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Hörspieldatenbank

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Treffer 1 von insgesamt 20
Kriterien: Regisseur entspricht 'Heiner Goebbels'- Suche nach Treffer irgendwo im Feld
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
Titus Livius
Pierre Corneille
Heiner Müller
produziert in: 1994
produziert von: SWF; HR
Laufzeit: 34 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Französisches Hörstück nach Texten von Titus Livius, Pierre Corneille und Heiner Müller

Der Stoff ist uralt, von Livius überliefert und in vielen Stücken (von Corneille bis Heiner Müller) und Opern (von Cimarosa bis Mercadante) bearbeitet: ein Bürgerkrieg zwischen zwei Nachbarstädten, der von zwei Männern stellvertretend geführt werden soll, um Kräfte zu sparen. Der Horatier besiegt für Rom den Kuratier aus Alba, der mit seiner Schwester verlobt ist, verschont ihn nicht und hofft, zu Hause gefeiert zu werden. Als seine Schwester stattdessen in Tränen ausbricht, ermordet er sie. Rom hat nun zwei Männer in einem: einen Sieger und einen Mörder. Wie damit umgehen? - Eine exemplarische Geschichte, die sich heute in Sarajewo und anderswo täglich aktualisiert. In einer explosiven Collage musikalisiert Heiner Goebbels die Erzählvarianten in fünf Sprachen. Heiner Müllers deutscher Text und Pierre Corneilles Alexandriner bilden die narrative Leitlinie. Wie in anderen Hörstücken von Heiner Goebbels zählt nie das gesprochene Wort allein, sondern seine Einbettung in den kompositorischen Verlauf, die den Reiz und die Qualität des Verständnisses ausmacht.
Sprecher:Catherine Jauniaux (Stimme)
Gail Gilmore (Mezzosopran)
André Wilms (Sprecher)
Jürgen Wagner (Tenor)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 27.07.1995
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 20
Vorige/nächste Ausstrahlung:16.05.2019 um 22:03 bei SWR 2  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
Titus Livius
Pierre Corneille
Heiner Müller
produziert in: 1994
produziert von: SWF; HR
Laufzeit: 41 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Hörstück nach Texten von Titus Livius, Pierre Corneille und Heiner Müller

Der Stoff ist uralt, von Livius überliefert und in vielen Stücken (von Corneille bis Heiner Müller) und Opern (von Cimarosa bis Mercadante) bearbeitet: ein Bürgerkrieg zwischen zwei Nachbarstädten, der von zwei Männern stellvertretend geführt werden soll, um Kräfte zu sparen. Der Horatier besiegt für Rom den Kuratier aus Alba, der mit seiner Schwester verlobt ist, verschont ihn nicht und hofft, zu Hause gefeiert zu werden. Als seine Schwester stattdessen in Tränen ausbricht, ermordet er sie. Rom hat nun zwei Männer in einem: einen Sieger und einen Mörder. Wie damit umgehen? - Eine exemplarische Geschichte, die sich heute in Sarajewo und anderswo täglich aktualisiert. In einer explosiven Collage musikalisiert Heiner Goebbels die Erzählvarianten in fünf Sprachen. Heiner Müllers deutscher Text und Pierre Corneilles Alexandriner bilden die narrative Leitlinie. Wie in anderen Hörstücken von Heiner Goebbels zählt nie das gesprochene Wort allein, sondern seine Einbettung in den kompositorischen Verlauf, die den Reiz und die Qualität des Verständnisses ausmacht.
Sprecher:Catherine Jauniaux (Stimme)
Gail Gilmore (Mezzosopran)
Joseph Bierbichler (Sprecher)
André Wilms (Sprecher)
Jürgen Wagner (Tenor)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 12.01.1995
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
Titus Livius
Pierre Corneille
William Faulkner
Heiner Müller
produziert in: 1994
produziert von: SWF; HR; WDR
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Zwei Hörstücke nach Texten von Titus Livius, Pierre Corneille, William Faulkner und Heiner Müller

