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Hörspieldatenbank

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Vorige/nächste Ausstrahlung:18.05.2019 um 20:00 bei SRF 2  Phonostart Radio Cloud*
Titel:
Autor: Naema Gabriel
produziert in: 2018
produziert von: HR
Laufzeit: 58 Minuten
Genre: Gegenwartskritik; Biografie
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Tobias Vethake
Dramaturgie: Cordula Huth
Inhalt: Ein Road-Movie über das Erwachsenwerden und das Gesundbleiben der Seele.

Beinahe wäre Mo mit ihrer Mutter gestorben, als sie noch in deren Bauch war. Doch ein beherzter Tritt von Baby Mo an die Bauchdecke hält Mama Elvira vom Selbstmord ab.

Mos Kindheit an der Seite ihrer manisch-depressiven Mutter ist eine emotionale Achterbahnfahrt voller Schönheit und Gefahren. Elviras Beziehung zu ihrer Tochter schwankt zwischen überbordender Liebe und völliger Vernachlässigung. Mo muss immer wieder Verantwortung für sich und ihre Mutter übernehmen. Das Unheilvolle der Symbiose von Mutter und Tochter zeigt sich in gemeinsamen abenteuerlichen Autofahrten und in den Begegnungen mit den sogenannten "normalen" Erwachsenen.

Die heranwachsende Mo bricht zu eigenen Reisen auf und muss sich fragen: wer ist meine Mutter – ohne die Krankheit? Werde ich selbst die Krankheit erben? Wenn ich meinen eigenen Gefühlen freien Lauf lasse, bin dann auch ich nicht ganz bei Trost?

Die Autorin und Illustratorin Naema Gabriel hat die Zeichnungen aus ihrer Graphic Novel in starke und humorvolle Hör-Bilder übersetzt und erzählt in diesem Hörspiel ihre eigene Lebensgeschichte wie einen skurrilen Road-Movie über das Erwachsenwerden und das Gesundbleiben der Seele.
Sprecher:Laura Maire (Mo)
Nina Petri (Mo's Mutter)
Oliver Konietzny (Luka)
Moritz Führmann (Psyschiater)
Claudia Hübbecker (Tanten)
David Campling
Harald Pfeiffer
Antonio Putignano
Cornelia Niemann
Lisa Charlotte Friedrich
Daten zu Naema Gabriel:Vita: Naema Gabriel ist Absolventin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Filmuniversität Konrad Wolf Potsdam-Babelsberg. Sie lebt und arbeitet in Berlin. In Workshops, Lesungen und Vorträgen engagiert sie sich für die Belange von Kindern psychisch erkrankter Eltern.
Erstsendung: 14.10.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: caribou (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Ödön von Horváth
produziert in: 2014
produziert von: BR
Laufzeit: 133 Minuten
Genre: Historisch
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Bearbeitung: Katarina Agathos; Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Georg Glasl
Inhalt: "Es soll nun versucht werden, in Form eines Romans einige Beiträge zur Biologie dieses werdenden Spießers zu liefern. Der Verfasser wagt natürlich nicht zu hoffen, daß er durch diese Seiten ein gesetzmäßiges Weltgeschehen beeinflussen könnte, jedoch immerhin."
Aus: Der ewige Spießer

Wandlungsgeschichten
Es sind Wandlungsgeschichten unter dem Einfluss der Zeit, die Ödön von Horváth in seinem dreiteiligen Roman Der ewige Spießer erzählt. Im München des Jahres 1929 ist der Erste Weltkrieg noch nicht lange vorbei. Die Wirtschaftskrise macht sich im Alltag bemerkbar und radikale rechte wie linke Ideologien breiten sich aus.

Durchschnittsmenschen
Dazwischen Durchschnittsmenschen wie Alfons Kobler, Anna Pollinger und Josef Reithofer. Teil 1: Herr Kobler wird Paneuropäer. Als er im Schellingsalon seinen Freunden von einer Reise zur Weltausstellung in Barcelona erzählt, hat Alfons Kobler noch keine klare Vorstellung von der paneuropäischen Idee. Und auch die Begegnung mit dem geschwätzigen Wiener Journalisten Schmitz auf der langen Zugreise bleibt diesbezüglich eher theoretisch. Erst als Kobler in Barcelona seine mühsam eroberte Geliebte an den kapitalen Mister A. Kaufmann verliert, ist er restlos überzeugt, dass es gilt, Grenzen zu überwinden. Im europäischen Zusammenschluss gegen die rohe amerikanische Übermacht liegt die Zukunft. Nicht nur in Liebesdingen. Ein wenig diffus noch ist diese neue Perspektive und vielleicht doch auch gegen den unbestreitbar konservativen Kern der eigenen Seele sprechend, jedoch immerhin. Teil 2: Fräulein Pollinger wird praktisch. Weil sie ihre Arbeit verliert, bleibt ihr nichts anderes übrig, wird ihr gesagt. Beim nächsten Rendezvous, einer Autofahrt an den Starnberger See, sagt Anna Pollinger vor dem ersten Kuss also „Umsonst gibt es nichts!“ und verhandelt. Sie hat dann zwar keine Gefühle dabei, jedoch immerhin. Danach hält sie ein Fünfmarkstück in der Hand. Teil 3: Herr Reithofer wird selbstlos. Obwohl er ein Mistvieh ist und im Arbeitsamt in der Thalkirchener Straße mit Anna Pollinger auf ein ebensolches trifft, muss doch auch einmal etwas Gutes getan werden in diesen schlimmen Zeiten. Als Josef Reithofer Anna, die ihn noch kurz vorher ausnehmen wollte, eine Stelle als Näherin vermitteln kann, tut er es. Reithofer ist jetzt ein selbstloses Mistvieh, immerhin! Große Wirkungen haben bekanntlich kleine Ursachen. Und große Ideen auch.

Orientierungslosigkeit
In seiner ersten selbständigen Prosaveröffentlichung aus dem Jahr 1930 ist Ödön von Horváth scharfer Beobachter eines neuen Menschentyps. Kleinbürger, die lernen, zu überleben, sich anzupassen, Privates und Politisches zusammen zu denken, auch wenn dabei so manche gedankliche Schieflage entsteht. In ihrer zwischen Dialekt und angelesenen Floskeln changierenden Sprache entlarven sie ihre Orientierungslosigkeit ebenso, wie sie ihr so leicht von außen beeinflussbares Bewusstsein demaskieren.

