkt. Bisweilen ist ihr Liebhaber um sie, spricht mit ihr, pflegt sie. Dann wieder ist da nichts als das Summen einer sterbenden Fliege. Marguerite Duras, die Grande Dame der französischen Literatur, lebte in ihren letzten Lebensjahren zurückgezogen, mal in ihrer Pariser Wohnung, mal in ihrem Haus in der Normandie. Schaffensphasen wechselten sich ab mit Schreibblockaden, Alkoholexzessen und Klinikaufenthalten. Anfang der 1980er Jahre hatte sie Yann Andréa Steiner kennen gelernt. Der Philosophiestudent, Mitte zwanzig, hatte sich in die fast 40 Jahre Ältere und ihre Romane verliebt. Mit ihm erlebt sie ihre letzte große Liebe, eine Passion zwischen Begehren und Zurückweisen, Gebrauchtwerden und Überdruss, dem Bedürfnis, allein zu sein und der Angst vor der Einsamkeit und dem nahenden Tod.
Sprecher:Carl-Heinz Schroth (Robert Guiscard)
Karin Jacobsen (Liane)
Heinz Klevenow (Potentat)
Max Walter Sieg (Ministerpräsident)
Walter Klam (Kultusminister)
Joseph Offenbach (Ägyptischer Kunsthändler)
Herbert A. E. Böhme (Lokomotivführer)
Hans Fitze (Heizer)
Helmut Peine (Schaffner)
Heinz Sailer (Fürst Jaroslav)
Hans Zesch-Ballot (Mr. Pratt)
Trudik Daniel (Eine Dame)
Georg Eilert (Sprecher)
MusikerLars Rudolph (Vokalist)
Daten zu Marguerite Duras:geboren: 04.04.1914
gestorben: 03.03.1996
Vita: Marguerite Duras, 1914-1996, französische Roman-, Theater- und Filmautorin. Ihre Kindheit und Jugend in Vietnam flossen u.a. in ihren berühmten Roman 'Der Liebhaber' (84, Prix Goncourt) ein. Ab 1932 Politik- und Jura-Studium in Paris. Adaptiert für Hörspiel wurden u.a.'Die Krankheit Tod' (WDR/NDR/SR 1985), 'La Musica Zwei' (NDR/HR 1989) und 'Das ist alles. C’est tout' (RBB 2012).

