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Hörspieldatenbank

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Titel: Aber sicher!
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1971
produziert von: BR
Laufzeit: 20 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Inhalt: (Eine Fortsetzung)

Das Verhältnis ihrer Texte zur Wirklichkeit sei ein kontinuierliches aber undurchschaubares, äußerte Elfriede Jelinek in einem Interview. Die Wirklichkeit sei ein Tier, das immer neben dem Geschriebenen her laufe, es beißen oder sich von ihm streicheln lassen könne. Was davon eintritt, ist nicht planbar. Mit Die Kontrakte des Kaufmanns von 2009 lässt sich die Autorin besonders intensiv auf dieses Verhältnis ein, indem sie das Stück zur Wirtschaftskrise fortschreibt. Noch 2009 entsteht Schlechte Nachrede: Und jetzt? als Epilog zu Die Kontrakte des Kaufmanns. Das dreiaktige Stück Aber sicher! aus dem gleichen Jahr ist eine Fortsetzung. Schließlich bezeichnet Jelinek 2014 den bislang nicht aufgeführten Text Warnung an Griechenland vor der Freiheitals Zusatz zu Die Kontrakte des Kaufmanns. In all diesen Texten zur ökonomischen Krise, die Jelinek im Hörspielprojekt unter dem Titel Wirtschaftskomödiezusammenfasst, manifestiert sich ihr system- und sprachkritisches Anschreiben gegen den Kapitalismus. Die Stücke enthüllen die Krise einer Gesellschaft, die sich in ein System von Gier, Geld und Schuld verstrickt hat und dies nicht sehen will. Ausgangspunkt von Die Kontrakte des Kaufmanns bilden die Skandale um die österreichische Meinl Bank und die österreichische Gewerkschaftsbank BAWAG. 2007 verlieren Kleinanleger durch fragwürdige Finanzgeschäfte dieser Banken einen großen Teil ihres Vermögens. So konkret diese Vorgänge in Jelineks Stück hinein spielen, wie etwa auch der Fall eines österreichischen Familienvaters, der wegen seiner massiven Verschuldung fünf Familienmitglieder erschlug, so chiffriert und überformt werden sie zugleich im literarischen und sprachlichen Verfahren der Autorin. Wirtschaftskomödie entlarvt die Mechanismen der Gier, der Gewinnorientierung und der Verblendung, in die sich Kleinanleger genauso verstricken wie Banker. Es verdeutlicht den virtuelle Charakter des Marktes, in dem Wertschöpfung und der Ursprung von Reichtum oder Produktivität von Arbeit relativ werden und das Sprechen darüber hohl. Zudem vermittelt sich die quasireligiöse Aufladung ökonomischer Zusammenhänge, die nicht mehr hinterfragt, geschweige denn durchdrungen werden. Dabei erweisen sich die für Jelineks Schreiben typischen Sprachspiele als wiederholende Praxis dessen, was in der Wirtschaft passiert, nämlich als Schöpfungsakte aus dem Nichts 
Sprecher:Christine Ostermayer (Erzählerin)
Herbert Bötticher (Vater)
Regine Hackethal (Wumme)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 10.05.2015
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 2 von insgesamt 51
Titel: Am Königsweg (Langfassung)
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1993
produziert von: SDR
Laufzeit: 52 Minuten
Regie: Karl Bruckmaier
Inhalt: Am Abend, an dem Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, begann Elfriede Jelinek, ihr Stück Am Königsweg zu schreiben. Vor Trumps Amtseinführung hatte die Autorin eine erste Fassung des Textes abgeschlossen. Der Bayerische Rundfunk präsentiert seine Hörspielproduktion Am Königsweg als deutsche Erstinszenierung in zwei Varianten: Eine Fassung in drei Teilen, die in der Gesamtlänge von vier Stunden den ungekürzten Text ausbreitet, und eine eigenständige, das gesamte Material komprimierende Miniaturfassung, die ebenfalls in drei Teile gegliedert, in 53 Minuten eine Königsweg-Abkürzung anbietet. Schon die Konstellation hier Elfriede Jelinek, dort Donald Trump verspricht einen Schaukampf: Auf der einen Seite die Literaturnobelpreisträgerin und Dramatikerin, die in ihren Werken ebenso sprachmusikalisch wie -analytisch die Inszenierungen politischer Macht und Verbrechen seziert und offenlegt, auf der anderen Seite ein skrupellos agierender Milliardär, Bauunternehmer und Skandalproduzent, der in einer jähen Wendung jene politische Rolle übernimmt, die ihn zum mächtigsten Mann der Welt werden lässt.

Karl Bruckmaier zur Inszenierung: "'Wollen Sie das neueste Orakel hören? Nein, wollen Sie nicht.' So fragt das Orakel und beantwortet die Frage sofort im voreingestellten Gekränktheitsmodus. Dabei wäre es des Orakels vornehmste Aufgabe, Fragen zu beantworten und nicht zu stellen. Aber in Zeiten, in denen jedes Medium seltsam einhellige Antworten ausspuckt, was den König und seinen Weg betrifft ('So einen entsetzlichen Typen hätten wir nie haben wollen, haben Sie sein Gesicht gesehen, sein Haar?'), dürfen wir froh sein, in Elfriede Jelinek eine ebenso gekränkte wie wohlfrisierte Pythia zu kennen, die im Halbdunkel der aufsteigenden Wortdünste erst einmal allen Anwesenden mit dem Blindenstock die Augen aussticht, bevor sie hellsichtig um sich schlägt und dafür sorgt, dass niemand ohne blaue Flecken den Heimweg nach Theben antreten muss: 'Ans Messer trau ich mich noch nicht, das hat schon ganz andre geblendet als mich, bin eher eine Blenderin.' Am besten wird es sein, wir schnitzen uns ein paar Puppen, die an unserer Stelle die Prügel einstecken: Kermit können wir gerade noch erkennen, Homer Simpson, Miss Piggy, Butt-Head ohne Beavis, einen zähen Österreicher und zwei Sehende ohne Augenlicht, die in einer Löwinger-Bühnen-Aufführung der Elektra mitwirken möchten. Und Elfriede samt Jelinek als doppeltes Lottchen. Abgeschmeckt wird mit etwas Gelaber vom allfälligen Stimmvieh, fertig ist das Königsmahl à la Grand Guignol. Ein Kasperltheater also, spezialisiert auf blutrünstige Horrorstoffe. Natürlich ohne auch nur einen natürlichen Inhaltsstoff. Komplett naturidentisch. Selbstevident. Politisch. Das Drama in drei Teilen wird musikalisch je neu eingekleidet: Den Auftakt besorgen Den Sorte Skole mit Loops und Lösungen, die man sich beim Urvater der amerikanischen Militärmusik John Philip Sousa geborgt hat; im zweiten Aufzug tragen wir das Blau des amerikanischen Südens, von Elliott Sharp in kaum kenntliche Längen gezogen, bevor es zu einem Blues von Robert Johnson zusammenschnalzt. Den Abschluss im dritten Akt steuert der Chor des Bayerischen Rundfunks bei mit dem Königsversteher-Machwerk The Occasional Oratorio von Georg Friedrich Händel, in Bezug gesetzt zu Trumps Inaugurationsfeierlichkeiten. Aus diesem Triptychon der nahenden Apokalypse wird noch ein Vorspiel im Himmel destilliert: 'Bitte!, ich muss doch auch ein bisserl Spaß haben beim Schreiben, das verstehen Sie sicher, ich bediene ja keine Kreissäge, die unermessliches Leid erzeugen kann' - den Worten der Autorin wagt wirklich niemand zu widersprechen."