Der Stoff ist uralt, von Livius überliefert und in vielen Stücken (von Corneille bis Heiner Müller) und Opern (von Cimarosa bis Mercadante) bearbeitet: ein Bürgerkrieg zwischen zwei Nachbarstädten, der von zwei Männern stellvertretend geführt werden soll, um Kräfte zu sparen. Der Horatier besiegt für Rom den Kuratier aus Alba, der mit seiner Schwester verlobt ist, verschont ihn nicht und hofft, zu Hause gefeiert zu werden. Als seine Schwester stattdessen in Tränen ausbricht, ermordet er sie. Rom hat nun zwei Männer in einem: einen Sieger und einen Mörder. Wie damit umgehen? - Eine exemplarische Geschichte, die sich heute in Sarajewo und anderswo täglich aktualisiert. In einer explosiven Collage musikalisiert Heiner Goebbels die Erzählvarianten in fünf Sprachen. Heiner Müllers deutscher Text und Pierre Corneilles Alexandriner bilden die narrative Leitlinie. Wie in anderen Hörstücken von Heiner Goebbels zählt nie das gesprochene Wort allein, sondern seine Einbettung in den kompositorischen Verlauf, die den Reiz und die Qualität des Verständnisses ausmacht.
Sprecher:Catherine Jauniaux (Stimme)
Eric Gould (Sprecher)
Josef Bierbichler (Sprecher)
André Wilms (Sprecher)
Musiker: Gail Gilmore (Mezzosopran), Jürgen Wagner (Tenor)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 12.01.1995
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
Heiner Müller
produziert in: 1989
produziert von: HR; ECM
Laufzeit: 42 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Mit diesem Hörstück setzt der Frankfurter Komponist und Musiker Heiner Goebbels seine musikalische Annäherung an Texte von Heiner Müller fort. Die beiden hr-Produktionen "Verkommenes Ufer" (ausgezeichnet mit dem Karl-Sczuka-Preis 1984) und "Die Befreiung des Prometheus" (ausgezeichnet mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden und dem Spezialpreis des Prix Italia 1986) waren wichtige Stationen auf diesem Werkprozeß. Heiner Goebbels schreibt zu seiner neuen Arbeit: erzählt die Geschichte eines Angestellten, der im Fahrstuhl zu seinem Chef unterwegs ist. Die Fahrt entwickelt sich zu einem Horrortrip, da der Angestellte trotz seiner Sorge, unpünktlich zu sein, die genaue Etagennummer nicht kennt, zum anderen die Zeit aus den Fugen gerät und das Tempo des Fahrstuhls sich verselbständigt... Der Text wird (außer vom Autor selbst teils versetzt, teils simultan von zwei ,Angestellten', einem englischen und einem deutschen, in unterschiedlichen Charakteren repräsentiert. Gesungen, gesprochen, geschrien verliert er fast seine Prosaform, muß aber trotz der vielen Songs den Sog der Geschichte behalten. Ein narritives Konzert soll entstehen, das dem Zuhörer die Chance gibt, die Geschichte ,Der Mann im Fahrstuhl' im Kopf neu zusammenzusetzen." lebende Jazz-Kritiker Peter Noglik schreibt: "Mit dem Scharfsinn für die Steigerung des Literarischen durch Musik, demgegenüber herkömmliche Jazz- und Lyrik-Kopplungen wie blasse Schülerversuche anmuten, vor allem aber mit einem Gespür für die Brisanz der MüIlerschen Botschaften gelang Heiner Goebbels schier Atemberaubendes: das Abschalten von Gleichgültigkeit und das Treffen des Nervs individueller gleich sozialer Existenz - hier wie anderswo. Müllers Text ist gedanklich vieldimensional angelegt Heiner Goebbels gelang es, dazu musikalische Bilder zu entwerfen, die nicht illustrieren, sich vielmehr assoziationsreich mit dem Gesagten verknüpfen, bis hin in Bereiche des so mit Sprache nicht Sagbaren führen..."
Sprecher:Arto Lindsay
Ernst Stötzner
Heiner Müller
Ned Rothenberg
MusikerArto Lindsay Don Cherry Fred Frith Heiner Goebbels Charles Hayward George Lewis
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Daten zu Heiner Müller:geboren: 09.01.1929
gestorben: 30.12.1995
Vita: Heiner Müller (1929-1995), Dramatiker von Weltrang, war zuletzt Intendant und künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles.
Hompepage o.ä.: http://www.heinermueller.de/en/index.php
Erstsendung: 24.08.1989
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspielpreis der Kriegsblinden: 1986
Autor: Heiner Goebbels
Heiner Müller
produziert in: 1985
produziert von: HR; SWF
Laufzeit: 45 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Bearbeitung: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Prometheus, der für die Menschen das Feuer geraubt hatte, wurde von den Göttern zur Strafe an den Kaukasus geschmiedet und später von Herakles befreit. In seinem Hörstück in 9 Bildern wollte Heiner Goebbels - "mit selbständigen musikalischen Mitteln, die in der Ausdruckshierarchie nicht unter, sondern neben dem Text rangieren" - unter anderem "die neuen politischen Perspektiven der Arbeit am Mythos hörbar machen, mit denen Müller den Doppelcharakter des Prometheus humorvoll ausstattet. Einmal ist er als Feuerräuber Helfer der Menschen, zum anderen ist er Gast am Tisch der Götter - und der Vorteile dieses Privilegs ist er sich durchaus bewusst."

"Dem Hörstück liegt ein Prosatext zugrunde, den Heiner Müller mit einem erratischen Block in sein Theaterstück 'Zement' gesetzt hat, und an dem das Leben sich die Zähne ausbeißt, weil es ihm mit seinen eigenen Mitteln nicht gerecht werden kann. Ich versuche aber, mit selbständigen musikalischen Mitteln (mit Songformen, Collagen, der Filmtechnik nahen Schnitten und Rückblenden) mindestens zweierlei hörbar zu machen: Die große Faszination, die die unvorstellbaren Dimensionen von Arbeit und Zeit, Kot und Gestank auf mich ausüben, und die neuen politischen Perspektiven der Arbeit am Mythos, mit denen Müller den Doppelcharakter des Prometheus humorvoll ausstattet." (Heiner Goebbels)
Sprecher:Angela Schanelec
Otto Sander
Heiner Müller
Jacob Goebbels-Rendtorff
Walter Raffeiner
u.a.
MusikerWalter Raffeiner (Gesang)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Daten zu Heiner Müller:geboren: 09.01.1929
gestorben: 30.12.1995
Vita: Heiner Müller (1929-1995), Dramatiker von Weltrang, war zuletzt Intendant und künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles.
Hompepage o.ä.: http://www.heinermueller.de/en/index.php
Erstsendung: 03.10.1985
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 20
Vorige/nächste Ausstrahlung:09.05.2019 um 22:03 bei SWR 2  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
Heiner Müller
produziert in: 2002
produziert von: SWR; Artmobil
Laufzeit: 48 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Bearbeitung: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Live-Hörstück nach einem Text von Heiner Müller