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Erstsendung: 09.03.2012
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)RBB kulturradio
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 50
Titel: Das Leben eines Narren
Autor: Ryûnusuke Akutagawa
produziert in: 1972
produziert von: SR
Laufzeit: 31 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Übersetzer: Otto Putz
Inhalt: Ryûnosuke Akutagawa ist ein Klassiker der modernen japanischen Literatur. Weltberühmt wurde er als Autor der von Akira Kurosawa verfilmten Novelle 'Rashômon'. Posthum hinterließ er das kleine Werk "Das Leben eines Narren". 51 kurze Kapitel und einen Brief an den Freund umfasst das berühmte kleine Werk des japanischen Schriftstellers; einen Monat vor seinem Selbstmord am 24. Juli 1927 abgeschlossen und erst posthum veröffentlicht. Darin schreitet Akutagawa, bei Episoden und Einzelheiten innehaltend, noch einmal sein bisheriges Leben ab. Neben ihrer vermeintlichen Willkürlichkeit und Bedeutungslosigkeit, bestechen diese Miniaturen durch die Schönheit der Sprache, die sich auch in der Übersetzung mitteilt. Knappe, spröde Sätze, mehr Lyrik als Prosa, lassen die wie mit der Tusche eines feinen japanischen Pinsels gezeichneten Situations- und Landschaftsskizzen vor den Augen des Lesers entstehen. Die japanisch-deutsche Hörspielfassung versucht Akutagawas Episoden wie ein Mosaik aus akustischen Haikus Atem einzuhauchen, die Prosatexte mit dem Gehör des Fremden in den sprachlichen Kontext ihres Ursprungs zu stellen, mittels Geräuschen, Klängen, Sounds und Musik, die in Japan aufgenommen wurden.
Sprecher:Helmut Woestmann
Ingo Eckert
Hans Paul Schmeling
Marianne Mosa
Erich Herr
Hans Timerding
Klaus Greinke
Günther Sauer
Annegreth Ronald
Irene Frey
Engelbert von Nordhausen
Hans Dilg
Alice Richter
Herbert Volz
Daten zu Ryûnusuke Akutagawa:geboren: 1892
gestorben: 1927
Vita: Ryunosuke Akutagawa (1892-1927), in Tokio geboren, gilt als Klassiker der modernen japanischen Literatur und Meister der historischen Novelle. Mit seiner Erzählsammlung "Rashomon" aus dem Jahre 1917, die Akira Kurosawa verfilmte, gelang ihm der literarische Durchbruch. Bis zu seinem Freitod im Jahre 1927 verfasste er - neben Essays und Lyrik - Erzählungen und Novellen, mit denen er die japanische Literatur nachhaltig geprägt hat.
Erstsendung: 06.12.2006
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 50
Titel: Das Leben eines Narren. Revisited
Autor: Ryûnusuke Akutagawa
produziert in: 2012
produziert von: RB; NDR
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Übersetzer: Otto Putz
Inhalt: Ryûnosuke Akutagawa ist ein Klassiker der modernen japanischen Literatur. Weltberühmt wurde er als Autor der von Akira Kurosawa verfilmten Novelle 'Rashômon'. Posthum hinterließ er das kleine Werk "Das Leben eines Narren". 51 kurze Kapitel und einen Brief an den Freund umfasst das berühmte kleine Werk des japanischen Schriftstellers; einen Monat vor seinem Selbstmord am 24. Juli 1927 abgeschlossen und erst posthum veröffentlicht. Darin schreitet Akutagawa, bei Episoden und Einzelheiten innehaltend, noch einmal sein bisheriges Leben ab. Neben ihrer vermeintlichen Willkürlichkeit und Bedeutungslosigkeit, bestechen diese Miniaturen durch die Schönheit der Sprache, die sich auch in der Übersetzung mitteilt. Knappe, spröde Sätze, mehr Lyrik als Prosa, lassen die wie mit der Tusche eines feinen japanischen Pinsels gezeichneten Situations- und Landschaftsskizzen vor den Augen des Lesers entstehen. Die japanisch-deutsche Hörspielfassung versucht Akutagawas Episoden wie ein Mosaik aus akustischen Haikus Atem einzuhauchen, die Prosatexte mit dem Gehör des Fremden in den sprachlichen Kontext ihres Ursprungs zu stellen, mittels Geräuschen, Klängen, Sounds und Musik, die von Kai Grehn und Mareike Maage in Japan aufgenommen wurden.

"Das Leben eines Narren. Revisited" ist ein Remix der Hörspielproduktion "Das Leben eines Narren" in einer sogenannten Extendend Version.
Sprecher:Uwe Friedrichsen (Theo)
Elfie Schrodt (Hanna)
Till Huster (Theo (jung))
Sandra Keck (Hanna (jung))
Birte Kretschmer (Ute)
Franziska Rarey (Ute (jung))
Wilfried Dziallas (Dieter)
Beate Kiupel (Marion)
Oskar Ketelhut (Gerd)
Daten zu Ryûnusuke Akutagawa:geboren: 1892
gestorben: 1927
Vita: Ryunosuke Akutagawa (1892-1927), in Tokio geboren, gilt als Klassiker der modernen japanischen Literatur und Meister der historischen Novelle. Mit seiner Erzählsammlung "Rashomon" aus dem Jahre 1917, die Akira Kurosawa verfilmte, gelang ihm der literarische Durchbruch. Bis zu seinem Freitod im Jahre 1927 verfasste er - neben Essays und Lyrik - Erzählungen und Novellen, mit denen er die japanische Literatur nachhaltig geprägt hat.
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Treffer 12 von insgesamt 50
Titel: Der Berg, über den kein Vogel fliegt
Autor: Kai Grehn
produziert in: 2012
produziert von: RB; NDR
Regie: Kai Grehn
Inhalt: „Der Berg, über den kein Vogel fliegt“, dessen Bühnenversion vom Theater Basel und vom Badischen Staatstheater Karlsruhe uraufgeführt wurde, spielt in der Todeszone, in einer Höhe über 7000 Meter. Es handelt von einem Mann, der beim Besteigen des Berges auf eine ausgesetzte Felsterrasse stürzt und schwer verletzt gegen Schnee und Kälte, gegen Halluzinationen und Sauerstoffmangel, gegen Ausgeliefert- und Gefangensein ums Überleben kämpft.