Der werdende Spießer
Ödön von Horváth ging es mit dem Roman aber nicht um Parodie oder beißende Satire. Vielmehr hoffte auch er auf die bekanntlich großen Wirkungen durch kleine Ursachen. Und weil er dabei im werdenden Spießer zugleich den ewigen Spießer erkannte, hat so manche Charakterisierung im Roman bis heute nichts an Aktualität verloren.
Sprecher:Peter Simonischek (Horváth)
Stephan Zinner (Kobler)
Brigitte Hobmeier (Anna)
Hannes Ringlstetter (Herr mit energischem Zug)
Markus Böker (Dritter Herr)
Peter Fröhlich (Demokrat)
Norman Hacker (Beamter)
Irina Wanka (Hofopernsängerin)
Marie-Therese Futterknecht (Perzl)
Dieter Fischer (Portschinger)
Felix Hellmann (Mauerer)
Oliver Scheffel (Graf Blanquez)
Wowo Habdank (Timoteus Bschorr)
Ulla Geiger (Stanzigner)
Andrea Wenzl (Gretchen Swoboda)
Johannes Silberschneider
Stefan Leonhardsberger
Constanze Wächter
Johannes Meier
Andreas Wimberger
Jens Atzorn
Daten zu Ödön von Horváth:vollständiger Name: Edmund Josef von Horváth
geboren: 09.12.1901
gestorben: 01.06.1938
Vita: Edmund Josef von Horváth (bekannt als Ödön von Horváth; * 9. Dezember 1901 in Sušak, heute ein Stadtteil von Rijeka; † 1. Juni 1938 in Paris) war ein auf Deutsch schreibender österreichisch-ungarischer Schriftsteller. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Stücke Geschichten aus dem Wiener Wald, Glaube Liebe Hoffnung und Kasimir und Karoline sowie durch seine zeitkritischen Romane Der ewige Spießer, Jugend ohne Gott und Ein Kind unserer Zeit.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 18.01.2015
Datenquelle(n): dra
dra
dra
dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: caribou (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Thomas von Steinaecker
produziert in: 2018
produziert von: BR; WDR
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Philip Stegers
Inhalt: Deirdre erwacht. Vier Jahr lang hat sie geschlafen. Eine Stimme hat sie geweckt. Nur allmählich beginnt sie, sich zu erinnern: Die Stimme heißt René und gehört dem Bordcomputer des Raumschiffs, auf dem sie sich befindet – allein. Deirdres Mission ist ebenso gefährlich wie wichtig: Zur Sicherung des Erbes der Menschheit soll sie Heritage-Files, auf denen bedeutende Kunstwerke gespeichert sind, zur äußersten unbemannten Weltraumstation HERMES transportieren und von dort an mögliche außerirdische Zivilisationen senden. Aber René hat eine schlechte Nachricht für sie: Der Kontakt zur Erde ist abgebrochen, der Grund dafür ist unklar, und die Weiterreise bis zur HERMES-Station, die noch Jahre dauert, kann ohne die Überwachung des irdischen Kontrollzentrums nicht stattfinden. Was nur ist geschehen? Handelt es sich um einen technischen Defekt des Raumschiffs? Und was macht man, um in dieser Situation die Nerven zu behalten? Deirdre flüchtet sich in Routine und spult ihr Notfall-Programm ab; nicht umsonst hat sie die Ausbildung zur Astronautin als Beste bestanden – damals, auf der Erde, auf der wegen der Klimaerwärmung die meisten Menschen inzwischen vom ausgetrockneten Land in gesicherte, hochtechnisierte urbane Zonen gezogen sind, wo DAS PROGRAMM für Wohlstand und Sicherheit sorgt. Deirdre ging ganz in dieser schönen neuen Welt auf, in der regelmäßig in großen Hilfsaktionen die auf dem Land Zurückgebliebenen besucht wurden und ansonsten vor allem ein Prinzip galt: Optimierung durch Leistung. Aber dann wird Deirdres vermeintlich feste Fassade durch eine weitere dramatische Wendung an Bord des Raumschiffes erschüttert: René teilt ihr mit, dass die Erde zerstört wurde, und sie die einzige Überlebende und somit der letzte Mensch ist. Was zählt jetzt noch? Zählt überhaupt noch etwas? Und haben nicht die Heritage-Files, die sie transportiert, einen entscheidenden Fehler: Sie sind Kunstwerke und geben über den Alltag der Menschen kaum Auskunft. Mit der Hilfe Renés macht sich Deirdre daran, anhand ihres eigenen Lebens zu erkunden, was es wert ist, bewahrt zu werden – und was das überhaupt sein soll: ein Mensch. Die Astronautin ist ein Kammerspiel im Weltraum. Und obwohl das Stück in der Zukunft angesiedelt ist, spiegelt es die gegenwärtige Filter-Bubble-Wohlfühl-Gesellschaften ebenso wie die momentane Verunsicherung in einer Welt, in der die künstlichen Intelligenzen dabei sind, menschlicher zu wirken als ihre Schöpfer.
Sprecher:Lena Lauzemis
Felix Rech
Martin Umbach
Aurel Manthei
Martin Feifel
Beate Himmelstoß
Matthias Klie
Stella Kluge
Wiebke Puls
Ferdinand Schmidt-Modrow
Benedikt Schregle
Susanne Schroeder
Anton Winstel
Paul Winstel
Luise Zehner
Daten zu Thomas von Steinaecker:geboren: 1977
Vita: Thomas von Steinaecker, geboren 1977, ist Autor von Romanen und Hörspielen, Comicrezensent sowie Regisseur von TV-Dokumentationen. Zu seinen Werken zählen u.a. "Wallner beginnt zu fliegen" (2007), "Schutzgebiet" (2009), "Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen" (2012). BR-Hörspiele sind "Meine Tonbänder sind mein Widerstand" (2007) und "Herzrhythmusgeräusche" (2010, Hörspiel des Monats Mai).
Erstsendung: 06.05.2018
Datenquelle(n): dra
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Titel:
Autor: Thomas von Steinaecker
produziert in: 2012
produziert von: BR
Laufzeit: 53 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Inhalt: Für ein Hörspiel führt der Autor Thomas von Steinaecker ein Interview mit dem Synchronsprecher Martin Umbach. Lebensstationen ziehen vorbei, das Scheitern als Schauspieler, der Neuanfang und rasante Aufstieg bei der Filmsynchronisation, von Pavel Chekov in Raumschiff Enterprise bis zu George Clooney. Nach dem Gespräch ist für von Steinaecker klar, dass er bei seinem Hörspiel über Martin Umbach so authentisch wie möglich vorgehen möchte, am liebsten wäre ihm ein Hörspiel in Form eines fiktiven Features. Dafür erfindet er seine eigene Stellvertreterfigur:

Nicole. An seiner Statt begibt nun sie sich auf weitere Recherche über Umbach. Dabei wird sie jedoch immer wieder von ihrer eigenen schwierigen Situation abgelenkt; befindet sie sich doch an einem Wendepunkt ihres Lebens: Sie steht kurz vor einem wichtigen Bewerbungsgespräch, eine feste Stelle bei einer Filmfirma winkt. Aber Nicole hat ein Problem: Sie tut sich immer schwerer, Entscheidungen zu treffen, was zuweilen zu Phasen unvorteilhafter Komplettlähmung führen kann. Und auch Martin Umbach, mit dem sie wegen ihres Features weiter in Kontakt steht, befindet sich in einer Krise. Seit kurzem werden ihm seine wichtigsten Rollen weggenommen, erst George Clooney und nun Russel Crowe. Aber vor allem privat steuert er unweigerlich auf eine Katastrophe zu: Seit Jahren führt er ein heimliches Doppelleben mit seiner jungen Geliebten und dem gemeinsamen Kind in Berlin und mit seiner Familie in München. Nicht nur wird es immer schwieriger zu verhindern, dass sich seine beiden Frauen über den Weg laufen, auch er selbst bringt zunehmend seine Existenzen durcheinander.