Prometheus, der für die Menschen das Feuer geraubt hatte, wurde von den Göttern zur Strafe an den Kaukasus geschmiedet - und nach Jahrtausenden von Herakles befreit. In seinem Hörstück will Heiner Goebbels - "mit selbstständigen musikalischen Mitteln, die in der Ausdruckshierarchie nicht unter, sondern neben dem Text rangieren" - unter anderem "die neuen politischen Perspektiven der Arbeit am Mythos hörbar machen, mit denen Müller den Doppelcharakter des Prometheus humorvoll ausstattet. Einmal ist er als Feuerräuber Helfer der Menschen, zum anderen ist er Gast am Tisch der Götter - und der Vorteile dieses Privilegs ist er sich durchaus bewusst." Für das Radio entstanden, mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden 1985 ausgezeichnet und danach in einer veränderten Live-Version auf die Bühne gelangt, kehrt eines der Repertoirestücke des zeitgenössischen Hörspiels in verwandelten akustischen Erzählformen wieder ins Radio zurück. Das Stück wurde live im ZKM Karlsruhe aufgeführt.
Sprecher:Ernst Stötzner (Sprecher)
MusikerDavid Moss (Schlagzeug und Gesang) Heiner Goebbels (Keyboards; Table-Gitarre; Chinesische Geige)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Daten zu Heiner Müller:geboren: 09.01.1929
gestorben: 30.12.1995
Vita: Heiner Müller (1929-1995), Dramatiker von Weltrang, war zuletzt Intendant und künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles.
Hompepage o.ä.: http://www.heinermueller.de/en/index.php
Erstsendung: 15.08.2002
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (2):Hörspiel des Monats: 12.1997
Hörspiel des Jahres: 1997
Autor: Heiner Goebbels
produziert in: 1997
produziert von: SWF; Theater am Turm, Frankfurt
Laufzeit: 73 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Live-Hörstück nach Motiven von Kierkegaard, Robbe-Grillet und Prince mit Musik von Beethoven, Bach, Schubert, Chopin, Brahms, Prince und Heiner Goebbels

Was erinnert wird, ist gewesen, wird nach rückwärts wiederholt, wohingegen die eigentliche Wiederholung nach vorwärts erinnert. Deshalb macht die Wiederholung, wenn sie möglich ist, einen Menschen glücklich, während die Erinnerung ihn unglücklich macht, schrieb der dänische Philosoph Kierkegaard 1843 in seinem Essay "Die Wiederholung". Ihm ging es nicht um eine Lobrede aufs alltägliche Einerlei, sondern um die bewußt gelebte Wiederholung, um die Entdeckung der Strukturen, über die wir zu uns selbst gelangen, auch in der Liebe. - Auf ein gemeinsames Erlebnis letztes Jahr in Marienbad beruft sich ein Mann, der in einer bekannten Filmszene nach dem gleichnamigen Drehbuch von Alain Robbe-Grillet die Frau seiner Sehnsucht wiedertrifft. "There is joy in repetition", lautet der Refrain in einem Song des amerikanischen Popstars Prince, der vom Augenblick einer Verführung handelt. - Drei Schauspieler in wechselnden Rollen und Sprachen, Texte drei grundverschiedener Autoren umkreisen das Thema des muikalischen Hörstücks, das Heiner Goebbels am Eröffnungsabend der Freiburger Hörspieltage live in Szene setzt: mit der Franko-Kanadierin Marie Goyette, dem Amerikaner John King und dem Belgier Johan Leysen.
Sprecher:Johan Leysen (Sprecher)
MusikerMarie Goyette (Klavier) John King (E-Gitarre; E-Violine; Stimme; Dobro) Ali N. Askin (Sampler; Keyboard)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 11.12.1997
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
produziert in: 1998
produziert von: SWR; DLF; EMO
Laufzeit: 65 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: "Eisler war ein überaus gebildeter und umfassend informierter, sich auf der Höhe der Zeit intellektuell bewegender Zeitgenosse, und das hat seine Musik durchdrungen. Eine wechselseitige Durchdringung von Zeit, politischer Haltung, musikalischem Material, und das eben nicht nur auf der Ebene des Schreibtisches, sondern von einer großen Körperlichkeit" (Heiner Goebbels).

Der Komponist Hanns Eisler (1898- 1962), nach dem ersten Weltkrieg Meisterschüler Arnold Schönbergs und gleichzeitig Leiter von Wiener Arbeiterchören, einer der musikalischen Avantgardisten seiner Zeit und einer ihrer wachsten Köpfe, hat früh die Grenzen der Neuen Musik hinter sich gelassen. Er wurde unter anderem zum Pionier der politischen Musik, die er - mit seinem Freund Brecht - vor allem als "gestische Musik" verstand. Als Komponist der DDR-Hymne im Westen lange verfemt, wurde er Anfang der siebziger Jahre in der neuen Linken nahezu populär.

'Eislermaterial' entstand als Kompositionsauftrag des Bayerischen Rundfunks/musica viva.
Sprecher:Ensemble Modern
Josef Bierbichler
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 08.04.1999
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
Bernd Leukert
produziert in: 1992
produziert von: HR
Laufzeit: 111 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Bernd Leukert
Inhalt: Heiner Goebbels: Die Hörstücke. Ein Werkstatt-Bericht