Sprecher:
offen
Wolfram Weniger (Ossip Kálin)
Antje Hagen (Viola Morelli)
Manfred G. Herrmann (Dr. Parkins)
Bodo Primus (Aarborg)
Marion Bordat (Vera Bronner)
Angela Hobrig (Lissi Rot)
MusikerDen Sorte Skole Elliot Sharp Chor des Bayerischen Rundfunks
ergänzender Hinweis: Dies ist die ungekürzte, dreiteilige Langfassung mit einer Gesamtlaufzeit von 4 Stunden.
Außerdem gibt es eine gekürzte "Am Königsweg (Miniaturfassung)" mit einer Laufzeit von 53 Minuten.
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 08.07.2017
Datenquelle(n): dra
dra
dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 3 von insgesamt 51
Titel: Am Königsweg (Miniaturfassung)
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1961
Regie: Karl Bruckmaier
Inhalt: Am Abend, an dem Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, begann Elfriede Jelinek, ihr Stück Am Königsweg zu schreiben. Vor Trumps Amtseinführung hatte die Autorin eine erste Fassung des Textes abgeschlossen. Der Bayerische Rundfunk präsentiert seine Hörspielproduktion Am Königsweg als deutsche Erstinszenierung in zwei Varianten: Eine Fassung in drei Teilen, die in der Gesamtlänge von vier Stunden den ungekürzten Text ausbreitet, und eine eigenständige, das gesamte Material komprimierende Miniaturfassung, die ebenfalls in drei Teile gegliedert, in 53 Minuten eine Königsweg-Abkürzung anbietet. Schon die Konstellation hier Elfriede Jelinek, dort Donald Trump verspricht einen Schaukampf: Auf der einen Seite die Literaturnobelpreisträgerin und Dramatikerin, die in ihren Werken ebenso sprachmusikalisch wie -analytisch die Inszenierungen politischer Macht und Verbrechen seziert und offenlegt, auf der anderen Seite ein skrupellos agierender Milliardär, Bauunternehmer und Skandalproduzent, der in einer jähen Wendung jene politische Rolle übernimmt, die ihn zum mächtigsten Mann der Welt werden lässt.

Karl Bruckmaier zur Inszenierung: "'Wollen Sie das neueste Orakel hören? Nein, wollen Sie nicht.' So fragt das Orakel und beantwortet die Frage sofort im voreingestellten Gekränktheitsmodus. Dabei wäre es des Orakels vornehmste Aufgabe, Fragen zu beantworten und nicht zu stellen. Aber in Zeiten, in denen jedes Medium seltsam einhellige Antworten ausspuckt, was den König und seinen Weg betrifft ('So einen entsetzlichen Typen hätten wir nie haben wollen, haben Sie sein Gesicht gesehen, sein Haar?'), dürfen wir froh sein, in Elfriede Jelinek eine ebenso gekränkte wie wohlfrisierte Pythia zu kennen, die im Halbdunkel der aufsteigenden Wortdünste erst einmal allen Anwesenden mit dem Blindenstock die Augen aussticht, bevor sie hellsichtig um sich schlägt und dafür sorgt, dass niemand ohne blaue Flecken den Heimweg nach Theben antreten muss: 'Ans Messer trau ich mich noch nicht, das hat schon ganz andre geblendet als mich, bin eher eine Blenderin.' Am besten wird es sein, wir schnitzen uns ein paar Puppen, die an unserer Stelle die Prügel einstecken: Kermit können wir gerade noch erkennen, Homer Simpson, Miss Piggy, Butt-Head ohne Beavis, einen zähen Österreicher und zwei Sehende ohne Augenlicht, die in einer Löwinger-Bühnen-Aufführung der Elektra mitwirken möchten. Und Elfriede samt Jelinek als doppeltes Lottchen. Abgeschmeckt wird mit etwas Gelaber vom allfälligen Stimmvieh, fertig ist das Königsmahl à la Grand Guignol. Ein Kasperltheater also, spezialisiert auf blutrünstige Horrorstoffe. Natürlich ohne auch nur einen natürlichen Inhaltsstoff. Komplett naturidentisch. Selbstevident. Politisch. Das Drama in drei Teilen wird musikalisch je neu eingekleidet: Den Auftakt besorgen Den Sorte Skole mit Loops und Lösungen, die man sich beim Urvater der amerikanischen Militärmusik John Philip Sousa geborgt hat; im zweiten Aufzug tragen wir das Blau des amerikanischen Südens, von Elliott Sharp in kaum kenntliche Längen gezogen, bevor es zu einem Blues von Robert Johnson zusammenschnalzt. Den Abschluss im dritten Akt steuert der Chor des Bayerischen Rundfunks bei mit dem Königsversteher-Machwerk The Occasional Oratorio von Georg Friedrich Händel, in Bezug gesetzt zu Trumps Inaugurationsfeierlichkeiten. Aus diesem Triptychon der nahenden Apokalypse wird noch ein Vorspiel im Himmel destilliert: 'Bitte!, ich muss doch auch ein bisserl Spaß haben beim Schreiben, das verstehen Sie sicher, ich bediene ja keine Kreissäge, die unermessliches Leid erzeugen kann' - den Worten der Autorin wagt wirklich niemand zu widersprechen."
MusikerDen Sorte Skole Elliot Sharp Chor des Bayerischen Rundfunks
ergänzender Hinweis: Dies ist die gekürzte "Miniaturfassung" mit einer Laufzeit von 53 Minuten. Sie ist in drei Teile gegliedert.