Kann Umbach seinem ehemaligen Mentor "Onkel Tobias entkommen, der ihm in einem Alptraum erscheint und lautstark fordert: "Umbach muss weg? Wird sich Nicole rechtzeitig zu einer Entscheidung durchringen können, ehe sich das Fenster auf die Perspektive eines Jobs wieder schließt? Wird Thomas von Steinaecker, der an einem Diktiergerät einen writer`s block zu überwinden versucht, am Ende den rettenden Einfall für seine Figuren haben?
Sprecher:Martin Umbach (Umbach/Umbach)
Kathrin von Steinburg (Nicole Specht)
Ilona Grandke (Ilona Grandke)
Laura Maire (Nina/Nina)
Thomas von Steinaecker (Thomas von Steinaecker)
Philipp Götz (Ferner wirken mit)
Wilfried Hauer (Ferner wirken mit)
Beate Himmelstoß (Ferner wirken mit)
Oliver Mallison (Ferner wirken mit)
Wilhelm Manske (Ferner wirken mit)
Hemma Sophia Michel (Ferner wirken mit)
Heinz Peter (Ferner wirken mit)
Thomas Piper (Ferner wirken mit)
Sylvia Sperlich (Ferner wirken mit)
Andrea Wenzl (Ferner wirken mit)
Daten zu Thomas von Steinaecker:geboren: 1977
Vita: Thomas von Steinaecker, geboren 1977, ist Autor von Romanen und Hörspielen, Comicrezensent sowie Regisseur von TV-Dokumentationen. Zu seinen Werken zählen u.a. "Wallner beginnt zu fliegen" (2007), "Schutzgebiet" (2009), "Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen" (2012). BR-Hörspiele sind "Meine Tonbänder sind mein Widerstand" (2007) und "Herzrhythmusgeräusche" (2010, Hörspiel des Monats Mai).
Erstsendung: 05.08.2012
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:
Autor: Marlene Streeruwitz
produziert in: 2012
produziert von: SWR
Laufzeit: 39 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Philip Stegers
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhalt: - Bei so einem ganz jungen. Was soll ich an dem hassen. Ja. Seine Jugend. Wie die Männer die Jugend der jungen Frauen hassen und sie deshalb heiraten, damit die jungen Frauen ihre Jugend versäumen müssen. Ich habe kein Mitleid. Schon weil das mit dem Versäumen ohnehin unvermeidbar ist. Aber einen von diesen sanften jungen Männern heiraten. Nein.

- Ich schreibe den jungen Männern besonders lange Widmungen. Manchmal nehme ich einen mit nach Hause. Lieber ins Hotelzimmer. Und vorher in ein bekanntes Lokal. Ein helles Lokal. Ein Lokal, in dem keine Diskretion herrscht. Ein Lokal, in dem es wichtig ist, wer da ist. Da habe ich den dann da sitzen und überlege die Präservativfarbe, während er sein Glas mit dem Rotwein dreht. Früher bin ich so gesessen. Der Verleger. Ein Professor. Ein Kritiker. Ein Politiker. Ich habe das Glas gedreht und gestreichelt, bis es klar war.

Zwei Frauen haben es geschafft: sie sind etablierte Preisträgerinnen in der lange Zeit als Männerdomäne geltenden Literaturwelt. Sie sind nicht mehr ganz jung, wenn auch noch attraktiv, sie haben gelebt. Und sie sprechen miteinander über Auszeichnungen, über ihre Mütter, über den Preis des Erfolgs, über das Alter, junge Männer und über den Sex. Lakonisch, dekadent, zärtlich, verletzlich, hasserfüllt, Finten schlagend und zynisch ziehen sie ihre Register. Zwei intelligente Damen im mit einander konkurrierenden Streitgespräch. Was als Dialog beginnt, wird aber immer mehr zu zwei monadenhaft abgekapselten Monologen, die sich zwischen Traum, Selbstinszenierung und Wirklichkeitsprotokoll bewegen. Aber vielleicht sind diese beiden Damen auch nur eine im imaginären Zwiegespräch ...
Sprecher:Hedi Kriegeskotte (Preisträgerin 1)
Tina Engel (Preisträgerin 2)
Daten zu Marlene Streeruwitz:geboren: 28.06.1950
Vita: Marlene Streeruwitz, geboren 1950 in Baden bei Wien, studierte Slawistik und Kunstgeschichte und begann, nach ersten großen Erfolgen als Dramatikerin, eine ebenso erfolgreiche Karriere als Prosaautorin 1996 mit "Verführungen", einem Roman, der für Aufsehen sorgte, nicht zuletzt wegen seines konsequenten - und höchst eigenwilligen - feministischen Blicks. Es folgten u.a. "Nachwelt" (1999), "Partygirl" (2002), "Entfernung" (2006) und der Roman "Kreuzungen" (2008). Bekannt ist Marlene Streeruwitz aber auch als Essayistin ("Gegen die tägliche Beleidigung", 2004) und als Kommentatorin des Zeitgeschehens. Für ihre Romane wurde sie u.a. mit dem Mara-Cassens-Preis und dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Wien, Berlin, New York City und London.
Hompepage o.ä.: http://www.marlenestreeruwitz.at/
Erstsendung: 11.10.2012
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)NDR
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vorheriger  / nächsterTreffer 6 von insgesamt 16
Titel:
Autor: Oskar Maria Graf
produziert in: 2005
produziert von: BR
Laufzeit: 68 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Bearbeitung: Mira Alexandra Schnoor
Komponist: Martina Eisenreich
Inhalt: Mai 1919: der Krieg ist aus, die rote Räterepublik wird von den Truppen der Weißen niedergeschossen. Der ehemalige Soldat Georg Löffler, der Vagabund, findet sich nicht mehr zurecht. Er ist ein Kriegsheimkehrer, der nicht heimkehrt. Nicht auf seinen Hof nach Oberwillenbach, nicht in das Leben der Weimarer Republik. Von den Behörden für tot erklärt, von niemandem vermisst, hat er den Übergang nicht geschafft: die Zeit des erlaubten Mordens ist vorbei, das Wertesystem muss umgepolt werden. Aber: "Der Vagabund war einer von den Tausenden, denen der Krieg jede Beständigkeit geraubt hatte. Im Grunde genommen wollte er nichts anderes mehr als Beute machen, täglich zu fressen haben, eine Bleibe für die Nacht und ein Weib, wenn ihn danach verlangte. Irgendwann war alles in ihm zusammengebrochen, was man als gut und wesentlich an einem Menschen bewertet." Durch das orientierungslose Nachkriegsdeutschland irrt der Vagabund, von München nach Hof, ins Vogtland, nach Chemnitz, zurück nach Bayern. Er lässt eine Spur von Betrug, Morden und Überfällen hinter sich. In der Beziehung zur Prostituierten Elly blitzt einmal kurz die Möglichkeit auf, ins kleinbürgerliche Leben zurück zu kehren, aber da haben sich die Behörden schon an seine Fersen geheftet. Die letzte Flucht, die Rückkehr in die Heimat, in die Nähe des väterlichen Hofes, führt zur Verhaftung des Vagabunden. Doch auch im Gefängnis, in der Befragung durch Richter und Anwalt, widersetzt sich der Identitätslose. Seinen Namen, den die Behörden längst kennen, gibt er nicht preis, seine Taten gesteht er nicht, und in einem Akt wilder trotziger Auflehnung stemmt er sich gegen die ganze Gesellschaft: "Zum Frieden bedarf es übrigens auch desjenigen, der ihn annimmt! Ich nehme ihn nicht an!" Der am Frieden gescheiterte Mörder und Räuber erhängt sich in seiner Zelle.
Sprecher:Jörg Hube (Erzähler)
Christoph Zrenner (Georg Löffler)
Burchard Dabinnus (Alois Löffler)
Brigitte Hobmeier (Elly)
Joram Voelklein (Student)
Tim Seyfi (Hausierer/Verteidiger)
Luise Deschauer (Wirtin)
Rudolf Waldemar Brem (Wirt)
Volker Bruch (Gendarm/Beamter)
Monika Manz (Bäuerin)
Gerhard Acktun (Oblinger)
Anna Barbara Kurek (Dame)
Wilhelm Manske (Kommissar)
Paul Herwig (Berliner)
Michael Habeck (Richter)
Daten zu Oskar Maria Graf:geboren: 22.07.1984
gestorben: 28.06.1967
Vita: Oskar Maria Graf (1894-1967) war zunächst Bäcker, dann Schriftsteller. 1911 flüchtete er nach München, wo er sich der Schwabinger Bohème und anarchistischen Kreisen anschloss. 1933 emigrierte er in die Sowjetunion und wanderte 1938 in die USA aus. Veröffentlichte Werke von ihm sind u.a.: "Wir sind Gefangene" (1928), "Bolwieser" (1931), "Das Leben meiner Mutter" (1946), "Unruhe um einen Friedfertigen" (1947).