Lange bevor der in Frankfurt am Main lebende Komponist und Musiker Heiner Goebbels begann, für das Radio zu arbeiten, war das (für die Schallplatte produzierte) Hörstück eines seiner Ausdrucksmittel. Von solchen Anfängen bis zu den neuesten, auch international erfolgreichen Hörspielen wird das radiophone Werk von Heiner Goebbels in dieser Werkstattsendung vorgestellt. "In einer Zeit des heraufkommenden Analphabetismus, wo Bücher schneller gedruckt als geschrieben werden und mehr gekauft als gelesen, wo das Theater (in blinder Notwehr gegen das Fernsehen, das die Wirklichkeit zunehmend durch ihre mehr oder weniger manipulierte oder manipulierende Abbildung ersetzt) die Texte zunehmend mit Bildern zuschwemmt und so ihrer subversiven Qualität beraubt, schlägt Heiner Goebbels eine neue Art von Lektüre vor, einen anderen, nicht mehr touristischen Umgang mit der Landschaft eines Textes. Auch die alten Texte müssen neu gelesen, d. h. umgewälzt werden." (Heiner Müller) "Worum geht es? Um die Komposition von Hörstücken über die Dekonstruktion von Erzählung; um die Überwindung des Kanzelworts in der Kunst. Oder: Es geht um das energetische Potential von Stimmen, die in Gestik und Tonfall gelebte Erfahrung mitteilen. Oder: Es geht um die dialogische Erzählung, aus deren Argumenten musikalisch die strukturelle Gewalt hervorgetrieben wird." (Bernd Leukert)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 17.02.1993
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
produziert in: 2004
produziert von: SWR; HR; Théâtre Vidy-Lausanne E.T.E.
Laufzeit: 60 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Hörstück nach Texten von Gertrude Stein mit Songs der Beach Boys, basierend auf einer Musiktheaterproduktion als Koproduktion des Théâtre Vidy Lausanne mit dem Schauspielhaus Hamburg, dem Hebbeltheater Berlin, dem Théâtre des Amandiers in Nanterre, Paris, und dem Roma Europa Festival 2000

Laufen und eilen, skizzieren und flüssig schreiben ist die doppelte Bedeutung, die im japanischen Wort Hashirigaki steckt. Im Laufen zu denken, in die Luft zu schreiben, Poesie aus der Bewegung zu holen - nicht nur aus der Reibung von Worten und evozierten Vorstellungen, sondern aus den Kreisbewegungen von Lauten und Tönen - ist der noch immer anstachelnde Impuls, der für Heiner Goebbels in der Prosa von Gertrude Stein steckt. In seinem Hörstück hat er ihre Texte mit den "Pet Sounds" der Beach Boys sowie traditioneller japanischer Musik zum Klingen gebracht und zugleich konterkariert. - Seine neue Radioarbeit ist aus einem Theaterprojekt mit den Musik-Performerinnen Marie Goyette (Kanada), Yumiko Tanaka (Japan) und Charlotte Engelkes (Schweden, früher Mitglied der Gruppe "Remote Control") hervorgegangen.
Sprecher:Charlotte Engelkes
Marie Goyette
Yumiko Tanaka
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 03.06.2004
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 4.2006
Autor: Heiner Goebbels
produziert in: 2006
produziert von: SWR; EMO
Laufzeit: 53 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Nach Texten von T.S. Eliot, Henri Michaux, Nicolas Poussin und Gertrude Stein

Landschaftsbilder und Geschichten, die etwas taugen, haben gemein, dass sie sich nicht in einer Perspektive erschöpfen und nicht aus einem einzigen Zentrum bestehen. Was sie belebt, ist - wie jeder Krimileser weiß - der Respekt für alle Details. Davon ausgehend, hat Heiner Goebbels aus seinem ersten Opernprojekt »Landschaft mit entfernten Verwandten« ein Hörstück entwickelt, das auf solch einer landschaftlichen Wahrnehmung der Abläufe beruht: Klang und Textstücke, in denen der Zuschauer sozusagen herumschauen, herumhören, herumlesen kann.
Sprecher:David Bennent
Georg Nigl
Catherine Milliken
Ensemble Modern
Deutscher Kammerchor
musikalische Leitung: Franck Ollu
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 23.04.2006
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 2.1992
Autor: Heiner Goebbels
Heiner Müller
produziert in: 1987
produziert von: Autorenproduktion
Laufzeit: 33 Minuten
Genre: Fantasy; Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Hörstück nach dem gleichnamigen Text von Heiner Müller zu einer gemeinsamen Aktion mit Erich Wonder; aufgeführt auf der Documenta 8, Kassel 1987; E-88, Landwehrkanal, Berlin 1988; ars electronica, Linz 1988.

Recorded 1987/88 at F.T.F. and Unicorn Studios, Frankfurt/Main Engineers: Peter Fey and Jürgen Hiller Mixed at Rainbow Studio, Oslo / Engineer: Jan Erik Kongshaug

In dem Text MAeLSTROMSÜDPOL verarbeitet Heiner Müller Motive aus dem Umständlichen Bericht des Arthur Gordon Pym zu Nantucket ... von Edgar Allan Poe. Die weitschweifigen Tagebucheintragungen setzte Poe zur Untermauerung einer vorgeblichen Authentizität fiktiver Erlebnisse ein. Sie werden hier von Müller radikal entschlackt, Müller kommt ausschließlich "zur Sache", was bleibt, sind die letzten Eindrücke eines Menschen in der Anziehungskraft des Südpols.

Bei der akustischen Inszenierung dieser knappen Seite Text reizte mich - im Gegensatz zu meinen anderen Hörstücken - nicht die mehr oder weniger kunstvolle Verknüpfung, sondern die Entzerrung von Musik und Sprache im Verhältnis Erlebnis/Beschreibung. Den Sog vor Augen, von dem Arthur Gordon Pym in den antarktischen Katarakt gezogen wird, konzentrierte ich mich zum ersten Mal auf die Arbeit mit einer Stimme (die David Bennents). Es ist der gleiche Sog, der als zentrales Motiv bei der anderen von Heiner Müller im Titel zitierten Erzählung von Poe, Der Sturz in den Maelstrom, die Fischer in den Strudel der Lofoten treibt.