Außerdem gibt es eine ungekürzte, dreiteilige Am Königsweg (Langfassung) mit einer Gesamtlaufzeit von 4 Stunden.
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 02.07.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 4 von insgesamt 51
Titel: Bambiland
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2012
produziert von: SWR; HfG; ZKM
Regie: Karl Bruckmaier
Bearbeitung: Elfriede Jelinek
Inhalt: Der Schlaf der Vernunft gebiert Medienbilder. Und weil Wegschauen nicht mehr hilft, hat Elfriede Jelinek hingeschaut. Bambiland ist ein Amalgam der Berichte zum Irak-Krieg, zwischen War-tainment und Fernsehfront. Aus dem vollständigen Theatertext 'Bambiland' und Splittern ihrer 'Babel'-Monologe 'Irm sagt', 'Margit sagt' und 'Peter sagt' setzt sich das dreiteilige Hörspielprojekt zusammen. Jelinek verfolgt darin die Karriere eines Krieges - von den Wurzeln über seine Bebilderung, hinter der er verschwindet, bis zu den Nachwehen im abgestumpften Bewusstsein. Als Embedded Writer in eigenem Auftrag reportiert sie die Verflechtungen von Medium und Mythologie, Porno- und Kriegsindustrie, Gewalt und Kultur.

"Sie kämpfen. Schlimmes sag ich da, was ferner Söhne Eltern Sorgen macht. Macht ja nichts. Woanders treibt die Armut zum Äußersten, hier haben sie wenigstens eine Aufgabe und sind weg von der Straße, haben sich vom Acker gemacht, wo sie gebraucht worden wären, sind da auf einer andren Straße, aber da sind schon wir. Da sind auch wir und senden die Bilder, wir kleben uns dran, wir sind die Marken unserer Bilder, deren Zweck nur der, abgeschickt zu werden ins Heim. Heim. Wir sind das Äußerste."

(Elfriede Jelinek, 'Bambiland')

"Elfriede Jelinek hat aufgeschrieben, was der "slime oozing out of my TV set" anrichtet, hat geordnet nach Regeln der Sprachspielkunst, hat Aischylos bemüht und CNN, hat das Stück 'Bambiland' genannt, weil das Bambi so lieb ist, dass alle hinschauen, wenn es so dasteht und "Blutwurst" sagt. Die Inszenierung wird sich in den Dienst des Textes stellen, an seiner Hörbarmachung und Anhörbarkeit arbeiten und sich dafür zweier etwas aus der Mode gekommener Formen bedienen: des Liedes und des Kabaretts. Denn nur was am Boden liegt, hält der Gegner für so wertlos, dass er es uns noch lässt. Wenn auch widerwillig." (Karl Bruckmaier)

"Elfriede Jelinek schreibt, fast zeitgleich und noch während die Ereignisse im Fluss sind - gemeint sind der Terroranschlag vom 11. September 2001, der Krieg im Irak und die Folterereignisse im Gefängnis von Abu Ghraib - ihr "work in progress" Bambiland und drei Monologe, zusammengefasst unter dem Titel Babel, ein zugleich archaisches und utopisch-moralisches Eingedenken der Toten der Kriege (aller Kriege, über Troja und die Perserkriege bis zum Irakkrieg) und ein Eingedenken aller gemordeten und noch lebenden Terror-, Folter- und Rassismus-Opfer (vom Holocaust über den 11. September bis zu Guantanamo und Abu Ghraib)." (Bärbel Lücke)

"Durch Bambiland verläuft die "Achse der Willigen", das haben uns Sondersendungen und Nachrichtenshows gelehrt. "Bambiland" ist Hollywood. Genau hier, wo es weh tut, feiert Elfriede Jelinek den großartigen, weil vernichtenden Irakkrieg-Sieg von ... Von wem eigentlich? Sie zitiert Die Perser von Aischylos, dem Urmodell des Embedded Journalist, und dreht die Achse um: Bambiland, das ist jetzt der Kriegsbericht nicht aus Sicht der Sieger (Welcher Sieger?), nicht aus Sicht der Verlierer (Welcher Verlierer?), sondern aus der Kameraperspektive der "mitkriegenden" Beobachter und der Beobachter der Beobachter - uns." (Christoph Schlingensief)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 18.11.2005
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 5 von insgesamt 51
Titel: Bukolit
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1996
produziert von: SDR
Laufzeit: 29 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Inhalt: Elfriede Jelinek erzählt - noch in der Tradition der Wiener Gruppe - die erotische Geschichte von bukolit und bukolita. "Bukolit" ist Jelineks erster Roman, der, obwohl bereits 1968 geschrieben, erst 1979 veröffentlicht wird, nachdem "wir sind lockvögel baby!" (1970), "Michael. Ein Jugendbuch für die Infantilgesellschaft" (1972) und "Die Liebhaberinnen" (1975) bereits beim Rowohlt-Verlag erschienen sind. Überwiegend in Kleinschreibung verfasst, das Schriftbild und die Zeichensetzung spielerisch in den Fokus rückend, hat ihr erster großer Text auch inhaltlich einiges vor: Die Oberfläche zum Ort und Ziel ihrer Auseinandersetzung zu machen. Dafür setzt sie die Sprache der Pop-Art, der Kulturindustrie und der Medien ihrer Zeit ein, des Fernsehens, der Zeitungen, Heftromane, Werbung und Comics, aber auch der Sagenwelt, um deren Obszönität offenzulegen und sexuelle Ambivalenz freizusetzen. Hansjörg Graf konstatiert am 9. Oktober 1979 in der Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Was in Elfriede Jelineks Hörroman bukolit, diesem Verwirrspiel eines Romans, passiert, ereignet sich fast ausschließlich unter der Gürtellinie." Dabei changiert der Romanheld bukolit zwischen den Erscheinungsformen einer Monster-Sexmaschine, Tristans oder seines Thriller-Kollegen Tom Cilmore und ist dabei immer eine literarische Multi-Media Show zwischen Roy Black, Patrice Lumumba und den Beatles. "vierzig jahre nach der entstehung des hörromans haben wir den text auf seine akustische realität überprüft und sind überreich fündig geworden. ein wildes spiel um sexualität und gewalt, liebe und zärtlichkeit hat da die autorin angezettelt, ein pandämonium der körperbegehrlichen monstrositäten entfesselt. bukolit und bukolita reiben knisternd ihre häute aneinander und ein feuerwerk von momentbeschreibungen und bildeindrücken prasselt auf uns ein. pubertär? unbedingt! dabei aber leicht, komisch, frei, obszön, naiv, hässlich, gewaltig." (Leonhard Koppelmann)