Ausgehend von eigenen Erlebnissen während einer Nanga-Parbat-Expedition im Jahr 2004, entwickelt der Autor ein gänzlich unromantisches Bergsteiger-Drama. Nah an inneren wie äußeren Abgründen, von Auskühlung tödlich bedroht, gerät Grehns Verunglückter in erstaunliche existenzielle Auseinandersetzungen mit realen wie eingebildeten Gesprächspartnern. Es geht um die Faszination der Höhe, um Grenzerfahrungen und um eine Glückssuche jenseits alltäglicher Ebenen.



Der Bedingungen eines einsamen Vogels sind fünf:

die erste, daß er zum höchsten Punkt fliegt;

die zweite, daß er sich nicht nach Gesellen sehnt,

nicht einmal seiner eigenen Art;

die dritte, daß sein Schnabel gen Himmel zielt;

die vierte, daß er keine bestimmte Farbe hat;

die fünfte, daß er leise singt.



San Juan de la Cruz
Sprecher:Uwe Friedrichsen (Theo)
Elfie Schrodt (Hanna)
Till Huster (Theo (jung))
Sandra Keck (Hanna (jung))
Birte Kretschmer (Ute)
Franziska Rarey (Ute (jung))
Wilfried Dziallas (Dieter)
Beate Kiupel (Marion)
Oskar Ketelhut (Gerd)
MusikerJule Böwe (Singstimme)
Daten zu Kai Grehn:geboren: 1969
Vita: Kai Grehn, geboren 1969, wuchs in Ostberlin auf. Er arbeitete als Postzusteller, redaktioneller Mitarbeiter sowie als Regieassistent beim TanzTheater Skoronel, anschließend studierte er Theaterregie an der berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Seitdem arbeitet er für's Theater und Hörspiel, schreibt Prosa und verfasst Übersetzungen aus dem Englischen. Länger hielt er sich in Armenien auf und unternahm Kunstexpeditionen zum Nanga Parbat in Pakistan. Grehn erhielt u.a. das Arbeitsstipendium für Berliner Schriftsteller 2005 und den PRIX MARULIC-Spezialpreis 2001 und 2005. Mit seiner Hörspielfassung von Herta Müllers "Atemschaukel" wurde er für den Deutschen Hörbuchpreis 2011 nominiert. Kai Grehn lebt als freier Autor und Regisseur in Berlin.
Hompepage o.ä.: http://www.kaigrehn.de/
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Treffer 13 von insgesamt 50
Titel: Der geheimnisvolle Fremde
Autor: Mark Twain
produziert in: 1968
produziert von: SR
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Übersetzer: Ana Maria Brock
Inhalt: Im österreichischen Eselsdorf begegnen drei Jugendliche dem sympathischen Neffen des Teufels. Satan lehrt sie, den Menschen zu misstrauen.

Im Winter des Jahres 1590 kommt ein junger, sympathischer Fremder in das österreichische Eseldorf. Es handelt sich um Satan, genauer: den Neffen des alten Teufels, der sich um die Freundschaft von drei 16-jährigen Jungen aus dem Dorf bemüht. Ich-Erzähler Theodor Fischer und seine beiden Freunde Nikolaus Baumann und Seppi Wohlmeyer sind begeistert von den interessanten Gesprächen und fasziniert von den magischen Kräften des geheimnisvollen Fremden. Sie erfahren viel über die Verderbtheit, Missgunst, Rohheit und Überheblichkeit der Menschen und nicht zuletzt darüber, wie viele Grausamkeiten im Namen Gottes geschehen.