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Erstsendung: 18.12.2005
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Autor: Jörg Albrecht
produziert in: 2013
produziert von: BR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Inhalt: Den Forever 27-Club hat er nicht mehr geschafft, aber 31 ist auch noch früh: Der Autor Jörg Albrecht ist gestorben, und ein Feature widmet sich diesem kurzen, abgebrochenen Leben. Freunde und Kollegen des Verstorbenen treten auf und ab. Lieblingsfilme werden anzitiert, Schnipsel aus Leben und Werk ineinander geblendet, Verschwörungstheorien über den Tod gestrickt. War es die Arbeit, die ihn umgebracht hat, oder der Versuch, ein möglichst gutes Leben zu führen? Wer weiß besser darüber Bescheid: der Literaturwissenschaftler, die Agentin oder die Wahrsagerin? Und muß man den Toten überhaupt nachrufen, um sie zum Reden zu bringen?

Mit Hell Of Fame schreibt Jörg Albrecht einen Nachruf auf sich selbst. Was anfangs wie die Chronik eines einzelnen Lebens aussieht, gleitet ab, überschlägt sich, wird zur Darstellung einer global ausgeweiteten urban-medialen Sphäre, in der die Bilder so stark geworden sind, dass sie die Subjekte, die sie abbilden sollen, längst abgedrängt haben. Aber wohin? Dorthin, wo man, aus Feigheit davor, über ordentliche Honorare zu streiten, mit dem Kurator nur Kaffee trinkt? Ist das Problem, dass niemand mehr hinter die Bilder schauen kann, oder dass es kein kohärentes Bild mehr gibt? Auch im aufpolierten Image des Autors, den niemand versteht, blitzt schon genug auf, zum Beispiel eine Vielzahl prekärer Existenzen in dieser einen Existenz.

Immer wieder fragt der Nachruf auch, was ein Nachruf überhaupt sein kann, wenn er schon seit Monaten, manchmal Jahren oder gar Jahrzehnten fertig in der Schublade liegt. Oder, andersrum gefragt: Wenn die Bilder, die man erfüllen will, das Leben schon danach abtasten, was nach dem Tod davon bleibt, was heißt es dann noch, zu leben? Hat die Möglichkeit, dass alles "larger than life" sein kann, endgültig ausgedient? Oder müssen wir überhaupt aufhören, über Leben zu sprechen und eher eine andere Kategorie finden für das, was wir tun, jeden Tag?
Sprecher:Sebastian Weber (Jörg Albrecht)
Jule Ronstedt (Beste Freundin)
Ferdinand Schmidt-Modrow (Videofreak)
Wiebke Puls (Esoterikerin)
Ilona Grandke (Agentin)
Oliver Mallison (Fitnesstrainer / Fashionblogger / Schauspieler)
Martin Umbach (Werber)
Johannes Zinner (Moderator)
Claudia-Sophie Jelinek (Mediensoziologin)
Daten zu Jörg Albrecht:geboren: 1981
Vita: Jörg Albrecht, geboren 1981 in Bonn, lebt in Berlin. 2011 promovierte er über Abbrüche in Prosa und Hörstücken. Er veröffentlichte Prosa, Theatertexte, Hörspiele, Essays, Romane (zuletzt "Beim Anblick des Bildes vom Wolf", 2012) und Arbeit für intermediale Serien. Zusammen mit seinem Theaterkollektiv "copy & waste" erforscht er seit 2007 die Architektur von Städten und Fiktionen. Weitere BR-Hörspiele sind "Moon Tele Vision" (2008) und "Du kannst nicht immer schimmern, mein Spatz" (2009).
Erstsendung: 24.03.2013
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
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Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 5.2010
Autor: Thomas von Steinaecker
produziert in: 2009
produziert von: BR
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Simon Stockhausen
Inhalt: Eigentlich ist es ein ganz normaler Nachmittag für Richard Täubner. Nach dem Besuch von seiner Tochter, hängt er seinen Erinnerungen nach und erlebt - wie seit einigen Jahren täglich - einige Situationen wieder und wieder, die schönen wie die schrecklichen. Seine Jugend im oberfränkischen Hof, der Krieg, seine große Liebe, seine Karriere als Maschinenbauer, die Geburt seiner Tochter, der Tod seiner Frau. Es ist ein langes, erfülltes Leben, auf das Täubner zurück blickt, jedoch kein außergewöhnliches. Oder macht er sich da etwas vor? Schließlich hat Täubner eine unwahrscheinliche Begabung: sein phänomenales Gehör. Nur dieses ließ ihn den Krieg unbeschadet überstehen, nur dieses ließ ihn zum talentiertesten Ventilatorenhersteller in Bayern werden. Und auch sonst bestimmten vor allem seine Ohren sein Leben: der Klang der federnden Schritte seiner Frau Lissi, das Rattern seiner Ventilatoren, die Geräusche seiner Familie im Alltag - das alles verbindet sich in Täubners Kopf zu Melodie, zu kleinen Sinfonien, nach deren Rhythmus er lebt und funktioniert und jede kleinste Störung darin irritiert zur Kenntnis nimmt. Bis er eines Tages den Krebs hören kann, der im Körper von Lissi wütet.