Sprecher:Felix von Manteuffel (Klaus)
Christiane Bachschmidt (Christine)
Hanns Zischler (Fremder)
Augustin Kramann (Freier)
Klaus Weiss (Professor)
Susana Fernandes-Genebra (Führerin/Stimme)
Carmen Priego (Bedienung)
Hannelore Bähr (Schwester)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 20.03.2009
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 6 von insgesamt 51
Titel: Burgteatta
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1966
Regie: Hans Gerd Krogmann
Bearbeitung: Hans Gerd Krogmann
Inhalt: "BURGTHEATER! BURGTHEATER! - Beifall- Erster Akt, 1941! - - SIEG-HEIL-RUFE und GROSSER BEIFALL". Eine berühmte Theaterfamilie, Burgschauspieler natürlich - die Familie Hörbiger-Wessely diente als Vorbild -, sitzt mit Kind und Kegel am Mittagstisch: das Ehepaar Istvan und Käthe, Onkel Schorsch, die Kinder Mitzi und Mausi - das Dienstmadl Resi darf bedienen. Lautstark wird debattiert, wie man sich die Gunst der neuen Machthaber und damit all die schönen Rollen sichern kann. Vielleicht mit einem Film über deutsche Siedler in Polen? Als der Alpenkönig erscheint, um für den Widerstand zu sammeln, bekommt er zwar eine Spende, wird aber von Istvan und Schorsch in Stücke gerissen. Eine "Posse" hat Elfriede Jelinek ihr Stück genannt, monströse Popanze sind ihre Figuren. Alles schreit, prügelt, tobt durcheinander. Offene Brutalität und hohle Phrasen über die hehre Schauspielkunst halten sich das Gleichgewicht. - Im zweiten Akt, der 1945, kurz vor dem Einmarsch der Roten Armee in Wien, spielt, taucht ein Zwerg als Retter der Familie auf: Das Dienstmädchen hat ihn jahrelang heimlich vor der braunen "Euthanasie" versteckt. Jetzt wird er kurzerhand zum lebenden Persilschein ernannt und dient als Beweis für die antifaschistische Gesinnung der Burgtheaterschauspieler. Und zum Ausgleich muß Tochter Mitzi als Betthupferl herhalten. "Burgtheater", das 1985 in Bonn uraufgeführt wurde, ist ein Stück über Opportunismus im Dienst von Beifall und Rampe. Der historische Einzelfall dient als Symbol für den Sündenfall einer ganzen Nation, die die Parole vom "Heim-ins-Reich" mühelos gegen die Rolle des vergewaltigten Opfers tauschte.
MusikerHerbert Joos (Trompete) Lukas Lindholm (Kontrabass) Wolfgang Schlütter (Schlagzeug) Michael Naura (Klavier)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 26.04.1991
Datenquelle(n): dra
ORF
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 7 von insgesamt 51
Titel: Das Licht im Kasten
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1962
produziert von: SWF
Laufzeit: 103 Minuten
Regie: Karl Bruckmaier
Inhalt: Von barocker Vanitas bis zum Cover der Vogue, von Platons Höhlengleichnis bis zum Bild Gisele Bündchens im H&M Bikini in den Leuchtkästen der U-Bahn, von Armsein bis Armani: In ihrem jüngsten Text beschäftigt sich Elfriede Jelinek mit dem Phänomen Mode. Die stumme Schrift der Kleidung, die den Mensch umschreibt, „als wagte sie sich nicht an seinen lavaheißen Kern“, verwandelt Jelinek in einen furiosen Rausch des Sprechens, der nahtlos von teurer Haute Couture zu billiger Massenware wechselt, für die Arbeiter und Arbeiterinnen in Sweatshops einen grauenhaften Preis bezahlen. Sie kombiniert Orgien mit Opfern, Outlet-Stores mit Online-Shopping, Entwürfe von Weiblichkeit mit Männerphantasien, sie zeigt die Schnittstellen von Ökologie und Ökonomie, verknüpft antike Mythen, Kants Kritik der reinen Vernunft und Heideggers Begriff von Sein und Zeit mit modernem Körperkult, Selfie-Manie und der Sehnsucht nach dem perfekten Leben, dessen Uhr jedoch beständig tickt. Ewig kehrt das Gleiche wieder, nur seine Form verändert sich, und im scheinbar Trivialen stellt Das Licht im Kasten die grundlegende Frage nach dem Wesen unserer nackten Existenz. „Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Angesicht. Meint man. Aber das Mensch will mehr: Jacke, Bluse, Rock und Hose. Und einen Mantel für die Ewigkeit. Um aus Punkt, Punkt, Komma, Strich jenen Mehrwert heraus zu kitzeln, den eine hübsche Verpackung verspricht, braucht es die Mode. Das ewig Gleiche im saisonalen Halbjahrestakt. So wird aus diesem Einteiler von Elfriede Jelinek das Outfit für eine Art Schreittanz um das Goldene Kalb, das uns in Form hintergrundbeleuchteter Werbeflächen in der Dämmerung entgegenleuchtet. Hier wir, dort das Model. Hier ‚zu kurze Beine und ein zu dicker Arsch‘, dort die vermeintliche Perfektion des Körpers schlechthin. Da lässt sich trefflich herumheideggern und hinderdreinkanten, ob wir aus dem Anschein etwas Sein für unser Dasein extrahieren können, ohne auf die Illusion von etwas Seiendem hereinzufallen, das allerhöchstens ein Näherungswert sein kann. Doch den Blick auf diese existentiellen Paradoxa des Modischen verdecken ohnehin jene Staubwolken, die aufschwellen, wenn in Bangladesch, in Laos, in China die hastig hingeschluderten Fabriken zusammenstürzen und Dutzende Arbeiterinnen unter sich begraben.