Zehn Jahre lang soll Mark Twain an seiner letzten Erzählung, die 1916 unter dem Titel "Der geheimnisvolle Fremde" postum veröffentlicht wurde, gearbeitet haben. Die Hörspielinszenierung basiert auf Twains erster Fassung: Im Winter des Jahres 1590 kommt ein junger, sympathischer Fremder in das österreichische Eseldorf. Sein Name ist Satan. Der freundliche Neffe des alten Teufels bemüht sich um die Freundschaft von drei Jungen aus dem Dorf. Sie sind fasziniert von dem geheimnisvollen Fremden und seinen magischen Kräften und erfahren viel über die Verderbtheit, Missgunst, Rohheit und Überheblichkeit der Menschen, über Grausamkeiten, die im Namen Gottes geschehen. Regisseur Kai Grehn entwickelt ein dichtes Klangszenario, das den finsteren mittelalterlichen Kosmos vom ersten Moment an akustisch erfahrbar macht.
Sprecher:Klaus Groth
Charlotte Renner
Klaus Sichler
Dirk Borchert
Günther Beyer
Josef Flöth
Margarete Gräf
Annegreth Ronald
MusikerTim Fluch (Knaben-Sopran) Muttis Kinder (Chorgesang)
Daten zu Mark Twain:vollständiger Name: Samuel Langhorne Clemens
geboren: 30.11.1835
gestorben: 1910
Vita: Mark Twain, (1835–1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, amerikanischer Schriftsteller, wurde mit »Tom Sawyer« (1876) und »Huckleberry Finn« (1884) weltberühmt. Die Erzählung "The Mysterious Stranger", an der er zwölf Jahre gearbeitet haben soll, erschien postum 1916.
Erstsendung: 22.12.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 14 von insgesamt 50
Titel: Der kleine Prinz
Autor: Antoine de Saint-Exupéry
produziert in: 2013
produziert von: DKultur
Laufzeit: 42 Minuten
Genre: Kinderhörspiel
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Karl Atteln
Dramaturgie: Ulla Illerhaus
Inhalt: Die Geschichte erzählt von der Freundschaft zwischen einem Bruchpiloten und dem kleinen Prinzen, der von einem anderen Planeten auf die Erde gefallen ist.

Die Geschichte erzählt von einem Piloten, der mit seiner Maschine in der Wüste havariert. Allein und mit Trinkwasser für nur acht Tage muss er sein Flugzeug reparieren. Am Tag nach der Bruchlandung steht wie aus dem Boden gewachsen ein kleiner Junge vor ihm, der ihn bittet, ihm ein Schaf zu malen.

So lernt der Pilot den kleinen Prinzen kennen, der ihm von seiner langen, abenteuerlichen Reise erzählt, die ihn von seinem Heimatplaneten über viele Stationen bis zur Erde geführt hat.

