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Hörspieldatenbank

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Kriterien: Regisseur entspricht 'Claude Pierre Salmony' - Auswahl wurde auf maximal 20 Sätze/Seite begrenzt.- Suche nach Treffer irgendwo im Feld
Titel:
Autor: Paul Levi
produziert in: 2015
produziert von: SWR
Laufzeit: 86 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Claude Pierre Salmony
Bearbeitung: Norbert Schaeffer
Inhalt: Das Plädoyer des Verteidigers Paul Levi im so genannten "Jorns-Prozess" von 1929 machte die Schäbigkeit der politischen Morde an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 und ihre Vertuschung durch die Justiz offenkundig.

In der Zeitschrift "Das Tage-Buch" erschien am 24. März 1928‪‬ der Artikel "Kollege Jorns" von Berthold Jacob. Der verantwortliche Redakteur war Josef Bornstein. ‬‬‬‬Der Artikel zielte auf die juristische Inkompetenz von Paul Jorns, der als Kriegsgerichtsrat die Ermittlungen gegen die Mörder von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht geleitet hatte.

Daraufhin stellten Reichsanwalt Jorns als Nebenkläger und Oberreichsanwalt Karl August Werner als Hauptkläger Strafantrag wegen Beleidigung und übler Nachrede. Der Anwalt und Reichstagsabgeordnete Paul Levi, der Rosa Luxemburg bereits in verschiedenen Gerichtsverfahren verteidigt hatte, übernahm die Verteidigung des angeklagten verantwortlichen Redakteurs Bornstein.‬

Die Hauptverhandlung begann am 17. April 1929 vor dem Schöffengericht in Berlin-Mitte. Mithilfe der Akten, die Levi einsehen durfte, konnte er Jorns Verschleppung und Verdunkelung des Verfahrens und sogar Fluchthilfe nachweisen. Die angeführten Details belasteten Jorns schwer. ‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬Levi erreichte schließlich einen Freispruch für seinen Mandanten. Sein Abschluss-Plädoyer nannte der Journalist, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky "die mächtigste deutsche Rede nach Ferdinand Lassalle"‪‬.‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬
Sprecher:Wolfram Koch (Paul Levi)
Daten zu Paul Levi:geboren: 1883
gestorben: 1930
Vita: Paul Levi, (1883–1930), geboren in Hechingen, war deutscher Rechtsanwalt und linkssozialistischer Politiker. Neben Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht u.a. war er einer der Mitbegründer der KPD und von März 1919 bis 1921 deren Vorsitzender, bevor er aufgrund innerparteilicher Differenzen aus der Partei ausgeschlossen wurde, darauf in die USPD und wenig später wieder in die SPD zurückkehrte. Levi blieb Mitglied des Reichstages, auch als er 1922 in die SPD zurückkehrte. Dort war er eine der wichtigsten Persönlichkeiten des linken und marxistischen Flügels. Als brillanter Redner war er bei seinen Gegnern vor Gericht wie im Parlament gefürchtet. Während des Berufungsprozesses Jorns gegen Bornstein im Winter 1930 stürzte Levi am 9. Februar aus ungeklärten Umständen aus dem Fenster seiner Berliner Dachgeschosswohnung und erlag seinen Verletzungen.
Erstsendung: 17.01.2016
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Händl Klaus
produziert in: 2004
produziert von: SRF
Laufzeit: 52 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Jürg Luchsinger
Inhalt: Der Mensch ist beinahe beliebig assimilierbar, und das heisst auch verformbar. Und er ist ersetzbar. Das scheint die boshafte Moral aus der Geschichte vom "grenzenlosen Arzt" Gunter aus Bleibach zu sein, der von seinem Einsatz im Dienste der "Médecins Sans Frontières" in Moldawien nachhause zurückkehrt. Bis Bleibach hält er es im Zug nicht aus, es ist zu heiss und die Fenster lassen sich nicht öffnen. Also steigt er schon in Münster an der Lau aus, und das wird ihm zum Verhängnis. Die Umgebung scheint wie ausgestorben zu sein, nur die beiden Brüder Flick hängen herum. Sie nehmen sich seiner an, führen ihn ihrer Schwester Hedy zu und lassen ihn nicht mehr los. Und wenn später einer der Brüder auf rätselhafte Weise verschwindet, haben sie ja in Gunter einen Ersatz.



Klaus Händl hat ein Stück in gebundener Sprache geschrieben; der Rhythmus zieht sich diskret durch die Alltagssprache, drängt sich nicht auf, aber drückt die soziale Gebundenheit aus, die Heimat mit sich bringt. Dazugehören heisst alles teilen, in Münster an der Lau sogar die Sätze. Die Flicks sind Meister darin: Der eine beginnt einen Satz, der andere fährt fort; sie sprechen "zweimündig", wie andere vierhändig Klavier spielen. Und über allem schwebt eine Musik, die Eintracht und Harmonie stiftet.
Sprecher:Christoph Müller (Gunter Ladurner aus Bleibach)
Siggi Schwientek (Emil Flick)
Sebastian Rudolph (Hanno Flick)
Katja Reinke (Hedy Flick)
Daten zu Händl Klaus:geboren: 17.09.1969
Vita: Klaus Händl, als Künstler Händl Klaus (* 17. September 1969 in Rum), ist ein österreichischer Schriftsteller, Filmregisseur und Dramatiker.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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Titel:
Autor: Claude Pierre Salmony
produziert in: 2016
produziert von: SRF
Laufzeit: 68 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Anatol Atonal
Inhalt: Dass ein alternder Hörspielregisseur mit reduziertem Pensum am Morgen des ersten Tages seiner neuen Produktion schon am Betreten des Radiostudios scheitert, ist ein böses Omen. Und das erweist sich als zutreffend: Da kommt tatsächlich ein Hörspiel nicht mehr zustande.