Mit vielfältigsten Sprechkunststücken wagt sich ChrisTine Urspruch zusammen mit der Regie auf das Parkett dieser Marathon-Sprachtanzveranstaltung unterm Schein des Sprachgeglitzers aus dem Kasten, das zuweilen an die gute alte Disco-Kugel erinnert. Den Sound dazu liefert Stephanie Müller mit Unterstützung von Klaus Dietl und Ruslan Boyarin.“
(Karl Bruckmaier)
Sprecher:Roma Bahn (Mutter)
Hellmut Lange (Joséph)
Luitgard Im (Suzanne)
Balduin Baas (Monsieur Jo)
Gisela Höter (Carmen)
Rolf Boysen (Agosti)
Hannes Tannert (Burner)
Georg Braun (Caporal)
Anette Roland (Frau des Caporals)
Horst-Werner Loos (Bart)
Maja Scholz (Nicole)
Friedrich von Bülow (Beamter)
Stephanie Wiesand (Lehrerin)
Til Erwig (Schüler)
MusikerStephanie Müller Ruslan Boyarin Klaus Dietl
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 01.09.2017
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 8 von insgesamt 51
Titel: Das schweigende Mädchen
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1982
produziert von: ORF-K
Laufzeit: 59 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Inhalt: Im Anfang war das Wort. Zumindest im Anfang der christlichen Heilsgeschichte wie sie vom Evangelisten Johannes überliefert ist. Das Gegenteil davon, nämlich das Schweigen, steht bei Elfriede Jelinek im Anfang einer pervertierten Heilsgeschichte. Was nicht heißt, dass die Autorin nicht doch beim Wort, bei der Sprache und vielfach Geschriebenem ankommen würde. Seit dem 6. Mai 2013 läuft in München der sogenannte NSU-Prozess, einer der wichtigsten Gerichtsprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte. Dabei geht es um zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde und zwei Sprengstoffanschläge, die der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ zugeschrieben werden. Mehr als zwölf Jahre konnte die Gruppe demnach diese Verbrechen relativ unbehelligt von zuständigen Ermittlern und Behörden ausführen. Vor dem Oberlandesgericht in München steht die mutmaßlich letzte Überlebende dieser Gruppe, Beate Zschäpe, und schweigt. Diejenige, die demzufolge detailliert über die Verbrechen der Gruppe sprechen könnte, verweigert sich, bleibt stumm. Gegen dieses Schweigen setzt Jelinek das Sprechen. Stimmen der Anklage, der Befragung und Abwägung genauso wie Stimmen der Verdrängung, der Beschönigung und Überhöhung. Auf der Grundlage von Prozessprotokollen, Ermittlungsakten, Medienberichten, mythologischen und religiösen Motiven entfaltet Jelinek ein Jüngstes Gericht, in dem sich Perspektiven überlagern, die Geschichte der Zwickauer Zelle zur Erzählung über zwei tote Erlöser und die sie gebärende schweigende Jungfrau und zur Antithese der biblischen Heilsgeschichte wird. Ein Tribunal gegen das Schweigen, das Nicht-Wissen, das Wegschauen, das sich zugleich selbst entlarvt als verstrickt in dieses Nicht-Wissen und Wegschauen. Zu Wort kommen ein vielstimmiges Volk, verkündende Engel, unwissende Propheten, ein fragender Richter, der Menschensohn, die Jungfrau Maria und Gott höchst selbst. Dazwischen auch die Stimme der Autorin, die anklagt, spricht und schreibt, aber „die Wahrheit schon gar nicht“. Allesamt treten sie vor, um eine Geschichte zu befragen, in der sich Nicht-Wissen und Wissen-Wollen unheilvoll verschränken und deren Wurzeln weit ins Unbewusste der deutschen Seele hineinreichen.

„Wenn ihr dran bleibt an meinem Wort, dann müsst ihr womöglich noch meine Jünger werden, nein, das seid ihr noch nie, diese Gefahr besteht nicht, eine andre Gefahr besteht, dass ihr nämlich die Wahrheit erkennen werdet und die Wahrheit euch freimachen wird, wie die Jungfrau die Briefe mit Marken freigemacht hat. So frei! Freier geht’s nicht. Aber von mir könnt ihr sowas nicht erwarten. Ich schreibe keine Briefe mehr und die Wahrheit schon gar nicht.“ (Elfriede Jelinek)
Sprecher:Klausjürgen Wussow
Jón Laxdal
Hanns Eybl
Josef Hanak
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 11.09.2015
Datenquelle(n): dra
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 9 von insgesamt 51
Titel: Der Privatroman Neid
Autor: Elfriede Jelinek
Herbert Kapfer
produziert in: 1966
Genre: Hörspieltheorie
Inhalt: Eine E-mail-Korrespondenz, die nach Abschluss von den beiden Beteiligten in getrennten Studios aufgezeichnet wurde: Warum schlug Elfriede Jelinek eine Hörspielfassung von Neid vor und nicht von dem Roman Die Kinder der Toten, der als ihr Hauptwerk gilt? Hat die Entscheidung, Neid nur im Internet und nicht als Buch zu veröffentlichen mit den öffentlichen Reaktionen auf die Auszeichnung mit dem Literatur-Nobelpreis zu tun? Als die ersten Kapitel online waren, war der Roman noch nicht abgeschlossen, war es ein Schreibexperiment mit offenem Ausgang? Über weite Erzählstrecken wirkt Neid wie in gesprochener Sprache formuliert, tatsächlich ist alles akribisch konstruiert, es hat ja wohl doch mehrere Fassungen gebraucht, um diesen zerstreuten, pseudo-pathologischen Eindruck zu erzeugen - wie lange hat Jelinek an Neid geschrieben, wie viele Fassungen gibt es? Neid vermittelt den Eindruck eines Höchstmaßes an narrativer Freiheit und Willkür. Dieser Text darf, wie er immer wieder zu erläutern nicht müde wird, ja eigentlich alles. Oder ist hier der Fragensteller einem Täuschungsmanöver der Autorin erlegen? Übt die Autorin bzw. die Erzählerin mit ihrer Willkür Macht aus? Der Begriff Privatroman suggeriert, der Text gehe niemanden etwas an, selber schuld, wer ihn liest oder darin rumschnüffelt. Der Leser/Hörer als Voyeur? Lust, Gier und Neid - das sind die Romane der Todsünden. Gibt es eine Fortsetzung der Todsünden-Serie?
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
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Daten zu Herbert Kapfer:Vita: Herbert Kapfer, seit 1996 Leiter der Abteilung Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk; seit 2000 Herausgeber der CD-Reihe intermedium records; seit 2012 Redaktion und Koordination der dokumentarischen Höredition "Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945" (Bayerischer Rundfunk, Institut für Zeitgeschichte); Buchveröffentlichungen zu Dada, Exil, Mediengeschichte; Civis Preis 1990 für das Hörspiel "eurohymne"; Deutscher Hörbuchpreis 2005 für "Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix" (Belleville Verlag/Der Hörverlag 2004, mit Katarina Agathos); Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste; lebt in München.