Wurde seine besondere Gabe damit nicht gleichsam zu einem Fluch, hat er mit seiner Geräuschempfindlichkeit seiner Familie nicht sogar das Leben zur Hölle gemacht und sich darüber hinaus stur geweigert, aus der Begabung Kapital zu schlagen? Täubner ist sich nicht mehr sicher, wie es wirklich war. Sein akustisches Gedächtnis lässt ihn sein eigenes Leben in immer neuen Varianten hören und nicht nur das - auch die geschichtlichen Ereignisse laufen in Täubners Ohren anders ab, als sie laut Geschichtslexikon und der "Stimmen des Jahrhunderts CD", die ihm seine Tochter geschenkt hat, gewesen sein sollen. Ist Täubner dabei, sich im Labyrinth seines Innenohrs zu verirren? Und dann ist an diesem Nachmittag auch noch eine penetrante Stimme da, die Täubner die ganze Zeit Fragen stellt, obwohl sie sowieso mehr über ihn zu wissen scheint, als er selbst.
Sprecher:Martin Umbach (Erzähler)
Fred Maire (Täubner)
Gabriel Raab (Junger Täubner)
Katja Bürkle (Annegret)
Bettina Redlich (Elisabeth)
Erich Hallhuber (Vater)
Elmar Brandt (Kohl/Reuter)
Uli Winters (Goebbels)
Sabine Kastius
Stefan Kastner
Friedrich Schloffer
Tobias Schormann
Daten zu Thomas von Steinaecker:geboren: 1977
Vita: Thomas von Steinaecker, geboren 1977, ist Autor von Romanen und Hörspielen, Comicrezensent sowie Regisseur von TV-Dokumentationen. Zu seinen Werken zählen u.a. "Wallner beginnt zu fliegen" (2007), "Schutzgebiet" (2009), "Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen" (2012). BR-Hörspiele sind "Meine Tonbänder sind mein Widerstand" (2007) und "Herzrhythmusgeräusche" (2010, Hörspiel des Monats Mai).
Erstsendung: 30.05.2010
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 9 von insgesamt 16
Titel:
Autor: Thomas von Steinaecker
produziert in: 2007
produziert von: BR
Laufzeit: 59 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Samuel Schaab
Inhalt: Aufnahme, Rückspultaste, Wiedergabe. Klaus Hofer ist einer, der sein Bandgerät immer dabei hat, der die Gegenwart mitschneidet und in die Vergangenheit zurückspult, um herauszufinden, ob ihm etwas entgangen ist, ob er vielleicht etwas überhört hat - und wie alles in Wirklichkeit war: ein besessener Einzelgänger, für den es keine Grenze gibt zwischen Leben und Hörspiel. Die Beziehung zu seiner Freundin Petra, die ihn für ein Genie hält und trotzdem verlässt, dokumentiert er auf seinen Tonbändern ebenso wie die Verschwörungstheorien des Unfallchirurgen Pontus, der Hauptfigur einer Krimiserie, die als einzige von Hofers Hörspielarbeiten zu seinen Lebzeiten im Radio läuft. Enttäuscht von der Kulturindustrie, die ihn nicht wahrnimmt, kommt er zu der Überzeugung: Wer die Realität ablehnt, muss sie als Material betrachten. Das letzte Projekt des Klaus Hofer, sein unvollendetes Hauptwerk, ist der Versuch, auf den unzähligen Bändern, die sich in seiner Wohnung stapeln, die Muster zu finden, nach denen sein Leben ablief - der akustische Zusammenschnitt einer gescheiterten Existenz.

Das fiktive Feature "Meine Tonbänder sind mein Widerstand" feiert die Entdeckung des unbekannten Hörspiel-Pioniers Klaus Hofer, mit Ausschnitten aus seinen Hörstücken, dem Tontagebuch und seinem 'Klanglexikon der Gefühle', die hier erstmals zu hören sind - Werke, die Hofer zu einer der großen Entdeckungen in der Geschichte des deutschen Hörspiels machen.
Sprecher:Christiane Roßbach
Oliver Stritzel
Wolfgang Pregler
Oliver Mallison
Hans Kremer
Peter Veit
Philipp Grimm
Daten zu Thomas von Steinaecker:geboren: 1977
Vita: Thomas von Steinaecker, geboren 1977, ist Autor von Romanen und Hörspielen, Comicrezensent sowie Regisseur von TV-Dokumentationen. Zu seinen Werken zählen u.a. "Wallner beginnt zu fliegen" (2007), "Schutzgebiet" (2009), "Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen" (2012). BR-Hörspiele sind "Meine Tonbänder sind mein Widerstand" (2007) und "Herzrhythmusgeräusche" (2010, Hörspiel des Monats Mai).
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
vorheriger  / nächsterTreffer 10 von insgesamt 16
Titel:
Autor: Walter Fanta
produziert in: 2004
produziert von: BR
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Bearbeitung: Walter Fanta; Bernadette Sonnenbichler
Inhalt: Drehbuch-Lesung

Es wurde behauptet, Robert Musils Mann ohne Eigenschaften sei kein echter Roman, er habe keine Geschichte. Die vorliegende Bearbeitung tritt den Gegenbeweis an. Sie stellt die spielfilmreife Handlung heraus, die der Roman trotz seines Essayismus erzählt. Das Romangeschehen von 1913-14 ist in die Gegenwart verpflanzt,"Kakanien" konsequent durch "Europa" ersetzt. Die Verwicklungen um eine - wirkliche oder eingebildete - europäische Identität rücken in die Mitte. Die Hörer werden sich Kamerafahrten durch zwei gedachte Sphären vorstellen: eine längs der politischen Intrige, in die der "Mann ohne Eigenschaften" Ulrich, als Sekretär der Europäischen Aktion gezogen wird; sie gerät ins Stocken, wenn Ulrich aus der Politik aussteigt und sich ins Private und Esoterische zurückzieht, findet aber, anders als im Roman, noch zu einem "Bomben"-Finale. Diese Sphäre prallt auf die welt-unverträglichen anderen Zustände und fantastischen Träume der Hauptfiguren Ulrich und Agathe und der von ihrem Popanz Mo(osbrugger) besessenen Clarisse. In der Bearbeitung des Bayerischen Rundfunks ist die Provokation noch verstärkt, die schon in dem Unterfangen liegt, aus dem philosophischen Roman einen Spielfilm-Thriller der Gegenwart zu verfertigen. Und zwar deswegen, weil sich die Lesung aus dem Drehbuch einen gerafften und unheimlich zugespitzten Durchmarsch durch das Filmskript Walter Fantas bahnt.
Sprecher:Thomas Albus (Erzähler Robert Musil)
Thorsten Nindel (Stumm)
Mogens von Gadow (Leinsdorf/Vater)
Tim Seyfi (Solimann)
Trystan Pütter (Arnheim/Walter)
Sebastian König (Ulrich)
Barbara Novotny (Diotima/Bonadea)
Franziska Werner (Rachel/Clarisse)
Daniela Keckeis (Agathe/Gerda)
Daten zu Walter Fanta:Vita: Walter Fanta ist als Herausgeber der digitalen Edition des Nachlasses zum "Mann ohne Eigenschaften" am Robert-Musil-Institut für Literaturforschung in Klagenfurt tätig. Seine monografische Darstellung der Entstehungsgeschichte des "Manns ohne Eigenschaften" ist 2000 bei Böhlau in Wien erschienen.
Erstsendung: 06.01.2005
Datenquelle(n): dra
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
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Titel:
Auszeichnungen (1):Hörspiel des Monats: 1.2007
Autor: Günter Eich
produziert in: 2007
produziert von: NDR
Laufzeit: 82 Minuten
Regie: Norbert Schaeffer
Alexander Schuhmacher
Simona Ryser
Beate Andres
Sven Stricker
Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Jo Ambros
Philipp Schaufelberger
Thomas Leboeg
Martina Eisenreich
Hans Schüttler
Inhalt: Als das berühmteste und spektakulärste Hörspiel von Günter Eich, dem bedeutendsten Rundfunk- und Hörspielautor der Nachkriegszeit, gilt bis heute sein Funkstück "Träume". Es markiert unbestritten den Neubeginn des künstlerischen Nachkriegshörspiels; produziert beim damaligen NWDR in Hamburg. Es wurde am 19.4.1951 zum erstenmal ausgestrahlt. Das Hörspiel besteht aus fünf Szenen, die - realistisch und rätselhaft verschlüsselt zugleich - beunruhigende Alpträume, Szenarien fundamentaler Ängste, darunter die Furcht vor Deportation, Ausgrenzung, innerer Leere, atomarer Bedrohung und anderes wiedergeben; deutbar auch als bedrohliche Visionen von der Zukunft des Menschen. Und so wurden sie verstanden und missverstanden.