CD-Tracks:
1. Pym 3:35
2. Tsalal 7:05
3. Oh 6:43
4. Fff 1:41
5. Tekelili 6:22
6. Nunu 1:59
7. Keep the dog 5:00
Sprecher:David Bennent (Stimme)
Rene Lussier (Guitar and Vocal-dubs)
Peter Brötzmann (Saxophones, Tarogato)
Peter Hollinger (Drums, Darbouka)
Heiner Goebbels (Synthesizer, Programming)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Daten zu Heiner Müller:geboren: 09.01.1929
gestorben: 30.12.1995
Vita: Heiner Müller (1929-1995), Dramatiker von Weltrang, war zuletzt Intendant und künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles.
Hompepage o.ä.: http://www.heinermueller.de/en/index.php
Erstsendung: 13.02.1992
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 13 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
produziert in: 2000
produziert von: SWR
Laufzeit: 78 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Als das Schlagwort von der »Festung Europa« die Runde machte, realisierte Heiner Goebbels in Paris mit traditionellen afrikanischen Balladensängern ein Stück, das die Angst vor der Fremde und das Grauen der europäischen Kolonisation zum Thema macht, aber zugleich ein Gespräch über Bäume ist.

Joseph Conrads Kongo-Tagebuch, Heiner Müllers Text »Herakles 2 oder die Hydra« und »Das Notizbuch vom Kiefernwald« von Francis Ponge beschreiben den (Ur-)Wald sowohl als mütterlich lockende Vegetation wie als bedrohliche Matrix, die den Protagonisten verschlingt.

Die Literatur, hat Walter Benjamin einmal gesagt, ist ein Wald, in dem der Leser der Jäger ist.
Sprecher:Sprecher:
Ernst Stötzner
Sira Djebate (Kora und Gesang)
Boubakar Djebate (Gesang)
Xavier Garcia (Keyboard)
Alexandre Meyer (E-Gitarre und Saxophon)
Yves Robert (Posaune)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 29.08.2002
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 14 von insgesamt 20
Vorige/nächste Ausstrahlung:23.05.2019 um 22:03 bei SWR 2  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
Titus Livius
William Faulkner
Heiner Müller
produziert in: 1994
produziert von: SWF; HR; WDR
Laufzeit: 31 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Hörstück nach Texten von Titus Livius, William Faulkner und Heiner Müller

Der Stoff ist uralt, von Livius überliefert und in vielen Stücken (von Corneille bis Heiner Müller) und Opern (von Cimarosa bis Mercadante) bearbeitet: ein Bürgerkrieg zwischen zwei Nachbarstädten, der von zwei Männern stellvertretend geführt werden soll, um Kräfte zu sparen. Der Horatier besiegt für Rom den Kuratier aus Alba, der mit seiner Schwester verlobt ist, verschont ihn nicht und hofft, zu Hause gefeiert zu werden. Als seine Schwester stattdessen in Tränen ausbricht, ermordet er sie. Rom hat nun zwei Männer in einem: einen Sieger und einen Mörder. Wie damit umgehen? - Eine exemplarische Geschichte, die sich heute in Sarajewo und anderswo täglich aktualisiert. In einer explosiven Collage musikalisiert Heiner Goebbels die Erzählvarianten in fünf Sprachen. Heiner Müllers deutscher Text und Pierre Corneilles Alexandriner bilden die narrative Leitlinie. Wie in anderen Hörstücken von Heiner Goebbels zählt nie das gesprochene Wort allein, sondern seine Einbettung in den kompositorischen Verlauf, die den Reiz und die Qualität des Verständnisses ausmacht.
Sprecher:Catherine Jauniaux (Stimme)
Gail Gilmore (Mezzosopran)
Eric Gould (Sprecher)
André Wilms (Sprecher)
Jürgen Wagner (Tenor)
Enzo Musso
Paco Rosales
MusikerGail Gilmore (Mezzosopran)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 12.01.1995
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (1):Karl-Sczuka-Preis: 1992
Autor: Heiner Goebbels
produziert in: 1992
produziert von: HR; BR; SFB
Laufzeit: 67 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Johann Ludwig Heinrich Julius Schliemann (1822-1890) war ein reicher deutscher Kaufmann, der als Pionier der Feldarchäologie gilt. Sein Ruhm als »Entdecker Trojas« gründet in seinen abenteuerlichen und umfassenden Ausgrabungen, die er ab 1870 im türkischen Hissarlik als erster unternahm. Heiner Goebbels' mehrfach preisgekröntes Hörspiel nutzt als Ausgangspunkt Ausgrabungsberichte von Schliemann und Texte aus der »Ilias« für eine kompositorische Aneignung des Mythos Schliemann aus zeitgenössischer Perspektive. Schliemann wird hier zum Sinnbild der Moderne.


»Die musikalischen Quellen sind allesamt auf Troja focussiert. Allerding, vergleichbar der Schichtenüberlagerung auf dem Berg Hissarlik, im Querschnitt der Zeiten: Von aktieller Unterhaltungsmusik, zeitgenössischer E-Musik, griechischer Folklore, Berlioz' »Trojanern«, bis zur Renaissance der griechischen Klassik im europäischen Mittelalter; von der Erforschung der Baumaterialien, Geräuschen, Naturklängen bis zur Rekonstruktion altgriechischer Hymnen und Oden. Als literarische Grundlage dient Homers Ilias, dazu Ausgrabungsberichte Schliemanns aus den Jahren 1871-1873.« (Heiner Goebbels)
Sprecher:Sven-Åke Johansson (Sprecher)
Areti Georgiadou (Griechische Stimme)
MusikerRalph Mangelsdorff (Countertenor) Sven-Åke Johansson (Percussion)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 27.05.1992
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 16 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Heiner Goebbels
produziert in: 1997
produziert von: SWF; Ensemble Modern ; Theater am Turm, Frankfurt
Laufzeit: 71 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Eine szenische Komposition in einer Aufzeichnung aus dem Theater am Turm, Frankfurt