Am 27. Dezember 2015 wurde in Starbesetzung ein Tatort mit dem Titel «Wer bin ich?» ausgestrahlt, der einen Kriminalfall auf der Ebene des Filmsets platzierte, auf dem ein Tatort gedreht wird: Der Krimi im Krimi. Und am 5. Februar 2016 feierten die Brüder Ethan und Joel Coen die Premiere ihrer neuen Filmkomödie «Hail Cäsar». Geschichte: Bei den Dreharbeiten eines ambitionierten Projektes im Hollywood der 50er Jahre verschwindet der Hauptdarsteller. Besonders witzige Momente liefern Szenen, in denen eine Szene gedreht wird: Film im Film. Der deutsche Hörspielmacher Hermann Bohlen hat im vergangenen Jahr ein Hörspiel geschaffen, dessen Handlung in einem Hörspielstudio lokalisiert ist (siehe Hörspieltermin vom 11.05.2016) und bei Schweizer Radio SRF sind gleich zwei Produktionen entstanden, in denen ein Hörspiel im Hörspiel vorgeführt wird (siehe Hörspieltermin vom 04.05.2016).

Dass eine Kunstgattung sich selbst zum Gegenstand macht, ist ja keineswegs neu. Genannt sei nur Federico Fellinis Film von 1963 «8 ½ » («Achteinhalb»), in dem ein Filmprojekt abgebrochen wird, weil der Regisseur vom Set flieht, weil er eine Schaffenskrise hat. Thema ist das Scheitern.
Sprecher:Jörg Schröder (Regisseur Wolfgang)
Barbara Falter (Tontechnikerin Alina),
Jens Nielsen (Autor Sebastian)
Jodoc Seidel (Schauspieler Otto)
Jessica Higgins (Schauspielerin Polly)
Anette Herbst (Schauspielerin Paula)
Tobias Pingler (Schauspieler Rapper Ronny und Beratung Szenensprache)
Päivi Stalder (Programme Quality Managerin PQM Nicole)
Julia Glaus (Multimediamanagerin MMM)
Nickey Brändli (Empfangschefin)
Anatol Atonal (Musiker)
Daten zu Claude Pierre Salmony:Vita: Claude Pierre Salmony war - abzüglich einer sechsjährigen Auszeit in den 80er-Jahren - von 1976 bis Februar 2017 Mitglied der Hörspielredaktion (heute «Redaktion Hörspiel und Satire») bei Schweizer Radio SRF.
Erstsendung: 07.05.2016
Datenquelle(n): YaGru
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Titel:
Autor: Birgit Kempker
produziert in: 1997
produziert von: SRF
Laufzeit: 29 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Inhalt: Die Hinterhältigkeit der Welt liegt oft in den Nebensätzen, im Kleingedruckten des nie abgeschlossenen Lebensvertrages. Kempkers Satzformen führen das vor. Und ihr Stil zeigt, wie aus Frust Peitschenknall und Rhythmus werden kann. In 'Anleitung fürs Blut' wird uns eine Kartographie nahegelegt, die den Hals im Zusammenhang mit dem Kopf im Zusammenhang mit Stadtkörper und Landschaftskörper verzeichnet. "In eine Umgebung, die wirkt, dehne ich mich hinein, denke ich, ich würde mich zum Fenster raus in den Baum rein denken, in die Straße, wenn es wirklich eine Umgebung ist und nicht B. Eine Umgebung, die nicht wirkt, treibt mich in die Knochen." - B. wie Basel treibt sie seit Jahren in die Knochen, denn dort lebt die Autorin.
Daten zu Birgit Kempker:geboren: 1956
Vita: Birgit Kempker, 1956 in Wuppertal geboren, wohnt in Basel. Sie schreibt Bücher, baut Hörspiele, Texte für die Kunst, Räume in der Kunst und vieles andere auch. Dozentin für Wort, Bild und Ton.
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Titel:
Autor: Michael Fehr
produziert in: 2015
produziert von: SRF
Laufzeit: 40 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Anatol Atonal
Thomas Weiss
Severin Barmettler
Inhalt: Der Architekt betrachtet sein Werk: den Turm zu Babel. Da stürzt der ein! Die Studentin denkt sich eine Zukunft voller Wohlstand aus bis zum unausweichlichen Ende; dann flieht sie zur Gegenwart zurück. Und wir alle lernen, wie man ein Rebhuhn fachgerecht schlachtet und auseinandernimmt.

Wenn bei Fehr der Architekt das Kinn gen Himmel reckt und die Arme verschränkt, verweist er mit dieser Mussolini-Pose auf die Verbindung zwischen Faschismus und Architektur (zumal dort, wo diese monumental wird). Und wenn beim Berner Autor der Turm zusammenfällt, wird die Fragilität der Statik zur Aussicht auf Erlösung. Und der Fall des einen wird zum Glücksfall aller.