Hompepage o.ä.: http://www.randomhouse.de/Autor/Herbert_Kapfer/p437616.rhd
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 10 von insgesamt 51
Titel: Der Überfluß ist ein Genuß
Jelka - eine Familienserie
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1977
produziert von: SDR
Laufzeit: 67 Minuten
Regie: Peter Michel Ladiges
Sprecher:Werner Eichhorn (Walter)
Heinz Meier (Rudi)
Rudolf Voß (Otto)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
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Erstsendung: 27.02.1977
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 11 von insgesamt 51
Titel: Die Ausgesperrten
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1979
produziert von: WDR
Laufzeit: 49 Minuten
Regie: Hartmut Kirste
Inhalt: "Die Ausgesperrten" greift einen Kriminalfall auf, der sich im Wien der fünfziger Jahre ereignete. Jugendliche aus unterschiedlichen sozialen Schichten finden sich zu einer am Anfang fast noch spielerisch die Grenzen zur Kriminalität streifenden Clique zusammen. Die immer härter werdenden Macht- und Führungskämpfe innerhalb der Gruppe führen zu gänzlich neuen moralischen Wertmaßstäben. Lebensekel, halbverdaute Existenzphilosophie und der Wunsch nach der großen Befreiung durch die kriminelle Aktion bilden in den Köpfen dieser Jugendlichen eine explosive Mischung //
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 04.10.1979
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 12 von insgesamt 51
Titel: Die Ausgesperrten
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2005
produziert von: WDR
Laufzeit: 53 Minuten
Genre: Krimi
Regie: Otto Düben
Komponist: Dirk Leyers
Inhalt: Das Hörspiel "Die Ausgesperrten" greift einen Kriminalfall auf, der sich im Wien der fünfziger Jahre ereignete. Jugendliche aus unterschiedlichsten sozialen Schichten finden sich zu einer am Anfang fast noch spielerisch die Grenzen zur Kriminalität streifenden Clique zusammen. Die immer härter werdenden Macht- und Führungskämpfe innerhalb der Gruppe führen zu gänzlich neuen moralischen Wertmaßstäben. Lebensekel, halbverdaute Existenzphilosophie und der Wunsch nach der großen Befreiung durch die kriminelle Aktion bilden in den Köpfen dieser Jugendlichen eine explosive Mischung.
Sprecher:Ulrike Bliefert (Carola Nusser)
Peter Davor (Möller)
Peter Rühring (Konrad Nusser)
Nadja Engel (Angel)
Peter Groeger (Doktor)
Anna Magdalena Fitzi (Nachbarin)
Dietmar Wunder (Valentino)
Anina Michalski (Witwe/Frau)
Franziska Petri (Managerin)
Gunda Aurich (Kollegin)
Gisela Claudius (Frauenstimme)
Wanda Kosmalow
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
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Erstsendung: 04.03.1990
Datenquelle(n): dra
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Treffer 13 von insgesamt 51
Titel: Die Bienenkönige
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2012
produziert von: RBB
Laufzeit: 56 Minuten
Genre: Science Fiction
Regie: Hartmut Kirste
Komponist: Mariahilff
Inhalt: Nach einer nuklearen Katastrophe beherrschen die "Bienenkönige" die Erde. Die wenigen verbliebenen Frauen sind entweder unfruchtbar oder können nur Söhne gebären. Die Unfruchtbaren müssen als "Geschlechtswesen" den Männern nach einem genauen Stundenplan zu Diensten sein. Die gebärfähigen Frauen werden zu Versuchskaninchen der Wissenschaftler, die den kostbaren Frauenbestand unbedingt erhalten wollen. Schließlich gelingt den Wissenschaftlern die Entwicklung eines Serums, das den Frauen die Unsterblichkeit garantiert. Deren Nachkommen müssen allerdings sterbliche Sklaven bleiben. Als erstmals ein Mädchen geboren werden kann, ändern sich die Machtverhältnisse.
Sprecher:Mechthild Großmann (MARGUERITE DURAS)
Jeanne Moreau (MARGUERITE DURAS)
Alexander Fehling (YANN ANDREA STEINER)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 27.03.1976
Datenquelle(n): YaGru
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 14 von insgesamt 51
Titel: Die Blume der Liebe wächst nie im Getriebe
Jelka - eine Familienserie
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1977
produziert von: SDR
Laufzeit: 19 Minuten
Regie: Peter Michel Ladiges
Komponist: Peter Zwetkoff
Sprecher:Klaus Herm
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 13.03.1977
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 15 von insgesamt 51
Titel: Die Jubilarin
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1979
produziert von: SDR; HR; RB
Laufzeit: 65 Minuten
Regie: Alexander Malachovsky
Komponist: Peter Zwetkoff
Inhalt: Daß Demut und Genügsamkeit zur Ausbeutung geradezu einladen, zeigt die Josefa in aller Unschuld einem bornierten Rundfunkreporter an ihrem 85. Geburtstag.
Sprecher:Marianne Nentwich (Nora Helmer)
Gert Haucke (Der Personalchef)
Barbara Freier (Arbeiterin)
Hannelore Hoger (Arbeiterin)
Regine Vergeen (Arbeiterin)
Rainer Basedow (Der Vorarbeiter)
Martin Benrath (Konsul Weygang)
Dieter Borsche (Der Minister)
Grete Wurm (Annemarie)
Hermann Lause (Torvald Helmer)
Barbara Nüsse (Frau Linde)
Herbert Bötticher (Krogstadt)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 11.09.1978
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 16 von insgesamt 51
Titel: Die Klavierspielerin
Autor: Elfriede Jelinek
Patricia Jünger
produziert in: 1992
produziert von: NDR
Laufzeit: 86 Minuten
Regie: Patricia Jünger
Bearbeitung: Patricia Jünger
Komponist: Mauricio Kagel
Inhalt: Ein Melodram

"Erika Kohut, Mitte dreißig, Klavierspielerin, versagt: in ihrer Karriere als Pianistin, zu der sie von der Mutter gedrillt wird und als Frau. Isoliert vom Leben anderer, unfähig, sich auf ihr eigenes Leben einzulassen, wird sie zur Voyeurin. Nur im Leiden und in der Bestrafung kann sie noch Lust empfinden. Mit der ihr eigenen aggressiven, denunziatorischen Sprache schildert Elfriede Jelinek eine "geradezu tödliche Mutter-Tochter-Beziehung" (Ria Endres), die Entstehung von weiblichem Masochismus in der Abwesenheit von Vätern. Meine Bearbeitung des Textes konzentriert sich auf die Selbstzerstörungsakte, den zwanghaften Wiederholungscharakter verselbständigter Handlungs- und Verhaltensweisen, die Empfindungslosigkeit in der aussichtslosen Mutter-Tochter-Symbiose. Die Gefahr, daß die Kälte der Jelinekschen Sprache kompositorisch kaum einzuholen ist, liegt auf der Hand. Ziel meines Melodrams ist es, das Zeremonielle des Romans kompositorisch beim Wort zu nehmen und in die konsequente Weiterführung zu treiben: in das Ritual. Durch die musikalische Form des Rituals wird die Geschichte der Erika Kohut in einen kollektiven Raum transportiert und damit entpersönlicht". (Patricia Jünger)
Sprecher:Thaddeus Watson (Flöte)
Joseph Sander (Oboe)
Manos Tsangaris (Schlagzeug)
Jürgen Ruck (Gitarre)
Karin Schmeer (Harfe)
Michael Stirling (Violoncello)
Axel Köhler (Countertenor)
Klaus Hirte (Bariton)
Mauricio Kagel (Dirigent)
MusikerEva Csapò (Coloratur-Sopran) Beatricé Mathez-Wüthrich (Alt) Sylwia Zytynska (Percussion) Wolfgang Heininger (Percussion)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
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Daten zu Patricia Jünger:geboren: 06.08.1951
Vita: Patricia Jünger (geb. 6. August 1951 ) ist ein schweizerisch-österreichische Multimedia-Künstlerin, Dirigentin, Klangregisseurin und Komponistin.