Das Hörspiel löste bereits während der Sendung einen beispiellosen Proteststurm von Hörern aus, der in den an die Programmverantwortlichen gestellten Forderungen gipfelte, "den Mann doch einzusperren" oder wenigstens "unter polizeiliche Aufsicht" zu stellen. Fünf jüngere Regisseurinnen und Regisseure stellen sich der Herausforderung, Günter Eichs Hörspielklassiker "Träume", neu zu interpretieren. Den Epilog zu dieser aufwendigen Neuproduktion des NDR bildet eine Klangkomposition von Hans Schüttler, die auf den bei der Erstendung 1951 aufgezeichneten Höreranrufen basiert.



1. Traum: (1. - 2.8.1948, Schlossermeister Wilhelm Schulz, Rügenwalde, Hinterpommern) Eine Familie aus Uralten, Alten und Kindern fährt, offenbar schon seit Jahrzehnten, im dunklen Güterwagen durch eine Welt, 'die es nicht gibt', da sie der Erinnerung der Eingeschlossenen längst entschwunden ist.



2. Traum: (5.11.1949, Tochter des Reishändlers Li-Ven-Tshu in Tianzien) In China verkaufen arme Eltern ihr sechsjähriges Söhnchen an einen reichen Greis, dem das Blut des Kindes sein Leben verlängern soll.



3. Traum: (27.4.1950, Automechaniker Lewis Stone, Freetown, Queensland, Australien) In einer australischen Siedlung erwarten die Einwohner in Todesangst 'den Feind'. Das Haus, in das er einzieht, wird von ihm mit allem Inhalt in Besitz genommen.



4. Traum: (29.12.1947, Kartenzeichner Iwan Iwanowitsch Borislawski, Moskau) Zwei Forscher im afrikanischen Busch verlieren nach einem köstlichen Essen Gedächtnis und Sprache.



5. Traum: (31.8.1950, Lucy Harrison, New York) Termiten benagen in unersättlicher Freßgier alles, höhlen jedes Ding und jeden Körper unbemerkt von innen her aus. Das geschieht drei Menschen in ihrer Wolkenkratzerwohnung in New York.
Sprecher:Lukas Ammann (Traum 1: Uralter)
Christine Oesterlein (Traum 1: Uralte)
Jens Wawrczeck (Traum 1: Enkel)
Barbara Auer (Traum 1: Frau)
Franziska Treede (Traum 1: Kind)
Céline Fontanges (Traum 2: Frau)
Oliver Mallison (Traum 2: Mann)
Lukas Adelmann (Traum 2: Kind)
Leslie Malton (Traum 2: Dame)
Felix von Manteuffel (Traum 2: Herr)
Bernhard Schütz (Traum 3: Vater)
Astrid Meyerfeldt (Traum 3: Mutter)
Susanne Lothar (Traum 3: Nachbarin)
Douglas Welbat (Traum 3: Bürgermeister)
Birger Frehse (Traum 3: Bob)
Isabell Giebeler (Traum 3: Elsie)
Gabriel Rodriguez-Silvero (Traum 3: Bill)
Theresa Rose (Traum 3: Cathy)
Jakob Leo Stark (Traum 3: Fred)
Sebastian Moske (Traum 3: Stimme)
Udo Wachtveitl (Traum 4: Peter)
Andreas Fröhlich (Traum 4: Michael)
Oumar Koita (Traum 4: Afrikaner)
Olajide Akinyosoye (Traum 4: Afrikaner)
Tina Engel (Traum 5: Mutter)
Anna Kubin (Traum 5: Tochter)
Hans Löw (Traum 5: Bill)
Klaus Dittmann (Traum 5: Professor)
Uli Pleßmann (Traum 5: Ansager)
Anne Weber (Einleitungs- und Zwischentexte)
Jürgen Hentsch (Einleitungs- und Zwischentexte)
MusikerJo Ambros (Gitarre) Marcio Doctor (Percussion)
Daten zu Günter Eich:geboren: 01.02.1907
gestorben: 20.12.1972
Vita: Günter Eich (* 1. Februar 1907 in Lebus; † 20. Dezember 1972 in Salzburg) war ein deutscher Hörspielautor und Lyriker. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Nachkriegsgedichte Inventur und Latrine, das Hörspiel Träume sowie die Prosasammlung Maulwürfe.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 31.01.2007
Datenquelle(n): dra
YaGru
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Titel:
Autor: Christoph Buggert
produziert in: 2014
produziert von: SWR
Laufzeit: 56 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Dramaturgie: Manfred Heß
Inhalt: "Wir haben, so scheint es, die Zeit zur Waffe gemacht. Sie jagt uns, rädert uns, zermürbt uns. Die Chance, ihr zu entkommen, gibt es nicht mehr. Gelegenheiten, uns durch sie zu bereichern, sind selten geworden. Erleben Tiere die Zeit? Wir alle wissen: Momente des Glücks, das sind Momente ohne Zeit.