Aber Scheitern ist mehrheitsfähig. Gerade auch im Glück von der Stange, das uns auf der helvetischen Wohlstandsinsel als Lohn für aktive Anpassung und affirmative Haltung angeboten wird. Eine Studentin zeigt uns, dass auch die reichhaltigsten Vorstellungen von der Zukunft unweigerlich zum Futurum Exactum führen: zum ‹Ich werde gehabt› oder ‹gemacht haben›. Also zum Punkt nach allem, weil nach der Erfüllung des Lebenswunsches nicht nur der Wunsch stirbt, sondern schliesslich auch wir selber als wären wir ein Rebhuhn in den Händen des Schicksals, das uns lustvoll auseinandernimmt zum grausamen Mahl.
Sprecher:Laurin Buser
Anatol Atonal
Tobias Pingler
Michael Fehr («Babel»)
Lara Stoll
Lisa Christ
Michèle Friedli («Die Studentin»)
Michael Fehr
andere («Ein Rebhuhn auseinandernehmen»)
Daten zu Michael Fehr:geboren: 1982
Vita: Michael Fehr, geboren 1982, in Muri bei Bern aufgewachsen. Studium am Schweizerischen Literaturinstitut und an der Hochschule der Künste Bern (Master in Contemporary Arts Practice). Er ist Schweizer Projektleiter für «Babelsprech» zur Förderung junger deutschsprachiger Dichtung. Buchpublikationen: «Vor der Erlösung», 2013, «Simeliberg» Februar 2014, beide im «Verlag der gesunde Menschenversand». Fehr wurde u.a. ausgezeichnet mit dem BEST - Trächsel-Stipendium zum Berufseinstieg 2012, dem Literaturpreis des Kantons Bern 2013, und dem Kelag-Preis der Klagenfurter Literaturwettbewerbes 2014.
Hompepage o.ä.: http://www.michaelfehr.ch/

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 21.01.2015
Datenquelle(n): YaGru
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Titel:
Autor: Tonja Grüner
produziert in: 1990
produziert von: SRF
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Inhalt: Auch im Bereich der geistig Arbeitenden gibt es Minderheiten und Mehrheiten. Wissenschaftliche, künstlerische und therapeutische Disziplinen sind von zwei Menschentypen vertreten, von den Schöferischen einerseits, und von der großen Masse der Nachfolger und Nachfolgerinnen aus der Gilde des Epigonentums. Vom Standpunkt der Kreativität aus gesehen, produziert der gesamte Kulturbetrieb zu 99% Makulatur. Bei dieser Bilanz ist die Komik der Nachahmer, die nach kulturgeschichtlicher Bedeutung rangeln, vorprogrammiert.

"Bachinger-Verzeichnis 439" verzeichnet die gedanklichen Situationen dieser Komik.
Sprecher:Till Kretzschmar
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Titel:
Autor: Anton Rey
produziert in: 2007
produziert von: SRF
Laufzeit: 37 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Hans Hassler
Inhalt: Vier Leute besuchen die schweizerische Bundeshauptstadt rein zufällig am selben Tag. Und rein zufällig kommen sie am Abend in einem Abteil desselben Zuges nach Olten zusammen und lernen einander kennen. In ihrem Gespräch erörtern sie ganz grundlegende Fragen, zum Beispiel, was Einstein mit seiner Relativitätstheorie genau gemeint hat, was im internationalen Kunsthandel geschehen würde, wenn das Berner Zentrum Paul Klee das ganze Werk des fleissigen Künstlers auf einmal verkaufen würde, oder was ein Bär kostet.
Sprecher:Birgit Steinegger
Gilles Tschudi
Hans-Rudolf Twerenbold
Edward Piccin
Franziska von Grünigen
Kwasi Nyankson
Daten zu Anton Rey:geboren: 1952
Vita: Anton Rey, geboren 1952, lebt in Basel. Nach Medizinstudium und zehnjähriger Arbeit als Arzt schließt er zur Zeit ein Studium der Archäologie ab. Für sein erstes Hörspiel im Jahre 1993 erhielt er einen Preis der Arbeitsgemeinschaft "Regionales Hörspiel".
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Titel:
Autor: Franz Kafka
produziert in: 2013
produziert von: SRF
Laufzeit: 110 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Bearbeitung: Claude Pierre Salmony
Komponist: Thorsten Soltau
Inhalt: Kafkas früheste Erzählung beginnt mit der Geschichte eines namenlosen Erzählers. Der berichtet von der Begegnung mit einem dicken Menschen, welcher vor seinem Ertrinken in einem Fluss eine Geschichte erzählt. Auch in dieser tritt ein Erzähler mit einer Geschichte auf. Es ist ein ungläubiger Beter.

Die drei ineinander verschachtelten Geschichten spiegeln sich gegenseitig. Sie vermitteln den Eindruck, in einem hologrammatischen System eingebunden zu sein und eigentlich ein- und dieselbe Geschichte in leicht verschobener Perspektive abzubilden. Insgesamt werden fünf Begegnungen geschildert, davon finden vier zwischen Männern statt. Die Gefühlslagen sind stets ambivalent und schwanken zwischen Angst, Eifersucht und überschwänglicher Zuneigung.