Diese Informationen zum Autor/der Autorin stammen ganz oder teilweise aus der Wikipedia und stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Erstsendung: 20.10.1988
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 17 von insgesamt 51
Titel: Die Schutzbefohlenen
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 2014
produziert von: SWR
Laufzeit: 44 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Inhalt: "Wir sind gekommen, doch wir sind gar nicht da", sagt der Chor in Elfriede Jelineks Die Schutzbefohlenen. Obwohl sie in jüngster Zeit überall präsent sind, die Bilder von Flüchtlingsmengen, die sich auf Booten drängen und die Festung Europa zu erobern suchen, oder von aufbegehrenden Asylbewerbern in deutschen Städten, die auf öffentlichen Plätzen in den Hungerstreik treten; Stimmen haben diese Menschen selten. Anders in Jelineks Text: Hier meldet sich ein Chor aus Flüchtlingen und Asylsuchenden in einer lautstarken Litanei zu Wort und wird doch ungehört bleiben von den Angerufenen. Geschrieben als Reaktion auf jüngste Asylproteste in Wien, wo eine Gruppe von Flüchtlingen die Votivkirche besetzte, und später durch Zusatztexte zur Flüchtlingssituation auf Lampedusa erweitert, überführt Elfriede Jelinek in Die Schutzbefohlenen das Tagespolitische ins uralte Menschheitsdrama von Flucht und Abweisung: Die nur puzzleartig aufscheinenden aktuellen Ereignisse verweben sich mit anderen Texten und Diskursen, unter anderem mit Die Schutzflehenden des Aischylos. Aus den Schutzflehenden in der ältesten bekannten griechischen Tragödie werden aber vor dem Hintergrund von aufgeklärter westlicher Welt und vermeintlich allgemein gültigen humanistischen Werten die Schutzbefohlenen: also diejenigen, denen man verpflichtet ist, Schutz zu geben. Und es wird die Verweigerung dieses Schutzes nicht weniger als zum Verrat am Menschenrechtsgedanken selbst. Es ist nicht zuletzt die Entlarvung solchen Verrats, um den es im Chor der Schutzbefohlenen geht, in den sich auch andere Perspektiven mengen. In die Stimmen der Schutzsuchenden nisten sich die der Gegner und die von Ausnahmeerscheinungen, denen aus politischer Gefälligkeit oder einfach nur wegen ihrer Prominenz Sonderbehandlung zuteil wird.
Sprecher:Walter Schultheiß (Theo Bregenzer)
Ulrike Barthruff (Constanze Bregenzer)
Jörg Adae (Sven Kögel)
Franz Xaver Ott (Martin Lamparter)
Andrea Hörnke-Trieß (Käthe Rombach)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 25.03.2014
Datenquelle(n): dra
ORF
YaGru
Audiopool-Angebot: (*)Bayerischer Rundfunk, München Hörspiel
Bayerischer Rundfunk, München Appendix
Bayerischer Rundfunk, München Coda
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 18 von insgesamt 51
Titel: Die Straße. Die Stadt. Der Überfall.
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1987
produziert von: WDR
Laufzeit: 79 Minuten
Regie: Leonhard Koppelmann
Komponist: Mauricio Kagel
Inhalt: Wer in München durch die Maximilianstraße flaniert, begegnet ausgestelltem Luxus, Selbstinszenierung und einer Welt der Mode, die sich selbst zu feiern weiß. Es herrscht das Diktat des schönen Scheins, das Schimmern der Fassaden, deren vorgebliche Einmaligkeit heute jedoch oft nur noch ein Abglanz vergangener Zeiten ist. Identitätsstiftende Originale wie der Modezar Rudolph Mooshammer sind verschwunden - auch wenn er in Jelineks Text als Untoter sein Unwesen treibt - und wurden abgelöst von global agierenden Labels, geleitet von Designern, die längst nicht mehr sie selbst sind. Ein Zersetzungsprozess hat begonnen, der auch den Einzelnen erfasst, und vielleicht ist ja sogar die Stadt, in der die Straße liegt, bloß eine Schimäre - obwohl sie nach eigener Auskunft leuchtet. Elfriede Jelinek flaniert in Die Straße. Die Stadt. Der Überfall. durch das Münchner Passagenwerk und verwebt Schilderungen der Modemeile, Anspielungen auf Geschichte und aktuelle Ereignisse der Stadt sowie zahlreiche mythologische Motive zu einem Text, in dessen stimmlicher und akustischer Vielschichtigkeit nicht zuletzt immer wieder die Stimme der Autorin aufzutauchen scheint.

"Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einen Menschen in einem Chanel- Kostüm gesehen, außer mich selbst, zur Hälfte, denn ich habe im Ausverkauf einmal eine Chanel-Jacke gekauft, das erste Hauptstück meiner Vermummung. Ich habe diese Jacke einmal zu einer Versammlung der Kommunistischen Partei getragen, doch diese Menschen lassen sich nicht einmal von Millionen Toten provozieren, wie also von einer einzigen kleinen Jacke? Hab mich gefreut wie eine Schneekönigin, da ich die Herkunft von Herrschaft begriffen hatte und diese natürlich sofort ausüben wollte, wenn auch unmerklich, denn die unmerkliche ist die wahre Herrschaft. Das ist damals alles verpufft, obwohl Provokation auf dieser Textilbombe draufgeschrieben stand, mit so goldenen Knöpfen, in Blindenschrift, explodiert in einem unmerklichen Verpuffungsvorgang, weil die Kommunisten vielleicht schon gehört haben, daß es Chanel gibt, sie würden es auch erkennen, wenn sie es sehen, das Chanel-Kostüm, allerdings nur dann, wenn es wirklich aussieht wie ein Chanel-Kostüm, notfalls auch an der falschen Person, denn das berühmte rosa Chanel-Kostüm Jackie Kennedys war nicht echt, mein Anteil am Kostüm schon, ihres nicht!"