Aber der kleine Prinz hat ein Problem. Er hat jemanden auf seinem kleinen Planeten zurück gelassen. Eine Rose. Und diese Rose will er nicht länger allein lassen.
Sprecher:Jenny Klippel (Voodoo Child)
Max Woithe (Sparky)
Benjamin Kramme (Michael + Radiostimme)
Tamer Arslan (Gabriel + Sun Ra)
Janus Torp (Uriel)
Mark Kofi Asamoah (Raphael)
Anne Schirrmacher (Stimme(Kessel) + Frau)
Dirk Dhonau (Percussion) (Instrumentalisten)
Susanne Amatosero (Synthesizer) (Instrumentalisten)
MusikerClaudia Graue (Vokalist)
Daten zu Antoine de Saint-Exupéry:geboren: 29.06.1900
gestorben: 31.07.1944
Vita: Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry (kurz Antoine de Saint-Exupéry; * 29. Juni 1900 in Lyon; † 31. Juli 1944 nahe der Île de Riou bei Marseille) war ein französischer Schriftsteller und Pilot. Antoine de Saint-Exupéry war schon zu seinen Lebzeiten ein anerkannter und erfolgreicher Autor und wurde ein Kultautor der Nachkriegsjahrzehnte, obwohl er selbst sich eher als einen nur nebenher schriftstellernden Berufspiloten sah. Seine märchenhafte Erzählung Der kleine Prinz gehört mit über 80 Millionen Exemplaren zu den meistverkauften Büchern der Welt.
Hompepage o.ä.: http://www.antoinedesaintexupery.com//societe-civile.htm
Erstsendung: 25.06.2016
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 15 von insgesamt 50
Titel: Der Liebhaber
Autor: Marguerite Duras
produziert in: 2007
produziert von: Autorenproduktion
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: zeitblom
Inhalt: Bei der Betrachtung ihres gealterten und durch den Alkohol zerstörten Gesichts kehrt eine französische Schriftstellerin in Gedanken an den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurück. Sie trifft ihn auf einer Fähre über den Mekong. Sie sind ein ungleiches Paar im Indochina der 1930er-Jahre: Er ein 27-jähriger Chinese aus reichem Elternhaus, sie eine 15-jährige französische Halbwaise, die mit ihrer Mutter und zwei Brüdern in einem einst herrschaftlichen Haus am Fluss lebt. Ein abgedunkeltes Zimmer oberhalb des geschäftigen Straßenlebens in Saigon wird der heimliche Zufluchtsort der Liebenden. Ihre sexuelle Erkundung ist ein rebellischer Aufschrei gegen die unumstößlichen Regeln der tropischen Kolonie und die erschütternden familiären Machtspiele. Duras‘ autobiografischer Roman wurde 1984 veröffentlicht, zu einem Zeitpunkt, als die Autorin 70 Jahre alt war und die beschriebenen Abläufe nicht nur mehr als ein halbes Jahrhundert in der Vergangenheit, sondern auch, von ihrem Pariser Schreibtisch aus, auf einem fernen Kontinent lagen. Die Erzählerin bleibt namenlos, in ihrer Selbstdarstellung wechselt sie zwischen der ersten und dritten Person; die Unbedingtheit der Liebesbeziehung wird in bildhaften und knappen, fast bruchstückhaften Textsequenzen eingefangen; verschiedene Erzählperspektiven und Zeitebenen werden miteinander verwoben. Für »Der Liebhaber« erhielt Duras 1984 den Prix Goncourt. Der internationale Bestseller, 1992 von Jean-Jacques Annaud verfilmt, erreichte eine Auflage von fast drei Millionen Exemplaren und wurde in 42 Sprachen übersetzt.
Sprecher:Jens Harzer
Bernhard Schütz
Christian Wittmann
Marijam Agischewa
Meike Schlüter

