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Hörspieldatenbank

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Titel: Orlando Furioso
Autor: Ludovico Ariosto
produziert in: 1992
produziert von: SRF
Laufzeit: 22 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Bearbeitung: Leonhard Koppelmann
Übersetzer: Margareth Obexer
Inhalt: "Zur Belustigung und Erholung der Herrschaften und edelgesinnter Leute und Damen" verfasste Ludovico Ariosto in den Jahren 1505-1515 ein Versepos von 40 Gesängen, denen 1521 weitere 6 Gesänge folgten. Konzipiert als Fortsetzung des von den Zeitgenossen als unübertrefflich geschätzten "Orlando Innamorato" des Matteo Maria Boiardo, widmete Ariost seine Gesänge dem mächtigen Kardinal Ippolito d'Este als Preislied auf die Geschichte des prunkvollen Ferrareser Fürstengeschlechts.

"Orlando Furioso" ("Der Rasende Roland") verbindet den Glaubenskampf zwischen Christ und Muselman mit der phantastisch-märchenhaften, von Feen, Magiern und Monstern bevölkerten Welt des höfischen Romans. Männliche und weibliche Ritter, traditionelle Figuren der Epik der italienischen Renaissance, fügen sich zu einer geschlossenen Ritterwelt, deren Seneca ("Hercules furens") nachgebildete Ideale sich freilich nicht nur in Glaubenskampf und Edelmut äußern, sondern durchaus in Abenteuerlust und Liebessehnsucht. Orlando selbst, stets auf Eroberung der von ihm bis zum Wahn geliebten Angelika aus dem Lande Cathay (dem heutigen China), erobert mit furiosem Kampfgeist zwar Paris, die Sarazenen und gar schier den Mond - Angelika, die seraphische Schöne, gewinnt er jedoch nicht für sich. Ariost wagt erstmals, die Individualisierung einer Person so weit zu treiben, dass sie in Einsamkeit enden muss. Ruggiero, der Einhornritter und Bradamante, die strahlende Ritterin, bestehen jedoch jede Schlacht und Verzauberung der bösen Mächte durch die unzerstörbare Kraft ihrer Liebe und werden so zum Gründerpaar des Hauses d'Este.

Die hohe Sprache der Renaissance-Lyrik, mehr noch die Opulenz der Handlung und Figuren waren und sind Quelle für zahlreiche Werke der europäischen Hochliteratur (u.a. Voltaire, Wieland, Byron und selbst Torquato Tasso in "Rinaldo" und "La Gerusalemme Liberata"). Unverkennbar ist aber auch die Anregung in den Werken Tolkiens und selbst in "Harry Potter", dessen Märchenhaftigkeit und Zauberkünste, aber auch die deutlichen Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen den weiten Bogen über mehr als ein halbes Jahrtausend europäischer Literatur spannen.

Die 46 Gesänge wurden in der Übertragung und Bearbeitung der Dramatikerin Margareth Obexer und der Funkeinrichtung des Regisseurs Leonhard Koppelmann zu 6 Gesängen verdichtet. Die Komposition des Henze-Schülers Detlev Glanert gibt Ludovico Ariosto, dem Dichter des weiten Gestus im Schatten des großen Dante Alighieri, neues Leben und bringt dieses Werk von abendländischer Dimension mit heutigen künstlerischen Mitteln dem Publikum des 3. Jahrtausends nahe.



"Erinnert vom Stil an eine Mischung aus "Baudolino" und "Die Nibelungen" (Beide auch von Leonard Koppelmann inszeniert).

Ob die Inszenierung wie beabsichtigt wirklich das Werk einem  Publikum des dritten Jahrtausends nahebringt weiß ich nicht.  Für mich jedenfalls wird deutlich zu dick aufgetragen. Das  Ganze wirkt eher wie eine Kollage zwanghaft poppiger Effekte.  Diese verhindern zwar erfolgreich, daß eine mittelalterliche  oder gar romantische Stimmung aufkommt, zerstückeln aber auch  den Erzählfluß so, daß sich statt Spannung nur Verwirrung  einstellt. Schade, denn viele der in Vers gelassenen Passagen  legen nahe, daß der Originaltext zu recht gerühmt wird." (RR, nach zwei Folgen genug habend)
Sprecher:Philip Maloney: Michael Schacht
Polizist: Jodoc Seidel
Weber: Oliver Bono
Frau Zurfluh: Alice Brüngger
Kalberer: Ueli Beck
Frau Glauser: Isabel Schaerer
Erzähler: Peter Schneider
MusikerFiguralchor (Chor) Yosemeh Adjei (Countertenor) Axel Wolf (Gitarre) WDR-Rundfunkorchester Köln unter der Leitung von Helmuth Froschauer
Erstsendung: 23.11.2004
Datenquelle(n): dra
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(Statistiken zu Auszeichnungen)
Scriptversion 9.4.0 vom 07.06.2018
1550581498
  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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