Sprecher:Gert Haucke (Sprecher A)
Christian Brückner (Sprecher B)
Hannelore Hoger (Sprecherin C)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
letzte Bearbeitung: YaGru (Y)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 19 von insgesamt 51
Titel: er nicht als er
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1992
produziert von: WDR; SR
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Ulrich Gerhardt
Komponist: Mauricio Kagel
Inhalt: "Die Literaturgeschichte ist voll von skurrilen oder tragischen Schicksalen. Doch die Geschichte Robert Walsers ist unter den tragischsten. Ihm ist die letzten dreißig Jahre seines Lebens eine Irrenanstalt als Wohnsitz zugewiesen worden, und fast diese ganze Zeit hat er nicht mehr geschrieben. Kein Aufenthalt ohne Bewegung, und Bewegung, Spaziergänge mit Carl Seelig, auch allein, sind gestattet gewesen, doch er hat sie oft widerwillig angetreten, hat den eigenen Schlüssel verweigert; er mußte ja doch arbeiten in der Anstalt, Erbsen sortieren, Stanniolpapier falten, Tüten kleben. Nur keine Sonderregelung für den ehemaligen Dichter: Angst sogar vor dem Zimmer für sich allein, lieber mit anderen zusammenwohnen! Der Schriftsteller soll endlich zur Sache kommen und sich ausdrücken! Doch wenn der Weg nach außen versperrt ist, will man auch in sich nicht mehr bleiben, weil man es muß. Das schöne reiche Innenleben des Dichters, und er gibt es uns nicht! Behält sein Licht unter dem Scheffel, dabei gehört es ihm gar nicht, es gehört uns allen! Dieser Robert Walser ist einer von denen, die, wenn sie 'ich' gesagt haben, nicht sich gemeint haben. Er sagt zwar ununterbrochen ich, aber er ist es nicht. Wie die Musik des späten Schubert, Schumann: Verdämmern ohne sich zu meinen. Walser sieht was jeder sieht. Und er zeigt sein Werkzeug, es aufzunehmen. Er macht etwas so und so, aber, wie Jürg Laederach von ihm sagt: 'Er gleicht dem Käufer, der die Preisliste studiert, nicht weil er wissen will, was die Dinge kosten, sondern weil er weiß, daß er ertragen muß, nicht einkaufen zu dürfen'. Es werden keine Rechnungen angestellt, und unter dem Strich kommt nichts heraus. Da liegt der Dichter tot im Schnee, und der Hut ist ihm vom Kopf gefallen und liegt neben ihm, aber noch auf dem Foto drauf. Der Titel des Hörspiels ist aus den Silben seines Namens zusammengesetzt, doch das ergibt kein ganzes und keinen Sinn: Rob-er-t nicht als Wals-er, er nicht als er. Keiner. Alles. Von ihm, auch das meiste an diesem Text" (Elfriede Jelinek).
Sprecher:Axel Köhler (Kontratenor)
Klaus Hirte (Bariton)
Thaddeus Watson (Flöte)
Joseph Sanders (Oboe)
Manos Tsangaris (Schlagzeug)
Jürgen Ruck (Gitarre)
Karin Schmeer (Harfe)
Michael Stirling (Violoncello)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 26.10.1998
Datenquelle(n): dra
letzte Bearbeitung: YaGru (X)Hinweise/Ergänzungen zu diesem Eintrag
Treffer 20 von insgesamt 51
Titel: Erlkönigin
Autor: Elfriede Jelinek
produziert in: 1995
produziert von: WDR
Laufzeit: 57 Minuten
Regie: Martin Zylka
Inhalt: Einem alten Brauch entsprechend wird die Leiche einer alten, berühmten Burgschauspielerin vor ihrer Beisetzung dreimal um das Wiener Burgtheater herumgetragen - doch in diesem Fall spricht die Leiche noch. In einem Monolog reflektiert die Doyenne ihr berufliches wie privates Leben als erfolgreiche, ja berühmte Schauspielerpersönlichkeit. Selbstbespiegelung und Selbstlob täuschen nicht darüber hinweg, dass sie als Schauspielerin tatsächlich eine große Macht über ihr Publikum ausgeübt hat. Ähnlich der Figur des Erlkönigs aus Goethes gleichnamiger Ballade, auf die sich der Titel bezieht, ist diese "Erlkönigin" eine Verführerin und war als solche den Nationalsozialisten zu Diensten. Sie ist den Reizen der Macht erlegen, ist eine von der Macht und deren Trägern Verführte, die ihrerseits ihr Publikum verführt, indem sie sich dessen Schwächen und Bedürftigkeiten zunutze macht. Sie weiß um das Bedürfnis des Publikums nach Führung und kennt ihre Funktion als Star innerhalb des gesellschaftlichen Systems ihrer Zeit. Selbst über den Tod hinaus lässt die Macht sie nicht los, lässt sie die Macht nicht los: Machthörig durch und durch steht sie auch für eine immerwährende Gestrigkeit, die nicht nur in der Alpenrepublik überlebt hat. Das Stück - erster Teil von Jelineks Trilogie "Macht nichts" - lässt sich als Nach-Ruf auf die im Jahr 2000 verstorbene Schauspiel-Legende und "Ikone" Paula Wessely lesen. Den Mittelsatz bildet "Der Tod und das Mädchen II" (WDR 2004), den Schlusssatz "Der Wanderer" - auch dieser Titel Franz Schubert nachempfunden.
Sprecher:Heinz Schimmelpfennig (Mann)
Anke Hartwig (Schwester)
Daten zu Elfriede Jelinek:geboren: 20.10.1946
Vita: Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/ Steiermark, aufgewachsen in Wien. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Jackie" (2004, Hörspielpreis der Kriegsblinden), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Bukolit" (2009), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall".(2013), "Die Schutzbefohlenen" (2014).
Hompepage o.ä.: http://www.elfriedejelinek.com/
Erstsendung: 12.10.2005
Datenquelle(n): dra
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  • Veröffentlicht
    11. Januar 2015
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