"Du, der Lesende, weilst noch unter den Lebendigen; ich, der Schreibende aber, habe längst meinen Weg ins Reich der Schatten genommen. Denn das ist gewiß, seltsame Dinge werden geschehen und geheime Dinge aufgedeckt werden, und viele Jahrhunderte werden vergehen, ehe diese Aufzeichnungen den Menschen vor Augen kommen. Und unter denen, die sie sehen, werden manche Ungläubige sein und manche Zweifler und dennoch einige wenige, denen die Schriftzeichen, die ich hier mit stählernem Griffel grabe, viel zum Sinnen geben sollen." So setzt die Stimme eines antiken Autors ein, der die Zeichen der Zeit aus den Gestirnen liest - und die Zeichen des Todes im heraufziehenden Schatten an der Wand. Die Erzählerstimme aus Edgar Allan Poes Todes-Parabel "Schatten" handelt vom Verschwinden eines Autors, der katastrophischen Zeiten entstammt. Heiner Müller spricht diesen Text. Als Tonbandstimme durchzieht er eine Live-Aufführung der szenischen Komposition "Schwarz auf Weiß", die selbst vom Verschwinden des Autors handelt, von der Flüchtigkeit der Stimme, von der Einsamkeit und Irritation des Schreibens. Eine kollektive musikalische Aktion um ein abwesendes Zentrum.
Sprecher:Heiner Müller (Stimme)
MusikerEnsemble Modern
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Erstsendung: 13.02.1997
Datenquelle(n): dra
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Treffer 17 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 12.1991
Autor: Heiner Goebbels
Edgar Allan Poe
Heiner Müller
produziert in: 1990
produziert von: GOEHTE INSTITUT; ICA
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Eine Text-Montage von Edgar Allen Poes Todes-Vision "Shadow" und Heiner Müllers kriegerischer "Landschaft mit Argonauten", die angesichts diesjähriger Ereignisse eine bedrängende Aktualität gewinnt, ist die Grundlage des vielschichtig komponierten Hörstücks von Heiner Goebbels, das im Auftrag des Massachusetts Cultural Council für das Goethe-Institut und das Institute of Contemporary Art in Boston entstanden ist. - Zwei Texte, die mit großer zeitlicher und ästhetischer Distanz entstanden sind, aber das gleiche Thema haben: den Zustand nach einer Katastrophe, deren abgeschiedene Opfer mit einer kollektiven Stimme zu reden beginnen. Eine Situation, die der Bostoner Romantiker Poe 1835 als historische Fiktion in einer antiken Pestzeit ansiedelt, während sie der Berliner Heiner Müller - nicht ohne amerikanische Anspielungen und antike Reminiszenzen - nach vorne verlegt, in eine nahe Zukunft: Sein Text "setzt die Katastrophen voraus, an denen die Menschheit arbeitet".
Sprecher:Heiner Müller (Sprecher der Übersetzung aus dem Amerikanischen)
MusikerChristos Govetas (Klarinette; Cumbush; Gardon) Charles Hayward (Schlagzeug; Tipan) René Lussier (Gitarre) Heiner Goebbels (Keyboard) Sussan Deyhim (Singstimme)
Daten zu Heiner Goebbels:geboren: 17.08.1952
Vita: Heiner Goebbels, geboren 1952 in Neustadt/Weinstrasse, lebt als Komponist, Regisseur und Hörspielmacher in Frankfurt am Main.
Hompepage o.ä.: http://www.heinergoebbels.com/
Daten zu Edgar Allan Poe:geboren: 19.01.1809
gestorben: 07.10.1849
Vita: Edgar Allan Poe (* 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts, USA; † 7. Oktober 1849 in Baltimore, Maryland) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Er prägte entscheidend die Genres der Kriminalliteratur, der Science-Fiction und der Horrorliteratur. Seine Poesie wurde zum Fundament des Symbolismus und damit der modernen Dichtung.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 19.12.1991
Datenquelle(n): dra
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Treffer 18 von insgesamt 20
Titel:
Autor: Adalbert Stifter
produziert in: 2010
produziert von: SWR
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Bearbeitung: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Dramaturgie: Hans Burkhard Schlichting
Inhalt: Der Dichter Adalbert Stifter (1805-1868), der ein »sanftes Gesetz« im Zusammenwirken von Menschen und Dingen sah, wurde oft restaurativ interpretiert. Heiner Goebbels schlägt eine andere Lesart vor. Stifters Respekt für die Dinge ließ ihn früh nach den Verhältnissen fragen, die außerhalb des Vertrauten und des Menschlichen liegen. Frühe ethnographische Originalaufnahmen konfrontieren uns mit fremden Stimmen außerhalb unserer kulturellen Ordnung und das Stöhnen der Motoren und das Zischen der Apparate einer Klang-Maschinerie werden für Heiner Goebbels zum Material eines Hörstücks, das die Lesung aus einem Text enthält, der Stifter lebenslang beschäftigt hat. Es ist die Eisgeschichte aus »Die Mappe meines Urgroßvaters«.
Sprecher:Hermann Josef Mohr
William S. Burroughs
Claude Lévi-Strauss
Malcolm X
Daten zu Adalbert Stifter:geboren: 23.10.1805
gestorben: 28.01.1868
Vita: Adalbert Stifter, Pseudonym Ostade, (* 23. Oktober 1805 in Oberplan, Böhmen, als Albert Stifter; † 28. Jänner 1868 in Linz) war ein österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeiers.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 19.11.2010
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Treffer 19 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (1):Karl-Sczuka-Preis: 1984
Autor: Heiner Müller
produziert in: 1984
produziert von: HR
Laufzeit: 21 Minuten
Genre: Klangkunst
Regie: Heiner Goebbels
Bearbeitung: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Der Frankfurter Musiker und Komponist Heiner Goebbels, Jahrgang 1952, gilt heute als einer der vielseitigsten Avantgarde-Musiker in der Bundesrepublik. Als Gründer mehrerer Gruppen hat er eine beachtliche Zahl an Plattenveröffentlichungen aufzuweisen, auf vielen Festivals (Jazz, experimentelle Musik, politische Musik) war er erfolgreich. Nicht zuletzt ist er einer der meistgefragten Theater- und Filmkomponisten geworden. Für das Hörstück VERKOMMENES UFER wurden in Berlin etwa 50 Passanten gebeten, einen kurzen lyrischen Text des Dramatikers Heiner Müller zu lesen - in verschiedenen Kneipen, in Flipperhallen, auf der Straße am Bahnhof Zoo, in U- und S-Bahnen. Heiner Goebbels hat für sein Hörstück ausschließlich dieses Material benutzt, also nur den in städtischer Umgebung aufgenommenen Text - oder was beim ersten Lesen daraus wurde. Ohne Musikinstrumente, ohne zusätzliche Geräusche hat er die Sprache mit den Mitteln der Montage und der elektronischen Verarbeitung musikalisiert. "Man kann das Hörstück hören, wie man ein Bild anschaut oder einen Text liest: mit dem Innehalten für Assoziationen und den Wiederholungen des Nochmallesens. Das Ufer ist verkommen, der Text ist es, und ich will es nicht beschönigen." (Heiner Goebbels)
Daten zu Heiner Müller:geboren: 09.01.1929
gestorben: 30.12.1995
Vita: Heiner Müller (1929-1995), Dramatiker von Weltrang, war zuletzt Intendant und künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles.
Hompepage o.ä.: http://www.heinermueller.de/en/index.php
Erstsendung: 04.10.1984
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 20 von insgesamt 20
Titel:
Auszeichnungen (1):Karl-Sczuka-Preis: 1990
Autor: Heiner Müller
produziert in: 1989
produziert von: SWF; BR; HR
Laufzeit: 84 Minuten
Regie: Heiner Goebbels
Bearbeitung: Heiner Goebbels
Komponist: Heiner Goebbels
Inhalt: Die Wolokolamsker Chaussee, eine der Ausfallstraßen aus Moskau Richtung Westen, war gegen Ende 1941 eine Anmarschroute der deutschen Wehrmacht für den von Hitler befohlenen Angriff auf die sowjetische Hauptstadt. Erst kurz vor der Metropole kam der Vormarsch der unaufhaltsam scheinenden Invasionsarmeen zum Erliegen. Was mit dem Verteidigungskrieg gegen den Überfall auf die Sowjetunion begann, der Millionen von Gräbern hinterließ, hat die Realitäten und Feindbilder im gespaltenen Nachkriegseuropa geprägt. Die Rolle von sowjetischen Panzern bei der Etablierung der DDR, beim Aufstand vom 17. Juni oder beim "Kindertraum von einem Sozialismus ohne Panzer" 1968, angesichts der Prager Invasion, gehört zu den zeitgeschichtlichen Fragen, die nicht nur für die DDR Identitätsfragen und provokative Anstöße waren. - Themen, die Heiner Müller 1985-87 in fünf exemplarischen Lehrstücken aufgenommen hat. Nach jahrzehntelanger Abstinenz vom Lehrstück hatten die Moskauer Ereignisse der letzten Jahre für ihn neue Zeichen gesetzt: "Die Situation ist reif für Veränderungen. Das ist der Moment, wo wieder gelernt werden kann, gelernt werden muß."