In vier Anläufen wird durchgespielt, wie Menschen in die Zeitfalle geraten. Ein Privatdozent will der knappen Ressource Zeit ein Liebesabenteuer abgewinnen. Fünf Herren aus der Führungsetage setzen mithilfe der Zeit das Recht und das Gesetz außer Kraft. Eine Frau unternimmt den Versuch, die Zeit zu pulverisieren. Ein omnipotenter Chef muss lernen: Es ist die Zeit, die uns keine Zeit lässt. Der Alltag unserer Eliten ist ein Ritt auf der Lächerlichkeit. Das Vergnügliche daran: Die Betroffenen selber haben es noch nicht gemerkt. " Christoph Buggert
Sprecher:Fabian Busch (Theunissen/de Floor/Stimme 2)
Katharina Zapatka (Junge Dame/Stimme 1)
Anne Moll (Justizministerin/Gussenstein / Stimme 3)
Wolfgang Michael (Quellheim/Stimme 4)
Martin Umbach (Doherty/Kupke/Stimme 5)
Daten zu Christoph Buggert:geboren: 17.06.1937
Vita: Christoph Buggert, geb. 1937 in Swinemünde, deutscher Schriftsteller, Hörspieldramaturg. Hörspiele u.a. "Weichgesichter" (BR 1971), "Bumerang" (HR 1973), "Vor dem Ersticken ein Schrei" (WDR 1977, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Nullmord" (WDR/BR/SWF 1987), "Blauer Adler, roter Hahn" (WDR/BR/SWF 1989), "Domino"(MDR/WDR 2012).

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Erstsendung: 18.09.2014
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
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Titel:
Autor: Sibylle Lewitscharoff
produziert in: 2015
produziert von: SWR
Laufzeit: 54 Minuten
Genre: Bernadette Sonnenbichler
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Martina Eisenreich
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhalt: Eine psychiatrische Einrichtung: Sie hängt in der kalten Schwebe zwischen einer Anstalt mit von gekachelten Bädern widerhallenden Geräuschen und einem modernen Gehäuse, das eine infantile Scheinwohligkeit vortäuscht und in dem alle Betreuer fröhlich wie zu Kindern reden. Zwitschernde, kreischende und wie Menschen sprechende Vögel sind gelegentliche Begleiter der Patienten. Zeigen sie sich, gelingt es den Patienten, von ihrem Irr-Sinn abzulassen. In diesen Momenten sind sie von einem starken freiheitlichen Sehnen erfüllt, das keineswegs verrückt ist. Das Gebrabbel, das Sprechen und die Gesänge der Patienten vereinigen sich dann unerwartet wider ihre eigensüchtigen Zwänge zu einem gemeinschaftlichen Chor, der jedoch immer wieder rasch auseinanderfallen kann. Ihm steht, natürlich, die Welt der Pflegekräfte und Ärzte gegenüber. Sie leben in einer vernunftorientierten und deshalb ungleich besser gemeinschaftlich zu organisierenden Wirklichkeit, der aber vielleicht die Sprengkraft der Poesie fehlt. Sibylle Lewitscharoff erzählt von der Sehnsucht der Patienten nach einer anderen, befreiten Welt, die aber nichts mit der aus »Einer flog über das Kuckucksnest« gemeinsam hat. Diese Welt zeigt sich einfach, um dann sogleich wieder zu verglühen.
Sprecher:Udo Wachtveitl (Vogelobre, Erzähler)
Martin Rentzsch (Prof. Dr. Emanuel Knopff)
Caroline Junghanns (Anke Herweg, Kunsttherapeutin)
Jens Wawrczeck (Paulchen)
Tina Engel (Margret)
Hedi Kriegeskotte (Minnie)
Irm Hermann (Mechthild)
Ernst Konarek (Friedrich Breitner)
Manuel Harder (Karl Huber)
Peter Kurth (Oswald Tschirr)
Corinna Kirchhoff (Martha Hall)
Maximilian Held (Marinus Jäger)
Hildegard Schmahl (Irene Krüger)
Jens Bohnsack (Papagei Hansi)
Ilona Grandke (Uhu)
Daten zu Sibylle Lewitscharoff:geboren: 16.04.1954
Vita: Sibylle Lewitscharoff (* 16. April 1954 in Stuttgart) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie wurde 2013 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

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Erstsendung: 26.03.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)SWR
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Titel:
Autor: Bernadette Sonnenbichler
produziert in: 2004
produziert von: BR
Laufzeit: 52 Minuten
Genre: Biographie
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Inhalt: Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften"

"Dieses Buch ist ein Monstrum, eine Foltermaschine, es lädt zu einer Lektüre ein, die ein Selbstmord, ein Selbstmord beim Lesen ist", schrieb der Autor und Regisseur Jean-François Peyret einmal über Robert Musils Jahrhundertroman "Der Mann ohne Eigenschaften". Tatsächlich empfinden viele Leser Musils Hauptwerk in seinem ausschweifenden, ironischen Stil als sperrig und unbequem. Umfangreicher als die Bibel und dennoch Fragment geblieben, ziert das Buch unzählige Bücherregale nicht nur im deutschsprachigen Raum. Zur Hand genommen wird es jedoch wenig. Nur selten finden sich unerschrockene, eifrig-disziplinierte Leser, die Musil und seiner Hauptfigur Ulrich von der ersten bis zur letzten Seite - über zahllose essayistische Exkurse hinweg - folgen. Und noch bevor er in den Ozean der im Grunde recht ereignisarmen Geschichte eintaucht, weiß der Leser bereits, dass er nie in den Genuss einer gänzlichen Auflösung all der begonnenen gesellschaftlichen und psychologischen Verstrickungen kommen wird, da der Tod Robert Musils im Jahr 1942 die Vollendung verhinderte. Ist also Musils kurz vor seinem Tod geäußerter Wunsch, der Roman wäre "noch ungedruckt und noch zu schnüren und zu beschneiden", der Schlüssel dazu, weshalb der Nachwelt ein nahezu unlesbares, einzigartiges Meisterwerk vermacht wurde? Oder liegt es doch an den Lesern, die der Ideenwelt Musils einfach nicht gewachsen sind? Musil selbst war der Meinung, dass die deutschen Leser nicht mehr lesen können. Und die sich dennoch mit seiner Literatur beschäftigten, seien nichts mehr als "ein kleiner Kreis von Hypersensiblen, die keine Realitätsgefühle mehr - nicht einmal perverse haben, sondern nur literarische Vorstellungen davon". Woran liegt es also, dass dem Weltruhm des Buches fast gleichberechtigt die totale Unkenntnis über dessen Inhalt zur Seite steht? Gespräche mit deutschen und österreichischen Experten, Philologen, Autoren, Schauspielern, Germanisten, Bibliothekaren und vielen anderen sollen etwas Licht ins Dunkel bringen. "Literatur ist ein kühner, logischer kombiniertes Leben. Ein Erzeugen oder Herausanalysieren von Möglichkeiten. Sie enthält das Noch-nicht-zu-Ende-Gekommene der Menschen, den Anreiz seiner Entwicklung am Brennen." (Robert Musil)
Sprecher:Bernadette Sonnenbichler
Detlef Kügow
Daten zu Bernadette Sonnenbichler:Vita: Bernadette Sonnenbichler, geb. 1982, ist Regiestudentin am Max-Reinhardt-Seminar.
Erstsendung: 15.11.2004
Datenquelle(n): dra
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Titel:
Autor: Mathias Greffrath
produziert in: 2005
produziert von: BR
Laufzeit: 55 Minuten
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Martina Eisenreich
Inhalt: Bill Gates, amerikanischer Programmierer und Unternehmer, steht im Mittelpunkt des Hörspielmonologs. Der Erfinder und Begründer von Microsoft verwirklichte für sich den "american dream" und stellt so ein faszinierendes, aber auch irritierendes und beunruhigendes Phänomen unseres kapitalistischen Zeitalters dar. In Verwertung einiger biographischer Fakten wagt ein Schauspieler einen fiktiven Blick in das prozessorenhafte Denken eines Weltenschöpfers. Als könnte sich der Hörer in verschiedene Äste und Gabelungen dieser unüberschaubaren Matrix klicken, wird weniger die Person des Microsoft-Erfinders, sondern vielmehr das Gesamtphänomen Gates beleuchtet. Auf verschiedenen Ebenen öffnen und schließen sich temporeich Fenster, Hör-Räume, zu zahlreichen Gedankenräumen. Ein überzeugter Tüftler reflektiert Geschäftliches, Privates, Erinnerungen, Begegnungen, Ereignisse und Gespräche, die Bandbreite reicht von wissenschaftlich-anthroposophischen Erörterungen zu Gedanken über unumstößliche Vorstellungen von Gewinn und Verlust, über selbst auferlegte Härte und firmeninterne Unerbittlichkeit.