Der Text entstand zwischen 1904 und 1907. Er blieb Fragment und gehört zum erst posthum von Kafka-Freund Max Brod veröffentlichten Nachlass. Einige Passagen allerdings hat Kafka herausgelöst und als Kurzprosa in seine erste Buchveröffentlichung aufgenommen, «Betrachtungen» von 1912/1913.
Sprecher:Torben Kessler (Ich)
Stefan Roschy (der Bekannte)
Helmut Krauss (der Dicke)
Lars Rudolph (der Beter)
Thomas Douglas (der Betrunkene)
Mareike Sedl (das Fräulein)
Daten zu Franz Kafka:geboren: 03.07.1883
gestorben: 03.06.1924
Vita: Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren, wo er fast sein ganzes Leben verbrachte. Nach dem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, absolvierte er ein einjähriges Rechtspraktikum und arbeitete schließlich bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung 1922 bei der Prager "Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt". 1907 begann er mit dem Schreiben. Seine testamentarisch zur Verbrennung bestimmten Schriften blieben größtenteils erhalten. Neben den Romanen "Amerika" (1927), "Der Prozess" (1925) und "Das Schloss" (1926) sowie den Tagebüchern und Briefen sind es vor allem die Erzählungen, die Kafkas Ruhm begründet haben. Er starb am 3. Juni 1924 an einer Tuberkuloseerkrankung.
Hompepage o.ä.: http://www.franzkafka.de/franzkafka/home/
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Titel:
Autor: Beat Sterchi
Hermann Bohlen
produziert in: 2014
produziert von: SRF
Laufzeit: 30 Minuten
Regie: Geri Dillier
Claude Pierre Salmony
Komponist: Luca Aaron
Jul Dillier
Inhalt: Der deutsche Sinologe und Hörspielmacher Hermann Bohlen und der Schweizer Dichter und Performer mit herkunftsmässigem Wissen im Metzgereiwesen Beat Sterchi wurden zu einem Treffen vor das Mikrophon geladen. Bohlen sprach in einem erfundenen Idiom, Sterchi konterte mit seiner eigenwilligen Diktion.

Beat Sterchi hat unter anderem in seinen Hörspielen für Schweizer Radio SRF mit einer ausser-ordentlichen Sensibilität Standardformulierungen, Gestus und Rhythmus unserer umgangs-sprachlichen, gesellschaftlichen Kommunikationsverhaltens wiedergegeben. Dieses Gefühl für die Sprache der anderen steht neben seiner eigenen, der Dichtersprache, die stark wie eine Tanne dasteht und das Allerzarteste zu beschützen scheint. Hermann Bohlen hat mit seinen zum Teil dokumentarische Hörspielen ebenfalls Sprachgebaren porträtiert: Das Deutsch des grosszügigen Unternehmers mit Nazivergangenheit, oder etwa die ‹Fachsprache› der Jäger. Für sein Hörspiel über den amerikanischen Ernährungsapostel Horace Fletcher hat er sogar eine Sprache zwischen Deutsch und Englisch erfunden und selber gesprochen, gewissermassen das ‹Germish›. Im gemeinsamen Spiel haben sich Sterchi und Bohlen auf die Sprache bezogen, Sprache ausprobiert, einander Gegenseitig etwas Chinesisch, respektive Berndeutsch beigebracht und in humorvoller Praxis Manches gezeigt, was die Linguistik theoretisch definiert.
Sprecher:Beat Sterchi
Hermann Bohlen
Daten zu Beat Sterchi:geboren: 12.12.1949
Vita: Beat Sterchi, 1949 in Bern geboren, wanderte 1970 nach Kanada aus, studierte in Vancouver Anglistik, unterrichtete dann, während er Spanisch lernte, zwei Jahre Englisch in Honduras. Als Deutschlehrer am Goetheinstitut in Montreal begann er zu schreiben. Bekannt wurde er mit seinem Roman «Blösch». Heute lebt er in Bern. Er schreibt Prosa, Reportagen, Kolumnen, Hörspiele und Theaterstücke. Seine Arbeit wurde mit verschiedenen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Seine letzten Hörspiele auf SRF 2 Kultur: «Das Matterhorn ist schön» (2002), «Nach Addis Abeba» (2003), «Bitzius» (Prix Suisse 2005), «Nach New York» (2007).
Hompepage o.ä.: http://www.beatsterchi.ch/
Daten zu Hermann Bohlen:geboren: 04.04.1963
Vita: Hermann Bohlen, geboren 1963 in Celle, studierte Sinologie und lebt als Autor und Hörspielmacher in Berlin. Publikumspreis "Lautsprecher" der Akademie der Künste Berlin für "Prozedur 7.7.0." (SFB 1996). Zuletzt Deutscher Hörspielpreis der ARD für "ALFRED C".‹ (DKultur/HR 2012).

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Erstsendung: 07.01.2015
Datenquelle(n): YaGru
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Titel:
Autor: Birgit Kempker
produziert in: 2003
produziert von: SRF
Laufzeit: 24 Minuten
Genre: Sprachexperiment
Regie: Birgit Kempker
Claude Pierre Salmony
Komponist: Anatol Kempker
Inhalt: Der zweisprachige Titel sagt es schon: Birgit Kempker stösst in ihrem Hörspieltext in die Dunkelheit vor. Sie versucht, die absolute Grenze zu durchbrechen, wenn sie ihr Stück mit dem Satz beginnt: "Ich möchte dies als Tote sagen."

Vom Jenseits aus will sie das Leben betrachten. Und in der Tat scheinen die Stimmen in "Blackentdecker" nicht von dieser Welt zu sein. Sind das die Höllenhunde, die im Hintergrund heulen? Sind es Gnome, Geister oder akustische Halluzinationen, die da sprechen? Sie lispeln, flüstern und skandieren beunruhigende Botschaften. Im Hip-Hop-Rhythmus befördern sie tief Verdrängtes an die Oberfläche. Werfen Fragen auf, die sonst keiner zu fragen wagt. Und geben Anweisungen, bei denen man nicht weiß: Sind es Ratschläge zum Leben oder tödliche Flüche?

Blackentdecker bohrt Löcher in die Sprache und versucht, auf die andere Seite vorzudringen.