Musiker: Tony Buck, Alexander Hacke, Zeitblom
Daten zu Marguerite Duras:geboren: 04.04.1914
gestorben: 03.03.1996
Vita: Marguerite Duras, 1914-1996, französische Roman-, Theater- und Filmautorin. Ihre Kindheit und Jugend in Vietnam flossen u.a. in ihren berühmten Roman 'Der Liebhaber' (84, Prix Goncourt) ein. Ab 1932 Politik- und Jura-Studium in Paris. Adaptiert für Hörspiel wurden u.a.'Die Krankheit Tod' (WDR/NDR/SR 1985), 'La Musica Zwei' (NDR/HR 1989) und 'Das ist alles. C’est tout' (RBB 2012).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 23.10.2016
Datenquelle(n): dra
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Treffer 16 von insgesamt 50
Titel: Dickicht. Anpassung
Autor: Johannes Jansen
produziert in: 1967
produziert von: Rundfunk der DDR
Genre: Monolog
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Inhalt: Eine verstörte Stimme, männlich und weiblich, meldet sich in dieser als innerer Monolog oder imaginiertes Zwiegespräch gestalteten Rede zu Wort: Der Kopf als "telepathischer Bunker" bildet das Zentrum des als bettläge rig und pflegebedürftig skizzierten erzählerischen Ichs, bei zunehmendem Ausfall des Körpers und seiner Funktionen. Der Adressat: "Vielleicht ein Gehörloser, vorausgesetzt, er ist blind." Die resümierende Maxime aus dem "Strategiepapier" dieses Ichs lautet: "Sieh zu, dass du nicht zurechtkommst." Der bei dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1996 mit dem "Preis des Landes Kärnten" ausgezeichnete Text des Autors stellt sich in die Tradition von Kafka, Beckett und Thomas Bernhard zugleich. Als eine "Rede aus dem Kerker eines Kopfes" charakterisierte die Literaturkritikerin und Klagenfurter Jurorin Iris Radisch Jansens Text, der mit der "Geste einer logisch philosophischen Deduktion" eine "Art Denken im Urzustand literarisch abbildet". Er führe vor, "dass es zu jedem Gedanken, den er probeweise antippt, auch schon immer einen Gegengedanken, eine Vernichtung dieses Hauptgedankens gegeben hat, und so hat der ganze Text für mich die Geste einer philosophischen Deduktion, die aber permanent abbricht, in einem Cut-up- Verfahren sich immer wieder selbst unterbricht und dann entweder im Nonsens, in einer Selbstparodie, oder einfach auch nur in diesen Schnitten endet." (Iris Radisch)
Daten zu Johannes Jansen:Vita: Johannes Jansen, geboren 1966 in Ost-Berlin, aufgewachsen in Freiberg, Leipzig und Pankow, arbeitet nach einer Lehre als Graveur und einem Studium der Gebrauchsgrafik heute als freier Autor und ist in der Altenpflege tätig; er lebt in Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählen (Auswahl): "Lost in London" (1994), "Kleines Dickicht", Roman (2000), "Verfeinerung der Einzelheiten" (2001), "Halbschlaf Tag Nacht Gedanken", (2004). Er erhielt 1997 die "Ehrengabe der Deutschen Schiller-Stiftung".
Erstsendung: 03.11.2004
Datenquelle(n): dra
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Treffer 17 von insgesamt 50
Titel: Die Frau in den Dünen
Autor: Kobo Abe
produziert in: 1973
produziert von: SR
Laufzeit: 33 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Übersetzer: Oskar Benl
Inhalt: Ein Lehrer aus Tokio, der sich in seiner Freizeit als Insektensammler betätigt, begibt sich auf Exkursion in eine einsame Küstengegend. Er ist auf der Suche nach einem bisher nicht entdeckten Insekt, dem er seinen Namen geben kann. Der junge Entomologe möchte sich unsterblich machen, seinem Leben einen Sinn geben, indem er seinen Namen wenigstens in den Geschichtsbüchern der Biologie verewigt. Er verpaßt jedoch seinen Bus zurück in die Zivilisation und bittet die Bewohner eines nahen Dorfes um eine Schlafstätte. In der Dunkelheit der inzwischen angebrochenen Nacht lassen sie ihn über eine Strickleiter zu einem Haus hinunter, das von einer allein lebenden Frau bewohnt wird. So wie die Hütte der Frau, liegen auch alle anderen Häuser in riesigen Dünensandlöchern und die voneinander isolierten Dorfbewohner müssen jede Nacht den durch alle Ritzen dringenden Dünensand wegschaufeln. Sollte ein einziger dieser Aufgabe mehrere Tage hintereinander nicht nachkommen, löste das eine Kettenreaktion aus, die den Sandpegel in lebensbedrohliche Höhe treiben würde. Am nächsten Morgen muß der Mann feststellen, daß die Strickleiter zum Verlassen des Sandloches verschwunden ist, hinaufgezogen von den Dorfbewohnern und was als Zufallsnacht für den Mann begonnen hat, wird zu seinem Schicksal.

Kobo Abe gilt in Japan als moderner Klassiker schlechthin und wird dort als der japanische Kafka bezeichnet. "Die Frau in den Dünen" ist sein bekanntester Roman und wurde 1964 von Hiroshi Teshigahara verfilmt und mit Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet. Die Hörspielmusik wurde von Ryuichi Sakamoto und Carsten Nicolai (aka alva noto) eingespielt. Beide Komponisten gelten als Pioniere der Modern Classical Electronic Music.
Sprecher:Marianne Mosa
Wolfgang Bieger
Werner Hanfgarn
Friedrich von Bülow
Lothar Rollauer
Hans Dilg
Daten zu Kobo Abe:geboren: 07.03.1924
gestorben: 22.01.1993
Vita: Kobo Abe, 1924 in Tokio geboren und 1993 dort gestorben, gilt als der japanische Kafka. Für seinen Roman "Die Frau in den Dünen" wurde er in Japan geehrt, die Verfilmung durch Hiroshi Teshigahara wurde 1964 in Cannes mit dem Spezialpreis rder Jury ausgezeichnet und als bester fremdsprachiger Film für den Oscar nominiert. Abe studierte Medizin, arbeitete aber als freier Schriftsteller, Drehbuchautor und Theaterdirektor.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 13.07.2011
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 18 von insgesamt 50
Titel: Die Geschichte vom Franz Biberkopf
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 6.2007
Autor: Alfred Döblin
produziert in: 1986
produziert von: WDR
Laufzeit: 24 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Komponist: Alfons Nowacki
Inhalt: Franz Biberkopf, früher Zement- und Transportarbeiter, will nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ein anständiger Mensch werden. So steht er auf dem Alexanderplatz des alten Berlin und betreibt seine kleinen Handelsgeschäfte.