"Ein korrekt geschriebenes Programm tut immer und zu jeder Zeit alles, was Du ihm sagst. Ganz genau und hundertprozentig. Und wenn Du einen Fehler machst, merkt die das sofort. Die Maschine. Und zeigt es Dir. Nur Dir. Du baust was hin. Und nur was Du hinbaust, ist da. Ist Deins. Und alles ist ganz klar. Da ist kein draussen mehr. Das gibt SICHERHEIT."

Mathias Greffraths Monolog, der ursprünglich als Theatertext entstanden ist, folgt keiner linear narrativen Erzählweise, sondern besteht aus ineinander verschiebbaren, beweglichen Textbausteinen, die die dauernde gedankliche Vernetzung und Neu-Ordnung des Inputs und Outputs eines multitasking-fähigen Gehirns formal widerspiegeln. Mit den so entstehenden Brüchen versucht sich die Hörspielfassung in schnellen zyklischen Sprüngen dem Faszinosum Gates zu nähern. Dabei arbeitet das Hörspiel akustisch mit extremen Mitteln, die vom Sounddesign der Komponistin Martina Eisenreich zugespitzt werden, frei nach dem Motto, dass ein Phänomen wie Microsoft und Gates, das sich zwischen Extremen wie Genie und Paranoia bewegt, nur in künstlerisch unerschrockener Haltung erkenntnisreich behandelt werden kann.
Sprecher:Tobias Lelle
Daten zu Mathias Greffrath:geboren: 1945
Vita: Mathias Greffrath, geboren 1945, ist freier Autor, Journalist und Soziologe. Er war von 1991 bis 1994 Chefredakteur der "Wochenpost". Seit 1995 arbeitet er für "Die Zeit", "Süddeutsche Zeitung", "taz", "GEO" und "Theater Heute". Veröffentlichte Werke von ihm sind u.a.: "Montaigne. Über das Leben in Zwischenzeiten" (1999), "Attac. Was wollen die Globalisierungskritiker?" (mit Christiane Grefe und Harald Schumann, 2002).

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 17.10.2005
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
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Titel:
Autor: Marlene Streeruwitz
produziert in: 2018
produziert von: SWR
Laufzeit: 57 Minuten
Genre: Gegenwartskritik
Regie: Bernadette Sonnenbichler
Komponist: Martina Eisenreich
Dramaturgie: Manfred Hess
Inhalt: »Am Ende ergeben die vielen Stimmen des Stückes eine einzige Person. Den vielen Stimmen entsprechen ebensoviele akustische Räume, in denen die Texte platziert werden müssen. Denn heute regieren die Räume, was und wie gesprochen werden kann. Arbeit, Leben, Liebe und Trauer sind streng getrennt auf einzelne Räume aufgeteilt. In sich getrennt muss die neoliberale Person der Dienstleistungsgesellschaft in diesen Räumen entsprechend funktionieren. Diese spezifische Personenkonstruktion bestimmt in meinem Hörspiel ›Zimmerstunde.‹ die Herstellungstechnik. Der Sprechakt der Frau wird in den künstlich hergestellten Räumen eingefangen und dort zurechtgeschneidert. Hier bestimmt der technisch generierte Raum das Sprechen, wie das in der Realität durch die erzwungene Verwirtschaftlichung des eigenen Schicksals erledigt werden muss. Mein Hörspiel überträgt den gesellschaftlichen Vorgang der Festsetzung der Person in sich selbst auf die Technik. So arbeiten sich ›die Stimmen‹ der Person in jedem einzelnen Raum zur Erkenntnis voran, dass es im ganzen Leben nur darum ging, sich selbst zu verkaufen. Auch in der Liebe muss die Person sich eingestehen, dass das nicht anders war. Die Liebeleien der Zimmerstunden stehen für diesen Vorgang des alles erfassenden Selbstverkaufs, der belohnungslos nur mehr das Überleben sichern kann. Am Ende sind die einzelnen Raumtextkonstruktionen zu einem Hörpanorama aufgebreitet, in dem die Person aber dann doch einen Augenblick lang zu einem ungeteilten Selbst in einem dafür hergestellten Raum finden kann. Die radiophone Technik wird so zur subversiven Helferin einer Subjektwerdung. Die neoliberale Domestizierung der Person wird für einen Augenblick mit Hilfe der Technik überwunden.« (Marlene Streeruwitz)
Sprecher:Heidi Ecks
Kathrin Hildebrand
Caroline Junghanns
Hedi Kriegeskotte
Christiane Roßbach
MusikerMartina Eisenreich
Daten zu Marlene Streeruwitz:geboren: 28.06.1950
Vita: Marlene Streeruwitz, geboren 1950 in Baden bei Wien, studierte Slawistik und Kunstgeschichte und begann, nach ersten großen Erfolgen als Dramatikerin, eine ebenso erfolgreiche Karriere als Prosaautorin 1996 mit "Verführungen", einem Roman, der für Aufsehen sorgte, nicht zuletzt wegen seines konsequenten - und höchst eigenwilligen - feministischen Blicks. Es folgten u.a. "Nachwelt" (1999), "Partygirl" (2002), "Entfernung" (2006) und der Roman "Kreuzungen" (2008). Bekannt ist Marlene Streeruwitz aber auch als Essayistin ("Gegen die tägliche Beleidigung", 2004) und als Kommentatorin des Zeitgeschehens. Für ihre Romane wurde sie u.a. mit dem Mara-Cassens-Preis und dem Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet. Sie lebt in Wien, Berlin, New York City und London.
Hompepage o.ä.: http://www.marlenestreeruwitz.at/
Erstsendung: 20.12.2018
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)ARD Mediathek
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Abfragedauer: 0,9350 Microsekunden.
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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