Ihre Ratschläge zu einem Leben in der Realität klingen wie Anweisungen an Pioniere zu einer abenteuerlichen Expedition. Die Autorin rührt an die Dinge, die wir am stärksten verdrängen, weil sie am meisten Angst erzeugen. Dabei bleibt sie aber zornig-heiter. Mit Leichtigkeit tanzt sie um das Thema Tod.
Sprecher:Birgit Kempker
Anatol Kempker
Siggi Schwientek
Robert Spence
Daten zu Birgit Kempker:geboren: 1956
Vita: Birgit Kempker, 1956 in Wuppertal geboren, wohnt in Basel. Sie schreibt Bücher, baut Hörspiele, Texte für die Kunst, Räume in der Kunst und vieles andere auch. Dozentin für Wort, Bild und Ton.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Birgit Kempker
produziert in: 2005
produziert von: SRF
Laufzeit: 45 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Birgit Kempker
Komponist: Anatol Kempker
Inhalt: Zwei Privatdetektive, Brüder, ältliche Herren und immer noch bei Muttern lebend, sind auf mysteriöse Fälle spezialisiert. Ihr jüngster Fall erweist sich als Falle: An ihrer Tür sind ein Eimer Blut, ein Tonband und ein Scheck abgegeben worden. Beim Anhören des Bandes wird klar, dass es sich um das Zeugnis einer Besessenheit handelt; eine Frauenstimme meldet sich da aus grosser Bedrängnis. Auch andere Stimmen sind zu vernehmen. Unheimliche Stimmen. Aber statt den Fall lösen zu können, geraten die Kriminalisten samt Mutter selber in den Sog der Besessenheit.
Sprecher:Birgit Kempker
Elke Erb
Kurt-Rudolf Ronner
Dieter Rahn
Anatol Kempker
externer Kommentar: Nachf fünf Minuten entschied ich mich, dieses Hörspiel zu beenden und ein anderes zu hören. (YaGru)
Daten zu Birgit Kempker:geboren: 1956
Vita: Birgit Kempker, 1956 in Wuppertal geboren, wohnt in Basel. Sie schreibt Bücher, baut Hörspiele, Texte für die Kunst, Räume in der Kunst und vieles andere auch. Dozentin für Wort, Bild und Ton.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 12 von insgesamt 70
Titel:
Autor: Gottfried Breitfuß
Bettina Hoppe
Jens Nielsen
Effi Rabsilber
Luke J. Wilkins
produziert in: 2009
produziert von: SRF
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Hans Koch
Dramaturgie: Claude Pierre Salmony
Inhalt: Die grosse Filmregisseurin Natalja Obrag pflegt ohne Drehbücher zu arbeiten. Sie stellt Gruppen von professionellen Schauspielern und Schauspielerinnen und von Laien zusammen und lässt vor der Kamera improvisieren. Entsprechend anders gestalten sich die Castings für ihre Produktionen. In Frage kommende Darstellerinnen und Darsteller werden zusammengeführt und das Interaktionspotential ausgelotet. So geht sie auch für das neueste Projekt vor. Es werden Leute an einen privaten Ort eingeladen. Allerdings erfahren diese bei ihrem Eintreffen, dass die Regisseurin am Frankfurter Flughafen festsitzt. Man solle schon mal essen. - Was passiert zwischen ihnen? Und was geht in ihren Köpfen vor?

Der Hörspielregisseur Claude Pierre Salmony hat sich die Ausgangssituation für eine Improvisation ausgedacht, Schauspielerinnen und Schauspieler ins Hörspielstudio geladen, den Anlass aufgenommen und die geschnittenen Aufnahmen dem Schriftsteller Jens Nielsen übergeben. Nielsen hat für die Beteiligten innere Monologe geschrieben, die - nachträglich eingesprochen und mit den Improvisationsaufnahmen verbunden - eine gedankliche Gegenwelt hörbar machen. Der Musiker Hans Koch schliesslich wurde zu musikalischen Improvisationen eingeladen, die die äussere und innere Welt im Hörspiel verbinden.
Sprecher:Jens Nielsen (innere Monologe)
Bettina Hoppe
Effi Rabsilber
Gottfried Breitfuss
Luke J. Wilkins (Improvisation)
ergänzender Hinweis: Tontechnik: Tom Willen
Erstsendung: 09.12.2009
Datenquelle(n): SRF-Archiv
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SRF
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Jane Martin
produziert in: 1994
produziert von: SRF
Laufzeit: 79 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Übersetzer: Ursula Grützmacher-Tabori
Inhalt: Eine Truppe von Catch-as-catch-can-Kämpferinnen zieht mit ihrem Boss durch die Provinz von Tennessee und versucht, im amerikanischen Unterhaltungsgeschäft zu überleben. Unfallbedingt fällt die einzige Männernummer aus. Die Knockout-Sisters springen ein. - Catch-as-catch-can also auch in der Garderobe!

Nach den Regeln der brutalisierten und brutalisierenden Marktwirtschaft rackern sich Damen ab, und zwar unterbezahlt bis gar nicht bezahlt, um anderen Menschen den Lebenskampf aller gegen alle als Vergnügen zu präsentieren. Jane Martin schreibt auf der Seite ausgebeuteter Frauen und hält für diese nach einer kleinen Apokalypse im Sportpalast einen Notausgang frei.
Sprecher:Jürgen Cziesla (Dwayne Pardee)
Sigrid Pawellek (Tiger)
Susanne-Marie Wrage (Nola)
Doris Wolters (Dani)
Ute Zehlen (Netty)
Charles Brauer (Bigman)
Barbara-Magdalena Ahren (Lessa)
Gisela Uhlen (Mother)
Herlinde Latzko (Dottie)
Isabelle Menke (Dolly)
Fritz Hammer (One-Eye-Deneauve)
Monika Koch (Miss Harmon)
Jürgen Rohe (Eddie)
Siegfried Meisner (Kid)
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Sabine Wen-Ching Wang
produziert in: 2000
produziert von: SRF
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Hans Feigenwinter
Inhalt: Sabine Wen-Ching Wang, Tochter aus einer chinesisch-schweizerischen Ehe, ist in der Schweiz aufgewachsen. In Taiwan hat sie längere Zeit Sinologie studiert. Das Vaterland vermittelte ihr die Erfahrungen der Vertrautheit und zugleich des Fremdseins. Und immer wieder holten Alltagsszenen frühere Erlebnisse des ganz anderen schweizerischen Mutterlandes ins Gedächtnis zurück. Zwei Welten und ein Leben, das war die Triebfeder zu einer literarischen Korrespondenz in Form von E-Mails an den Basler Musiker Hans Feigenwinter, der auf die Texte musikalisch geantwortet hat. Zwei Menschen, ein Erlebnisbericht, das war das Konzept zum Hörspiel "Cosmos Hotel".