Anfangs geht alles gut, aber die Zeiten sind schlecht. Biberkopf hat nicht nur mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sondern wird in einen regelrechten Kampf verwickelt mit etwas, das von außen kommt, das unberechenbar ist und wie ein Schicksal aussieht.

"Mein Denken und Arbeiten geistiger Art gehört, ob ausgesprochen oder nicht ausgesprochen, zu Berlin. ... in diesem großen, nüchternen, strengen Berlin bin ich aufgewachsen, dies ist der Mutterboden, dieses Steinmeer, der Mutterboden aller meiner Gedanken", schrieb Döblin um 1930, nachdem sein Roman Berlin Alexanderplatz erschienen war.

1929 setzte er sich in einem Vortrag mit der Frage der "Möglichkeit eines Eintritts von Literatur in den Rundfunk" auseinander. Döblin erprobte diese Möglichkeit mit einer Hörspielfassung seines Romans, die er ganz auf das Schicksal der Hauptfigur reduzierte. Die Sendung des Hörspiels jedoch wurde kurzfristig aus dem Programm genommen - Döblins Begründung lautete, vieles sei "im Funkhaus kaum darzustellen".



77 Jahre später wird das Originalhörspielmanuskript erstmals ohne jede Kürzung in Szene gesetzt. Kai Grehn in seiner Inszenierung die Faszination des Autors für das Medium Radio auf. Mit den technischen und stilistischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts bringt er zu Gehör, was Döblin in seinem Hörspielmanuskript als radiophone Spielflächen angelegt hatte. Originaltöne von den Romanschauplätzen und Geräusche des heutigen Berlin werden zur Basis einer Großstadtmusik, die den Takt für Grehns Interpretation des Stoffes vorgibt und "Die Geschichte vom Franz Biberkopf" ins Heute und Hier verlegt.