"Wolokolamsker Chaussee" heißt zugleich ein vielgelesener sowjetischer Roman über den Verteidigungskampf um Moskau von Alexander Bek, dem Heiner Müller nicht nur den Gesamttitel, sondern auch Motive und Figuren der beiden ersten Teile entlehnt hat. Teil III basiert auf der Fortschreibung der Erzählung "Das Duell" von Anna Seghers, die Generationskonflikte der DDR-Aufbauphase behandelt. Teil IV variiert das Grundmotiv von Kafkas "Verwandlung", Teil V versetzt das Motiv vom undankbaren Adoptivsohn aus Kleists Erzählung "Der Findling" in DDR-Verhältnisse nach 1968.

Heiner Goebbels erarbeitete seine Hörstücke mit Ernst Stötzner (Schaubühne Berlin) als Sprecher/Sänger aller fünf Teile, mit Alexander Kluge (Teil IV) und verschiedenen Musikgruppen. "Auch wenn die Stücke sich unmittelbar und sehr konkret auf die Entstehung und Entwicklung der DDR beziehen, zieht sich doch als Hauptthema durch alle fünf historischen Etappen hindurch Müllers Auseinandersetzung mit dem tragischen, nicht auflösbaren Widerspruch vom 'Feind im Spiegelbild'. Mir geht es bei der Inszenierung und Vertonung dieser Lehrstücke deshalb um die monologische Erzählform und ihre Entsprechungen in der Musik und darum, die politische Perspektive dieser Texte für uns übersetzbar zu machen: nicht durch kunstvoll collagierte Elaborate, sondern durch rabiate, direkte Übertragungen in kulturelle Bereiche, die hier zuhause sind: durch die Arbeit mit (musikalischen) Kollektiven in meinem Lebensbereich - Frankfurt. Damit hoffe ich, im Hörer nicht nur 'die Straße der Panzer', sondern auch eine Straße der Erfahrungen zurücklassen zu können, die von den an der Produktion Beteiligten gemacht wurden." (Heiner Goebbels).



WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE I 14'50

Russische Eröffnung (nach einem Motiv von Alexander Bek)

Die Erinnerung eines sowjetischen Kommandeurs an die Panik seines Bataillons im Winter 1941 angesichts der unaufhaltsam vorrückenden deutschen Armeen, die bereits Millionen von Rotarmisten zu Gefangenen gemacht und mit ihren Panzern bisher alle Verteidigungsfronten überrollt hatten. "Wir lagen zwischen Moskau und Berlin", beginnt Heiner Müllers Poem. "Zweitausend Kilometer weit Berlin/Einhundertzwanzig Kilometer Moskau/ . . . Meine Soldaten kamen von der Schule/ lm Kino hatten sie den Krieg gesehn/ Ich war ihr Kommandeur und meine Angst war/ Die Angst vor ihrer Angst Und näher kam/ Die Front und von der Front die Deserteure". - An einem verzweifelten Soldaten, der sich durch Selbstverstümmelung der Hand vor dem Fronteinsatz retten will, statuiert der Kommandeur wegen 'Feigheit vor dem Feind' ein Exempel, das ihn lebenslang belastet. - Ein Lehrstück zur Frage des humanen Verhaltens unter Kriegsbedingungen, das 1985 von Alexander Lang im Ostberliner Deutschen Theater als Vorspiel zu Bechers "Winterschlacht" uraufgeführt wurde. Heiner Goebbels hat sein Hörstück im harten Klang-Ambiente der Frankfurter 'speed-metal'-Gruppe "Megalomaniax" realisiert.



WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE II 16'20

Wald bei Moskau (nach einem Motiv von Alexander Bek)

Sieben Tage nach den Ereignissen des Eröffnungs-Teils ist das Bataillon vom Gegner eingeschlossen. Beim Rückzug in einen Wald bei Moskau wird der Sanitätszug vermißt. Der Kommandeur verlangt Rechenschaft vom Bataillonsarzt, der die Verwundeten im Stich gelassen hat. Er degradiert den ranghöheren Arzt, obwohl nur ein Kriegsgericht später über den Fall befinden könnte. "Im ersten Teil 'Wolokolamsker' ist der Pazifismus der Hauptpunkt für mich, im zweiten der Anarchismus. Denn was der Kommandeur macht, ist an sich anarchistisch". (Heiner Müller) - 1986 wurde das Stück am Potsdamer Hans-Otto-Theater in der Regie von Bernd Weissig uraufgeführt und mit Teil I verbunden. Beide Teile wurden 1986/87 von Achim Scholz im Rundfunk der DDR erstmals als Hörspiel realisiert. Heiner Goebbels hat sein eigenständiges Hörstück wie bei Teil I mit der 'speed-metal'-Gruppe "Megalomaniax" erarbeitet.



WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE III SWFBR/HR 1989 20'50

Das Duell (nach einem Motiv von Anna Seghers)

17. Juni 1953 in einem bestreikten DDR-Betrieb. Der Betriebsleiter und sein Stellvertreter sind über Nacht zu Gegnern geworden. Der Ältere, Nazi-Verfolgter und DDR-Aktivist der ersten Stunde, hofft auf die sowjetischen Panzer; der Jüngere, Repräsentant der Aufbaugeneration, hofft darauf, daß die Panzer ausbleiben. - Der Aufstand vom 17. Juni wurde mit der Uraufführung durch Bernd Weissig 1987 in Potsdam erstmals auf einer DDR-Bühne zum Thema gemacht. Heiner Goebbels realisiert sein Hörstück mit dem klassischen 'Kammerchor Horbach' (Leitung Johannes Eisenberg).



WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE IV 14'20

Kentauren (ein Greulmärchen aus dem Sächsischen von Gregor Samsa)

Den Fabelwesen mit Pferdeleib und menschlichem Oberkörper gibt Müller eine lapidare Definition: "Kentaur, altgriechisch für Amtsschimmel". - Der Alptraum eines Staatssicherheitsbeamten von einer Welt ohne Ordnungswidrigkeit, in der er selbst mit seinem Schreibtisch verwächst, gegen Anfechtungen gewappnet mit aller erdenklichen ideologischen Software. Eine Farce über die drohende Einheit von Mensch und Apparat. - 1988 erstmals auf die Bühne gelangt, als Textlesung, integriert in Müllers Neuinszenierung seiner "Lohndücker" im Deutschen Theater. lm Hörstück von Heiner Goebbels wird dieses "Greuelmärchen" erzählt von Alexander Kluge.



WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE V 17'40

Der Findling (nach Kleist)

Nach dem Prager Einmarsch 1968 wird ein Flugblattverteiler für fünf Jahre im Gefängnis Bautzen festgesetzt. Dort sitzt ihm sein NS-verfolgter Adoptivvater gegenüber, dem die Klarheit alter Feindschaften ein Vertrauen in die DDR-Verhältnisse wachgehalten hat, das der Adoptivsohn nicht zu teilen vermag. Nach der Entlassung wechselt er über in den Westen Berlins ("Halbstadt der alten und der neuen Witwen"), und steht schließlich wieder vor der Tür des alten Parteiaktivisten. - Ein Lehrstück über den inneren Generationskonflikt in der DDR. Uraufgeführt 1988 innerhalb der Gesamtinszenierung des Zyklus im Pariser Theatre de Bobigny. Von Heiner Goebbels realisiert mit der Frankfurter Hip-Hop-Gruppe "We wear the Crown".
Daten zu Heiner Müller:geboren: 09.01.1929
gestorben: 30.12.1995
Vita: Heiner Müller (1929-1995), Dramatiker von Weltrang, war zuletzt Intendant und künstlerischer Leiter des Berliner Ensembles.
Hompepage o.ä.: http://www.heinermueller.de/en/index.php
Erstsendung: 29.06.1986
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
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    11. Januar 2015
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