Hans Feigenwinter bewegt sich als Komponist und Pianist zunehmend auf dem Feld der Improvisation. Musikalisch beantwortet er die literarischen Mails aus Taiwan, die im Frühling 2000 zum Hörspieltext anwuchsen.
Sprecher:Natalia Conde
Doris Wolters
MusikerPiano: Hans Feigenwinter Vibraphon: Urs Wiesner E-Gitarre: Philipp Schaufelberger
Daten zu Sabine Wen-Ching Wang:geboren: 06.08.1973
Vita: Sabine Wen-Ching Wang (* 6. August 1973 in Münsterlingen; auch: Sabine Wang) ist eine schweizerisch-taiwanische Schriftstellerin.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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Titel:
Autor: Peter Stamm
produziert in: 2005
produziert von: SRF
Laufzeit: 53 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Karl Atteln
Inhalt: Dr. Bürger lebt mit seinen drei Töchtern auf einem Anwesen, das von einer hohen Mauer umgeben ist. Abgeschottet von städtischen Einflüssen verbringen die vier Menschen in Symbiose ihr Leben. Ordnung und Pflichtbewusstsein sind oberstes Prinzip. Und mit der Gleichförmigkeit ihrer Tagesabläufe wollen sie der Zeit ein Schnippchen schlagen, als gälte es, das ewige Glück auf Erden zu realisieren. Aber die Mauer hat ein Loch, das einem Eindringling Zugang gewährt, einem bezaubernden jungen Mann, der die Damen unruhig macht.

Das Hörspiel spielt ironisch Glückskonzepte von heute durch.

Peter Stamms Hörspiel nach dem Theaterstück "Die Töchter von Taubenhain" unterzieht die Romantik, die zwar als Epoche Vergangenheit ist, aber in den heutigen Wunschvorstellungen und Glückskonzepten immer noch herumspukt, einer satirischen Prüfung.
Sprecher:Norbert Schwientek (Vater)
Natalia Conde (Dorothee)
Katja Reinke (Emily)
Sylvana Krappatsch (Sophie)
Daniel Kashi (Reinhard)
Daten zu Peter Stamm:geboren: 18.01.1963
Vita: Peter Stamm, geboren 1963 in Weinfelden (Schweiz), studierte nach einer kaufmännischen Lehre einige Semester Anglistik, Psychologie, Wirtschaftsinformatik und Psychopathologie. Seit 1990 arbeitet er als freier Journalist und Schriftsteller. Sein Debütroman "Agnes" wurde u.a. mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet und wird derzeit verfilmt. Der WDR sendete die Hörspielfassung im Januar 2000.
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Tobias Pingler
produziert in: 2016
produziert von: SRF
Laufzeit: 54 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Inhalt: Der Autor, Rapper, Schauspieler und Drummer Tobias Pingler hat mit Briefen seines Grossvaters, Tagebucheinträgen seines Vaters und eigenen Texten die generationsübergreifende Geschichte von Verletzungen, Geborgenheitswünschen und Verlorenheit belegt. - Eine Ballade der ganz normalen Tragik.

Die zeitgeschichtliche Dimension ist gegeben durch die Verstrickung des Grossvaters in den Nationalsozialismus und durch die Tatsache, dass der Vater für die Aufarbeitung dieser politischen Last mehr Kraft und Zeit aufwendete als für seinen Sohn. So werden durch die schriftlichen Zeugnisse mentale Erbschaften als seelische Hypotheken ganz konkret nacherlebbar. Und es zeigt sich, dass Identität durch oft unliebsame Mitwirkung sehr viel mehr ein Mischwesen ist als eine originale Einzigartigkeit.
Sprecher:Tobias Pingler
Daten zu Tobias Pingler:geboren: 1974
Vita: Tobias Pingler, 1974 in Zürich geboren und in Aarau aufgewachsen. Besuch der Rudolf Steiner Schule. Frühe Beschäftigung mit dem Schlagzeug. Später Bezirksschule, dann Schauspielschule. Mit sechzehn erste Gehversuche als Rapper. Ab zwanzig Zusammenarbeit mit Schweizer Jazzmusikern, daneben Tätigkeit als freischaffender Schauspieler. Zeitweise auch eigene Bands. Heute: freischaffender Musiker und Schauspieler, Slam Poet und Autor.
Erstsendung: 06.11.2016
Datenquelle(n): SRF-Archiv
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SRF
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Titel:
Autor: Gerhard Meister
produziert in: 2006
produziert von: SRF
Laufzeit: 72 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Philipp Schaufelberger
Inhalt: Ein halbes Jahr nach der Hochzeit ist ein junger Mann in ansehnlicher beruflicher Position verschwunden, zum Frust der verlassenen Ehefrau und des düpierten Chefs. Der Verschwundene beschäftigt nicht nur seine Nachfolgerin, die über seinen rätselhaften Abgang mehr wissen will, sondern auch eine Frau aus der Firma, die ihm einmal sehr nahe gekommen ist. Und er beschäftigt einen unheimlichen Nachbarn an seinem Fluchtort.