Als Hommage an den großen Schriftsteller Alfred Döblin treten die Berliner Schriftsteller Thomas Brussig, Tanja Dückers, Judith Hermann, Johannes Jansen, Katja Lange-Müller, Steffen Mensching und Torsten Schulz als Stimmen im Hintergrund auf.
Sprecher:Reent Reins (Christian Hansen)
Hans Gerd Krogmann (Franz Kafka)
Michael Habeck (Joseph Wühr)
Michael Thomas (Western 1)
Michael Tanneberger (Western 2)
Walter Gontermann (Western 3)
Jürg Löw (Western 4)
Ingolf Gorges (Western 5)
Josef Tratnik (Western 6)
Reinhard Schulat (Western 7)
Steven Belles (Deutschamerikaner)
Daten zu Alfred Döblin:geboren: 10.08.1878
gestorben: 16.06.1957
Vita: Alfred Döblin (1878 bis 1957) studierte in Berlin, zeitgleich war er literarisch tätig. Er war ein führender Vertreter des Expressionismus. 1933 emigrierte der Autor über Zürich nach Paris. 1946 kehrte er nach Europa zrück. Weitere Romane von Alfred Döblin sind unter anderem "Die drei Sprünge des Wang-Iun" (1916), "November" (1918-1950), "Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende" (1956).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 24.06.2007
Datenquelle(n): dra
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Treffer 19 von insgesamt 50
Titel: Die Geschichte von Ak und der Menschheit
Autor: Jefim Dawydowitsch Sosulja
produziert in: 2018
produziert von: WDR
Laufzeit: 30 Minuten
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Kai Grehn
Übersetzer: Marga Erb
Inhalt: Die unmittelbar nach der russischen Revolution von 1917 geschriebene Erzählung nimmt in prophetischer Weise spätere Entwicklungen vorweg. Ein gewisser Ak versteht sich als Weltverbesserer. Nachdem er an die Macht gekommen ist, gründet er ein Komitee, das wertlose Menschen aufzuspüren hat. Die Aussortierten haben dann innerhalb von vierundzwanzig Stunden das Leben zu verlassen. Das Gremium, dem Doktoren, Psychologen, Beobachter und Schriftsteller angehören, arbeitet eifrig. Es füllen sich die Schränke mit den Sterbeakten der Vernichteten. Aber plötzlich wird Ak von Zweifeln befallen: "Studiert man die lebenden Menschen, so kommt man zu dem Schluss, dass sie zu drei Vierteln ausgerottet werden müssen, aber wenn man die Hingemetzelten studiert, dann weiß man nicht, ob man sie nicht eher lieben und bemitleiden müßte?"
Sprecher:Margareth Obexer (Maxi)
Glenn Goltz (Hoff, Beamter)
Katharina Schmalenberg (Christiane)
Julia Schäfle (Alex, junge Frau)
Valentina Rekowski (Elena, jung mit russischem Akzent)
Bettina Engelhardt (Frau (Establishment))
Bert Cöll (Bayer, Mann mit bayrischem Akzent:)
Luciana Caglioti (ital. Journalistin)
MusikerMomo Kohlschmidt (Singstimme)
Erstsendung: 07.06.2002
Datenquelle(n): dra
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Treffer 20 von insgesamt 50
Titel: Die heilige Cäcilie oder Die Gewalt der Musik
Autor: Heinrich von Kleist
produziert in: 1990
produziert von: SDR; SWF; SR
Laufzeit: 12 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Kai Grehn
Bearbeitung: Lars Rudolph; Kai Grehn
Dramaturgie: Juliane Schmidt
Inhalt: Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wollen vier, aus dem Haag kommende Brüder, der Stadt Aachen das Schauspiel einer Bilderstürmerei geben. Im Kloster der heiligen Cäcilie erwarten 300 Gefolgsleute am Fronleichnamstag das Zeichen der vier Brüder, um mitten im Gottesdienst mit dem Zerstörungswerk zu beginnen. Doch da erscheint Schwester Antonia - oder ist es gar die heilige Cäcilie selbst - mit der Partitur einer alten italienischen Messe, setzt sich an die Orgel und beginnt mit der Aufführung. "Es regte sich, während der ganzen Darstellung, kein Odem in den Hallen und Bänken; besonders beim salve regina und noch mehr bei dem gloria in excelsis, war es, als ob die ganze Bevölkerung der Kirche tot sei: dergestalt, dass den vier gottverdammten Brüdern und ihrem Anhang zum Trotz, auch der Staub auf dem Estrich nicht verweht ward." Die Geschichte eines Wunders oder einer überwältigenden Erfahrung?

Die Berliner Band Mariahilff um Lars Rudolph und der Regisseur Kai Grehn haben sich die Erzählung von Heinrich von Kleist zu eigen gemacht und - der Sonatenhauptsatzform huldigend, die Kleist seiner Novelle zu Grunde gelegt hat - erzählen und singen sie von diesem Wunder auf ihre ganz eigene, wunderbare Weise.
Sprecher:Florian Baumeister (Wolfgang)
Friederike Lerbs (Paula)
MusikerLars Rudolph (Vokalist)
Daten zu Heinrich von Kleist:vollständiger Name: Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist
geboren: 18.10.1777
gestorben: 21.11.1811
Vita: Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist (* 18. Oktober, nach Kleists eigenen Angaben 10. Oktober 1777 in Frankfurt (Oder); † 21. November 1811 am Stolper Loch, heute Kleiner Wannsee (Berlin)) war ein deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist. Kleist stand als „Außenseiter im literarischen Leben seiner Zeit […] jenseits der etablierten Lager“ und der Literaturepochen der Weimarer Klassik und der Romantik. Bekannt ist er vor allem für das „historische Ritterschauspiel“ Das Käthchen von Heilbronn, seine Lustspiele Der zerbrochne Krug und Amphitryon, das Trauerspiel Penthesilea sowie für seine Novellen Michael Kohlhaas und Die Marquise von O....
Erstsendung: 19.10.2012
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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1550382462
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    11. Januar 2015
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