Gerhard Meisters Stück ist nicht chronologisch angeordnet. Die klassischen Einheiten des Dramas von Ort, Zeit und Handlung sind zerstört, und die abgebildete Wirklichkeit liegt in szenischen Fragmenten herum wie die Stücke eines zerbrochenen Spiegels, als folgte die Dramaturgie dem Lebensgefühl der Hauptfigur, die ausgebrochen ist und Nein sagt zum streng ergebnisorientierten Dasein samt zeitgemässer Familienplanung.
Sprecher:Katharina von Bock (Nachfolgerin)
Jörg Schröder (Chef)
Herlinde Latzko (Ehefrau)
Till Kretzschmar (Schulfreund)
Norbert Schwientek (Nachbar)
Katja Reinke (Frau aus der Firma)
Daten zu Gerhard Meister:geboren: 1967
Vita: Gerhard Meister wurde 1967 geboren, wuchs im Emmental auf und lebt heute in Zürich. Nach dem Studium der Geschichte und Soziologie beginnt er, Theaterstücke und Spokenword-Texte zu verfassen. Meister ist Mitglied von «Bern ist Überall» und hat schon mehrere Hörspiele für SRF geschrieben: «In meinem Hals steckt eine Weltkugel» wurde für den Prix Europa 2013 und Prix Nova 2014 nominiert.
Hompepage o.ä.: http://www.gerhardmeister.ch/
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Titel:
Autor: Ödön von Horváth
produziert in: 1991
produziert von: ORF-S; SRF
Laufzeit: 80 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Claude Pierre Salmony
Inhalt: Horváths Spießer tauchen in den verschiedensten Personifizierungen auf. Sie verraten sich durch ihre Monologe, und sie wissen über alles Bescheid. So wissen sie auch, ohne nachzudenken, was gut und was böse ist - und vor allem, was sie sich selber schuldig sind; eine doppelte Moral, eine, die sie sich selber zugestehen, und eine andere, die sich für andere eignet.
Alternativ:
Getreu dem Motto der "Geschichten aus dem Wiener Wald" betätigt sich der Dramatiker in seinem Werk als schonungsloser Chronist, der das Gerede seiner Zeit belegt: "Nichts gibt so sehr das Gefühl der Unendlichkeit als wie die Dummheit", die Horvath als "willentliche Ignoranz", als "bewusstes Ignorieren der Fakten" kritisiert (Traugott Krischke). Das tut er auch in seinem ersten, mit prächtigen Szenen ausgestatteten Roman "Der ewige Spießer" von 1930. In Alfons Kobler hat er den Spießer jener Zeit "zwischen zwei Zeitaltern", also zwischen den Weltkriegen porträtiert. Damals bemerkte der Dichter: "Der alte Typus des Spießers ist es nicht mehr wert, lächerlich gemacht zu werden; wer ihn heute noch verhöhnt, ist bestenfalls ein Spießer der Zukunft." Und damals, in der Wirtschaftskrise der Weimarer Republik, beobachtete er den neuen, den sehr flexiblen, dynamischen Spießertypus, der weiß, dass man mit der Zeit gehen muss, und darum stets bemüht ist, "sich überall feige anzupassen und jede... Idee zu verfälschen, indem er sie sich aneignet."
Traugott Krischke, auch Mitherausgeber einer Horvath-Werkausgabe, hat für seine Hörspielfassung die Dialogpassagen behutsam aus dem Roman gelöst, und damit gezeigt, dass dieser ein kleines Stück enthält, einen bitteren Schwank aus der Zeit der großen Wirtschaftskrise: 1929 lässt sich Alfons Kobler, der sich mit Gelegenheitshandel über Wasser hält, von einem Grafen Blanques (letzterer auch nicht gerade ein solventer Herr) dazu überreden, den durch einen unlauteren Autoverkauf erworbenen Geldbetrag in einen Besuch der Weltausstellung in Barcelona zu investieren. Dort lerne man reiche Witwen kennen und könne sein Leben durch Heirat sanieren. Die Reise führt durch Europa, die Zeit, die Stimmung der Leute, die große Pleite. - Im zweiten Teil, der mit dem ersten nur lose verknüpft ist, interessiert sich Horváth für das Schicksal des Bürofräuleins Anna Pollinger, einer Bekannten Koblers, die eines Tages arbeitslos wird. Die ahnungslose Anna wird als Modell an einen Maler vermittelt, der in ihr die leicht zu habende Dirne sieht. Zur Prostituierten abgesunken, begegnet Anna schließlich einem 'guten Menschen', der ihr zu einer Stelle als Näherin verhilft.
Sprecher:Jörg Hube (Alfons Kobler)
Louise Martini (Frau Perzl)
Walter Schmidinger (Graf Blanquez)
Alexandra Tichy (Eine Dame)
Gerhard Zemann (Beamter)
Karl Michael Vogler (Ein Hotelier)
Oswald Fuchs (Ein ungarischer Abgeordneter)
Tomas Friedmann (Herr Dünzl)
Susanna Szameit (Kellnerin)
Susanne Czepl (Anna Pollinger)
Peter Scholz (Bschorr)
Thomas Frey (Lehrer)
Peter Simonischek (Kakuschke)
Michael Kiurina (Professor)
Harry Hornisch (Paßbeamter)
Hubert Berger (Reisender)
Fritz Muliar (Schmitz)
Giuseppe Sabatino (Miliz)
Signe Seidel (Madame)
Marile Millowitsch (Rigmor Erichsen)
Marcus Marotte (Dolmetsch)
Daten zu Ödön von Horváth:vollständiger Name: Edmund Josef von Horváth
geboren: 09.12.1901
gestorben: 01.06.1938
Vita: Edmund Josef von Horváth (bekannt als Ödön von Horváth; * 9. Dezember 1901 in Sušak, heute ein Stadtteil von Rijeka; † 1. Juni 1938 in Paris) war ein auf Deutsch schreibender österreichisch-ungarischer Schriftsteller. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Stücke Geschichten aus dem Wiener Wald, Glaube Liebe Hoffnung und Kasimir und Karoline sowie durch seine zeitkritischen Romane Der ewige Spießer, Jugend ohne Gott und Ein Kind unserer Zeit.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 10.12.1991
Datenquelle(n): ORF
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Titel:
Autor: Susanne Abbuehl
Emily Dickinson
produziert in: 2013
produziert von: SRF
Laufzeit: 23 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Komponist: Susanne Abbuehl
Übersetzer: Gunhild Kübler
Inhalt: Gesprochene, gesungene, geflüsterte und gezischte Gedichte und Briefausschnitte im englischen Original und in deutscher Übersetzung präsentieren Lauren Newton und Marie Jung zusammen mit den jungen Mitgliedern des Vokal-Ensembles der Hochschule Luzern unter Leitung von deren Lehrerin Susanne Abbuehl.

Im Schweizer Jazz ist ihr Name ein gewichtiger, in der Hochschule Luzern, Departement Musik, bildet sie als Dozentin in Jazz-Gesang den musikalischen Nachwuchs des Landes aus, Susanne Abbuehl, deren CD-Veröffentlichung «April» mit dem EDISON Award, dem niederländischer Grammy ausgezeichnet wurde. Für Ihre Studentinnen und Studenten hat sie Gedichte der grossen amerikanischen Dichterin Emily Dickinson vertont und mit ihnen für die Radioproduktion aufgenommen. Daraus wurde ein ganz eigenwilliger Umgang mit Lyrik, der die sprachlichen Kunstwerke nicht durch Kommentare deutet, sondern durch Musik.

«Ich gehe nicht über den Grund und Boden meines Vaters hinaus zu einem anderen Haus oder einer Stadt», schrieb Emily Dickinson (1830 - 1886) einmal auf die Einladung nach Boston. Und tatsächlich verbrachte sie den grössten Teil ihres Lebens zurückgezogen auf dem Sitz ihrer Familie. Nicht einmal in ihrer Heimatstadt, dem neuenglischen Amherst mit seinen damals 3000 Einwohnern bekam man die stets in Weiss gekleidete Frau oft zu sehen, obwohl sie in ihrem Umfeld bekannt war für ihr selbstgebackenes Brot, das ihr sogar einmal einen Preis einbrachte. Allerdings traf sie bei ihrer Schwägerin im Nachbarhaus auf herausragende Persönlichkeiten ihrer Zeit. Und sie war eine emsige Briefschreiberin. Zu Lebzeiten wurden 10 ihrer über 1700 Gedicht veröffentlicht, und das nicht einmal unter ihrem Namen. Die Welt begann erst nach ihrem Tod zu begreifen, wer sie wirklich war: eine der grössten Dichterinnen der amerikanischen Literatur, die bereits mitten im 19. Jahrhundert die moderne Lyrik vorweggenommen hatte.
Sprecher:Lauren Newton
Marie Jung
MusikerLea Fries Nina Geiger Adeline Hasler Margret Horrer Rea Hunziker Cyrill Michel Lena Minder Alessandra Murer Julia-Neele Pfleiderer Nina Scherler Vokal-Ensemble der Hochschule Luzern
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Titel:
Autor: Herbert Fritsch
produziert in: 2009
produziert von: SRF
Laufzeit: 50 Minuten
Regie: Claude Pierre Salmony
Inhalt: Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg eine Sammlung mit Bildern und Bastelarbeiten von Patientinnen und Patienten angelegt. Von 1919 bis 1922 wurde sie von Hans Prinzhorn betreut. Dieser ging auch andere Kliniken in ganz Deutschland um solche Werke an und vergrösserte die Sammlung enorm. Und er erhielt nicht nur bildnerische, sondern auch schriftliche Arbeiten, schockierende, bewegende, manchmal durchaus auch amüsante Botschaften schizophrener Menschen. So schrieb ein Patient die ganze Weltgeschichte auf, weil diese seines Erachtens bewies, dass er von den Angehörigen um sein Taschengeld geprellt wurde. Und eine Patientin hinterliess als einzige Lebensspur ein reich verziertes Blatt mit der «Bitte um ein Stück Kuchen».

Anfangs der 80er Jahre wurde auf dem Dachboden der Heidelberger Klinik ein Berg von Heften, Kladden und beschriebenen Einzelblättern gefunden. Es waren besagte Texte zahlloser Patientinnen und Patienten. Herbert Fritsch spielte damals in den Ensembles der Theater von Heidelberg und Basel. Er erfuhr von dem Fund. Zusammen mit Claude Pierre Salmony erarbeitete er eine mehrteilige Serie, die jetzt zu einem «akustischen Spaziergang» durch die ganz spezielle Welt der Schizophrenen verdichtet wurde.
Sprecher:Herbert Fritsch
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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